berlin _ 1177

Ein Kapitel findet sein Ende

Vier Jahre ist es jetzt her. Vor 4 Jahren habe ich den Vertrag unterschrieben und bin eingezogen, in das Atelier in der Marienburg, in Alt Mariendorf.

Mein Gott,  ich war damals stolz wie Bolle, es geschafft zu haben: ein eigener Arbeitsraum; über das vom bbk verwaltete Atelierprogramm. Es bedeutete für mich mehr, als nur einen großen, hellen, bezahlbaren Raum zu meiner alleinigen Verfügung zu haben. Es war auch für einen kurzen Moment das Gefühl, dazuzugehören, zu dieser Welt der Kunst in der Metropole Berlin.

In der Vergangenheit gab es Wohnzimmer in diversen Wohnungen, die ich zum Webatelier umfunktionierte, weil es die größten Zimmer waren und der Webstuhl dort hineinpasste. Es gab auch mal einen Raum in der Autowerkstatt unseres Mechanikers in Nordspanien, den ich für die Arbeit an einem Entwurf benutzen durfte. Es gab ein Zimmer im KUKU, unserem kleinen selbstorganisierten Kulturzentrum, in dem mein Webstuhl stand……

Und  auf einmal gibt es diesen Raum, reserviert für die Kunst. Und ausgerechnet dann, wenn endlich das da ist, nach dem ich mich immer gesehnt hatte und von dem ich dachte, es würde ein Vorher und Nachher markieren, in der Art und Weise, wie ich meine Arbeit strukturiere, ausgerechnet dann beginne ich, mir meinem Webstuhl zu wandern, mir Orte auszuleihen …..

… bin mal hier, mal dort zu Gast: erst für einen kurze Weile im Museum Kesselhaus, dann für fast zwei Jahre in der KulturMarktHalle.

Und das Atelier, dieser „heilige Ort“ des künstlerischen Schaffens, verwaist zusehends. Denn was tu ich an einem Ort, an dem kein Webstuhl steht?

Jetzt ist das KUKUmobil fertig. Damit hat der Webstuhl sein definitives Heim gefunden, und somit auch ich.

Zeit aufzuräumen, loszulassen, Platz zu machen für andere, die diesen Raum, in dem ich zugegebenermaßen nie so wirklich angekommen bin, nötig brauchen und besser nutzen können, als ich. Es ist eine große Erleichterung, für die sinnvolle Nutzung dieses Raumes nicht weiter verantwortlich zu sein.

 

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berlin _ 1176 _ textil

3 x 3

Gesichter, Sprichwörter, Grafik, Farbe?

Ein steter Ausreißer, der gleich auf mehreren Hochzeiten tanzen kann.

 

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berlin _ 1175 _ textil

3 x 3 _ EUROPA

Die Serie ist fertig!

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berlin _ 1174 _ textil

Nachtrag zum Bildwirkereikurs im Kesselhaus

Es hat sich mit der Zeit eingebürgert, dass ich den Kursteilnehmerinnen  _ übrigens bewusst im Femininum, ohne Sternchen, Doppelpunkt und sonstigen Schnickschnack, weil Männer bisher durch Abwesenheit glänzen _ anbiete, die Webrahmen mit nachhause zu nehmen, um ihr Stück in Ruhe, ohne Stress fertig zu weben.

Denn meistens ist es nur die Zeit, die fehlt. Die Kenntnisse reichen aus, die Fragen und Lösungsansätze sind besprochen und es muss jetzt „nur noch“ umgesetzt werden. Selbst in einem Kurs wird hier eins der Probleme deutlich, das die Wissensweitergabe im Handwerk charakterisiert und in gewisser Weise „straft“: es braucht Zeit, denn es reicht nicht aus, die Theorie zu hören, es muss getan werden, mehrmals, und in seinen Varianten durchgespielt, auch Fehler gemacht werden.

Denn wenn es darum geht, mit seiner Hände tun Dinge zu beseelen, dann muss das Wissen verinnerlicht werden. Es muss in der in der Seele Verankerung finden, erst dann kann es sich vermehren und wieder veräußert werden.

Es macht mich immer sehr glücklich, wenn ich sehe, wie die Arbeiten in eigenständiger Arbeit wachsen und abgeschlossen werden. Manchmal sitze ich noch in der Nähe, für den Fall der Fälle, manchmal sehe ich die fertige Arbeit, und kann dann noch einmal Hinweise geben, die dann bei der Arbeit an dem  kommenden Stück zur Anwendung kommen.

Bei dem letzten Kurs war es so, dass fast alle Teilnehmerinnen dieses Angebot angenommen haben. Jetzt sind alle fertig geworden und ich habe die kleinen Juwele bestaunen können. Wie die Fliege im Bernstein haben sie das Kostbarste eingeschlossen, das Mensch zu bieten hat: Lebenszeit.

