Berlin _ 930 _ Empfehlung

Tatsächlich hat es er 5 Jahre gebraucht, nein, ICH habe er 5 Jahre gebraucht. Aber ich habe es geschafft….. ein kleines Zeitfenster tat sich auf, in das genau ein Besuch der Domäne Dahlem gepasst hat.

Nicht, dass es tragisch gewesen wäre, wenn ich Berlin verlassen hätte, ohne diesen Ort gesehen zu haben, aber er stand immer mal wieder auf meiner To-Do-Liste und immer wieder ist etwas dazwischen gekommen.  Und es war schon ein  kleiner Genuss…

Wer mehr über die Domäne Dahlem wissen möchte, findet hier weitere Auskünfte.

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Berlin _ 929 _ Fundstück

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Berlin _ 928 _ Sommersonnenwende

Heidnischer Brauch im christlichen Gewand

In all den Jahren, die ich in Spanien verbrachte, war die Sommersonnenwende immer zweitrangig. Was gefeiert wurde, war die Johannisnacht, zwei Tage später. Überall gab es dann Johannisfeuer, die Menschen trafen sich und feierten zusammen die unerschöpfliche  Energie der Sonne und die unersättliche Kraft des Lebens in seinem kalendarischen Zenit.

Erst mit meine Rückkehr nach Deutschland hat sich das geändert. Witzig ist, dass ich mich in diesem gefühlten Niemandsland befinde, irgendwo zwischen zwei Stühlen: Wahrscheinlich sollte ich deshalb die Nacht vom 22.06 zum 23.06 für mich feiern.

Denn die Sommersonnenwende habe ich nicht verinnerlicht und komme daher immer zu spät, um mich zu verabreden und gemeinsam zu feiern. Sobald es mir bewußt wird, vermisse ich die Verabredung zur Hoguera de San Juan.

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Berlin/Zehdenick _ 927 _ Textil

Anknüpfungen

Heute habe ich meine Hausaufgaben gemacht und das Museum in der Nikolaikirche besucht, denn dort befindet sich, sehr schön präsentiert in einem Seitenraum des Kirchenschiffs, das Zehdenicker Altartuch aus dem ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster in Zehdenick, dem die derzeitige Ausstellung „Nadelwerk“ in der Kulturscheune Zehdenick unter anderem ihre thematische Grundlage schuldet.

 

 

Eine gute Gelegenheit, mir dieses Museum mal anzuschauen. Zumal ich in eine Konzertprobe reingeschlittert bin, die eine inspirierende Ergänzung zu den Beiträgen der Audioguides abgegeben hat und mich daher auch noch etwas länger in der Kühle und Kontemplation  hat verweilen lassen.

Wie das bei alten Textilien immer so ist, werden sie aufgrund der Empfindlichkeit des Materials und teilweise auch der Farben, wenn denn welche verwendet werden, unter besonderen Bedingungen ausgestellt, was die Beleuchtung betrifft. Aber wir sind ja froh, dass sie überhaupt gezeigt werden.

In diesem Fall ist auch eine – so denke ich – gute, und zwar digitale Lösung gefunden worden. Neben dem Altartuch befindet sich ein Bildschirm, auf dem man die einzelnen Bildfelder auswählen kann. Sie erscheinen dann zusammen mit einem erklärenden Text. Selbst wenn die Beleuchtung eine andere wäre, ist das bei einer Weißstickerei, also mit weißem Faden auf  weißem Grund gestickten Bildern oder Mustern, die also nur dezent und durch die Eigenwirkung des anderen Materials (also glänzende Seide auf mattem Leinen) hervortreten.

Wer an den Abbildungen der Stickereien im Papierformat interessiert ist, der kann dazu auf der „Kloster-Website“ unter „Schätze“ einige Veröffentlichungen finden. Ich werde die Gelegenheit am 25.05.2022  nutzen und vor dem Workshop dem Museum einen Besuch abstatten. Ansonsten kann man die Veröffentlichungen des ebne gerade erst eröffneten Klosterlandens sicherlich auch über die Kontakt-Mail stiftsamtfrau@kloster-zehdenick.de bestellen.

 

 

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Zehdenick _ 926 _ Einladung

Bestickend schön!!!

