berlin _1026

Das KUKU-Räucherhäuschen

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berlin _ 1024

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berlin _ 1025 _ empfehlung

Wenn ich stundenlang am Computer sitze und meine Ordner auf der Suche nach guten Fotos durchforste, höre ich gerne irgendwelche Podcasts, Interviews,….

Bei der Auswahl des Fotomaterials für die letzten Bautagebucheinträge haben mich zwei Interviews begleitet, die ich euch gerne ans Herz legen möchte. In beiden habe ich mich in Vielem, was dort gesagt wurde, wiedergefunden. Beide sind sie nicht kurz, aber ich finde, es lohnt die Zeit Ohr, Herz und Verstand zu öffnen:

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berlin _ 1023 _ KUKUmobil

Warten auf gutes Wetter

 

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berlin _ 1022 _ fundstück

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berlin _ 1021

Da werden tatsächlich kollegiale Gefühle in mir wach:

 

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cottbus _ 1017 _ Ankündigung

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Cottbus bleibt das Ziel der Jungfernfahrt des KUKUmobils. Daran hat sich nichts geändert. Was anders ist, ist das Datum. Wir haben gelernt, uns etwas mehr Luft zu geben bei der Planung. Wir gehen davon aus, dass wir es schaffen, das KUKUmobil vor Ende 2022 fertigzustellen. Trotzdem wollten wir nicht zu eng planen, UND…..

…..auf diese Art und Weise begleiten wir die Ausstellung „Der Klang des Papiers“ bis zu ihrem Ende am 12.02.2023, und unser Aufenthalt schließt die Woche der Winterferien mit ein. Das bedeutet, dass all die, die den Schnee suchen, in der zweiten Woche kommen werden, und all diejenigen von euch, die hier bleiben, Zeit haben für einen Ausflug nach Cottbus. 🙂

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cottbus _ 1016 _ textil

Nach einer längeren Unterbrechung ist es wieder einmal so weit: die Kisten mit dem Material werden zusammengepackt, die freien Rahmen zusammengesucht, das Werkzeug sortiert, die kleinen Bibliothek ebenfalls, und alles zusammen ins Auto verfrachtet.

Diesmal ist das Ziel allerdings nicht eine VHS in Berlin, sondern liegt in Cottbus, im Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst, dem BLMK. Der Wochenendkurs ist Teil des Museumsatlier-Programms und begleitet die Ausstellung „Der Klang des Papiers“, in der eine meiner Arbeiten zu sehen ist.

Eigentlich sollte es ja auch die Jungfernfahrt des KUKUmobils sein. Doch davon erzähle ich später noch etwas ausführlicher, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Was jetzt nicht sein konnte, weil das KUKUmobil noch nicht fertig ist, das wird Ende Januar sein.

 

Aber jetzt erst einmal zurück zum Kurs. Denn wie immer und jedes mal aufs Neue ist es für mich ein wunderbares Erlebnis, anderen Menschen meine Begeisterung für die Bildwirkerei weitergeben zu können. Manchmal zündet die Flamme und züngelt sich durch das weitere Leben, manchmal erlischt sie nach den drei intensiven Tagen, die der Kurs dauert, weil es draußen stürmt und die innere und äußere Ruhe sich nicht einstellt; manchmal auch, weil man ausprobiert und für sich festgestellt hat, dass die Langsamkeit der Bildwirkerei doch nicht das ist, was einen mit sich selbst verbindet und die Zeit vergessen lässt.

Inspirierende Räumlichkeiten standen uns diesmal zur Verfügung. Ich war es schon so sehr gewöhnt, Tische umzustellen und mit der Buntheit meiner Wolle gegen die Klassenzimmeratmosphäre in den VHS-Räumen anzukämpfen, dass mich ein angenehm vertrautes Gefühl überkam, als ich in den Werkstattraum des Museums eintauchen durfte: alles voller Material zum kreativen, künstlerischen Arbeiten. Keine Notwendigkeit, den Raum mit einer anderen Energie zu füllen, die waberte schon zwischen den Wänden und wartete nur darauf eingefangen zu werden.

Das, und die gute Stimmung, für die Antje, Sybille, Barbara, Uta, Karla, Edeltraud und Sabine gesorgt haben, ihre Bereitschaft, sich auf diesen Ausflug in die Welt der Fäden einzulassen, mit Entdeckerfreude und Konzentration, hat dieses Wochenende zu einem Genuß gemacht.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich über einen Kurs berichte. Es wird euch bekannt klingen, dieses immer wieder neue Erstaunen und die Freude darüber, wie nach dem  Einrichten des Webrahmens, das für alle gleich ist, die Arbeit an jedem Rahmen ihren ganz eigenen Weg findet, und die Ergebnisse in ihrer Einzigartigkeit  Zeugnis geben von der Verschiedenartigkeit menschlicher Wesen und der Fähigkeit, diese durch die Bildwirkerei zum Ausdruck zu bringen und mit anderen zu teilen, um sich gegenseitig zu bereichern. Drei Tage reichen aus, um das erlebbar zu machen.

 

Der Plon

Tja, ist man in der Spreewaldgegend unterwegs, dann darf er wohl nicht fehlen, der Plón. Ich bin ihm nur einmal in einer Folge des „Spreewaldkrimis“ begegnet, und jetzt, im Kurs, ein zweites Mal.

Der Plón (niedersorbisch für Drache, obersorbisch zmij) ist ein Hausgeist der sorbischen Mythologie. Er zeigt sich nur selten, jedoch kann man ihn manchmal in den Abendstunden am Himmel oder auf dem Scheunendach sehen.

Ähnlich anderen Hausdrachen bringt der Plón unverhofft Reichtum ins Haus. Im Austausch verlangt er jedoch, dass man ihn mit Hirsebrei und Keksen füttert. Je nachdem, was der Drache bringt, wird manchmal zwischen Getreidedrachen (žitny zmij), Milchdrachen (mlokowy zmij) und Gelddrachen (pjenježny zmij) unterschieden.

Die Landschaft

(1)

Ich weiss nicht, ob es eine konkrete Landschaft ist, die hier als Vorlage dient, ob es die Erinnerung an einen Spreewaldspaziergang ist, oder ein Bild aus einer ganz anderen Welt.

