Fisterra _ 1451 _ begegnung

Providencia / Fügung

(es) En el camino de Fisterra al faro, nada más dejar las últimas casas atrás, se encuentra a ano derecha una iglésia románica, la Iglésia de Nuestra Señora de las Arenas. En el panel informativo se cuenta que su construcción comenzó en el siglo XII.

Dentro hay, además de un puño de figuras de santos y vírgenes una, entorno a la cual existen varias leyendas: es el Cristo de la Barba Dorada. Ya había visitado la iglésia en días anteriores y sólo quería repetir alguna foto, pero la providencia tenía una sorpresa y un gran reglao preparado para mí:

(de) Auf dem Weg zum Leuchtturm von Fisterra kommt man am Ortsausgang an einer romanischen Kirche vorbei, der Iglesia de Nuestra Señora de las Arenas. Laut Infotafel wurde mit dem Bau im 12. Jhdt. begonnen.

In der Kirche gibt es, neben anderen Heiligen- und Marienfiguren, den sagenumwobenen  „Christo de la Barba Dorada“. Ich hatte die Kirche schon besucht, wollte aber noch einige Fotos wiederholen. Aber die Fügung wolle es so, dass eine Überraschung und ein wunderbares Geschenk auf mich warteten:

 

(es) Ada y Klaus-Franz vienen de Suiza. Ahí cantan los dos en coros diferentes. Y el canto no lo han dejado en casa al emprender el Camino de Santiago. Todo lo contrario, ahí donde se brinda la oportunidad, hacen una breve parada para  llenar los muros con sus voces y sus canciones. Justo cuando yo llegué a la iglesía habían pedido permiso a los voluntarios que la cuidan y comenzaron a cantar una serie de piezas en diferentes idiomas. Por alegría y sorpresa mía cantaron también la frase del poema de Hilde Domin, que he escogido como lema del viaje. Tal fue la sorpresa que no me dio tiempo a grabarlos. Les pedí luego que lo repitieran y el permiso para poderlo compartir aquí y a las dos coss decían que sí. Aquí, pués, el pequeño gran regalo:

„No te canses. Sique estrechándole la mano al milagro, silenciosamente, como si de un pájaro se tratase.“

(de) Ada und Klaus-Franz kommen aus der Schweiz. Dort singen sie beide in unterschiedlichen Chören. Das Singen haben sie mit auf den Camino de Santiago genommen und da wo es möglich ist, machen sie einen kurzen Halt füllen die Kirche für einen flüchtigen Moment mit ihren Stimmen. So war es, gerade als ich die Kirche erreichte. Besonders groß war meine Freude und Überraschung, als ich sie den Leitspruch meines Projektes, den Satz aus dem Gedicht von Hilde Domin singen hörte. So überrascht, dass ich das Smartphone nicht rechtzeitig parat hatte. Aber ich habe sie gefragt, ob sie das Lied noch einmal singen würden und ob ich es veröffentlichen darf und sie haben beidem zugestimmt. Hier also ihr kleines Geschenk an uns:

„Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise, wie einem Vogel, die Hand hinhalten.

 

 

(es) Y ya que estamos: En Internet nos cuentan que el Santo Cristo de Finisterre es una talla medieval, de estilo gótico. La imagen mide más de dos metros de altura y representa a Cristo justo después de su muerte en la cruz. Su estructura interna es de madera, conformando una estructura ósea recubierta por lino y otros tejidos cubiertos a su vez de piel de camello. El pelo, las uñas y las pestañas son de persona. Dicen, que crecen, pero eso es lo que dicen. El escultor es desconocido, pero debía tener un gran conocimiento anatómico, pues las heridas se muestran con magulladuras, marcas de necrosis y un indicio de la marca verde abdominal.

(de) Und wo wir schon hier sind:  Internet erzählt uns, dass es sich beim Christus von Fisterra um eine im gotischen Stil gehaltene Figur handelt, deren Entstehung irgendwo im Mittelalter zu vermuten ist. Da nicht bekannt ist, aus welcher Hand er stammt, ist der genaue Zeitpunt nur schwer zu bestimmen. Die zwei Meter große Figur zeigt Jesus kurz nach seinem Tod am Kreuz. Die innere Struktur aus Holz wurde mit Leinen und anderen Stoffen umhüllt und dann mit Kamelhaut (andere sagen allgemeiner Tierhaut) überzogen. Die Haare, der Bart, die Wimpern und die Nägel sind menschlichen Ursprungs. Bis auf die Nägel ist das nichts wirklich Besonderes. Ich kenne viele religiöse Figuren mit menschlichem Haar, es war nicht unüblich, dass junge Frauen ohre Haarpracht opferten, um eine Heiligen- oder Marienfigur damit zu schmücken. Bei den Finger- und/oder Fußnägeln will ich es lieber nicht so genau wissen. Es wird übringens auch erzählt, dass sie wachsen….. Wie auch immer, überraschend ist der Versuch, die Wunden und die Spuren der Gewalt und des eingetretenen Todes so realistisch wie möglich wiederzugeben und das macht diese Figur besonders realistisch und beeindruckend.

 

(es) La leyenda dice, que el Santo Cristo fue esculpido por Nicodemo, testigo directo de la Pasión de Cristo, quien elaboró también las tallas de Orense y Burgos, ambas de similares características. Viajaba en un barco holandés o inglés, que al pasar por las costas de Finisterre se vio rodeado por una tempestad que a punto estaba de hundir la nave. Para liberar peso, los tripulantes tiraron varios objetos, entre ellos el Santo Cristo. Cuando la talla alcanzó el agua, la tormenta cesó al instante, siendo interpretado como un presagio de que el Christo quería quedarse en el fin del mundo. Arribó a la Playa de Cabanas, a los pies del Cabo de Finisterre, justo sobre la losa que antaño había sido el Ara Solis y que Santiago Apóstol había destruido y arrojado monte abajo. Sobre esa misma losa, San Guillermo de Finisterre había derramado vino tinto, quedando las marcas indelebles que aun hoy pueden observarse. La simbología es clara: la talla aparece sobre el Ara Solis, cristianizando el mito del sol como protagonista de la muerte y resurrección. En los tiempos cristianos es Jesús la luz del mundo (Ego sum lux mundi), que muere y resucita por el bien de la Humanidad.

(de) Die Legende sagt, dass diese, sowie auch die Christusfiguren in Burgos und Orense,  von Nicodemus geschaffen wurden, also einem Zeitzeugen von Christi Leidensweg und Tod. Sie erzählt weiterhin, dass diese Figur sich auf einem englischen oder holländischen Boot befand das an der Küste von Fisterra in einen heftigen Sturm geriet. Um ein Unglück zu vermeiden, warf die Besatzung einen Teil der Last über Bord, darunter auch die Kiste mit der Christusfigur. Sobald sie im Meer untertauchte, legte sich der Sturm augenblicklich. Diese Umstand wurde als Zeichen gedeutet, dass sie hier, in Fisterra bleiben sollte. Die Figur wurde an der Playa de Cabañas angespült, genau auf einem großen Felsen, auf dem sich ehemals ein Ara Solis befand, ein heiliger Ort, an dem die Römer die Sonne verehrten und den der Apostel Santiago dem Erdboden gleich gemacht hat. Auf eben diesem Felsen, so sagt die Legende, habe der Heilige Guillermo (Wilhelm) Wein vergossen. Die Spuren sind heute noch zu sehen. Aus Sicht der Christlichen Kirche ist die Auslegung eindeutig: Die Figur erscheint auf dem Ara Solis, christianisiert somit den Kult an die Sonne und setzt an ihre Stelle als Zeichen für den Tod und die Wiederauferstehung die Figur Jesu‘, der, als Licht der Welt zum Heil der Menschheit stirbt und wieder aufersteht.

 

 

 

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Fisterra _ 1450 _ textil

Enredando

(es) Una de las inquietudes que me motivan a hacer este viaje largo con el KUKUmobil es la de mostrar, compartir, transmitir lo que sé del arte de tejer tapices. No sólo la técnica, que también, porque sin técnica y dedicación no hay oficio, sino también más allá de lo concreto lo que el tejer significa para mí.

Es más que una manera de producir objetos bellos, es una herramienta para aprender a observar, a contemplar, a meditar, si se quiere decir….. y sobre todo a reflexionar mucho sobre el tiempo, nuestra gestion con él, el tiempo que medimos y el tiempo que sentimos, que no siempre es lo mismo.

(de) Eins der Anliegen, die mich dazu gebracht haben, diese lange Reise mit meinem Webstuhl im KUKUmobil zu beginnen ist es, das was ich über die Kunst der Bildwirkerei in den vielen Jahren gelernt habe zu zeigen, zu teilen und weiterzugeben. Nicht nur die Technik, die auch, denn ohne Technik und Hingabe gibt es kein Handwerk, sondern über das Konkrete hinaus, was die Bildwirkerei für mich, für mein Verständnis vom Leben bedeutet.

Für mich ist es weit mehr als eine Art und Weise, wunderschöne Dinge herzustellen. Es ist eine Art zu schauen, zu beobachten, zu meditieren, könnte man sagen….. vor allem aber ist es für mich ein Instrument, das mich immer wieder anhält darüber nachzudenken, was Zeit bedeutet und wie wir mit ihr umgehen, mit der die wir messen und mit der die wir fühlen, denn das ist nicht immer dasselbe (wie bei der Temperatur).

(es) Aquí en Fisterra he encontrado un espacio donde poder ofrecer un pequeño curso de iniciación en el arte de tejer tapices. ENREDANDO es una asociación cultural, gestionado por un grupo de voluntarios,  que ofrece a los oriundos y los visitantes de Fisterra un lugar donde compartir y experimentar propuestar vinculadas con el crecimiento personal, la formación permanente e informal, el empoderamiento indicvidual y colectivo, y donde las personas que acaban aquí su camino y vuelven a sus contextos vitales anteriores encuentran un lugar de „cierre“ de esta experiencia paricular.

(de) Hier in Fisterra habe ich einen Ort gefunden, an dem ich einen kleinen Bildwirkerei – Schnupperkurs anbieten konnte. ENREDANDO ist ein von Ehrenamtlichen initiierter Kulturverein, der sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch den Besucher:innen Gelegenheit bietet, diesen Ort gemeinsam zu gestalten, Vorschläge einzubringen, Wissen und Können zu teilen und neue Erfahrungen zu machen, die darauf ausgerichtet sind, die Persönlichkeit zu entfalten und das Selbstwertgefühl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Außerdem bieten sie all den Menschen, die den Pilgerweg gemacht haben und nun zurück in ihren normalen Lebenskontext gehen werden, einen Ort zum bewussten Abschluss dieses besonderen Kapitels in ihrem Leben.

 

(es) GRACIAS a todos los que me habäeis regalado un poco de vuestro tiempo para poder acercaros un poquitín a este mundo de dibujar cuadros con hilos de color.