 

DIE EINLADUNG

Vergangene Woche habe ich Zehdenick kennengelernt…… und die Klosterscheune, einen Ort für kulturelle und künstlerische Angebote ….. und einige der Menschen, die sich liebevoll darum kümmern, dass dieser Ort lebendig und partizipativ bleibt.

Diese Klosterscheune liegt in unmittelbarer Nähe eines ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosters, von dem nur noch Ruinen übrig sind. Ruinen UND eine ca. 800 Jahre alte Weißstickerei, die in der Nikolaikirche in Berlin zu sehen ist.

Diese Stickerei bietet den Anlass für die derzeitige Ausstellung „NADELWERK“, die am vergangenen Sonntag eröffnet wurde und dort noch bis zum 24.07.2022 zu sehen ist:

Und was hat mich nun dorthin geführt, ist doch Stickerei nicht unbedingt mein Schwerpunkt?! Normalerweise nicht, das stimmt, aber es gab und gibt Zeiten, da ist Stickerei sehr präsent in meinem Denken und Tun.

Zum Beispiel war es so, als ich mit Kathi Hyyppä 2018 das Projekt „Stickstoff _ ein Lichtenberger Tafeltuch“ initiiert hatte.

Einige erinnern sich vielleicht, denn es ist nach Abschluss des Projkets und der Ausstellung im Kesselhausmuseum Berlin immer mal wieder aufgetaucht.

So auch jetzt. Als die Einladung kam, diese Arbeit in die Ausstellung mit aufzunehmen, habe ich keinen Moment gezögert.

DER AUFBAU

 

DER WEG

Wer also Lust hat, das Tafeltuch in seiner ganzen Pracht vor Ort zu bestaunen und auch die restlichen in der Ausstellung gezeigten Arbeiten zu sehen, der hat es jetzt leicht mit dem 9-Euro Ticket. Die RB12 fährt stündlich von Berlin nach Zehdenick. Fahrzeit ca. eine Stunde.

DER WORKSHOP, 25.06.2022

Der Ausflug lohnt sich, besonders natürlich für alle, die eine Liebe und Leidenschaft für Nadelarbeit haben, bewahren oder auch entdecken wollen. Ich werde am Samstag, den 25.06.2022 ab 15 Uhr vor Ort sein, mit Fäden, Nadeln, Stoff und einer enormen Lust, mit euch ins Sticken und ins Gespräch zu kommen.

Würde mich freuen, euch dort zu sehen.

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Berlin _ 925 _ BGE

Ich finde es empfehlenswert, deshalb möchte ich euch diese Veranstaltung ans Herz legen:

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Zehdenick _ 924 _ Fundstück

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Zehdenick _ 923 _ Fundstück

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Zehdenick _ 922 _ Fundstück

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Helsinki _ 921 _ Rundgang

Tja, manchmal…. manchmal entscheidet das Leben für einen. Und dann ergibt sich die Gelegenheit….. auch wenn man sie nicht gesucht hat.

easyjet hatte alle Flüge zwischen Deutschland und Finnland annulliert, auch den, mit dem ich eigentlich am Sonntag Abend zurückfliegen sollte. An sich nicht gerade witzig, und als ich die Nachricht per Mail bekam war mir im ersten Moment auch nicht unbedingt nach Lachen zu mute.

Ich saß also fest. In Helsinki. Gut, dass Vilma da war und mir Unterschlupf gewährte für diese Nacht und wir gemeinsam ein wenig durch die Stadt wandern konnten.

GRÜN

BLAU

Dafür zeigte sich Helsinki von seiner schönsten Seite, und das nicht nur, was das Wetter anging. Auch wenn es nur vier Stunden waren, haben sie doch gereicht, um einen Eindruck von dieser Stadt zu bekommen:

Die Bibliothek

Die Kapelle der Stille

Infopoint am Hafen

 

 

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Helsinki _ 920 _ Fundstück

Frauen und Fäden

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Helsinki _ 919 _ Fundstück

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Helsinki _ 918 _ Fundstück

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Jyväskylä _ 917 _ KUKUmobil

Falls jemand von euch Interesse an dem Vortrag über das KUKUmobil hat, findet sich HIER die pdf-Datei mit dem englischen Text: Vortrag Jyväskylä 2022

 

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Jyväskylä _ 916 _ textil

Natürlich gab es einen Grund, der mich nach Finnland geführt hat. Einen sehr guten sogar: Es war die letzte Station der artapestry6-Ausstellung, die am 03.06.2022 im Keski-Suomen Museo in Jyväskylä eröffnet wurde.

