Es klingt noch in uns nach…. / De resaca…….
(es) Jueves, 04.04.2024. Una fecha de esas que se prestan para un acontecimiento especial, porque se recuerdan muy bien. Debería haber sido la fecha de partida del KUKUmobil, pero el „mañana llegarán los papeles y arrancaremos“ de ayer se convirtió en la ultima estacion de mi calvario particular. El hecho es que los papeles no llegaron. Nadie sabe la razón. Se quedaron durmiendo el sueño de los inocentes en Berlin, o , mejor dicho, alguien de DHL, responsable de despachar el paquetito, se quedó durmiendo el sueño de no sé quien. Bueno, el mundo se quedó dormido como en el cuento de la bella durmiente, al menos el existente dentro de las zarzas de los servicios de envío express.
Mientras nosotros, Maik y yo, y toda la gente que en las ultimas semanas había estado pendiente de los avatares del viaje, estuvimos ya en la parilla de salida. KUKUmobil: listo. Coche: recogido……
(de) Donnerstag. 04.04.2024. Schönes Datum. Kann man sich gut merken. Aber, nichts da: „Morgen geht es los“. Als wenn es der Proben nicht genug gewesen wären, kamen die Papiere nicht. Keiner weiß, warum. Fakt ist: sie haben einen ganzen Tag lang in Berlin vor sich hin gedöst, bzw. wer auch immer sie hätte bearbeiten sollen, hat vor sich hin gedöst. Also es wurde gedöst, ganz allgemein. Bei DHL, in Berlin.
Denn wir in Wissen, vor allem Maik und ich, aber auch alle die in den letzten zwei Wochen die Aufs und Abs mitgetragen haben, saßen auf heißen Kohlen, bereit zum Aufbruch. KUKUmobil fertig, Auto abgeholt, ……
(es) Y NO. No llegaron. Pensé que iba a convertirme en una chica Almordova y tener un ataque de nervios, de los buenos, sin borde. Lleagron las 12, nada. Nosotros sentados en el coche esperando. Llegaron las 13. Nada. Nosotros sentados en el coche y con hambre. Llegaron las 14…. y al final la mala noticia del seguro, encargado de mandar los papeles, y la confirmación de DHL, de que no se podía explicar nadie qué pasaba con este envío y que iban a hacer una solicitud de búsqueda en DHL. ¿Os podéis imaginar cómo me sentí?
Creía que me iba a echar a llorar, pero ni para eso tenía fuerzas. Y que embarazoso todo. Maik se había reservado el tiempo, una ventana de tiempo que al principio era un ventanal grande y que se había ido reduciendo hasta quedarse en un pequeño ventanuco. Y con todo estaba convencido de que ibamos a poder hacerlo, mejor dicho: él dispuesto a hacerlo posible.
Mientras Maik tuvo que volver a casa, pasé yo la tarde bombardeando DHL con llamadas, mails, mensajes… intentando meterle prisa a este mastodonte de DHL para que se convierta en gacela. Ni quise pensar en qué iba a ser si los papeles no apareciesen. Al final, sobre las diez de la noche, cambio el estado del seguimiento del envío.
Y a la mañana siguiente, a las 9:00 horas, como si el día anterior no hubiera existido, apareció el coche de DHL en Elkhausen y, por fin, por fin……
(de) Und dann kamen sie nicht. Ich dachte, ich krieg ’n Krise. Es wurde 12 Uhr. Es wurde 13 Uhr. Wir haben das KUKUmobil wieder abgekoppelt, um irgendwo hin zu fahren und was zu essen. Es wurde 14 Uhr…… Und dann endlich kam die Hiobsbotschaft von der Versicherung, kurz darauf bestätigt von DHL: Keiner weiß was und es wird ein Suchantrag gestellt. Ich dachte, ich heul gleich los. Hatte noch nicht mal Kraft, mich so richtig zu ärgern. Und es war mir so unangenehm. Maik hatte sich so lange das Zeitfenster freigehalten, das sich von einer großen Fensterfront zu einem kleinen Guckloch gewandelt hatte. Und immer noch war es zuversichtlich, dass es irgendwie gehen würde, bzw. bereit es möglich zu machen.
Während Maik unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren mußte, habe ich den ganzen Nachmittag damit verbracht, DHL zu bombardieren, eine Reklamation aufzugeben,….. Ich habe mich gar nicht getraut mir vorzustellen, was sein könnte, oder nicht sein würde, wenn die Papiere nicht wieder auftauchen würden. Dann endlich, um 22 Uhr nachts änderte sich der Status in der Sendeverfolgung.
Und am nächsten Morgen, so als wenn es den vorigen Tag gar nicht gegeben hätte, kam um 9:00 Uhr das DHL-Auto nach Elkhausen. Und endlich konnte es losgehen.
(es) Una última mirada a ese paisaje verde que he recorrido y disfrutado mucho. Un poco de nostalgia, un poco de nervios y mucha „fiebre de viaje“, como se dice en mi idioma materno. Control de la pres¡ón de aire, primer repostaje… y a comer carretera.
(de) Ein letzter Blick auf diese wunderbar grüne Landschaft, die ich in den letzten Wochen erkundet und genossen habe. Ein wenig Nostalgie, ein wenig Aufregung, und ganz viel Reisefieber. Luftdruck prüfen, Tank auffüllen und dann kann es losgehen mit der Kilometerfresserei.
(es) Nuestra primera meta era algun sitio cerca de Orleáns. Eso había calculado Maik. Se lo dejé en sus manos, porque qué manos mejores que los suyos, como cnductor experimentado, para saber cuando necesita descansar.
Y resultó que todo iba tan relajado, el coche bien, el remolque bien, la carretera con poco tráfico, la charla distraida, que seguimos y seguimos, charlando y conduciendo, conduciendo y charlando que se nos pasó ese punto de inflexión, que cambia la perspectiva.
Y así fue como atravesamos Francia de un tirón. Todo perfecto salvo el hecho de que algunas gasolineras en la autovía no nos valían, porque tenian un acceso limitado a 3m de altura de vehículo a los surtidores que necesitamos y nos mandaron a los surtidores de camiones y buses que no nos valen, porque la espita es más grande. Eso nos dió la adrenalina que necesitamos para seguir nuestro camino. Por lo demás nos quedamos siempre en la mejor compañía….
