berlin _ 934 _ LOS GEHT

LOS GEHT’S

 

EEEEENNNDDDDDLLLLIIIICCCCHHHHH!!!! Unser erstes Bau-Wochenende steht vor der Tür.

Und ich bin SUPER-aufgeregt. Gudrun hat eine wahnsinnsgute Planung gemacht.  Ohne sie würde das alles nicht gehen. DANKE!!!

Jedes Wochenende werden wir uns mit einem bestimmten Bauabschnitt beschäftigen. Lasst uns hoffen, dass die Lieferketten nicht reißen und das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht.

UND: Natürlich freuen wir uns über helfende Hände, auch die linken!!! All hands are welcome, even the left ones!!!!

Um die anstehenden Arbeiten gut einzuteilen und sicherzustellen, dass wir für euch eine spannende Aufgabe haben, meldet euch bitte im Voraus bei uns telefonisch (Andrea: 01776452885) oder per Mail (puentetomapeople@gmail.com oder bis zum Donnerstag des entsprechenden BauWochenendes, um 14 Uhr.

 

Aus versicherungstechnischen Gründen ist es für alle Teilnehmenden erforderlich, die Hausordnung der Baustelle zu lesen, zu unterschreiben und einzuhalten.

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berlin _ 933

Bei 36 Grad in einem muckeligwarmen Atelier mit Wolle zu arbeiten, fällt selbst mir nicht leicht. Da sind Ablenkungen sehr willkommen. Zum Beispiel solche, die einen in eine andere, unbekannte Welt der Liebe und Leidenschaft zu Kunst und Handwerk führen.

In der Werkstatt von Gangolf Ulbricht im Kunstquartier Bethanien ist es deutlich kühler als bei mir. Ich hab mich mit Paola verabredet, die hier in den vergangenen Monaten als Praktikantin einen Einblick in die Kunst des Papierschöpfens tun durfte. Da sie bald nach Frankreich zurückgeht, wollten wir beide diese Gelegenheit nutzen. Sie, um mich teilhaben zu lassen, an dem, was sie gelernt hat; ich, um meiner Neugier freien Lauf zu lassen…..

 

Selbst im Handwerk und in der Kunst unterwegs, weiss ich, wie es sich anfühlt, wenn man Besuch in der Werkstatt hat. Manchmal passt es, manchmal nicht unbedingt; manchmal nerven die Fragen, banal oder nicht, manchmal entstehen spannende Gespräche. Nicht alles kann in der kurzen Zeit erklärt werden, nicht alles will man jedem erklären. Aber immer trägt einen der Wunsch, deutlich zu machen, wie wichtig es ist, das Wissen, das Handwerk und die Kunst zu bewahren, für die man selbst brennt.

 

Es war ein großes Geschenk, diesen Einblick tun zu dürfen in eine mir bis dahin nicht sehr vertraute Welt. Es war eine inspirierende Reise von der Bodenständigkeit der Technik hin zur fast unfassbaren Luftigkeit, die einem Papier inne sein kann.

 

Wer mehr über über die Papierwerkstatt von Gangolf Ulbricht erfahren möchte, die Papiere, die er schöpft, die Kurse, die er gibt, der findet HIER weitere Information.

Ich habe neben der Zeit, der Aufmerksamkeit und den Erklärungen auf meine mehr oder weniger sinnvollen Fragen einen Bogen von diesem unglaublichen Papier geschenkt bekommen, den Paola geschöpft hat. Das „Berlin Tissue“ wiegt nur 2 g/m2. Hergestellt wird es aus den japanischen Fasern Koso und Mitsumata.

Ein Hauch von Papier.

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berlin _ 932 _ empfehlung

#ALL HANDS ON : Flechten

Auch dieses Jahr gab es einen bei mir fast schon zur Tradition gewordenen Besuch des MEK (Museum Europäischer Kulturen) am 21. Juni. Nach zwei Jahren OHNE war es schön, die Fête de la Musique wieder im MIT_einander geniessen zu können.

