berlin _ 1196 _ labyrinth

10jähriges

10 Jahre ist es jetzt her, dass das 410-Tage-Projekt, das uns _ wie sein Name schon sagt _ 410 Tage beschäftigt hat, mit der ersten Begehung des gelegten Labyrinths sein vorläufiges Ende gefunden hat.

Seitdem begleitet mich das Knäuel und immer mal wieder findet sich ein  guter Moment und ein geeigneter Ort, um es „auszurollen“, das Labyrinth zu legen und sich am  „Faden“ entlang in die Mitte, die des Labyrinthes und im Idealfall die eigene, zu begeben.

Seitdem ich auf dem ehemaligen Sportplatz an der Neumagener Strasse, Weissensee, stehe, und jeden Tag auf ein Meer aus lagunengrünem Granulat blicke, denke ich mir: DAS ist ein wunderbarer Ort für ein Labyrinth. Und: „verde laguna“ _ lagunengrün _ war und ist eine meiner Lieblingsfarben.

 

Gestern war es soweit. Mit großer Freude habe ich mir das Knäuel geschnappt und es ausgelegt. Und mit noch größerer Freude habe ich den Moment geteilt, durch das entstandene Labyrinth zu gehen …..

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berlin _ 1195 _ labyrinth

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berlin _ 1194 _ einladung

Vor 10 Jahren endete an einem 19.07.2023 das 410-Tage-Projekt, bei dem viele Menschen über 410 Tage hinweg gemeinschaftlich an einem Faden gestrickt haben, um ein großes Labyrinth zu legen.

Ein schöner runder Jahrestag, den ich gerne mit euch feiern möchte. Die Kugel liegt schon am KUKUmobil. Am Mittwoch werde ich das Labyrinth damit auslegen.

Wer also Lust hat, dazu zu kommen, ist herzlich eingeladen.

Mehr zu dem 410-Tage-Projekt findet ihr HIER

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berlin _ 1193 _ textil

Status quo am Webrahmen:

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berlin _ 1192 _ fundstück

13

Es sind 13. Dreizehn Kirschen passen in 100 g. Dann werd ich mal so knappe 500 g kaufen.

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berlin _ 1191 _ fundstücke

Kult dem Rost

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berlin _ 1190 – EINLADUNG

SAVE the DATE

Ihr Lieben, bevor ihr euch jetzt in alle Winde zerstreut, den Sommer geniesst, die Hitze sucht oder in den Schatten flüchtet, das kühlende Bad von der Hängematte oder dem Liegestuhl aus im Auge habt, den Garten hegt und pflegt und über die Trockenheit hinweghelft, das Buch lest, das sich verschämt über die letzten Monate in ein Staubmäntelchen gehüllt hat, die Strick- oder Stickarbeit rausholt, den Schreib- oder Zeichenblock, naja, eben all das, wofür in der Geschäftigkeit des Alltags weder die Zeit noch die Muße vorhanden ist…. bevor ihr also in den URLAUB entrückt und es euch gut gehen lasst, möchte ich euch diese ANKÜNDIGUNG mit auf den Weg geben, in der Hoffnung, dass das Letzte auch das Erste ist, das ihr seht, wenn ihr wiederkommt.

 

Es geht los, es wird ernst, und schön, und fröhlich, und aufregend und auch ein klein wenig melancholisch….

Ich hab ein wenig hin uns her überlegt, wie genau es denn losgehen soll… und mir wurde schnell klar, dass ich Lust habe, diesen Moment mit euch zu teilen, so, wie ich es mit der Abnahme meiner Teppiche gerne tu.

Der Startschuss der Reise ist nicht ohne die räumliche Trennung zu denken, die unweigerlich entstehen wird, sobald ich Berlin verlasse. Ein klein wenig Traurigkeit, ein kleiner Schmerz ist dabei. Genau so viel, dass es mich fühlen läßt, dass in meiner Zeit in Berlin Dinge geschehen sind und ich Menschen begegnet bin, die mir wichtig sind. Das ist gut so.

Aber wir wissen, dass wir die Fäden selbst in der Hand halten und wir wissen, dass und wie wir uns darum kümmern werden, dass sie nicht reissen, sondern dass sie _ ganz im Gegenteil _ ein immer dichteres und solideres Netz bilden werden. Auch das ist gut so.

