berlin _ 1286 _ KUKUmobil

SCHLUSS und PUNKT. Teil VI

So. ‚N halbes Dutzend‘. Das war das Motto dieser Tage, das ich auch für die kleine Berichterstattung übernommen habe.  Dieser sechste Beitrag ist also, so könnte man sagen, der Schlusspunkt unter dem Schlusspunkt.

Alles ist wieder an seinem Platz und der Platz wird immer herbstlicher. Die Kette, die ich vor dem Fest für die kommende Serie aufgezogen hatte, als Zeichen für euch und für mich, dass es weitergehen wird, habe ich gestern nachgespannt. Durch die Luftfeuchtigkeit hatte sich die Baumwolle so entspannt, wie ich das immer tu, wenn es nach der Sommertrockenheit zu regnen beginnt. Luft und Wasser sind meine Elemente. Da, wo sie sich treffen, bin ich glücklich. Die Lichterkette bleibt noch hängen.

Ich habe mir in den letzten Wochen viele Gedanken darüber gemacht, wie ich für mich die Essenz des Vorhabens und damit meinen Auftrag als Wandernde Künstlerin definiere. Mit den Erfahrungen der Probefahrten in der Erinnerung und den Erwartungen des „eigentlichen“ Reisebeginns vor mir.

Vorgestern war ich bei einem Forum kooperatives Stadtmachen. Dabei ging es unter anderem um temporäre Nutzung, Zwischennutzung und Mehrfachnutzung des öffentlichen unbebauten und bebauten Raumes. Das fand ich natürlich spannend, denn  als Nomadin  bin ich darauf angewiesen, Orte zu finden, wie den, an dem ich jetzt mit dem KUKUmobil stehen darf, notfalls sogar so lange wie die Zwischennutzung für diesen ehemaligen Sportplatz, der lange ungenutzt dahindämmerte und irgendwann bebaut werden wird, gilt.

Raumöffner brauchen wir, die solche Orte bereithalten für unterschiedliche Nutzungen, und dies flexibel, unbürokratisch und vertrauensvoll tun.

Vor allem aber Zeitfensteröffner, die zwischen dem Gestern und dem Morgen die Fenster sperrangelweit offenhalten; die für gute Lüftung sorgen, damit es nicht stickig wird.

Und damit das JETZT stattfinden kann. Wenn bei mir irgendetwas irgendwo wurzeln sollte, dann in der Gestaltung des JETZT und HIER, und das ist ein enorm wichtiger Teil meines Selbstverständnisses als Nomadin. Dem JETZT und HIER gilt meine Verbindlichkeit, und der Freiheit, die daraus erwächst. All meine Energie bereitzustellen, um in dem „Durchzug“ den Moment zu fassen, intensiv und authentisch zu gestalten  und dann wieder loszulassen, ist mir immer mehr ein Anliegen.

Natürlich nehme ich an jedem Standort die Vergangenheiten wahr. Sie liegen da, vor mir, werden mir erzählt, sind wahrnehmbar in den Menschen und an den Orten. Aber sie machen mich nicht befangen. Natürlich sehe ich an jedem Ort mögliche Zukünfte. Aus eigener Erfahrung heraus, aus Begegnungen an anderen Orten und mit anderen Menschen. Aber mein Beitrag ist es, davon zu erzählen, immer in der Mehrzahl, so wertfrei, wie möglich. Es ist nicht an mir, die Entscheidung zu treffen welche der Zukünfte für diesen konkreten Ort und in dieser konkreten Zeit am stimmigsten ist. Noch nicht einmal, auf einen Entscheidungsmoment hinzuarbeiten. Aber natürlich ist mir bewusst, dass wir alle in unserem Alltag permanent gefordert sind, Entscheidungen zu treffen, große und kleine.

In der Bildwirkerei lebe ich das sehr intensiv. Da gibt es kein Muster, das ich automatisch wiederholen kann, soll, muß. Es gibt eine Bildidee, eine Erzählung, aber diese in ein anderes Medium zu übertragen bedeutet, dass Material, Technik, Erfahrung und Entscheidung konstruktiv ineinandergreifen. Hätte ich die Bildwirkerei nicht, die mir als Spiegel und als Praxisraum dient, könnte ich das Vorhaben nicht durchführen.

Also noch einmal ein großes DANKE von mir an alle, die in der Verwaltung, in den soziokulturellen Einrichtungen und in der mobilen Stadtteilarbeit solche Orte wie den Ja!Space und damit die Nutzung des Sportplatzes an der Neumagener Strasse möglich machen.

Ich bin gerne dort. Ich genieße die Energie und gebe gerne meinen Teil dazu, dass diese Energie, wie die Fäden der Baldachinspinne, sich weitertragen lassen von der Luft, die dank der offenen Fenster der Zeit zirkulieren kann, um neue Lebensräume zu erschließen.

Und ich bemühe mich, zu verstehen und verständlich zu machen, wie wichtig die Zirkulation für alles ist. Der Kreislauf ist meiner Ansicht nach ein dem Nomadentum zugrundeliegendes Konzept. Nomaden wandern naturgemäß nicht linear, immer weiter und weiter geradeaus, sie wandern meist im Kreis. Sie tun das aus unterschiedlichen Gründen. Aber sie tun das immer mit dem Gedanken, irgendwann an diesen und jenen Ort zurückzukommen. Daher geht ihre Bemühung auch naturgemäß dahin, alles zu tun, dass sie an diesen oder jenen Ort zurückkommen können und dort willkommen sind, wenn es bewohnte Orte sind und dort das vorfinden, was sie brauchen, wenn es Naturräume sind.

Das heißt für mich konkret, in meinem Leben und in dem Vorhaben, alles dafür zu tun, den Kreislauf zu denken und zu leben. Mich immer wieder in der Überzeugung zu bestärken, dass das was ich an einen Ort, an einen Menschen, in einen Kontext gebe, nicht direkt von diesem Ort, diesem Mensch, diesem Kontext zu mir und dem Vorhaben zurückfließen muss. Der Rückfluss kommt oft von einer Seite, die ich gar nicht im Blick hatte und oft auch in einer Form, mit der ich nicht gerechnet hatte. Diese Offenheit der Wahrnehmung und Dankbarkeit in Geist, Seele und Herz zu erreichen ist mein persönliches Ziel, das ich mit diesem Vorhaben verfolge. Wenn ich es dann auch noch schaffe, anderen Menschen diesen Gedanken nahezubringen, dann  wird mich das glücklich machen.

 

 

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berlin _ 1285 _ textil

SCHLUSS und PUNKT. Teil V

Der Kurs

Für einige, wie meine Tochter Lea und meine Freundin Rosa, für mich und die anderen Kursteilnehmerinnen (ganz ohne Sternchen oder Doppelpunkt, denn einmal mehr haben sich die Männer der Welt die Gelegenheit entgehen lassen die Bildwirkerei für sich zu entdecken) war die Party nicht der Abschluss, sondern der Meridian.

Nach drei Tagen Ausstellung unter freiem Himmel liegen jetzt drei Tage intensiver Bildwirkereikurs vor uns. Ein Dach über dem Kopf haben wir spontan und großzügig vom NAiMo, dem Nachbarschaftstreff im Moselviertel geliehen bekommen. Dort konnten wir es uns gemütlich machen.

Einmal mehr war ich froh über die Möglichkeit, von der fLotte ein Lastenfahrrad leihen zu können. So konnten wir relativ unkompliziert das ganze Material, die Webrahmen und Lampen vom KUKUmobil zum NAiMo und wieder zurück zu transportieren.

Normalerweise sind die 3-Tage-Kurse immer so strukturiert gewesen, dass wir freitags mit einer kurzen Session beginnen, in der wir es schaffen, den Webrahmen vorzubereiten. Die Entwürfe kommen dann erst am Folgetag ins Spiel.