(de) Eigentlich wollten wir im ersten Reiseabschnitt bis irgendwo in der Nähe von Orleans kommen. Das hatte Maik so entschieden, denn ich hatte entschieden, solche Fragen in seiner Hand zu lassen. Als erfahrener Fahrer weiss er, wann er Pause machen und wann er stoppen will. Oder muss. Ihm aus meiner Unwissenheit und mangelnder Erfahrung etwas vorzuschreiben, schien mir nicht angebracht. Ich konnte immer nur „einladen“ und „vorschlagen“……
Und am Ende lief alles so gut, Auto gut, Anhänger gut, wenig Verkehr, unterhaltsames Gespräch, dass wir weiter und weiter fuhren, und erzählten, und erzählten und fuhren, bis wir jenen Wendepunkt überschritten hatten, der unweigerlich den Perspektivwechsel mit sich bringt.
So haben wir Frankreich schließlich in einem Rutsch durchquert. Und die Mautgebühren haben sich gelohnt. Nur eine Sache wurde im Laufe der Fahrt zu einer kleinen Herausforderung: Nicht an allen Tankstellen konnten wir tanken und das Ja oder Nein konnten wir vorher nicht wissen. Es gab einige, die uns durch eine Höhenbegrenzungslatte auf 3 m nicht an die Zapfsäulen für normale Pkw ließen, sondern uns zu der für Lkws schickten. Dort wiederum ist der Zapfhahn zu groß. Blöd. Unverständlich, aber Tatsache. Aber so bekamen wir hin und wieder einen kleinen Adrenalinpusch…. auch gut.
(es) Incluso la gran Francia y la noche mas larga llega eltienen un fin. Con todo, hubo un momento entre las cinco y las seis, que el viajar por la oscuridad se hizo muy pesado. Pero por lo demás lo llevamos muy bien.
Y nos esperaba le trayecto hermoso por el litoral norte de España. Que ruta!!!! Como para hacerla con tranquilidad, haciendo paradas, disfrutando de las vistas. De la frontera hasta Santander más o menos lo conocía, pero el resto no.
(de) Selbst das große Frankreich und die längste Nacht sind mal irgendwann zu Ende. Es gab tatsächlich ein Stündchen, so zwischen fünf unfd sechs, da war das Reisen durch die Dunkelheit nicht wirklich witzig. Aber im Großen und Ganzen ging es.
Und dann wartete auf uns die Strecke entlang der Nordküste Spaniens. Und was für eine Strecke!!!! Eigentlich hat sie es verdient, dass man sich genüßlich ihr entlang voranarbeitet und nicht so vorbeirauscht, wie wir, wenn man unsere 80 km Reisegeschwindigkeit „Rauschen“ nennen kann. Den Abschnitt von der Grenze bis nach Santander kannte ich schon, aber den Rest noch nicht.
(de) Ja, und irgendwann geht sogar die längste Reise zu Ende und man erreicht das Ziel. Aus den 19:30 Uhr wurden 20:30, weil wir auf den letzten Metern noch eine Tankstelle suchen mußten und uns ein wenig verfranst haben dabei. Aber wie gesagt, auch die längste Reise……
Áurea Domínguez, die Bürgermeisterin von Fisterra, hat geduldig auf uns gewartet, um uns den vorläufigen Standplatz für das KUKUmobil zuzuweisen. Da wir an einem Samstag gekommen sind, muss ich bis Montag oder Dienstag warten, damit die Polizei die nötigen Vorkehrungen treffen kann.
(es) Pues eso, en algún momento llega el final hasta del viaje más largo y se llega al destino. Las 19:30 horas se convirtieron en las 20:30 horas, porque en los últimos metros tuvimos que buscar una gasolinera y nos enzarzamos un poco. Pero como ya he dicho, incluso el viaje más largo…….
Áurea Domínguez, la alcaldesa, nos espero pacientemente para indicarnos el lugar provisional. Como llegamos un sábado hay que esperar hasta el lunes o martes, para que la policia local pueda tomar las medidas necesarias.
(de) 2205 km, 30 Stunden und 45 Minuten, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 km die Stunde. Und der Touareg gibt es selbst zu: er ist ein Säufer. Als ob er das KUKUmobil durch die glühendheiße Wüste hätte ziehen müssen…
Und das bei Maiks effektivem Fahrstil. Wer weiß, was sonst da zusammengekommen wäre. Überhaupt war ich so unglaublich froh, Maik als Fahrer gehabt zu haben!!! Ich habe mich und das KUKUmobil so sicher gefühlt wie es sicherer gar nicht hätte sein können. Und ich habe so viel gelernt über Autos und das LKW-Fahren. Eine mir so fremde, so unbekannte Welt. Ist euch zum Beispiel schon mal aufgefallen, wie die LKW-Fahrer beim Überholen miteinander per Lichtsignalen kommunizieren: Das überholte Fahrzeug gibt kurz mit dem Licht ein Zeichen, sobald das überholende Fahrzeug wieder in die Spur einscheren kann. Das macht den Überholvorgang für alle kürzer und für das überholende Fahrzeug sicherer. Als Dankeschön bekommt das überholte Fahrzeug dann ein Zeichen mit den Blinklichtern, rechts, links, rechts, oder Variationen. Am meisten hat mir eine gefallen: rechts, rechts, links, links in schneller Abfolge und dann noch einmal rechts und links. Eine kleine Geste, aber so sympathisch. Ich hab die ganze Fahrt damit verbracht, die LKW-Fahrer einzuteilen in: nett, klassisch; nett kreativ; unsympathisch.
(es) 2205 km, 30 horas y 45 minutos, con una velocidad media de 72 km la hora. Y el Touareg lo reconoce él mismo: es un bebedor impenitente. Bebió como si tuviera que arrastrar el KUKUmobil por el desierto ardiente….