Landschaften sind immer eine Herausforderung, weil sie, egal welche, eine Unmenge an Emotionen in sich bergen, die mit dem Bild vermittelt werden wollen / sollen. Ich kann das gut nachvollziehen, auch, wenn es für mich als Kursleitende nicht immer leicht zu begleiten ist, denn die Gefühlslandschaft, die als Ausgangspunkt dient, ist eine ureigene, die wir in uns tragen. Auf dem Papier, in der Webvorlage, ist nur ein Teil von ihr enthalten. Der Rest ist eine Ahnung.

(2)

Bei den erdachten Landschaften ist es etwas einfacher. Es geht um eine besondere Stimmung, die man vermitteln möchte. Durch bestimmte Symbole, wie den silbernen Mond, das alleinstehende Haus…. kommt diese Stimmung für den Betrachter nachvollziehbar zur Geltung.

Und auch hier: Wie silbern der Mond… Sind wir Mondmenschen?  Klingt es warm oder kalt in uns an? Empfinden wir die Wärme, die das kleine Häuschen inmitten der Hügellandschaft mit der unendlich großen Weite des Nachthimmels, der sich über ihm spannt, durch das kleine Fenster ausstrahlt? Oder fühlen wir eine gewisse Verlorenheit? Mag sein, dass es sogar von unserer Tagesform abhängt, ob so …. oder so.

Geometrie

Geometrische Kompositionen kommen in den Workshops immer wieder vor. Sie bieten eine gute Möglichkeit, Grundlagen der Wirkerei umzusetzen, auszuprobieren und zu variieren: den Charme der Diagonalen, die Einfachheit der Horizontalen, die Herausforderung der Vertikalen und des Kreises.

Diesmal kam von allem etwas vor:

(1)

Eine Komposition von rechteckigen Farbflächen:

(2)

Eine Komposition von Dreiecken:

(3)

Eine Pyramide:

(4)

Der Kreis

Sieben Frauen, sieben Leben, sieben unterschiedliche Herangehensweisen, sieben unterschiedliche Werke. Ich liebe es, in diese Vielfalt einzutauchen.

Einmal mehr: DANKE an euch SIEBEN, dass ihr ein kleines Stück Weg mit mir gegangen seid. Ich hoffe, es hat euch ebenso bereichert, wie mich.

Ihr habt keinen fertigen Teppich gesehen. Das hat auch seine Gründe. Recht früh schon, am zweiten Kurstag, habe ich angeboten, dass all diejenigen, die wollen, den Rahmen mitnehmen und den Teppich in Ruhe zuhause fertig weben können, sollte die Zeit nicht reichen. Wir hatten eine lange Fahrt vor uns und wollten nicht zu spät nach Berlin zurückkommen, daher konnte ich nicht, wie sonst so oft, eine oder zwei Stunden hinten dranhängen. Dann wären vielleicht drei oder vier Teppiche fertig geworden.

Aber ich komme ja wieder nach Cottbus. Die Reise mit dem KUKmobil ist ja nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Und in der Zwischenzeit brauche ich die Webrahmen nicht. Gerne haben fast alle Kursteilnehmerinnen von dem Angebot Gebrauch gemacht und so blieb auch der Sonntag sehr entspannt.

Nur die Pyramide ist trotz des Wegfalls des Zeitdrucks fertig geworden:

Alle anderen Arbeiten werde auch ich erst im Februar zu Gesicht bekommen, wenn ich meine Jungfernfahrt mit dem KUKUmobil nach Cottbus mache und eine Weile vor dem Museum stehen werde. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Die Ausstellung ist übrigens auch noch bis Februar zu sehen. Also gerne vorbeischauen. Sie ist einen Besuch wert, so wie der Rest des Museums und, natürlich, das KUKUmobil, wenn euer Besuch in diese Zeit fallen sollte.

 

Text aus der Museums-Website. Link hier

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berlin _ 1020 _ KUKUmobil

Bautagebuch. XVII

Kein Durchblick mehr !

Wir haben uns ein wenig Zeit gelassen. Es kam in Gudrun und mir eine leichte Wehmut auf, nach der langen Zeit, die wir an dem Ständerwerk gearbeitet hatten, es aufgebaut zu sehen, sich daran zu freuen, wie es wirkt: zuverlässig, solide, ausgewogen….. schön …. und zu wissen, dass alle Schritte, die nun folgen unweigerlich dazu führen werden, es aus dem Auge zu verlieren. Klar ist das notwendig, und in einigen Wochen werden wir uns ebenso oder sogar noch mehr über das KUKUmobil mit Fassade freuen, und es bleiben uns immer die Fotos, aber doch…..

…. ein wenig Wehmut ist halt mit dabei, und das Bedürfnis, noch einmal liebevoll über all die Balken zu streichen die wir wochenlang  in unseren Händen hatten.

Der geplante Wandausbau nach innen, mit dem wir anfangen werden, besteht aus einer 12 cm dicken Schicht aus Holzfasermatten. Wir verlegen eine Doppelschicht aus jeweils 6 cm dicken Matten. Die Riegel und die überkreuzten Streben sind so konzipiert, dass sie unterschiedliche Felder ergeben, die vermeiden, dass wir durchgehende Stöße haben. Ausserdem sitzen die Matten weniger lose und wir vermeiden dadurch vor allem nach aussen hin eine Wölbung der Wände, die die Luftzirkulation hinter der Fassade beeinträchtigen könnte. Im Innenraum sorgen dafür später die steifen Dämmplatten.

Nachteil: das ganze KUKUmobil muss sozusagen zweimal „gestopft“ werden. Und das, wo die Faserplatten nicht wirklich bequem zu schneiden sind. Nur gut, dass Gudrun das bei der Planung berücksichtigt hat und das Ständerwerk den entsprechenden Abstand hat, um die Matten zumindest teilweise in ihrem vollen Mass einzusetzen.

Zuvor geben wir dem KUKUmobil die untere Bodenkontur, die spätere Auflage für: Sockelleiste mit Elektrik und Dämm- und Wandplatten. Gleichzeitig dient diese Konturleiste uns als Widerstandsfläche, um das Dämmmaterial mit etwas Druck in die freien Felder zwischen dem Ständerwerk einzupassen. Dieser kleine 10 cm hohe Abschluss ändert das Raumgefühl vollkommen.

