Cottbus _ 1075 _ KUKUmobil

DANKE, COTTBUS

Heute war unser letzter Tag in Cottbus. Morgen wird das KUKUmobil abgeholt und wandert weiter nach Lübbenau.

Mir bleibt nur, mich bei allen, die das KUKUmobil besucht haben, zu bedanken, für ihr Interesse, ihre Gastfreundschaft und ihre Offenheit. Sie haben das Gästebuch mit guten Wünschen gefüllt und mein Herz mit Freude und Zuversicht.

Danke an das Museumspersonal für die Unterstützung, an Helene Roolf, die Kuratorin der Ausstellung „Der Klang des Papiers“, die mich hierher geholt hat, an die Techniker und die Museumspädagogische Abteilung, die sich darum gekümmert haben, dass es mir an nichts fehlt, und an den Wachdienst, der während der Nachtstunden ein aufmerksames Auge auf das KUKUmobil hatte.

Danke an Karin, Petra, Barbara und beide Karlas, die mich „entführt“ haben, um mir einen kleinen Teil ihrer Stadt zu zeigen, mich umsorgt und in den langen Gesprächen so Vieles aus ihrem Leben mit mir geteilt haben.

Danke an die Grashüpfer und all diejenigen, die ein wenig verweilt haben in oder vor dem KUKUmobil. Ich fühle mich reich beschenkt. Ich habe viel gelernt. Und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen.

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Cottbus _ 1074

Cottbus_ Impressionen III

Nur für eine kurze Weile habe ich dem Karnevalsumzug zugeschaut. Das Rufen hat mich KUKUmobils war trotz der Musik, die aus den Lautsprechern der Wagen dröhnte, erreicht.

Mehr Fotos vom „Zug der fröhlichen Leute“ findet ihr zum Beispiel in der Lausitzer Rundschau.

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Lübbenau _ 1073 _ KUKUmobil

Wohin geht es jetzt?

Der letzte Tag in Cottbus. Reich beschenkt werde ich Cottbus verlassen, mit einem Herzen voller Erzählungen, mit einem Sack voller guter Gaben, mit Mut. Denn die Erfahrungen der ersten Reise mit dem KUKUmobil ermutigen mich enorm.

Und es geht weiter….. Zwischen Cottbus und Berlin liegt Lübbenau. Dort werde ich eine Woche am Gleis3 stehen. Lübbenau, ich freu mich!!!!

 

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Cottbus _ 1072

Cottbus_Impressionen II

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Cottbus _ 1071 _ textil

Status quo

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Cottbus _ 1070 _ textil

Gute Gaben. Danke Petra.

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Cottbus _ 1069 _ Empfehlung

Bevor du gehst

Ich habe ein wunderbares Buch in Händen gehabt und konnte dem Drang nicht widerstehen, es zu kaufen. Es ist ein Bildband des sorbischen Fotografen Maćij Bulank, erschienen im Domowina-Verlag. Beeindruckend, berührend.

Er möge mir verzeihen, dass ich einige der Seiten dieses Buches hier abbilde.

Beschreibung

Ob Kindergärtnerin, Köchin, Gastwirtin, Heimbürgin – Frauen in Tracht gehörten jahrzehntelang zum Erscheinungsbild der Lausitz. Doch nur noch wenige tragen sie täglich. Der sorbische Fotograf Macij Bulank hat sie seit 25 Jahren in vertrauter Umgebung fotografiert – zu Hause, auf dem Feld, bei der Arbeit, im Altersheim. Es entstanden berührende Momentaufnahmen einfacher und doch selbstbewusster Frauen. Was aber ist Tracht? Ist es nur eine Bekleidung, wie die Übersetzung der sorbischen Bezeichnung „drasta“ lautet? Die Dichterin Róza Domascyna beschreibt lakonisch, nahezu skizzenhaft und dennoch sehr emotional einen Mikrokosmos, der zu vergehen droht und der dem Leser deshalb umso eindringlicher die immerwährenden Sinnfragen des Lebens stellt. Das Buch enthält eine DVD, auf der Róza Domascyna ihren deutschen und sorbischen Text zu den Fotografien von Macij Bulank und zur Musik des sorbischen Komponisten Mercin Weclich liest. Den Text gibt es in sechs weiteren Hörfassungen: Niedersorbisch, Englisch, Französisch, Tschechisch, Slowakisch und Polnisch.
ISBN/EAN: 9783742021885
Sprache: Deutsch
Umfang: 84 S., 53 Illustr.
Format (T/L/B): 1.3 x 28 x 22 cm
Einband: gebundenes Buch

Und das sind meine „Sieben Marien“, die ich in Spanien gewebt habe, in Erinnerung an meine Großmutter, ihre Nachbarinnen, ihre Freundinnen und all die Frauen, denen wir unser Leben zu verdanken haben.