Diesmal ist schon der erste Kurstag mehrere Stunden lang, was mich dazu gebracht hat, alle Teilnehmerinnen einzuladen, sich im Vorfeld des Kurses schon Gedanken dazu zu machen, was sie gerne weben wollen und mit einem möglichen Entwurf zum Kurs zu kommen, den wir dann gemeinsam besprechen können. Vorteil: wir können die Kette auf den Webrahmen aufbringen, die für den Entwurf am sinnvollsten ist, und die gemeinsame Besprechung der jeweiligen Entwürfe gibt mir die Möglichkeit, am konkreten Fall Grundkonzepte der Bildwirkerei zu erklären. Das bringt die Theorie auf kürzerem Weg an die Frau.

Auch dieser Kurs war keine Ausnahme von der Regel: Alle beginnen gleich, und dann geht jede ihren eigenen Weg, bis am Ende alle wieder zusammenfinden. Ich liebe es.

ROSA

Meine Freundin Rosa war vor einiger Zeit schon einmal in einem Kurs dabei. Das Flämmchen der Begeisterung hat sie nach Madrid mitgenommen und dort genährt mit einem selbstgebauten Webrahmen und mehreren kleinen Übungsstücken.

Ihr Entwurf ist ein kleines Stillleben, bei dem nur der Krug etwas vereinfacht werden musste, und die Mondsichel sich als kompliziertester Teil herausgestellt hat. Die vertikale Verschränkung der grünen und blauen Farbflächen war dagegen kein Problem.

 

NADINE

Nadine hat eine klare Komposition mitgebracht, bei der es darum ging, die Farben an das verfügbare Material anzupassen und dann die Formen im Bezug zum Hintergrund harmonisch herauszuarbeiten.

Und: von welcher Seite steig ich ein in das Bild: dient mir dieses lila Feld als Motivation, auf die ich als Highlight hinarbeiten möchte, oder möchte ich es als erstes weben, um dieses leuchtende Feld als Energiequelle vor mir zu sehen.

Nadine hat sich für Ersteres entschieden. Gemeinsam haben wir auf das Lila hingefiebert. Es wurde fast gekitzelt. Es fehlten ein paar Stunden. Nadine hat den Webrahmen mitgenommen. So, wie das Stück gewachsen ist und sie gearbeitet hat, brauchte sie MICH nicht mehr, sondern einfach nur MEHR ZEIT. Ich bin sehr gespannt.

 

 

KATJA

Katja hat einen Eisvogel mitgebracht. Naja, eigentlich auch noch einen anderen Entwurf, der vielleicht einfacher gewesen wäre. Aber aus ihrer Erzählung heraus merkte man, dass ihr Herz an dem Vogelmotiv hängt. Das war ausschlaggebend für die Entscheidung.

ABER wir haben einige Vereinfachungen besprochen: aus dem Vogelkleid an Rücken haben wir eine Farbfläche gemacht, die dadurch die Lebendigkeit behält, dass der Arbeitsfaden mehrere Farbtöne in sich vereint und ein nähgarndünner türkismetallener Faden mitläuft. Fein, aber oho!.

Der Streifen um das Auge, bei dem mehrere Farbflächen parallel nebeneinander nur über einen Faden laufen, ist einer der kompliziertesten Abschnitte der Bildwirkerei. Wir haben in kurzen Abschnitten über eine Breite von 5 oder sechs Kettfäden einen farblich angepassten dünnen Faden eingewebt, der diese Einzelfäden wieder zu einem Gewebe zusammenbringt.

Für einen ersten Teppich und unter den gegebenen Umständen von Material, Größe und Zeit verspricht es, ein wunderbares Stück zu werden, auf das Katja stolz sein kann. Ein wenig Hintergrund fehlt noch. Nach der kniffeligen Arbeit am Kopf und Schnabel des Eisvogels wird das ein Klacks.

 

 

DEISY

Deisy war schon mehrere Male dabei und hat inzwischen einen eigenen Webrahmen, auf dem sie auch größere Bildwirkereien weben kann. Dieser ist 20 cm breit. Dementsprechend dauert es natürlich länger, um in die Höhe zu kommen.

Auch diesmal ist es das Baummotiv, das sich wie ein Leitfaden durch ihre Arbeiten zieht.

 

STEFFI

Steffi hatte zwei sehr spannende und sehr unterschiedliche Entwürfe mitgebracht und sich dann für den entschieden, der auf einer Kinderzeichnung ihrer Tochter beruht: ein bunter  Vogel auf der Stange…

Schön finde ich es, wie sie die Linienführung der noch etwas ungeübte Kinderhand in ihrer Weberei aufgenommen und betont hat. Das gibt dem Bild sehr viel Lebendigkeit und einen unglaublichen Charme.

 

META

Meta hat eine nicht unbedingt einfache Komposition mitgebracht. Jedes Farbfeld, davon einige recht klein, soll für sich eine eigene Technik tragen. Farbverläufe, Verbindungen….. Wir haben es ein wenig angepasst und versucht, die Flächen zu vergrößern, um die Arbeit zu erleichtern. Je kleinteiliger der Entwurf wird, desto langwieriger die Umsetzung. Webbar ist alles, es wird nur eben kniffeliger und braucht mehr Zeit und die haben wir in diesen WE-Kursen nicht unendlich zur Verfügung.

Irgendwann, als eine braun-gelb-gestreifte Fläche in der Mitte der Komposition das ganze Bild mit einem besonderen Licht füllte,  habe ich es leider verpasst, Fotos zu machen. Jetzt, zu Semesterbeginn, ist der Rahmen nach Leipzig gewandert und die Wirkerei wird dort fertiggestellt. Ich bin gespannt.

 

LEA

Ja, kleinteilig….. Lea hatte einen Entwurf aus Vancouver mitgebracht noch bevor ich an alle Teilnehmerinnen die Grundempfehlungen schicken konnte, die da zusammengefasst lauten: nicht zu graphisch, nicht zu kleinteilig, keine Konturen oder zu viele Linien denken, nicht zu nah an die Ränder mit den Motiven…… wenn es der erste Teppich ist, den ihr webt.

Töchter. Mütter. Hätte ich nicht gewußt, dass ich die Entstehung des Teppichs auch nach dem Kurs noch mit begleiten kann, hätte ich davon abgeraten. So haben wir gemeinsam die Herausforderung angenommen, dieses wunderbare Farnblatt (Frauenhaarfarn) zu weben.

Es wurde ein Doppelkurs. Aber es wurde fertig. Und es ist gut geworden. Und sie hat es mit berechtigtem Stolz mit nach Kanada genommen.

Mir bleibt nur zu sagen: DANKE an alle, die ihr mit dabei gewesen seid und so aufmerksam zugehört und hingebungsvoll gearbeitet habt. Ich hoffe, euch ein wenig angesteckt zu haben mit meiner Liebe zur Bildwirkerei.

Ihr wisst, der Rahmen ist einfach nachzubauen. Und die Welt ist voller Bilder und Fasern. Was brauchen wir mehr, als ZEIT, beide zusammenzubringen.

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berlin _ 1284 _ KUKUmobil

SCHLUSS und PUNKT. Teil IV

Die Party

Es sei vorweg gesagt: ich war so aufgeregt, vorher, so bewegt, mittendrin, und so übervoll an Gefühlen, danach, dass ich kaum fotografiert habe. Was ihr hier seht ist der Blick, den andere auf das Geschehen festgehalten haben. DANKE. Sonst gäbe es kaum etwas, was ich mit all denjenigen von euch teilen könnte, die ihr aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dabei sein konntet.

Von vielen von euch habe ich Nachrichten mit guten Wünschen erhalten und bei vielen andern weiss ich, dass sie mit Herz und Seele dabei sein würden. Allen sei noch einmal DANKE gesagt. Eure Energie gibt mir die Kraft, das Vorhaben voran zu bringen.

Bleibt bitte dran. Schaut ab und zu mal hier vorbei. Ich werde versuchen euch auf der Unterseite „KUKUmobil“ , die ihr in der oberen Leiste findet, immer auf dem Laufenden zu halten.