Ausserdem weiss ich, dass so viele von euch mich und dieses Projekt mit guter Energie genährt haben und dass dieser Aufbruch nicht nur meiner ist, sondern dass es auch ein  klein wenig euer Aufbruch ist, weil es schön ist, mitzuerleben, wenn Träume Wirklichkeit werden.

Naja, und natürlich brauche ich euch weiterhin, im Austausch, mit eurer Energie, aber jetzt, wo es ernst wird, auch mit eurer Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit, mit konkreten Vorschlägen, vielleicht einer Idee für mögliche Standorte oder einem Kontakt für den Transport und ganz profan, ganz prosaisch, für die Finanzierung.

Um all dem Raum zu geben, und um dem Dilemma zu entgehen, dass _ egal welchen Tag man wählt _  es immer jemanden geben wird, der genau an diesem Tag nicht kann, habe ich ein kleines Programm zusammengestellt, dass sich über sechs Tage erstreckt, in der Hoffnung, dass für jede und jeden von euch der richtige Tag und das richtige Format dabei ist.

 

 

I. _ Der AUFBRUCH

Es ist an der Zeit. Seit über einem halben Jahr ist das KUKUmobil fertig. Ich habe mich eingewöhnt, der Webstuhl auch. Wir kommen ganz gut miteinander aus, auf solch einem kleinen Raum. Ich bin unglaublich ordentlich geworden.

Zwei Probereisen, eine nach Cottbus im Winter, eine noch bevorstehende nach Großschönau, im Sommer, haben mir die Gelegenheit gegeben, das Verzurren zu üben, den Transport zu organisieren, das Lampenfieber zu „verwalten“, mich in unterschiedliche orographische und soziale Kontexte einzufügen…

Es gibt noch viel Luft nach oben, was meine Lernkurve betrifft. Aber es wird. Es macht Spaß, ja, es macht mich sogar glücklich.

Wenn ich an die große Reise denke, erfüllt mich Aufregung, auch ein wenig Sorge, ob ich es schaffen werde, das Organisatorische und das Künstlerische in einem ausgewogenen Masse unter einen Hut zu bringen. Aber das werden wir alle erst erfahren, wenn die Reise beginnt. Also macht es wenig Sinn, darüber zu sinnieren.

Das tolle, frische LOGO für das Projekt stammt übrigens von „la nevera gráfica“. Dahinter steckt meine Freundin Patricia. Ich liebe ihre Arbeiten und es macht mich glücklich, dass sie mich auf diese Art und Weise begleiten wird.

 

II. _ Das Konzert

Holger ist einer von vielen Menschen, die ich während meiner Zeit in der KMH kennen und schätzen gelernt habe. Er macht Musik, und das Leben hat uns schon zweimal Gelegenheit gegeben, etwas gemeinsam zu machen: eine musikalische Lesung und er hat die Abnahme meines Teppichs nach zwei Jahren Arbeit musikalisch begleitet.

Alle guten Dinge sind DREI. Denk ich mir. Ich habe ihm vorgeschlagen, etwas für die Abschiedsparty zu kreieren. Ich bin glücklich, dass er JA gesagt hat.

 

III. _ Die Ausstellung

Ja, es wird eine letzte kleine Ausstellung geben, ein Rückblick auf meine künstlerische Tätigkeit in diesen 6 Jahren, die vergangen sind, seit das Leben mich nach Berlin gebracht hat. Dazu gehören großformatige und kleine Arbeiten, allein gearbeitet, oder mit anderen zusammen…. Was ihnen allen gemein ist: FÄDEN!

 

 

IV. _ Der Kurs

Einige von euch haben mich in den letzten Wochen immer mal wieder gefragt, ob ich während meiner Zeit in Berlin noch einen Kurs gebe. Jetzt kann ich euch die Antwort geben: JA.

An dem langen Wochenende mit dem der Oktober beginnt, wird es noch einen Bildwirkereikurs geben, wenn sich ausreichend Teilnehmer:innen finden.

Also überlegt euch, ob das DIE Gelegenheit für euch ist, einzutauchen in die spannende Welt der Bildwirkerei, ob ihr noch einmal mit mir zusammen auf Erkundung gehen wollt, oder ob ihr jemanden kennt, der sich dafür interessieren könnte.

