berlin _ 944 _ hier und jetzt

Was wollen wir trinken sieben Tage lang?
Was wollen wir trinken? So ein Durst

Es wird genug für alle sein
Wir trinken zusammen, roll das Fass mal rein
Wir trinken zusammen, nicht allein

Dann wollen wir schaffen, sieben Tage lang
Dann wollen wir schaffen, komm fass an

Und dass wird keine Plagerei
Wir schaffen zusammen sieben Tage lang
Wir schaffen zusammen, nicht allein

Jetzt müssen wir streiten, keiner weiß wie lang
Ja, für ein Leben ohne Zwang

Dann kriegt der Frust uns nicht mehr klein
Wir halten zusammen, keiner kämpft allein
Wir gehen zusammen, nicht allein

Songwriter: Hans Sanders

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berlin _ 943 _ fundstück

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berlin _ 942 _ fundstücke

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berlin _ 941 _ hier und jetzt

An besonderen Tagen im Jahr und an besonderen Orten liegt es nah, dass man sich Gedanken macht, über das hier und jetzt, das früher und das bald ….  und das dann und dort.

Was es bedeutet, den Pfad des Lebens zu gehen, dem Faden zu folgen, der uns durch dieses Labyrinth führt, in das es nur einen Eingang und aus dem es nur einen Ausgang gibt.

Oft nutze ich genau dieses Bild, um mich auf die Reise zu begeben, in mich hinein, durch mich hindurch, die Gedanken und Gefühle, die Wünsche und Ängste, die Erfolge, das Scheitern und die Herausforderungen…….

Diesmal nicht. Diesmal habe ich mir für diesen besonderen Tag und die besondere Übung einen Würfel ausgesucht: 12 x 12 x 12 cm Douglasie, 1042 g, die ich mir geschnitten habe aus einem der Reststücke der Trägerbalken des KUKUmobils.

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Danke Leben, dass ich dich leben darf; DANKE Schicksal, dass du mir wohlgesonnen bist, DANKE Herz und Verstand, dass ihr immer wieder zusammenfindet und Hand in Hand durch diese verrückte Welt wandert; DANKE an alle, die ihr mir begegnet seid und begegnen werdet, für das, was ihr zu geben und zu nehmen bereit seid in diesem immerwährenden Austausch von Lebens-Energien.

 

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berlin _ 940 _ textil

WENN ES ÜBERSCHWAPPT….

Immer öfter kommt es vor, dass Kursteilnehmerinnen den Webrahmen zwischen einem Kursblock und dem nächsten mit nach Hause nehmen, um an ihrem Stück weiterzuarbeiten. Das macht mich glücklich, heisst es doch, dass die Flamme der Leidenschaft ein klein wenig gezündet hat und nicht mehr so sehr auf meinen Atem angewiesen ist; dass die Bildwirkerei nicht nur hinter den vier Wänden des Klassenzimmers stattfindet, sondern an vielen Orten in Berlin zu sehen ist.

Manchmal klappt es nicht gleich beim ersten Mal. Da herrscht noch eine gewisse Unsicherheit. Auch dem Selbstvertrauen in das eben erst Erlernte sollten wir Zeit zum wachsen geben.

Aber wenn es dann einmal da ist, dann braucht es mich nicht mehr, dann bin ich entbehrlich geworden, dann habe ich mein Ziel als Wissensvermittlerin erreicht, dann kann ich nur noch darauf warten, dass wunderbare Arbeiten entstehen, dass vielleicht sogar jemand den dünnen Faden weiterspinnt und zu seinem Lebensfaden macht.

Da ich derzeit fast ausschliesslich auf der KUKUmobil-Baustelle zu finden bin, ist es natürlich toll, wenn  beides sich miteinander verweben kann. Bei Christine und Rosa ist das so, weil beide hier und dort mit dabei waren oder sind.

Meine Freundin Rosa ist extra aus Madrid nach Berlin gekommen, um an einem Bildwirkerei-Kurs teilzunehmen. Wie das Leben manchmal so ist, eben nicht gerade, sondern kurvig, schräg, schlaufig oder sogar vertüddelt. Über 20 Jahre kennen wir uns, aber nie hatte sich die Gelegenheit geboten. Vielleicht, weil wir sie nicht intensiv genug gesucht hatten. Aber jetzt war sie da und wir haben sie zu greifen gewußt.