Aber jetzt erst einmal zu der Party und hier einen ganz besonderen Dank an Holger Bey und Marie Takahashi dafür, dass auf die Änderung des Veranstaltungsortes so souverän und flexibel reagiert haben.

VOYAGE heisst das Stück, das Holger Bey speziell für diesen Anlass komponiert hat und das an diesem Abend uraufgeführt wurde, wenn man das so sagen kann, denn bei einer improvisierten Komposition ist eigentlich jedes Konzert eine Uraufführung, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese halb aus Bildern und Zeichen, halb aus Noten bestehende Partitur zweimal identisch interpretiert werden kann, selbst wenn beide Male Marie Takahashi den Bogen über die Bratschensaiten führt. Das macht die Einmaligkeit und den Reiz aus.

Sieben Spielstationen hatte Holger ausgesucht, an denen jeweils ein Abschnitt der Gesamtkomposition gespielt werden sollte.

Spontan bin ich in das Geschehen eingebunden worden. Meine Aufgabe bestand darin, die kleinen Pausen zu überbrücken, die Marie brauchte, um von einer Station zur anderen zu kommen. So wurde ich zur Leiterin einer illustren Gruppe von Reisenden, die mit mir nicht nur von einer Spielstation zur nächsten wanderten, sondern auch meiner Erzählung gefolgt sind, in der ich in sieben Kapiteln versucht habe, die Entstehung des KUKUmobils zu vermitteln.

Es war schön, sich der Taktung zu fügen, die Holger vorgab. So kam ich nicht in Versuchung mich festzureden. Dafür, dass ich immer sehr nervös bin, wenn ich vor Publikum rede, egal wie vertraut mir die einzelnen Menschen sind, und dafür, dass wir das alles nicht ein einziges mal proben konnten, ist es glaube ich ganz gut geworden. Und wie ganz zu beginn der kleinen „Berichterstattung“ schon angedeutet: Im Nachhinein gesehen passte es perfekt zu der Essenz der KUKUmobil-Reise.

 

Ich hoffe, es hat euch, die ihr dabei sein konntet, gefallen. Ich hoffe, ich konnte denen unter euch, die ihr nicht dabei sein konntet, ein klein wenig der Stimmung vermitteln, die den Platz gefüllt hat. Ich hoffe, wir verlieren uns nicht aus den Augen, lassen die Fäden, die uns verbinden, nicht reißen.

Ich weiss noch nicht, wo ich mit dem KUKUmobil überwintern werde, ich weiss noch nicht, wann die Reise tatsächlich startet. Es gibt keine Eile, aber auch kein Zurück. Es gibt ein großes Vertrauen in mir, dass das was kommt gut sein wird. Die Energie geht dahin, dieses Vertrauen zu bewahren vor all den Bedenken, die einen angesichts der allgemeinen  Turbulenzen erfüllen könnten.

Ich werde euch berichten. Wir haben hier eine Verabredung. Wenn ihr wollt.

DANKE für eure Unterstützung in den vielen unterschiedlichen Formen, die ihr immer wieder findet.

 

 

 

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berlin _ 1283 _ KUKUmobil

SCHLUSS und PUNKT. Teil III

Das Labyrinth

Kein Schluss.Punkt eines Kapitels ohne ein eigenes Labyrinth. Und nicht mal eben so spontan „ge-pop-up-t“, sondern auf lange Sicht geplant…. weil……

Weil es eine Weile braucht, um das notwendige Material für den Bau zusammenzutragen.

Inzwischen habe auch ich mich an sie gewöhnt: die Tausende von KRONKORKEN (was für ein Wort, wie Wollknäul, nur anders, Wollknäule rollen über die Zunge, Kronkorken kratzen im Hals) die den Berliner Boden bunt gestalten  die Konsumgewohnheiten nach Kiez anzeigen und für Barfußgänger immer dann nervig sind, wenn sie mit dem Rand und nicht mit der Bildseite nach oben auf dem Boden gelandet.

In der Arbeit „2021“ bin ich auch was die Kronkorken betrifft vom Sterni zur Bionade gewandert, von Lichtenberg zum Prenzlberg.

Jedenfalls habe ich damals schnell angefangen, Kronkorken zu sammeln und ebenso schnell war mir klar, dass ich daraus irgendwann mal ein Labyrinth bauen würde.

Und dann kam der Jägermeister dazu. Jägermeister habe ich aus meiner Kindheit immer mit alten, bierbäuchigen Männern in verrauchten Eckkneipen mit Rehgeweihen an der Wand assoziiert. Irgendwann, noch in Spanien, wurde mir bewußt, dass es wohl ein Revival gegeben haben muss, bzw. eine echt gute Webekampagne, weil mich Freunde baten…..  Moment… weil mich “ jüngere“  Freunde damals vor meinen Berlinbesuchen baten, Jägermeister mitzubringen.

Also habe ich irgendwann angefangen, nicht nur die Berliner Straßen von Kronkorken zu befreien, sondern auch die leeren Jägermeisterflaschen einzusammeln. Da der Jägermeister unter den Fläschchen an der Supermakrtkasse nicht der billigste ist, findet man sie zwar, aber nicht in Massen. Das steigert den Spass und die Spannung, wie beim Pilzesuchen.

Und dann kommt manchmal eine unerwartete Unterstützung. Ohne dass ich davon wußte, hatte Christiane auch mit dem Sammeln dieser wunderbar flaschengrünen Flaschen begonnen und so konnten wir tatsächlich die Mitte des kleinen einwegigen Labyrinths ganz grün gestalten.

 

Und dann kamen die Kronkorken. Und da hatte jede Labyrinthbauende Seele freie Hand, die Kronkorken zufällig oder sortiert zu legen, als klare Linie oder bildhaft. Das Ergebnis zeige ich euch hier:

 

Eigentlich war angesagt, dass das Labyrinth als gute POP-UP-Installation am gleichen Abend noch abgebaut, die Kronkorken zusammengefegt werden sollten.

Aber ich konnte es nicht übers Herz bringen. Und das Gute war ja das Wissen darum, dass es auf dem Platz niemanden stören würde, wenn wir es noch einen Tag liegen ließen und es so auch für die Besucher:innen am Tag danach noch genießbar sein würde.

Und so ist es dann dazu  gekommen, dass das Labyrinth auch am Samstag noch Raum auf dem Platz eingenommen hat. Wer wollte, konnte sich aus den Säckchen bedienen, und die Labyrinthgeschichte weitererzählen, wer wollte, konnte durch das Labyrinth wandern, oder auch nicht……

Ich habe es für mich sehr intensiv erlebt, das Wandern durch das Labyrinth in der Frühe des Samstags in der Stille des Platzes  hat mir etwas von der Aufregung genommen, die mich erfüllte, so wie es das Labyrinth immer tut: mich zur eigenen Mitte führen, zu dem, was wirklich zählt, zur Ruhe, ins innere Gleichgewicht, um dem Ansturm der Gefühle besser begegnen zu können, der mich durch die vielen Begegnungen so lieber Menschen  erwartete.

Mein DANK hier an alle Labyrinthbauer:innen und alle Kronkorkensammler:innen.

Ich bin sehr gespannt wann, wo und womit das nächste Labyrinth entstehen wird.

 

 

 

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berlin _ 1282 _ KUKUmobil

SCHLUSS und PUNKT. Teil II

Die Ausstellung

POP-UP. Drei Tage. Klipp_Klapp zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Die Böcke, die ja in der Vergangenheit schon zu Webrahmen gemacht worden waren, wurden jetzt zu Aus- und Aufstellern. Die Auswahl der Arbeiten war von Anfang an auf all jene Werke beschränkt, die in den sechs Jahren Berlin entstanden sind.

Es sollte ein Rückblick auf ein Kapitel sein, nicht auf ein ganzes Buch. Ab einem bestimmten Alter sollte man vorsichtig werden mit den Retrospektiven. Es klingt leicht nach Aufhören, und das ist ja nun GAR NICHT der Fall.