Hinter den OSB-Sockelplatten verläuft die Intello- Klimamembran, die Dampfbremse, die eingesetzt wird, um das Eindringen von Feuchtigkeit aus der Luft des Innenraumes in die Wärmedämmung zu verhindern. Sie wird normalerweise an der warmen Seite der Wärmeschicht (Rauminnenseite) angebracht und luftdicht ausgeführt.

Also sind wir besonders sorgfältig bei der Anbringung und achten darauf, dass die unterschiedlichen Schichten der Membran sich ausreichend überlappen und alles gut abgeklebt ist, kein Riss, kein Loch, keine Falte, keine Blase und natürlich kein Spalt.

Nachdem wir die klare Kontur am Boden und in den Ecken geschaffen haben, kann der Dämmstoff rein.

 

TAG 1

 

TAG 2

Dann wird es fusselig. Japansäge, Teppichmesser….. am Ende ist es das berühmte Brotmesser, mit dem diese Fasermatten am besten zu schneiden sind, und mit einer festgeklemmten Hilfslatte, die die Fasern zusammendrückt und es damit ein klein wenig einfacher macht.

So, jetzt steht er da, der Raum. Es ist das erste Mal, dass ich ein klares Gefühl dafür bekomme, wie es sein wird, wenn mein Webstuhl und ich hier einziehen. Während der Bauarbeiten hatte ich sehr schwankende Eindrücke, mal abhängig von der Tagesform, mal vom Bauabschnitt. Da kam alles vor. Auf der Seite des Zweifels: Anhänger zu hoch, Decke zu niedrig, Raum zu klein. Auf der Seite der Bestätigung: genau richtig!!!

Jetzt, da der Raum zwischen Vorstellung und Realität immer enger wird, macht sich eine Sicherheit in mir breit, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Beweisen wird sich das, wenn der Webstuhl aufgebaut wird.

Und während ich fleissig fussel und pfriemel, ist Gudrun damit beschäftigt, die nächsten Schritte vorzubereiten, die Elektrik zu planen, die entsprechenden Bestellungen zu machen und vor allem sich Gedanken darüber zu machen, wie die Sicherung des Hauses auf dem Anhänger tatsächlich aussehen soll!!! Und was alles jetzt zu bedenken und anzubringen ist, damit es später gut funktioniert.

 

 

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berlin _ 1019 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. XVI

Während die einen am Dach arbeiten, also „jenseits“ der Dämmplattenschicht, auf dem Gerüst jonglierend und Schrauben in die Dachsparren „jagend“, gibt es auch für die andere Seite genug zu tun.

Erstens haben wir an allen Stellen im Ständerwerk wo die Streben auf die Balken stoßen die Zapfenverbindung durch Holznägel verstärkt. Insgesamt sitzen im Ständerwerk nur 12 lange Schrauben. Bei allem anderen wollen wir auf Schrauben und Nägel verzichten, soweit es geht, und  dort konsequent mit traditionellen „Holzlösungen“ arbeiten.

Und dann sind natürlich auch die Platten vorzubereiten, die die Decke bilden sollen. Insgesamt wird das KUKUmobil ja eine sehr zurückhaltende, minimale Innenausstattung haben, die sich auch Befestigungspunkte für die Landung (Webstuhl und Material), ein Regal für die Materialkisten und eine Technikbox und die Beleuchtung beschränkt.

Für die Decke hatten wir anfänglich sehr dicke Multiplexplatten vorgesehen, haben uns dann aber umentschieden, natürlich vor allem aus Gewichtsgründen, dann aber auch unter Berücksichtigung der geringen Abstände zwischen den Befestigungspunkten. Die Wänden sind sogar nur 8 mm dick, denn da haben wir ja zusätzlich noch die steifen 3cm dicken Dämmplatten, die der Wand Festigkeit geben.

Also: Decke Kiefer, Wände Buche. Und sie werden weiss sein. Die Platten sind zuzuschneiden und entsprechend zu bearbeiten: schleifen, eine kleinen Fase anbringen, grundieren, schleifen, streichen, schleifen, nochmal streichen.

Da kommen ganz schön viele Kanten- und Flächenquadratzentimeter zusammen, wir sind  froh über jede Unterstützung. Hannes hat uns beim ersten Arbeitsabschnitt geholfen.

Wir haben für den Anstrich Öl gewählt, Grundieröl und Standölfarbe, unter anderem auch, weil die Farbe ebenso gut für den Innen- und den Außenbereich einsetzbar ist, und auch wenn diese Platten alle unter das Dach kommen, so ist der Raum des KUKUmobils, wenn die Schiebefalttür geöffnet ist, doch immer auch wieder offen und öffentlich.

Ich hatte noch nie mit Öl gearbeitet und war erst verunsichert, als ich die Platten nach dem zweiten Anstrich eher seidigglänzend als seidenmatt vor mir liegen hatte. Als es später an den Anstrich der Wandplatten ging, werden wir versucht, die Ölfarbe durch Terpentinzugabe stumpfer zu machen, aber dann wird auch deutlich, dass die Fläche viel empfindlicher sein werde, jeder Fingerabdruck zu sehen sein wird, und, und, und…..

Letztendlich, nachdem wir die Deckenplatten angebracht haben, haben wir festgestellt, dass dieser zurückhaltende Glanz nicht störend ist, sogar eher hilfreich für eine gute Ausleuchtung des kleinen Raumes. Und bei den Wänden ist ganz klar: Pflegeleichtigkeit steht über Mattigkeit.

 

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berlin _ 1018 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH XIV

Das Dach. Teil IV

56 Bautage und ein Richtfest sind inzwischen vergangen. Aber die Arbeit geht natürlich weiter. Augenblicklich konzentrieren wir uns darauf, dass der Webstuhl sein Dach über dem Kopf bekommt, der Raum zum Raum  wird und wir irgendwann mal soweit sind, die Plane nicht mehr zu benötigen. Das wird ein wichtiger Moment sein. Derzeit noch nicht in Sicht, aber deshalb umso intensiver in unseren Gedanken.

Also: DAS DACH. Der Plan steht: WINDRISPE; OSB-Platten; FASERMATTE….. BLECH. Jetzt, wo das Dach durch die zwischen den Sparren liegenden Dämmplatten geschlossen ist, können wir weiterbauen.