(de) DANKE an alle, die ihr mir ein wenig eurer Lebenszeit geschenkt habt, um euch ein wenig von dem zu zeigen, was diese Welt der Bildwirkerei bedeutet.

 

 

 

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Louro _ 1449 _ Labyrinth

El laberinto / Das Labyrinth. II

De antaño … von einst…..

(es) Evidentemente, Galicia no me necesita a mi para tener un laberinto. Sobre todo, porque ya hay. Varios. Algunos muy antiguos, de la edad de bronce, es decir que han sido labrados en la roca hace aproximadamente 4000 años. Los más conocidos son, quiza , los de Mogor, pero aquí cerca, en Muros, también se encuentran. Los que se dejan encontrar porque mucho no queda de ellos y en algunos casos son más el deseo y la imaginación, con la ayuda del adecuado ángulo de iluminación natural, que los dibujan en la roca.

Claro que voy a buscarlos, como no. Si estaís interesadoe, los pertroglifos se encuentran entre Lariño y Louro, en la ladera del monte. Los dos yacimientos de Naraio no están indicados, el de Naraio 2 ni lo he encontrado, está todo cubierto de retama. Pero los petroglifos  de Laxe de Rodas, que representan supuestamente un calendario solar con anillos concéntricos, no un laberinto, están indicados dese el pueblo.

(de) Natürlich braucht  mich Galicia nicht, um ein Labyrinth zu haben. Es hat schon, mehrere. Einige von ihnen sehr alt, man nimmt an aus der Bronzezeit. Vor über 4000 Jahren wurden sie also in den Stein geritzt. Die bekanntesten sind wahrscheinlich die Petroglyphen von Mogor, aber auch hier in der Umgebung, in Muros, sind sie zu sehen. zumindest soweit die Zeit sie noch sichtbar gelassen hat, denn viele von ihnen sind kaum noch zu sehen, eher zu erahnen, und es braucht schon den Wunsch und den richtigen Lichteinfall, um sie zu erkennen.

Logisch, dass ich mich auf die Suche mache. Wer Interesse hat: Die Petroglyphen befinden sich zwischen Lariño und Louro. Die beiden Fundstellen Naraio 1 und 2 sind nicht ausgeschildert, und bei der 2 habe ich nichts mehr gefunden, es war alles zugewachsen, aber „Laxe das Rodas“ ist vom Dorf aus ausgeschildert. Dort findet sich zwar kein Labyrinth, aber eine Felsenritzung mit konzentrischen Ringen, von der man annimmt, dass es ehemals ein Sonnenkalender war.

 

 

De hoy…… von jetzt…..

Pero también hay laberintos más actuales. Por ejemplo al final de la „Playa de Mar Afuera“ cuando llegas desde el faro. Es uno semipermanente, que se construyó en 2018 y se mantiene el tiempo que tendrá que mantenerse. A través de Verónica, Viki y Andrés, miembros de la asociación fisterrana „enredando“ he tenido conocimiento de él y gracias a Andrés puedo comartir aquí incluso fotos del momento en el que se construyó. Lo hemos incluído en la página de localización de laberintos de „The Labyrinth Society“, para que lo pueda econtrar la gente interesada que no se cruza por casualidad con Andrés, Viki o Verónica.

Aber es gibt auch Labyrinthe neueren Datums. Zum Beispiel befindet sich eins am „Ende“ des Strands „Mar Afuera“, wenn man aus der Richtung des Leuchtturms kommt. Es wurde 2018 gebaut und wird sich so lange halten, wie es Menschen gibt, die es besuchen. Ich habe durch Verónica, Viki und Andrés, vom Kulturverein „enredando“ davon erfahren. Andrés hat damals Fotos gemacht, die ich jetzt hier zeigen kann. Jetzt ist es auf der Seite der The Labyrinth Society, damit es auch andere Interessierte finden können, die den dreien gerade nicht über den Weg laufen, wenn sie Fisterra besuchen.

 

 

 

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Fisterra _ 1448 _ Labyrinth

El laberinto / Das Labyrinth. I

(es) Los laberintos univiarios me acompañan desde hace décadas. Quien ya ha llegado a este sitio más a menudo, lo sabe. Quien viene por primera vez, encuentra en la subpágina „labyrinthe“ más información…….

Huelga decir que me van a acompañar en este viaje por Europa con el KUKUmobil. Iré buscando y visitando laberintos ya existentes, iré construyendo laberintos efímeros por el camino, iré contando a la gente e invitándola …..

(de) Einwegige Labyrinthe begleiten mich inzwischen schon einige Jahrzehnte. Wer hier schon einmal war. der weiß das, weil er immer mal wieder auf eins trifft. Wer hier das erste Mal reinschaut, findet mehr Information durch das Anklicken des Reiters „Labyrinthe“……

Unnötig, zu erwähnen, dass mich die Labyrinthe auch auf dieser Reise mit dem KUKUmobil durch Europa begleiten werden. Ich werde bestehende Labyrinthe suchen und besuchen, ich werde immer mal wieder ein temporäres Labyrinth bauen, ich werde den Menschen die mich fragen davon erzählen und sie einladen, sich mit diesem jahrtausendealten Symbol zu beschäftigen…..

 

TAG 1 // DÍA 1

(es) Investigación de lugares y materiales. La primera toma de contacto. Será la playa. El Vaiven del mar, el balanceo de tierra y agua bajo la luna….

(de) Orts- und Materialerkundung. Erste Tuchfühlung. Es wird wohl ein Standlabyrinth werden. Das Kommen und Gehen, das Schaukeln von Erde und Wasser unter dem Mond….

 

Tag 2 // Día 2

(es) Conchas y más conchas, pero aún más interesante todas aquellas cosas que el mar trae y deja en la playa que antes han tenido una vida totalmente diferente….. azulejos, baldosas, muros, paredes, botellas…….. Si supieramos entendernos y pudieran hablarnos de sus viajes. Así abren la puerta a nuestra imaginación, oímos el brindar de los botellines, vemos los escombros vertidos cerca del mar…..

(de) Muscheln und noch mehr Muscheln, aber noch interessanter scheinen mir all diejenigen Objekte, die das Meer bringt und am Strand ablegt, die ganz offensichtlich ein vollkommen andere Leben hatten und einen langen Weg hinter sich gebracht haben… Fliesen, Kacheln, Mauern, Flaschen…… Wenn wir uns verstehen könnten, wenn sie uns von ihrer Reise berichten könnten. So öffnen sie Tür und Tor zu unserer Phantasie, hören wir das Anstoßen der Bierflaschen, sehen den irgendwo weggekippten Bauschutt…..

 

 

Tag 3 / Día 3

(es) Hay lugar. Hay material. Y hay momento: Domingo 15 de abril de 2024 en la Praia da Ribeira, entre las pleamareas.

El tiempo es limitado. Así que decido hacer un poco de acopio de material para poder empezar cuanto antes.

(de) Es gibt einen Ort. Das Material ist entschieden. Es gibt einen Zeitpunkt: Sonntag, 15. April 2024, an der Praia da Ribeira, dem „Hausstrand von Fisterra, zwischen den beiden Fluten.

 

 

Tag 4 / Día 4

Das Labyrinth / El laberinto

(es) Y ahora, a  por el siguiente…..

(de) Und nun, auf zum nächsten….

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Muxía _ Fisterra _ 1447 _ wanderung

Muchos hilos … / Viele Fäden ….. III

Peregrina por un día / Für einen Tag auf Pilgerfahrt

(es) Ya que estoy…… Fisterra vive del mar,  y de los peregrinos. A estas alturas del año y después del invierno lluvioso, la pesca vuelve a ser un trabajo menos duro y se nota como poco a poco empieza, aún en goteo, la llegada de gente que o ha hecho el camino completo, o una parte de él, de Santiago a Fisterra, pero que sí o sí llega aquí con la mochilla llena de experiencias. Así que este pueblo, al final del mundo, tiene el puerto lleno de barcos y las casas llenas de  albegues e infraestructuras varias, disuestas a satisfacer a peregrinos y turistas.

También se nota en el ambiente. La gente extranjera suele saludarse, lleve o no una mochila en la espalda. Por si acaso y porque parece casi inimaginable que se pueda estar por estas latitudes sin estar de peregrinación. Tanto de lo mismo puede decirse  de los oriundos: quien tiene apariencia de extranjera, lleve o no una mochila en la espalda, es tratado como peregrina. Pocos son los peregrinos que saben castellano, por no hablar del gallego. Todos saben que buscan o donde dormir, o donde comer o donde conseguir la credencial. Así que la comunicación se basa muchas veces en pocas palabras, muchos gestos y una inmensidad de buena voluntad. A mi me hace gracia, porque sí es cierto que mi acento alemán seguramente no se habrá suavizado en el interludio berlinés, y el vocabuario tarda un poco en volver a activarse, pero mi  castellano sigue siendo fluído. Sin embargo, cuando hablo con la gente pueden pasar cinco o diez minutos en los que me hablan con manos y pies, hasta que se dan cuenta de ello.

(de) Naja, wo ich schon mal hier bin……. Fisterra lebt vom Meer und von den Pilger:innen. Zu dieser Jahreszeit und nach einem langen regnerischen Winter, mit stürmischer See, wird die Fischerei wieder zu einer etwas erträglicheren Arbeit und man merkt, wie langsam der Strom der Pilger:innen, die den ganzen Weg oder nur das Teilstück von Santiago bis hierher gehen, ins Fließen kommt. So hat dieses kleine Dorf am äußersten Zipfel der Welt den Hafen voller Boote und die Häuser voller Herbergen.

Auch das Klima, ich meine das zwischenmenschliche, wird dadurch geprägt. Die Fremden grüßen sich, immer, für den Fall der Fälle und egal, ob sie gerade einen Rucksack auf dem Rücken tragen, oder nicht. Es scheint einfach unvorstellbar zu sein, dass jemand hier durch die Landschaft läuft, ohne zu pilgern. Bei den Einheimischen ist es nicht anders: wer fremd aussieht, egal ob Rucksack auf dem Rücken oder nicht, wird erst einmal behandelt wie eine Pilgerin. Wenige ausländische Pilger:innen gibt es, die der Sprache des Landes mächtig sind, ganz zu schweigen vom Galicisch. Alle wissen, es geht um Essen, Schlafen, Pilgerpass. So passiert es, dass die Kommunikation sich oft auf einige wenige Worte, viele Gesten und vor allem den guten Willen stützt, sich gegenseitig verständlich zu machen. Für mich ist das eine witzige Situation, denn sicherlich ist mein Akzent, der eh immer da war, während meines deutschen Zwischenspiels nicht schwächer geworden, auch merke ich, dass ein Teil meines Vokabulars nach langem Schlaf erst wieder wachgerüttelt werden muss, aber trotzdem ist mein Spanisch immer noch fließend. Trotzdem kann es passieren, dass mein Gegenüber erst fünf Minuten mit Händen und Füßen auf mich einredet, während ich auf Spanisch antworte, oder frage, bis er es merkt.