Frauen, die auf ein hartes Leben zurückblicken, auf Arbeit und Entbehrung, auf Ungleichheit, auf Leid; eine Generation von Frauen die, wie meine Grossmutter und meine Mutter, immer wieder von vorne anfingen und sich einfach nicht haben unterkriegen lassen, trotz allem.

Eine Generation von Frauen, die nicht nur zwischen zwei Jahrhunderten, sondern zwischen zwei Jahrtausenden steht _  mit allem, was das an Fortschritt aber auch an Verlust bedeutet….

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Cottbus _ 1068 _ textil

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Cottbus _ 1067 _ KUKUmobil

Bald ist das Gastspiel in Cottbus beendet. Leider hat die Teilnehmerzahl nicht gereicht, um einen Webkurs am Wochenende abzuhalten.

Ich bereite mich stattdessen auf den „Zug der fröhlichen Leute“ vor. Ich werde euch berichten. Ich sage es gleich vorweg: Ich bin eigentlich keine eingefleischte Karnevalsnärrin, aber………

Und immer noch, und immer wieder bin ich bezaubert und berührt von den guten Gaben, die mich und das KUKUmobil erreichen.

Die Kinder der Kita Reggiohaus Emilia   kamen vor drei Tagen zu einem Workshop, das die museumspädagogische Abteilung  des BLMK anbietet und stolperten über das KUKUmobil. Wir hatten nicht viel Zeit, aber sie haben mit berichtet, dass sie auch schon einmal etwas Ähnliches wie Weben gemacht hatten.

Heute kam ich mittags von einem Termin zurück und fand den Beweis auf den Stufen:

Ein Stiftebecher für die baldige Einschulung. So schön!!!!!

 

Und kaum hatte ich die Tür des KUKUmobils aufgeschlossen, wurde mir ein weiteres Geschenk gebracht. Ich erzählte euch von Gesine Grotian? Sie ist Graphikerin und von ihr sind die Illustrationen aus dem Buch „Fragen an Europa“, das sie gemeinsam mit Susan Schädlich veröffentlicht hat. Auch Susan war über das KUKUmobil gestolpert und hat mich mit Gesine verknüpft, denn beide hatten wir aus einem Meer wunderbarer Sätze von wunderbaren Frauen dieser Welt  den gleichen Satz gewählt. Ich als Leitspruch für mein Vorhaben, sie für eine Postkarte. Und eben diese hat sie mir geschickt. Sie wird mit mir reisen.

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Cottbus _ 1066 _ die stadt

Cottbus_Impressionen

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Cottbus _ 1065 _ KUKmobil

HALBZEIT in COTTBUS.
Ein Erfahrungbericht.

EIGENTLICH war geplant, nach zweiwöchigem Gastspiel in Cottbus nach Berlin zurückzufahren. EIGENTLICH _ wie ich dieses Wort liebe! Ja, Planung ist wichtig, Organisation und Koordination oft unerlässlich, und ich verstehe, dass viele dieses Wort nicht mögen, denn fast trägt es in sich schon das ABER, das alles in Frage stellt, das dem Leben mit seiner Unberechenbarkeit Tür und Tor öffnet. Nicht immer zum Guten, manchmal schleicht sich dort auch Böses und Giftiges ein. Trotzdem, ich liebe es.

Also zurück zum EIGENTLICHEN. Eigentlich hätte ich also nach 2 Wochen nach Berlin zurückfahren sollen. Doch alles hat sich anders entwickelt und viel positiver, als ich je zu träumen gewagt hätte. Nein, geträumt habe ich es, nur habe selbst ich meinen Träumen nicht getraut. Dass sie jetzt auf solch wunderbare Art und Weise Wirklichkeit werden, das habe ich den Menschen zu verdanken, denen ich in den letzten zwei Wochen begegnet bin.

Denn das KUKUmobil bleibt noch eine weitere Woche in Cottbus, schliesst mit etwas Glück und ausreichenden Teilnehmenden mit einem Wochenendkurs zum Thema Bildwirkerei seine Zeit in in dieser Stadt ab und geht dann für eine Woche nach Lübbenau, um dort am GLEIS 3 zu stehen, einem multikulturellen Zentrum, in dem drei Vereine ansässig sind, die gemeinsam für die Kunst und Kultur in der Spreewaldstadt wirken: der KulturRegio e.V mit seiner Bunten Bühne, der Freunde der LÜBBENAUABRÜCKE e.V. und der Kulturhof e. V.