Da Rosa wieder nach Madrid mußte, blieb ihr nichts anderes übrig, als ihr kleines Werk fertigzustellen.

Und sie hat es geschafft. Sie konnte den Teppich rechtzeitig vor ihrer Abreise aus dem Webrahmen nehmen und schon passte es problemlos ins Handgepäck. Gute Reise!!!!

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berlin _ 939 _ hier und jetzt

Manche Tage sind einfach zu heiss zum arbeiten. Da kann man nur feiern. Ganz davon abgesehen, dass es eh der Gründe mehrere gibt.

Wunderbar, wenn dann die richtigen Menschen am guten Ort sind.

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berlin _ 938 _ textil

Am vergangenen Wochenende fand der erste Sommerkurs Bildwirkerei an der VHS Tempelhof- Schöneberg statt. Diesmal wieder in der Alten Mälzerei, in Lichtenrade.

Ein interessanter Standort, wenn auch etwas weit „draußen“ für all diejenigen, die irgendwo in der Stadtmitte wohnen. Viele der Teilnehmerinnen haben über eine Stunde Anfahrt auf sich genommen. Das weiß ich zu schätzen und macht mich sehr dankbar.

 

Wie auch die Tatsache, dass es immer mehr „Wiederholungstäterinnen“ gibt, die schon zwei oder sogar mehrere Kurse gemacht haben. Ich hoffe sehr, dass der Grund darin liegt, dass es ihnen gefällt und nicht daran, dass ich nicht ausreichend gut erkläre.

 

Dass immer Zeit fehlt, dass wissen wir noch bevor wir uns an den Webrahmen setzen. Das auszuhalten mit Ausdauer und Geduld ist Teil unserer DNA.

Wie immer, sind auch diesmal sehr unterschiedliche Arbeiten entstanden, sehr entspannt, weil fast alle auch den Augustkurs gebucht hatten und wir daher wussten, wir mussten nicht am Sonntag fertig werden.

 

GEOMETRIE

Luzie hat eine kleine geometrische Komposition erdacht, die Diagonalen und Kreis zusammenbringt und Farbabstufungen und Transparenz  kombiniert.

LANDSCHAFT

Kleine Landschaften zu weben ist immer eine sehr dankbare Sache. Die Formen sind sanft und organisch, manchmal kann sogar ganz frei gewebt werden. Hügel, Wiesen, Wasser, Himmel…. all das bietet sich sehr an, auch für solch ein kleines Format, das sich in Richtung Postkarte bewegt.

Doris und Regine haben sich für dieses Themenfeld entschieden und trotzdem sehr unterschiedliche Ansätze gewählt.

FREIE FORMEN

Astrid hat nach der Fertigstellung einer geometrischen Komposition im letzten Kurs diesmal freie Formen gewählt, um den direkten Bezug zur Zeichnung, bzw. Webvorlage noch einmal anders zu erleben. Da es in diesem Fall keine Regel gibt, sondern immer wieder neu entschieden werden muss, wie sich die Farbfeder aufeinander beziehen, ist es eine spannende Arbeit.

NATURFORMEN

Ein gutes und dankbares Motiv findet sich immer in der Natur. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder florale oder tierische Formen auftauchen. Nicht nur, weil sie gut zu weben sind, sondern auch, weil sie uns einen emotionalen Zugang zu der Arbeit am Webrahmen bieten und es uns leichter machen, die notwendige Geduld aufzubringen, und das Gewirkte langsam wachsen zu lassen.

Rosa, Deisy, Annemarie und Dörte haben sich für solche Formen entschieden. So sind ein Fisch, ein Pilz, ein Baum und ein Ast mit Blättern und Blüten im Entstehen begriffen.

Dörte hat schon im vorherigen Kurs eine breitere Kette aufgezogen. Sie arbeitet an einer 20 x 20 cm großen Bildwirkerei.

Mein Dank geht an alle Teilnehmerinnen, die mit solch großem Interesse bei der Sache waren und dafür gesorgt haben, dass die Stimmung so angenehm war und die Gespräche so unterhaltsam.

Im August findet der zweite Sommerkurs statt. Dann werden einige wieder mit dabei sein und ihre Arbeiten fertigstellen. Denjenigen, die sich den Webrahmen mitgenommen haben wünsche ich ein frohes Schaffen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.

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berlin _937 _ bilder des tages

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berlin _ 936

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berlin _ 935

Unglaublich schöne Himmel, die uns dieser Sommer beschert.