Y eso con la conducción de Maik, que es supereficaz. Quien sabe cuanto hubiera sido si no. Total, tener a Maik en el volante ha sido una suerte enorme!!!! Mejores manos imposibles para dejar en ellas lo que te vale una vida. Y de paso he aprendido tanto sobre coches y sobre la conducción con camiones. Un mundo que me es tan lejano, tan ajeno. Sabíais vosotros que los camioneros se comunican entre ellos en los procesos de adelantamiento? El vehículo que ha sido adelantado da una señal para indicarle al vehículo que ha adelantado que puede volver al carril de la derecha. Eso abrevia todo el proceso y lo hace más seguro para el vehículo que adelantó. Como agradecimiento, el vehículo que adelantó da unas señales con los intermitentes, derecha, izquierda, derecha, o cualquier otra variación…. Una me gustó especialmente: derecha, derecha, dos veces muy seguidas, izquierda, izquierda, tambien muy seguidas, y derecha, izquierda. Es un gesto pequeño, pero me resulta muy simpático. Me he pasado el viaje ordenando los conductores en tres grupos: simpatico clásico, simpatico creativo y antip¡ático.
(es) Ahora, a aterrizar, también con el alma. Y luego, comenzar ahí donde otros terminan. Pero de eso os cuento más en el siguiente post. Se me acaba el akku y aún no tengo luz en el KUKUmobil.
(de) Jetzt heißt es erst einmal hier ankommen, auch mit der Seele. Und dann, dort anzufangen, wo für andere der Weg zu Ende ist. Aber davon erzähle ich im nächsten Post. Mein Akku ist leer und ich habe hier im KUKUmobil am provisorischen Standort keinen Strom.
ES GEHT LOS!!!!! ENDLICH!!!!! Morgen sollen die Papiere kommen, „at high noon“. Wenn es um „suspense“ geht, dann konnten wir in den vergangenen Wochen mit jedem guten Western oder Krimi mithalten.
Jetzt scheint die letzte Hürde geschafft!!!
Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, auch wenn das bei dem Motiv an sich schon schwierig ist. Aber dieses Foto ist tatsächlich NICHT von mir, sondern von Tanja, die mit dem Smartphone immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit ist und weiss, wie sehr ich den Dompfaff mag. Danke dir, meine Liebe.
3 Kisten Webwolle von Traub 9 kg
3 Kisten Wolle MORA 15 kg
6 Kisten Faro Webgarn 17 kg
1 Kiste Kammgarn 7 kg
1 Kiste Naturfarben 3 kg
1 Kiste Kettgarn 10 kg
1 Kiste Pinnen 15 kg
1 Kiste AKTUELLES 1 8 kg
1 Kiste AKTUELLES 2 10 kg
1 Kiste Material Entwurfsarbeit 8 kg
1 Lampe 7 kg
2 Umzugshunde 6 kg
1 Kiste Werbematerial 12 kg
4 Webrahmen 12 kg
1 Kiste Teppiche (kleinform.) 10 kg
3 Teppiche (großformatig) 17 kg
1 Teppichtasche 5 kg
1 Infotafel 2 kg
1 Standheizung 5 kg
1 Werkzeugkoffer 5 kg
Zurrgurte 5 kg
1 Kiste Reparatur 10 kg
1 Kiste Elektrokram 7 kg
1 Koffer Infomaterial 7 kg
Insgesamt 214 kg
1 Kiste Wintersachen 10 kg
1 Kiste Sommersachen 10 kg
1 Kiste Schlafen 10 kg
1 Kiste Waschen etc. 6 kg
1 Kiste Essen etc. 14 kg
Insgesamt 50 kg
Die Strecke von Elkhausen nach Wissen durch das Mühlental bin ich inzwischen schon einige Male gelaufen, meist, weil ich diese zwei Stunden Bewegung in der Natur brauche, am Wochenende, weil es da keine andere Alternative gibt, außer jemand fährt dich.
Aus welchem Grund auch immer ich laufe, ich genieße es. Und ich komme mir immer vor, wie Rotkäppchen auf dem Weg zur Großmutter. Die Mahnung, nicht vom Weg anzukommen klingt ganz leise zu mir durch, und da ist der Wolf die Zeit, die nicht gefressen werden soll von irgendeinem unproduktiven Rumgetrödel, weil man ja schließlich wichtige Dinge zu erledigen hat…
Und doch lass ich mich immer wieder „vom Weg abbringen“, bestaune die sattgrünen vollgesogenen Moospolster, das beginnende Grün an den Spitzen der Äste, die ersten Blumen am Wegesrand……
Anna hat in ihrem Haus in Elkhausen, in dem sie mich so großzügig beherbergt hat, viele Teppiche. Darunter auch einige besonders schöne Stücke. In meinem Zimmer liegt ein handgewebter Kelim in rot, blau, lindgrün und natur. Seine grobe Symmetrie wird durch eine sympathische Figur aufgebrochen, die nur einmal, an einer Seite vorkommt, so, als ob der Weber oder die Weberin sich die Freiheit herausgenommen hätte, mal etwas anderes auszuprobieren………
Das Wiesenschaumkraut. So lange nicht mehr gesehen. Damit verbinden sich Erinnerungen aus meiner Kindheit. Schneeglöckchen oder Krokusse pflücken war tabu. Irgendwie gab es großen Respekt vor diesen ersten Blumen im neuen Jahr. Selbst die Primeln ließ man stehen. Aber dann kam das Wiesenschaumkraut. Und die Wiesen waren voll davon. Aus ihnen bestanden daher die ersten Blumensträuße, die ich von meinen Wanderungen mit nach Hause brachte.
Die „Große Konjunktion“, das ist in der Astronomie die Konjunktion zwischen den Planeten Jupiter und Saturn. Dieses Phänomen findet ungefähr alle 20 Jahre statt. In „Der dunkle Kristall“ (1982), von Jim Henson und Frank Oz, einem der Lieblings-Fantasyfilme aus der Zeit, als meine Kinder noch klein waren, gelingt es einer der Hauptfiguten, Jen, während der Großen Konjunktion der drei Sonnen, den fehlenden Splitter des dunklen Kristalls wieder in den großen Kristall einzusetzen. Die Energien des wiedervereinten Kristalls vereinen auch die weisen Uru und die gierigen Skekse, die seit 1000 Jahren die Welt mit Schrecken regieren, wieder miteinander. Es zeigte sich, dass beide vor tausend Jahren in der Rasse der Ur-Skekse ein Wesen waren. Die Schreckensherrschaft der Skekse endet somit.