Für die Ausstellung bedeutete das, dass es nur eine großformatige Arbeit gab, „2021“, der Teppich, der in zweijähriger Arbeit zwischen Oktober 2019 und Juli 2021 in der KulturMarktHalle entstanden ist.

 

I.

II.

Neben „2021“ gab es noch den „Epilog“, der ebenfalls auf dem großen Webstuhl entstanden ist.

III.

Alle anderen Arbeiten sind direkt auf einem „Webbock“ entstanden und daher schien es auch nur schlüssig, sie auf einem Webbock zu zeigen. Wie eine kleine Schafherde standen sie mittags im Schatten des KUKUmobils und sind mit ihm über den Platz gewandert.

Zum Beispiel die beiden Samplers, die für die TAB, Textile Art Berlin 2018, entstanden sind.

 

IV.

Herzstück der Ausstellung war, aus vielen unterschiedlichen Gründen,  „9x3x3“, das Vorhaben, an dem ich seit einigen Monaten parallel zu dem Stück am großen Webstuhl arbeite.

Denn am großen Webstuhl entsteht ja in den kommenden Jahren der Europateppich, und an dem webe ich nur, wenn das KUKUmobil tatsächlich auf Reisen ist, was bedeutet: an der Webkante mit dem Leitspruch während der Probefahrten.

Und das „9x3x3“ wird mich, aus unterschiedlichen Gründen, auf der Reise begleiten und weiter wachsen.

Das Grundkonzept ist die Sortierung von 12x12cm großen Bildwirkereien in 9er-Serien, die sich aus irgendeinem Grund (Inhalt, Motiv, Farbe, Technik, Material….) zu einer neunköpfigen Familie zusammenfinden, wobei es immer wieder Mitglieder gibt, die sich aus dem Verbund ausklinken und mit anderen zusammen eine eigene Familie bilden.

Ich mag diese Dynamik, die gar nicht so gedacht war, sondern sich in der Entstehung eingestellt hat und der ich gerne nachgegeben habe. So wird sich dieses Vorhaben im steten Wandel befinden, wachsen und schrumpfen…..  mich durch Europa begleiten und hoffentlich vieles von dem auffangen, was nicht Raum findet in dem großen Teppich.

Die bisher gewebten Arbeiten könnt ihr HIER sehen, wenn ihr euch durch das aufpoppende Menü klickt.

 

 

V.

Ab und an komme auch ich vom „gewohnten“ Weg ab und erkunde Neuland, neues Material, oder neue Techniken.

Ein Beispiel für Ersteres ist „atem“, eine Installation aus vier mit Nylonschnur gewebten Wortteppichen, die im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung  in der KulturMarktHalle entstanden sind.

 

VI.

Ein Beispiel für Zweiteres ist „Stickstoff“, das Lichtenberger Tafeltuch, das ich 2019 gemeinsam mit meiner Kollegin Kati Hyyppä initiiert habe und, solange es noch weisse Flecken auf dem Tuch gibt,  immer wieder mal hervorhole und dazu einlade, gemeinsam weiterzusticken.

 

 

So, sechs Formate. Da sind sie. Und jetzt, wo alles vorbei ist und ich aus dem Nachhinein schreibe, ein DANKE an alle, die ihr dagewesen seid, egal ob am Donnerstag zur Eröffnung der Ausstellung, zur Labyrinthbegehung am Tag darauf, oder zu der Party am „aller-guten-Dinge-sind-DREI“-Tag.

Kleine Eckdaten: der vierwöchige Philo war der jüngste Ausstellungsbesucher. Wenn da mal die Zukunft der Bidwirkerei nicht gesichert ist. Und die Fäden spannen sich weit, nach Vancouver, nach Madrid, nach Bratislava, nach Lübbenau, Brackenheim, Cottbus, Elkhausen-Katzwinkel….. und nah, und in Anwesenheit und in Gedanken, und……

 

 

 

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berlin _ 1281 _ KUKUmobil

SCHLUSS und PUNKT. Teil I

Jetzt ist er gesetzt, der Punkt. So fett, wie intensiv dieses halbe Dutzend Jahre in dieser Stadt. Er hätte auch bunt sein können, so bunt wie meine Erfahrungen, und so bunt wie die sechs Tage, mit denen ich dieses Kapitel abschließen wollte.

Ist er nicht, er ist tintenschwarz. So analog-endgültig, wie es meiner Generation entspricht. Was schwarz  geschrieben steht ist auf lagunengrün fast so gut wie auf weiß.

Diese Stadt, die jetzt sechs Jahre lang mein Wohnort gewesen ist, stand nie auf meiner Liste der Orte, die ich erleben wollte. Der Zufall und die Großzügigkeit des Lebens haben mich hierher gebracht und reich beschenkt mit Erfahrungen und Begegnungen und mit der Verwirklichung meines Traumes.

Das mit allen zu feiern, die mich, meine Arbeiten, mein Vorhaben in der Vergangenheit begleitet und unterstützt haben und dies hoffentlich in der Zukunft weiterhin tun werden, war der Grund für „’n halbes Dutzend“.

Erstes Kapitel: Die Vorbereitung

Manchmal kommt alles anders als man denkt. Manchmal reicht eine Mail an einem Sonntagabend. Zwei Minuten Ungläubigkeit, Ärger, Adrenalin. Und dann die bewußte Entscheidung, dass es den Ärger nicht wert ist und das Bemühen, den Adrenalinschub in eine positive Richtung zu lenken.

Im Nachhinein würde ich sagen, dass uns dieser Umstand sogar zu einem Format geführt hat, das viel besser zum KUKUmobil passt. Naja, auch weil alles so wunderbar gelaufen ist, weil ihr alle so flexibel gewesen seid, mir spontan  ein Super-Ausweichort zur Verfügung gestellt wurde, viele helfende Hände da waren, fahrbare Untersätze für all die Transporte, die zu erledigen waren,……

…..und gutes Wetter. Danke, dass ihr alle eure Tellerchen leer gegessen und somit zu den milden spätsommerlich-frühherbstlichen Temperaturen beigetragen habt.

 

Der ganze weite Platz an der Neumagener Strasse stand uns dank der Großzügigkeit des FreiZeitHauses und des Ja!Space zur Verfügung mit all seinem Mobiliar. Zwei Tage lang haben wir gesägt, geschraubt, gerollt und gehängt und am Donnerstag war alles bereit für die Ausstellung und die Party. Natürlich war ein Umdenken nötig. Natürlich mußte die Ausstellung unter freiem Himmel anders konzipiert werden, als unterm Dach eines Gebäudes.

ABER: Wie schon gesagt, das Ergebnis war eigentlich viel stimmiger mit der Seele des Vorhabens.

  

 

 

 

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berlin _ 1280

Auf Spurensuche

Hätte ich Lea nicht das Buch mit den Nachmittagsgeschichten von Ferdinand von Schirach geschenkt, und hätte sie es nicht als Reiselektüre mit nach Berlin gebracht, und hätte sie nicht gerade als ich danach fragte wie ihr das Buch gefällt die Geschichte von Meros Beerdigung gelesen, dann hätte ich vielleicht nie von dem „Friedhof der Namenlosen“ erfahren, den es im Grunewalder Forst gibt.

Natürlich sind wir hingefahren, um ihn uns anzusehen. Und es war ein schöner Spaziergang durch den immer noch überraschend grünen Wald, der an einem Freitagmittag bei leichtem Nieselregen intensiv nach Herbst duftete.

Die Menschenleere tat gut nach den intensiven Tagen mit Ausstellung und Kurs.

 

 

 

 

 

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berlin _ 1279 _ besuche

Aus Kindern werden Leute……

 

…. die die Welt mit eigenen Augen sehen, ihre eigene kleine Gemeinschaft aufbauen, ihr direktes Umfeld gestalten, ihre eigenen Wege gehen.