(es) Sea como sea, ya que estoy……. He decidido hacer una etapa del camino de Santiago, la de Muxía a Fisterra. Mas que nada para andar un poco por el interior y por ver, como es eso de andar el Camino.

Desde Fisterra solo hay un autobus  a mediodía. Igual de vuelta, por la tarde. Así que decidí irme con el autobús de la mañana hasta Muxía y volver andando, para no tener el estrés de tener que llegar a determinada hora a Muxía para no perder el autobús de vuelta a Fisterra. De esta manera podía tomarme todo el tiempo que quería, sabiendo que llegar, llegaría.

En días como los que hay ahora, con un tiempo excepcional, casí veraniego, no es la mejor hora del día para empezar una caminata de 30 km. Pero como no hay prisas….

(de) Wie auch immer, da ich schon mal hier bin…… Habe ich mich entschieden, einen Abschnitt des Jakobwegs zu gehen, von Muxía bis Fisterra. Eigentlich eher, um das Hinterland etwas zu erkunden, aber auch um reinzuschnuppern in diese Welt des Pilgerns.

Von Fisterra aus gibt es nur einen Bus nach Muxía, um 11:30 Uhr, und einen zurück, um 17:00 Uhr. Um nicht den Stress zu haben zu einem bestimmten Zeitpunkt in Muxía ankommen zu müssen, um den einzigen Bus zurück nicht zu verpassen, hab ich mich entschieden, lieber die Strecke hin mit dem Bus zu fahren und zurück zu laufen. Den für das Ankommen in Fisterra konnte ich mir alle Zeit der Welt nehmen.

Bei dem derzeitigen fast sommerlichen Wetter ist es nicht gerade ideal, einen 30-km-Marsch um 12 Uhr zu beginnen, aber egal….. es ist ja keine Eile geboten.

(es) Primera parada: Asociación de palilleiras, justo enfrente de la parada de autobuses. Una mujer mayor, mostrando el arte de hacer encaje de bolillos a mano. Hablamos un rato y me confirmó mis temores. También aquí falta la gente jóven dispuesta a seguir. De antañ0 120 miembros de la asocieación se han quedado en 30.

(de) Erster Halt: Asociación de palilleiras, der Verein für Klöppelspitzen, genau gegenüber von der Bushaltestelle. Eine ältere Frau saß dort mit ihrem Klöppelkissen, umgeben von den Arbeiten der Vereinsmitglieder:innen und schauklöppelte so vor sich hin. Wir kamen ins Gespräch und ich fragte sie, wie es denn stehen würde, um die Kunst des Klöppelns und sie bestätigte meine Vermutung: nur wenige junge Menschen würden sich dafür interessieren, dieses Kunsthandwerk zu lernen. Von den ehemals 120 Mitglieder:innen im Verein sind 30 geblieben.

(es) Segunda parada: Desde el puerto hasta la iglesia de la virgen de la barca hay una ruta del percebe, que explica en paneles el trabajo de recogida de esta delicia del mar.

(de) Zweiter Halt: Vom Hafen bis zur Kirche der Virgen da barca führt ein Teil des Weges der Entenmuschelfischerei, der i Text und Bild das gefährliche Sammeln dieser Delikatesse erklärt.

(es) Tercera parada: La iglesia de la Virgen de la barca y las piedras sagradas. No sé, como será este lugar en verano, en plena temporada turística. O en la fiestas, aunque ahí el ambiente seguro que será algo muy especial. En fin, ahora había gente, sí, pero poca y quien quería podía hacer fotos de las rocas sagradas sin gente.

15 de septiembre: La Romería de la Virgen de la Barca: Es una de las romerías más famosas de Galicia. Se celebra desde el siglo XIV en esta localidad pesquera de la Costa de la Muerte y enlaza la devoción a la Virgen de los marineros con tradiciones precristianas como el culto a las piedras. La procesión al Santuario de la Virgen de la Barca y sus míticas rocas atraen a multitud de personas cada domingo siguiente al 8 de septiembre. Ese día, además de degustar las calderetas de pescado típicas de la zona, también se “hace bailar” la Piedra de Abalar, es decir, se la intenta mover para que los deseos sean concedidos. Según la tradición, esto sólo lo consiguen los inocentes y los que están libres de pecado. Otra costumbre es pasar por debajo de la Piedra dos Cadrís, a la que se le atribuyen poderes curativos.

(de) Dritter Halt:Die Wallfahrtskirche von Nuestra Señora de la Barca und die Heiligen Steine. Keine Ahnung, wie es hier während der sommerlichen Hauptsaison zugehen mag, oder gar am Wallfahrtstag, obwohl, dann ist die Stimmung bestimmt eine ganz besondere. Egal, jetzt war der Ort zwar nicht menschenleer, aber wer wollte, konnte noch ein menschenleeres Foto von den Heiligen Steinen mit nach Hause nehmen.

15. September: Wallfahrtsfest Nuestra Señora de la Barca. Die Wallfahrt ist eines der bekanntesten Volksfeste Galiciens. Seit dem 14. Jh. findet sie in diesem Fischerdorf an der Costa de la Muerte statt. Dort vereint sich der Marienkult der Seeleute mit vorchristlichen Traditionen wie der Verehrung von Steinen. Die Prozession zur Wallfahrtskirche Virgen de la Barca mit ihren sagenhaften Felsen zieht jedes Jahr am Sonntag nach dem 8. September zahlreiche Besucher an. An diesem Tag kann man nicht nur einen typischen Fischeintopf kosten, sondern es wird auch der Felsbrocken Piedra de Abalar „zum Tanzen“ gebracht. Bewegt er sich, erfüllt sich ein Wunsch. Das gelingt der Sage nach nur den Unschuldigen und Reinen. Ein weiterer Brauch sieht vor, unter dem Stein Piedra dos Cadrís durchzugehen, dem heilende Kräfte nachgesagt werden.

(es) Y después de haber cumplido con la visita del sanctuario empezó mi camino. Arriba, abajo, arriba, abajo….. eucalipto, mucho eucalipto. Una sencación curiosa, porque con el calor, el eucalipto desprendío su típico aroma e impregnaba el aire de ello. Según avancé, apareció en mi imaginario una bañera llena de agua calentita con esencia de eucalipto y espuma, mucha espuma….. esos baños que hacemos cuando notamos que nos viene un resfriado. Pues con el calor que tenía….en fin……

(de) Nach dem Pflichtbesuch des Heiligtums begann für mich die Wanderung. Ein fröhliches rauf und runter und rauf und runter… und Eukalyptus, viel Eukalyptus. Ein seltsames Gefühl. Denn mit der Hitze entfalteten die Eukalyptusbäume ihr Aroma. Je weiter ich wanderte, um so deutlicher tauchte vor meinem inneren Auge das Bild einer  dampfenden Badewanne mit Schaumkrönchen auf, ihr wisst schon, so eine Wohlfühlbadewanne, die man sich einläßt, wenn man das Gefühl hat, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Und dabei war ich am schwitzen, irgendwie nicht wirklich passend und schon gar nicht hilfreich, aber ich habe es tatsächlich nicht geschafft, mir kühle Gedanken zu machen.

 

 

(es) Ha sido una caminata bonita. He disfrutado del paisaje. Lo que sí me ha sorprendido, ha sido el camino, y quizá tenga que decir que me ha desilusionado un poco. Creo que me esperaba un camino con menos pista, menos asfalto, más estrecho, más cercano a la naturaleza. A mi me gusta andar sola y en silencio, y disfruto cuando el camino me permite estar en contacto directo con la naturaleza, incluso poder tocarla nada más estrechar la mano. Entiendo que si vas en grupo o pareja, tener un camino que te permite andar unos al lado del otro, incluso poder mantener una conversación mientras andas, puede tener su atractivo también. Y ayer en Fisterra he visto un grupo de peregrinos de los que uno de ellos iba en sila de ruedas, y el albergue municipal tiene  una habitación especialmente equipada para personas con la movilidad reducida, y el camino tiene que ser transitable para todo el mundo, y quizá sea solo esta étapa y otras en el camino son distinas, qué sé yo que no sé nada de ello, y habrá otros caminos que se pueden andar…. Pero he andado este, y en la manera en la que me ha sorprendido noto que me había esperado otra cosa.

Por cierto, llegué sobre las 21 horas, después de 8 horas de caminata. Me tomé mi tiempo, para convertirme en Caperucita Roja y explorar fuera del camino, para recoger un ramo de fotos, para habalar con alguna de la poca gente del lugar que apareció en el camino…….. Y me alegré de haber hecho primero bus, luego pie. Las subidas y bajadas hubieran sido las mismas solo en órden inverso y el calor que pasé al principio lo hubiera pasado al final……. Todo bien. Ahh….. y está también el camino que recorre la costa de Fisterra a Muxía, he hecho un tramo, y ahí sí he encontrado todo lo que buscaba….. un camino trillado, estrechito, exigente y hasta peligroso en invierno, con vistas espectaculares sobre el mar…….

(de) Es war eine schöne Wanderung durch eine Landschaft, die ich sehr genossen habe. Was mich überrascht hat war der Weg an sich und vielleicht muß ich sogar sagen, dass er mich ein klein wenig enttäuscht hat. Ich glaube, ich hatte eine andere Art von Weg erwartet, nicht so viel Schotter, nicht so viel Asphalt, schmal, näher an der Natur. Ich wander gerne alleine und durchaus auch gerne in der Stille und ich genieße es, wenn der Weg es mir ermöglicht, die Natur direkt zu spüren, unter den Füßen, mit den Händen. Ich kann mir vorstellen, dass es anders ist, wenn man zu zweit oder als Gruppe geht, wenn es gut ist, dass man im Nebeneinander ein Gespräch führen kann, sich austauscht. Gestern habe ich in Fisterra eine Pilgergruppe gesehen, bei der ein Mitglied im Rollstuhl unterwegs war, die Offizielle Herberge hat ein Zimmer für Menschen, deren  körperliche Beweglichkeit eingeschränkt ist, und natürlich soll der Weg für alle Menschen zugänglich sein, auch für die, die aus welchem Grund auch immer nicht so gut oder gar nicht zu Fuß unterwegs sind oder sein können. Vielleicht ist es auch nur dieser Abschnitt und andere sind anders. Was weiß ich, die ich nichts vom Pilgern weiß, und es gibt unzählige Wege durch die Natur, die ich gehen kann…. aber ich bin diesen gegangen, und in der Art und Weise, wie es mich überrascht hat ist mir bewußt geworden, dass ich etwas anderes erwartet hatte.