 

Hier das Resultat:

1. Die Tänzerinnen

 

2. Erinnerung an die Großmutter

Die Bildwirkerei ist fast fertig. Oben und unten muss die Webkante noch abgenäht werden. Ich lade immer dazu ein, die Webkante als Bestandteil des Bildes zu verstehen, als Ganzheit des gewirkten Bildes. Natürlich kann man sie auch eher klassisch umschlagen und auf der Rückseite vernähen, sogar das Webstück hinterfüttern, wenn man möchte.

Hier fehlt noch das Abnähen und das Verarbeiten der Randfäden. Das werden wir gemeinsam tun, sobald wir einen ruhigen Tag finden.

 

 

3. Der Krug

Mit Gritt habe ich noch einen weiteren Mittwoch zusammengesessen und unter freiem Himmel gewebt,  ich an meiner EUROPA-Serie, sie an ihrem Krug:

 

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berlin _ 1173 _ labyrinth

Was hat die Berliner Trinkkultur mit Labyrinthen zu tun?

 

Als ich im Frühjahr 2017 nach Berlin kam und neugierig durch Straßen dieser Stadt gelaufen und geradelt bin, um neue Eindrücke zu sammeln in dieser mir unbekannten Stadt, sind mir drei Dinge aufgefallen, die miteinander zu tun haben:

Schnell bekam ich das Gefühl, dass man die Menschen in drei große Gruppen einteilen kann, von denen mir zwei auch aus Madrid vertraut waren, eine aber vollkommen neu:

Da gibt es diejenigen, die immer eine Wasserflasche dabei haben. Oft sichtbar, manchmal erahnbar. Aber sie ist da. Man fühlt sie sozusagen. Als ich nach Madrid kam, gab es überall in der Stadt Brunnen mit Trinkwasser, an denen die Menschen ihren Durst stillen konnten. Fast zeitgleich mit den Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum sind sie verschwunden und im Stadtbild tauchten die Kioske auf, die in Plastikflaschen abgefüllte Getränke teuer verkauften, an Touristen, aber auch an Einheimische, wenn sie ihre Wasserflasche zuhause vergessen hatten, vielleicht, weil sie noch in der Vergangenheit verfangen waren.

Dann gibt es diejenigen, zu denen ich gehöre. Wir sind „trocken unterwegs“. Wir sind vor der 2_Liter_Erkenntnis geboren, sind erzogen worden mit den Grundsätzen des: Zuhause trinken, vor dem Losgehen noch einmal Pipimachen…. Wir wussten, dass das mit dem Trinken auf die Dauer unweigerlich einhergehende Pinkelbedürfnis ein Problem werden könnte. Das ist besonders für Frau ein Problem, denn Bäume bepinkeln geht nicht, öffentliche Toiletten gab’s nicht viele und wenn, dann eher nicht empfehlenswert, und eine Toilette in einem Café zu benutzen kam nicht in Frage, weil es mit dem Verzehr irgendeines der Angebote verbunden war, und dafür war kein Geld da. Kurzum, man ging durch die Welt, möglichst ohne Spuren zu hinterlassen, und alles andere passierte daheim.

Und dann gibt es die dritte Gruppe von Menschen, und die mir _ weil ungewohnt  _ besonders aufgefallen ist: die vielen, vielen Menschen, die in Berlin mit einer Bierflasche (manchmal auch mit einer Bionade oder ähnlichem) unterwegs sind, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.

Vor allem diese letzte Gruppe ist es, die zu bestimmten Phänomenen im öffentlichen Raum führt:

I. Die Flasche

Nun trinkt man unterwegs und will die eine oder mehrere ausgetrunkenen Flaschen, die ja, da meist aus Glas, der Wiederverwertung zugeführt werden sollen und daher beim Kauf mit einem Pfand belegt werden, nicht unbedingt den Rest des Tages mit sich rumtragen. Also werden sie abgestellt. Im Idealfall gibt es organisch entstehende oder sogar vorgedachte Sammelpunkte.

Ansonsten stehen sie so rum in der Landschaft und es gibt Menschen, die diese Flaschen sammeln und sich mit dem Pfandgeld „über Wasser“ halten. Das führt manchmal zu Revierkonflikten unter Stammsammler:innen und am Wochenenden bei den Supermärkten die sonntags öffnen zu langen Schlangen an den Leergutautomaten.

Immerhin, die Flasche bleibt heile, die Flasche kommt in den Kreislauf zurück und die Flasche erfüllt ihren Dienst, so oder/und so.

Schlimmstenfalls geht sie aber kaputt. Und das bedeutet Scherben. Viele. Und auch die gibt es in Berlin, sehr zum Ärger der Fahrradfahrenden, von denen es auch viele gibt, in dieser Stadt. Ganz zu Schweigen von den Barfußgehenden, die nicht ganz so zahlreich sind, aber durchaus weniger selten als zum Beispiel in Madrid.