Aber dazu später. Jetzt erst einmal ein Blick zurück, auf die erste Hälfte dieser ersten Reise, die im Ganzen einen Monat dauern wird:

Der Standort.

Museumsinsel Cottbus, im Schutze der Schwarzkiefer vor dem BLMK. Das ist schon ein Luxus und ein ganz besonderer Ort, aus sehr unterschiedlichen Gründen:

Der Praktische vorweg, denn er unterlegt dieses Gastspiel mit einer angenehmen Stimmung: mir steht die Infrastruktur der Museumswerkstatt zur Verfügung, mit großer Gastfreundschaft bin ich hier aufgenommen worden, kann frühstücken, duschen, Internet benutzen und, wäre es hart auf hart gekommen, hätte es niemanden gestört, wenn ich hier in den Frostnächten in einer warmen Ecke mein Lager aufgeschlagen hätte.

Es ist ruhig, es ist beschaulich. Landschaftlich und menschlich. Diejenigen, die hier unterwegs sind, mal abgesehen von denen, für die der Weg über die Insel eine Abkürzung von A nach B darstellt, sind offen für die Beobachtung ihrer Umgebung, die Betrachtung der Dinge, denen sie begegnen, die Erfahrung und das Erleben, ordnen das KUKUmobil schnell in einem künstlerischen Kontext ein und sind leicht und schnell zu gewinnen für ein Gespräch. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es diesen Bonus gibt und dass es ihn nicht immer und überall geben wird.

Es ist inspirierend. Selbst wenn es aufgrund der Jahreszeit nicht möglich war, die Fenstertür zu öffnen und den öffentlichen Raum in die Dynamik des KUKUmobils als Wirkerei-Werkstatt einzubeziehen, habe ich doch einen Weg gefunden, ihn als Wirkungsort zu nutzen.

Keiner konnte im Ernst von mir erwarten, dass ich dieser Versuchung widerstehe. Oder? Also habe ich die Schwarzkiefernadeln umsortiert. Und daraus haben sich einige interessante Gespräche ergeben.

Der Raum. Das KUKUmobil bewährt sich.

Probefahrten sind dazu da,  Grenzen auszuloten, Routinen zu etablieren, Unerwartetes zu bewältigen, Zweifel und Befürchtungen zu zähmen… Träume in die Wirklichkeit zu holen. Für das KUKUmobil ist diese erste Fahrt ein voller Erfolg. Selbst in dem ja noch unfertigen Zustand, in dem es sich befindet, mit provisorischem Dach und ohne eigene Elektrik, und selbst bei schlechtem Wetter und mit einigen Tagen Dauerfrost funktioniert es, als Arbeits- und als Schlafstätte.

Es ist eher so, dass ich mich gewöhnen muss, an ganz praktische Dinge wie: die notwendige Ordnung bei wenig Raum, die Routinen, die sich ergeben, wie z.B. das Fensterputzen nach dem Ankommen, das Hin- und Herschieben des Webstuhls, um entweder die Schlafkoje oder den Arbeitsbereich nutzbar zu machen, die sinnvollste Stapelung der Materialkisten, um alles immer schnell zur Hand zu haben, den richtigen Rhythmus von Heizen und Lüften zu erkunden…. Auch eine Antwort auf die Frage zu finden, wie man bei geschlossener Faltschiebetür trotzdem mit den Menschen ins Gespräch kommt.

Und wie eine sinnvolle Zeiteinteilung finden, in der die drei wichtigen Teile dieses Vorhabens sich in einem ausgewogenen Maß ergänzen können: das Erkunden neuer Orte, das Sammeln von Erzählungen und die künstlerische Arbeit im Entwurf und dessen Umsetzung am Webstuhl? Naja, und vielleicht noch die vierte und vielleicht schwierigste: wie kann man bei all dem „öffentlichen“ Leben auch ein klein wenig Privatsphäre wahren? Was passiert an den Tagen, an denen man am liebsten die Decke über den Kopf zieht und nicht in die Puschen kommt? Wenn keine  Energie da ist für das Erkunden, das Zuhören, das Arbeiten? Wenn das KUKUmobil nicht in einem geschützten Raum steht, sondern mitten im Alltagsgeschehen? Wenn keine gemeinsame Sprache für die Gespräche zur Verfügung steht?