Nach den 2  Corona-Jahren war es eine Freude,  20 Künstlerinnen aus 9 europäischen Ländern in Jyväskylä bei der vierten und letzten Ausstellungseröffnung und bei dem Seminar begrüßen zu können. 

Für mich ganz besonders. Denn es war das erste Mal, dass ich dabei war. Bei der Eröffnung einer Ausstellung, bei der ich Teil der Jury war; bei einem Seminar, bei dem ich  das KUKUmobil vorstellen konnte; und als neues Mitglied des „Steering Commitees“.

Vor allem aber war es das erste Mal, dass ich mich als Teil dieser kleinen Familie gefühlt habe, die sich unbeirrbar dafür stark macht, dass Bildwirkerei in Europa getan, gesehen, gekannt wird.

Hier einige Aufnahmen aus dem Museum. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, die Arbeiten, die ich mit meinen zwei Jury-KollegInnen nur virtuell habe betrachten können, im Saal zu sehen, mit dem anderen Blick: der ins Detail geht und der die Wirkung im Raum im Fokus hat. Beides können wir aus der Erfahrung heraus erahnen, wenn wir die Fotos vor uns haben, die die Grundlage der Juryarbeit darstellen, und haben dort treffend ergänzt, wo das Bild an seine Grenzen kam.

Die in der artapestry6 Ausstellung enthaltenen Arbeiten sind HIER zu sehen.

Ich teile trotzdem gerne einige vor Ort gesammelte Eindrücke:

THE DAY BEFORE

Was passiert, wenn Wirkerinnen unter sich sind? Sie schauen, mit den Augen und vor allem mit den Händen. Und sie tauschen sich aus über Material, Textur, Maß, Zeit und Raum.

 

CLOSE UP

Detail aus „World of Contrast“, 2017, von Soile Hovila, Finnland

Detail aus: „Friendship“, 2019, von Dorthe Herup, Norwegen

Detail aus „Erbe der Großeltern“,  2019, von Zane Vizule-Jakobsena, Dänemark

Detail aus: „Tide“, 2017, von Fiona Hutchinson, Schottland

 

THE OPENING

Zwei Momentaufnahmen aus den Begrüßungsreden anlässlich der Eröffnung der artapestry6 mit der Kuratorin des Museums (oben)  und der finnische Bildwirkwerin Ariadna Donner.

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Jyväskylä _ 915 _ labyrinth

Seit langer, langer Zeit habe ich nicht solch satte grüne Wiesen gesehen, übersät mit Löwenzahn wie ein Teppich, dessen Gelb leuchtete wie die Sonne.

Nicht ganz 1 m² Wiese, und was dort wachsen kann an kleinen Sonnen durfte ich benutzen für mein kleines Labyrinth.

Voikukka-Labyrintti I

Voikukka-Labyrintti II

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Jyväskylä _ 914 _ Fundstück

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Jyväskylä _ 913 _ eine Reise in den hohen Norden

62° 14′ N, so hoch im Norden war ich noch nie. Überhaupt war Skandinavien  ein mir unbekanntes Stück Kontinent.

Was uns bisher mit Finnland verbunden hatte, war und ist Vilma. Vilma hat im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms für einige Monate bei uns in Puentetoma gewohnt, als Lea nach Norwegen gegangen ist. Es ist ein Geschenk des Lebens, dass wir nach wie vor Kontakt haben. Sie kommt aus dem noch höheren Norden, aus Rovaniemi, lebt jetzt in Helsinki und erinnert sich genau so gerne wie ich an die gemeinsame Zeit im Norden Spaniens.

Tatsache ist: ich habe mich verliebt, so, wie man es eben kann,wenn man ein vollkommen fremdes Land besucht und langsam und liebevoll erkundet, 5 Tage lang, leider nur 5 Tage lang.