 

II. Begleitung

Nicht alle trinken Bier pur. Manchmal gibt es die Kombi aus „Kurz“ und „Lang“, also Bier und Schnaps oder Kräuterlikör. In den Kneipen nennen wir das je nach Region „Herrengedeck“. Auf der Straße wird das zu einem Sechserpack Bier im Angebot und einem Pülleken Schnaps aus dem Regal an der Supermarkt-Kasse.

Das Problem? Nun, diese Fläschchen sind nicht mit Pfand belegt, das heisst es gibt keinen finanziellen Anreiz, diese Flaschen zu sammeln, diese Flaschen sinnvoll zu entsorgen…. Der Vorteil im Nachteil: sie gehen nicht so schnell kaputt. Sie liegen halt so rum, in Wiesen, am Straßenrand, um die Bäume……

Eine von ihnen habe ich herausgegriffen, und ich mache jetzt mal Werbung: Ja, es ist die Jägermeisterflasche, denn sie hat eine so wunderbar rechteckige Form, wie ein Dominostein….. und ein so wunderbar grünes Grün…, dass ich schnell begonnen habe, sie zu sammeln. Sie sind die Steinpilze unter den Kleinflaschen, die auf der Strasse zu finden sind.

Das macht es zu einer Herausforderung, eine gewisse Menge zusammenzubringen, die ausreicht, um ein Labyrinth legen zu können, denn _ und das wollen wir hier bei all der Trinkkultur nicht aus dem Auge verlieren _  es geht um die Labyrinthe!

Aber es wird. Und manchmal bekomme ich ja auch Hilfe. Berthild hat mir ihre Sammlung überlassen, die jetzt einfliessen wird in mein Grünflaschenlabyrinth.

 

II. Die Kronkorken

Klar, fast jede Bierflasche hat einen Kronkorken und fast jeder Biertrinkende Mensch Übung darin, die Flasche zu öffnen, unabhängig davon, ob gerade ein  Flaschenöffner  zur Hand ist, oder nicht. Was anscheinend bei den meisten nicht „zur Hand“ ist, ist die Gewohnheit, den wegpoppenden Kronkorken einzufangen und in den Mülleimer zu schmeissen oder in die Hosentasche zu stecken, bis ein Mülleimer am Horizont auftaucht.

Die Unmenge an Kronkorken, die überall in dieser Stadt in unterschiedlicher Dichte und Vielfältigkeit den Boden bedecken….. von Ort zu Ort gibt es Verschiebungen in der Häufigkeit, je nach Trinkgewohnheit der dort lebenden Menschen… ist beeindruckend.

Schnell habe ich damit begonnen, diese Kronkorken zu sammeln. Das Ziel: irgendwann aus diesen Hunderten von Kronkorken ein Labyrinth zu legen. Nicht ganz Pop-Up, aber doch eine Arbeit mit vorhandenem Material…….

Vielleicht schon bald, zum Aufbruch des KUKUmobils, wenn es darum geht, zurückzublicken auf das, was denn in diesem Halben Dutzend Jahren hier in Berlin meine Aufmerksamkeit gefesselt hat.

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berlin _ 1172 _ textil

3 x 3

Die EUROPA-Serie ist fast fertig. Das ist das vorletzte Stück. Aus gegebenen Anlass mit Neon-Orange.

 

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berlin _ 1171 _ KUKUmobil

Alles hat seine Zeit und findet seinen Weg.

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berlin _ 1170 _ fundstück

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berlin _ 1169 _ textil

FREILUFTWEBEN am KUKUMOBIL

Wenn man den Bock zum …… Webrahmen macht,
und die Gärtnerin zur Fotografin……

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berlin _ 1168 _ textil

3 x 3

Die „EUROPA“-Serie ist auf gutem Weg zur Vollendung

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berlin _ 1167 _ fundstück

BEIGE

Vor vielen Jahren, als ich in meiner damaligen Wahlheimat in Nordspanien Teil der Jury des jährlich stattfindenden Kurzfilmfestivals war, begegnete mir ein Kurzfilm, der mich so begeistert hat, dass ich ihn in die Auswahl mit reingenommen habe.

Sein Titel: Beige. Worum es geht? Schaut selbst:

DER LINK zum FILM

Ich muss dazu sagen, dass es gut sein kann, dass meine Tochter und ich damals die einzigen im Publikum waren, die Spass an diesem Film hatten _ das ging uns mit „Goodby Lenin“ übrigens ähnlich, da waren wir im  Madrider Kino die einzigen, die an bestimmten Stellen gelacht, an anderen geweint haben.

Wie auch immer, ich fand und finde den Film witzig. Ich habe ihn vergangene Woche im virtuellen Kosmos gesucht, weil mich meine Reise nach Ludwigslust an ihn erinnert hat.

Fakt ist, der Film ist noch aktuell, im Sinne von zutreffend. Vielleicht nicht mehr in dieser Wucht wie in der Generation meiner Eltern, auf die er sich bezieht. Aber mit zunehmendem Alter, d.h. mit der Verschiebung meiner Perspektive _ denn inzwischen stehe ich auf der Schwelle zum BEIGE _ schaue ich mir dieses Phänomen auch anders an.