Ich denke, die kommenden Probefahrten werden auch auf diese Fragen Antworten liefern. Jetzt erst einmal zu dem, was war und ist:

Das Erkunden neuer Orte.

Das Erkunden der neuen Orte, an die das KUKUmobil auf seiner Reise kommt, wird ein wichtiger Bestandteil für die Ausarbeitung des Entwurfs sein, der die Essenz des jeweiligen Kulturraumes einfangen und im Europateppich festhalten soll. Dafür braucht es mehr Zeit als die, die ich mir in Cottbus genommen habe. Letztendlich ist es auch mein Auge, das als Filter fungiert und das Sortieren mit übernimmt.

Ganz besonders wertvoll sind solche Erkundungsgänge natürlich in ortskundiger Begleitung. Die hatte ich bei meinem Besuch im Branitzer Landschaftspark. Den Tag mit Karla habe ich sehr genossen.

Das Sammeln von Erzählungen.

Zugegebenermaßen hatte ich mir Sorgen gemacht darüber, ob die geschlossene Tür die Menschen in Cottbus davon abhalten würde, ins KUKUmobil zu kommen. Die Trennung von Innen und Außen, von privatem und öffentlichem Raum aufzuheben liegt mir sehr am Herzen. Genau deshalb habe ich mich beim Entwurf des KUKUmobils ja für die  große Faltschiebetür entschieden. Nach wie vor denke ich, dass es wunderbar funktionieren wird. Aber natürlich nur dann, wenn das Wetter es zuläßt.

Das Wunderbare ist, dass die Cottbuser:innen sich nicht haben abhalten lassen. In den zwei Wochen hat es viele Besuche im KUKUmobil gegeben und viele intensive Gespräche; die Menschen haben mir berichtet von der textilen Vergangenheit dieser Stadt und Umgebung, mit Melancholie und eine Spur von Bitterkeit; von Besonderheiten dieser Region, von Sehenswürdigkeiten und ihrer Bedeutung für die Menschen hier; aber auch zu den wesentlichen Themen des Projektes, der Bewahrung unseres Kulturerbes, der Kunst der Bildwirkerei, der Zukunft des europäischen Kontinentes als unserem gemeinsamen Lebensraum hat es viele Erzählungen gegeben. Und zu ganz praktischen Fragen wie: wo ich duschen kann, wo ich schlafe……

 

Die Guten Gaben.

Und die Menschen haben sich Gedanken gemacht, sind gekommen um mir einen Kaffee vorbeizubringen, oder ein Butterbrot, haben mir Decken gebracht, als die Temperaturen weit unter Null sackten…

…aber auch Information:

…und Material:

 

Das Wiedersehen.

Und es gibt besondere Besuche. Als ich im vergangenen Jahr den Kurs in Cottbus gegeben habe, waren wir entspannt, was die Zeit und das Fertigwerden betraf. Ich wußte, dass ich wieder zurückkommen würde und ich wußte auch, dass ich keinen der Webrahmen brauchen würde. Warum also Stress machen? Und so kam es, das damals nur ein Teppich fertig wurde und der Rest der Teilnehmenden den Rahmen mitgenommen haben.

Jetzt sehen wir uns wieder. Und es bereitet mir große Freude nicht nur die fertigen Arbeiten zu sehen, sondern auch wahrzunehmen, dass sich alle gerne an den Kurs erinnern.

 

Die Arbeit am Webstuhl.

Und ja. Ich komme auch zum Weben. Der Teppich wächst. Langsam, wie das nun mal so ist, bei der Bildwirkerei, aber stetig, jeden Tag ein klein wenig. Ausreichend jedenfalls, um den Menschen hier den Unterschied zwischen Weberei und Wirkerei erklären zu können, und die Bedeutung der Malerei für die Bildwirkerei, und die Grundidee der Raute  als Grundbaustein für den Europateppich.

 

 

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Cottbus _ 1064 _ textil

Ganz spontan hat das BLMK einen Wochenendkurs Bildwirkerei in sein Programm mit aufgenommen, die Gelegenheit nutzend, dass das KUKUmobil seinen Aufenthalt in Cottbus um eine Woche verlängert.

Wer also Interesse daran hat, sich mal selbst mit Kette und Gobelinpinne auszuprobieren, der ist herzlich eingeladen:

Und wer sich ein Bild davon machen möchte, wie das denn so aussieht, bei einem WE-Kurs zum Thema Bildwirkerei, der kann gerne HIER reinschauen.

 

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cottbus _ 1063 _ KUKUmobil

Alles mal π nehmen…..