An diesem besonderen Nachmittag ist der Besuch des Museums kostenlos, also bieten sich die Umbaupausen auf der Bühne zwischen dem einen und anderen musikalischen Beitrag an, einen Blick in die Dauerausstellung, vor allem aber in die jeweilige Themenausstellung zu werfen.

Derzeit, und noch eine geraume Weile, bis 26.05.2024, läuft die Ausstellung  „ALL HANDS ON: Flechten“. Ein spannendes Thema, auch für eine Weberin, denn Weben, Wirken und Flechten sind so nah beieinander, dass nur eine dünne Linie das Eine vom Anderen unterscheidet. Für uns, die wir hier, da oder dort intensiv unterwegs sind, aber immer mal wieder auch gerne in den anderen Bereich hüpfen, der uns vertraut und lieb ist, ist diese Linien vollkommen unerheblich.

Ulises, 2013, in Selaya _Cantabrien _ bei einem Kiepenflechtworkshop

Trotzdem ist das Bemühen um eine Definition, oder das Herausarbeiten der Erkennungs- und somit auch der Unterscheidungsmerkmale interessant.

Wikipedia erklärt uns, dass: Flechten das Verbinden dünner und biegsamer Materialien (Flechtelemente) von Hand oder maschinell durch regelmäßiges Verkreuzen oder Verschlingen zu einem Geflecht(Flechtwerk) ist.

Auf der Suche im Internet bin ich auf die Website der  Flechtkünstlerin Monika Künti gestoßen. Für sie liegt der Unterschied unter anderem darin, dass zur Flechterei kein Gerät, also Webrahmen oder Webstuhl, gebraucht wird. Will sagen:

Geflecht: Eine vollständig von Hand gearbeitete, haltbare zwei-oder dreidimensionale Struktur aus mehr oder weniger geradlinig laufendenden Fadenelementen von begrenzter Länge.

Gewebe: Eine mithilfe von Geräten und Hilfsmitteln gearbeitete, haltbare zweidimensionale Struktur aus geradelinig laufenden Fadenelementen von (fast) beliebiger Länge.

Wie auch immer, und wo auch immer das Eine in das Andere übergehen mag….. die Begegnung mit dieser alten Kulturtechnik, einer der ältesten, auf die wir als Menschheit zurückblicken können, älter wohl noch als die Weberei, da das Flechten ohne Werkzeuge, nur mit den Händen ausgeführt werden konnte und von großem funktionalem Wert war (handgemachte Geflechte, darunter Seile und Körbe, aus Grabstätten im heutigen Peru werden auf 8600 bis 5780 v. Chr. datiert) ist absolut inspirierend.

Es wurden nicht nur Objekte aus unterschiedlichen Verwendungszwecken, Zeiten und Orten zusammengetragen….

Es gibt die erlebbare und begehbare Rauminstallation „Der geflochtene Garten“, nach einem Konzept von Olaf Holzapfel, verwirklicht von den Flechtmeistern Ralf Eggert, Fred Jacob und Klaus Titze……

Es gibt viel Information zu Material und Technik und immer wieder und mit unterschiedlichem Ansatz die Einladung zum Mitmachen….Ausprobieren…. . All Hands on, eben!!!

Ausführliche Info zum Rahmenprogramm, Workshops, etc findet sich auf der Website des Museums.

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Berlin _ Aguilar de Campoo _ Berlin _ 931 _ textil

Quadratisch, praktisch, gut.

Erste Station: 2014 _

2014, noch in der kleinen Stadt Aguilar de Campoo, im Norden Spaniens, haben wir, also die Freundinnen und Freunden des KUKUprojekts gemeinsam mit allen Strick- und Häkelbegeisterten und -neugierigen den Weltstricktag gefeiert. Über mehrere Tage hinweg besuchten wir die unterschiedlichste Orte, haben Menschen angesprochen und sie eingeladen gemeinsam zu stricken und zu häkeln, zu reden, zu lachen, zu singen…..