Ihr kennt das ja: selektive Wahrnehmung. Als ich das erste Mal schwanger war, hatte ich das Gefühl, die Madrider Straßen waren voller schwangerer Frauen und Kinderwagen.  Jetzt schau ich auf die Rollatormodelle.

Naja, und dann beobachte ich auch mich. Meine neuen Sandalen sind……

Muss ich mir Sorgen machen, oder ist es der Lauf der Dinge und der Zeiten? Denn eigentlich finde ich die Idee des „Sich langsam auflösen“ sehr verlockend. Ich merke jetzt schon, wie ich mich auf den Weg mache, nicht nur mit dem KUKUmobil, sondern auch sonst. Neues anzuschaffen kostet mich immer mehr Überwindung, Bestehende „aufzubrauchen“ ist immer mehr angesagt. Und wenn dann dadurch eine Leere entsteht, ist das mit einem Gefühl der Erleichterung verbunden, denn das Bedürfnis nach Ent-Lastung, nach Leichtigkeit nimmt zu. Und Gandalf hatte auch erst einen grauen Umhang und dann einen weißen, d.h. auch er wurde mit zunehmender Weisheit zur Lichtgestalt.

Also, so lange ich meine Sandalen noch mit meinen farbenfrohen Huipils kombiniere, liegt noch ein Stück Weg vor mir. Ich bin gespannt…….

 

 

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berlin _ 1166 _ labyrinth

Casual Labyrinth im Monat Juni

Während die Linden sich bereit machen für ihre Blüte, häufen sich die Akazienblütenblätter am Gehsteinrand und überall dort, wo der Wind sie hinweht. Auf meinem täglichen  Weg zum KUKUmobil bilden sie an manchen Stellen einen richtigen Teppich.

Da kann man eigentlich nicht widerstehen:

Und was ich so liebe, bei solchen Labyrinthen, ist der Tag danach:

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berlin _ 1165 _ textil

STOFF.TASCHEN.TUCH.

1. Das Netzwerk der Wärme

„Die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere für Lebensmittel und Energie, stellen Berlinerinnen und Berliner vor immense Herausforderungen. Der Berliner Senat hat daher ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Entlastung beschlossen. Ein wichtiger Bestandteil ist der Ausbau der solidarischen Infrastruktur. Damit Energiearmut nicht zu sozialer Ausgrenzung führt, gibt es in Berlin das Netzwerk der Wärme. Es schafft Orte der Begegnung und des nachbarschaftlichen Austauschs, bündelt bestehende Angebote, fördert zivilgesellschaftliches Engagement und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Für den Erfolg des Netzwerks braucht es viele Unterstützerinnen und Unterstützer: Stadtteilzentren und Nachbarschaftstreffs, Kultureinrichtungen und Clubs, Bibliotheken und Vereine, Gemeinden, Unternehmen, Verbände und private Initiativen. Ob zusätzliche Öffnungszeiten in der Bücherei, ein warmes Getränk und Beratung, Kulturangebote oder Hilfe zur Selbsthilfe – unter dem Motto „Gemeinsam geht besser!“ öffnen die Mitglieder des Netzwerks ihre Türen und stehen dafür ein, dass niemand in dieser schwierigen Zeit alleine bleiben muss.“ (Quelle: HIER)

Auch das Museum Kesselhaus tut das Seinige dazu und erweitert ab Mai seine Öffnungszeiten um einen Tag: den Mittwoch. Im „Wonnemonat Mai“ mit einem konkreten Vorschlag:

 

2. Textil_Treffen am Kesselhaus

Irgendwie naheliegend, aus den Umständen zu schöpfen und etwas Positives zu gestalten, sei es auch nur als guter Anlass, um sich in diese wunderbar beschauliche Enklave mitten in der Berliner Quirligkeit zu begeben, der Natur nah zu sein und die Ruhe auf die Arbeit mit den Fäden zu übertragen.

Dabei findet jede und jeder seine Art und Weise, vom Entwirren kunterbunter Fadenreste, über das Besticken von gespendeten Stofftaschentüchern mit den unterschiedlichsten Motiven, bis hin zu der Arbeit am Webrahmen.

 

3. Die Stickerei

Ganz nüchtern betrachtet, und wenn man als „Output“ nur das berücksichtigt, was man im Materiellen begutachten kann, dann muss man sagen, dass sich die Ausbeute bei der Stickerei in einem überschaubaren Rahmen hält.

Gut, dass wir, die wir dort waren, wissen, dass es nicht, oder zumindest nicht nur um das Materielle geht; dass das Materielle eher eine Art ist, um sich an irgendetwas festzuhalten, während die Seele und der Geist auf Wanderschaft gehen, im Gespräch, im Austausch oder in der konzentrierten Stille.