Heute habe ich meine Liebe zur Physik entdeckt. Einer der Besucher an diesem grauen Sonntag am KUKUmobil kommt „aus der Physik“, so kann ich – glaube ich – aus dem Gespräch schließen ohne mich zu vertun.

Wir haben eine gute Weile miteinander gesprochen und es ging, wie auch nicht, um die Reise des KUKUmobils, die Entstehung des Europateppichs und den Zeitraum, den es brauchen wird, für das eine und das andere…..

Vor dem Gehen hat er mir ein Geschenk gemacht.
Wir Physiker, sagte er, wissen: Alles mal π nehmen. Egal, was geplant ist, alles mal π.

Ich habe mich daran erinnert, dass ich ganz zu Beginn der Planung mal dachte, ich könnte den Teppich in zwei Jahren weben. Das war wirklich ganz, ganz am Anfang. Naja, vielleicht lag ich gar nicht so falsch, hatte nur vergessen, mit π  zu multiplizieren.

 

 

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cottbus _ 1062 _ KUKUmobil textil

Status quo am Webstuhl

Es geht voran, langsam aber stetig. Gut Ding will Weile haben, sagte schon meine Großmutter und die Mutter meiner Großmutter…..

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cottbus _1061 _ KUKUmobil on tour

Das KUKUmobil im rrb

Letzte Woche waren Aline Lepsch (Reporterin) und Ralf Frenzel (Techniker/Kameramann mit und auf dem Ü-Wagen) bei mir im KUKUmobil und haben über das Vorhaben berichtet. Heute wurde der Beitrag veröffentlicht und ist glücklicherweise online gestellt worden.

So kann ich ihn hier verlinken, ihr könnt noch einmal reinhören und -lesen, und auch ich kann ihn mir anhören, denn „an die Medien“ komme ich erst abends, wenn das Tagewerk  getan ist.

Das bestand heute übrigens aus einem Besuch im Branitzer Fürst-Pückler -Park und einigen schönen Stunden mit Karla und ihrem Mann.

Audio: Antenne Brandenburg | 07.02.2023 | Aline Anders-Lepsch | Bild: rbb/Anders-Lepsch

Hier der Link:

Künstlerin Andrea Milde: Mit dem Webstuhl auf Tour – für ein riesiges Kunstprojekt | rbb24

 

 

 

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cottbus _ 1060 _ labyrinth

EINE Woche lang habe ich es ausgehalten. Habe den Platz unter der Schwarzkiefer genossen, das Rauschen des Windes, den Schutz vor dem Regen; habe in den Pausen vom Weben auf den Vorplatz des Museums geschaut, zugesehen wir die Pfützen wuchsen und wieder verschwanden, und die heruntergefallenen Nadeln braun und brauner wurden.

EINE WOCHE lang. Und die ganze Zeit habe ich gedacht: wie schön, und wie einfach und leicht es doch wäre, diese zufällig über dem Vorplatz verteilt liegenden Nadeln in eine bestimmte Form zu bringen….. ganz sachte, ganz vorsichtig, ganz leise…..

EINE WOCHE LANG habe ich mich zurückgehalten. Bis heute. Das ging es nicht mehr. Beim besten Willen nicht. Die Sonne kam raus und gab dem Nadelteppich einen kupferfarbenen Schimmer. Und ich dachte….. naja, ich dachte, warum nicht?

Ein Pop-Up-Labyrinth aus Schwarzkiefernadeln, vor dem KUKUmobil, das ist eine Gelegenheit, die man nicht immer hat. Und Gelegenheiten, die man nicht immer hat, sollte man nutzen, wenn sie sich einem bieten. Leise, die Hand hinhaltend…….

 

 

Mal sehen, ob es morgen noch da ist, oder ob der Wind damit spielt.

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cottbus _ 1059 _ KUKUMobil

Eine Woche Cottbus.

 

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cottbus _ 1058 _ KUKUmobil

Das Tagewerk

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cottbus _ 1057 _ KUKUmobil

Wo, wenn nicht in Cottbus, zum Dreiecke weben…… , das war der Kommentar eines Besuchers im KUKUmobil.

Wir haben uns lange unterhalten, über die Stadt, die Geschichte und Gegenwart, sogar ein wenig über die Zukunft, und über das KUKUmobil und mein Vorhaben. Und auch er hat mir einen Besuch des Fürst-Pückler-Parks ans Herz gelegt.

Jetzt warten wir nur noch auf gutes Wetter.

Und inzwischen bau ich meine eigenen kleinen Pyramiden…….