 

 

IV. _ Das Labyrinth

Labyrinthe begleiten mich seit über 20 Jahren. Ich begehe sie, ich baue sie, ich geniesse sie und lese über sie, wann immer sich mir die Gelegenheit bietet. Nachvollziehbar, dass das Labyrinth mit dabei ist, zumal es auf dem Gelände des KEH_ Königin Elisabeth Krankenhaus _ in Herzberge seit 2026 ein permanentes Labyrinth gibt.

 

Also, Leute, sucht euch den Tag oder die Tage aus, die für euch passen. Hauptsache wir sehe uns!!!

Bringt Lust und Leichtigkeit mit _ und etwas Kleingeld. Erzählt es auch gerne weiter. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, also könnt ihr gerne Freund- und Bekanntschaften mitbringen…..

Ich freu mich auf euch.

Und jetzt ab, in den Sommer…….

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berlin _ 1189 _ textil

Neustes Stück auf dem Rahmen:

Die Meise unterm Pony….gewebt aus echtem Ponyhaar.

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berlin _ 1188 _ fundstücke

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berlin _ 1187 _ KUKUmobil

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berlin _ 1186 _ fundstück

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berlin _ 1185 _ natur

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berlin _ 1184 _ #free assange

#Free Assange

Am 3. Juli hat Julian Assange Geburtstag. Seinen 52sten. Die letzten 11 Geburtstage hat er in Gefangenschaft verbracht, 5 in Einzelhaft. Einmal mehr ist er also gezwungen im Gefängnis zu feiern, sofern man dort überhaupt Lust hat auf Feiern. Einmal mehr sind wir draußen dazu angehalten, diesen Tag zum Anlass zu nehmen, um seine sofortige Freilassung zu fordern.

Die Gruppe derer, die Monat um Monat, so wie an anderen Orten auf der Welt, hier am Berliner Brandenburger Tor mit der Mahnwache genau dafür einstehen, hat ein Jahr mehr eine Geburtstagsfeier organisiert, mit der sie auf die große Ungerechtigkeit hinweisen, die diesem Menschen widerfährt.

Es war mir wichtig, dabei zu sein. Allerdings muss ich gestehen, dass es kurze Momente gab, bei denen mich ein leichtes Unwohlsein beschlichen hat. Ich habe generell keine Berührungsängste. Ich denke es ist wichtig den Dialog zu suchen, zuzuhören, zu versuchen, das Gegenüber zu verstehen und selbst wenn das nicht gelingt, zu akzeptieren, dass dem so ist, ohne die Freiheit des Andersdenkenden kleiner machen zu wollen, als es die eigene Freiheit ist.

Das Unwohlsein hat sich immer dann eingestellt, wenn direkt oder indirekt vorausgesetzt wurde, dass wir Anwesenden nicht nur in Fragen der Meinungs- und Pressefreiheit und konkret im Fall Assange einer Meinung sind, sondern der Sack aufgemacht wurde und Corona und Ukraine und Impfpflicht und Pazifismus heraussprangen und kreuz und quer durcheinanderhüpften.

Ich muss dazusagen, dass ich seit der ganzen Querdenkerdebatte, die mich enorm ärgert, weil ich mich beraubt fühle um das Querdenkertum als Alternative zum gleichgebürsteten „Mainstreamdenken“, wenn ich richtig überlege, an keiner Demo teilgenommen habe, die eins dieser Themenfelder berührt, und es daher das erste mal war, dass ich mich in dieser Situation sah und dieses Gemeinschaftsgefühl oder WIR nicht richtig in mir wach werden wollte.

Quer zu denken ist manchmal mühsam, manchmal erfrischend, manchmal schmerzhaft, aber wichtig. Und diesen Begriff so negativ besetzt zu sehen macht mich ärgerlich, jedes mal aufs neue. Da ist es dann nicht hilfreich, wenn man an einer Kundgebung teilnimmt und diese Übergriffigkeit spürt.

Trotz allem, mein Unwohlsein mal außer Acht gelassen, das angesichts der Schwere der Sache nun nicht wirklich relevant ist, hier einige der Redebeiträge.

Denn der Fall Julian Assange ist ein Skandal. Und als solcher sollte er uns so lange aufregen, richtig aufregen, so, dass wir nicht müde werden, bis es frei ist.