Übrigens bin ich gegen 21 Uhr angekommen, nach 8 Stunden Wanderung. Ich habe mir alle Zeit der Welt genommen um wie Rotkäppchen mal hier, mal dort vom Weg abzukommen und die Umgebung zu erkunden, Fotos zu pflücken, mit den wenigen Menschen zu reden, die ich angetroffen habe…. Ich war froh über meine Entscheidung erst Bus, dann Fuß. Die Aufs und Abs wären dieselben gewesen, nur in anderer Reihenfolge, und die Hitze, die mich am Anfang begleitet hat hätte mich andersrum am Ende erwischt. Alles gut. Ahhhh…. es gibt übrigens für die Trampelpfad-Liebhaber einen wunderbaren Weg an der Küste entlang von Fisterr nach Muxía oder umgekehrt, der alles das hat. Er ist schmal, spannend, durchaus herausfordernd, kann im Winter sogar gefährlich sein, wenn es stürmt und die Steine rutschig sind. Der Blick über das Meer ist unendlich.

 

 

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Fisterra _ 1446 _ fundstück

 

 

 

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Fisterra _ 1445 _ fundstück

 

 

 

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Fisterra _ 1444 _ fundstück

 

 

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Fisterra _ 1443 _ fundstücke

 

 

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Fisterra _ 1442 _ KUKUmobil on tour

Muchos hilos … / Viele Fäden ….. II

Instalarse…. / Sich einrichten…..

(es) El ayuntamiento se ha encargado de cambiar el KUKUmobil al lugar „definitivo“, si es que en un viaje como el que nos espera, al KUKUmobil y a mi, se puede hablar de definitivo. Es una pequeña plazuela delante del Centro cultural. La comparto con un busto en memoria de Francisco Esmorís, médico y escritor gallego quien murió aquí y cuyo nombre lleva la plaza.

(de) Die Gemeindeverwaltung hat sich dankenswerterweise darum gekümmert, das KUKUmobil an seinen endgültigen Standort zu bringen, wenn man bei solch einer Wanderschaft wie der, die das KUKUmobil und ich vor uns haben, überhaupt von etwas „endgültigem“ reden kann. Es ist ein kleiner Platz vor dem Kulturzentrum. Ich teile ihn mit einer Büste in Erinnerung an den Arzt und Schriftsteller Francisco Esmorís, der hier in Fisterra gestorben ist und dessen Name dieser Platz trägt.

 

(es) Poco a poco he ido llegando a este lugar tan particular. Lo noto entre otras cosas, porque ya no me doy la vuelta sorprendida cuando oigo alguien hablar en español. Lo noto también, porque poco a poco se me van activando registros pertenecientes a una vida antes del interludio alemán…… Registros que saben a churros y buen queso curado de leche de oveja, huelen a frito y lejía, suenan a chatarrero y el hombre del butano ….

(de) Nach und nach bin ich angekommen an diesem besonderen Ort. Das merke ich unter anderem an der Tatsache, dass ich mich nicht mehr überrascht umdrehe, wenn ich jemanden Spanisch sprechen höre. Auch daran, dass Register wieder aktiv werden, die meinem Leben vor dem deutschen Zwischenspiel angehörten….. Registern, die nach Churros und nach gutem Schafmilchkäse schmecken, nach Fritiertem und Waschlauge riechen, nach Chatarrero (Schrotthändler) und Hombre del Butano (Butanflaschentransporter) klingen…..

 

 

 

(es) He conocido a los miembros del coro, que enseñan en el Centro Recreativo, a alguna familia celebrando cumpeaños ahí, las vecinas inmediatas me saludan cuando empezamos el día compartiendo espacio. En el puerto ya me conocen, cuando doy mi vuelta diaria en busca de alguna imágen u objeto nuevos para mi mosáico de impresiones. En la panadería Germán ya saben que me gusta el pan de pico y la trata de Santiago (riquísima!), de vez en cuando me encuentra algún que otra persona de peregrinación camino de ida o de vuelta al faro, y charlamos un rato. Los chicos del cole que por la tarde pasan por la plaza empiezan a saludar, las vendedoras del supermercado cercano preguntan como he pasado la noche…. En fin, se empieza a compartir un poco de cotidianidad.

(de) Ich habe die Mitglieder des Kirchenchors kennengelernt, die in der Casa Recreativa proben, die ein oder andere Familie, die dort Geburtstag feiert, die Nachbarinnen grüßen mich, wenn wir den Tag gemeinsam beginnen. Im Hafen kenne mich die Fischer schon und grüßen, wenn ich meine tägliche Runde drehe, um nach neuen Bildern und Objekten Ausschau zu halten. In der Bäckerei „Germán“ wissen sie schon, dass ich das „pan de pico“, das galicische Brot und die Tarta de Santiago mag (übrigens beides wahnsinnig lecker), manchmal findet mich auch der ein oder die andere Pilger:in auf dem Weg zum oder vom Leuchtturm und wir kommen ins Gespräch. Die Schulkinder winken, wenn sie nachmittags heim gehen, die Verkäuferinnen im Supermarkt fragen, wie meine Nacht war…. Man wird Teil und teilt den Alltag.

 

 

(es) Y, lo más importante: puedo disfrutar de la infraestructura del albergue municipal para celebrar las costumbres culturales vinculadas con la higiene corporal, utilizar la ducha, limpiarme los dientecitos, hacerme un café y cargar el móvil….. Todas cosas de agradecer. Así, con estas temperaturas, los días largos y la plaza hiperiluminada no me hace falta electricidad en el KUKUmobil.

Además me permite echar una ojeada al mundo del peregrinaje. Cuando estoy sentada en la mesa de la recepción, escribiendo en el blog, buscando cosas, mandando mails, puedo observar el vaivén de la gente entrando para pedir el sello, la credencial o preguntar por una cama. Los hay que inician aquí, pero son los de menos. La mayoría termina aquí su camino. Algunos agotados, se les nota el esfuerzo; otros con cierta desorientación, porque saben que ahora toca volver a „la vida coidiana“, pregutándose cómo va a ser esta vuelta; otros felices por haberlo conseguido y con ganas de llevar lo vivido allá donde les toca ir, para compartirlo con los que no podían acompañarles. Cada uno es un mundo, cada mochilla es un mundo, cada experiencia es un mundo. Mucho mundo aquí, en este pequeño pedacito de tierra firme.

(de) Und, das Wichtigste:  ich darf die Infrastruktur der Pilgerherberge nutzen, um die mit der Körperhygiene verbundenen kulturellen Gewohnheiten zu zelebrieren, so wie duschen, Zähne putzen, ich kann ab und zu einen Kaffee kochen und ich kann mein Handy aufladen ….. Wofür ich enorm dankbar bin. So brauche ich, angesichts der angenehmen Temperaturen, der vielen Stunden Tageslicht und des auch bei Nacht hell erleuchteten Platzes tatsächlich keinen Strom im KUKUmobil.

Außerdem bekomme ich so einen kleinen Einblick in die Welt der Pilgerfahrt. Wenn ich im Empfangsraum sitze und am Blog arbeite, Mails schreibe oder Information suche, beobachte ich das Kommen und Gehen der Pilger:innen, die hier ihren Stempel abholen, oder ihre Urkunde, oder nach einer Übernachtung fragen. Einige beginnen hier, aber die große Mehrheit beendet hier ihren Weg. Manche erschöpft, man merkt ihnen die Anstrengung an; manche etwas desorientiert, in dem Wissen, dass der Weg nun zu Ende ist und ihnen die Rückkehr in ihren Alltag bevorsteht, mit der Frage in sich, wie dieses Zurück sich wohl anfühlen mag; wieder andere glücklich, es bis hierher geschafft zu haben und voller Freude auf die Gelegenheit, das Erlebte nach Hause zu bringen und mit denen zu teilen, die nicht mitgehen konnten. Jeder, jede eine Welt für sich. In jedem Rucksack eine eigene Welt, jede Erfahrung eine eigene Welt. Viel Welt für so ein kleines Stückchen festen Boden.

 

 

 

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Fisterra _ 1441 _KUKUmobil on tour

Muchos hilos…/ Viele Fäden…. I

1. Vivir del mar / Wenn man vom Meer lebt

(es) Hace  ya una semana que he llegado a Fisterra. El estacionamiento provisional en el puerto me ha permitido disfrutar de uno amaneceres maravillosos, de tener el primer contacto con la gente del lugar, que tiene por costumbre pasear por el muelle del puerto,  y de poder observar de cerca el ritmo de trabajo de los pescadores, que, después de meses de mal tiempo, por fin han podido salir a un mar  tranquilo bajo un cielo azúl.

(de) Seit einer Woche stehe ich nun mit dem KUKUmobil in Fisterra. Der provisorische Standort auf dem Hafengelände hat mir einige wunderbare Sonnenaufgänge und die ersten Gespräche mit den Einheimischen beschert, die die Hafenmole entlang flanieren. Es war auch eine gute Gelegenheit, recht nah den Arbeitsrhythmus der Fischer kennenzulernen, die, nach Monaten schlechten Wetters endlich unter blauem Himmel auf eine ruhige See hinaus fahren konnten.

 

(es) Fisterra tiene una lonja de pescado abierta para visitantes, lo cual no es siempre el caso. Mientras en la panta de abajo se expone y subasta el fruto del trabajo de un día, los visitantes como yo podemos subir por una pasarela y observar los acontecimientos desde arriba. Observar, interpretar y asombrarse, lo que es entender, entendí muy poco, no solo por no entender el gallego y menos aún cuando se habla a la velocidad del subastador. Sino también porque el lenguaje de gestos, señales y miradas es un mundo aparte, reservado para los iniciados. Por cierto: yo pensé que en la lonja compran también los restaurantes del entorno su género. Un señor mazor a mi lado, cuyo hijo estaba abajo comprando, me explic¡o que no es así. No todo el mundo puede participar en las subasta. Para empeyar tienes que demostrar disponer de una garantía en el banco de 50.000 Euros. Según qué pescado se alcanzan fácilmente unos cuantos cientos o miles de euros. La mayoría son intermediadores, el segundo eslabon en la cadena, que compran a por mayor, para grandes superficies o para pescaderías que abastecen los pueblos de los alrededores.

