Redonda _ 1483 _ begegnung

San Pedro de Redonda

(es) Me he enamorado. Si hubiera que elegir un pueblo para quedarme por estas tierras entre todas las que he conocido en el mes que llevo aquí, creo que sería Redonda. He llegado a este pueblo de 200 habitantes en mi camino por la costa de Corcubión a Fisterra.

(de) Ich habe mich verliebt. Wenn ich von all den Dörfern, die ich in diesem knappen Monat hier im galicischen Zipfel eins wählen müßte oder wollte, um zu bleiben, dann wäre es Redonda. Ich habe dieses 200-Seelen-Dorf auf meinem Weg von Corcubión bis Fisterra an der Küste entlang für mich entdeckt.

(de) Redonda schaut nach Westen, liegt auf der anderen Seite der Ria, Fisterra genau gegenüber. Morgensonne gibt es dort wohl eher nicht, aber das wäre für mich als Langschläferin kein Gegenargument. Es kuschelt sich an den Hang, strahlt eine unwiderstehliche Gemütlichkeit aus, die ich an nichts Konkretem festmachen kann, die mich aber vollkommen in den Bann gezogen hat. Das Rezept? Hier, wie in vielen Orten, eine Handvoll bewohnte und eine andere Handvoll verlassene Häuser, eine weitere Handvoll hórreos. Eigentlich nichts Spektakuläres. Oder doch? Vielleicht die Harmonie von beständigem Stein, fruchtbarer Erde und kraftvollem Meer.

Aus dem Augenwinkel sehe ich linkerhand eine kleine Kirche am Rand des Dorfes. Ein tiefrosa Wegweiser mit weißer Schrift gibt Auskunft: San Pedro de Redonda. 12. Jahdt. Auch das nichts besonderes, denn fast jedes Dorf hat seine Kirche, wenn auch nicht immer so alt. Und doch entschließe ich mich dazu, mir diese anzuschauen.

Ich werde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Welch wunderschönes Fleckchen Erde. Eine tiefe Ruhe, eine große Ursprünglichkeit des Ortes, eine besondere Energie, Beschaulichkeit und Kraft.

(es) Redonda mira hacia el oeste, está ubicada enfrente de Fisterra, en el otro lado de la ria. El sol recien nacida no le tocará, supongo. Pero eso no me hubiera valido como argumento en contra, dado el caso, siendo yo una persona que más bien disfruta la noche y le duele madrugar. Se acurruca en la ladera del monte, desprende una apacibilidad irresistible. Una apacibilidad que no puedo amarrar a nada concreto, pero que inhunda el alma. ¿La receta? Aquí, como en muchos pueblos de esta tierra, un puñado de casas habitadas y otro de abandonos, otro puñado de hórreos. En el fondo nada particular. ¿O sí? Quiza la armonía existente entre la piedra perdurable, tierra fertil y mar poderoso.

Desde el rabillo del ojo veo una pequeña iglesia al final del pueblo. Una señal color fucsia con letra blanca indica „Iglésia románica del siglo XII. San Pedro de Redonda.“ Ni eso es algo particular, aquí casi cada pueblo tiene su iglesia aunque no todas tan viejas. Aún así decido ir a verla.

Y no me decepciona. Todo lo contrario. Qué lugar más maravilloso. Una calma profunda, una gran autenticidad, una enegía muy especial, sosiego espiritual y poder.

 

 

 

 

 

 

 

 

(es) De vuelta al pueblo me encuentro con Luis y su mujer Ana. Nos liamos en una conversción. Luis me cuenta una historia muy bonita: ha sido su tatarabuelo el que impidió con astucia y coraje que esta iglesia fuera destruida y el pueblo tomado por los franceses. Gracias a ello, nadie en el pueblo perdió la vida. Se atrincheró él solo detrás de los muros de piedra que circundan la iglesia y el cementerio y colocó varias escopetas entre las piedras, de tal manera, que se sujetaban solas. Cuando llegaron los franceses e intentaron tomar el lugar, él empezó a disparar. Según el fuego con el que se les recibió, los franceses pensaron que tenía que haber un nutrido número de enemigos escondidos por ahí y trás perder su vida dos de ellos, decidieron retirarse.

(de) Auf meinem Rückweg ins Dorf treffe ich gleich neben der Kirche auf Luis  und seine Frau Ana. Über meine Bewunderung für diesen schönen Ort kommen wir ins Gespräch. Luis erzählt mir eine schöne Geschichte:  Es war sein Urgroßvater, der mit List und Mut dafür gesorgt hat, dass die Kirche nicht von den Franzosen zerstört und das Dorf nicht geplündert wurde. Dank seines Wagemutes haben alle Einwohner überlebt. Er hatte sich mit einigen Gewehren hinter der Umfassungsmauer des Kirchhofes verschanzt und die Gewehre so zwischen den Steinen eingeklemmt, dass sie alleine in Position blieben. Als die Franzosen kamen, ging er reihum und schoss alle ab. Die Franzosen gingen aufgrund des starken Beschusses davon aus, dass sich eine größere Gruppe der Dorfbewohner dort versteckt halten müsse, und nach dem zwei ihrer Gefährten ihr Leben gelassen hatten, entschieden sie sich für den Rückzug.

(es) Luis también me contó que pertenece a una asociación de vecinos y que este verano van a organizar por primera vez una feria para poner en valor las costumbres e usanzas del pasado, para recopilar y guardar le saber de antaño sobre cómo cultivar la tierra de manera sostenible, aprovechar los recursos naturales y las materias primas en los oficios, en la cocina y para curar enfermedades de bestias y hombres.

Casi me da pena no poder estar. Solo me queda desearles mucho éxito.

(de) Luis erzählte mir auch, dass er einem Nachbarschaftsverein angehört der dieses Jahr erstmalig einen Jahrmarkt in Redonda organisiert. Anliegen des Vereins ist es, das inmaterielle Kulturgut zu bewahren und sich mit dem Augenmerk auf eine nachhaltige Zukunft, auch im Zeichen des Klimawandels, das Wissen und die Gebräuche der vorhergehenden Generationen zu nutzen zu machen und Lösungsansätze zu entwickeln, zum Beispiel für eine nachhaltige Landwirtschaft, für eine Küche basierend auf lokalen und saisonalen Zutaten, für die Nutzung natürlicher Ressourcen und Rohstoffe im Handwerk oder die Behandlung von Krankheiten bei Mensch und Tier.

Fast tut es mir leid, nicht dabei sein zu können. Mir bleibt nur, ihnen viel erfolg zu wünschen.

 

 

  

 

 

 

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Cee _ 1482 _ erkundung

Pasado y presente  / Gestern und heute

(es) Querido CEE, no me lo tomes a mal, no es nada particular contra tí, porque no eres caso único. Pero es que lo llevo rumiendo desde que te visité por primera vez hace una semana aproximadamente. En aquella ocasión venía de Xallas y estaba de paso, sin mucho tiempo para parar en tí.

Pero lo que ví en este paso me hizo pensar que en el fondo no te había conocido ni reconocido. Decidí empezar mi caminata por la costa dirección a Fisterra desde el puerto tuyo y tomarme el tiempo necesario para salir a tu encuentro.

El encuentro con tus raíces, con las huellas de tu pasado, no con todas estas casas de ladrillo bastante poco vistosas que pueden ser de cualquier lugar.

(de) Liebes CEE, nimm es mir nicht übel und auf keinen Fall persönlich, denn was dir passiert ist, ist leider kein Einzelfall. Aber sei ich dich das erste Mal besucht habe, vor ungefähr einer Woche, wälze ich die Fragen von einer Gehirnhälfte in die andere. Damals kam ich aus Xallas und war aufs Durchwandern eingestellt. Ohne viel Zeit für eine Erkundung habe ich nur einen raschen Blick erhascht.

Aber was ich bei meinem kurzen Besuch sah, gab mir das Gefühl, dass ich dich irgendwie verpasst hatte, dich nicht richtig erkannt habe. Also beschloss ich, meine Wanderung von Corcubión bis Fisterra an der Küste entlang bei dir zu beginnen, mit etwas Zeit, nur für dich.

Auf der Suche nach deinen Wurzeln, nach den Spuren deiner Vergangenheit. Es kann doch nicht sein, dass dich  nur diese relativ langweiligen Neubauten ausmachen, die überall stehen könnten und, zumindest manche von ihnen nirgendwo stehen sollten.