Ein Land mit weiten Flächen, Himmel und Wasser, ein Land der Spiegelungen, ein Land mit einer Sprache, die nur sie allein verstehen, die mir aber so wunderbar im Ohr klingt, wie das Glucksen des Wassers am Ufer und das Rascheln der Birkenblätter im Wind.

 

Ein Land mit einer Sprache, die meinem Ohr und Auge keine Einstiegsluke bietet. Nichts. Wie habe ich es genossen, das genaue Beobachten mangels anderer Kommunikations-wege,  und auch die Rückbesinnung auf mich selbst und meine Fähigkeit, mich in Raum und Zeit zurecht zu finden.

Begeistert bin ich am ersten Abend, diesem langen Abend dem eine kurze Nacht folgt, um den See gewandert. „Der“ See, war es so lange, bis mir bewusst wurde, dass es noch einen gibt, und noch einen, und noch einen…..

Nicht alle konnte ich umwandern, aber zwei habe ich geschafft. Und es genossen. Sehr.

Keine Ahnung, wie es dort im Winter ist, wenn die Dunkelheit den Tag beherrscht, wenn die Kälte die Seen zum Frieren bringt und die Wege kürzer werden können. Gerne würde ich es einmal erleben. Es ist sicherlich nicht einfach.

Ich freu mich jetzt schon auf die Zeit, die ich mit dem KUKUmobil in Finnland unterwegs sein werde. Vielleicht ist es ja dann Winter, vielleicht schaffe ich es noch höher in den Norden.

Auf jeden Fall hatte ich während des artapestry-Seminars, dem eigentlichen Grund dieser Reise,  eine wunderbare Gelegenheit, das Projekt auch dem finnischen Publikum vorzustellen.  Davon mehr in einem der nächsten Posts.

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berlin _ 912 _ Empfehlung

Vor einigen Monaten lerne ich Monica Modersitzki und ihren Blog kennen:

Sie fragte an, ob ich bereit wäre, für ihren Podcast über meine Arbeit und das KUKUmobil zu berichten. Ich war natürlich begeistert.

Nun ist es soweit. Der Beitrag ist fertig. Gerade erhielt ich den Link und konnte den Podcast hören.

Auch wenn Eigenwerbung immer etwas seltsam anmutet, tu ich das jetzt mal, denn die Verknüpfung, die Monica in ihrem Podcast-Beitrag zwischen zwei Menschen, ihren Gedanken, ihren Aktionen und ihrem Verständnis von textiler Kunst im Dienst des sozialem Wandel hergestellt hat, finde ich sehr spannend.

Wer also etwas mehr über Monica und ihren Blog, über Dr. Katja May, ihre Begeisterung für das Quilten und ihre Forschung zum Thema Handarbeiten, Feminismus, Aktivismus, Affekt/Emotionen und sozialer Wandel und über das KUKUMobil erfahren möchte, der sollt sich die 40 Minuten Zeit nehmen. Es lohnt sich.

Beide setzen wir als Aktivistinnen unsere Handwerkskunst im öffentlichen Raum ein, um politisch aktiv zu sein. Während ich mit dem KUKUmobil der wandernden Webwerkstatt Stränge verbinden möchte, liegt  Dr. Katja May viel daran,  Stränge „aufzudröseln“.

Das klingt sehr danach, dass wir uns irgendwann begegnen werden.

Podcast Fokus Textil – Episode 5

 

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berlin _ 911

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berlin _ 910 _ KUKUmobil

Feuerteufelchen in Aktion

Unser erster kollektiver Einsatz rund um das KUKUmobil hat stattgefunden: Wir haben das Fassadenholz abgeflammt, um es gegen Schädlinge und Witterung resistent zu machen.

Auf dem Weg zum Silbergrau.  Unaufgeregt.

Ein ganz großes DANKE an Tereza, Christine und Gudrun, für ihre Lust und gute Laune, und natürlich an Konrad, für das wissende und wachsame Auge.

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berlin 908 _ empfehlung

Sternstunden

Ich liebe diesen wunderbaren schweizer Akzent, er gibt der deutschen Sprache so viel Sanftheit. Ganz besonders aus dem Mund von Menschen wie Barbara Bleisch, die es durch ihre Fragen, ihr achtsames Zuhören  und ihr Feingefühl vermag, in einer Stunde Gespräch eine ganz besondere Tiefe zu erreichen.