Aus den vielen Momentaufnahmen haben wir damals ein keines Video zusammengebastelt, das ich mir immer wieder gerne ansehe.

 

Den Blog zum KUKUprojekt gibt es noch. Die Posts zu diesem Thema, wenn auch in Spanischer Sprache verfasst, findet ihr HIER:

previum_talleres de ganchillo

la itinerancia _ lugares y gente

la meta _ el templete vestido

agradecimiento _ manos y mentes amigas

 

Zweite Station: 2019 _

Seitdem ich in Berlin bin, habe ich zu viele Dinge in Händen gehabt, habe mich zu sehr ablenken lassen vom Getöse der Großstadt und vom Gewusel im KMH-Kosmos und war sehr fokussiert auf die Arbeit an meinem Webstuhl.

Nur einmal gelang es mir, eine Aktion vorzubereiten. Vor drei Jahren, 2019, gemeinsam mit meiner Web-Kollegin Dagmar Rehse von „handgewebt in Berlin„. Damals entstand eine Picknickdecke aus „alten“  Quadraten, die ich aus Spanien mitgebracht hatte, aus einer reichhaltigen „Quadratspende“ einer Nachbarin im Kiez und  aus neu entstandenen Quadraten bei den Strickaktionen, die wir zu diesem Zweck organisiert hatten. (MEHR)

 

Dritte Station: 2022 _

Auch dieses Jahr ist der Weltstricktag wenn auch nicht völlig unbeachtet, aber doch eher unauffällig verstrichen. Mit Blick auf das neue Vorhaben, die Reise durch Europa mit dem KUKUmobil, versuche ich gerade für mich herauszufinden, was mich auf dieser Reise begleiten soll und kann, und auch wie das am besten geht.

Die Picknickdecke gehört auf alle Fälle dazu. Aber viele Quadrate aus der damaligen Decke lagen noch wohlverwahrt in einer Kiste, geduldig darauf wartend, in neuer Konstellation das Licht der Welt wieder zu erblicken. Das ist jetzt geschehen:

 

Vierte Station: ?

Eine zweite Haut werden sie mir sein. Vielleicht auch mal Panzer. Kleine Energieriegel, wenn es mal kleine Hungerstrecken gibt, unterwegs. Man weiß ja nie……

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Berlin _ 930 _ Empfehlung

Tatsächlich hat es er 5 Jahre gebraucht, nein, ICH habe er 5 Jahre gebraucht. Aber ich habe es geschafft….. ein kleines Zeitfenster tat sich auf, in das genau ein Besuch der Domäne Dahlem gepasst hat.

Nicht, dass es tragisch gewesen wäre, wenn ich Berlin verlassen hätte, ohne diesen Ort gesehen zu haben, aber er stand immer mal wieder auf meiner To-Do-Liste und immer wieder ist etwas dazwischen gekommen.  Und es war schon ein  kleiner Genuss…

Wer mehr über die Domäne Dahlem wissen möchte, findet hier weitere Auskünfte.

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Berlin _ 929 _ Fundstück

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Berlin _ 928 _ Sommersonnenwende

Heidnischer Brauch im christlichen Gewand

In all den Jahren, die ich in Spanien verbrachte, war die Sommersonnenwende immer zweitrangig. Was gefeiert wurde, war die Johannisnacht, zwei Tage später. Überall gab es dann Johannisfeuer, die Menschen trafen sich und feierten zusammen die unerschöpfliche  Energie der Sonne und die unersättliche Kraft des Lebens in seinem kalendarischen Zenit.

Erst mit meine Rückkehr nach Deutschland hat sich das geändert. Witzig ist, dass ich mich in diesem gefühlten Niemandsland befinde, irgendwo zwischen zwei Stühlen: Wahrscheinlich sollte ich deshalb die Nacht vom 22.06 zum 23.06 für mich feiern.

Denn die Sommersonnenwende habe ich nicht verinnerlicht und komme daher immer zu spät, um mich zu verabreden und gemeinsam zu feiern. Sobald es mir bewußt wird, vermisse ich die Verabredung zur Hoguera de San Juan.