 

(es) Ahora ya sé que no hace mucho tiempo para lo que es una ciudad, 30 quizá, se quiso escribir un nuevo capítulo. Y se hizo con una apuesta bien fuerte: Se rellenó parte de la bahía para ganar terreno, se planificó un ensanche de la ciudad con muchos edificios de servicios públicos, como el hospital, y se pensó que la vida se iba a trasladar hacía ahí. Y la vida lo ha hecho en su mayor parte, pero ni el encanto, ni los recuerdos, ni las emociones.

(de) Inzwischen habe ich gelernt, dass diese Stadt vor gar nicht allzu langer Zeit, vor irgendetwas wie 30 Jahren vielleicht, ein neues Kapitel schreiben wollte. Mit einer sehr tiefgreifenden Veränderung: ein Teil der Bucht wurde aufgefüllt, die Erweiterung der Stadt wurde um dieses Neuland herum geplant und dort viele öffentlichen Gebäude angesiedelt, unter anderem das heutige Krankenhaus. Und man ging davon aus, dass das Leben jetzt dort spielen würde. Und das leben tut es, zum größten Teil zumindest. Aber nicht der Charme, nicht die Erinnerungen, nicht die emotionale Bindung derer, die in diese Stadtlandschaft groß geworden sind.

 

(de) Auf dem Platz hat mich ein älterer Herr angesprochen, als er sah, dass ich nicht aufhörte Fotos vom ehemaligen Kino zu machen. Ach ja, die hunderte von verlassenen Kinos, die es überall geben mag, hier in Spanien, aber auch in Deutschland…… Kleine Kinosäle, in denen man sich kennengelernt, sich verliebt, sich Händchenhaltend einander versprochen hat und gemeinsam mit vielen anderen _ Bekannten und Unbekannten, je kleiner umso mehr Bekannt _  in andere Welten eingetaucht ist. Wo die Wände noch widerhallen vom Lachen der Kinder und die Sitze erzählen könnten vom Staunen der Vergangenheit.

In Corcubión gab es eins, das wurde irgendwann abgerissen. Auch in Fisterra gab es eins in dem heute der Supermarkt untergebracht ist. Ganz unscheinbar, zwischen der von der Gemeinde betriebenen Herberge und der Bäckerei Germán. Übrigens hat mir Etel erzählt, dass die Familie von Germán das Gebäude damals gekauft hat. Sie haben dort gearbeitet, als es noch ein Kino war und er verwahrt noch die Filmprojektoren aus dieser Zeit. Wahre Schätze!!

Also, dieser Herr aus Cee erzählte mir von dem ersten Film, den er zusammen mit derjenigen geschaut hat, die später seine Ehefrau werden sollte. Mit großem Bedauern und ebenso großer Ergebenheit in den Lauf der Dinge erzählte er mir vom langsamen Sterben der Häuser.

(es) En la plaza se dirigió un señor mazor hacía mí al verme tan empañada en fotografiar el viejo cine. Ayyyyy, las cientas de salas de cine abandonadas por toda España, y no solo en España, también en Alemanía……. Pequeñas salas, en las que la gente se llegó a conocer, a enamorarse, a comprometerse para una vida juntos agarrados de la mano y donde se sumergían en otros mundos, juntos con otros conocidos o desconocidos…. cuanto más pequeña la sala, menos desconocidos había, supongo. Donde las paredes resuenan de risas de niños, las butacas están impregnadas del asombro  del pasado.

En Corcubión también había uno, que se derrumbó hace tiempo. Incuso Fisterra tenía cine, como no. Ahora está convertido en un supermercado. Poco llamativo, entre el albergue municipal de peregrinos y la panadería Germán. Etel me ha contado que la familia de Germán trabajó en él y acabó por comprar el edificio. También se han quedado con todos los proyectores de aquellos tiempos y los siguen guardando. Auténticas joyas.

En fin, volviéndo al señor de Cee, me contó como había visto su primera película con aquella que más tarde se iba a convertir en su mujer. Con gran tristeza y una resignación al menos igual de grande me habló del lento morir de las casas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(es) Así que me he recorrido el casco antiguo de Cee. Y con cada paso entendía más la moriña del señor. Ya sé que es fácil desde el hoy, con los datos en la mano, señalar posibles fallos del pasado. Y sé que urbanismo es un tema sumamente complejo.

Pero lo cierto es, que habría que buscar soluciones para un paisaje urbano lleno de runias de obras inconclusas de ladrillo rápido que se abandonaron sin más, y las ruinas de las casas antiguas que mueren lentamente. Tanto unos como otros no embellecen el paisaje urbano. Tanto unos como otros necesitan mucho dinero, para concluir o rehabilitar.  Dinero y voluntad sociel y política. Y, puede que lo más importante de todo: una visión de futuro.

(de) Also habe ich mich aufgemacht und die Altstadt von Cee erkundet. Mit jedem Schritt habe ich besser verstanden, was mein „Bekannter“ meinte. Ich weiss, es ist einfach, aus dem Heute heraus mit dem Finger auf potentielle Fehler der Vergangenheit zu zeigen. Und ich weiß, welch komplexes Thema Urbanismus sein kann und meistens ist.

Aber ich denke, man muß trotz all der Komplexibilität eine Lösung suchen für die Stadtlandschaften voller verlassener, unvollendeter Bauruinen und den zum langsamen Sterben verurteilten Ruinen der alter Häuser. Weder die einen noch die anderen tragen zur Schönheit der Stadtlandschaft bei. Sowohl die einen als auch die anderen brauchen viel Geld, um entweder vollendet oder saniert zu werden. Geld, und gesellschaftlichen und politischen Willen. Und, vielleicht das wichtigste von allem: eine Vision für die Zukunft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(de) Aber: Cee hat den ersten Kreisverkehr für Fahrräder, den ich sehe.
(es) Pero: Cee tiene la primera rotonda que conozco.

 

 

 

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Cee _ 1481 _ eindrücke

Impresiones gallegas / Galicische Eindrücke VI

Aus Cee / De Cee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Cee _ 1480 _ fundstück

 

 

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firsterra _ 1479 _ begegnung

 

 

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fisterra _ 1478 _ begegnung

 

 

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Fisterra _ 1477 _ fundstück

 

 

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Fisterra _ 1476 _ textil

Drei gute Gründe, drei. / Tres buenas razones, tres.

 

(es) Domingo, ayyyyyy eso de dominguear con el vermú a mediodía, cómo lo eché de menos. Día de la Madre en España, florestería abierta, gente con rosa en mano recorriendo el pueblo, nietas-hijas vestidas de domingo, mucha familia de aquí pa’lla. Micro-Retrato sociológico. Y el cuarto tapiz del panel terminado. Me gusta como está quedando. Tres buenas razones para celebrar.

(de) Sonntag. Hach, wie ich diese Sonntage vermisst habe, frisches Brot vom Bäcker, ein guter Wermut mit einem leckeren Häppchen in der Lieblingskneipe. Muttertag in Spanien, Blumenläden geöffnet, Menschen mit Rosen in der Hand laufen von hier nach da, Töchter_Enkelinnen im Sonntagsgewand, viel Familie unterwegs. Mikro_Gesellschaftsporträt. Und der vierte Teppich ist fertig. Mir gefällt diese Serie ausgesprochen gut. Drei gute Gründe zum Feiern.

 

 

…… Ah, und es hat aufgehört zu regnen.
…… Ah, y ha dejado de llover.

 

 

 

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Fisterra _ 1475 _ textil

(de) Sonntag. Muttertag in Spanien, das Dauerregeninterludium ist vorbei und das vierte Stück ist fertig. Zufriedenheit macht sich breit. Es wird eine schöne Serie werden.

(es) Domingo. Día de la Madre en España, la lluvia cesó y la cuarta pieya est¡a terminada. Satisfacción. Creo que va a ser una serie muy guapa.

 

 

 

 

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Fisterra _ 1474 _ instagram

Endlich. Por fin.  Finally…..

 

(es) Lo he propuesto no sé cuantas veces. Porque me ha dado una pereza enorme abrir un nuevo espacio con el que habría que familiarizarse, al que hay que dar de comer…. Pero al final he caido … en la red del instagram. Notaba desde hace tiempo como la resistencia iba bajando hasta niveles submarinos y se me agotaron los argumentos.

Y ahora han venido los tres empujones definitivos:
# dos días de lluvia contínua gallega, mal para explorar el entorno, bien para tejer y para surfear;
# el proyecto stiching.their.names.together. que ha escogido instagram como medio de comunicación;
# y Palmira, que me ha dicho que no puede ser…….. Y es que sí, por ser, puede ser, pero sentido no tienen mucho.

Así que: aquí estoy. Con mi nuevo perfil en Instagram. Aún muy novata intento orientarme. Tenéd paciencia conmigo.