 

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cottbus _ 1056 _ KUKUmobil

Ein Moment von GLÜCK

Erste Nächte im KUKUmobil, eine regnerisch, eine windig. 60 cm Schlafkoje, auf der einen Seite die Wand, auf der anderen der Webstuhl. Neue Geräuschkulisse. Der erste Blick nach draußen. Hier:  auf die Schwarzkiefer und eine kleine Ecke Dieselkraftwerk.

Und das Bewußtsein, das sich langsam in mir ausbreitet: DAS IST ES ALSO, WAS DU SOOOO LANGE WOLLTEST!!! WAHNSINN!!!!

Und ich sammel meine ersten Erfahrungen:

# Diesmal war das Ausrichten des KUKUmobils wirklich sehr einfach und das technische Personal des Museums stand bereit um helfend Hand anzulegen. In einer Viertelstunde stand es.

# Fensterputzen. Wer hätte das gedacht. Nachdem ich Martin gefragt hatte, habe ich die Möglichkeit, das große Fenster mit einer Plane abzudecken verworfen. Es hätte nur geflattert, und uns mehr irritiert, als beruhigt. Also kam natürlich das ganze Spritzwasser ans Fenster. Fensterputzen wird also eine der ersten Arbeiten sein.

# Entzurren. 10 Zurrgurte haben auf dieser ersten Reise für die Ladungssicherung gesorgt (die vier aussen, die die Last des  KUKUmobils auf dem Anhänger sichern, mal ausgenommen). Die wollen alle gelöst und verstaut werden. Es ist alles gut gegangen. Ich habe mir etwas Sorgen gemacht, wie der Webstuhl das alles wohl verkraftet, aber bisher scheint es ihm gut zu gehen.

# Einrichten. Ja, und dann geht es darum, im Innern alles sinnvoll zu sortieren. Die Kisten mit „Bett“ und „Wäsche“ bilden einen Turm, „Technik“ und „Werkzeug“ den nächsten, und dann kommen die Garne. Ich hab noch nicht alle aus dem Atelier geräumt, aber doch schon den Großteil. Bisher sind 12 Kisten zusammengekommen, und ich glaube, ich hatte mein Material noch nie so ordentlich verstaut. Tja, wenn wenig Platz ist, dann ist Ordnung der Rettungsring um nicht im Chaos zu ertrinken!!!

# Kommunikation. Worüber ich mir noch Gedanken machen muss, ist wie ich im Winter die Menschen IN das KUKUmobil bekomme. Im Sommer wird das kein Problem sein. Dafür ist ja schließlich die Falt-Schiebe-Tür gedacht, die ich öffnen kann. Aber an solch kalt-nassen Tagen wie diesen ist es nicht so einfach, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Immerhin hatte ich am ersten Tag 6 Besuche. 🙂 Das macht mich zuversichtlich!!!

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cottbus _ 1055 _ KUKUmobil

So, jetzt geht es los. Die erste Reise, das erste Gastspiel, die erste Erfahrung mit und in dem KUKUmobil.

Heute morgen habe ich alles gründlich verzurrt und verpackt. Martin hat das KUKUmobil sicher nach Cottbus gebracht. Drei Tage lang habe ich kaum geschlafen vor Sorgen, Aufregung, Nervosität und Freude. Gut, jemanden zur Seite zu haben, der die Gelassenheit einfängt, wenn sie einem selbst gerade abhanden zu gehen droht.

 

Jetzt steht es da, das KUKUmobil. Auf der einen Seite die geliebte Schwarzkiefer,  auf der anderen Seite das BLMK _ dem Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst.

Mal sehen, wie es sich bewährt als Teil dieses Ensembles. Morgen werde ich alles einrichten. Und dann geht es an die Arbeit. Deswegen bin ich ja schließlich hier, um zu weben.

Zwei Wochen wird das Gastspiel dauern. Mit etwas Glück schaffe ich es gerade, das Feb. ’23 aus der Webvorlage zu weben. Wenn ich das nicht schaffe, dann liegt es hoffentlich daran, dass so viele Menschen vorbeikommen und sich für das KUKUmobil interessieren, dass ich aus dem Erzählen gar nicht mehr rauskommen.

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berlin _ 1054 _ textil

Der Webstuhl ist vorbereitet und wartet auf den Entwurf. Seltsam, so „ins Blaue hinein“ zu arbeiten und die Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen.

Bisher geschehen: Die Höhe der Bildwirkerei ist entschieden. Und das Eingangsmotiv: ein Gedicht von einer meiner Lieblingslyrikerinnen, Hide Domin:

Nicht müde werden,
sondern dem Wunder leise,
wie einem Vogel,
die Hand hinhalten….