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berlin _ 934 _ LOS GEHT

LOS GEHT’S

 

EEEEENNNDDDDDLLLLIIIICCCCHHHHH!!!! Unser erstes Bau-Wochenende steht vor der Tür.

Und ich bin SUPER-aufgeregt. Gudrun hat eine wahnsinnsgute Planung gemacht.  Ohne sie würde das alles nicht gehen. DANKE!!!

Jedes Wochenende werden wir uns mit einem bestimmten Bauabschnitt beschäftigen. Lasst uns hoffen, dass die Lieferketten nicht reißen und das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht.

UND: Natürlich freuen wir uns über helfende Hände, auch die linken!!! All hands are welcome, even the left ones!!!!

Um die anstehenden Arbeiten gut einzuteilen und sicherzustellen, dass wir für euch eine spannende Aufgabe haben, meldet euch bitte im Voraus bei uns telefonisch (Andrea: 01776452885) oder per Mail (puentetomapeople@gmail.com oder bis zum Donnerstag des entsprechenden BauWochenendes, um 14 Uhr.

 

Aus versicherungstechnischen Gründen ist es für alle Teilnehmenden erforderlich, die Hausordnung der Baustelle zu lesen, zu unterschreiben und einzuhalten.

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berlin _ 933

Bei 36 Grad in einem muckeligwarmen Atelier mit Wolle zu arbeiten, fällt selbst mir nicht leicht. Da sind Ablenkungen sehr willkommen. Zum Beispiel solche, die einen in eine andere, unbekannte Welt der Liebe und Leidenschaft zu Kunst und Handwerk führen.

In der Werkstatt von Gangolf Ulbricht im Kunstquartier Bethanien ist es deutlich kühler als bei mir. Ich hab mich mit Paola verabredet, die hier in den vergangenen Monaten als Praktikantin einen Einblick in die Kunst des Papierschöpfens tun durfte. Da sie bald nach Frankreich zurückgeht, wollten wir beide diese Gelegenheit nutzen. Sie, um mich teilhaben zu lassen, an dem, was sie gelernt hat; ich, um meiner Neugier freien Lauf zu lassen…..

 

Selbst im Handwerk und in der Kunst unterwegs, weiss ich, wie es sich anfühlt, wenn man Besuch in der Werkstatt hat. Manchmal passt es, manchmal nicht unbedingt; manchmal nerven die Fragen, banal oder nicht, manchmal entstehen spannende Gespräche. Nicht alles kann in der kurzen Zeit erklärt werden, nicht alles will man jedem erklären. Aber immer trägt einen der Wunsch, deutlich zu machen, wie wichtig es ist, das Wissen, das Handwerk und die Kunst zu bewahren, für die man selbst brennt.

 

Es war ein großes Geschenk, diesen Einblick tun zu dürfen in eine mir bis dahin nicht sehr vertraute Welt. Es war eine inspirierende Reise von der Bodenständigkeit der Technik hin zur fast unfassbaren Luftigkeit, die einem Papier inne sein kann.

 

Wer mehr über über die Papierwerkstatt von Gangolf Ulbricht erfahren möchte, die Papiere, die er schöpft, die Kurse, die er gibt, der findet HIER weitere Information.

Ich habe neben der Zeit, der Aufmerksamkeit und den Erklärungen auf meine mehr oder weniger sinnvollen Fragen einen Bogen von diesem unglaublichen Papier geschenkt bekommen, den Paola geschöpft hat. Das „Berlin Tissue“ wiegt nur 2 g/m2. Hergestellt wird es aus den japanischen Fasern Koso und Mitsumata.

Ein Hauch von Papier.

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berlin _ 932 _ empfehlung

#ALL HANDS ON : Flechten

Auch dieses Jahr gab es einen bei mir fast schon zur Tradition gewordenen Besuch des MEK (Museum Europäischer Kulturen) am 21. Juni. Nach zwei Jahren OHNE war es schön, die Fête de la Musique wieder im MIT_einander geniessen zu können.

An diesem besonderen Nachmittag ist der Besuch des Museums kostenlos, also bieten sich die Umbaupausen auf der Bühne zwischen dem einen und anderen musikalischen Beitrag an, einen Blick in die Dauerausstellung, vor allem aber in die jeweilige Themenausstellung zu werfen.