(de) Ich schieb es schon eine kleine Ewigkeit vor mir her. Irgendwie kostet es mich Überwindung noch einen virtuellen Raum zu öffnen, mit dem man sich erst einmal vertraut machen muss, den man dann auch füttern sollte… Aber jetzt bin ich doch hineingefallen …. in den InstagramOzean. Ganz ehrlich? Mir gingen die Argumente aus.

Und jetzt kamen die drei letzten Schubser, die ich noch brauchte:
# zwei Tage galicischer Dauerregen, schlecht zum Erkunden, gut zum Weben und Internetsurfen;
# das Projekt stiching.their.names.together, das Instagram fürs Netzwerken benutzt
# und Palmira, die mir ins Gewissen geredet hat und meinte, es kann doch nicht sein…… Naja, SEIN kann es schon, aber viel SINN macht es nicht. Außer, man wäre ganz analog unterwegs. Aber das ist ja nicht der Fall.

Also: Hier bin ich nun, noch absoluter Neuling. Versuche, mich zu orientieren. Habt also ein wenig Nachsicht mit mir.

 

 

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Fisterra _ 1473 _ fundstück

Roter Faden

 

 

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Fisterra _ 1472 _ fundstück

 

 

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Fisterra _ 1471 _ fundstück

Tränenfänger / Cazador de lágrimas

Wenn der Himmel weint. Cuando el cielo llora.

 

 

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Fisterra 1470 – textil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fisterra _ 1469 _ fundstück

 

 

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Fisterra _ 1468 _ eindrücke

Impresiones gallegas / Galicische Eindrücke V

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sardiñeiro _ 1467 _

Hilos del pasado / Fäden aus der Vergangenheit

 

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(es) Lo bueno de cuando te quedas en un sitio un cierto tiempo, o cuando conoces a alguien del lugar que sabe tirar del hilo, es que afloran historias; historias del pasado, historias particulares.

Llevo tiempo suficiente en Fisterra como para empezar a bucear en capas más profundas que la superficial de paisaje y camino. Y es que conozco gente de aquí que tira del hilo. Palmira que es de Sardiñeiro, sus padres son de Sardiñeiro, sus abuelos son de Sardiñeiro….. y por eso sabe contar muchas historias del pueblo. De antes.

Y es que nada más entrar en el pueblo, una se da cuenta, sin saber nada de su historia, que en un momento no muy lejano en el pasado, debe haber lucido una cara muy distinta. Mucha de la construcción que se ve es de ladrillo rápido, no de piedra tradicional. La mayoría es para uso turístico, de temporada. Poco hay, que tiene que ver con la cotidianidad y las necesidades de la vida continuada en este lugar. Comercios, oficios, o industria, como la der conservas que hubo antaño.

(de) Verweilt man länger an einem Ort, oder kennt man jemanden, der von dort stammt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man früher oder später einen tieferen Einblick bekommt in die Geschichte und die Geschichten, die sich mit diesem Ort verbinden, die Geschichte, die ihn ausmacht im Wesen und im Aussehen, und die Geschichten, die von ihm erzählen.

Ich bin jetzt lange genug in Fisterra, als das mein Blick sich mit der  Oberfläche, der Landschaft und dem Pilgerweg, zufriedengeben würde. Und ich kenne Menschen, die von hier stammen. Palmira ist aus Sardiñeiro, so wie ihre Eltern und ihre Großeltern…. und daher kann sie mir Geschichten erzählen, Geschichten über die Geschichte dieses Ortes. Von früher.

Denn dass dieser Ort mal anders ausgesehen haben muss, das wird einem schnell klar, wenn man durch ihn durch läuft. Viel wurde gebaut, alles wirkt ein wenig kreuz und quer. Viel schneller Beton und Ziegelbau, wenig traditioneller Stein. Die meisten Gebäude sind für den Tourismus bestimmt. Ferienwohnungen, Hotels, Restaurants. Wenig mit dem Alltag einer ganzjährig hier lebenden Einwohnerschaft. Geschäfte, Gewerbe, oder kleine Fabriken, wie die Konservenfabrik, die es hier mal gab.

 

 

(es) Me habló de un documental sobre el pueblo, que parte del derribo de la casa de Lola de Andrés. Es de Olaia Sendón. En su blog lo pude rescatar  y compartir aquí junto con las fotos de un edificio que ya no existe. Es del 2006, poco antes del estallido de la  burbuja inmobiliaria y la crisis financiera del 2008 . Una crisis no ha tocado a  España tan duro como a Grecia o a Islandia, pero que ha dejado huellas profundas en el paisaje y en el paisanaje. Está bien recordadlo, para no repetir. Y para pensar como hacerlo mejor en el futuro. Gestionar el patrimonio, el natural, el arquitectónico, el social, el emocional e intangible con respeto, con cuidado, con consciencia, es un deber. Lugares cambian su aspecto y a veces hasta su alma, claro está, pero hay que dar tiempo al tiempo para que estos cambios se hagan de una manera sostenible.

Por cierto, veréis también a Chus Vilar, la misma Chus que me enseñó el tapiz del leopardo. Chus se jubila y la tienda que llevaba, una de las pocas que queda en el pueblo, cierra. No hay nadie, quien quiere seguir con ello.

 

(de) Palmira erzählte mir von einem Dokumentarfilm über das Dorf, den als roter Faden den Abriß eines besonderen Gebäudes durchzieht: la casa de Lola de Andrés. Der Film ist von Olaia Sendón. Auf ihrem Blog habe ich den Film und die Fotos gefunden, die ich hier mit euch teile. Der Film stammt aus dem Jahre 2006, kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008, die Spanien zwar nicht so stark getroffen hat, wie Griechenland oder Island, die aber tiefe Spuren hinterlassen hat, in der Landschaft und in den Menschen. Gut, daran zu erinnern, um nicht den gleichen Fehler wieder zu machen und vor allem, um die Zukunft besser und nachhaltiger zu gestalten.

Übrigens werdet ihr in dem Dokumentarfilm auch Chus wiedersehen. Dieselbe Chus, die mir den Leopardenteppich gezeigt hat. Chus geht in Rente und schließt ihren Laden, einen der wenigen, die es noch gibt, und die nicht auf die Touristen als Kundschaft fokussiert sind. Keiner da zum Übernehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fisterra _ 1466 _ impresiones

Impresiones gallegas / Galicische Eindrke _ IV

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fisterra _ 1465 _ fundstück

La cucaracha, la cucaracha….

(es) En general me gustan los animales, casi todos. Hay alguna que otra excepción que suele acumularse en la familia de los insectos. Una es la cucaracha. No por la asociación común con basura, suciedad y abandono, por lo mismo podría darme asco la rata y no lo hace. Es por su comportamiento. Recuerdo una de las casa que habité, en Lavapies, Madrid, que siendo un primero en un edificio antiguo tenía cucarachas. Cuando encendía la luz en la cocina, para ir al baño, las veía correr en todas direcciones. Y ese es mi problema con las cucarachas, que corren en TODAS las direcciones, inculuso hacia donde estás tu.

(de) Ich mag Tiere, eigentlich so ziemlich alle. Mit der ein oder anderen Ausnahme, die sich vor allem in der großen Familie der Insekten findet. Eine dieser Ausnahmen ist die Küchenschabe. Gar nicht mal, weil ich sie mit Müll, Schmutz oder  Kanalisation in Verbindung bringen würde, denn dann müsste auch die Ratte auf der Liste stehen, und das tut sie nicht. Es ist wegen ihres Verhaltens. Ich erinnere mich an eine meiner Madrider Wohnungen, in Lavapies. Es war ein erster Stock in einem Altbau und es gab Küchenschaben, viele, egal was ich dagegen unternahm. Wenn ich nachts das Licht in der Küche anmachte um zur Toilette zu gehen, stieben sie in alle Himmelsrichtungen auseinander. Und genau das ist mein Problem mit ihnen: IN ALLE RICHTUNGEN, also auch auf dich zu.

 

(es) Las cucarachas del cementerio de Fisterra no corren. Menos mal. Pero ya sé quien es el autor eso creo al menos, si quiero creerme lo que encuentro en Internet, por ejemplo aquí.  Parece que hay un colcetivo que se llama „cucabomer„, que  fue muy activo en Galicia en los años 2018/2019. Con la cucaracha querían llamar la atención sobre el feísmo urbano, lugares abandonados, obras interminadas, ruinas urbanísticas…… No sé si es persona, si es grupo. No sé si siguen activos o no. Pero por mucho que me gusta la reivindicación, en el caso del cementerio me hubiera gustado que hubieran empleado pintura ecológica no permanente que se desvanece con el tiempo. Intervención efímera, también en la apropiación crítica y/o artística de lugares y objetos.