Bei der Reise des KUKUmobils durch Europa besteht die große Konjunktion darin, dass ein Fahrer, ein Fahrzeug und die finanziellen Mittel zusammenkommen, um den großen ersten Schritt von Wissen an der Sieg bis nach Fisterra zu ermöglichen.
Damit diese Große Konjunktion nicht zu einer Großen Karambolage wird, müssen die Papiere für den neuen Anhänger rechtzeitig von der Zulassungsstelle Berlin über die Versicherung hier in Wissen ankommen. KUKUmobil und Fahrer sitzen in den Startlöchern. Finanzen und Fahrzeug sind geklärt.
Wenn ihr jetzt noch ein klein wenig eurer Energie in den Kosmos schickt, damit die kleinsten Teilchen, die die Berliner Bürokratie beschleunigen können, genau das tun, – quantenphysikalisch, sozusagen – dann bin ich euch unendlich dankbar.
Denn wenn wir nicht am kommenden Mittwoch los können, dann wird es knapp für Maik. Der hat sich die ganze Zeit über geduldig das Fenster der Zeit offen gehalten, aber irgendwann geht es auch bei ihm und auch mit seinem besten Willen nicht mehr.
Und dann wäre es eine Große Karambolage. Das wollen wir alle nicht. Also…… Leute….. Bombardiert die Zulassungsstelle Berlin mit all eurer guten Energie!!!!
So, das KUKUmobil hat seinen festen Platz auf dem neuen Anhänger gefunden. Alles passt, und was nicht passte wurde passend gemacht. Die Gurte sind wieder angezogen. Danke, Eduard, dass du deine Anhänger nach Einheitsmassen baust und dadurch die Haken meines KUKUmobils problemlos in deine Ösen greifen können.
Ich hatte das nicht als Selbstverständlichkeit angenommen, auch wenn es mir bei den Überlegungen zum Kauf eines neuen Anhängers sehr plausibel erschien. Schon allein aus Gründen der Effizienz. Aber man weiß ja nie…..
Die Befestigung ist also geklärt. Bleibt die Frage, die mich seit zwei Wochen nicht wenige Stunden Schlaf gekostet hat: Schaff ich es, mit neuem Anhänger, der ja eine Achse mehr hat, zwar dadurch mehr kann, aber auch mehr wiegt, mit dem Aufbau unter der 3,5 t-Marke zu bleiben? Denn wenn nicht, fällt mir wenig ein. Und alles was mir einfällt, will ich nicht wirklich weiter denken…..
Ich habe zigmal rauf und runter gerechnet. Habe versucht, abzuschätzen, was an Gewicht wegfällt, was dazukommt. Am Bau. Denn da kann ich wenig weglassen, will ich nicht an die Substanz gehen, also an die Fassade oder die Wände. Und wollen will ich DAS natürlich nicht.
Aber es muss ja auch noch Luft bleiben, für das, was ich so mitnehmen möchte. Wenigstens etwas….. So habe ich alles, bis auf den Webstuhl, aus dem KUKUmobil rausgeräumt und es zur Waage gebracht.
Dreiachser gehen hier nur auf dem Recyclinghof. Und auf einmal sieht sich das KUKUmobil zwischen Containern und großen Fahrzeugen auf der Waage. Ein kurzer Schreck durchzuckte mich, als die kleine rot leuchtende Anzeige beim Auffahren auf die Waage sechs Tonnen zeigte.
Inzwischen ist es ja kein Geheimnis, dass ich wenig über Fahrzeuge weiß. Daher war mir nicht bewusst, wie schwer solch ein RAM sein kann. Und mit der Sensibilität, die sich bei mir in den letzten Wochen zum Thema „Gewicht“ eingestellt hat, in denen mir in bestimmten Momenten selbst ein Teller schwer erschien, dachte ich im ersten Moment, dass das KUKUmobil ein Übergewicht haben muss.
Erst als das Zugfahrzeug abgekoppelt und von der Waage runter war, wurde klar: ES PASST! Knapp, aber es passt:
Soviel bringt das KUKUmobil samt Webstuhl auf die Waage. 3,5 t darf ich! Also gibt es einen kleinen Spielraum. Nicht viel, aber er ist da. Und er muss reichen.
Ich werde jedes Wollknäuel und jeden Stift einzeln wiegen. Das verspreche ich euch. Naja, kistenweise.
Ballast abwerfen. Noch mal drüberschauen, sehr konsequent. Und aussortieren, sehr konsequent. Weiter aussortieren, noch konsequenter. Kurzum: Ich denke, dass ich einen Teil der Kiste wieder nach Berlin bringen werden. Ich hatte sie sehr optimistisch mit auf die Reise genommen habe, unter anderem, um ein möglichst großes Potential des Projektes ermöglichen zu können (Kurse, Pop-Up-Ausstellungen….).
Ich denke jetzt, mit den zwei Wochen, die hinter mir liegen, dass es gut und wichtig ist, loszufahren. Mit dem, was passt. Dann wird sich, so denke ich, eine Dynamik herauskristallisieren. Und dann wird es einfacher sein, auf der Grundlage der gemachten Erfahrungen die Ladung des KUKUmobils anzupassen und nicht Eventualitäten zu bedienen, die vielleicht nie stattfinden werden.
Jedenfalls ist der Rahmen gesetzt. 300 kg. Besser eigentlich noch 250 kg. Klare Ansage. 🙂
…. leicht wie eine Feder und „unnachgiebig“, wie es nur Sockeldämmplatten sein können. Nicht unbedingt nobel, aber zweckdienlich. Das hat selbst meine Japansäge verstanden und bereitwillig das ungewohnte Material in die maßgerechten Stücke zerteilt.
Jetzt passt endlich wieder alles beim KUKUmobil. Also, zumindest bautechnisch. Und natürlich hoffe ich, dass es auch mit dem Gewicht passt. Ich habe rauf und runter gerechnet und es sollte hinhauen. Aber wirklich sorglos schlafen werde ich erst, wenn wir das KUKUmobil gewogen haben.