(de) Fisterra hat eine Auktionshalle, die auch für Besucher zugänglich ist. Das ist nicht immer so, denn wo professionell mit Lebensmitteln gehandelt wird, ist es eher der Normalfall, dass der Zugang auf die Personen beschränkt ist, die dort beruflich zu tun haben. Alles andere findet in der Markthalle statt. Wie auch immer, hier kann man also auch als Besucher zuschauen. Unten findet die Auktion statt, eine Rampe führt die Besucher nach oben, von wo aus sie durch eine Glasscheibe das Geschehen unten verfolgen können. Und sich irgendwie einen Reim drauf machen, denn „Verstehen“ ist etwas anderes. Und da geht es nicht nur um das Sprachverständnis und die Schnelligkeit, mit der der Auktionator die Preise runterrasselt, wahrscheinlich hätte ich ihn auch auf Spanisch nicht verstanden. Es geht auch um all die Zeichen, Gesten, Blicke, die nur den Eingeweihten verständlich sind, und vermutlich sein sollen. Ich dachte übrigens, dass hier auch die Restaurants einkaufen. Dem ist aber anscheinend nicht so. An den Auktionen teilnehmen darf nicht jeder. Man muss ein Bankguthaben von 50.000 Euro nachweisen, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Je nach Fischart kommen da schnell ein paar Hunderter oder Tausender zusammen. Meist sind es Zwischenhändler oder Großeinkäufer, z.B. für die Filialen großer Supermarktketten, die dann ihrerseits die Ware weiterverkaufen. Ich hatte einen älteren Herrn neben mir stehen, dessen Sohn unten aktiv war, und der mir freundlicherweise geduldig Antwort auf meine Fragen gegeben hat.

 

 

(es) También he aprendido que los fines de semana no se sale a pescar. Los barcos se quedan en el ùerto, por buen tiempo que pueda hacer. Aún así hay trajín Los sábados se utilizan para hacer los arreglos necesarios. siempre hay algo que reparar.

(de) Ich habe auch gelernt, dass am Wochenende nicht rausgefahren wird. Egal wie gut das Wetter auch sein mag, die Boote bleiben im Hafen. Trotzdem ist  natürlich viel los am Hafen. Der Samstag wird für Reparaturarbeiten genutzt, denn zu reparieren gibt es immer etwas.

 

 

(es) Yo he conocido el mar amable. Cuando llegué con el KUKUmobil, hubo pescadores que preguntaron cuanto tiempo me iba a quedar. No porque les molestara, sino porque ahí donde estacionamos el KUKUmobil, con mar brava se iba a mojar. Ellos conocen las dos caras. Las viven y las sufren de cerca. No son grandes barcos de pesca, es pesca costera, de salir de madrugada y volver poco antes de la subasta a las 16 horas. 10 horas en el mar. Trabajo manual, trabajo duro. No sé, cuanta gente jóven quiere seguir con esta profesión, no sé si da para aguantar todo el año, incluso los meses de invierno en los que no se puede salir a prescar….. Me da, que rico no se hace uno con este trabajo. Me acordaré de ello la próxima vez que me como un pescado fresco y lo saboraré distintoa conciencia.

(de) Ich habe das Meer nur freundlich kennengelernt. Als ich mit dem KUKUmobil ankam, fragten einige der Fischer, wie lange ich hier stehen werde. Nicht, weil ich sie störte, sondern weil sie wußten, dass das KUKUmobil dort, wo es abgestellt wurde, maß werden würde, wenn das Meer etwas rauer daherkommt. Sie kennen beide Seiten. Hier gibt es keine großen Fischerboote, es wird relativ nah an der Küste gefischt, so weit wie man kommt, wenn man bei Tagesanbruch losfährt und gegen 16 Uhr zur Auktion wieder im Hafen sein will. 10 Stunden auf dem Meer. Harte Arbeit. Keine Ahnung, wie viele junge Menschen darin eine Zukunft sehen, keine Ahnung, ob oder wie man davon das ganze Jahr über leben kann, auch dann, wenn das Wetter es unmöglich macht, rauszufahren. Reich wird man dadurch sicherlich nicht. Ich werde daran denken, wenn ich irgendwann mal wieder einen frisch gefangenen Fisch esse, und ihn besonders genießen.

 

2. Vivir de la cocina / Wenn man von der Küche lebt

(es) No es la casualidad, sino el destino el que me ha hecho llegar hasta Fisterra. Era mi sueño empezar aquí, pero del sueño a la realidad a veces hay un trecho. Y a veces no. Especialmente cuando aparece alguien, quien te ayuda. Así ha sido con Etel. Le conocí hace años en un encuentro en Celanova. Y ahora, él y su mujer Palmira se han convertido en los primeros embajadores del „KUKUmobil on tour“. Ayuda a correr la voz en las redes, entre los amigos y conocidos…, y para mí está genial, tener a alguién del lugar con quien contrastar y completar mis observaciones, impresiones y pensamientos. Le debo también la primera presentación en gallego:

„Ela é Andrea Milde, artista téxtil dende hai 35 anos, formouse como tecedora na cidade francesa de Aubusson, dedicouse á creación de tapices pictóricos de gran tamaño e con eles participou en numerosas exposicións por todo o mundo, unhas veces representando a España, outras ao seu país natal Alemaña. No 2022 construiu un taller móbil, un pequeno espazo montado nun remolque, que alberga un tear alto. Con el vai viaxar por Europa, seguindo as pegadas do patrimonio téxtil, recollendo técnicas culturais, buscando proxectos de recuperación, conservación e transmisión do patrimonio cultural, aprendendo, intercambiando ideas, tecendo…..

Etel coñecíu a Andrea fai 10 anos, pouco antes de abrir Etel&pan, nun encontro en Celanova sobre emprendemento creativo, e aquí os tedes, os dous co seu proxecto en marcha.

Andrea comenza a súa aventura en #Fisterra, fin pero tamén bo inico, estará aquí unhas semanas e poderedes atopala no porto de Fisterra.“

 

(de) Es ist nicht Zufall, sondern Fügung, dass ich meine Reise mit dem KUKUmobil in Fisterra beginne. Gut, ich habe immer davon geträumt, aber wir wissen alle, dass es vom Traum bis zur Wirklichkeit manchmal eine lange Strecke ist. Manchmal aber eben auch nicht…… vor allem, wenn man jemanden hat, der einem dabei hilft. So jemanden wie Etel. Ich habe ihn vor 10 Jahren bei einem Treffen in Celanova kennengelernt. Jetzt sind er und seine Frau Palmira zu den ersten Botschaftern des „KUKUMobil on tour“ geworden.

(es) Conjuntamente con su equipo llevan un pequeño y precioso restaurante en la Praza Costitución en Fisterra, en el corazón del pueblo. Hacen hamburguesas riquísimas, una deliciosa cerveza (y lo digo yo, que tiro más por el vino) y venden además en el apartado „ultramarinos“ productos selectos de la tierra y….. las fotos de Etel convertidas en postales. Porque yo a Etel le conocí como fotógrafo. No sé, si ahora el trajín del negocio y la familia le dejan mucho tiempo para ello, pero eso no se desaprende!!! Pronto abrirán una tienda en Sardiñeiro, el pueblo natal de Palmira. Así que si alguna vez venís por estas tierras, parád ahí!!!

(de) Gemeinsam mit ihrem Team führen sie ein kleines, einladendes Resturant auf der Praza Constitución, mitten im Herzen von Fisterra. Sie bieten unter anderem köstliche selbstgemachte Hamburger an, eigenes leckeres Bier (und das sagt jemand, der sonst eher zum Wein neigt)  und verkaufen ausgewählte Produkte aus der Umgebung und…… Postkarten mit Fotos von Etel, denn als ich Etel vor 10 Jahren kennenlernte, war er Fotograf. Keine Ahnung, ob er jetzt, neben dem Restaurant und der familie noch Muße findet…. aber das verlernt man ja nicht. Übrigens sind sie kurz davor, einen kleinen Lebensmittelladen, Ultramarinos, zu eröffnen, in Sardiñeiros, dem Ort, aus dem Palmira kommt, nicht weit von Fisterra entfernt. Wenn ihr also irgendwann mal in diese Gegend kommen solltet, dann macht dort einen Halt. Es lohnt sich!

 

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Fisterra _ 1440 _ fundstück

Fressen oder gefressen werden / Comer o ser comido…

 

(es) Nunca había visto un alga que se parecía tanto a una morena, ni un topo tan de cerca para poder contemplar algunos detalles de su anatomía. Que el lagarto me haya sentido mucho antes de verle yo, no me sorprende. Aún más le agradezco su confianza.

(de) Nie zuvor habe ich eine Alge gesehen, die mich so sehr an eine Moräne erinnert hat, noch die erstaunliche Anatomie  eines Maulwurfs so aus der Nähe und in Ruhe betrachten können. Dass die Eidechse mich gespürt hat, lange bevor ich sie gesehen habe, erstaunt mich nicht wirklich. Umso mehr bin ich für ihr Vertrauen dankbar.

 

 

 

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Fisterra _1439 _ textil

Experimente / experimentos I

(de) Nach zwei Tagen auf dem Hafengelände bleibt es nicht aus, dass mein Blick auch in die Abfallcontainer geht. Spannend, was da so rumliegt als Müll. Einer war voll mit den inneren Strukturen der Reusen die, so nehme ich an, für den Fang von irgendwelchen Schalentieren eingesetzt werden.

Überall stapeln sie sich, diese Behälter aus Plastik. Oben mit einem Fischnetz zugebunden, stecken sie in einem Gerüst aus Holz oder Metall. Ich habe mir einen geangelt und ihn umfunktioniert zu einem Tragekorb für meine  Sammeltätigkeit am Strand. Ich war schon immer eine große Sammlerin. Da ist wohl etwas aus Urzeiten bei mir hängen geblieben.

(es) Después de dos días en el puerto queda inevitable que mi curiosa mirada también se fija en el contenido de los contenedores de basura. Interesante lo que se encuentra ahí, como basura. Uno de ellos estaba lleno de las estructuras internas de los carriegos, hechas de rejilla de plástico que se utilizan ara la esca de cangrejos y similares, supongo.

En todo el puerto hay montañas de ellas, arriba cerradas con un red de pescar fina y metidas en armaduras de madera o de metal. Me he pescado una de ellas para convertirla en mi particular cuevano para la recolecta en la playa. Siempre he sido una gran recolectora. Algo se habrá quedado de tiempos prehistóricos.

Me gusta la idea de ir trabajando de vez en cuando con elementos y materiales fuera del telar. Siempre tejiendo, se entiende. Ya se vera…..

Die Vorstellung, auf der Reise immer mal wieder mit anderen Elementen und Materialien zu arbeiten reizt mich sehr. Natürlich immer webend. Bin gespannt.

 

 

 

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Fisterra _ 1438 _ fundstück

Fundstücke / Objetos encontrados _ II

 

 

 

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Fisterra _ 1437 _ fundstück

Mittagspause / Siesta

 

 

 

 

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Fisterra _ 1436 _ fundstücke

Fundstücke // Objetos encontrados _ I

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fisterra 1435 _ KUKUmobil on tour

Ankommen…. // Llegar……

(de) Bei 80 km/h Reisegeschwindigkeit schaffen es sicherlich einige unter euch, Leib und Seele zusammenzuhalten. Ich habe gemerkt, dass ich das nicht kann. Abgesehen davon, dass ich es noch immer nicht fassen kann, dass das KUKUmobil jetzt da ist, wo ich es immer geträumt habe: am Ende der Welt, dort, wo so viele, die den Pilgerweg von Santiago de Compostela  weiter gehen, bis an diesen westlichsten Zipfel Spaniens, ihren Weg beenden, dort werde ich eine Wanderung beginnen. Dort habe ich meine Wanderung bereits begonnen.