(de) Die Küchenschaben am Friedhof in Fisterra bewegen sich nicht. Glücklicherweise. Wenn ich dem Glauben schenken kann, was ich im Internet gefunden habe, zum Beispiel HIER, dann stammen sie von einem Kollektiv, das sich „cucabomer“ nennt und in Galicien in den Jahren 2018/2019 sehr aktiv war. Mit der Küchenschabe wollten sie auf die urbanistischen Häßlichkeiten aufmerksam machen, die man in der Stadtlandschaft vorfindet: Bauruinen, nie vollendete Bauvorhaben, verlassene Gebäude oder Plätze….. Ich weiß nicht, ob es sich um eine Gruppe handelt, oder um eine einzelne Person. Ich weiss auch nicht, ob sie weiterhin aktiv sind/ist oder nicht. Viel findet man nicht im Internet. Aber so sehr mir auch diese Aktion gefällt, im Fall des Friedhofs in Fisterra, oder eigentlich ganz allgemein, wenn es um Meinungsäußerungen im öffentlichen Raum geht, hätte ich es vorgezogen, wenn für die Küchenschaben dort ökologische und nicht dauerhafte Farbe verwendet worden wäre. Vergänglichkeit, auch in der kritischen und künstlerischen Aneignung von Orten und Objekten.

 

 

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Fisterra _ 1464 _ eindrücke

Impresiones gallegas / Galicische Eindrücke III

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Fisterra _ 1463 _ begegnung

Herederas de Ariadne _  Ariadnes Erbinnen

 

 

(es) Entrando en la plaza de vuelta del desayuno veo a una pareja delante del KUKUmobil mirando por la ventana. Son Jean Moran, hilandera y tejedora, y su marido. Ella se basa en su trabajo en las tecnicas tradicionales de su país, Irlanda, para crear piezas unicas en su telar. Podéis conocer su trabajo visitando su página o buscándola en instagram. www.irishhandweaves.ie

(de) Als ich nach dem Frühstück wieder zum KUKUmobil zurückkomme, sehe ich ein Paar dort stehen, das neugierig durch die Fenster schaut. Es ist Jean Moran und ihr Mann. Sie sind mit dem Wohnmobil unterwegs. Jean ist Spinnerin und Weberin. In ihren Arbeiten greift sie auf die traditionellen irischen Techniken und Muster zurück und stellt zeitgenössische Unikate her. Wer mehr über sie wissen möchte: www.irishhandweaves.ie oder auf Instagram.

 

(de) Im Gegensatz zu mir hatte sie ihren Webstuhl nicht dabei. Aber auch auf der Reise legt sie die Fäden nicht ganz aus der Hand. Sie stickt. Als Teil eines Projektes von Menschen, die sich auf diese Art miteinander verbinden, um auf die Situation in Palestina aufmerksam zu machen, um zu protestieren gegen das unmenschliche Handeln der israelischen Regierung  in Gaza. Sie wollen dies als einem Aufruf zur Einstellung der militärischen Handlungen gegen eine schutzlose Zivilbevölkerung verstanden wissen.

Es ist „nur“ ein Stückchen Stoff, es sind „nur“ Fäden, „nur“ Namen und Zahlen. Und gleichzeitig ist es ist viel, viel mehr:  Tod, Trauer, Verlust, Leid, Gewalt, Zerstörung, Unrecht, Wut,Unverständnis, Machtlosigkeit … Solidarität, Empörung, Unverständnis und  Machtlosigkeit.

(es) A diferencia de mí ella no lleva el telar  consigo. Sin embargo, aunque esté de viaje y sin poder trabajar en el telar, no abandona los hilos. Borda. Comoparte de un proyecto de personas que están conectadas de esta manera y que quieren llamar la atención sobre lo que ocurre en Palestina, quieren protestar contra la acción inhumana del gobierno israelí en Gaza. Es su manera de hacer un llamamiento por el cese de la violencia del ejercito israelí contra la población civil indefensa.

Es „solo“ un trozo de tela, son nada más que hilos, nombres y cifras. Y al mismo tiempo es tanto más, es: muerte, duelo, pérdida, sufrimiento, violencia, destrucción, injusticia, rabia, incomprensión, impotencia….. solidaridad, indignación, incomprensión e impotencia.

 

 

(es) Dos cosas me vienen a la cabeza. Una es la película „Stitching Palestine“ , de Carol Mansour (Líbano, 2017, 1h 18min). Un documental, en el que doce mujeres palestinas se sientan ante nosotros y nos hablan de su vida antes de la diáspora, de sus recuerdos y de su identidad. Sus relatos están unidos por el hilo perdurable del antiguo arte del bordado. Doce mujeres resistentes, decididas y elocuentes, de distintas profesiones y condiciones sociales: abogadas, artistas, amas de casa, activistas, arquitectas y políticas, cosen juntas la historia de su patria, de su desposesión y de su inquebrantable determinación de que prevalezca la justicia. A través de sus historias, lo individual se entrelaza con lo colectivo, sin dejar de ser claramente personal. Doce mujeres, doce vidas e historias de Palestina.

La segunda es el proyecto „Rola del recuerdo. 1000 paños contra el olvido“. El proyecto lo inició Anna Brägger. Con el se recuerdan las victimas de las gueras en el Sureste de Europa en los años 90 del siglo pasado. La „Rola“ se compone de pañuelos bordados con los nombres de las victimas y la fecha de su nacimiento y fallecimiento. Estas lápidas textiles, a veces decoradas con flores u otros motivos, a veces con una desnudez seseñal de una profunda consternación, se unen en una ancha tira a modo de mural.

Esta película nos presenta el proyecto:

 

(de) Zwei Dinge kommen mir in den Sinn. Zum einen der Film „Stiching Palestine“, der  Filmemacherin Carol Mansour (Libano, 2017, 1h 18min). Ein Dokumentarfilm in dem sich 12 Frauen vor die Kamera setzen und uns von ihrem Leben vor der Diaspora erzählen, von ihren Erinnerungen, von ihrer Identität. Ihre Erzählungen verbindet der ewig währende Faden des Stickens. 12 starke Frauen voller Widerstandskraft, voller Entschiedenheit und Redegewandtheit,  aus unterschiedlichen sozialen schichten und in unterschiedlichen Berufen unterwegs: Rechtsanwältinnen, Künstlerinnen, Hausfrauen, Aktivistinnen, Architektinnen, Politikerinnen… Sie alle sticken gemeinsam die Geschichte ihres Heimatlandes, ihrer Enteignung und ihrer unerschütterlichen Überzeugung, dass die Gerechtigkeit am Ende siegt. Durch ihre Geschichten verwebt sich das Individuelle mit dem Kollektiven, ohne dass dabei das Persönliche verloren geht. 12 Frauen, 12 Leben und Geschichten über Palestina.

Das zweite ist das Projekt der Rolle des Gedenkens, initiiert und betreut von der Künstlerin Anna S. Braegger. Es dient dem Gedenken an die Getöteten der Kriege in Südosteuropa in den 1990er Jahren. Die „Rolle des Gedenkens“ besteht aus Taschentüchern, die mit den Namen und den Lebensdaten der Opfer bestickt werden. Dazu werden Ornamente und Blumen auf die Tücher gestickt, die dann miteinander in ein textiles Raster eingefügt und zu einem langen Band verbunden werden. Die Handarbeiten werden von den Angehörigen der Opfer angefertigt und von Anna Braegger zu der „Rolle des Gedenkens“ zusammengefügt. In dem obigen Film wird darüber berichtet.

 

 

 

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Fisterra _ 1462 _ paisaje

El final en la orilla del camino _ Das Ende am Wegesrand

 

(es) A medio camino entre la iglesia de Santa Maria das Arenas, a la salida del pueblo de Fisterra, y el faro, en los ultimos 3 km del Camino hasta el Fin del Mundo, se encuentra en la ladera del monte y cerca del mar, apenas visible desde la carretera, una pequeña joya arquitectonica, dirian unos, una propuesta innovadora sino visionario, dirían otros, un ambicioso proyecto estrepitosamente fracasado, dirian ortos: El cementerio diseñado por el arquitecto gallego César Portela.