Dann fehlt nur noch die Zulassung für den neuen Anhänger. Die ist „in Bearbeitung“. Drückt uns die Daumen, dass es schnell geht. Und dann kann es endlich losgehen.
….and growing, and dying, and ….
…. and verticals, and horizontals, and just keeping going on…..
Manchmal ist es einfach nur die Freude am Weben, manchmal ist es eine Notwendigkeit. In solchen Situationen wie der aktuellen, in denen Resilienz, seelische Widerstandskraft, ganz oben auf der Liste der Fähigkeiten steht, die mehr als nur erwünscht sind, bin ich vor dem Webstuhl, zwischen Fäden und Pinnen am besten aufgehoben.
Wenn überhaupt, ist dort der Ort, an dem ich mich immer wieder ins Gleichgewicht bringen kann.
…. in progress.
…möchte ich Moos werden. Möchte mich wie ein Teppich über die Dinge legen und ihnen die Kanten und Ecken nehmen, wie der Schnee im Winter. Möchte die Tropfen Feuchtigkeit aus der Luft in mir sammeln. Möchte ein kleiner grüner Kosmos sein für die, die bei mir Unterschlupf suchen. Möchte dort sein, wo es kühl ist, wo es feucht ist, wo die Sonne nur mal kurz vorbei schaut um zu sehen, dass alles in Ordnung ist.
Oder Flechte? Flechte ist auch gut.
Hast du schon jemals Moos gesehen?
Nicht bloß so im Vorübergehen,
so nebenbei, von oben her,
so ungefähr –
nein, dicht vor Augen, hingekniet,
wie man sich eine Schrift besieht?
Oh Wunderschrift! Oh Zauberzeichen!
Da wächst ein Urwald ohnegleichen
und wuchert wild und wunderbar
im Tannendunkel, Jahr für Jahr,
mit krausen Fransen, spitzen Hütchen,
mit silbernen Trompetentütchen,
mit wirren Zweigen, krummen Stöckchen,
mit Sammethärchen, Blütenglöckchen,
und wächst so klein und ungesehen –
ein Hümpel Moos.
Und riesengroß
die Bäume stehen.
Doch manchmal kommt es wohl auch vor,
dass sich ein Reh hierher verlor,
sich unter diese Zweige bückt,
ins Moos die spitzen Füße drückt
und dass ein Has, vom Fuchs gehetzt,
dies Moos mit seinem Blute netzt …
Und schnaufend kriecht vielleicht hier auch
ein sammetweicher Igelbauch,
indes der Ameis’ Karawanen
sich unentwegt durchs Dickicht bahnen.
Ein Wiesel pfeift, ein Sprung und Stoß …
und kalt und groß
gleitet die Schlange durchs Moos …
Wer weiß, was alles hier geschieht,
was nur das Moos im Dunkeln sieht:
Kein Wort verrät das Moos.
Und riesengroß die Bäume stehen.
Hast du schon jemals Moos gesehen?
Siegfried von Vegesack (1888–1974)
Leben auf dem Land heißt manchmal, dass man mit dem zurecht kommen muss, was da ist. Und es ist eben nicht immer alles da, in dem EINEN Baumarkt, den es hier gibt. Zum Beispiel: Siebdruckplatten. Sind nicht auf Lager und bestellen dauert ewig und drei Tage.
Also wird es ein anderes Material sein müssen, zum Beispiel: Lärche. Denn die gibt es hier. Nicht nur das: die wächst hier!!! Also werde ich den Rahmen aus Westerwälder Lärche bauen. Auch schön. Passend zur Fassade.
Leben auf dem Lande heißt auch, dass alle Welt hier mit Maschinen zu tun zu haben scheint und der Umgang mit ihnen das Normalste von der Welt ist. Das ist für mich befremdlich, für das KUKUmobil ist es ein Geschenk.
Simon hilft mir. Wenn er nicht wäre……. Und mit den richtigen Werkzeugen ist es relativ schnell gemacht. Die Aussparung für die beiden Zurrgurthaken haben wir „zusammengelegt“. Ich finde das sehr apart, steht es so doch im Dialog mit den Klappen auf der anderen Seite, wo ja auch jeweils zwei Ratschen untergebracht sind.
Irgendwann gegen Mittag kam es dann zum Schlüsselerlebnis des Tages, fast so wie an dem Tag, an dem wir unsere alte Schreibmaschine mit einer 10-Seiten-Speicherkapazität durch unseren ersten Computer ersetzten, oder ich meinen ersten Ausstellungsaufbau mit einem Akkuschrauber machte….
Simon zauberte eine elektrische Silikonspritze hervor. Ich bin mir sicher, dass ich heute nicht in der Lage wäre, irgendetwas zu schreiben, wenn ich das Silikon mit der puren Kraft meiner Hände in die Fugen hätte quetschen müssen. Es gibt einfach Erfindungen, die sind fantastisch!!! Die Waschmaschine gehört für mich übrigens auch dazu.
Überhaupt finde ich die Lösung mit der Westerwälder Lärche, auch wenn sie aus der Not heraus entstanden ist, sehr ansprechend. Und etwas Lokales mit auf den Weg zu nehmen, ist, angesichts der Umstände, ein schöner Gedanke.
Einmal noch müssen wir den Anhänger hervorholen, die Dämmplatten auf Maß schneiden und den „Sockel“ mit ihnen auslegen. Dann kann der Anhänger wieder unter das KUKUatelier ….. und wenn die Papiere von der Zulassungsstelle in Berlin da sind, steht der Reise eigentlich nichts mehr im Weg.
Übrigens bin ich froh, den Anhänger mit den vier Stützfüßen gekauft zu haben. Nicht, dass es von alleine geht, aber es geht so leicht, dass ich mir zutraue, selbst bei kurzen Standzeiten die Achsen zu entlasten. Und es vermittelt Stabilität, was ja auch nicht zu unterschätzen ist.
Eine der ersten richtigen Frühlingsblumen, die den Rand des Weges gerade säumt, wenn ich von Elkhausen zum KUKmobil oder in der umgekehrten Richtung wander, ist das Lungenkraut.
So schön, diese Zartheit im Farbverlauf.