(es) A 80 km/h de velocidad de viaje habrá muchosa gente capaz de mantener cuerpo y alma unidos. Yo me he dado cuenta que no cuento entre ella. Aparte de que aún no me puedo creer que el KUKUmobil por fin se encuentra en el lugar, en el que lo he soñado siempre: en el fin del mundo, ahí donde terminan su camino aquellos pereginos que después de haber llegado a Santiago de Compostela siguen hasta alcanzar el cabo más al oeste de España, ahí es donde empezaré mi camino. Donde za he empezado mi camino.

(de) Nach der langen Fahrt hat es uns gut getan, die Knochen mal wieder ausstrecken zu können. Maik hatte eigentlich vor, auf dem Absatz kehrt zu machen. Nicht, weil ihn die Schönheit des Ortes nicht erreichte, sondern weil an seinem Zeitfenster schon die Läden klapperten. Ich konnte ihn noch eben so davon überzeugen, zusammen zum Leuchtturm zu fahren und die Füße einmal kurz vom Atlantik umspülen zu lassen. Ich fand, diese zwei Stunden machen den Kohl auch nicht mehr fett und für die Seele kann es Balsam sein…..

(es) Después del viaje tan largo nos sentó bien poder estirar los huesos. Maik tenía la intención de dar media vuelta y marcharse. No porque no le hubiera conmovido la belleza de este lugar, sino porque en la ventana del tiempo ya golpearon las contraventanas. Conseguí convencerle para ir juntos hasta el faro y mojarnos los piés en el Atlántico. Me parecía que con todo, dos horas más, dos horas menos no iban a hacer una gran diferencia en la dmedición del tiempo, pero para el alma podría ser como bálsamo….

(es) Llegar y besar el santo. Apenas pisamos la arena de la  Praia Da Langosteira, me encuentro con una venera, una preciosa concha de peregrino. Se la he regalado a Maik. Era grande, grande como el coche con el que le tocó volver. Pensaba que encaja. Y yo me he propuesto, por rayones evidentes, focusarme en las cosas pequeñas.

(de) Kaum betreten wir  die Praia Da Langosteira, da finde ich eine wunderschöne Jakobsmuschel, das Zeichen des Jakobsweges und der Pilgerei. Ich habe sie Maik geschenkt. Große Muschel, großes Auto. Ich fand, das passte gut zueinander. Und ich habe mir ja aus leicht nachvollziehbaren Gründen vorgenommen, mich auf das Kleine zu fokussieren.

(es) Maik me ha llevado de vuelta al KUKUmobil. Ahí nos hemos despedido. Y se fue. Tengo que reconocer que me atravesó un por una milésima de segundo un sentimiento raro, como si se cortara el ultimo hilo …..

Es una tontería, ya lo sé. Estoy donde quería estar, España me es familiar, los medios de comunicación de los que disponemos hoy en día son capaces de acercarnos emocionalmente aunque nos separan grandes distancias; llamadas de socorro o el deseo de compartir vivencias y descubrimientos encuentran herramientas adecuadas …… Pero los sentimientos son lo que son: inescrutables.

(de) Maik hat mich nach unserem Strandspaziergang noch zum KUKUmobil zurück gebracht. Dann ist er los. Ich muß zugeben, dass mich für den Bruchteil einer Sekunde ein seltsames Gefühl durchzuckte, so wie wenn gerade der letzte Faden reißen würde…..

Das ist Usinn, ich weiß. Ich bin da, wo ich hin wollte, Spanien ist mir vertraut, dank der Kommunikationsmittel, über die wir heute verfügen, können wir uns gefühlsmäßig nah fühlen, obwohl uns große Entfernungen trennen; Hilferufe oder der Wunsch danach, Erfahrungen und Erkundungen zu teilen, finden entsprechende Werkzeuge ….. Aber Gefühle sind halt, was sie sind: unergründlich.

(de) Vor mir liegen zwei oder drei Tage an einem provisorischen Standort. Das heißt, es lohnt sich nicht, alles zu entzurren. Das bedeutet aber auch, dass ich mich im KUKUmobil noch nicht richtig einrichten kann und das wiederum führt mich dazu, meine neue Umgebung weiter zu erkunden……. Und zu versuchen, Leib und Seele zusammenzubringen und dem Glück und der Dankbarkeit den Raum zu lassen, den sie gerade einfordern…..

Glück, weil mein Traum Schritt für Schritt in die Wirklichkeit tritt. Dankbarkeit an alle, die dabei geholfen haben und helfen, die positive Energie senden, in Gedanken mitreisen, ihre Zeit, ihr Können, ihre Erfahrungen und ihre Kontakte einbringen und das Projekt finanziell unterstützen. DANKE euch allen!!!

(es) Tengo por delante dos o tres días en un lugar provisional. Es decir, que no vale la pena desarramar todo. Eso significa también, que no puedo instalarme en el KUKUmobil y eso me lleva a seguir explorando mi nuevo entorno….. y a intentar volver a juntar alma y cuerpo y darle el espacio a la gran felicidad y la profunda gratitud que siento……

Felicidad, porque mi sueño, tanto tiempo acariciado, entra con paso lento pero firma en la realidad. Gratitud hacia toda la gente que ha ayudado y ayuda a que eso sea así, que manda energía positiva, que acompaña el KUKUmobil en pensamientos, que aportan su tiempo, su conocimiento, sus experiencias y sus contactos y apoyan el proyecto economicamente. GRACIAS!!!!

 

 

 

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Fisterra 1434 _ KUKUmobil on tour

Es klingt noch in uns nach…. / De resaca…….

 

 

 

 

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Wissen _ 1433 _ KUKUmobil on tour

Aller guten Dinge…… // A la tercera….

(es) Jueves, 04.04.2024. Una fecha de esas que se prestan para un acontecimiento especial, porque se recuerdan muy bien. Debería haber sido la fecha de partida del KUKUmobil, pero el „mañana llegarán los papeles y arrancaremos“ de ayer se convirtió en la ultima estacion de mi calvario particular. El hecho es que los papeles no llegaron. Nadie sabe la razón. Se quedaron durmiendo el sueño de los inocentes en Berlin, o , mejor dicho, alguien de DHL, responsable de despachar el paquetito, se quedó durmiendo el sueño de no sé quien. Bueno, el mundo se quedó dormido como en el cuento de la bella durmiente, al menos el existente dentro de las zarzas de los servicios de envío express.

Mientras nosotros, Maik y yo, y toda la gente que en las ultimas semanas había estado pendiente de los avatares del viaje, estuvimos ya en la parilla de salida. KUKUmobil: listo. Coche: recogido……

(de) Donnerstag. 04.04.2024. Schönes Datum. Kann man sich gut merken. Aber, nichts da: „Morgen geht es los“. Als wenn es der Proben nicht genug gewesen wären, kamen die Papiere nicht. Keiner weiß, warum. Fakt ist: sie haben einen ganzen Tag lang in Berlin vor sich hin gedöst, bzw. wer auch immer sie hätte bearbeiten sollen, hat vor sich hin gedöst. Also es wurde gedöst, ganz allgemein. Bei DHL, in Berlin.

Denn wir in Wissen, vor allem Maik und ich, aber auch alle die in den letzten zwei Wochen die Aufs und Abs mitgetragen haben, saßen auf heißen Kohlen, bereit zum Aufbruch. KUKUmobil fertig, Auto abgeholt, ……

 

(es) Y NO. No llegaron. Pensé que iba a convertirme en una chica Almordova y tener un ataque de nervios, de los buenos, sin borde. Lleagron las 12, nada. Nosotros sentados en el coche esperando. Llegaron las 13. Nada. Nosotros sentados en el coche y con hambre. Llegaron las 14…. y al final la mala noticia del seguro, encargado de mandar los papeles, y la confirmación de DHL, de que no se podía explicar nadie qué pasaba con este envío y que iban a hacer una solicitud de búsqueda en DHL.  ¿Os podéis imaginar cómo me sentí?

Creía que me iba a echar a llorar, pero ni para eso tenía fuerzas. Y que embarazoso todo. Maik se había reservado el tiempo, una ventana de tiempo que al principio era un ventanal grande y que se había ido reduciendo hasta quedarse en un pequeño ventanuco. Y con todo estaba convencido de que ibamos a poder hacerlo, mejor dicho: él dispuesto a hacerlo posible.

Mientras Maik tuvo que volver a casa, pasé yo la tarde bombardeando DHL con llamadas, mails, mensajes… intentando meterle prisa a este mastodonte de DHL para que se convierta en gacela. Ni quise pensar en qué iba a ser si los papeles no apareciesen. Al final, sobre las diez de la noche, cambio el estado del seguimiento del envío.

Y a la mañana siguiente, a las 9:00 horas, como si el día anterior no hubiera existido, apareció el coche de DHL en Elkhausen y, por fin, por fin……

 

(de) Und dann kamen sie nicht. Ich dachte, ich krieg ’n Krise. Es wurde 12 Uhr. Es wurde 13 Uhr. Wir haben das KUKUmobil wieder abgekoppelt, um irgendwo hin zu fahren und was zu essen. Es wurde 14 Uhr…… Und dann endlich kam die Hiobsbotschaft von der Versicherung, kurz darauf bestätigt von DHL: Keiner weiß was und es wird ein Suchantrag gestellt. Ich dachte, ich heul gleich los. Hatte noch nicht mal Kraft, mich so richtig zu ärgern. Und es war mir so unangenehm. Maik hatte sich so lange das Zeitfenster freigehalten, das sich von einer großen Fensterfront zu einem kleinen Guckloch gewandelt hatte. Und immer noch war es zuversichtlich, dass es irgendwie gehen würde, bzw. bereit es möglich zu machen.

Während Maik unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren mußte, habe ich den ganzen Nachmittag damit verbracht, DHL zu bombardieren, eine Reklamation aufzugeben,….. Ich habe mich gar nicht getraut mir vorzustellen, was sein könnte, oder nicht sein würde, wenn die Papiere nicht wieder auftauchen würden. Dann endlich, um 22 Uhr nachts änderte sich der Status in der Sendeverfolgung.

Und am nächsten Morgen, so als wenn es den vorigen Tag gar nicht gegeben hätte, kam um 9:00 Uhr das DHL-Auto nach Elkhausen. Und endlich konnte es losgehen.

 

(es) Una última mirada a ese paisaje verde que he recorrido y disfrutado mucho. Un poco de nostalgia, un poco de nervios y mucha „fiebre de viaje“, como se dice en mi idioma materno. Control de la pres¡ón de aire, primer repostaje… y a comer carretera.