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Berlin/Zehdenick _ 927 _ Textil

Anknüpfungen

Heute habe ich meine Hausaufgaben gemacht und das Museum in der Nikolaikirche besucht, denn dort befindet sich, sehr schön präsentiert in einem Seitenraum des Kirchenschiffs, das Zehdenicker Altartuch aus dem ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster in Zehdenick, dem die derzeitige Ausstellung „Nadelwerk“ in der Kulturscheune Zehdenick unter anderem ihre thematische Grundlage schuldet.

 

 

Eine gute Gelegenheit, mir dieses Museum mal anzuschauen. Zumal ich in eine Konzertprobe reingeschlittert bin, die eine inspirierende Ergänzung zu den Beiträgen der Audioguides abgegeben hat und mich daher auch noch etwas länger in der Kühle und Kontemplation  hat verweilen lassen.

Wie das bei alten Textilien immer so ist, werden sie aufgrund der Empfindlichkeit des Materials und teilweise auch der Farben, wenn denn welche verwendet werden, unter besonderen Bedingungen ausgestellt, was die Beleuchtung betrifft. Aber wir sind ja froh, dass sie überhaupt gezeigt werden.

In diesem Fall ist auch eine – so denke ich – gute, und zwar digitale Lösung gefunden worden. Neben dem Altartuch befindet sich ein Bildschirm, auf dem man die einzelnen Bildfelder auswählen kann. Sie erscheinen dann zusammen mit einem erklärenden Text. Selbst wenn die Beleuchtung eine andere wäre, ist das bei einer Weißstickerei, also mit weißem Faden auf  weißem Grund gestickten Bildern oder Mustern, die also nur dezent und durch die Eigenwirkung des anderen Materials (also glänzende Seide auf mattem Leinen) hervortreten.

Wer an den Abbildungen der Stickereien im Papierformat interessiert ist, der kann dazu auf der „Kloster-Website“ unter „Schätze“ einige Veröffentlichungen finden. Ich werde die Gelegenheit am 25.05.2022  nutzen und vor dem Workshop dem Museum einen Besuch abstatten. Ansonsten kann man die Veröffentlichungen des ebne gerade erst eröffneten Klosterlandens sicherlich auch über die Kontakt-Mail stiftsamtfrau@kloster-zehdenick.de bestellen.

 

 

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Zehdenick _ 926 _ Einladung

Bestickend schön!!!

 

DIE EINLADUNG

Vergangene Woche habe ich Zehdenick kennengelernt…… und die Klosterscheune, einen Ort für kulturelle und künstlerische Angebote ….. und einige der Menschen, die sich liebevoll darum kümmern, dass dieser Ort lebendig und partizipativ bleibt.

Diese Klosterscheune liegt in unmittelbarer Nähe eines ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosters, von dem nur noch Ruinen übrig sind. Ruinen UND eine ca. 800 Jahre alte Weißstickerei, die in der Nikolaikirche in Berlin zu sehen ist.

Diese Stickerei bietet den Anlass für die derzeitige Ausstellung „NADELWERK“, die am vergangenen Sonntag eröffnet wurde und dort noch bis zum 24.07.2022 zu sehen ist:

Und was hat mich nun dorthin geführt, ist doch Stickerei nicht unbedingt mein Schwerpunkt?! Normalerweise nicht, das stimmt, aber es gab und gibt Zeiten, da ist Stickerei sehr präsent in meinem Denken und Tun.

Zum Beispiel war es so, als ich mit Kathi Hyyppä 2018 das Projekt „Stickstoff _ ein Lichtenberger Tafeltuch“ initiiert hatte.

Einige erinnern sich vielleicht, denn es ist nach Abschluss des Projkets und der Ausstellung im Kesselhausmuseum Berlin immer mal wieder aufgetaucht.

So auch jetzt. Als die Einladung kam, diese Arbeit in die Ausstellung mit aufzunehmen, habe ich keinen Moment gezögert.