No sé si ríos, pero se han escrito innumerables artículos sobre él, en todos los tenores que os podeis imaginar. Entre ellos incluso unos cuantos enfocados en la excelencia e innovación arquitectonica que le ha valido varias distinciones, premios y reconocimiento internacional. Su creador, Cesar Portela, recibió en 2023 la medalla de oro del Consejo Superior de los Colegios de Arquitectos de España (CSCAE) (https://www.spanish-architects.com/es/architecture-news/en-portada/cesar-portela-medalla-de-oro-de-la-arquitectura) en reconocimiento de su trayectoria.

En Fisterra, sin embargo, es un nombre, que levanta ampollas, que no deja a nadie indiferente y su obra, medio terminada y nunca utilizada, es un escollo para cualquier corporación política.

(de) Auf halbem Weg zwischen der Kirche am Ortsausgang von Fisterra und dem Leuchtturm, auf den allerletzten 3 km des Weges, liegt am Berghang, von der Straße aus kaum zu sehen, ein kleines Juwel der Baukunst. Sagen einige, andere würden es als visionäres, innovatives Bauprojekt bezeichnen, und wieder andere als ein ehrgeiziges, aber vollkommen gescheitertes Vorhaben kritisieren: der Friedhof des galicischen Architekten Cesar Portela.

Auf Spanisch findet man unzählige Artikel zu dem polemischen Projekt, natürlich vor allem in Galicien und in der Welt der Architektur. Auf Deutsch bahe ich ausser dieser Kurzbeschreibung nichts gefunden. („Friedhof in Galizien: Architekt: César Portela, Pontevedra“. Einfach Bauen, edited by Christian Schittich, München: Birkhäuser, 2005, pp. 118-121). Die Welt ist halt groß und weit und was uns hier so wichtig erscheint, wird nichtig und klein. Aber, immerhin hat dieser Friedhof einige wichtige Preise erhalten sowie internationale Anerkennung und sein Erschaffer erhielt für sein umfassendes Lebenswerk 2023 die Goldmedallie des Consejo Superior de los Colegios de Arquitectos de España (CSCAE), des Hohe Rats der Architekten Spaniens, dem etabliertesten Berufs- und Interessenverband der Architekten in Spanien.

In Fisterra erregt sein Name die Gemüter und nicht jeder ist gut auf ihn zu sprechen und der von ihm erdachte Friedhof, der nie fetiggestellt und auch nie benutz wurde, ist ein Stolperstein für jede neue lokale Regierung.

 

 

(es) Como suele ser mi costumbre, voy sin saber todo esto, sin haber leído nada al respecto, sin saber siquiera quién era el arquitecto. Tampoco estoy consciente de que es un cementerio sin muertos. Voy porque me tropecé con la señal y me dejé guiar por la curiosidad. Y me alegra que así sea, porque ahora con todo lo leído y después de haber ido una segunda vez, sé que lo ví desde una gran ignorancia y por tanto flotando en una profunda imparcialidad al respecto de toda la polémica que ha sucitado a lo largo de  los 25 años de su existencia.

(de) Wie das so meine Art ist, besuche ich Orte, ohne vorher über sie gelesen zu haben. So auch diesmal. Ich wußte nichts über den Friedhof, ausser, dass es ihn gibt. Ich kannte noch nicht einmal seinen Namen, um ehrlich zu sein. Und so wußte ich auch nicht, dass mich ein Friedhof ohne Tote erwartet. Ich hatte nur das Schild gesehen und bin meiner Neugier gefolgt. Jetzt bin ich froh, dass es so war. Denn nach allem, was ich inzwischen über dieses Projekt gelesen habe, und nach einem zweiten Besuch dort, ist mir bewußt geworden, was für ein Geschenk es war, diesen Ort ohne irgendwelche Erwartungen oder Vorbehalte entdeckt zu haben, die seine inzwischen schon 25 Jahre zählende durchaus polemisch zu benennende Geschichte leicht entstehen lassen kann.

 

 

(es) Salgo del camino que corre al lado de la carretera asfaltada hacia el faro y me meto cuesta abajo, algo que, intentando meterme en  la mente de alguien en peregrinación al final del camino, o causa una sonrisa recordando todo lo que ya ha superado, o una sacudida de cabeza siguiendo el único pensamiento que aún cabe, que es el de llegar cuanto o como sea antes al final. Los primeros quizá se meterían, para llevarse este último cachito de naturaleza gallega, si supieran que ese camino también les lleva al faro. Los segundos ni así.

Actualmente, por las huellas visibles, es más bién un lugar donde algún que otro dobla la esquina cuando la necesidad fisiológica aprieta, y se necesita un lugar un poco resguardado.

Sigo bajando la pista. Como no tengo ni el entrenamiento ni el cansancio peregrino en los huesos, voy relajada y encantada, sorprendida de que el camino esté en un estado tan natural. A la vuelta me iría imaginando como los camiones pasaron por ahí llevando las pesadas placas de granito a su destino. Pero eso, a la vuelta.

(de) Ich komme also wieder einmal von der asphaltierten Straße die zum Leuchtturm führt ab und der Weg führt erst einmal bergab. Ich versuche, mich in jemanden hineinzuvesetzen, der den Pilgerweg hintersich hat. Die einen würden schmunzeln und dabei an all die Aufs und Abs denken, die sie in den letzten Wochen erfolgreich bewältigt haben, die anderen würden kopfschüttelnd weitergehen, gefangen in der Anstrengung, endlich das Ende zu erreichen. Die ersten würden eventuell diesen Weg wählen, wenn sie wüßten, dass auch er sie an das ersehnte Ziel führt. Die zweiten auf keinen Fall.

Derzeit ist es eher so, dass dieser Weg von jenen genutzt wird, die gerade eine physiologische Notwendigkeit plagt, die einen etwas sichtgeschützten ort bräuchte und für die sie keine andere Lösung finden.

Ich gehe weiter bergab. Sehr entspannt, denn mich drängt ja nichts zum Ende des Weges. Meiner fängt ja gerade erst an.  Ich genieße diesen Weg, wundere mcih etwas darüber, dass er so grün ist, so naturbelassen. Auf meinem Rükweg würde ich mir vorstellen, wie hier die Baufahrzeuge gewütet haben, als sie die schweren Granitplatten an ihren Bestimmungsort  gebracht haben, aber das auf dem Rückweg.

 

 

(es) Ahora me fijo más en la naturaleza. Al poco, a la altura de las primeras edificaciones que, segun desde donde se miran, casi se mimetizan con el entorno, me reciben los guardianes especiales de este lugar: un pertirrojo, una pareja de camachuelos, y una cabra silvestre. Me envuelve un aire mágico, el olor del tojo, la polifonía de los habitantes alados, y al fondo el mar chocando contra la costa rocosa.

(de) Jetzt genieße ich die Natur. Ungefähr auf der Höhe der ersten Gebäude, die sich inzwischen, je nachdem von wo man auf sie schaut, wunderbar mit der Natur mimetisieren, werde ich von den Hütern des Ortes erwartet: ein Rotkehlchen, ein Dompfaffpaar, eine wilde Ziege, die mich über die den Stechginsterteppich mißtrauisch anlugt. Mich umgibt eine magische Stimmung, der Geruch nach Stechginster und Eukalyptus,  die Polyphonie aus den unterschiedichsten Vogelstimmen und ganz im Hintergrund, rhythmusgebend, das Meer, das gegen die Felsküste brandet.

 

 

(es) Aunque todo parece poco usado, aún no emerge la palabra abandono en mi mente. Y no es hasta que paso por delante de la primera fila de cubos de granito cuando me doy cuenta que hay recipientes sin contenido, que hay cementerio sin muertos. Creo que es en este momento en el que noto como las ruedas empiezan a girar en mi cabeza y surgen las preguntas, y lo hacen con la fuerza del agua desinhibida. ¿Quién? ¿Cuando? ¿Cómo? ¿Qué pasó?

Me imagino esa sobremesa después de una copiosa comida en un buen restaurante en el que chiste va, chiste viene, alguien pronuncia por primera vez la idea. No me imagino al arquitecto yendo de despacho en despacho con la carpeta debajo del brazo, diciendo que tiene una idea maravillosa y busca un lugar donde realizarla. Y luego, después de la comida? ¿Se hacía un concurso? ¿Se expuso el proyecto en el pueblo para entrar en diálogo con los futuros usuarios? En fin, la obra no parece haber sido barata y evidentemente, por alguna razón, no ha sido nunca inaugurada ni usada.