(de) Ein letzter Blick auf diese wunderbar grüne Landschaft, die ich in den letzten Wochen erkundet und genossen habe. Ein wenig Nostalgie, ein wenig Aufregung, und ganz viel Reisefieber. Luftdruck prüfen, Tank auffüllen und dann kann es losgehen mit der Kilometerfresserei.

 

(es) Nuestra primera meta era algun sitio cerca de Orleáns. Eso había calculado Maik. Se lo dejé en sus manos, porque qué manos mejores que los suyos, como cnductor experimentado, para saber cuando necesita descansar.

Y resultó que todo iba tan relajado, el coche bien, el remolque bien, la carretera con poco tráfico, la charla distraida, que seguimos y seguimos, charlando y conduciendo, conduciendo y charlando que se nos pasó ese punto de inflexión, que cambia la perspectiva.

Y así fue como atravesamos Francia de un tirón. Todo perfecto salvo el hecho de que algunas gasolineras en la autovía no nos valían, porque tenian un acceso limitado a 3m de altura de vehículo a los surtidores que necesitamos y nos mandaron a los surtidores de camiones y buses que no nos valen, porque la espita es más grande. Eso nos dió la adrenalina que necesitamos para seguir nuestro camino. Por lo demás nos quedamos siempre en la mejor compañía….

(de) Eigentlich wollten wir im ersten Reiseabschnitt bis irgendwo in der Nähe von Orleans kommen. Das hatte Maik so entschieden, denn ich hatte entschieden, solche Fragen in seiner Hand zu lassen. Als erfahrener Fahrer weiss er, wann er Pause machen und wann er stoppen will. Oder muss. Ihm aus meiner Unwissenheit und mangelnder Erfahrung etwas vorzuschreiben, schien mir nicht angebracht. Ich konnte immer nur „einladen“ und „vorschlagen“……

Und am Ende lief alles so gut, Auto gut, Anhänger gut, wenig Verkehr, unterhaltsames Gespräch, dass wir weiter und weiter fuhren, und erzählten, und erzählten und fuhren, bis wir  jenen Wendepunkt überschritten hatten, der unweigerlich den Perspektivwechsel mit sich bringt.

So haben wir Frankreich schließlich in einem Rutsch durchquert. Und die Mautgebühren haben sich gelohnt. Nur eine Sache wurde im Laufe der Fahrt zu einer kleinen Herausforderung: Nicht an allen Tankstellen konnten wir tanken und das Ja oder Nein konnten wir vorher nicht wissen. Es gab einige, die uns durch eine Höhenbegrenzungslatte auf 3 m nicht an die Zapfsäulen für normale Pkw ließen, sondern uns zu der für Lkws schickten. Dort wiederum ist der Zapfhahn zu groß. Blöd. Unverständlich, aber Tatsache. Aber so bekamen wir hin und wieder einen kleinen Adrenalinpusch…. auch gut.

(es) Incluso  la gran Francia y la noche mas larga llega eltienen un fin. Con todo, hubo un momento entre las cinco y las seis, que el viajar por la oscuridad se hizo muy pesado. Pero por lo demás lo llevamos muy bien.

Y nos esperaba le trayecto hermoso por el litoral norte de España. Que ruta!!!! Como para hacerla con tranquilidad, haciendo paradas, disfrutando de las vistas. De la frontera hasta Santander más o menos lo conocía, pero el resto no.

(de) Selbst das große Frankreich und die längste Nacht sind mal irgendwann zu Ende. Es gab tatsächlich ein Stündchen, so zwischen fünf unfd sechs, da war das Reisen durch die Dunkelheit nicht wirklich witzig. Aber im Großen und Ganzen ging es.

Und dann wartete auf uns die Strecke entlang der Nordküste Spaniens. Und was für eine Strecke!!!! Eigentlich hat sie es verdient, dass man sich genüßlich ihr entlang voranarbeitet und nicht so vorbeirauscht, wie wir, wenn man unsere 80 km Reisegeschwindigkeit „Rauschen“ nennen kann. Den Abschnitt von der Grenze bis nach Santander kannte ich schon, aber den Rest noch nicht.

(de) Ja, und irgendwann geht sogar die längste Reise zu Ende und man erreicht das Ziel. Aus den 19:30 Uhr wurden 20:30, weil wir auf den letzten Metern noch eine Tankstelle suchen mußten und uns ein wenig verfranst haben dabei. Aber wie gesagt, auch die längste Reise……

Áurea Domínguez, die Bürgermeisterin von Fisterra, hat geduldig auf uns gewartet, um uns den vorläufigen Standplatz für das KUKUmobil zuzuweisen. Da wir an einem Samstag gekommen sind, muss ich bis Montag oder Dienstag warten, damit die Polizei die nötigen Vorkehrungen treffen kann.

(es) Pues eso, en algún momento llega el final hasta del viaje más largo y se llega al destino. Las 19:30 horas se convirtieron en las 20:30 horas, porque en los últimos metros tuvimos que buscar una gasolinera y nos enzarzamos un poco. Pero como ya he dicho, incluso el viaje más largo…….

Áurea Domínguez, la alcaldesa, nos espero pacientemente para indicarnos el lugar provisional. Como llegamos un sábado hay que esperar hasta el lunes o martes, para que la policia local pueda tomar las medidas necesarias.

(de) 2205 km, 30 Stunden und 45 Minuten, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 km die Stunde. Und der Touareg gibt es selbst zu: er ist ein Säufer. Als ob er das KUKUmobil durch die glühendheiße Wüste hätte ziehen müssen…

Und das bei Maiks effektivem Fahrstil. Wer weiß, was sonst da zusammengekommen wäre. Überhaupt war ich so unglaublich froh, Maik als Fahrer gehabt zu haben!!! Ich habe mich und das KUKUmobil so sicher gefühlt wie es sicherer gar nicht hätte sein können. Und ich habe so viel gelernt über Autos und das LKW-Fahren. Eine mir so fremde, so unbekannte Welt. Ist euch zum Beispiel schon mal aufgefallen, wie die LKW-Fahrer beim Überholen miteinander per Lichtsignalen kommunizieren: Das überholte Fahrzeug gibt kurz mit dem Licht ein Zeichen, sobald das überholende Fahrzeug wieder in die Spur einscheren kann. Das macht den Überholvorgang für alle kürzer und für das überholende Fahrzeug sicherer. Als Dankeschön bekommt das überholte Fahrzeug dann ein Zeichen mit den Blinklichtern, rechts, links, rechts, oder Variationen. Am meisten hat mir eine gefallen: rechts, rechts, links, links in schneller Abfolge und dann noch einmal rechts und links. Eine kleine Geste, aber so sympathisch. Ich hab die ganze Fahrt damit verbracht, die LKW-Fahrer einzuteilen in: nett, klassisch; nett kreativ; unsympathisch.

(es) 2205 km, 30 horas y 45 minutos, con una velocidad media de 72 km la hora. Y el Touareg lo reconoce él mismo: es un bebedor impenitente. Bebió como si tuviera que arrastrar el KUKUmobil por el desierto ardiente….

Y eso con la conducción de Maik, que es supereficaz. Quien sabe cuanto hubiera sido si no. Total, tener a Maik en el volante ha sido una suerte enorme!!!! Mejores manos imposibles para dejar en ellas lo que te vale una vida. Y de paso he aprendido tanto sobre coches y sobre la conducción con camiones. Un mundo que me es tan lejano, tan ajeno. Sabíais vosotros que los camioneros se comunican entre ellos en los procesos de adelantamiento? El vehículo que ha sido adelantado da una señal para indicarle al vehículo que ha adelantado que puede volver al carril de la derecha. Eso abrevia todo el proceso y lo hace más seguro para el vehículo que adelantó. Como agradecimiento, el vehículo que adelantó da unas señales con los intermitentes, derecha, izquierda, derecha, o cualquier otra variación….  Una me gustó especialmente: derecha, derecha, dos veces muy seguidas, izquierda, izquierda, tambien muy seguidas, y derecha, izquierda. Es un gesto pequeño, pero me resulta muy simpático. Me he pasado el viaje ordenando los conductores en tres grupos: simpatico clásico, simpatico creativo y antip¡ático.

(es) Ahora, a aterrizar, también con el alma. Y luego, comenzar ahí donde otros terminan. Pero de eso os cuento más en el siguiente post. Se me acaba el akku y aún no tengo luz en el KUKUmobil.

(de) Jetzt heißt es erst einmal hier ankommen, auch mit der Seele. Und dann, dort anzufangen, wo für andere der Weg zu Ende ist. Aber davon erzähle ich im nächsten Post. Mein Akku ist leer und ich habe hier im KUKUmobil am provisorischen Standort keinen Strom.

 

 

 

 

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Wissen _ 1432 _ KUKUMobil on tour

TEMPO _ Die Geschwindigkeit des Lebens

ES GEHT LOS!!!!! ENDLICH!!!!! Morgen sollen die Papiere kommen, „at high noon“. Wenn es um „suspense“ geht, dann  konnten wir in den vergangenen Wochen mit jedem guten Western oder Krimi mithalten.

Jetzt scheint die letzte Hürde geschafft!!!

 

 

 

 

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Elkhausen _ 1431 _ begegnungen

Fremde Federn

Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, auch wenn das bei dem Motiv an sich schon schwierig ist. Aber dieses Foto ist tatsächlich NICHT von mir, sondern von Tanja, die mit dem Smartphone immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit ist und weiss, wie sehr ich den Dompfaff mag. Danke dir, meine Liebe.

 

 

 

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Wissen _ 1430 _ KUKUmobil

INVENTAR

3 Kisten Webwolle von Traub       9 kg
3 Kisten Wolle MORA                   15 kg
6 Kisten Faro Webgarn                 17 kg
1 Kiste Kammgarn                           7 kg
1 Kiste Naturfarben                         3 kg
1 Kiste Kettgarn                              10 kg
1 Kiste Pinnen                                 15 kg
1 Kiste AKTUELLES 1                     8 kg
1 Kiste AKTUELLES 2                   10 kg
1 Kiste Material Entwurfsarbeit    8 kg
1 Lampe                                              7 kg
2 Umzugshunde                               6 kg
1 Kiste Werbematerial                    12 kg
4 Webrahmen                                  12 kg
1 Kiste Teppiche (kleinform.)       10 kg
3 Teppiche (großformatig)            17 kg
1 Teppichtasche                                 5 kg
1 Infotafel                                           2 kg
1 Standheizung                                  5 kg
1 Werkzeugkoffer                              5 kg
Zurrgurte                                            5 kg
1 Kiste Reparatur                             10 kg
1 Kiste Elektrokram                          7 kg
1 Koffer Infomaterial                        7 kg

Insgesamt                                        214 kg

1 Kiste Wintersachen                      10 kg
1 Kiste Sommersachen                   10 kg
1 Kiste Schlafen                                10 kg
1 Kiste Waschen etc.                         6 kg
1 Kiste Essen etc.                             14 kg

Insgesamt                                         50 kg

 

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Elkhausen _ 1429 _ materialerkundung

Letzter Märztag. Erster Barfußtag 2024.