DER AUFBAU

 

DER WEG

Wer also Lust hat, das Tafeltuch in seiner ganzen Pracht vor Ort zu bestaunen und auch die restlichen in der Ausstellung gezeigten Arbeiten zu sehen, der hat es jetzt leicht mit dem 9-Euro Ticket. Die RB12 fährt stündlich von Berlin nach Zehdenick. Fahrzeit ca. eine Stunde.

DER WORKSHOP, 25.06.2022

Der Ausflug lohnt sich, besonders natürlich für alle, die eine Liebe und Leidenschaft für Nadelarbeit haben, bewahren oder auch entdecken wollen. Ich werde am Samstag, den 25.06.2022 ab 15 Uhr vor Ort sein, mit Fäden, Nadeln, Stoff und einer enormen Lust, mit euch ins Sticken und ins Gespräch zu kommen.

Würde mich freuen, euch dort zu sehen.

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Berlin _ 925 _ BGE

Ich finde es empfehlenswert, deshalb möchte ich euch diese Veranstaltung ans Herz legen:

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Zehdenick _ 924 _ Fundstück

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Zehdenick _ 923 _ Fundstück

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Zehdenick _ 922 _ Fundstück

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Helsinki _ 921 _ Rundgang

Tja, manchmal…. manchmal entscheidet das Leben für einen. Und dann ergibt sich die Gelegenheit….. auch wenn man sie nicht gesucht hat.

easyjet hatte alle Flüge zwischen Deutschland und Finnland annulliert, auch den, mit dem ich eigentlich am Sonntag Abend zurückfliegen sollte. An sich nicht gerade witzig, und als ich die Nachricht per Mail bekam war mir im ersten Moment auch nicht unbedingt nach Lachen zu mute.

Ich saß also fest. In Helsinki. Gut, dass Vilma da war und mir Unterschlupf gewährte für diese Nacht und wir gemeinsam ein wenig durch die Stadt wandern konnten.

GRÜN

BLAU

Dafür zeigte sich Helsinki von seiner schönsten Seite, und das nicht nur, was das Wetter anging. Auch wenn es nur vier Stunden waren, haben sie doch gereicht, um einen Eindruck von dieser Stadt zu bekommen:

Die Bibliothek

Die Kapelle der Stille

Infopoint am Hafen

 

 

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Helsinki _ 920 _ Fundstück

Frauen und Fäden

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Helsinki _ 919 _ Fundstück

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Helsinki _ 918 _ Fundstück

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Jyväskylä _ 917 _ KUKUmobil

Falls jemand von euch Interesse an dem Vortrag über das KUKUmobil hat, findet sich HIER die pdf-Datei mit dem englischen Text: Vortrag Jyväskylä 2022

 

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Jyväskylä _ 916 _ textil

Natürlich gab es einen Grund, der mich nach Finnland geführt hat. Einen sehr guten sogar: Es war die letzte Station der artapestry6-Ausstellung, die am 03.06.2022 im Keski-Suomen Museo in Jyväskylä eröffnet wurde.

Nach den 2  Corona-Jahren war es eine Freude,  20 Künstlerinnen aus 9 europäischen Ländern in Jyväskylä bei der vierten und letzten Ausstellungseröffnung und bei dem Seminar begrüßen zu können. 

Für mich ganz besonders. Denn es war das erste Mal, dass ich dabei war. Bei der Eröffnung einer Ausstellung, bei der ich Teil der Jury war; bei einem Seminar, bei dem ich  das KUKUmobil vorstellen konnte; und als neues Mitglied des „Steering Commitees“.

Vor allem aber war es das erste Mal, dass ich mich als Teil dieser kleinen Familie gefühlt habe, die sich unbeirrbar dafür stark macht, dass Bildwirkerei in Europa getan, gesehen, gekannt wird.