Wir haben zwei Leute, eine davon, Leut Lea, hat der Weg auf einem weiten Bogen weit weg geführt, nicht nur auf die andere Seite des Ozeans, sondern dort auch noch auf die andere Seite des Kontinents.

Gelegentlich gehen wir ein kleines Stück Weg gemeinsam. So wie in den vergangenen zwei Wochen, die so dicht an Ereignissen waren, dass sie uns wie zwei Tage vorgekommen sind. Dass Lea aus Vancouver gekommen ist, war eins der größten Geschenke dieses „Schlußpunkt Berlin“.

Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass man für einen Teil der Erinnerungen anderer Menschen wichtig ist und dass man in ihren Erinnerungen weiterleben wird. Es ist schön, zu erleben, dass man gerne zusammen ist, so von Leut zu Leut, dass man loslassen und vertrauen kann.

Manchmal wiegt die geographische Entfernung bleiern schwer, so von Leut zu Leut, trotz all der Kommunikationswege, die uns heutzutage zur Verfügung stehen. Aber der Faden, der uns verbindet ist so leicht und fest, wie die Fäden der Baldachinspinnen, die im Altweibersommer vom Herbstwind getragen durch die Luft segeln, auf der Suche nach neuen Lebensräumen.

 

 

 

 

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berli _ 1278 _ besuche

Special guests_ I

Am ersten Aufbautage, als noch kein menschlicher Ausstellungsbesucher zu sehen war, kreuchten und fleuchten besondere Gäste um das KUKUmobil herum und sorgten für gute Energie:

 

 

 

 

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berlin _ 1277 _ fundstück

Hmmmm, irgendwas stimmt da nicht…..

 

 

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berlin _ 1276 _ KUKUmobil

Ich möchte nur sicherstellen, dass euch alle die Änderungen, was ORT und ZEITEN betrifft, erreicht haben und ihr nicht irgendwo vor verschlossener Tür steht:

Ausstellung “ ’n 1/2 DUTZEND“

von Donnerstag, den 28.09.2023 bis Samstag, den den 30.09.2023, täglich von 14 Uhr bis zum Dunkelwerden. Donnerstag gibt es gegen 17 Uhr eine kleine Vernissage mit einem kleinen Umtrunk und einem Künstlerin_im_Gespräch.

Labyrinthbau und -begehung

Am Freitag, den 29.09.2023 werden wir ab 14 Uhr ein einwegiges Labyrinth mit typischen berliner Strassenobjekten bauen. Ihr seid alle herzlich eingeladen….. Mit dem Dunkelwerden räumen wir wieder zusammen.

Konzert & Party

Am Samstag, den 30.09.2023 bietet das Konzert um 19 Uhr den Auftakt zur Gute_Reise_KUKUmobil_Party. Bis gegen 22 Uhr werden wir gemeinsam feiern, dass es das KUKUmobil jetzt tatsächlich gibt und es bald auf Reisen durch Europa geht. Das Gelände öffnet um 14 Uhr.

DER ORT: Der ehemalige Sportplatz an der Neumagener Strasse, 11, Ecke Brodenbacher Weg. In Berlin Weissensee.

KURS

Der Kurs findet vom 1.10.2023 _ 3.10.2023 statt. Alle Plätze sind  belegt, aber vielleicht ergibt sich ja noch eine Möglichkeit im November……

ICH FREU MICH AUF EUCH ALLE!!!!

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berlin _ 1275 _ einladung

So, jetzt aber…

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berlin _ 1274 _ fundstück

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berlin _ 1273 _ einladung

WICHTIGE NEUIGKEITEN!!!!

Hallo in die Runde. Ja, es gibt wichtige Neuigkeiten vor allem für diejenigen von euch, die ihr mit dem Gedanken spielt, oder euch schon entschieden habt, an einem oder mehreren der letzten drei Septembertage zur Ausstellung, Labyrinthbau und -begehung oder Party zu kommen, oder am Bildwirkerei-Kurs während der ersten drei Oktobertage teilzunehmen:

Am Sonntagabend habe ich sehr überraschend eine ABSAGE vom Vorstand des Fördervereins Museum Kesselhaus bekommen. Die Veranstaltungen können NICHT, wie geplant, dort stattfinden.

Das klingt nach einer mittelgroßen Tragödie, aber ich versuche meinen Unmut in Grenzen zu halten, nach vorne zu schauen und dem Ganzen doch noch ein gutes Ende zu verpassen.

Was bedeutet das für mich?

Alternativen suchen, denn eins ist mir klar: ABSAGEN GEHT GAR NICHT!!!

So wie mit dem Berg und dem Propheten…. Ich habe gestern die Zusage vom JA!Space-Team und von FreiZeitHaus bekommen, dass _wenn ich es so möchte _ die Veranstaltungen an dem  aktuellen Standort des KUKUmobils stattfinden können. Wunderbar!!! Tausend DANK für eure Unterstützung!!!!

Nun, ganz nüchtern betrachtet denke ich erst einmal, dass damit die Frage wegfällt, ob und wer das KUKUmobil zum Museum Kesselhaus bringt. Ich hatte in den letzten Tagen schon abgewogen, ob sich der finanzielle Aufwand denn wirklich lohnt für diese kurze Zeit und wer denn diesen Transport übernehmen könnte.

 

Also JA! Wir wagen es!! Wir gehen OPEN AIR!!!

 

Holger und Marie habe ich kontaktiert. Sie sind damit einverstanden, das Stück VOYAGE vor dieser neuen Kulisse uraufzuführen. Holger sagte gestern so schön: Lass uns  was noch Schöneres daraus machen!!! DANKE, für eure Flexibilität!!!

Und ich bereite nun, wo die Entscheidung gefallen ist, mit wachsendem Elan die Ausstellung noch POP_UPPIGER vor, als sie ohnehin schon angedacht war.

 

 

Und was bedeutet das für euch?

 

OPEN AIR bedeutet immer ein Hoffen auf GUTES WETTER. Egal, ob ihr kommen könnt, oder nicht, bitte esst in den kommenden Tagen alle eure Tellerchen leer, damit in der letzten Septemberwoche die Sonne scheint. DANKE!!!!

 

#DER NEUE STANDORT…

…ist der Sportplatz an der Neumagener Strasse 13, Ecke mit Brodenbacher Weg, in 13088 Berlin, dort, wo das KUKUmobil seit Juni seinen Standort hat, wenn es in Berlin ist.

Hier zur Orientierung:

Auch wenn Weisensee sich für manche „ganz weit draussen“ anfühlen mag, ist der Sportplatz  mit den Öffis gut zu erreichen. Natürlich vor allem mit den Trams: Haltestelle Buschallee die 12, 27 und M4, Haltestelle Falkenberger Strasse / Berliner Allee neben der 12 und der 27 auch die 50.   Von den Buslinien sind es die  255 und die 156.

 

# DIE NEUEN ZEITEN

Wir gehen OPEN AIR und deshalb habe ich gedacht, wir passen die Zeiten ein wenig an die neuen Umstände an. Das bedeutet:

# Die Ausstellung wird tatsächlich nur 3 TAGE dauern, von Do, 28.09. bis Sa. 30.09.2023. Zu sehen sind die Arbeiten an diesen drei Tagen ab 14 Uhr bis zum Dunkelwerden.  Am Donnerstag seid ihr um 17 Uhr zu einem Gläschen Wein und einem Austausch zu den bisherigen Erfahrungen und zukünftigen Plänen rund um die Reise mit dem KUKUmobil eingeladen. Wer neugierig auf die Crowdfunding-Arbeiten ist, kann sie jetzt schon abfotografiert HIER sehen, und überlegen…..

# Der Labyrinthbau und anschließende Begehung finden am Freitag, den 29.09.2023 ab 14 Uhr statt. Wenn es dunkel wird, räumen wir zusammen.

# Die Party mit Konzert findet, wie gehabt, am Samstag, den 30.09.2023 statt, nur eben OPEN AIR, am KUKUMobil. Der Platz öffnet ab 14 Uhr. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, mit dem Dunkelwerden. Bis ca. 22 Uhr machen wir Party.