Und nicht nur aus Lust auf „barfuß“ nach dem langen Winter, sondern weil zwischen mir und den Binsenstauden, die ich ernten wollte, ein sattfeuchter Streifen lag, den ich meine Wanderschuhen nicht zumuten wollte.

So kamen meine Füße zu einer Kneippanwendung ganz besonderer Art und meine Hände zu einem Bündel Binsen…..

Eigentlich wollte ich die Dekoration von Ostereiern mit Binsenmark ausprobieren, aber dazu kam es nicht wirklich. Die Erinnerung an meine ersten Flechterfahrungen schob sich dazwischen und so saß ich am Ostersonntag auf Annas Acker in der Sonne und habe versucht, mich daran zu erinnern, wie das geht mit der Binsenflechterei. Als Kind habe ich das mit meiner Mutter oft gemacht, erst mit Binsen, dann mit Peddigrohr, dann irgendwann in Spanien mal  mit Weiden. Immer spannend, aber immer nur mal kurz.

Übung macht auch hier die Meisterin. Das dritte Stück war schon deutlich robuster im Anfang und die Arbeit ging mir leichter von der Hand.

Ich weiss, ich bin etwas spät für solch ein Wohnungsangebot. Hier wurde schon fleißig gebaut und wird schon gebrütet. ABER vielleicht gibt es ja doch noch irgendeinen Nachzügler, dem ich einen Gefallen damit tun kann. Das Angebot steht jedenfalls.

Meine Elkhausener Gastfamilie wird mir berichten, ob und von wem es angenommen wurde. Gestern hat mir eine Blaumeise ganz neugierig beim Aufhängen zugeschaut……

 

 

 

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Wissen _ 1428 _ natur

Die Strecke von Elkhausen nach Wissen durch das Mühlental bin ich inzwischen schon einige Male gelaufen, meist, weil ich diese zwei Stunden Bewegung in der Natur brauche, am Wochenende, weil es da keine andere Alternative gibt, außer jemand fährt dich.

Aus welchem Grund auch immer ich laufe, ich genieße es. Und ich komme mir immer vor, wie Rotkäppchen auf dem Weg zur Großmutter. Die Mahnung, nicht vom Weg anzukommen klingt ganz leise zu mir durch, und da ist der Wolf die Zeit, die nicht gefressen werden soll von irgendeinem unproduktiven Rumgetrödel, weil man ja schließlich wichtige Dinge zu erledigen hat…

Und doch lass ich mich immer wieder „vom Weg abbringen“, bestaune die sattgrünen vollgesogenen Moospolster, das beginnende Grün an den Spitzen der Äste, die ersten Blumen am Wegesrand……

 

 

 

 

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Elkhausen _ 1427 _ fundstück

Anna hat in ihrem Haus in Elkhausen, in dem sie mich so großzügig beherbergt hat, viele Teppiche. Darunter auch einige besonders schöne Stücke. In meinem Zimmer liegt ein handgewebter Kelim in rot, blau, lindgrün und natur. Seine grobe Symmetrie wird durch eine sympathische Figur aufgebrochen, die nur einmal, an einer Seite vorkommt, so, als ob der Weber oder die Weberin sich die Freiheit herausgenommen hätte, mal etwas anderes auszuprobieren………

 

 

 

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Elkhausen _ 1426 _ fundstück

Das Wiesenschaumkraut. So lange nicht mehr gesehen. Damit verbinden sich Erinnerungen aus meiner Kindheit. Schneeglöckchen oder Krokusse pflücken war tabu. Irgendwie gab es großen Respekt vor diesen ersten Blumen im neuen Jahr. Selbst die Primeln ließ man stehen. Aber dann kam das Wiesenschaumkraut. Und die Wiesen waren voll davon. Aus ihnen bestanden daher die ersten Blumensträuße, die ich von meinen Wanderungen mit nach Hause brachte.

 

 

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wissen _ 1425 _ fundstück

 

 

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wissen _ 1424 _ KUKUmobil

Die Waage halten…

 

 

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wissen _ 1423 _ KUKUmobil

„Große Konjunktion“ vs. „Große Karambolage“

Die „Große Konjunktion“, das ist in der Astronomie die Konjunktion zwischen den Planeten Jupiter und Saturn. Dieses Phänomen findet ungefähr alle 20 Jahre statt. In „Der dunkle Kristall“ (1982), von Jim Henson und Frank Oz, einem der Lieblings-Fantasyfilme aus der Zeit,  als meine Kinder noch klein waren, gelingt es einer der Hauptfiguten, Jen, während der Großen Konjunktion der drei Sonnen, den fehlenden Splitter des dunklen Kristalls wieder in den großen Kristall einzusetzen. Die Energien des wiedervereinten Kristalls vereinen auch die weisen Uru und die gierigen Skekse, die seit 1000 Jahren die Welt mit  Schrecken regieren, wieder miteinander. Es zeigte sich, dass beide vor tausend Jahren in der Rasse der Ur-Skekse ein Wesen waren. Die Schreckensherrschaft der Skekse endet somit.

Bei der Reise des KUKUmobils durch Europa besteht die große Konjunktion darin, dass ein Fahrer, ein Fahrzeug und die finanziellen Mittel zusammenkommen, um den großen ersten Schritt von Wissen an der Sieg bis nach Fisterra zu ermöglichen.

Damit diese Große Konjunktion nicht zu einer Großen Karambolage wird, müssen die Papiere für den neuen Anhänger rechtzeitig von der Zulassungsstelle Berlin über die Versicherung hier in Wissen ankommen. KUKUmobil und Fahrer sitzen in den Startlöchern. Finanzen und Fahrzeug sind geklärt.

 

Eure Hilfe ist gefragt

Wenn ihr jetzt noch ein klein wenig eurer Energie in den Kosmos schickt, damit die kleinsten Teilchen, die die Berliner Bürokratie beschleunigen können, genau das tun, – quantenphysikalisch, sozusagen – dann bin ich euch unendlich dankbar.

Denn wenn wir nicht am kommenden Mittwoch los können, dann wird es knapp für Maik. Der hat sich die ganze Zeit über geduldig das Fenster der Zeit offen gehalten, aber irgendwann geht es auch bei ihm und auch mit seinem besten Willen nicht mehr.

Und dann wäre es eine Große Karambolage. Das wollen wir alle nicht. Also…… Leute….. Bombardiert die Zulassungsstelle Berlin mit all eurer guten Energie!!!!

 

 

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wissen _ 1422 _ KUKUmobil

Reset auf „+1“

So, das KUKUmobil hat seinen festen Platz auf dem neuen Anhänger gefunden. Alles passt, und was nicht passte wurde passend gemacht. Die Gurte sind wieder angezogen. Danke, Eduard, dass du deine Anhänger nach Einheitsmassen baust und dadurch die Haken meines KUKUmobils problemlos in deine Ösen greifen können.

Ich hatte das nicht als Selbstverständlichkeit angenommen, auch wenn es mir bei den Überlegungen zum Kauf eines neuen Anhängers sehr plausibel erschien. Schon allein aus Gründen der Effizienz. Aber man weiß ja nie…..

 

Die Befestigung ist also geklärt. Bleibt die Frage, die mich seit zwei Wochen nicht wenige Stunden Schlaf gekostet hat: Schaff ich es, mit neuem Anhänger, der ja eine Achse mehr hat, zwar dadurch mehr kann, aber auch mehr wiegt, mit dem Aufbau unter der 3,5 t-Marke zu bleiben? Denn wenn nicht, fällt mir wenig ein. Und alles was mir einfällt, will ich nicht wirklich weiter denken…..

Ich habe zigmal rauf und runter gerechnet. Habe versucht, abzuschätzen, was an Gewicht wegfällt, was dazukommt. Am Bau. Denn da kann ich wenig weglassen, will ich nicht an die Substanz gehen, also an die Fassade oder die Wände. Und wollen will ich DAS natürlich nicht.

Aber es muss ja auch noch Luft bleiben, für das, was ich so mitnehmen möchte. Wenigstens etwas….. So habe ich alles, bis auf den Webstuhl, aus dem KUKUmobil rausgeräumt und es zur Waage gebracht.

 

Dreiachser gehen hier nur auf dem Recyclinghof. Und auf einmal sieht sich das KUKUmobil zwischen Containern und großen Fahrzeugen auf der Waage. Ein kurzer Schreck durchzuckte mich, als die kleine rot leuchtende Anzeige beim Auffahren auf die Waage sechs Tonnen zeigte.

Inzwischen ist es ja kein Geheimnis, dass ich wenig über Fahrzeuge weiß. Daher war mir nicht bewusst, wie schwer solch ein RAM sein kann. Und mit der Sensibilität, die sich bei mir in den letzten Wochen zum Thema „Gewicht“ eingestellt hat, in denen mir in bestimmten Momenten selbst ein Teller schwer erschien, dachte ich im ersten Moment, dass das KUKUmobil ein Übergewicht haben muss.

Erst als das Zugfahrzeug abgekoppelt und von der Waage runter war, wurde klar: ES PASST! Knapp, aber es passt:

3,2 t

Soviel bringt das KUKUmobil samt Webstuhl auf die Waage. 3,5 t darf ich! Also gibt es einen kleinen Spielraum. Nicht viel, aber er ist da. Und er muss reichen.

Ich werde jedes Wollknäuel und jeden Stift einzeln wiegen. Das verspreche ich euch. Naja, kistenweise.

Ballast abwerfen. Noch mal drüberschauen, sehr konsequent. Und aussortieren, sehr konsequent. Weiter aussortieren, noch konsequenter. Kurzum: Ich denke, dass ich einen Teil der Kiste wieder nach Berlin bringen werden. Ich hatte sie sehr optimistisch mit auf die Reise genommen habe, unter anderem, um ein möglichst großes Potential des Projektes ermöglichen zu können (Kurse, Pop-Up-Ausstellungen….).

 

 

Ich denke jetzt, mit den zwei Wochen, die hinter mir liegen, dass es gut und wichtig ist, loszufahren. Mit dem, was passt. Dann wird sich, so denke ich, eine Dynamik herauskristallisieren. Und dann wird es einfacher sein, auf der Grundlage der gemachten Erfahrungen die Ladung des KUKUmobils anzupassen und nicht Eventualitäten zu bedienen, die vielleicht nie stattfinden werden.

300 kg

Jedenfalls ist der Rahmen gesetzt. 300 kg. Besser eigentlich noch 250 kg. Klare Ansage. 🙂

 

 

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