1. Windrispe

Auf jeder Dachseite bringen wir eine Windrispe an, ein sperriges aber dadurch auch stabiles Metallband, welches der Sparren-Struktur einmal mehr Halt gibt gegen die Kräfte, denen das KUKUmobil bei der Fahrt ausgesetzt sein wird.

2. Die OSB-Dachplatten

Die Platten liegen schon zugeschnitten bereit. Wir fangen mit der steilen und kürzeren Dachseite an, denn da liegen die Platten nebeneinander und ihre Größe macht es uns möglich, sie auch ohne Baugerüst anzubringen.

Vorher werden alle Stöße verklebt. Das Dach soll ja dicht sein. Und da, wo die Windrispe verläuft, fräst Gudrun eine Vertiefung in die Dachplatten. Die Platten sollen bündig aufliegen und sich nicht wölben müssen, dort, wo die Dicke des Metallbandes sich dazwischenschiebt.

Die schmale Seite ist fast geschafft. Auf der anderen Dachhälfte werden die Platten versetzt der Länge nach angebracht. Das ist vor allem für die erste Reihe am Giebel eine Herausforderung, denn das Dach ist noch nicht auf der gesamten Fläche belastbar, sondern nur auf den Sparren.  Also entweder, wir balancieren wie die Katze auf dem Dach, oder wir organisieren uns eine belastbare Struktur.

Mit dem Balancieren ist es so eine Sache. Für ein Foto wäre es vielleicht noch gegangen, aber zum arbeiten……..?! Dann doch lieber so sicher wie möglich stehen, schliesslich soll ja weder Knochen noch Platte zu Bruch gehen bei der gesamten Aktion.

Da sind uns das Bau-Gerüst aus der KMH und die Körperkraft von Uli eine große Hilfe. Ich hätte mich schwer damit getan, die schweren Platten auf das Dach zu bringen.

Auch hier haben wir alle Stöße verklebt, und dann war es auch so weit, die Wirrfasermatte auszulegen, die das Dach noch einmal zusätzlich isolieren soll, auch vor dem Prasseln des Regens. 🙂 Ich bin sehr gespannt, wie sehr das zu hören sein wird. Im Zelt finde ich es immer sehr romantisch, auch auf dem Autodach. Aber wenn mich dann mal irgendwo auf der Reise ein Dauerregen erwischt, bin ich vielleicht froh diese Matte über meinem Kopf zu haben, so wie ich sicherlich froh sein werde, die Fußbodenheizung unter meinen Füßen zu haben.

An allen Seiten gibt es derzeit noch Dachüberstand. Der wird vor den nächsten Arbeitsschritten abgesägt.

 

 

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cottbus _ 1015 _ fundstück

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berlin _ 1014 _ KUKUmobil

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berlin _ 1013 _ erinnerung

Sechs Jahre ist es her, SECHS.

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berlin _ 1012 _ labyrinth

Laubarbeiten

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berlin _ 1011 _ fundstück

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berlin _ 1010 _ gedanken

Mit der Hand auf dem Asphalt

Zum wiederholten Male treffe ich auf dem Weg zur KUKUmobil-Baustelle an der Frankfurter Allee auf folgende Szene:

 

Eine kleine Gruppe junger Menschen hat sich in einer Kette auf dem Asphalt festgeklebt und dadurch den Verkehr Richtung Stadtmitte lahmgelegt. Klimaaktivisten. Langer Stau auf der Frankfurter Allee, verhaltenes Hupen aus den hinteren Gefilden,  viel Polizei, darum bemüht, Ruhe zu wahren, ungeduldige Autofahrende und aufgebrachte Fußgänger:innen zu beschwichtigen, unangemessene, laut und aggressiv werdende „Redebeiträge“ zu unterbinden, wenn sie ein unangemessenes Maß annehmen, Hände mit welchem Lösungsmittel auch immer von Asphalt zu lösen, Menschen auf den Bürgersteig zu tragen oder zu begleiten… das alles in einem vielleicht könnte man sagen „zivilisierten“, oder fast „aseptischen“ Umgang miteinander.

Ich bin dankbar, dass solche Szenen in unserer Gesellschaft möglich sind. Wenn ich mich umschaue und sehe, wie mit Protesten an anderen Orten der Welt umgegangen wird, dann kann es nur Dankbarkeit sein und die Verpflichtung, das Recht, auf dem sie gründet zu wahren, zu verteidigen, zu nutzen und dafür einzustehen, dass dieses Recht allen Menschen auf der Welt zusteht.

 

Im Pulk der Schaulustigen kommen Gespräche auf, manche besonnen unterschiedliche Standpunkte diskutierend, manche um der Wut, dem Unverständnis und der Missbilligung Luft zu machen, manche mit dem klaren Tenor: das ist nicht der richtige Weg….

Aber was ist schon der richtige Weg? Wie oft bin ich in Demos mitgelaufen, hier in Deutschland, in Frankreich, in Spanien….. an einem Sonntag, durch das Regierungsviertel oder die Innenstadt, wenn also niemand dort ist und die Störung sich im vertretbaren Rahmen hält… und habe mich „seltsam“ gefühlt. Wie oft habe ich bei den Streiks um bessere Arbeitsbedingungen gehört: warum zur Stoßzeit? Warum zum Ferienbeginn?… Ja, wann denn sonst, wenn nicht dann, wenn es wirklich stört? Wie oft wurde argumentiert, es wäre ein Unding, dass die „Fridays for Future“  – Demos an einem Schultag stattfinden…. das können sie doch an einem Samstag machen.

Wie groß ist unsere Bereitschaft, unser Verständnis von gesamtgesellschaftlicher Verantwortung  und unsere Solidarität, um Unbequemlichkeiten auszuhalten, die unsere individuellen Pläne punktuell stören, und damit andere Gruppen dieser Gesellschaft in ihrem Kampf zu unterstützen, den sie auch für uns kämpfen, eben als Teil der gesamten Gesellschaft.

Ich finde es unglaublich mutig und kann nur DANKE sagen, für die Bereitschaft sich solchen Situationen und den Konsequenzen auszusetzen.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob und wann ich an meine Grenze des Verständnisses komme. Es hat kurz in mir gezuckt, als es um die Aktionen in Museen ging, das Kleben an und bewerfen mit…… Ein kurzes Zucken, dann denke ich an Verhältnismäßigkeiten….. und die Ernsthaftigkeit der Krise, von der, so habe ich das Gefühl, wir nicht wirklich erfassen, wie sehr sie die Zukunft für den Menschen auf diesem Planet ändern wird…… und zwar auch dann, wenn wir optimistisch davon ausgehen, dass es überhaupt noch eine Zukunft für den Menschen auf diesem Planet geben wird.