Wie es mit dem „STOFF.TASCHEN.TUCH“ weitergeht, wird die Zeit zeigen. Ich habe mich in diesen Wochen mit dem Thema Stofftaschentuch damals und heute und mit unterschiedlichen Stickprojekten auseinandergesetzt. Vor allem aber habe ich festgestellt, dass viel Menschen in irgendeiner Schublade Stofftaschentücher ihrer Lieben verwahren…. von Großeltern, Eltern, Tanten und sonstigen Verwandten…. Sie sind kleine Erinnerungsträger und sind vielen Menschen wichtig, auch wenn Stofftaschentücher in ihrem Alltag ansonsten keine Rolle mehr spielen.

Naja, und wer sagt, dass es unbedingt Stofftaschentücher sein sollen, die bestickt werden? Maike hat ihr Projekt mitgebracht. Sie beschenkt gerade Menschen, die ihr wichtig sind, mit kleinen liebevoll bestickten Lavendelsäckchen.

 

4. Die Bildwirkerei

Warum auch nicht? Da ich wußte, ich würde im Mai jeden Mittwoch am Museum Kesselhaus sein, habe ich  den Teilnehmer:innen an den Bildwirkereikursen angeboten. ihre Arbeiten am Webrahmen an diesen Nachmittagen fertigzustellen.

So kam es, dass diese Mittwoche immer bunter wurden, was die textilen Techniken betrifft. Und wir konnten die Begeisterung für die Bildwirkerei und den besonderen Moment des Abnehmens der Arbeiten vom Webrahmen miteinander teilen.

So haben wir gesehen, wie Hannah und Charlie ihre Arbeiten vervollständigen, Maren hat ihre kleine Serie von Bildwirkereien mitgebracht, um sie zu zeigen, Lucie hat ihre gewebte Kakaofrucht, die sie vor zwei Jahren in einem VHS-Kurs begonnen hat nun endlich fertig weben können. Manchmal schenkt das Leben eben im Alltag keine Zeit und man muss sich freischaufeln. Das geht dann besser, wenn es einen äußeren Rahmen gibt.

 

 

 

 

 

 

 

5. Strickerei

Wenn es um das Arbeiten mit Nadel und Faden geht, kann natürlich die Strickerei nicht fehlen. Zumal sie mich seit meiner Kindheit begleitet, in der erst meine Mutter mich  strickend eingekleidet hat und später ich meine eigenen Entwürfe umgesetzt habe, die ich teilweise heute noch wie eine zweite Haut trage und immer wieder ausbessre, wenn der Faden durch die Abnutzung in  den letzten  30 Jahren  dünn wie ein Hauch geworden ist und zu reißen droht.

 

Die Strickerei wird übrigens die textile Technik sein, die Morgen am Kesselhaus und an vielen anderen Orten auf der Welt im Mittelpunkt stehen wird. Denn Morgen ist der zweite Samstag im Juni, und das heißt für alle, die die Nadeln gerne tanzen lassen, dass sie sich anlässlich des Weltstricktages an irgendeinem öffentlichen Ort mit Gleichgesinnten zusammen tun, um ihrer Leidenschaft zu frönen.

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berlin _ 1164 _ textil

TAGEWERK

Heute ganz intensiv gearbeitet. Die Entwürfe für die EUROPA-Serie sind alle gemacht. Das bedeutet ein relativ fliessendes „Abweben“ am Rahmen. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis und kann es kaum erwarten, alle 9 Teppiche zusammen zu sehen.

 

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berlin _ 1163 _ textil

Auf den Geschmack gekommen…..

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berlin _ 1162 _ textil

OUTDOOR_WEAVING

Im Museum Kesselhaus  wurde der Monat Juni mit einem Bildwirkerei-Kurs eingeläutet. Bei dem guten Wetter, das wir im Moment hier in Berlin genießen dürfen _ sonnig aber nicht zu warm _ haben wir die Tische, Stühle und das Material nach draußen gebracht, haben die Ruhe und Beschaulichkeit der Umgebung mit eingebunden in unsere Arbeit und uns davontragen lassen auf einen kurzen Ausflug in die Welt der Wirkerei.

Hier nun, wie gewohnt, ein Blick über die Schulter der Teilnehmerinnen an diesem Wochenendkurs, damit ihr einmal mehr sehen könnt, wie schnell und wie schön die Einzigartigkeit der Arbeiten, die an jedem Webrahmen entstehen, die Weite und Vielfältigkeit der Bildwirkerei deutlich machen……. Selbst dann, wenn ich, wie mir gesagt wurde, mit „liebevoller Strenge“ immer wieder auf ihre Besonderheiten hinweise und versuche, in meinen Kursen in einem Rahmen bestimmter Grundvoraussetzungen der klassischen Gobelinwirkerei das Potential voll auszuschöpfen.

