Jyväskylä _ 913 _ eine Reise in den hohen Norden

62° 14′ N, so hoch im Norden war ich noch nie. Überhaupt war Skandinavien  ein mir unbekanntes Stück Kontinent.

Was uns bisher mit Finnland verbunden hatte, war und ist Vilma. Vilma hat im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms für einige Monate bei uns in Puentetoma gewohnt, als Lea nach Norwegen gegangen ist. Es ist ein Geschenk des Lebens, dass wir nach wie vor Kontakt haben. Sie kommt aus dem noch höheren Norden, aus Rovaniemi, lebt jetzt in Helsinki und erinnert sich genau so gerne wie ich an die gemeinsame Zeit im Norden Spaniens.

Tatsache ist: ich habe mich verliebt, so, wie man es eben kann,wenn man ein vollkommen fremdes Land besucht und langsam und liebevoll erkundet, 5 Tage lang, leider nur 5 Tage lang.

Ein Land mit weiten Flächen, Himmel und Wasser, ein Land der Spiegelungen, ein Land mit einer Sprache, die nur sie allein verstehen, die mir aber so wunderbar im Ohr klingt, wie das Glucksen des Wassers am Ufer und das Rascheln der Birkenblätter im Wind.

 

Ein Land mit einer Sprache, die meinem Ohr und Auge keine Einstiegsluke bietet. Nichts. Wie habe ich es genossen, das genaue Beobachten mangels anderer Kommunikations-wege,  und auch die Rückbesinnung auf mich selbst und meine Fähigkeit, mich in Raum und Zeit zurecht zu finden.

Begeistert bin ich am ersten Abend, diesem langen Abend dem eine kurze Nacht folgt, um den See gewandert. „Der“ See, war es so lange, bis mir bewusst wurde, dass es noch einen gibt, und noch einen, und noch einen…..

Nicht alle konnte ich umwandern, aber zwei habe ich geschafft. Und es genossen. Sehr.

Keine Ahnung, wie es dort im Winter ist, wenn die Dunkelheit den Tag beherrscht, wenn die Kälte die Seen zum Frieren bringt und die Wege kürzer werden können. Gerne würde ich es einmal erleben. Es ist sicherlich nicht einfach.

Ich freu mich jetzt schon auf die Zeit, die ich mit dem KUKUmobil in Finnland unterwegs sein werde. Vielleicht ist es ja dann Winter, vielleicht schaffe ich es noch höher in den Norden.

Auf jeden Fall hatte ich während des artapestry-Seminars, dem eigentlichen Grund dieser Reise,  eine wunderbare Gelegenheit, das Projekt auch dem finnischen Publikum vorzustellen.  Davon mehr in einem der nächsten Posts.

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