 

Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen:

 

Andrej Hunko, Mitglied des Deutschen Bundestags (Fraktion DIE LINKE) und der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.

 

Ulrike Guerot, Politikwissenschaftlerin und Publizistin.

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berlin _ 1183 _ Fundstück

Se las acabará llevando el viento……

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berlin _ 1181 _ KUKUmobil

Angekommen

Wie angespannt ich gestern war habe ich erst heute beim Aufwachen gemerkt. Der ganze Körper hat mir wehgetan, als ob eine Gewaltanstrengung hinter mir liegen würde.

Dabei gab es keinen Grund, schließlich hat Kay den Transport übernommen, und Kay kenn ich und ich weiß, dass er weiß, was er macht. Ganz so, als wenn er es jeden Tag machen würde. Naja, nicht ganz, aber fast stimmt das ja auch, oft genug ist er schon mit einem Tinyhaus von hier nach da gefahren. Darunter das ein oder andere selbstgebaute!

Ich sollte also lernen loszulassen. Denn es kann nicht sein, dass ich bei jedem Umzug in solch ein Stadium der Anspannung komme, noch dazu, wenn man bedenkt, dass es ja beim Trampen so ist, dass man die Menschen nicht immer kennt, die bereit sind, einen mitzunehmen.

Aber gut, ich hoffe, dass sich auch da, so wie beim Ver- und Entzurren, mit der Zeit eine Routine einstellt. Nichts gegen das Kribbeln im Magen. Das ist gut, ein wenig wie Lampenfieber. Ich finde, es ist ein Zeichen, dass einem die Dinge ernst und wichtig sind und dass man einen gesunden Respekt vor den Unvorhersehbarkeiten des Lebens hat.

 

 

 

Jedenfalls ist die Reise getan und der Ort, der das KUKUmobil für fünf Monate beherbergt hat, ist wieder leer. Er hat mir besondere Begegnungen mit besonderen Menschen gebracht, bereichernde Gespräche und Gedanken. Ich werde sie aufbewahren.

Und DANKE Kay!!!! für die Bereitschaft, doch relativ spontan einzuspringen und das KUKUmobil an diesen neuen Ort zu bringen, auf den ich mich sehr freue, weil er so ganz anders ist, als alle, an denen das KUKUmobil bisher stand. Davon werde ich in den kommenden Tagen berichten.

 

 

Jetzt geht es erst einmal darum, wieder Bodenhaftung zu bekommen. Das ist hier besonders einfach: auf diesem türkis_grünen Granulatboden des ehemaligen Sportplatzes läuft es sich super gut barfuß.

Das KUKUmobil steht nach Nordost und wirft auch wenn die Tage wieder heißer werden, einen kleinen Schatten, in dem man gut sitzen und plaudern kann.

Das JA!Space-Team, Handan, Valentina und Desislava haben mich mit Freude, Wohlwollen und Großzügigkeit aufgenommen in ihrer Nachbarschaft. Es ist alles im Fluß.

Und im KUKUmobil ist alles sortiert und startbereit. Es kann also weitergehen.

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berlin _ 1180 _ KUKUmobil

UMZUG

52°33’30.8″N 13°28’16.8″E

Am Sonntag begibt sich das KUKUmobil wieder auf Wanderschaft. Es bleibt zwar noch ein wenig in Berlin, so ungefähr bis Mitte Juli oder bis ich jemanden gefunden habe, der es nach Großschönau bringt,  aber es tauscht die beschauliche Ruhe und Zurückgezogenheit hinter dem Museum Kesselhaus, auf dem KEH-Gelände in Herzberge gegen die beschauliche Geselligkeit in Nachbarschaft des Ja!Space. DAS wurde am 21. Oktober 2022 an seinem ersten Einsatzort, auf dem ehemalige Sportplatz in der Neumagener Straße in Weißensee, eröffnet.

Das Ja!Space als Einsatzort für die Mobile Stadtteilarbeit, bietet Zugang zu verschiedensten Informationen aus dem Kiez, Unterstützung in herausfordernden Lebenslagen, Empowerment, Kultur, Sport und jeder Menge Begegnung.