Derzeit, und noch eine geraume Weile, bis 26.05.2024, läuft die Ausstellung  „ALL HANDS ON: Flechten“. Ein spannendes Thema, auch für eine Weberin, denn Weben, Wirken und Flechten sind so nah beieinander, dass nur eine dünne Linie das Eine vom Anderen unterscheidet. Für uns, die wir hier, da oder dort intensiv unterwegs sind, aber immer mal wieder auch gerne in den anderen Bereich hüpfen, der uns vertraut und lieb ist, ist diese Linien vollkommen unerheblich.

Ulises, 2013, in Selaya _Cantabrien _ bei einem Kiepenflechtworkshop

Trotzdem ist das Bemühen um eine Definition, oder das Herausarbeiten der Erkennungs- und somit auch der Unterscheidungsmerkmale interessant.

Wikipedia erklärt uns, dass: Flechten das Verbinden dünner und biegsamer Materialien (Flechtelemente) von Hand oder maschinell durch regelmäßiges Verkreuzen oder Verschlingen zu einem Geflecht(Flechtwerk) ist.

Auf der Suche im Internet bin ich auf die Website der  Flechtkünstlerin Monika Künti gestoßen. Für sie liegt der Unterschied unter anderem darin, dass zur Flechterei kein Gerät, also Webrahmen oder Webstuhl, gebraucht wird. Will sagen:

Geflecht: Eine vollständig von Hand gearbeitete, haltbare zwei-oder dreidimensionale Struktur aus mehr oder weniger geradlinig laufendenden Fadenelementen von begrenzter Länge.

Gewebe: Eine mithilfe von Geräten und Hilfsmitteln gearbeitete, haltbare zweidimensionale Struktur aus geradelinig laufenden Fadenelementen von (fast) beliebiger Länge.

Wie auch immer, und wo auch immer das Eine in das Andere übergehen mag….. die Begegnung mit dieser alten Kulturtechnik, einer der ältesten, auf die wir als Menschheit zurückblicken können, älter wohl noch als die Weberei, da das Flechten ohne Werkzeuge, nur mit den Händen ausgeführt werden konnte und von großem funktionalem Wert war (handgemachte Geflechte, darunter Seile und Körbe, aus Grabstätten im heutigen Peru werden auf 8600 bis 5780 v. Chr. datiert) ist absolut inspirierend.

Es wurden nicht nur Objekte aus unterschiedlichen Verwendungszwecken, Zeiten und Orten zusammengetragen….

Es gibt die erlebbare und begehbare Rauminstallation „Der geflochtene Garten“, nach einem Konzept von Olaf Holzapfel, verwirklicht von den Flechtmeistern Ralf Eggert, Fred Jacob und Klaus Titze……

Es gibt viel Information zu Material und Technik und immer wieder und mit unterschiedlichem Ansatz die Einladung zum Mitmachen….Ausprobieren…. . All Hands on, eben!!!

Ausführliche Info zum Rahmenprogramm, Workshops, etc findet sich auf der Website des Museums.

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Berlin _ Aguilar de Campoo _ Berlin _ 931 _ textil

Quadratisch, praktisch, gut.

Erste Station: 2014 _

2014, noch in der kleinen Stadt Aguilar de Campoo, im Norden Spaniens, haben wir, also die Freundinnen und Freunden des KUKUprojekts gemeinsam mit allen Strick- und Häkelbegeisterten und -neugierigen den Weltstricktag gefeiert. Über mehrere Tage hinweg besuchten wir die unterschiedlichste Orte, haben Menschen angesprochen und sie eingeladen gemeinsam zu stricken und zu häkeln, zu reden, zu lachen, zu singen…..

Aus den vielen Momentaufnahmen haben wir damals ein keines Video zusammengebastelt, das ich mir immer wieder gerne ansehe.

 

Den Blog zum KUKUprojekt gibt es noch. Die Posts zu diesem Thema, wenn auch in Spanischer Sprache verfasst, findet ihr HIER:

previum_talleres de ganchillo

la itinerancia _ lugares y gente

la meta _ el templete vestido

agradecimiento _ manos y mentes amigas

 

Zweite Station: 2019 _

Seitdem ich in Berlin bin, habe ich zu viele Dinge in Händen gehabt, habe mich zu sehr ablenken lassen vom Getöse der Großstadt und vom Gewusel im KMH-Kosmos und war sehr fokussiert auf die Arbeit an meinem Webstuhl.