EIGENTLICH wolle ich die wissenschaftliche Erklärung, über die ich bei meiner Suche im Internet gestolpert bin, gleich mitliefern. Aber dann habe ich mir gedacht, dass ja vielleicht der eine oder die andere unter euch sich lieber aus tiefster Unwissenheit heraus an dem Wunder freuen wollen.
So, Triggerwarnung gesetzt. Hier der Link. Ihr entscheidet.
An der Futterstelle, die Anna in ihrem Garten installiert hat, um den Vögeln über den Winter zu helfen, tummelt sich so ziemlich alles, was auf einer „Besucherliste mit Vogelnamen“ so auftauchen würde, allen vorweg die Blau-, Kohl-, Hauben- und Trauermeisen. Aber auch Rotkehlchen, Stieglitz, Finken aller Couleur….
Angesichts der Vielfalt habe ich es gewagt, mir den Besuch eines Dompfaffs zu wünschen. Seit Ewigkeiten habe ich keinen mehr gesehen. Dabei liebe ich diesen so besonderen Rotton mit dem die Männchen sich hervortun. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie sie früher, als die Winter noch weiß waren, immer zu uns auf den Balkon kamen, um nach Futter zu suchen.
Stundenlang habe ich bei Anna aus dem Küchenfenster geschaut und das Kommen und Gehen an der Futterstelle beobachtet. Vor einiger Zeit sah ich ein Weibchen und fragte mich, ob es Single ist, oder womöglich Witwe, ob das Männchen nur zu schüchtern ist, oder nicht hungrig genug…..
Jetzt habe ich ihn gesehen. Den Herrn Dompfaff. Es gibt sie also noch. So wie die Maikäfer, von denen mir voriges Jahr einer mit einem lauten Plopp in das KUKUmobil geflogen kam.
Manchmal überkommt mich eine große Sorge, wie eine düstere Wolke, wenn ich den Gedanken darüber zu viel Raum gebe, wie sich die Landschaft die ich kenne, in der ich aufgewachsen bin, deren Farbpalette und Geruch nach feuchtem Laub, nach Moos und Pilz, mir durch und durch vertraut ist, Teil meiner Erinnerung, Teil meiner Gefühls- und Gemütslandschaft, angesichts des Klimawandels zwangsläufig ändern wird.
Dann bin ich so unsäglich froh, wenn ich meine Hand tief in einem Moospolster vergraben kann, wenn ich durch die sumpfigen Wiesen laufe, um Binsen zu ernten … mein zuversichtliches Warten belohnt wird und ich einen Dompfaff zu Gesicht bekomme. Ein kleines Weilchen scheint die Welt dann doch noch in Ordnung zu sein, auch wenn ich weiß, dass sie es eigentlich nicht mehr ist.
So, nach all dem Gestolper der vergangenen zwei Wochen klären sich die Dinge langsam.
Vergangenen Sonntag hat Simon das KUKUmobil umgesetzt.
Gleich zweimal.
Erst aus der Rathausstraße mitten in Wissen vor die Halle am Rand der Stadt. Damit ist die offizielle Standzeit in Wissen, inklusive einwöchiger Verlängerung, beendet. Zeit, um noch einmal DANKE zu sagen für die Gastfreundschaft und auch das Entgegenkommen, mit dem auf die veränderte Situation so flexibel eingegangen und so unkompliziert reagiert wurde.
Bei diesen kleinen Abschieden, wenn das KUKUmobil seinen temporären Standort verlassen hat, ich zurückblicke und an all die Gespräche denke, die stattgefunden und in meinem Herzen ihre Spuren hinterlassen haben, fühle ich mich immer wie eine Biene, die sammelt, kleine Kostbarkeiten mit sich nimmt und durch ihren Besuch den Impuls für etwas Neues gegeben hat. Das möchte ich gerne schaffen: etwas Neues in Gang setzen…. es muss nicht groß sein, es muss nicht laut sein……es muss auch nicht sofort sein…..
Die eigentliche Aktion des Tages wartete aber an der Halle auf uns: KUKUmobil anheben, Zweiachser rausholen, Dreiachser drunterschieben, KUKUmobil wieder draufsetzen.
Das klingt ganz einfach, und EIGENTLICH hatten wir es ja auch extra so konzipiert, dass es einfach sein soll. Wechselbrückenprinzip sagen die Fachleute, wie bei LKW-Anhängern halt. Aber wir hatten es halt noch nie ausprobiert. Und mir, mit meiner Fremdheit in der technischen Welt, bleibt bei solchen Aktionen nur die Zuversicht und das Vertrauen. Und die innere Anspannung, und die Aufgeregtheit, und…..
Wenn, dann…. Da wir das KUKUmobil direkt auf dem Anhänger gebaut haben und es bisher auch noch nicht „gelüpft“ hatten, war mir nicht klar, dass zwei der Schrauben nicht so sitzen, wie sie idealerweise sitzen sollten. Also hat Simon die Schrauben nachgezogen, von denen wir ja wollen, dass sie die Last jetzt tragen.
Und es ist tatsächlich alles gut gegangen, und sogar leichter, als wir gedacht hatten.Wir haben die vier Zurrgurte gelockert und aus den Bügeln genommen, um Anhänger und Aufbau voneinander zu trennen. Die Stützen haben wir „verlängert“, um mit ausreichender Stabilität auf die erforderliche Höhe zu kommen. Und dann konnte der Anhänger relativ unkompliziert herausgezogen werden. Mir wurde etwas weich in den Knien. Mujer de poca fé. Alles ist gut!!!!
Ich meine, ich würde, wenn das KUKUmobil seinen fahrbaren Untersatz verliert und nur auf Stelzen steht, da keine Salsa tanzen, aber …
Um die doppelte Bodendämmung nicht ganz zu verlieren, vor allem aber, um die Verzurrung wieder genau so anzubringen, wie sie gedacht war, muss ich einen kleinen Sockel bauen. Ich hoffe ich schaffe das, während ich auf die Papiere des neuen Anhängers warte.
Provisorisch haben wir das KUKUmobil aber erst mal auf den neuen Anhänger gestellt.
Leer kann man den Dreiachser doch noch gut ausrichten und gerade unter den Aufbau bekommen. Unsere Konstruktion mit den Stützfüßen hat ausreichend Spiel gegeben.