Es soll ich leiten durch die erste Zeit der Reise, voller Aufregungen, voller Erwartungen, voller Wunder. Möge es mir gelingen leise genug zu sein, um zu hören, was die Welt mir zu erzählen hat, und um die guten Geister nicht zu verscheuchen.

 

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berlin _ 1053 _ KUKUmobil

 

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berlin _ 1052 _ KUKUmobil

Erinnert ihr euch an das fürchterliche Quietschen bei der Jungfernfahrt des KUKUmobils? In meinem Bemühen um eine positive Sicht der Dinge hatte ich es damals mit dem Schrei des Neugeborenen verglichen, und das, obwohl das Quietschen bei mir alles andere als Glücksgefühle hervorgerufen hatte.

Martin hat das KUKUmobil dann trotz allem an seinen neuen Standort gebracht. Und ich war ihm sehr dankbar für seine Gelassenheit. Die Strecke war kurz, auf ebenem Boden liefen die Räder frei, nur wenn es in die Schräge ging, dann taten sie dem Ohr weh und sich schwer.

Wie schwer, das haben wir heute gesehen. Die Siebdruckplatten waren an den Stellen, an denen die Reifen sich an ihnen gerieben haben zum Großteil „weggeknabbert“. Damit hätten wir auf keinen Fall für eine längere Strecke auf die Straße gekonnt.

Zwei Wochen lang hatte ich dieses Quietschen im Ohr und im Magen. Zwei Wochen mit Regen, Kälte, Sorgen und Suchen. Die Reise nach Cottbus steht unmittelbar bevor. Alles mögliche ist mir durch den Kopf gegangen. Eine alternative Lösung fiel mir nicht ein, verschieben konnte und wollte ich nicht. Wäre das in meiner alten Wahlheimat im Norden Spaniens passiert, ich hätte gewußt, an wen ich mich um Hilfe wenden kann. Aber hier war ich zugegebenermaßen recht ratlos.

Bis Olaf heute kam. Es klingt gewaltig, ich sag es aber trotzdem: Er war heute mein Retter in der Not, hat sich Zeit genommen, gemeinsam mit mir nach einer Lösung gesucht, Werkzeug mitgebracht, mir gezeigt, wie es geht…. und es ging!!!!

Wir haben den Anhänger aufgebockt, die Räder eins nach dem anderen abmontiert, um von der Unterseite her Zugang zu bekommen zu der Siebdruckplatte, die wir für die Unterfütterung des Anhängers in den Rahmen gelegt hatten. Denn es war klar, die Räder brauchten mehr Raum als sie hatten. Und diesen Raum haben wir ihnen zurückgegeben.

Sehr großzügig haben wir über den Rädern mit einem Oszillator ein Stück aus der Siebdruckplatte herausgesägt. Sicherlich nichts womit man einen Schönheitswettbewerb gewinnen kann, und sicher auch keine Lösung für die Ewigkeit. Aber für die Fahrt nach Cottbus am kommenden Montag sollte es reichen. Und wenn im Frühjahr das Wetter besser wird, dann kann ich mir den Anhänger vornehmen und sehen, ob es eine bessere Lösung gibt.

 

Tja, und so habe ich ganz nebenbei eine kleine Übungsrunde im Radwechsel absolviert. Das kann sicherlich nicht schaden. Überhaupt wird es der ein oder anderen Übung bedürfen, das ist mir wieder mal bewußt geworden. Ich will mich dadurch nicht abschrecken lassen, denn wenn ich an all das gedacht hätte, was ich nicht kann oder nicht weiß oder noch nie gemacht habe, dann hätte ich mich auf diesem Pfad nie so weit gewagt.

 

Alles wird gut. Lösungen finden sich. Aber ich gebe es zu: mit der terminlichen Verpflichtung im Nacken ist es mir nicht ganz so leicht gefallen, gelassen zu bleiben. Auch das will geübt sein. Ich denke mal, dass ich dafür auf der Reise mehr als eine Gelegenheit bekommen werde.

 

Und damit geht der Schuster zurück an seinen Leisten und die Weberin an den Webstuhl. Das Dach kommt nach Cottbus. Jetzt gilt es erst einmal einzutauchen in das Reich der Fäden. Mit etwas Glück komme ich aus Cottbus mit der fertigen Webkante UND dem ersten gewebten Randelement zurück…… dem Anfangs-Datum, das ich immer einwebe in meine Teppiche, wie auch das Datum der Fertigstellung. Als Klammer umschließen sie die Erzählung.