Nur einmal gelang es mir, eine Aktion vorzubereiten. Vor drei Jahren, 2019, gemeinsam mit meiner Web-Kollegin Dagmar Rehse von „handgewebt in Berlin„. Damals entstand eine Picknickdecke aus „alten“  Quadraten, die ich aus Spanien mitgebracht hatte, aus einer reichhaltigen „Quadratspende“ einer Nachbarin im Kiez und  aus neu entstandenen Quadraten bei den Strickaktionen, die wir zu diesem Zweck organisiert hatten. (MEHR)

 

Dritte Station: 2022 _

Auch dieses Jahr ist der Weltstricktag wenn auch nicht völlig unbeachtet, aber doch eher unauffällig verstrichen. Mit Blick auf das neue Vorhaben, die Reise durch Europa mit dem KUKUmobil, versuche ich gerade für mich herauszufinden, was mich auf dieser Reise begleiten soll und kann, und auch wie das am besten geht.

Die Picknickdecke gehört auf alle Fälle dazu. Aber viele Quadrate aus der damaligen Decke lagen noch wohlverwahrt in einer Kiste, geduldig darauf wartend, in neuer Konstellation das Licht der Welt wieder zu erblicken. Das ist jetzt geschehen:

 

Vierte Station: ?

Eine zweite Haut werden sie mir sein. Vielleicht auch mal Panzer. Kleine Energieriegel, wenn es mal kleine Hungerstrecken gibt, unterwegs. Man weiß ja nie……

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Berlin _ 930 _ Empfehlung

Tatsächlich hat es er 5 Jahre gebraucht, nein, ICH habe er 5 Jahre gebraucht. Aber ich habe es geschafft….. ein kleines Zeitfenster tat sich auf, in das genau ein Besuch der Domäne Dahlem gepasst hat.

Nicht, dass es tragisch gewesen wäre, wenn ich Berlin verlassen hätte, ohne diesen Ort gesehen zu haben, aber er stand immer mal wieder auf meiner To-Do-Liste und immer wieder ist etwas dazwischen gekommen.  Und es war schon ein  kleiner Genuss…

Wer mehr über die Domäne Dahlem wissen möchte, findet hier weitere Auskünfte.

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Berlin _ 929 _ Fundstück

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Berlin _ 928 _ Sommersonnenwende

Heidnischer Brauch im christlichen Gewand

In all den Jahren, die ich in Spanien verbrachte, war die Sommersonnenwende immer zweitrangig. Was gefeiert wurde, war die Johannisnacht, zwei Tage später. Überall gab es dann Johannisfeuer, die Menschen trafen sich und feierten zusammen die unerschöpfliche  Energie der Sonne und die unersättliche Kraft des Lebens in seinem kalendarischen Zenit.

Erst mit meine Rückkehr nach Deutschland hat sich das geändert. Witzig ist, dass ich mich in diesem gefühlten Niemandsland befinde, irgendwo zwischen zwei Stühlen: Wahrscheinlich sollte ich deshalb die Nacht vom 22.06 zum 23.06 für mich feiern.

Denn die Sommersonnenwende habe ich nicht verinnerlicht und komme daher immer zu spät, um mich zu verabreden und gemeinsam zu feiern. Sobald es mir bewußt wird, vermisse ich die Verabredung zur Hoguera de San Juan.

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Berlin/Zehdenick _ 927 _ Textil

Anknüpfungen

Heute habe ich meine Hausaufgaben gemacht und das Museum in der Nikolaikirche besucht, denn dort befindet sich, sehr schön präsentiert in einem Seitenraum des Kirchenschiffs, das Zehdenicker Altartuch aus dem ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster in Zehdenick, dem die derzeitige Ausstellung „Nadelwerk“ in der Kulturscheune Zehdenick unter anderem ihre thematische Grundlage schuldet.

 

 

Eine gute Gelegenheit, mir dieses Museum mal anzuschauen. Zumal ich in eine Konzertprobe reingeschlittert bin, die eine inspirierende Ergänzung zu den Beiträgen der Audioguides abgegeben hat und mich daher auch noch etwas länger in der Kühle und Kontemplation  hat verweilen lassen.

Wie das bei alten Textilien immer so ist, werden sie aufgrund der Empfindlichkeit des Materials und teilweise auch der Farben, wenn denn welche verwendet werden, unter besonderen Bedingungen ausgestellt, was die Beleuchtung betrifft. Aber wir sind ja froh, dass sie überhaupt gezeigt werden.