Zwei wirkliche Sternstunden möchte ich euch ans Herz legen:

Rutger Bergman hat eine frohe Botschaft für uns: In seinem millionenfach verkauften Beststeller «Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit» skizziert er den Menschen als von Natur aus hilfsbereit und kooperativ. Nicht «the survival of the fittest» habe zu Erfolg geführt, sondern «the survival of the friendliest». Und er ist überzeugt: Gerade der Glaube an das Gute im Menschen macht uns erst recht zu guten Menschen. In seinem neusten Buch «Wenn das Wasser kommt» hat der eloquente Starintellektuelle hingegen schlechte Nachrichten, denn er attestiert uns Geschichtsblindheit. Wenn wir nicht aktiver gegen die Erderwärmung vorgehen, müssen die Niederländerinnen und Niederländer in hundert Jahren vermutlich in anderen Ländern um Asyl bitten, weil ganze Städte vom steigenden Meer verschluckt werden. Ist der Mensch also gut, aber träge? Wie gehen die Kriegsgräuel in der Ukraine zusammen mit seiner Überzeugung? Und kann dieser Glaube an das Gute wirklich andere mitreissen und uns Menschen verändern? Mit Rutger Bregman spricht Barbara Bleisch. Sternstunde Philosophie vom 17.04.2022

In Ronja von Rönnes neuem Roman «Ende in Sicht» geht es um zwei Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Per Zufall werden sie zur Schicksalsgemeinschaft und realisieren, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten noch was zu bieten hat. Die junge Schriftstellerin weiss, wovon sie schreibt: Seit Jahren kämpft sie mit wiederkehrenden Depressionen. Ihre Bücher und Kolumnen schreibt sie nicht wegen oder dank der Depression – sondern trotz der Depression. Warum das ganze Leben manchmal ein Auflehnen ist und im Trotzdem ein philosophischer Zauber liegt, darüber spricht Barbara Bleisch mit Ronja von Rönne. Sternstunde Philosophie vom 22.05.2022

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berlin _ 907 _ KUKUmobil on the road

Ich genieße es gerade sehr, im Atelier vor der großen Europa-Strassenkarte zu sitzen, Orte zu markieren, die ich auf meiner Reise gerne besuchen möchte, weil sie mit mir und meinem Leben verwoben sind, oder zur textilen Welt gehören, oder dort spannende Projekte zu finden sind.

Manchmal sitze ich auch davor und fühle mich ganz klein und frage mich, wie es wohl sein mag, so alleine unterwegs zu sein. Was mir alles begegnen kann, an hoffentlich viel Gutem und wenig Schlechtem, welche Hürden es wohl zu bewältigen gilt, ob es sich stimmig anfühlt, wenn mein Traum Wirklichkeit wird….

Vor langer Zeit schon, bin ich über diese Europakarte aus dem Jahre 1582 „gestolpert“. Es war im Rahmen eines Vortrags von Ulrike Guerot „Warum Europa eine Republik werden sollte“. Nach wie vor finde ich diese Idee interessant und sie wird mich sicherlich begleiten.

Jetzt, wo ich dabei bin, mich  an einen ganz neuen Blickwinkel auf Europa zu gewöhnen, geht meine Fantasie manchmal auf Wanderschaft. Schon faszinierend, wieviel das ausmacht…..

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berlin _ 906

Manchmal braucht es einen besonderen Anlass…..

Diesmal war es ein lieber Besuch. Tereza ist für einige Tage aus Bratislava nach Berlin gekommen. Und sie kannte tatsächlich das Tempelhofer Feld noch nicht.

Seit langer, langer Zeit habe ich mal wieder dieses ganz besondere Stückchen Welt inmitten von Berlin besucht und es sehr genossen.

Für mich war neu der Besuch der ufaFabrik auf dem alten ufa-Gelände an der Ullsteinstrasse und ein köstliches Schawarma von Shaam Schawarma in der Karl-Marx-Strasse.

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berlin _ 905 _ fundstück

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berlin _ 904 _ textil

In 16 Tagen ist es wieder soweit:

World Wide Knit in Public Day!

Saturday 11.th of June, 2022

Join us all around the world
Better living through stitching together!