Hier einige Aufnahmen aus dem Museum. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, die Arbeiten, die ich mit meinen zwei Jury-KollegInnen nur virtuell habe betrachten können, im Saal zu sehen, mit dem anderen Blick: der ins Detail geht und der die Wirkung im Raum im Fokus hat. Beides können wir aus der Erfahrung heraus erahnen, wenn wir die Fotos vor uns haben, die die Grundlage der Juryarbeit darstellen, und haben dort treffend ergänzt, wo das Bild an seine Grenzen kam.

Die in der artapestry6 Ausstellung enthaltenen Arbeiten sind HIER zu sehen.

Ich teile trotzdem gerne einige vor Ort gesammelte Eindrücke:

THE DAY BEFORE

Was passiert, wenn Wirkerinnen unter sich sind? Sie schauen, mit den Augen und vor allem mit den Händen. Und sie tauschen sich aus über Material, Textur, Maß, Zeit und Raum.

 

CLOSE UP

Detail aus „World of Contrast“, 2017, von Soile Hovila, Finnland

Detail aus: „Friendship“, 2019, von Dorthe Herup, Norwegen

Detail aus „Erbe der Großeltern“,  2019, von Zane Vizule-Jakobsena, Dänemark

Detail aus: „Tide“, 2017, von Fiona Hutchinson, Schottland

 

THE OPENING

Zwei Momentaufnahmen aus den Begrüßungsreden anlässlich der Eröffnung der artapestry6 mit der Kuratorin des Museums (oben)  und der finnische Bildwirkwerin Ariadna Donner.

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Jyväskylä _ 915 _ labyrinth

Seit langer, langer Zeit habe ich nicht solch satte grüne Wiesen gesehen, übersät mit Löwenzahn wie ein Teppich, dessen Gelb leuchtete wie die Sonne.

Nicht ganz 1 m² Wiese, und was dort wachsen kann an kleinen Sonnen durfte ich benutzen für mein kleines Labyrinth.

Voikukka-Labyrintti I

Voikukka-Labyrintti II

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Jyväskylä _ 914 _ Fundstück

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Jyväskylä _ 913 _ eine Reise in den hohen Norden

62° 14′ N, so hoch im Norden war ich noch nie. Überhaupt war Skandinavien  ein mir unbekanntes Stück Kontinent.

Was uns bisher mit Finnland verbunden hatte, war und ist Vilma. Vilma hat im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms für einige Monate bei uns in Puentetoma gewohnt, als Lea nach Norwegen gegangen ist. Es ist ein Geschenk des Lebens, dass wir nach wie vor Kontakt haben. Sie kommt aus dem noch höheren Norden, aus Rovaniemi, lebt jetzt in Helsinki und erinnert sich genau so gerne wie ich an die gemeinsame Zeit im Norden Spaniens.

Tatsache ist: ich habe mich verliebt, so, wie man es eben kann,wenn man ein vollkommen fremdes Land besucht und langsam und liebevoll erkundet, 5 Tage lang, leider nur 5 Tage lang.

Ein Land mit weiten Flächen, Himmel und Wasser, ein Land der Spiegelungen, ein Land mit einer Sprache, die nur sie allein verstehen, die mir aber so wunderbar im Ohr klingt, wie das Glucksen des Wassers am Ufer und das Rascheln der Birkenblätter im Wind.

 

Ein Land mit einer Sprache, die meinem Ohr und Auge keine Einstiegsluke bietet. Nichts. Wie habe ich es genossen, das genaue Beobachten mangels anderer Kommunikations-wege,  und auch die Rückbesinnung auf mich selbst und meine Fähigkeit, mich in Raum und Zeit zurecht zu finden.

Begeistert bin ich am ersten Abend, diesem langen Abend dem eine kurze Nacht folgt, um den See gewandert. „Der“ See, war es so lange, bis mir bewusst wurde, dass es noch einen gibt, und noch einen, und noch einen…..

Nicht alle konnte ich umwandern, aber zwei habe ich geschafft. Und es genossen. Sehr.