Das Tiny House auf Rädern wurde in Den Haag in den Niederlanden maßgeschneidert angefertigt. Beim Bau wurden Wert darauf gelegt, möglichst viele recycelte Materialien zu verwenden, um die Ressourcen zu schonen. Regenwasser kann direkt vor Ort aufbereitet werden und es gibt ein Kompost-WC, das ganz ohne die Verwendung von Wasser funktioniert.

Mit einer Größe von 4,8×2,3 Metern und einer Höhe von 3,5 Metern kann es sich perfekt an verschiedenen Standorten in die Nachbarschaft einpassen. Eine kleine Terrasse macht es noch einladender.

Unter der Woche ist hier Raum für verschiedene Sprechstunden des Teams der „Mobilen Stadtteilarbeit“ und seinen Kooperationspartner:innen. Für Jugendliche wird ein spezielles Beratungsangebot geschaffen. Es wird Zeiten für Co-Working geben, für Yogastunden, Qi Gong und Meditation…. Am Wochenende ist der Ort dann offen für weitere Nutzungen durch Initiativen aus dem Kiez.

Ich freu mich und bin sehr gespannt auf diese neue Konstellation und die Energie, die sich an diesem besonderen Ort bereits ausgebreitet hat.

Ihr wisst, wie sehr ich solche Orte liebe, die Zeugnis davon ablegen, wie wandelbar das Leben ist, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Dieser ehemalige Sportplatz lag lange verlassen da. Niemand hat sich um ihn gekümmert, und so hat die Natur damit begonnen, sich langsam den Raum zurückzuholen. Jetzt meldet MENSCH sich wieder zu Worte, tut es verhalten, vielleicht ein wenig nachdenklich und abwägend, was denn hineinpasst in eine Zwischennutzung, was es bedeutet, wenn man sich Räume und Orte leiht, für eine Weile die Verantwortung übernimmt, und sie dann wieder zurückgibt in den großen Pool der Möglichkeiten, für andere und anderes.

So wie ich solche Orte liebe, liebe ich das Konzept der Zwischennutzung, es hat für mich etwas Geschmeidiges, Fließendes, Weiches. Es ist ein Spiel mit der Ungewissheit, ist deshalb aber nicht weniger ernst, nicht weniger verbindlich.

Im Idealfall ist es auch das, was die Energie an solchen Orten auszeichnet: sie ist leicht und lieblich und kann zugleich mächtig sein in ihrer Wirkungskraft.

Und ich werde neue Menschen kennenlernen und begegne anderen, die mir lieb geworden sind. Und ja, ihr merkt es schon, es wird ein neues GRÜN in meinem Alltag geben. 🙂

Morgen werde ich also wieder einmal alles verstauen und verzurren, was so „rumzustehen kommt“ im KUKUmobil, werde Abschied nehmen von den Bäumen und dem Getier, das mich in den letzten Monaten in guter Nachbarschaft begleitet hat und aufgeregt auf das Auto warten, denn immer noch ist jeder Umzug eine Aufregung wert.

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berlin _ 1179 _ textil

Die Wanderer zwischen den Welten

Bei den Serien, die ich gerade arbeite, gibt es einige Stücke, die sich nicht nur zu einer 9er-Gruppe zugehörig fühlen, sondern gerne wandern, sich mal hier, mal dort einfügen und immer wieder andere Gedankenwelten entstehen lassen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die letzte kleine Bildwirkerei, die während meiner Zeit auf dem Gelände des KEH entstanden ist:

 

FARBEN

Oft, aber nicht immer und nicht unbedingt  ist es das Bildmotiv, das eine Serie entstehen lässt. Auch das Material, die Technik oder, wie hier, die Farben (Gold und Türkis) können das verbindende Element sein. Manchmal ist die Affinität ganz offensichtlich, manchmal braucht sie vielleicht ein zweites oder sogar ein drittes Hinschauen. So wie manchen Menschen die Verwandtschaft ja auch mal mehr, mal weniger deutlich „ins Gesicht geschrieben“ steht.

 

GESICHTER

können auf sehr unterschiedliche Art und Weise dargestellt werden, auch auf 12 x 12 cm.