Sind dann alle Mittel recht? Ich weiss es nicht. Aber ich denke, angesichts der Unannehmlichkeiten, die die Klimakrise jetzt schon absehbar mit sich bringen wird, sind die Unannehmlichkeiten, für die die Klimaaktivisten gerade sorgen, ein Klacks.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/erneut-protestaktionen-in-berlin-klimaaktivisten-blockieren-wieder-strassen-8841844.html

„„Wir werden unseren Protest in alle Bereiche tragen, die von der Klimakatastrophe betroffen sein werden“, sagte die Aktivistin Carla Rochel am Sonntag bei „Stern TV“. „Wir haben die Regierung zum Gespräch eingeladen – davon hängt ab, ob wir weiter auf die Straße gehen werden oder nicht.“ Es sei kein Beliebtheitswettbewerb. „Es geht uns nicht darum, gemocht zu werden. Sondern darum, dass der Gesellschaft bewusst wird, dass wir in eine Klimakatastrophe rasen“, sagte Rochel.“

 

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berlin _ 1009 _ kukumobil

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berlin _ 1008 _ KUKUmobil

DIE FEIER

Ich komme gar nicht hinterher….. NATÜÜÜRLICH haben wir gefeiert, nicht dass ihr denkt, die Party wäre ausgefallen. Es war ein wunderbarer Tag. Die Wettervorhersage stimmte, es war sonnig, ein unglaublich schöner blauer Himmel spannte sich über Berlin. Ein durchaus wichtiger Fakt, wenn man im November eine Feier unter freiem Himmel plant.

Heute ist der Berliner Himmel novembergrau. Da hätte der innere Schweinehund gegähnt, sich gereckt, und sich dreimal überlegt, ob er sich zurückhält, damit man/frau sich auf den Weg macht…….um zu dem Schluss zu kommen, dass es doch angesichts des Wetters zulässig ist einmal laut aufzubellen. Ihr kennt das, oder?

ALSO nutze ich diesen grauen Vormittag, um mich an den Computer zu setzen und ein paar Fotos mit euch zu teilen…..

…. von den Vorbereitungen…..

…. und von der Party:

Diejenigen von euch, die dabei waren, haben es gesehen. Diejenigen von euch, die nicht dabei sein konnten erahnen es vielleicht:

NATÜRLICH sind wir mit dem Bau nicht so weit gekommen, wie wir uns erträumt hatten. Es gibt noch einiges zu tun: Wandverkleidung, Boden, Dachabdeckung, Unterspannbahn,  Fenster und Tür einsetzen natürlich, Fassade….. und all die Planung der vielen kleinen Schritte die uns dorthin führen werden.

EIGENTLICH war es daher vielleicht eher ein Richtfest. Gut, oder? Denn das bedeutet, es gibt, wenn das KUKUmobil dann WIRKLICH FERTIG ist, noch eine Party!!!!! 🙂 Auch weil es so schön war mit euch allen!!!! 2° Edition comming soon!!!! Ich werde euch früh genug Bescheid geben.

Für mich war es etwas ganz Besonderes, den Webstuhl in seinem neuen Zuhause zu sehen. Es war die Bestätigung, dass das Raumgefühl stimmt, dass die Proportionen stimmen, dass wir es gut gemacht haben mit dem Design, dass ich es eigentlich kaum erwarten kann, mich vor den Webstuhl zu setzen, in meine Welt der Fäden einzutauchen…..

Er wirkt majestätisch in 60 cm Höhe. Nie hatte ich ihn bisher so erlebt. Und es gefällt mir, dass dem so ist. Gleichzeitig ist es ein schönes  Gefühl, mir vorzustellen, wie ich auf dem Boden sitze und webe und ihr mir über die Schulter gucken könnt, und mein Arbeitshorizont auf eurer Augenhöhe sein wird; und dass ich mich nur umdrehen muss, um mit euch reden und lachen zu können.

Ich danke euch allen, für euer Interesse, für die gute Energie. Sie ist wie Luft unter den Flügeln des KUKUmobils…. oder in seinen Reifen? Naja, ihr wisst, was ich meine.

Es gibt, wie gesagt, noch viel zu tun und es überkommt mich auch immer mal wieder die „Angst vor der eigenen Courage“, wenn ich an die Reise denke. Und zu wissen, dass ihr da seid, dass ihr das Projekt begleitet, auf die eine oder andere Art, dass ihr so viele gute Wünsche und liebe Worte findet, auf die ich mich stützen kann, das ist wunderbar.

Wir machen natüüüüürlich weiter, in der kommenden Woche gibt es eine Baupause in der ich mir vorgenommen habe, das Bautagebuch auf den aktuellen Stand zu bringen. Aber dann geht es an all die Aufgaben, die noch ausstehen. Mit dem Schwung, den ihr uns geschenkt habt wird es sicherlich gut voran gehen.

DANKE!!!!

 

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berlin _ 1007 _ KUKUmobil

Zweimal werden wir noch wach…..

In zwei Tagen ist es also soweit: egal wie weit wir kommen mit dem Bauen, am Sonntag feiern wir. Denn das was ist, ist gut und eine Feier wert.

Wir haben uns darum gekümmert, dass das Wetter „gut“ wird, zumindest trocken und etwas sonnig.

Dafür haben wir heute einen Regenarbeitstag in Kauf genommen. 😉 Hatte was von Urlaub mit Zelt, irgendwo, wo das Wetter eigentlich IMMER toll ist, sich aber ausgerechnet JETZT eine Woche Dauerregen etabliert hat.

Trotzdem hatte es auch etwas Romanisches, so neben dem Häuschen unter der Plane, eingehüllt in ihrem sanften Grün dem Regen zu lauschen und mich durch die Dämmstoffplatten zu knabbern. Irgendwann konnte mein Arm keinen Druck mehr auf das Brotmesser ausüben und ich habe die Zeltplane fallen lassen. Morgen ist auch noch ein Tag.