Ich finde, es war eine gute Entscheidung, den Anhänger zu tauschen, auch wenn ich in der Beweglichkeit vielleicht Abstriche werde machen müssen. Ich finde es sieht gut aus. Ich hoffe, auch der Rest geht reibungslos und dann…
…dann kann es endlich losgehen.
Ich sag mal lieber nichts, für den Fall dass….. doch haben wir nehmen hier alle ganz vorsichtig und unter Vorbehalt den Dienstag oder Mittwoch nach Ostern in den Blick.
Mir ist es in den vergangenen Jahrzehnten zu solch einer Selbstverständlichkeit geworden, dass ich mich manchmal selbst ermahnen und daran erinnern muss, dass es meinem Gegenüber nicht so geht und es dieses Grundgefühl nicht immer so leicht nachvollziehen kann.
Aber gerade habe ich ein gutes Beispiel zur Hand, das vielleicht ein weniger verständlicher macht, was ich damit meine. Dann werdet ihr sehen, dass es nicht nur Weberinnen oder Wirkerinnen so geht, sondern euch wahrscheinlich auch:
Also: Da holt das Leben, „beste Webmeisterin ever“, einem Faden hervor, den es vor langer Zeit in meine Hände gelegt hat: Andreas. Mit ihm bin ich vor 40 Jahren durch Mexiko gereist. Dann haben wir uns aus den Augen verloren. Jetzt schreibt er mir einen Kommentar im Blog, weil technische Fragen zu seiner Welt gehören, und auf einmal taucht „sein“ Faden wieder in Gewebe meines Lebens auf. 40 Jahre….
Wir haben die relative räumliche Nähe genutzt, Verzögerung sei Dank, um uns zu treffen. Er kam mit seinem vierbeinigen Familienmitglied Lino, der dringend etwas Auslauf brauchte und so sind wir ein Stück die Alte Poststraße lang gewandert und haben erzählt, und erzählt und erzählt…. Bis ein kleiner Regenschauer uns dazu einlud, Unterschlupf zu suchen in einer Holzhütte am Wegesrand. Mitten in der Unterhaltung drehte ich mich zur Seite und fand….
Einen stoaroa, meinen ersten Wanderstein. Dass es solche Wandersteine gibt, und nicht nur das, sondern um sie herum einen ganzen Kosmos, unzählige Facebookseiten eingeschlossen, hatte ich wiederum vor ein paar Wochen erst von meiner Freundin Tereza gelernt, als ich sie in Bratislava besuchte. Sie hatte nämlich in Prag einen solchen Stein gefunden und zeigte ihn mir. Ich liebe solche Vernetzungen und habe den Faden auf- und den Stein mitgenommen….
Wer einen Prinzen sucht, muß viele Frösche küssen (#Asbacher Steine)
Am Tag nach dem Wiedersehen wanderte ich von Wissen nach Elkhausen zurück. Diesmal nicht über die Alte Poststrasse, sondern den Brölbach entlang. An einigen Stellen führt ein Trampelpfad über Wiesen und sehr nah am Bachlauf entlang.
Auf einmal sah ich etwas im Wasser glitzern. Zugegebenermaßen war es nicht Gold, was da glänzte. Aber immerhin, es war eine Kugel, die dort im Wasser lag. Ihr merkt schon, wie sich da Faden um Faden miteinander verweben? Frosch, Prinz, Kuß, Kugel……
Jedenfalls haben wir am Sonntag das KUKUmobil umgesetzt. Genauer gesagt hat das Simon getan. Und wir haben den alten Anhänger, den mit den zwei Achsen, hervorgeholt und den Dreiachser probeweise drunter geschoben. Dazu mussten wir den Aufbau, also mein Atelier mit all dem, was mein Leben gerade ausmacht, mithilfe der Kurbelstützen anheben.
Ich weiss nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie nervös ich war. Theoretisch wußten wir, dass es geht. Aber praktisch?
Irgendwann knarzte es verdächtig. Holz arbeitet halt. Auch wenn es still steht, aber natürlich noch mehr, wenn es „gefordert“ wird. Und wenn man eh schon so angespannt ist, dann reicht ein Ton…
… und auf einmal musste ich an den Eisernen Heinrich aus dem Froschkönig denken:
Und als sie ein Stück Wegs gefahren waren, hörte der Königssohn hinter sich, dass es krachte, als wär etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief:
„Heinrich, der Wagen bricht!“„Nein, Herr, der Wagen nicht,
es ist ein Band von meinem Herzen,
das da lag in großen Schmerzen (…)
Versteht ihr, was ich meine? Da gibt das Leben einem Fäden in die Hand, alte, neue, manchmal legt es auch selbst einen quer. Und irgendwann merkt man, wie die Finger fast unbewusst mit den Fäden zu spielen beginnen und wie ein Bild entsteht….
Ich habe mal im Internet geschaut und dabei diesen Film von 1954 gefunden. Keine große güldene Kugel, aber eine kleine Perle. Und eine ganz andere Version der Geschichte.
Übrigens: Denkt daran, dass die Frösche und Kröten bald wieder wandern!!! 😉
Weit und breit war keine Veranstaltung zum Weltfrauentag zu sehen, zumindest ist mir nichts aufgefallen. Ist ja hier auch kein Feiertag, wie in Berlin. Also geht das Leben seinen Gang und ich vermute und hoffe, das jede und jeder für sich und in sich hineingefühlt hat, wie es denn im Innern, im Alltag, im Umfeld so steht mit der Gleichberechtigung der Geschlechter in den familiären und gesellschaftlichen Kontexten.
Ich bin gewandert. Und begonnen habe ich mit einem Abschnitt der LandFrauenRoute.
Wikipedia erklärt uns: Die Geschichte der Landfrauen geht historisch zurück auf die Gutsfrau Elisabet Boehm. Sie rief am 2. Februar 1898 den ersten landwirtschaftlichen Hausfrauenverein ins Leben. Ihre Motivation für diese Gründung sah sie darin, durch hauswirtschaftliche und kulturelle Bildung die Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Frauen im ländlichen Raum zu verbessern und ihnen Aus- und Weiterbildungen zu ermöglichen.