(de) Wenn auch alles darauf hindeutet, dass dieser Ort  wenig genutzt wird, taucht vor meinem geistigen Auge noch nicht der Begriff „Verlassen“ auf. Zumindest nicht, bis ich an der ersten Reihe der Granitblöcke vorbeilaufe und erkennen muss, dass es Behälter ohne Inhalt sind, dass ic mich auf einem Friedhof ohne Tote befinde. In diesem Moment merke ich, wie sich die Rädchen in meinem Kopf in Bewegung setzen und die ersten Fragen auftauchen. Und sie tun das mirt der Kraft und Beständigkeit des Wassers. Wer? Wann? Wie? Was ist passiert?

Ich stelle mir diese „sobremesa“ nach einem gehaltvollen Essen in einem guten Restaurant vor, bei der, Witz hin, Anekdote her, irgendjemand zwischen Zigarettenrauch und Verdauungsschnaps das erste Mal die Idee gebirt. Irgendwie fällt es mir schwer, mir einen Architekten vorzustellen, der mit der Mappe unterm Arm von Büro zu Büro wandert, um irgendjemanden davon zu überzeugen sein Projekt irgendwo realisieren zu dürfen. Und dann. Nach diesem Treffen? Was passierte dann? Gab es eine Ausschreibung? Wer entschied wie darüber? Wurde das Projekt der Bevölkerung vorgestellt, darüber diskutiert? Gab es einen Bürgerdialog? Wurden die zukünftigen Nutzer dieses Ortes in irgendeiner Art und Weise einbezogen in den gesamten Prozess? Dieses Vorhaben war sicher nicht billig und doch wurde es offensichtlich nie fertiggestellt und nie genutzt.

 

 

(es) Pasándo ahí un rato, envuelta en el silencio y la humedad que traía el orballo, intento empatizar con el lugar, en el que confluye un paraje particular con un concepto artístico y con la manera de penser y de hacer las cosas de los oriundos.

A mí me gusta el concepto artístico tanto como entiendo el rechazo de la gente del lugar. Cesar Portela lo describe bien en su página, mejor que lo puedo hacer yo, por algo es su obra. Pero, y hay un pero, eso es evidente: Un cementerio es un lugar muy particular, profundamente enlazado con las costumbres y las tradiciones de sus usuarios, por eso me gusta tanto visitar cementerios. Al ver como es el lugar para los muertos también se entiende un poco mejor a los vivos. Es un lugar que forma parte de la cotidianidad en un momento muy especial, muy íntimo, de despedida, de duelo. También es un reflejo del tejido social, de los entramados familiares, un simbolo de estatus, de egos, de recuerdos y de olvidos.

Hay propuestas arquitectónicas que creo que hay que entender como esculturas. Son atrevidas, innovadoreas, llamativas. Son expresiones de libertad y de la mente creadora  que supo imaginarlas, no siempre se entienden, pero de, y con, la incomprensión sabe vivir un artista. Y luego estás las otras, las obras arquitecnicas que, creo yo, tiene que nacer con una vocación de humildad y de servicio. Obras que tienen que plasmar el sentir de la gente, y que requieren mucha empatía por parte de las personas encargadas de realizarlas.

(de) Ich verweile etwas, unter anderem, weil der Nieselregen zunimmt und ich hier eingeschütztes Eckchen finde. Und während ich darauf warte, das der Regen nachläßt, versuche ich, mich in diesen Ort und seine Energie hineinzudenken und zu fühlen; diesen Ort, an dem sich eine besondere Landschaft, eine künstlerische Idee und die Bräuchen und  Mentalität der Einheimischen begegnen.

Mich begeistert das künstlerische Konzept von César Portillo im gleichen Maß, wie ich den Widerstand der Einwohner nachvollziehen kann. Das Konzept ist schlüssig, ist überzeugend. Auf der Seite des Künstlers kann man es nachlesen. Aber, und es gibt ein großes ABER, sonst wäre es nie zu dieser Situation gekommen: Ein Friedhof ist ein ganz besonderer Ort, ein Ort der eng mit den Gebräuchen der Einheimischen verbunden ist. Deshalb besuche ich gerne Freidhöfe. Wenn man den Ort für die Toten sieht, dann versteht man etwas besser die Lebenden. Ein Friedhof gehört zum Alltag der Bewohner, ist der Ort der Trauer und des Schmerzes. Er ist auch ein Spiegel des sozialen Gefüges, des gesellschaftlichen Status, von Egos, von Gedenken und Vergessen.

Es gibt eine Architektur, die eigentlich als Skulpturen zu verstehen sind. Sie sind wagemütig, innovativ, Aufsehen erregend. Sie sind der Ausdruck eines freien schöpferischen Geistes. Sie werden nicht immer verstanden, aber Künstler sind es gewohnt, mit diesem Unverständnis zu leben und zu arbeiten. Und dann gibt es diese andere Architektur, die, so glaube ich, einem tiefen dienenden Willen entspringen muss. Eine Architektur, die das Lebensverständnis und die Mentalität derer abbilden, die diesen Ort bewohnen. Diese Architektur benötigt ein großes Maß an Einfühlungsvermögen vonseiten aller, die mit der Durchführung eines solchen Projektes betraut sind.

 

(es) Desde mi entender, aquí hubo confusión. No sé de quién. Aunque cuando se construyó aún no había una afluencia tan grande de peregrinos, hoy en día queda claro que la carretera que lleva al cementerio no basta para autobuses, caravanas, coches de turistas, peregrinos y visitantes y…. una comitiva fúnebre. Aunque mucha gente en Fisterra vive del turismo peregrino, hay partes de su vida que quiere matener en privacidad colectiva. Para un pueblo pescador en la costa de la muerte, la mar no tiene mucho de romántico o idílico, es una vida dura, es peligrosa y se ha llevado la vida de mucha gente joven en el pasado. Sus muertos, rescatados, si es que lo han podido ser, los prefiere enterrar a buen resguardo. En un pueblo en el que la gente coge el coche hasta para ir a comprar el pan, como es costumbre de la gente en los pueblos, aquí y en muchos  lugares del mundo, emplazar un lugar de recuerdo tan lejos del pueblo es un desacierto. Eso, por enumerar algunos pensamientos que se me ocurren. Bueno, y luego están la política y los gustos….. y sobre gustos no hay nada escrito.

Sería interesante poder preguntar a César Portela si hoy en día hiciera la obra igual. Y si es así, si cambiaría algo respecto al diálogo previo con la gente del lugar. No bsta convencer a los que tienen que soltar el dinero. Haz que convencer a los que tienen que enterrar a sus muertos ahí.

Y que conste: la obra como propuesta artística, su concepto y ejecución me encantan, especialmente hoy en día, un cuarto de siglo después de su construcción parcial, cuando ha adquirido esa humildad que solo el paso del tiempo y la naturaleza saben dar a las cosas y los lugares. ¿Lo habrá visionado así su creador?

(de) Aus meiner Sicht gab es hier ein großes Missverständnis, eine große Verwirrung. Auch wenn zu dem Zeitpunkt des Baubeginns der Ansturm an Pilgern noch nicht so groß war,  ist jetzt deutlich, dass die einzige Strasse, die gleichzeitig zum Friedhof und zum Leuchtturm führt, nicht ausreicht für Busse, Mobilehomes, Autos, Pilger, Wanderer und… Leichenzüge. Und dass man vielleicht ja auch einen Leichenzug nicht unbedingt in solch einer Öffentlichkeit stattfinden lassen will, weil er zu einer anderen Welt, einer anderen Gemeinschaft, gehört. Für die Bewohner eines Fischerdorfes an der Küste des Todes birgt das Meer wenig Romantik. Es ist hart, es ist gefährlich, es ist gnadenlos mächtig und es hat in der Vergangenheit vielen jungen Menschen das Leben genommen. Die Toten werden, wenn sie das Meer überhaupt wieder hergibt, lieber dort begraben, wo sie geschützt sind. In einem Dorf, in dem die Menschen selbst zum Bäcker mit dem Auto fahren, so wie das in vielen Dörfern an vielen Orten auf der Welt üblich ist,  den Freidhof so weit weg von Dorf und Kirche zu plazieren ist ein Fehler. Das sind nur einige Aspekte, die mir dazu einfallen. Und dann ist da die Politik, und der Geschmack…. und über den Geschmack läßt sich nicht streiten.

 

(es) ¿Ahora qué? 25 años lleva este lugar sin servicio. En lo que he investigado en internet hubo de vez en cuando un a veces más, otras menos, tímido intento de terminar la obra colocando los cubos restantes, primero. Luego ya se conformó con poner los cubos existentes en servicio, después con mantener el lugar transitable. Me imagino que cada corporación política lo mira con recelo. Pero el hecho es que ahí están y no se van a quitar. Por qué, entonces, no hacer algo sensato con ellos. ¿Pero qué? ¿Y con qué dinero?