 

Das KUKUmobil hat seit heute übrigens auch schon einen Bewohner:

Nicht vergessen, wir erwarten Euch am Sonntag, mit guter Laune und warmen Klamotten.  Was zu trinken, ’nen Klacks Linsensuppe zum Aufwärmen, was zu erzählen, und zu sehen gibt es jedenfalls.  Also bis denne.

 

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berlin _ 1006

Die einen so….

die anderen so…..

 

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berlin _ 1006 – KUKUmobil

ES ⬇/ EN ⬇⬇

(DE) Ihr Lieben, bald ist es soweit: Nach 11 Jahren Sehnsucht, 5 Jahren Träumerei, 3 Jahren Suche, einem Jahr Planung und 4 Monaten Bau nähert sich das KUKUmobil seiner Fertigstellung.

Kaum ein Grund will mir einfallen, der besser wäre, um mit euch zu feiern, als der Moment, in dem ein Traum seinen Weg in die Wirklichkeit findet und konkrete Gestalt annimmt.

Also lasst es uns tun, lasst uns die Kronkorken hüpfen und die Sektkorken knallen. 😉

Kommt zahlreich, zieht euch warm an, bringt gute Laune mit UND:
1. einen Musikvorschlag für die Partyplaylist (auch gerne schon vorab per Mail)
2. einen Ort in Europa, an dem ihr euch das KUKUmobil gut vorstellen könntet.

Und speziell für all jene unter euch, die ihr zu weit weg wohnt oder an diesem Tag durch andere Verpflichtungen verhindert seid:
3. SEND US A POSTCARD!!!! Ich würde mich über einen Gruß von euch freuen, der mir das Gefühl gibt, euch an diesem Tag mit dabei zu haben. (Wönnichstrasse 12, 10317 BERLIN)

Mehr Info zum Projekt: https://www.andreamilde.eu/kukumobil/
Das Bautagebuch: https://www.andreamilde.eu/kukumobil/der-bau/

www.andreamilde.eu

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EN ⬇

(ES) Hola gente!!!!! Ya falta poco: Después de 11 años anhelando, 5 años soñando, 3 años buscando, 1 año planificando y 4 meses construyendo, el KUKUmobil está casi terminado.

No sé si se me ocurre mejor motivo para celebrar con todos vosotros, que este momento en el que un ese sueño empieya a format parte de la realidad.

Así que: dejádnos festejar, venid todos, abrigados bien, traéd buen humor y:
1. Una propuesta para la partyplaylist (si queréis de antemano por PM o mail)
2. Un lugar en Europa en el ue os gustaría ver el KUKUmobil.

Y especilmente para aquellos de vosotros que estáis lejos o que ese día ya tenéis otro compromiso:
3. SEND US A POSTCARD!!! Me encantaría recibir una postal vuestra y tener la sensación de teneros ahí. (Wönnichstrasse 12, 10317 BERLIN)

Más info acerca del proyecto: https://www.andreamilde.eu/kukumobil/
El diario de construcción: https://www.andreamilde.eu/kukumobil/der-bau/

www.andreamilde.eu

__________________

(EN) Hey folks!!! There is only a littel bit left to finish the KUKUmobil. After 11 years longing, 5 years dreaming, 3 years searching, 1 year planning and 4 month working, a dream becomes true.

I hardly can imagine a better reason to celebrate with you, than a moment like this, when a dream finds his way from fantasy to reality.

So: Let us celebrate, come all, dress warmly, bring lots of good mood, AND:
1. A song for the party-playlist
2. A place in Europe, where you would like to see the KUKUmobil

And for all of you, that are nos able to asist this day because of distance or other obligations:
3. SEND US A POSTCARD!! I would be happy to have you with me this day. (Wönnichstrasse 12, 10317 BERLIN)

More Info about the project: https://www.andreamilde.eu/kukumobil/
The diary of construction: https://www.andreamilde.eu/kukumobil/der-bau/

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berlin _ 1005 _ fundstück

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berlin _ 1004 _ fundstück

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berlin _ 1003 _ textil

Weaving along the way

VOR dem Beginn des KUKUmobilbaus, im Juni 2022, war ich in Finnland, genau gesagt in Jyväskylä, eingeladen zu einem Seminar im Rahmen der 6. Artapestry-Ausstellung im Museum of Central Finland.

Es war meine erste Reise in den hohen Norden, die ich sehr genossen habe. Davon geschrieben habe ich kurz nachdem ich wieder in Berlin war. Was ich bisher nicht geschafft habe, ist den Text meines Vortrags in ein annehmbares Format zu bringen.

So richtig habe ich es immer noch nicht geschafft. Das Museum hat das gesamte Seminar auf seiner Website veröffentlicht, mit der entsprechenden Übersetzung ins Finnische. Das macht das Ganze zwar spannend, weil vollständig und weil Finnisch zu den Sprachen gehört, die zumindest mir ein absolutes Geheimnis sind, zu denen ich keinen, auch nicht den allerkleinsten Schlüssel in der Hand habe, aber es wird dadurch auch lang und anstrengend.

DER „PODCAST“

Immerhin habe ich jetzt meinen Vortrag als Audiodatei zusammengestellt. Dabei geht es natürlich um das KUKUmobil, um seinen Ursprung, um die Gründe und um die Inhalte dieses Vorhabens. Irgendwann werd ich es auch noch schaffen, diese Aufnahme zu bebildern. Aber da ich nicht weiss, wann das sein wird, und dieser Text gerne gehört werden soll, geht er jetzt erst einmal so an euch.

 

Falls ihr an dem gesamten Seminar interessiert seid, findet ihr es hier:
LINK zum Video auf der Website des Museums

ARTAPESTRY seminar was held on Friday the 3rd of June 2022 in the Museum of Central Finland. In the seminar contemporary tapestries and their making are being discussed from different points of view. Tapestry artist Andrea Milne, art history researcher Leena Svinhufvud and Finnish tapestry artists Aino Kajaniemi, Inka Kivalo, Soile Hovila and Ariadna Donner are participating. All presentations are interpreted into Finnish and English.

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Berlin _ 1002 _ KUQUmobil

„K“ wie Kunst und „Q“ wie Quatsch ……. 😉

So, jetzt ist es geschafft. Es war nicht ganz so einfach, wie gedacht. Der erste Versuch war zum Scheitern verurteilt, denn mir war zu keinem Zeitpunkt bewußt, dass die TÜV-Bescheinigung, die ich beim Kauf vom Hersteller bekommen habe nicht, wie alle anderen 2 Jahre gilt, sondern nur 18 Monate. Da ich den Anhänger im November 2020 gekauft hatte, war ich über die Zeit.