Falls ihr Lust habt, könnt ihr eure Leute zusammentrommeln und euch irgendwo treffen, um gemeinsam zu stricken. Ich kann nur aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es echt Spaß macht.

Und wenn ihr wollt, dass andere Strickfreudige euch finden, könnt ihr euer Event auch auf der Website einstellen.

Ich werde ein Auge drauf haben, bisher gibt es für Berlin noch keine Angaben. Wenn jemand von euch die Initiative ergreift, bin ich SOFORT dabei.

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berlin _ 903 _ fundstück

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berlin _ 902 _ BGE

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berlin _ 901 _ BGE

Nicht neu, aber immer noch interessant und auf alle Fälle eine Erinnerung wert:

Für einige Menschen ist sie die Geißel der Menschheit, für andere die Religion des Alltags: die Arbeit. Der Regisseur Konstantin Faigle hinterfragt in dieser Dokumentation von 2013 auf humorvolle Weise den Sinn der Arbeit und vermischt Experteninterviews mit komödiantischen Spielfilmszenen – ein satirischer Ansatz zur Senkung der Arbeitsmoral und eine Karikatur der Arbeit selbst. Der Filmemacher fragt, was passieren würde, wenn niemand mehr arbeiten ginge, und ob Menschen mit oder ohne Arbeit glücklicher wären.

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berlin _ 900 _ finnland

ARTAPESTRY6

 

Vom 04.06.2022 bis zum 04.09.2022 ist im „Museum von Mittelfinnland“ (Finnish Central Museum) die  ARTAPESTRY 6 zu sehen. Zwar ist keine meiner Arbeiten dabei, denn ich war Jurymitglied und fand es nicht schlüssig, gleichzeitig auch mit einer eigenen Arbeit an den start zu gehen, aber ich denke, für alle, die an dem interessiert sind, was auf den Webstühlen der europäischen Bildwirker:innen aktuell stattfindet, ist es ein kleines MUSS.

Organisiert wird diese Wanderausstellung jetzt zum sechsten Mal vom European Textile Forum. Das ETF, eine Organisation von Bildwirker:innen für Bildwirker:innen, sieht ihre Aufgabe darin, die Europäische Bildwirkerei zu unterstützen und voranzubringen.

Wie sie das tut und wer dahinter steht, findet ihr HIER

FOREWORD ARTAPESTRY6 2021 _ 22

For all of us , 2020 has been a bit strange and an unpredictable year. In beginning of 2020 we launched Call for Entries to Artapestry6 and since 11th March 2020 Denmark has been locked down and in the end of August the jury should have convene in Copenhagen to completed the jurying and selection of tapestries for Artapestry6. The jury could not meet in CPH because the corona-restrictions and instead we made a virtual jurying. Fortunately the two days virtual selection was a success and the jury found it exciting, super inspiring, powerful and they all enjoyed it .The jurors were impressed with the quality and diversity of the submissions and the works range from traditional tapestry, Jacquard weaving and decorative fabric. They decided for 43 works of 40 artists, from 16 countries. Thanks to the jury for making a strong exhibition.

With a growing wish to focus on tapestry art outside Europa, ETF decided to invite Helena Hernmarck and Nancy Koenigsberg two significant tapestry artists from USA to exhibit in an European showcase.

In a year like no other, it has been inspiring to see in the early springtime long queue outside the yarn shops of young women, to get knitting-yarn and needles, ready to knit through Covid19 pandemic.

New works of fiction about textile and weaving show how our lives are full of textiles and “woven stories”.

Textiles are such a natural part of our lives and culture and speak to our senses and memories and that makes them fascinating materials in artistic contexts. Tapestry and fiber art has become popular – as we saw it in the 1970s. We see with satisfaction young women/men has reinvented weaving and tapestry weaving and contemporary artists embraced textile in their search for new expressions in their artistic practice, without any weaving skills.

Anet Brusgaard
For ETF’s Secretariat in Copenhagen

Für alle, die es gerade nicht einrichten können, nach Finnland zu reisen, HIER ein Link zu der virtuellen Ausstellung. Nicht zu vergleichen mit einem Besuch „in echt“, aber tausendmal besser, als nichts.

 

Warum ich euch das jetzt
so besonders ans Herz lege?