Ahora mismo, el lugar es transitable, es más, hay un precioso camino atravesando bosque, con vistas al mar, que lleva  hasta el faro, alejado de los coches, autocaravanas y autobuses que, en temporada alta, deben ser bastantes que suben y bajan por la carretera.

Luego, desde mi punto de vista, se debería intentar en todo lo posible, mantener la humildad y el minimalismo que respira el  lugar, aunque sea involumtariamente. Eso significa hacer cuanta menos infraestructura mejor, en todo, en camino, en luz, en agua, siempre preguntandose tres veces si realmente es necesario.

(de)  Und jetzt? Seit 25 Jahren warten diese Würfel darauf genutzt zu werden. Naja, denen ist es wahrscheinlich egal, aber trotzdem. Auf meiner Suche im Internet bin ich auf viele Artikel gestoßen, die davon berichten, dass immer mal wieder, mal halbherzig, mal voller Überzeugung, versucht wurde das Projekt zumindest abzuschließen. Dann ging es eher darum, das Bestehende wenigstens funktionstüchtig zu machen und schließlich begnügte man sich damit, das Ganze zugänglich zu halten. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für jede Lokalregierung eine heiße Kartoffel ist. Aber die Würfel sind da. Das ist einFakt. Und sie werden dort bleiben. Das ist auch ein Fakt. Also warum nicht etwas Sinnvolles aus diesem Ort machen? Aber was könnte das sein? Und mit welchen Mitteln?

Aktuell ist der Ort zugänglich, die Wege und das nahe Umfeld der Würfel werden frei gehalten. Mehr noch, es gibt einen wunderschönen Weg, der durch den Freidhof und dann durch Wald an der Küste entlang zum Leichtturm führt, weit weg von Asphalt und Verkehr.

Und dann wäre es, meines Erachtens, wichtig, diesem Ort seine gewisse Bescheidenheit und seinen Minimalismus zu bewahren, der ihm, wenn vielleicht auch unfreiwillig, innewohnt. Das bedeutet, so wenig Eingriff wie möglich, so wenig Infrastruktur wie möglich, bei allem,Zugang,  Strom, Wasser. Besser immer dreimal fragen, ob das was man machen will wirklich notwendig ist.

 

 

(es) Un columbario o una residencia de artísta

Dos ideas para un lugar:

1. Retomando el hilo artístico y liberando esta intervención arquitectónica de la necesidad de tener que servir a los muertos y más aún a sus familiares _ y eso que no sé si cementerios civiles son lugares consagrados y si este en un momento dado lo ha sido _ se me ocurre convertirlo en una resiencia de artista, minimalista. Cambiándo o adoptando  los primeros tres cubos arriba, pensados como tanatorio y sala de autopsias, por habitáculos residenciales a modo ermita. Sencillo, sostenible, WC seco, mínima instalación de luz y agua que hoy en día puede tener una buena solución. Residencias controladas y adjudicadas por el consello, de uno, dos o tres meses, como suelen ser. Con posibilidad de  exponer en el faro al final de la residencia. Para muchos artistas ese lugar resultaría tremendamente inspirador. Y para el pueblo y sus visitantes traería nuevos impulsos. Vamos, yo que en el fondo estoy haciendo una residencia aquí trayendo mi propia residencia,  me apuntaría ya mismo. Y alguien ya lo ha hecho.

2. Un Columbario para enterrar las cenizas de gente que, siendo de aquí o de cualquier otro lugar del mundo,  guarda un estrecho lazo con el Camino, y con este lugar tan particular; gente que ha experimentado e incorporado lo que respresenta: la fusión de la naturaleza con la intervención humana, el simbolismo y la presencia de los elementos, el minimalismo, la humildad. Llegar andando, para ellos lo más normal del mundo. Comodidades, las justas, para ellos lo más normal del mundo. Humildad ante la grandeza de la naturaleza, la fuerza de los elementos, y el descanso en una comunidad diversa, pero unida por una gran espiritualidad, lo más normal del mundo.

Para empezar, yo colocaría arriba en la señal una indicación como „al faro por el cementerio de Cesar Portela“, para que la gente sepa que el camino sigue hasta el final de su viaje. Intentando no romper la mágia del lugar.

(de) Ein Kolumbarium oder eine Künstlerresidenz

Zwei Ideen für den Ort:

1. Wenn man den künstlerischen Aspekt in den Mittelpunkt setzen möchte und dieses Juwel der Baukunst davon befreit, das zu sein, wofür es ursprünglich gedacht und nie genutzt wurde _ und das schreib ich, ohne zu wissen, ob zivile Freidhöfe in Spanien auch geweihte Orte sind und ob dieser jemals geweiht wurde und dann dementsprechend entweiht werden müsste _ dann wäre es eine wundervolle minimalistische Künstlerresidenz. Dazu würde es ausreichen, die drei oberen Würfel, die als Trauerhalle gedacht waren, umzugestalten oder auszutauschen gegen eine Einsiedelei, einen oder zwei einfache, nachhaltige Wohnwürfel mit Trockentoilette, minimaler Einrichtung, minimaler Strom- und Wasserversorgung. Mit der heutigen Technik gibt es dafür gute Lösungen. Rsidenzen, die von der Gemeinde vergeben werden, mit einer begrenzten Dauer, ein, zwei, drei Monate. Wie das halt so üblich ist. Mit der Möglichkeit, im Leuchthaus am Leuchtturm auszustellen. Für viele Künstler wäre das ein absolut inspirierender Ort. Und für die Einwohner und den Besuchern würde es neue Impulse bringen. Also ich wäre sofort dabei, wenn ich nicht meine eigene Residenz schon hätte.

2. Ein Kolumbarium für die Asche derer, die, egal ob von hier oder von weit weg, ein enges Band mit dem Pilgerweg und diesem Ort verbindet. Menschen, die all das erlebt und verinnerlicht haben, was dieser Ort darstellt: das Verschmelzen von Natur und menschlichem Eingriff, die Symbolkraft und die Anwesenheit der Elemente, den Minimalismus, die Demut. Ein Ort, der nur zu Fuß zu erreichen ist:  für sie das Normalste von der Welt. Bequemlichkeiten nur die Notwendigsten: für sie das Normalste von der Welt. Demut angesichts der Größe der Naturgewalten und das Ruhen im Schoße einer diversen Gemeinschaft von Menschen, die eine großer Sinn für  Spiritualität verbindet: für sie das Normalste von der Welt.

Um irgendwo klein anzufangen, würde ich oben an der Straße ein Schild aufhängen: „Zum Leuchtturm über den Friedhof von César Portela“, damit die Wanderer wissen, dass der Weg sie weiter führt, an das ersehnte Ziel ihrer Reise. Immer in dem Bemühen, den Zauber dieses Ortes nicht zu brechen.

 

(es) Porque para mí, socializada con los cementerios antiguos convertidos en parques, los bosques usados como cementerios, lo que más me puede chocar al principio es el granito. Pero sabiendo que aquí en España eso sí que es algo culturalmente arraigado….. dependería de mi este ultimo paso de la integración.

(de) Für mich, gewöhnt an die alten zu Parks umgewandelten Fiedhöfe und die Freidwälder meines Heimatlandes, ist die steinige Art der Ruhestätte etwas, an das ich mich erst gewöhnen müsste. Aber das ist eben in Spanien so üblich, also wäre es an mir, mich anzupassen.

 

 

 

 

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Sardineiro _ 1461 _ fundstück

Objeto encontrado _ encuentro _ anécdota de un largo viaje
Fundstück _ Begegnung _ Reiseanekdote

 

(es) Yendo dirección Pontevedra en bus, una de las primeras paradas que vienen _ si es que alguien quiere subir o bajar_ es la de Sardiñeiro, pueblo vecino de Fisterra. Exactamente, donde Etel y Palmira van a abrir el ultramarinos este verano y donde su hermano lleva el Restaurante Casa Lestón, donde comí estos chipirones en su tinta tan, tan rícos, que me ha dicho Plamira que los hace su madre que sigue en la cocina, donde ha pasado toda su vida haciendo bailar cucharas y sartenes y dando buen comer a los comensales.