Also mußte der Anhänger eigentlich erneut zum TÜV. Das geht ohne Nummernschild aber nicht einfach so, sondern der Anhänger hätte auf einem Anhänger transportiert werden müssen, denn anders darf er ja ohne Nummernschild NICHT in der Straßenlandschaft unterwegs sein. Glücklicherweise haben wir mit etwas Geduld und Wohlwollen eine Lösung gefunden.

Jetzt ist alles gut. Und, obwohl absolut zufällig zugeteilt, schafft dieses Nummernschild, was bisher kein anderes geschafft hat: ich habe es mir gleich merken können. Oder liegt es an der selektiven Ausrichtung meines Gedächtnisses, das in der Lage ist, für wirklich wichtige Dinge mit großer Leichtigkeit und Windeseile Platz zu schaffen.

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berlin _ 1001 _ fundstück

 

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berlin _ 1000 _ KUKUmobil

DAS RICHTFEST

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Unser Richtfest fällt auf einen Donnerstag, den 13.Oktober. 54 Bautage sind vergangen. Das Ständerwerk steht, das Dach ist drauf, und nach guter alter Tradition ist damit der Zeitpunkt für’s Richtfest gekommen. Alle haben schon neugierig gefragt, und gerne reagieren wir darauf.

GERNE, denn wir fühlen uns wohl hier, in diesem Hof der nicht nur unser Bauort ist, sondern in den fast vier Monaten, die wir inzwischen hier verbracht haben, auch ein kleines Stückchen Heimat geworden ist.

Da es für mich, aber auch für Gudrun das erste Richtfest ist, das wir ausrichten, haben wir uns im  Internet schlau gemacht und eine fröhliche Mischung aus „was MAN so tut“ und „was WIR so wollen“ zusammengestellt.

Es gab keinen Richtkranz, -baum oder -krone, dafür gab es bewebte Stickrahmen, die etwas Farbe ins Bild gebracht haben _ und einen Hinweis auf die spätere Nutzung :

 

Natürlich gab es mein DANKESCHÖN an Gudrun, an Gisela, an alle, die mit Hand angelegt haben, die den Fortgang begleitet haben, mit Energie, mit Interesse und guten Wünschen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Die passenden Worte werde ich dafür nicht finden, aber ich denke ihr versteht mich auch so.

Und Gudrun, als DIE Zimmerfrau auf dem Bau, hat einen Richtspruch mitgebracht:

 

Unglaublich, wie die Zeit vergeht,
doch jetzt ist’s soweit: Das Haus – es steht!
Dies Glas mit Sekt erheb‘ ich nun!

Zwar gibt es manches noch zu tun,
aber ein großer Schritt ist schon gegangen:

Im Juli haben wir angefangen
vom Anhänger bis hin zum Dach – Olé-
bauten wir dieses fahrbare Atelier.

Seht selbst, wie es in den nächsten Wochen weitergeht,
bis schließlich der Webstuhl an seinem Platze steht.

Andrea, heute stoßen wir an auf dein Haus,
möge es fertig werden lange vor Nikolaus.

Wir wünschen dir Frieden, Liebe und viel Glück!
Im KUKUmobil steckt auch von uns ein Stück.

Das macht uns froh, zufrieden und stolz.
Drum: Hoch das Glas – wir klopfen auf Holz!

 

Wir haben uns insofern an die Tradition gehalten, als das Richtfest an einem Wochentag, während der Arbeitszeit stattfand. Das soll so sein und hat seinen Sinn.

Aber natürlich ist uns auch bewußt, dass dadurch viele von euch, die ihr dieses Projekt vor allem anhand unserer Erzählung verfolgt, nicht  mit dabei sein konnten.

ABER: es wird natürlich auch noch ein Einweihungsfest geben, und das am Wochenende, genau genommen an einem Sonntag.

Merkt euch schon einmal den 06.11.2022, ab 11 Uhr vor. Wir freuen uns auf euch.

Ich fürchte, dass es auch dann nicht allen möglich sein wird, dabei zu sein. Entfernung, und andere Verpflichtungen werden den einen und die andere von euch leider fernhalten, egal welchen Tag wir wählen. ABER ich fänd‘ es toll, euch mit dabei zu haben: mit einem Foto, einer Postkarte, einem Gruß, einem Lied für die Playlist……… Euch fällt sicher etwas ein.

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berlin _ 999 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. Kapitel XIII

 

29.September 2022. 49 Bautage liegen hinter uns und ein langes Wochenende mit Baupause vor uns. vielleicht hätten wir weiter kommen können in diesen drei Kalendermonaten, wenn ich fitter gewesen wäre, wenn das Wetter beständiger gewesen wäre, wenn….

Aber eigentlich denke ich, dass wir, unter Berücksichtigung all dessen, was das Leben so bringt, gut voran gekommen sind. Irgendwann einmal, als es noch eher um Fantasie ging und weniger um Realität, dachten wir, Ende September wäre das KUKUmobil fertig. Dem ist offensichtlich NICHT so. In der dritten Novemberwoche wird es seinen ersten Einsatz haben in Cottbus (dazu seid ihr jetzt schon eingeladen). Bis dahin sollten wir es schaffen.

Und JA, es gibt noch viel zu tun. Aber JA, wir werden es schaffen.

Dachstruktur. Teil III.

Es ist ein kleines Experiment, was wir unternehmen werden: Denn entgegen der üblichen Bauweise werden wir den schon bekannten Dämmstoff aus der Bodenisolierung auch im Dach benutzen. Experiment deshalb, weil dieser Dämmstoff nicht diffusionsoffen ist. Er ist auf beiden Seiten mit Alufolie beschichtet. In Kombination mit Holz nicht unbedingt üblich.

Natürlich sind wir uns der Tatsache bewußt, dass das nur dann funktioniert, wenn wir das Dach absolut dicht bauen, wenn wir also konstruktiv sicher stellen können, das in das Dach keine Feuchtigkeit eindringen kann. Denn wenn Feuchtigkeit reinkommt, dann kann sie nicht mehr raus und dann kann die Holzstruktur mir tatsächlich weggammeln und das Dach auf den Kopf fallen.