In diesem Fall ist auch eine – so denke ich – gute, und zwar digitale Lösung gefunden worden. Neben dem Altartuch befindet sich ein Bildschirm, auf dem man die einzelnen Bildfelder auswählen kann. Sie erscheinen dann zusammen mit einem erklärenden Text. Selbst wenn die Beleuchtung eine andere wäre, ist das bei einer Weißstickerei, also mit weißem Faden auf  weißem Grund gestickten Bildern oder Mustern, die also nur dezent und durch die Eigenwirkung des anderen Materials (also glänzende Seide auf mattem Leinen) hervortreten.

Wer an den Abbildungen der Stickereien im Papierformat interessiert ist, der kann dazu auf der „Kloster-Website“ unter „Schätze“ einige Veröffentlichungen finden. Ich werde die Gelegenheit am 25.05.2022  nutzen und vor dem Workshop dem Museum einen Besuch abstatten. Ansonsten kann man die Veröffentlichungen des ebne gerade erst eröffneten Klosterlandens sicherlich auch über die Kontakt-Mail stiftsamtfrau@kloster-zehdenick.de bestellen.

 

 

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Zehdenick _ 926 _ Einladung

Bestickend schön!!!

 

DIE EINLADUNG

Vergangene Woche habe ich Zehdenick kennengelernt…… und die Klosterscheune, einen Ort für kulturelle und künstlerische Angebote ….. und einige der Menschen, die sich liebevoll darum kümmern, dass dieser Ort lebendig und partizipativ bleibt.

Diese Klosterscheune liegt in unmittelbarer Nähe eines ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosters, von dem nur noch Ruinen übrig sind. Ruinen UND eine ca. 800 Jahre alte Weißstickerei, die in der Nikolaikirche in Berlin zu sehen ist.

Diese Stickerei bietet den Anlass für die derzeitige Ausstellung „NADELWERK“, die am vergangenen Sonntag eröffnet wurde und dort noch bis zum 24.07.2022 zu sehen ist:

Und was hat mich nun dorthin geführt, ist doch Stickerei nicht unbedingt mein Schwerpunkt?! Normalerweise nicht, das stimmt, aber es gab und gibt Zeiten, da ist Stickerei sehr präsent in meinem Denken und Tun.

Zum Beispiel war es so, als ich mit Kathi Hyyppä 2018 das Projekt „Stickstoff _ ein Lichtenberger Tafeltuch“ initiiert hatte.

Einige erinnern sich vielleicht, denn es ist nach Abschluss des Projkets und der Ausstellung im Kesselhausmuseum Berlin immer mal wieder aufgetaucht.

So auch jetzt. Als die Einladung kam, diese Arbeit in die Ausstellung mit aufzunehmen, habe ich keinen Moment gezögert.

DER AUFBAU

 

DER WEG

Wer also Lust hat, das Tafeltuch in seiner ganzen Pracht vor Ort zu bestaunen und auch die restlichen in der Ausstellung gezeigten Arbeiten zu sehen, der hat es jetzt leicht mit dem 9-Euro Ticket. Die RB12 fährt stündlich von Berlin nach Zehdenick. Fahrzeit ca. eine Stunde.

DER WORKSHOP, 25.06.2022

Der Ausflug lohnt sich, besonders natürlich für alle, die eine Liebe und Leidenschaft für Nadelarbeit haben, bewahren oder auch entdecken wollen. Ich werde am Samstag, den 25.06.2022 ab 15 Uhr vor Ort sein, mit Fäden, Nadeln, Stoff und einer enormen Lust, mit euch ins Sticken und ins Gespräch zu kommen.

Würde mich freuen, euch dort zu sehen.

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Berlin _ 925 _ BGE

Ich finde es empfehlenswert, deshalb möchte ich euch diese Veranstaltung ans Herz legen:

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Zehdenick _ 924 _ Fundstück

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Zehdenick _ 923 _ Fundstück

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Zehdenick _ 922 _ Fundstück

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Helsinki _ 921 _ Rundgang

Tja, manchmal…. manchmal entscheidet das Leben für einen. Und dann ergibt sich die Gelegenheit….. auch wenn man sie nicht gesucht hat.

easyjet hatte alle Flüge zwischen Deutschland und Finnland annulliert, auch den, mit dem ich eigentlich am Sonntag Abend zurückfliegen sollte. An sich nicht gerade witzig, und als ich die Nachricht per Mail bekam war mir im ersten Moment auch nicht unbedingt nach Lachen zu mute.