 

# DER KURS

Wichtig für alle, die sich für den Kurs angemeldet haben: Auch für uns habe ich eine Bleibe gefunden. Wie dürfen die Räume des NAiMO nutzen. Es sind nur knappe 5 Minuten vom KUKUmobil bis dorthin. Alles andere schicke ich euch per Mail.

# Und SONST?

Naja, neben dem Bütterken auch ein Pullöverchen…. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es nicht regnen wird. Aber Herbst ist Herbst und in den Nachmittagsstunden wird es kühler werden. Also bringt euch etwas zum Überziehen mit. Zur Not machen wir aus dem letzten Rotwein des Spätsommers den erste Glühwein des Herbstes.

Sonst bleibt alles wie gehabt: Taschen prall gefüllt mit Golddukaten, um Schu, das Sparschwein zu füttern; Magen gut gefüllt mit euren Lieblingsspeisen, so dass alles gut durchtränkt werden kann; PIPImachen nicht vergessen, bevor ihr losfahrt; gerne zu zweit, dritt, viert… kommen, und viel gute Laune mitbringen. Ich freu mich auf euch!!! Und ich danke euch im Voraus für all die Energie, die ihr so großzügig in das KUKUmobil steckt, damit es eine gute Reise wird.

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berlin _ 1272 _ begegnungen

 

 

 

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berlin _ 1271 _ einladung

Second Reminder

Ihr Lieben, noch zwei halbe Dutzend Tage, dann eröffnet die Ausstellung im Museum Kesselhaus, und damit die sechs Tage (28.09. – 3.10.2023), an denen wir hoffentlich eine Gelegenheit finden, uns zu verabschieden und das KUKUmobil-Projekt gemeinsam auf den Weg zu bringen.

Denn um beides soll es gehen: um die einzelnen Fäden, die uns miteinander verbinden und noch einmal einen Knoten bekommen sollen, damit sie uns besser zusammenhaten, wenn die Entfernung zwischen uns größer wird. Und um das Netz, dass das KUKUmobil braucht, um seine Reise durch Europa zu verwirklichen.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ich hoffe, ihr habt euch schon einen (oder mehrere) Tag ausgeguckt. Übrigens sind auch beim Webkurs vom 01.10 – 03.10. 2023 noch zwei Plätze frei. Wenn ihr also jemanden kennt, von dem ihr denkt es könnte interessant für ihn oder sie sein, dann erzählt es gerne weiter. Auch zu der Geier und der Ausstellungseröffnung bringt gerne jemanden mit. Je mehr Fäden, um so dichter das Netz.

Ich freu mich auf euch.

 

 

 

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berlin _ 1270 _ textil

Mein Kleiderschrank

Mein Kleiderschrank ein Thema für einen Blogeintrag? Ja, irgendwie schon. Denn was im Schrank ist, muss für die bevorstehende Reise in Kisten gepackt werden. Aber nicht alles, und darin liegt gerade der Zauber und die Herausforderung: zu überlegen, was ich gerne mitnehmen möchte auf die Reise mit dem KUKUmobil, und nebenbei: WARUM?!

Ich habe jetzt nicht soooo viele Klamotten, aber doch mehr, als in die Kisten passen wird, die ich für Persönliches vorgesehen habe. Eine ist schon reserviert für „Bettgeschichten & Wärmflasche!!!“ und den „Kulturbeutel“. Eine andere für meine drei Lieblingswollpullover und……

…..für meine „Huipiles“. Das sind meist handgewebte (oft an einem Rücken, bzw. Becken-Gurt-Webrahmen) Blusen, die von den Frauen in Mittelamerika (Mexico, Guatemala….. ) getragen werden. Vom Schnitt her sind sie ganz einfach: gerade, sehr breit und aus drei Stoffbahnen zusammengesetzt, wobei vor allem die mittlere Stoffbahn reiche direkt eingewebte oder später aufgestickte Verzierungen aufweist.

So, wie es auch bei uns der Fall war, als wir noch Trachten trugen, hat jeder Ort oder jede Region einen besonderen Muster- und Farbcode. Dadurch dient das Kleidungsstück nicht nur zur Bedeckung und zum Schutz des Körpers, sondern es erfüllt auch einen stark identitäre Funktion. Man weiß, woher jemand kommt und man erkennt sich als zugehörig zueinander. Das mag einengend wirken oder tragend, je nachdem, auf welcher Suche man ist.

Als Nomadin fand ich es immer schon faszinierend, wie viele Funktionen gerade Textilien, die leicht zu verstauen und zu transportieren sind, erfüllen können. Auch habe ich nie das Bedürfnis gehabt, mit der Mode zu gehen und meinen Kleiderschrank, um den es ja hier geht, jedes Jahr umzufüllen. Im Gegenteil gibt es von mir heiß geliebte Kleidungsstücke, die mir sprichwörtlich eine zweite Haut geworden sind, ein Pullover einer lieben Freundin, der mich seit 20 Jahren begleitet, selbstverständlich meine selbstgestrickten Winterpullover, und natürlich meine Huipiles; die, die ich mir 1984 aus Guatemala mitgebracht habe, aber auch die, die in den Jahren dazugekommen sind.

 

 

Und da gibt es Zuwachs: Auf meiner Reise durch die Oberlausitz im August  habe ich in Großschönau Barbara Okeke kennengelernt. Sie ist Handweberin und lebt seit vielen Jahrzehnten in Guatemala, genau gesagt am Atitlansee. Über ihre Ausstellung habe ich bereits berichtet, auch darüber, wie überrascht ich von mir selbst war, dass mich die Blumenmotive der Huipiles, die sie mitgebracht hatte, so sehr faszinierten, dass ich mir einen gekauft habe.

Barbara hat mir zum Abschied ein zweites Stück geschenkt, ein Mittelstück, genau den Streifen also, der so reich verziert daherkommt.

 

Wie bei vielen Originalhuipilen ergibt sich für uns dickköpfige Europäerinnen ein Problem: wir müssen uns den Halsausschnitt vergrößern, sonst passt der Kopf nicht durch. Und in diesem Fall musste ich mir überlegen, wie ich dieses Mittelstück zu einem kompletten Hupil werden lassen kann.

Lösung gefunden! Ich habe einen schönen Baumwollstoff gefunden, eingefärbt und an den Ärmeln mit einer Perlenfädelei verziert, die das Muster der Weberei aufnimmt. Er trägt sich wunderbar und ich liebe ihn jetzt schon.

 

So trage ich alles zusammen in einem Stück bei mir: die Erinnerung an den schönen Sommer in der Oberlausitz und an Barbara. Aber die Fäden reichen noch viel weiter und verbinden mich mit den Erinnerungen an meine eigene Zeit in Guatemala. Mal eben so, 40 Jahre einfädelt in einem Huipil.

 

 

 

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berlin _ 1269 _ fundstück

 

 

 

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berlin _ 1268 _ fundstück

 

 

 

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berlin _ 1267 _ fundstück

Über kurz oder lang kann das nimmer länger so weitergehen,
außer es dauert noch länger, dann kann man nur sagen,
es braucht halt alles seine Zeit, und Zeit wär’s,
dass es bald anders wird.

Karl Valentin

 

 

 

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berlin _ 1266 _ KUKUmobil

ZWEITER REMINDER

Der Countdown läuft. Inzwischen sind es nur noch 18 Tage bis zur PARTY am 30.09.2023.

Bei mir rattert es im Kopf und alles, was noch zu tun ist, purzelt ungeordnet durcheinander. Aber das Gefühl kenne ich. Wenn der Tag näher kommt, ruckelt sich schon alles richtig zusammen.

Nur ihr dürft nicht fehlen.

Holger Bey und Marie Takahashi werden mit der Uraufführung von VOYAGE den Auftakt zur Party geben. Holger hat das Stück eigens für diese Gelegenheit komponiert und, soweit ich sie gesehen habe, eine wunderbare Partitur entwickelt.