Das hört sich sehr dramatisch an. Aber ich bin sehr zuversichtlich. Der Vorteil: Das Dämmstoff ist extrem leicht und durch seiner Steifheit bringt er eine gute Dosis Stabilität in das Dach. Und natürlich ist die Dämmfähigkeit groß, auch wenn das Material auf der Nachhaltigkeitsliste nicht ganz oben steht.

Alles andere wird sich zeigen. Ich bin sehr gespannt. Aber ich denke tatsächlich, es ist machbar. Auf die Struktur werden OSB Platten geschraubt, dann eine spezielle Folie und dann kommt das Zinkblech. Innen werden gegen die Sparren Sperrholzplatten gesetzt, die Stoßstellen mit einer Blende verdeckt.

Fast finde ich es schade, dass die gesamte Holzstruktur dann nicht mehr sichtbar ist. Aber ich denke, dieses Gefühl ist nur der durch die intensive Arbeit entstandenen Verbundenheit geschuldet und wird sich legen.

Jedenfalls haben wir es zum Ende des dritten Baumonats geschafft, das Dach vollkommen mit Dämmstoff zu schliessen.

Wenn wir am ersten Bautag im Oktober die Arbeit am KUKUmobil wieder aufnehmen, dann warten die OSB-Platten auf uns…

…die Windrispe, die  Wirrfasernoppenmatte, die dafür sorgen wird, dass die Unterseite der Metalldeckung von der Unterkonstruktion getrennt wird und Feuchtigkeit sicher drainiert werden kann.

Ich finde das klingt nach einem Plan. Einem guten.

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berlin _ 998 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. Kapitel XII 

47 Bautage. Die Dachstruktur. Teil II

Die Dachstruktur ist dran, denn natürlich haben wir, vor allem Gudrun, nicht aufgehört, daran gearbeitet. Viele Schnitte und Aussparungen werden hier maschinell gefertigt. Immer mal wieder werden sie am Rähm angepasst, die Winkel berechnet und wieder berechnet, um ganz sicher zu sein, dass alles passt., und entschieden, wie die Sparren auf dem jeweiligen Rähm aufliegen.

Aufgrund der unterschiedliche Dachneigung und Größe der Fläche sind die Lösungen auch dementsprechend unterschiedlich: Auf der Fensterseite, dem steileren Dach, greifen die Sparren zangenartig um den Rähm und liegen in einer gestemmten Aussparung.

Auf der Seite der Terrassentür wird es einen kleinen Überstand geben. Dort liegen die Sparren flacher auf dem Rähm und umgreifen ihn. Ihre Positionierung finden sie durch die rechtwinklige Ausrichtung und die Steifigkeit des Dämmmaterials.

Bautag 47. Wir haben gerade auch den zweiten Rähm eingesetzt und jetzt steht auch die Dachstruktur bereit, um eingebaut zu werden. Die Dachsparrenpaare sind alle durchnummeriert, gebohrt und, wie bereits beschlossen, mit drei Holzdübeln verbunden und verleimt.

 

Auch die Bauteile für den Giebelabschluss sind vorgefertigt und werden einmal zur Probe eingesetzt.

Dann kommen die einzelnen Dachsparrenpaare an ihren Platz. Konzipiert ist die Dachstruktur so, dass der Abstand der Sparren untereinander der Breite des Dämmmaterials entspricht. In unserem Fall 60 cm. Das bedeutet auf der einen Seite, dass unser Bemühen dahin geht, sie so genau wie möglich auszurichten, und andererseits, weil es eben so ist, können wir kleine Stücke als Abstandhalter benutzen, was das ganze Unterfangen enorm erleichtert.

So weit, so gut. Das Tagespensum ist geschafft. Morgen ist auch noch ein Tag. Es ist kein Regen angesagt, also kann das KUKUmobil so nackt stehen bleiben.

Für mich ist dieser Tag voller Emotionen. Nach 47 Bautagen STEHT das KUKUmobil vor mir, sichtbat, erfassbar, nachvollziehbar in seinen Dimensionen. Klar, es ist nur das Skelett und Tausende von Dingen sind noch zu tun. Mit der Leere zwischen den Dingen bin ich vertraut. Wie oft sitze ich vor meinem Webstuhl, habe die Kette vor Augen und sehe in den Zwischenräumen schon die bunten Fäden, wie sie sich zu dem Bild zusammenfügen.

 

So wie wir es verlassen haben begrüßt uns das KUKUmobil am kommenden Tag. Der Giebelabschluss steht noch aus. Da müßen mehrere Teile wirklich gut zusammenpassen.  Um größere Stabilität zu erreichen, hat Gudrun sich dafür entschieden, einige Teile aufzudoppeln. Sie sitzen schnell auf dem Rähm. Dann kommt noch die Abschlussleiste, die dank der Schwalbenschwanzverbindung von außen eingeklopft werden kann und dem Ganzen dadurch noch zusätzlichen Halt gibt.

Alles an seinem Platz. Jetzt können die Holznägel gesetzt werden, und die Schrauben. Über Verbindungen habe ich immer mal wieder geschrieben und werde das vielleicht noch einmal etwas ausführlicher tun. Bisher haben wir die Schrauben nicht unbedingt gemieden, aber doch sehr zurückhaltend benutzt. In der Bodenstruktur gibt es zwei an jeder Ecke, um den Rahmen zusammenzuhalten. Und natürlich sind die Flansche für die Kurbelfüße festgeschraubt, auch die 12 Streben haben jeweils eine Schraube abbekommen.

Auch hier benutzen wir für die beiden Rähmbalken an ihren Enden Schrauben, um sie mit den Pfosten zu verbinden und auch die Giebelabschlüsse werden verschraubt.

Für die Befestigung der Sparren benutzen wir an der steilen Seite Holznägeln, aber an der flachen Seite werden sie mit Tellerkopfschrauben am Rähm befestigt. Ich finde es übrigens ganz witzig: nicht alle, aber viele der Schrauben, die wir benutzen kommen aus Ennepetal, meiner Heimatstadt. Da fährt dann ein Stück Heimat mit, wenn ich durch Europa unterwegs bin.

Was mit dem Richtfest wird, nach dem  verständlicherweise schon alle gefragt haben, und wie wir das Dach und die Wände dicht bekommen, davon erzähl ich euch in den kommenden Einträgen.

 

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