Ich saß also fest. In Helsinki. Gut, dass Vilma da war und mir Unterschlupf gewährte für diese Nacht und wir gemeinsam ein wenig durch die Stadt wandern konnten.

GRÜN

BLAU

Dafür zeigte sich Helsinki von seiner schönsten Seite, und das nicht nur, was das Wetter anging. Auch wenn es nur vier Stunden waren, haben sie doch gereicht, um einen Eindruck von dieser Stadt zu bekommen:

Die Bibliothek

Die Kapelle der Stille

Infopoint am Hafen

 

 

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Helsinki _ 920 _ Fundstück

Frauen und Fäden

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Helsinki _ 919 _ Fundstück

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Helsinki _ 918 _ Fundstück

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Jyväskylä _ 917 _ KUKUmobil

Falls jemand von euch Interesse an dem Vortrag über das KUKUmobil hat, findet sich HIER die pdf-Datei mit dem englischen Text: Vortrag Jyväskylä 2022

 

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Jyväskylä _ 916 _ textil

Natürlich gab es einen Grund, der mich nach Finnland geführt hat. Einen sehr guten sogar: Es war die letzte Station der artapestry6-Ausstellung, die am 03.06.2022 im Keski-Suomen Museo in Jyväskylä eröffnet wurde.

Nach den 2  Corona-Jahren war es eine Freude,  20 Künstlerinnen aus 9 europäischen Ländern in Jyväskylä bei der vierten und letzten Ausstellungseröffnung und bei dem Seminar begrüßen zu können. 

Für mich ganz besonders. Denn es war das erste Mal, dass ich dabei war. Bei der Eröffnung einer Ausstellung, bei der ich Teil der Jury war; bei einem Seminar, bei dem ich  das KUKUmobil vorstellen konnte; und als neues Mitglied des „Steering Commitees“.

Vor allem aber war es das erste Mal, dass ich mich als Teil dieser kleinen Familie gefühlt habe, die sich unbeirrbar dafür stark macht, dass Bildwirkerei in Europa getan, gesehen, gekannt wird.

Hier einige Aufnahmen aus dem Museum. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, die Arbeiten, die ich mit meinen zwei Jury-KollegInnen nur virtuell habe betrachten können, im Saal zu sehen, mit dem anderen Blick: der ins Detail geht und der die Wirkung im Raum im Fokus hat. Beides können wir aus der Erfahrung heraus erahnen, wenn wir die Fotos vor uns haben, die die Grundlage der Juryarbeit darstellen, und haben dort treffend ergänzt, wo das Bild an seine Grenzen kam.

Die in der artapestry6 Ausstellung enthaltenen Arbeiten sind HIER zu sehen.

Ich teile trotzdem gerne einige vor Ort gesammelte Eindrücke:

THE DAY BEFORE

Was passiert, wenn Wirkerinnen unter sich sind? Sie schauen, mit den Augen und vor allem mit den Händen. Und sie tauschen sich aus über Material, Textur, Maß, Zeit und Raum.

 

CLOSE UP

Detail aus „World of Contrast“, 2017, von Soile Hovila, Finnland

Detail aus: „Friendship“, 2019, von Dorthe Herup, Norwegen

Detail aus „Erbe der Großeltern“,  2019, von Zane Vizule-Jakobsena, Dänemark

Detail aus: „Tide“, 2017, von Fiona Hutchinson, Schottland

 

THE OPENING

Zwei Momentaufnahmen aus den Begrüßungsreden anlässlich der Eröffnung der artapestry6 mit der Kuratorin des Museums (oben)  und der finnische Bildwirkwerin Ariadna Donner.

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Jyväskylä _ 915 _ labyrinth

Seit langer, langer Zeit habe ich nicht solch satte grüne Wiesen gesehen, übersät mit Löwenzahn wie ein Teppich, dessen Gelb leuchtete wie die Sonne.

Nicht ganz 1 m² Wiese, und was dort wachsen kann an kleinen Sonnen durfte ich benutzen für mein kleines Labyrinth.

Voikukka-Labyrintti I

Voikukka-Labyrintti II

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