 

 

Ich bin sehr gespannt. Vor einigen Tagen hatte ich Gelegenheit, die beiden in einem anderen Kontext zu hören, auch dort handelte es sich um eine Uraufführung. Da blühen einem sozusagen die auditiven Geschmacksknospen auf…..

Hier ein winziger Ausschnitt aus dem Konzert am 2.September im Hof der Kurt-Tucholsky-Bibliothek als kleines Appetithäppchen. :

 

Und alles Weitere am Samstag, den 30.09.2023, um 19 Uhr im Museum Kesselhaus.

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berlin _ 1265 _ textil

VORBEREITUNGEN _ I

Am Wochenende habe ich es endlich geschafft,  alle bisher fertigen 12×12 cm Teppiche zu fotografieren. Es sind nicht so viele geworden, wie ich mir vorgenommen hatte. Wirklich erstaunen tut mich das allerdings nicht, zumal…..

Zumal….. auch wenn ich es geschafft hätte, alle Teppiche zu weben, die mir vor einigen Monaten, als ich mit dieser Serienarbeit begann, im Kopf vorschwebten und im Gemüt herumwaberten, wäre ich nicht fertig geworden.

Ich vermute sogar, ich würde nie fertig werden, selbst wenn ich Monat um Monat weiterweben würde. Denn immer wieder würden sich die bereits gewebten mit den noch zu webenden Teppichen zu neuen Familien zusammentun. Und diese Familien würden wachsen und wiederum Anknüpfungspunkte liefern, für neue Kombinationen ….so wie Kefir der eifrig vor sich hin wächst, solange die Bedingungen stimmen.

Ich habe jetzt erst mal ein Semikolon gesetzt. Vielleicht schaffe ich es noch, vor der Ausstellung eine weitere 6er-Gruppe zu weben. Aber selbst wenn dem nicht so sein sollte, gibt es inzwischen eine schöne und bunte kleine Großfamilie von Arbeiten, die ein wichtiger Teil der Pop-Up-Ausstellung sein werden.

Auf der TAPERSTRY _Unterseite „small textile“ gibt es eine Unter-Unterseite zu diesem Projekt. Ihr könnt schon mal ein Auge auf die einzelnen Stücke haben, zumindest auf die entsprechenden Fotografien. Ihr werdet sehen, dass jede „Familie“ ein verbindendes Thema hat, dass aber einige der Arbeiten sich zugehörig fühlen zu mehreren Familien.

HIER der LINK

Viel Spaß dabei.

 

 

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berlin _ 1264_ EINLADUNG

FIRST REMINDER

SO, ihr Lieben, ich denke mal ihr seid inzwischen alle aus euren Sommervergnügen wieder in den Alltag zurückgetrudelt und hoffe sehr, dass euch die Pause neue Energie und Ideen für die kommenden Monate gebracht hat.

Auch das KUKUmobil steht nach seiner Reise in die Oberlausitz, die einige von euch vielleicht über die Blogeinträge der vergangenen Wochen mit verfolgt haben, wieder in Berlin-Weissensee und macht sich bereit für die FAREWELL_PARTY am 30.09.2023, die POP-UP-Ausstellung davor und den Workshop danach.

 

 

Also, der Count-Down läuft.  Wenn ihr wollt, dann haben wir eine Verabredung miteinander irgendwann zwischen dem 28.09.2023 und dem 3.10.2023.

 

Warum sechs Tage?

Erfahrungsgemäß ist es kompliziert, EINEN Tag zu finden, an dem ALLE können. Also habe ich gedacht, wenn es mehrere Tage gibt, kann sich jede:r den Tag aussuchen, an dem es am besten passt, vom Inhalt, vom Format, vom Datum…… Denn mir geht es darum, euch alle noch einmal zu sehen, bevor die Reise beginnt und ich nicht weiß, wann wir wieder eine Gelegenheit finden werden…

 

Welche Inhalte, Formate, Daten ?

Am Anfang der SECHS Tage steht

# die Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 28.09.2023, um 17 Uhr. Um 18 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde über die Bildwirkerei, über das KUKUmobil als Wandernde WebWerkstatt und alles, was euch als Fragen so einfällt, zu meinen Arbeiten, zu dem Projekt…….

# Am Freitag, den 29.09.2023 steht das Thema „Labyrinth“ im Vordergrund. Von 12 bis 13 Uhr möchte ich euch einladen, das bestehende Labyrinth auf dem KEH-Gelände gemeinsam zu begehen. Von 17 bis 20 Uhr bauen wir ein POP-UP-Labyrinth. Parallel dazu ist die Ausstellung im Museum von 17 – 20 Uhr geöffnet.

# Die FAREWELL-PARTY steht am  Samstag, den 30.09.2023 auf dem Programm. Das Gebäude öffnet um 17 Uhr, die Party beginnt um 19 Uhr mit der Uraufführung VOYAGE, einem Stück für Bratsche und Sound, komponiert von Holger Bey, mit Marie Takahashi an der Bratsche und Holger Bey am Sound.

# Der vorerst letzte Berliner Bildwirkerei-Kurs findet von So. 1.10.2023 bis Di. 3.10.2023 statt. Etwas ungewöhnlich, aber für einige ist es dank des Feiertags ein langes Wochenende und vielleicht eine gute Gelegenheit, mal etwas ganz anderes zu tun. Es gibt noch einige frei Plätze. Wenn ihr interessiert seid, meldet euch gerne bei mir per Kommentar oder per Mail: puentetomapeople@gmail.com

 

Worum geht es noch_ oder auch?

Um die KUKUmobil-Schwärmerei. Hinter allem steht neben der persönlichen Begegnung mit euch allen auch eine  Einladung, das Projekt zu unterstützen. Wie? Nun, der Möglichkeiten gibt es viele…. Aber in diesen sechs Tagen geht es hauptsächlich um die finanzielle Unterstützung, also das Crowdfunding. Ich bin dabei, mich durch die unterschiedlichen Plattformen zu arbeiten und zu entscheiden, wie solch eine Schwarmfinanzierung das Projekt unterstützend begleiten kann. Dazu werde ich euch berichten.

Was es konkret schon gibt:

# 扑满, das Sparschwein. Also bringt volle Taschen mit. Und macht die Crowd so groß wie möglich, schwärmt gerne für das KUKUmobil, wenn es euch überzeugt und erzählt davon in eurem Bekanntenkreis, kommt zu Zweit, zu Dritt, zu Vielen…….. alle Veranstaltungen sind offen auch für neue Schwärmer:innen (nur für den Kurs ist aufgrund der begrenzten Zahl der Teilnehmenden eine Anmeldung erforderlich).

# die Textilen Arbeiten. Sie stehen zum Kauf bereit. Weitere Information  findet ihr vor Ort.

# der Kurs. Wer Interesse an dem Bildwirkerei-Kurs hat, kann sich gerne bei mir melden und bekommt dann alle wichtigen Informationen (puentetomapeople@gmail.com)

# konkrete Hilfe bei den kleinen Baustellen, die es zu bewältigen gibt….. Elektrik, Transport des KUKUmobils, Werbung, Fotografie, Kontakt zu möglichen Webstationen….

 

Was noch? _ Das Bütterken

Noch eine kurze Anmerkung zum Partytag. Zuallererst mein Dank an den Förderverein Museum Kesselhaus dafür, dass wir die Räume nutzen können, und Holger und Marie, die mit der  Uraufführung von VOYAGE für einen wunderbaren Start für die Party sorgen werden.

Daneben wird auch für flüssige Nahrung gesorgt sein und für den ganz kleinen Hunger zum Durchhalten gibt es Knabbereien. Aber für den individuellen großen Hunger bringt euch bitte ein Bütterken, oder Dönner, oder Salat mit, oder schlagt euch vorher Zuhause oder auf dem Weg zum Museum den Bauch voll, damit das „Flüssiggut“ etwas hat, was es durchweichen kann. 😉

Ein Catering wird es aus organisatorischen, personellen und finanziellen Gründen leider nicht geben können. Aber ich denke, das sollte kein Hinderungsgrund sein, um Spaß zu haben, oder?!