(de) Wenn man mit dem Bus Richtung Pontevedra fährt, dann ist eine der ersten Haltestellen _ wenn jemand aus- oder einsteigen möchte_ in Sardiñeiro, dem Nachbarort von Fisterra. Genau, dem Ort in dem Etel und Palmira im Sommer ihr zweites Standbein eröffnen, einen  „Ultramarinos“ (Kolonialwarenladen früher, heute Lebensmittelladen mit ausgewählten Produkten aus der Umgebung) mit Take-away-Küche, und wo ihr Bruder das Restaurant Casa Lestón führt, in dem ich diese unglaublich leckeren Chipirones (Tintenfische) gegessen habe. Übrigens steht immer noch Palmiras Mutter am Herd, läßt Kochlöffel und Pfannen tanzen und bietet den Gästen diese köstlichen Gerichte.

 

 

(es) Sea como fuere, el día que fui a Louro en busqueda de los pertroglifos paró el autobus un breve instante, pero suficientemente largo para mi como vislumbrar en la planta primera del edificio de enfrente una imágen grande de un leopardo. Me llamó la atención porque la casa no está habitada.  ¿ Es un cuadro? ¿ Un tapiz ? ¿Cómo ha llegado hasta aquí y cómo o porqué se ha quedado en esta casa que todos sus habitantes han abandonado hace tiempo? Una anécdota, pero me intrigó. Tanto que ayer, que me fui andando a Cee, paré delante de la casa. En la parada había una señora esperando el bus. La pregunté por los dueños. Me mandó a preguntar en la panadaría. En la panadería me mandaron a preguntar en la mercería.Y en la mercería encontré a Chus.

(de) Wie auch immer, an dem Tag, an dem ich nach Louro gefahren bin, hielt der Bus, nur kurz, aber lang genug für mich, um in der ersten Etage des gegenüberliegenden Hauses einen Blick auf das große Bild eines Leoparden zu ergattern. Es oder besser „er“ sprang mich förmlich an. Ein Gemälde? Ein Teppich? Was auch immer es war, wie kam es dorthin und warum ist es dort geblieben, als alle Bewohner dieses Haus verlassen haben? Eine Anekdote, mehr nicht. Aber die Gedanken an diesen Leoparden in dem verlassenen Haus ließen mich nicht los. Gestern bin ich zu Fuß nach Cee und wieder zurück gewandert und habe auf dem Hinweg die Gelegenheit genutzt und eine Frau gefragt, die dort auf den Bus wartete. Sie schickte mich in die Bäckerei und dort schickten sie mich in den Kurzwarenladen ein Stück die Straße rauf. Und dort traf ich Chus.

 

 

(es) La casa era de los padres de Chus y el tapiz, es un tapiz, lo trajo su abuelo de un viaje, este y dos mas. Uno con dos leones y otro con no-sé-qué motivo. Total, le conté la misma historia que os describí antes y la pregunté si estaría dispuesta a dejarme ver el tapiz de cerca. La verdad es que tenia poca esperanza de que iba a decir que sí. Eso de dejar gente desconocida entrar en tu casa, esté o no habitada, no es muy común. La sorpresa fue que dijo que sí, lo unico que estaba con el nieto y que en este momento le pillaba mal. Pero por la tarde……. Intercambiamos nuestros números de teléfono, yo me fui a Cee, ella a sus tareas. Por la tarde volví. Y fuimos a la casa del leopardo.

(de) Das Haus gehörte den Eltern von Chus und den Teppich, denn ein Teppich ist es tatsächlich, brachte ihr Großvater von einer Reise mit nach Hause. Diesen und zwei weitere, einen mit zwei Löwen und einen mit einem Motiv, an das sich niemand mehr so richtig erinnert. Ich erzählte ihr die verrückte Geschichte die ich euch geschrieben habe und fragte sie, ob sie bereit wäre, mir den Teppich zu zeigen. Ehrlich gesagt, ohne große Hoffnung, dass sie sich darauf einlassen würde. Jemand fremden das Wohnhaus zu zeigen, egal, ob man gerade darin wohnt oder nicht, ist nicht gerade üblich. Aber sie tat es, zu meiner großen Überraschung und noch größeren Freude. Nur war der Moment unglücklich, Mittagszeit, ein hungriger Enkel wartete. Wir tauschten unsere Telefonnummern aus. Ich machte mich auf den Weg nach Cee und sie machte sich an ihre Arbeit. Am Nachmittag kam ich zurück und gemeinsam gingen wir in das „Haus mit dem Leoparden“.

 

 

(es) Su tío había hecho un marco para la pieza textil y ahí estaba luciendo, para sí solo y para las miradas fugaces de los transeuntes. Hablamos un buen rato sobre los avatares de la vida, de la familia, de la casa. Una casa preciosa, una distribución perfecta. Tan solo las puertas de las habitaciones, hechas por su tío en madera de castaño, son una auténtica maravilla. Ojala que encuentren una buena solución para ella. Alguién que sepa apreciar la historia y el alma que encierran estos muros, las historias que pueden contar estas paredes, y el tapiz del leopardo que en sus 50 años habrá visto pasar muchos autobuses.

(de) Ihr Onkel hatte Rahmen für die Teppiche gemacht, auch für den Leoparden. Und da hing er nun in all seiner Pracht, für sich und für die zufälligen, flüchtigen Blicke der Vorbeireisenden. Wir haben uns eine ganze Weile unterhalten, über das Leben, die Familie, das Haus. Ein wunderschönes Haus, übrigens, mit einer wunderbaren Aufteilung. Schon alleine die Türen, die ihr Onkel aus Kastanie hergestellt hat sind ein kleines Juwel. Hoffentlich finden sie eine Lösung, denn lange sollte dieses Haus nicht mehr leer stehen. Jemanden, der in der Lage ist, die Geschichte, die Seele, wertzuschätzen, die diese Mauern umschließen, die Geschichten, die diese Wände erzählen könnten, den Teppich mit dem Leoparden, der in den 50 Jahren die er diese Wand schmückt, viele Autobusse hat vorbeifahren sehen.

 

 

(es) Gracias Chus, por tu confianza, tu tiempo, tu generosidad.

(de) Danke Chus, für dein Vertrauen, deine Zeit und deine Großzügigkeit.

 

 

 

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Corcubión _ 1461 _ eindrücke

Impresiones gallegas _ Galicische Eindrücke III

 

 

 

 

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Fisterra _ 1460 _ begegnung

Gute Nachbarschaft

 

 

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Fisterra _ 1459 _ fundstück

Haarige Angelegenheit _ Asunto peliagudo

Usnea hirta

 

 

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Fisterra _ 1458 _ eindrücke

Impresiones gallegas _ Galicische Eindrücke II

 

 

 

 

 

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Fisterra _ 1457 _ fundstück

 

 

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Fisterra _ 1456 – textil

Materialerkundung / Exploración de materiales

(es) A  lo largo del viaje por Europa con el KUKUmobil quiero explorar nuevos materiales que pueda encontrar  en cada parada. No sé si van a llegar a formar parte del gran tapiz, pero al menos en el bastidor quiero probar como se comportan, que efectos se pueden conseguir, como se dejan combinar con otros materiales….

Un pescador en el puerto de Fisterra me ha dejado algo de hilo de pescar. En la ferretería he comprado un poco más. No es un material muy agradecido para el tejer, por lo menos en el grosor que utilizan los pescadores. Es rígido y resbaladizo, rebélde diría yo. Pero interesante.

(de) Auf meiner Reise mit dem KUKUmobil durch Europa möchte ich gerne neue Materialien ausprobieren, die ich an den Orten finde, an denen das KUKUmobil Halt macht. Ohne zu wissen, ob sie letztendlich ihren Weg in den großen Teppich finden, kann ich mir gut vorstellen, zumindest am kleinen Webrahmen mit ihnen zu experimentieren, zu sehen, wie sie sich verarbeiten lassen, welche Wirkung man mit ihnen erreichen kann, wie sie sich mit anderen Materialien kombinieren lassen…..

Von einem Fischer im Hafen, der gerade dabei war, ein Netz zu reparieren, habe ich etwas Nylonschnur bekommen. In der Eisenwarenhandlung habe ich eine etwas feinere Schnur gekauft. Nicht gerade einfach zu verarbeiten. Zu steif, zu rutschig, zu störrisch, würde ich sagen. Aber interessant.

 

(es) Lo he combinado con el lino, material que tradicionalmente se utilizó mucho en la elaboración de textiles. Mar y Tierra. Toca currar, después de dos semanas de excursiones, de recopilación….

(de) Ich habe die Angelschnur mit dem Leinengarn kombiniert, das traditionell in Galicien bei der Herstellung von Textilien verwendet wurde. Meer und Land. Nach zwei Wochen Erkunden, Erwandern, Sammeln….. ist die Zeit gekommen, zu arbeiten.

 

 

 

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Fisterra _ 1455 _ fundstück

 

 

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