Am Anfang steht die Kette…

Zuallererst muss der Webrahmen _ ein umfunktionierter Tischbock _  vorbereitet werden. Die Kette wird aufgezogen. Für die Wochenendkurse schlage ich auf Grund der zeitlichen Begrenztheit eine Breite von 10 – 12 cm vor. Auch sollte, aus demselben Grund, das Material _ hier ist es dreifach gezwirnte naturbelassene Baumwolle _ nicht zu fein gewählt werden.

Bei den Rahmen, die wir benutzen, sitzen 3 Nägel auf 1,5 cm. Das bedeutet für die Kette 4 Fäden auf 1 cm bei einfacher Bespannung. Das ist der Normalfall. Wenn schon ein wenig Webpraxis vorhanden ist, dann bietet sich ein etwas feineres Kettgarn an, bei dem jeder 3. Nagel doppelt bespannt wird, wodurch 8 Fäden auf 1,5 cm kommen. Die „Arbeitseinheit“ wird dadurch etwas kleiner, die Form etwas genauer……

Bis hierhin sieht es an allen Webrahmen gleich aus. Ab hier wird an jedem von ihnen ein anderes Bild entstehen:

 

1. Von Handwerk zu Handwerk

Von Ton zu Garn, von Scheibe zum Rahmen…. aber Handwerk bleibt Handwerk und genau so viel wie das eine vom anderen trennt, verbindet sie miteinander: die Sorgfalt dem Material gegenüber, die Innigkeit im Dialog von Hand und Geist und Seele, die Wertschätzung der Hände Werk und des Lebens Zeit…

Gritt ist Töpferin, unter anderem. Wir haben uns im Februar in Cottbus kennengelernt, als das KUKUmobil dort vor dem BLMK stand. Tja, und was passiert, wenn sich eine Töpferin vor den Webstuhl setzt und die Gobelinpinnen in die Hand nimmt? Genau, sie webt einen Krug. 😉

Falls ihr wissen wollt, was Gritt an der Töpferscheibe macht, dann könnt ihr es HIER sehen.

 

2. Von schwingenden Röcken und tänzelnden Schritten

Else hat eine aparte Vorlage mitgebracht, die sie mit den eigenen Händen, Augen und vor allem mit den eigenen Entscheidungen nachwebt. Zwei Tänzerinnen mit Blütenrock vor blauem Grund.

Fast wäre das Stück fertig geworden. Ein wenig vom Hintergrund fehlt noch und natürlich  der Rock mit der “ hachure sauvage“ , der „wilden Schraffur“. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis.

 

3. Von Klarheit und Kontur

Geometrische Formen in Symmetrie zu weben hat seine Vor- und Nachteile: Der Vorteil liegt in der Tatsache, dass die einmal getroffene Entscheidung für die gesamte Bildkomposition gilt und gut is‘. Also, die Dicke der Konturen, die Steigung der Diagonalen, die Zahl der für die Form zur Verfügung stehenden Fäden, die „Wendefäden“ für jedes Farbfeld…….

Und dieser Vorteil kann gleichzeitig auch ein Nachteil werden, denn diese Entscheidungen werden verbindlich und müssen immer wieder erinnert und beachtet werden, sonst wird das Bild in sich nicht stimmig. Karin hat es geschafft. Die Form stimmt, die Symmetrie stimmt. Und sie ist fertig geworden.

 

4. Vom Früher und Heute

Barbara hat einen Entwurf ihrer Großmutter mitgebracht, die selbst im Textildesign unterwegs war. Es war ihr ein Anliegen, einen Ausschnitt des Originalentwurfes nachzuarbeiten.

 

5. Von Bäumen und Farben

Deisy ist nicht das erste mal dabei. Sie hat diesmal die Gelegenheit genutzt, die Arbeit aus dem vorherigen Kurs fertig zu weben.

Das ist jetzt der zweite Baum, aus einer kleinen Serie. Rechts der Araguaney, der Nationalbaum Deisys Heimatland Venezuela. Voller Begeisterung erzählt sie uns von der Schönheit dieses Baums, wenn er mit seinen leuchtend gelben Blüten die Landschaft prägt.

Links der Apamate, schlanker und höher wachsend, rosa blühend aber ebenso üppig und markant im der tropischen Landschaft.

Die nächste Arbeit, für die die Zeichnung entstanden ist und die Kette vorbereitet wurde, wird eine rotblühende Akazie sein.

 

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berlin _ 1161 _ fundstück

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berlin _ 1160 _ nachbarschaft

Begegnung auf dem Heimweg

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berlin _ 1159 _ KUKUmobil

So, nun ist auch der Wonnemonat Mai vorbei. Die Magnolien sind durch, der Flieder auch, die Bäume im vollen, die Vögel damit beschäftigt, den Hunger ihrer Brut zu stillen…. und das KUKUmobil hat endlich sein grünes Provisorium angelegt, sich GRAU gekleidet und damit das vorletzte Kapitel seines Bautagebuches geschrieben.