Im Zuge der Machtübernahme durch die NSDAP wurden 1934 die landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine aufgelöst.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden bereits 1947 die ersten Landfrauenvereine als Nachfolgeorganisationen der landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine wiedergegründet. Auf Initiative von Marie-Luise Gräfin Leutrum zu Ertingen schlossen sich dann am 20. Oktober 1948 Landfrauenverbände von Württemberg-Baden, Bayern, Bremen, Hessen-Nassau und Kurhessen, Niedersachsen-Hannover, Weser-Ems, Westfalen, Schleswig-Holstein und die Rheinische Landfrauenvereinigung zum Deutschen Landfrauenverband zusammen. Zu den Mitgründerinnen 1948 gehörten neben Marie-Luise Gräfin Leutrum, Idel Osswald, Marie Hüchting, Maria Baur, Lisa Handt, Helene Kunne, Maria Meyers, Cäcie Krey, Dora Garbade und Elisabeth Rhodovi.
Nach 1989 gründeten sich in den ostdeutschen Bundesländern ebenfalls Landfrauenverbände, die zwischen 1991 und 1993 dem Deutschen Landfrauenverband beitraten.
Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich für „die berufsständischen Interessen der Bäuerinnen und die Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation von Frauen sowie für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ein. Der Verband organisiert auf unterschiedlichen Ebenen Weiterbildungen und Veranstaltungen für Landfrauen in den verschiedensten Bereichen. Dazu gehören beispielsweise die Ausbildung von Ehrenamtlichen für die Verbandsarbeit, die Qualifizierung von Equal-Pay-Beraterinnen oder Weiterbildungen in den Bereichen Selbstständigkeit und Unternehmensgründung, Agrarpolitik, Hauswirtschaft, Ernährung, Gesundheit und anderes.
Mein Ziel am heutigen Tag ist der Weltende-Wanderweg. Da es ja jetzt doch noch ein Weilchen dauern wird, bis ich nach Fisterra komme, und meine Freundin Annette während meines Besuchs in Wuppertal sich die Umgebung von Wissen digital angeschaut und diesen Weg gefunden hat, schien es mir passend, an genau diesem Tag genau diesen Weg zu wandern.
So führte mich die LandfrauenRoute aus Wissen heraus über den Baumlehrpfad am Köttingsbach und ab da in einem fröhliche Rauf und Runter, über Wiesen und durch Wälder, über Asphalt und schmale Wanderpfade, über den Nisterberg, bis irgendwann das erste Mal die Nister auftaucht, die Große.
Die schlängelt sich weiter durch ihr Tal und der Weg führt teils eng an ihrem Ufer entlang, teils auf die Anhöhe, um von dort einen traumhaft schönen Blick auf den Fluß freizugeben.
In Stein-Wingert treffe ich endlich auf die ersten Wegweiser zum „Weltende“. Das liegt übrigens in Alhausen und hat seinen Namen dem Umstand zu verdanken, dass hier die Straße auf einer großen grünen Wiese endet.
„Am Arsch der Welt“, hätten wir etwas deftiger dazu gesagt. Ich verstehe schon, dass es fremdenverkehrstechnisch nicht so toll klingt. Aber ich muß zugeben, dass ich mir als Wanderin irgendetwas Spektakuläres erwartet hätte an diesem Punkt, keine Ahnung was, ein kleines Plateau, einen Felsen, eine Höhle…..aber es gab so gar nichts dort, das dem Weltende in irgendeiner Art und Weise Form gegeben hätte.
Gut, dass die herrliche Landschaft und der abwechslungsreiche Wanderweg dieses skurrile Gefühl von Enttäuschung schnell weggewischt haben. Ich bin einfach weiter gelaufen, den „alpinen“ Teil des Wanderweges entlang. Ihn alpin zu nennen, wie es in manchen Wanderführern steht, finde ich allerdings etwas hoch gegriffen. Es stimmt schon, dass man gutes Schuhwerk an den Füßen haben sollte, aber letztendlich ist es ein schmaler Steilhang-Waldwanderweg, der ca. 10 m über der Nister entlang und hin und wieder mal kurz über kleine Felsen führt. An diesen Stellen gibt es in den Fels eingelassene Stahlseile, an denen man sich festhalten kann. Also zum Klettern, was ich mit „alpin“ verbinde, kommt man hier nicht wirklich.
Mein Wandertag endete nach 8 Stunden, die ich sehr genossen habe, an der Mündung der Nister in die Sieg. Die kleinen „Sticheleien“ beiseite gelassen, ist es eine wunderschöne und absolut lohnenswerte Wanderung und wenn man Bock auf intensiv hat, geht es tatsächlich auch gut zu Fuß von Wissen nach Wissen am Ende der Welt vorbei.
Von Elkhausen nach Wissen durch das Bröhlbachtal.
„Alte Poststraße“ hier,“Alte Poststraße“ da, nicht dass noch der Eindruck entsteht, sie wäre der einzige Weg, der von Elkhausen nach Wissen führt.
Es gibt noch eine Variante durch das Bröhlbachtal, und auch wenn man sich den Platz neben dem Bach mit der Strasse teilen muss, die sich genauso kurvenreich durch die Landschaft schlängelt, wie er, stört der wenige Verkehr kaum den Wandergenuss.
Früher schnaubte die Grubenbahn hier lang. Schade, dass ich hier keinen Bildwirkereikurs anbieten konnte. Ich versuche doch immer zu erklären, dass die bunten Fäden wie ein Fluß durch die Kettfäden mäandern. Hier hätte jeder sofort verstanden, was ich damit meine.
Spätestens hier merkt ihr: selbst die Einheimischen sind sich nicht einig, ob dieser Bach nun ein stilles „h“ haben soll, oder nicht. Ich finde ja, wenn er viel Wasser trägt, so wie jetzt, dann verschluckt er es selbst. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es im Sommer ganz anders ist, wenn er ruhiger daherkommt.
Immer wieder aufs Neue: So unglaublich bezaubernd, die Natur.
Ich habe kein Bestimmungsbuch zur Hand, also gibt es auch keine Bildunterschriften. Egal, der Zauber ist eh nicht in Worten zu fassen.