 

SPRICHWÖRTER

die Nadel im Heuhaufen

Schweigen ist Gold

Stroh zu Gold

 

Linien

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berlin _ 1178 _ textil

EUROPA

Die Europa-Serie ist fertig. Fast zufällig ist sie entstanden, erst als Restkettenverwertung angedacht, dann sich spielerisch weiter entfaltend…..

 

I.

 

II.

 

III.

 

IV.

 

V.

 

VI.

 

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berlin _ 1177

Ein Kapitel findet sein Ende

Vier Jahre ist es jetzt her. Vor 4 Jahren habe ich den Vertrag unterschrieben und bin eingezogen, in das Atelier in der Marienburg, in Alt Mariendorf.

Mein Gott,  ich war damals stolz wie Bolle, es geschafft zu haben: ein eigener Arbeitsraum; über das vom bbk verwaltete Atelierprogramm. Es bedeutete für mich mehr, als nur einen großen, hellen, bezahlbaren Raum zu meiner alleinigen Verfügung zu haben. Es war auch für einen kurzen Moment das Gefühl, dazuzugehören, zu dieser Welt der Kunst in der Metropole Berlin.

In der Vergangenheit gab es Wohnzimmer in diversen Wohnungen, die ich zum Webatelier umfunktionierte, weil es die größten Zimmer waren und der Webstuhl dort hineinpasste. Es gab auch mal einen Raum in der Autowerkstatt unseres Mechanikers in Nordspanien, den ich für die Arbeit an einem Entwurf benutzen durfte. Es gab ein Zimmer im KUKU, unserem kleinen selbstorganisierten Kulturzentrum, in dem mein Webstuhl stand……

Und  auf einmal gibt es diesen Raum, reserviert für die Kunst. Und ausgerechnet dann, wenn endlich das da ist, nach dem ich mich immer gesehnt hatte und von dem ich dachte, es würde ein Vorher und Nachher markieren, in der Art und Weise, wie ich meine Arbeit strukturiere, ausgerechnet dann beginne ich, mir meinem Webstuhl zu wandern, mir Orte auszuleihen …..

… bin mal hier, mal dort zu Gast: erst für einen kurze Weile im Museum Kesselhaus, dann für fast zwei Jahre in der KulturMarktHalle.

Und das Atelier, dieser „heilige Ort“ des künstlerischen Schaffens, verwaist zusehends. Denn was tu ich an einem Ort, an dem kein Webstuhl steht?

Jetzt ist das KUKUmobil fertig. Damit hat der Webstuhl sein definitives Heim gefunden, und somit auch ich.

Zeit aufzuräumen, loszulassen, Platz zu machen für andere, die diesen Raum, in dem ich zugegebenermaßen nie so wirklich angekommen bin, nötig brauchen und besser nutzen können, als ich. Es ist eine große Erleichterung, für die sinnvolle Nutzung dieses Raumes nicht weiter verantwortlich zu sein.

 

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berlin _ 1176 _ textil

3 x 3

Gesichter, Sprichwörter, Grafik, Farbe?

Ein steter Ausreißer, der gleich auf mehreren Hochzeiten tanzen kann.

 

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berlin _ 1175 _ textil

3 x 3 _ EUROPA

Die Serie ist fertig!

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berlin _ 1174 _ textil

Nachtrag zum Bildwirkereikurs im Kesselhaus

Es hat sich mit der Zeit eingebürgert, dass ich den Kursteilnehmerinnen  _ übrigens bewusst im Femininum, ohne Sternchen, Doppelpunkt und sonstigen Schnickschnack, weil Männer bisher durch Abwesenheit glänzen _ anbiete, die Webrahmen mit nachhause zu nehmen, um ihr Stück in Ruhe, ohne Stress fertig zu weben.

Denn meistens ist es nur die Zeit, die fehlt. Die Kenntnisse reichen aus, die Fragen und Lösungsansätze sind besprochen und es muss jetzt „nur noch“ umgesetzt werden. Selbst in einem Kurs wird hier eins der Probleme deutlich, das die Wissensweitergabe im Handwerk charakterisiert und in gewisser Weise „straft“: es braucht Zeit, denn es reicht nicht aus, die Theorie zu hören, es muss getan werden, mehrmals, und in seinen Varianten durchgespielt, auch Fehler gemacht werden.

Denn wenn es darum geht, mit seiner Hände tun Dinge zu beseelen, dann muss das Wissen verinnerlicht werden. Es muss in der in der Seele Verankerung finden, erst dann kann es sich vermehren und wieder veräußert werden.