Ich hoffe sehr, dass das KUKUmobil dann am Kesselhaus stehen wird. Wäre irgendwie blöd, wenn nicht.
Aber bis dahin steht es an der Neumagenerstrasse in Berlin-Weissensee, auch dort kann es besucht werden.

 

 

 

 

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berlin _ 1263 _ erinnerungen

August

Ich mag es, Kreise zu schließen. Dadurch bleibt die Energie im Gleichgewicht und nichts geht verloren. Daher auch hier noch einmal die Gelegenheit, einen Blick in die Tiefen der Vergangenheit zu tun:

Ihr findet auf der Seite von TEXTILE ART BERLIN einen Link zu einem Interview, das anlässlich meiner ersten Berliner Ausstellung in der VHS Pankow im September  2017 entstanden ist. Falls ihr es damals nicht gelesen habt, hier die zweite Chance.

Der LINK zum Interview.

 

„Damals“, vor einem halben Dutzend Jahren war ich gerade erst angekommen und  es gab noch keine aktuellen Arbeiten zu sehen, sondern einen Einblick in mein künstlerisches Schaffen in den vergangenen 20 Jahren in Spanien. Und es sollte der erste von vielen Kursen stattfinden.

In knapp drei Wochen, ab dem 28.09.2023 wird es wieder eine Ausstellung geben. Diesmal ist es ein Rückblick auf genau das halbe Dutzend Arbeiten, die in dem halben Dutzend Jahren hier in Berlin entstanden sind, bevor ein ganz neues Kapitel beginnt: Die Reise mit dem KUKUmobil, meiner WanderndenWebWerkstatt.

Sie ist kurz und knackig, fast POP-UP: sechs Tage lang werden sechs künstlerische Arbeiten im Museum Kesselhaus zu sehen sein. Am 30.09. 2023 wird es eine  Party geben, zu der ihr alle herzlich eingeladen seid.

Und natürlich wird es auch einen Kurs geben. Es soll der letzte von vielen sein. Er findet vom 1.10. – 3.10.2023 statt und es gibt noch freie Plätze. Falls also noch jemand diese Gelegenheit nutzen möchte……. Bei mir melden!!!!

 

Der LINK zur EINLADUNG 28.09. – 3.10.2023

 

 

 

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berlin _ 1262 _ textil

So. Das war das vorerst letzte kleine Stück. Der Rest muss warten.

 

 

 

 

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berlin _ 1261 _ KUKUmobil

Zwischen den Welten

Ich bin noch gar nicht richtig wieder angekommen in dieser Stadt, die zwar mein Wohnort aber immer weniger mein Zuhause ist. Mit jeder Reise fällt es mir schwerer, wieder zurückzufinden in diese andere Welt des mehr oder weniger „geregelten“ Lebens. Wie zwischen den klebrigen Fäden eines Spinnennetzes verfangen sich meine Gedanken und Gefühle… bis sie ersticken.

Das was sich auf der Reise natürlich anfühlt und fließend ineinander übergeht wirkt hier angestrengt auf mich. Irgendwie finde ich „meinen Ort“ nicht so wirklich und dieses Wandern zwischen den Welten ist von allem das Anstrengendste.

Dieses Wochenende habe ich noch einmal so getan, als wäre auch Berlin nur eine der vielen Stationen, die auf meiner Reise durch Europa auf mich warten. Ich habe die Ruhe genossen, habe unter freiem Himmel geschlafen….habe gewebt…..

 

Aber im Hinterkopf läuft schon der Countdown für die „Große Farewell-Woche“, Ende des Monats und die „To-Do-Liste“ wird immer länger. Ich werde vieles von dem, was ich mir vorgenommen hatte, nicht schaffen.

9 Serien sollten es werden, 9 x 9. Das war mein heimliches Ziel. Weil das niemand weiß, wird es auch niemandem auffallen, wenn es nicht 9 sondern nur 4 sind. Und ich werde versuchen, das beste daraus zu machen.

Heute habe ich die wohl vorerst letzte kleine Bildwirkerei fertig gewebt. Jetzt geht es an die Vorbereitungen…

 

 

 

 

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berlin _ 1260 _ gedanken

Die Lücke

Manchmal muss ich über mich selbst schmunzeln, wenn ich mir dabei zuhöre, wie ich anderen erkläre, warum mir so viele Dinge, Orte, Begebenheiten aus dem Osten vollkommen unbekannt sind.

Mir fehlen halt die 25 Jahre, die andere gehabt haben, um nach dem Mauerfall die Lücke zu schließen, den anderen Teil Deutschlands zu erkunden, sich mit den Besonderheiten von Land und Leuten  vertraut zu machen und die andere Mentalität zu verstehen….

Es ist alles neu, alles unbekannt. Und doch fühlt es sich irgendwie vertraut an. Aber eben nur „irgendwie“.

Und selbst mit der zeitlichen Verschiebung, mit der ich meine Erkundungsreisen in den Osten unternehme, höre ich immer noch und immer wieder Bitterkeit in den Erzählungen. Alles braucht seine Zeit, auch das Zusammenwachsen.

 

 

 

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berlin _ 1259 _ fundstück

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berlin _ 1258 _ zitat

Nur, damit er nicht untergeht, hier noch einmal ein Satz aus dem Text, der die Ausstellung von Małgorzata Mirga-Tas im Brücke-Museum, Berlin, begleitet, bzw. erklärt:

 

Also laßt uns die traditionelle Hierarchie der Künste abschaffen und unsere Welt der Kunst neu denken.

 

 

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berlin _ 1257 _ ausstellungstipp

Małgorzata Mirga-Tas. Ich nähte für uns.

Ich habe es geschafft. So eben noch. Meine Güte bin ich froh, dass das Schicksal sich darum gekümmert hat, dass mir das Plakat zur Ausstellung an meinem ersten Tag nach meiner Rückkehr von der Reise durch die Oberlausitz entgegengesprungen ist.

Heute habe ich mir die Ausstellung von Małgorzata Mirga-Tas im Brücke Museum angesehen. Wie immer ein Genuß. Eine wunderbare Hängung. Gerade der richtige Umfang, um auf jede Arbeit eingehen zu können, ohne zu ermüden. Das ergibt sich von selbst bei der Größe des Brücke-Museums. Klein und fein, und hier sind beide Adjektive als Kompliment gemeint.

Ich muss gestehen, ich kannte Małgorzata Mirga-Tas bis heute nicht. Aber ich bin begeistert von ihren Arbeiten. Bis Sonntag ist die Ausstellung noch zu sehen. Wer also noch nichts vor hat am Wochenende, dem kann ich einen Ausflug in den Grunewald nur wärmstens empfehlen.

Leider gibt es keinen Katalog zur Ausstellung, auch keine Postkarte, was ich wirklich sehr bedauerlich finde. Ich gehöre noch zu der Generation von Museumsbesuchern, die das eine oder das andere, je nach Budget, Gewicht und Interesse, auf alle Fälle gekauft hätten. Als Gedächtnisstütze. Da kann das Internet noch so voll sein von Information über die Künstlerin und und Abbildungen ihrer Werke. So ein Katalog im Regal verknüpft die Information mit dem Erlebten auf eine ganz besondere, haptische Weise.

 

 

Nun, das läßt sich nicht mehr ändern, und auch mein Tipp mag für einige zu spät kommen. Ich habe mal ein paar Fotos gemacht, die ich hier gerne mit euch teile. Und vielleicht bringt es ja bei dem einen oder der anderen genau den kleinen Schubs, der notwendig ist, um in den restlichen drei Tagen im Museum vorbeizuschauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LINK zum Brücke-Museum

Ein interessantes VIDEO zur Künstlerin und ihrer Arbeit (mit englischen Untertiteln)

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