 

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berlin _ 1051 _ fundstück

Neue Nachbarschaften !? __  III

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berlin _ 1050 _ KUKUmobil textil

Seit einer Woche ist die WanderndeWebWerkstatt jetzt in Betrieb, trotz der Kälte. In solchen Fällen ist Selbstvergessenheit immer noch die beste Heizung. Und sie funktioniert, glücklicherweise.

Glücklicherweise kommt es bei mir auch nur alle drei oder vier Jahre vor, dass ich den Webstuhl neu einrichten muss. Es ist nicht gerade der spannendste Teil der Bildwirkerei, aber möglicherweise einer der wichtigsten. Mein Lehrer sagte mir früher immer, eine gut aufgebrachte Kette ist der halbe Teppich. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass er recht hatte und ich nehme diese Zeit sehr ernst.

Aber wenn es dann soweit ist, wenn die über Tausend Kettfäden sortiert sind, straff gespannt und bereit, ihre tragende Rolle zu übernehmen….. wenn das Spiel mit den bunten Fäden in den Zwischenräumen beginnen kann, dann ist das ein herrliches Gefühl.

Eine Woche hat es jetzt gebraucht, unter anderem auch, weil die letzten Monate dazu geführt haben, dass ein Teil der Kette sich vertüddelt hatte und ich ihn erst einmal auseinanderklauben musste. Das sind dann immer die Momente, in denen ich mich so fühle wie ich denke, dass sich eine Schlange bei der Häutung fühlt: schutz- und wehrlos. Bitte nicht stören!!!

Morgen werden die Litzen geknüpft und dann  kann die eigentliche Arbeit beginnen. 1,96 cm breit (später hoch _ denn auch dieser Teppich wird um 90 Grad gedreht gewebt). Niemand, auch ich weiss nicht, wie lang. Also fragt mich nicht. Lasst mich erst einmal anfangen, dann sehen wir weiter.

 

Nichts auf der Welt ist so mächtig, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

(frei nach Victor Hugo)

 

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berlin _ 1049 _ KUKUmobil

EIGENTÜMLICHKEITEN

Tja, nun gibt es einen neuen Schlüssels an meinem Bund. Eigentümliches Gefühl. Es gab Zeiten, da war mir der Gedanke, Eigentum zu besitzen sehr, sehr fremd. Der erste große Schritt war der eigene Webstuhl.

Er hat es mir ermöglicht, meine Kunst so zu leben wie ich es in den letzten 25 Jahren getan habe, auch wenn das nicht immer einfach war, denn er war immer einer mehr, mit dem man zählen musste, im Raum und in der Zeit. Hunger hatte er keinen, und beklagt hat er sich nie, aber seine Präsenz war deutlich spürbar und hat viele der Entscheidungen, die wir in den vergangenen Jahren getroffen haben, mit geprägt.

Nun hat er sein  Zuhause gefunden und ich habe damit mein Eigentum erweitert um eine weitere Eigentümlichkeit.

Ich bin selbst gespannt, wie lange ich brauchen werde, bis ich die tatsächliche Tragweite erfasst und mich daran gewöhnt habe.

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berlin _ 1048 _ KUKUmobil

Neue Nachbarschaften

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berlin _ 1047 _ KUKUmobil

Heute habe ich die Kette vom Kettbaum abgewickelt, um zu sehen, wie lang sie noch ist. Nicht, dass ich auf einmal irgendwo stehe, und die Kette „aus“ ist.

5,7 m sind noch da. Anfang und Ende weggerechnet, bleiben gut 4,5 m. Das sollte reichen. Auch die Breite bleibt die gleiche: 1,90 m, das bedeutet bei 6 Fäden pro cm, also 1140 Fäden.

Ich weiss, das sind viele Zahlen die euch nichts sagen. Aber für mich ist es der erste Schritt, mich hineinzudenken in diese Bildwirkerei, die in den kommenden Jahren auf der Reise durch Europa entstehen wird.

Sollte ich sie ganz vollbringen, wird der Teppich wohl ungefähr das Mass des KUKUmobil-Fensters haben. Die 1,90 m hoch und irgendetwas um die 3,5 m breit. Das finde ich eine schöne Entsprechung.

Morgen schaffe ich es vielleicht, die Kette aufzuziehen und mit dem Knoten der Litzenschlaufen zu beginnen. Dann steht dem Weben der unteren Kante FAST nichts mehr im Wege.

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berlin _ 1046 _ KUKUmobil

Neue Nachbarschaften

 

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