Keine Ahnung, wie es dort im Winter ist, wenn die Dunkelheit den Tag beherrscht, wenn die Kälte die Seen zum Frieren bringt und die Wege kürzer werden können. Gerne würde ich es einmal erleben. Es ist sicherlich nicht einfach.

Ich freu mich jetzt schon auf die Zeit, die ich mit dem KUKUmobil in Finnland unterwegs sein werde. Vielleicht ist es ja dann Winter, vielleicht schaffe ich es noch höher in den Norden.

Auf jeden Fall hatte ich während des artapestry-Seminars, dem eigentlichen Grund dieser Reise,  eine wunderbare Gelegenheit, das Projekt auch dem finnischen Publikum vorzustellen.  Davon mehr in einem der nächsten Posts.

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berlin _ 912 _ Empfehlung

Vor einigen Monaten lerne ich Monica Modersitzki und ihren Blog kennen:

Sie fragte an, ob ich bereit wäre, für ihren Podcast über meine Arbeit und das KUKUmobil zu berichten. Ich war natürlich begeistert.

Nun ist es soweit. Der Beitrag ist fertig. Gerade erhielt ich den Link und konnte den Podcast hören.

Auch wenn Eigenwerbung immer etwas seltsam anmutet, tu ich das jetzt mal, denn die Verknüpfung, die Monica in ihrem Podcast-Beitrag zwischen zwei Menschen, ihren Gedanken, ihren Aktionen und ihrem Verständnis von textiler Kunst im Dienst des sozialem Wandel hergestellt hat, finde ich sehr spannend.

Wer also etwas mehr über Monica und ihren Blog, über Dr. Katja May, ihre Begeisterung für das Quilten und ihre Forschung zum Thema Handarbeiten, Feminismus, Aktivismus, Affekt/Emotionen und sozialer Wandel und über das KUKUMobil erfahren möchte, der sollt sich die 40 Minuten Zeit nehmen. Es lohnt sich.

Beide setzen wir als Aktivistinnen unsere Handwerkskunst im öffentlichen Raum ein, um politisch aktiv zu sein. Während ich mit dem KUKUmobil der wandernden Webwerkstatt Stränge verbinden möchte, liegt  Dr. Katja May viel daran,  Stränge „aufzudröseln“.

Das klingt sehr danach, dass wir uns irgendwann begegnen werden.

Podcast Fokus Textil – Episode 5

 

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berlin _ 911

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berlin _ 910 _ KUKUmobil

Feuerteufelchen in Aktion

Unser erster kollektiver Einsatz rund um das KUKUmobil hat stattgefunden: Wir haben das Fassadenholz abgeflammt, um es gegen Schädlinge und Witterung resistent zu machen.

Auf dem Weg zum Silbergrau.  Unaufgeregt.

Ein ganz großes DANKE an Tereza, Christine und Gudrun, für ihre Lust und gute Laune, und natürlich an Konrad, für das wissende und wachsame Auge.

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berlin 908 _ empfehlung

Sternstunden

Ich liebe diesen wunderbaren schweizer Akzent, er gibt der deutschen Sprache so viel Sanftheit. Ganz besonders aus dem Mund von Menschen wie Barbara Bleisch, die es durch ihre Fragen, ihr achtsames Zuhören  und ihr Feingefühl vermag, in einer Stunde Gespräch eine ganz besondere Tiefe zu erreichen.

Zwei wirkliche Sternstunden möchte ich euch ans Herz legen:

Rutger Bergman hat eine frohe Botschaft für uns: In seinem millionenfach verkauften Beststeller «Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit» skizziert er den Menschen als von Natur aus hilfsbereit und kooperativ. Nicht «the survival of the fittest» habe zu Erfolg geführt, sondern «the survival of the friendliest». Und er ist überzeugt: Gerade der Glaube an das Gute im Menschen macht uns erst recht zu guten Menschen. In seinem neusten Buch «Wenn das Wasser kommt» hat der eloquente Starintellektuelle hingegen schlechte Nachrichten, denn er attestiert uns Geschichtsblindheit. Wenn wir nicht aktiver gegen die Erderwärmung vorgehen, müssen die Niederländerinnen und Niederländer in hundert Jahren vermutlich in anderen Ländern um Asyl bitten, weil ganze Städte vom steigenden Meer verschluckt werden. Ist der Mensch also gut, aber träge? Wie gehen die Kriegsgräuel in der Ukraine zusammen mit seiner Überzeugung? Und kann dieser Glaube an das Gute wirklich andere mitreissen und uns Menschen verändern? Mit Rutger Bregman spricht Barbara Bleisch. Sternstunde Philosophie vom 17.04.2022