Am Ende ist es also tatsächlich eine EPDM-Plane geworden. Joschka, von tinycollective.org  war in diesem Fall der Bauleiter und ich habe versucht, ihm dabei zu helfen, so gut ich konnte.

Durch die Umstellung von Blech- auf Planendach mussten wir als allerersten Arbeitsschritt den Dachüberstand abgesägt und die Wirrfasermatte entfernen, die wir ja schon auf den OSB-Platten befestigt hatten. Beim Blechdach wäre sie sinnvoll gewesen, unter anderem auch um das Geprassel bei Regen etwas zu mildern. Aber die Plane braucht eine glatte  Oberfläche ohne Verwirrungen.

An den ersten Maitagen, an denen das Wetter er zuließ, haben wir mit den Vorbereitungen begonnen. Unter anderem mussten natürlich alle Bleche und die Regenrinne angebracht werden, bevor die Plane drauf konnte.

Auch auf dem First haben wir ein Blech verlegt, um die Plane an der Firstkante zu schützen, und um den Spanngurten genug Luft zu lassen, damit sie gut durch die Führung laufen und nach Bedarf gespannt, bzw. gelockert werden können, ohne irgendwo zu klemmen oder zu reiben.

Marie und Uli waren mit dabei, als es um die letzten Arbeitsschritte ging. Sie haben die Plane an den Giebelseiten angeschraubt. auf der Dachfläche haben wir sie verklebt. Das gleiche Dilemma, wie bei dem Linoleumboden, denn nachhaltiges Bauen setzt im Idealfall voraus, dass alle Materialien so verbaut werden, dass sie gegebenenfalls beim Zurückbauen gut voneinander getrennt werden können, um wiederverwendet oder adäquat recycelt zu werden. Aber ganz ehrlich? Ich gehe mal davon aus, dass ich in meinem  Idealfall die kommenden 20 Jahre in dem KUKUmobil den Großteil meiner verbleibenden Lebenszeit verbringen werde. Dann bin ich 80 und, ….. naja, dann ist es halt eine „Altlast“ für diejenigen, die das KUKUmobil übernehmen und es sei mir nachgesehen, dass ich jetzt darüber hinwegsehe.

 

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berlin _ 1158 _ textil

3 x 3

Serie EUROPA zu 2/3 fertig. Ganz spontan haben sich diese drei Gesichter verselbständigt und mit den EU _ RO _ PA _ Teppichen zu einer neuen Serie zusammengefunden. Ich bin selbst sehr gespannt, wie viele Serien ich bis September schaffe. 🙂

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berlin _ 1157 – textil

3 x 3

Status quo im KUKUmobil:

Aus der Serie „EUROPA“, oder war es „GESICHTER“?

Ich merke, ich muss mich etwas zur Ordnung rufen, wenn ich bis September die 9 Serien zusammen bekommen möchte. Mit jedem Teppich eröffnet sich eine neue Welt und somit auch eine neue Serie. Wenn das so weitergeht, dann ver_webe ich mich auf dem Weg zu meinem Crowdfunding-Projekt…..

 

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berlin _ 1156 _ fundstück

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berlin _ 1155 _ textil

3 x 3

Heute im KUKUmobil:

Episode 3 Teil 3:

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berlin _ 1154 _ fundstück

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berlin _ 1153 _ nachbarn

Kleine Lichtenberger Vogelkunde

Es darf gekuschelt werden

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berlin _ 1152 _ textil

3 x 3

Die Arbeit an den Teppichserien geht weiter. Ich freu ich über jedes kleine Stück, das fertig wird und bin sehr, sehr gespannt, wie sie alle zusammen in einer Ausstellung wirken werden.

Episode 3. Teil 2.

 

Aus dem Gefühl der Ohnmacht heraus.

 

https://www.whistleblower-net.de/online-magazin/free-assange/

Der 23.06. ist der Internationale Whistleblower-Day.An diesem Tag werden an unterschiedlichen Orten Veranstaltungen stattfinden. Auch in Berlin.

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berlin _ 1151 _ nachbarschaft

Kleine Lichtenberger Pinkelkunde _ Neuigkeiten aus dem Landschaftspark

Ich gebe zu, dass meine alltägliche Wahrnehmung sich gerade _ mit einigen Ausnahmen_ sehr auf all das fokussiert, was mir auf den Weg von und zum KUKUmobil begegnet, egal ob es kreucht, fleucht oder steht.

Gestern, auf dem Nachhauseweg  habe ich meinen zweiten Maikäfer getroffen. Aber ebenso spannend ist meine Begegnung mit der für ich zumindest ersten öffentlichen Öko-Trenntoilette. Sie steht seit Kurzem im Landschaftspark und ich habe mich neugierig hineinbegeben, um sie mal auszuprobieren. Passte gerade gut. 🙂

Von aussen sieht es so aus:

Schon mal gut, weil barrierefrei und unisex. Finde ich wichtig und sinnvoll.