Nun, weil die Eröffnung der Ausstellung zusammenfällt mit einem Seminar über Bildwirkerei, und zu diesem Seminar bin ich eingeladen worden, um über das KUKUmobil zu berichten. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr es mich freut, diese Gelegenheit zu bekommen. Und diejenigen von euch, die mich besser kennen, können sich auch vorstellen, wie nervös ich jetzt schon bin, bei dem Gedanken, vor einem Publikum zu stehen und zu reden.

Heute hab ich endlich den Text fertig geschrieben. Auf Englisch. Das ist immer noch eine kleine Hürde für mich. Gut, dass Lea immer wieder bereit ist, solch wichtige Texte in eine gute Form zu bringen. Und Anna Ruth hat geduldig ausgeharrt in Jyväskylä, um den Text ins Finnische zu übersetzen.

Das wird meine erste reise nach Finnland. Ich bin extrem gespannt. Auch, weil sich hoffentlich die Möglichkeit ergibt, zwei mir lieben Menschen wieder zu begegnen: Vilma, die bei uns in Nordspanien einige Monate gewohnt hat und Teil unserer Familie war. Und Ivana Blanco Gross, die, in den USA lebend gerade eine Künstlerresidenz in Finnland absolviert. Auch sie habe ich in Nordspanien kennengelernt, als sie die kollektive Ausstellung Un-Send im KUKUprojekt ausgestellt hat.

Es verspricht, intensiv zu werden.

 

Das Seminar-Programm

 

The seminar for the ARTapestry exhibition is on the 3rd of June, 2022 at 12 noon. The seminar is held at the auditorium of the museum and max. 80 people can participate on-site. Registration is open until Mon 30.5. at 10 am. It is also possible to follow the seminar online via the YouTube channel of the Museum of Central Finland: https://www.youtube.com/channel/UCfKLcxkOU8dZQfmu1jeQuxg/featured.

The opening of the exhibition, to which all participants of the seminar are welcome, is held on the same day at 6 pm. It is not necessary to sign up for the opening.

The event has been produced in co-operation with European Tapestry Forum (EFT) and funding has been received from the Moomin Characters Ltd.

The programme of the seminar

12:00 Tapestry artist Andrea Milde: Weaving along the way (45 min.)

Andrea talks about the KUKU project, the mobile weaving studio and its trop across Europe. The weaving studio is on wheels: The wagon is tall enough for a high-warp loom and small enough to travel across Europe. When making stops along the way, it functions as a temporary weaving station. The trip starts from the Atlantic coast in Portugal and continues criss-crossing Europe ending at the coast of the Black Sea.

12:45 Art history researcher Leena Svinhufvud: The Multifaceted Tapestry (45 min.)

Leena has a PhD in art history. She works as an educational curator and is in charge of the learning work at the Design Museum where her work involves design education and events for the public. Leena thinks that displaying modern tapestries is rather a challenging task. She considers the following questions in her presentation:

  • How should the multifaceted and complicated manifestations of modern textile art, which carries the burden of a long tradition, be displayed?
  • How is it possible to convey the special character and ‘soul’ of a private tapestry?
  • What possibilities are there to support the dialogue between the surprisingly varied production methods of the field and the spiritual content of the works?

Contemporary tapestry is an expression of individuality and free creative work. The fragmenting of the basic rectangular shape of a tapestry is, in and of itself, a fascinating subject: The transition from arrangements historically done on the surface to contemporary spatial outlines is challenging – both materially and intellectually.

13:30 Break. Light refreshments at the museum (30 min)

14:00 Micala Sidore, the writer of the book “The Art is the Cloth. How to look and understand Tapestries” (45 min)

Micala participates in the seminar through the Teams platform. She talks about the content of each of the chapters in the book and specifies the details of the text. During her presentation, the writer of the book shows also photographs which she could not publish in her book.

14:45-15:15 Four Finnish tapestry artists talk about their work

Aino Kajaniemi: Seeker of Happiness (10 min)
Inka Kivalo: I See in Tapestry (10 min)
Soile Hovila: Tapestry in Spotlight (10 min)
Ariadna Donner: Shadows and Colors (10 min)

Anna Ruth interprets all of the presentations from English to Finnish and Finnish to English.

 

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