In Ronja von Rönnes neuem Roman «Ende in Sicht» geht es um zwei Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Per Zufall werden sie zur Schicksalsgemeinschaft und realisieren, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten noch was zu bieten hat. Die junge Schriftstellerin weiss, wovon sie schreibt: Seit Jahren kämpft sie mit wiederkehrenden Depressionen. Ihre Bücher und Kolumnen schreibt sie nicht wegen oder dank der Depression – sondern trotz der Depression. Warum das ganze Leben manchmal ein Auflehnen ist und im Trotzdem ein philosophischer Zauber liegt, darüber spricht Barbara Bleisch mit Ronja von Rönne. Sternstunde Philosophie vom 22.05.2022

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berlin _ 907 _ KUKUmobil on the road

Ich genieße es gerade sehr, im Atelier vor der großen Europa-Strassenkarte zu sitzen, Orte zu markieren, die ich auf meiner Reise gerne besuchen möchte, weil sie mit mir und meinem Leben verwoben sind, oder zur textilen Welt gehören, oder dort spannende Projekte zu finden sind.

Manchmal sitze ich auch davor und fühle mich ganz klein und frage mich, wie es wohl sein mag, so alleine unterwegs zu sein. Was mir alles begegnen kann, an hoffentlich viel Gutem und wenig Schlechtem, welche Hürden es wohl zu bewältigen gilt, ob es sich stimmig anfühlt, wenn mein Traum Wirklichkeit wird….

Vor langer Zeit schon, bin ich über diese Europakarte aus dem Jahre 1582 „gestolpert“. Es war im Rahmen eines Vortrags von Ulrike Guerot „Warum Europa eine Republik werden sollte“. Nach wie vor finde ich diese Idee interessant und sie wird mich sicherlich begleiten.

Jetzt, wo ich dabei bin, mich  an einen ganz neuen Blickwinkel auf Europa zu gewöhnen, geht meine Fantasie manchmal auf Wanderschaft. Schon faszinierend, wieviel das ausmacht…..

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berlin _ 906

Manchmal braucht es einen besonderen Anlass…..

Diesmal war es ein lieber Besuch. Tereza ist für einige Tage aus Bratislava nach Berlin gekommen. Und sie kannte tatsächlich das Tempelhofer Feld noch nicht.

Seit langer, langer Zeit habe ich mal wieder dieses ganz besondere Stückchen Welt inmitten von Berlin besucht und es sehr genossen.

Für mich war neu der Besuch der ufaFabrik auf dem alten ufa-Gelände an der Ullsteinstrasse und ein köstliches Schawarma von Shaam Schawarma in der Karl-Marx-Strasse.

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berlin _ 905 _ fundstück

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berlin _ 904 _ textil

In 16 Tagen ist es wieder soweit:

World Wide Knit in Public Day!

Saturday 11.th of June, 2022

Join us all around the world
Better living through stitching together!

Falls ihr Lust habt, könnt ihr eure Leute zusammentrommeln und euch irgendwo treffen, um gemeinsam zu stricken. Ich kann nur aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es echt Spaß macht.

Und wenn ihr wollt, dass andere Strickfreudige euch finden, könnt ihr euer Event auch auf der Website einstellen.

Ich werde ein Auge drauf haben, bisher gibt es für Berlin noch keine Angaben. Wenn jemand von euch die Initiative ergreift, bin ich SOFORT dabei.

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