Innen sieht es so aus:

Sicherlich gewöhnungsbedürftig. Da helfen die bunten Icons auch nur begrenzt etwas, aber trotzdem. Ich musste auch erst einmal alles „auf mich wirken“ lassen.

Trenntoilette ist nachvollziehbarerweise sinnvoll: auf jeden Fall,  das Toilettenpapier zusammen mit den anderen Hygienegegenständen wie Binden und Tampons getrennt zu entsorgen…..

Auch „Poo und Pee“ zu trennen ist sinnvoll (hach, manchmal ist die Englische Sprache wirklich stimmig, mir fällt auf Deutsch keine so witzig klingende Wortkombination ein, euch?) selbst wenn wir uns daran noch gewöhnen müssen, sofern wir nicht eh schon ein Trennklo im Garten oder im Mobilen Heim haben. 😉

Zweifel kommen bei mir beim Design des Unisex-Urinals. Ich hab es ausprobiert und fand es nicht besonders bequem, zumindest für den Teil der Menschheit, der mit einer weiblichen Anatomie ausgestattet ist. Denn auch bei uns geht der Strahl unter Druck nicht senkrecht sondern in einem leichten Bogen ins Becken.

Da ist diese halbe Hockstellung, in die wir mit weiblicher Anatomie uns begeben sollen meiner Ansicht nach nicht wirklich entspannend.

Ehrlich gesagt:  Da ziehe ich die Hockstellung vor, wie ich sie aus früheren Zeiten aus den  Toiletten in Frankreich oder Spanien kenne.

Übrignes hat sich auch dazu frau schon Gedanken gemacht:

Wie das Hockurinal „Missoir“ das Grundbedürfnis Pinkeln gerechter machen soll

Wie auch immer:

1. Es ist toll, dass es im Landschaftspark jetzt eine öffentliche Toilette gibt. Da werden sich auch die Besucher:innen des Samstagmarktes an der Stadtfarm und die Nutzer:innen des Nachbarschaftsgartens drüber freuen, nicht nur die Besucher:innen.

2. Es ist toll, dass es ein barrierefreies und ökologisches Klokonzept ist.

3. Ich finde es sinnvoll, dass es Unisextoiletten sind. Die Frage scheint nur zu sein, überzeugen wir die Männer davon, sich hinzuhocken, oder üben die Frauen sich am Wandurinal. Irgendwann werden wir die richtige Lösung finden. 😉

 

Mehr zu finizio findet ihr übrigens hier: https://finizio.de/pilotanlage/

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berlin _ 1150 _ nachbarschaft

All diejenigen von euch, die regelmäßig diesen Ort hier besuchen, wissen, dass ich mit dem KUKUmobil gerade an einem sehr privilegierten Ort stehe: einer grünen Oase in der Großstadt Berlin, die sich aus drei ganz unterschiedlichen Arealen zusammensetzt: dem Zentralfriedhof, der von der Frankfurter Allee auf der Höhe des Lichtenberger Bahnhofs zu erreichen ist, dem Landschaftspark Herzberge, mit seinen Streuobstwiesen, den Schafweiden und dem ein oder anderen Kleinbiotop für besondere Nachbarn, sowie der Stadtfarm, und natürlich dem Gelände des KEH (Königin Elisabeth Krankenhaus Herzberge).

Allen gemein ist gerade zu dieser Jahreszeit die Farbe GRÜN. Und dass sie mir jederzeit zur Verfügung stehen, um einzutauchen in das Energiefeld der Natur. Nicht ganz wild, denn alles ist kultiviert, sprich überall hat MENSCH seine Hand im Spiel. Aber doch so natürlich wirkend, dass man als Mensch für einen Augenblick diese Rolle vergessen und sich Teil eines größeren Ganzen, einer Naturgemeinschaft fühlen kann.

Fast zwangsläufig häufen sich daher hier die Berichte über all das, was mir in meinem Alltag begegnet, so die „Kleine Lichtenberger Vogelkunde“, zum Beispiel, als kleiner Spiegel meiner neuen Nachbarschaft.

Jetzt sind neue Nachbarn dazu gekommen. Ich habe sie noch nicht gesehen, aber das „Klingelschild“ hängt schon.

Wie es der Zufall manchmal so will, bin ich heute über dieses kleine Video gestolpert:

https://www.facebook.com/Andreas.Kieling/videos/1276759413242883

 

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berlin _ 1149 _ textil

Nach einer kleine Zwangspause _ der echte Ellbogen wollte nicht so wie ich wohl will, hat sich an letztes Jahr erinnert und ist in den Warnstreik getreten _ geht es langsam wieder voran.

Eine neue Staffel ist in Arbeit. Vom ersten Gefühl her kunterbunt gemischt, was die Zuordnung der einzelnen Stücke zu den verschiedenen bereits bestehenden oder noch zu definierenden Serien betrifft.

Teil 1 _ Gesichter

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berlin _ 1148 _ nachbarschaft

Kleine Lichtenberger Vogelkunde

 

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