Es macht mich immer sehr glücklich, wenn ich sehe, wie die Arbeiten in eigenständiger Arbeit wachsen und abgeschlossen werden. Manchmal sitze ich noch in der Nähe, für den Fall der Fälle, manchmal sehe ich die fertige Arbeit, und kann dann noch einmal Hinweise geben, die dann bei der Arbeit an dem  kommenden Stück zur Anwendung kommen.

Bei dem letzten Kurs war es so, dass fast alle Teilnehmerinnen dieses Angebot angenommen haben. Jetzt sind alle fertig geworden und ich habe die kleinen Juwele bestaunen können. Wie die Fliege im Bernstein haben sie das Kostbarste eingeschlossen, das Mensch zu bieten hat: Lebenszeit.

 

Hier das Resultat:

1. Die Tänzerinnen

 

2. Erinnerung an die Großmutter

Die Bildwirkerei ist fast fertig. Oben und unten muss die Webkante noch abgenäht werden. Ich lade immer dazu ein, die Webkante als Bestandteil des Bildes zu verstehen, als Ganzheit des gewirkten Bildes. Natürlich kann man sie auch eher klassisch umschlagen und auf der Rückseite vernähen, sogar das Webstück hinterfüttern, wenn man möchte.

Hier fehlt noch das Abnähen und das Verarbeiten der Randfäden. Das werden wir gemeinsam tun, sobald wir einen ruhigen Tag finden.

 

 

3. Der Krug

Mit Gritt habe ich noch einen weiteren Mittwoch zusammengesessen und unter freiem Himmel gewebt,  ich an meiner EUROPA-Serie, sie an ihrem Krug:

 

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berlin _ 1173 _ labyrinth

Was hat die Berliner Trinkkultur mit Labyrinthen zu tun?

 

Als ich im Frühjahr 2017 nach Berlin kam und neugierig durch Straßen dieser Stadt gelaufen und geradelt bin, um neue Eindrücke zu sammeln in dieser mir unbekannten Stadt, sind mir drei Dinge aufgefallen, die miteinander zu tun haben:

Schnell bekam ich das Gefühl, dass man die Menschen in drei große Gruppen einteilen kann, von denen mir zwei auch aus Madrid vertraut waren, eine aber vollkommen neu:

Da gibt es diejenigen, die immer eine Wasserflasche dabei haben. Oft sichtbar, manchmal erahnbar. Aber sie ist da. Man fühlt sie sozusagen. Als ich nach Madrid kam, gab es überall in der Stadt Brunnen mit Trinkwasser, an denen die Menschen ihren Durst stillen konnten. Fast zeitgleich mit den Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum sind sie verschwunden und im Stadtbild tauchten die Kioske auf, die in Plastikflaschen abgefüllte Getränke teuer verkauften, an Touristen, aber auch an Einheimische, wenn sie ihre Wasserflasche zuhause vergessen hatten, vielleicht, weil sie noch in der Vergangenheit verfangen waren.

Dann gibt es diejenigen, zu denen ich gehöre. Wir sind „trocken unterwegs“. Wir sind vor der 2_Liter_Erkenntnis geboren, sind erzogen worden mit den Grundsätzen des: Zuhause trinken, vor dem Losgehen noch einmal Pipimachen…. Wir wussten, dass das mit dem Trinken auf die Dauer unweigerlich einhergehende Pinkelbedürfnis ein Problem werden könnte. Das ist besonders für Frau ein Problem, denn Bäume bepinkeln geht nicht, öffentliche Toiletten gab’s nicht viele und wenn, dann eher nicht empfehlenswert, und eine Toilette in einem Café zu benutzen kam nicht in Frage, weil es mit dem Verzehr irgendeines der Angebote verbunden war, und dafür war kein Geld da. Kurzum, man ging durch die Welt, möglichst ohne Spuren zu hinterlassen, und alles andere passierte daheim.

Und dann gibt es die dritte Gruppe von Menschen, und die mir _ weil ungewohnt  _ besonders aufgefallen ist: die vielen, vielen Menschen, die in Berlin mit einer Bierflasche (manchmal auch mit einer Bionade oder ähnlichem) unterwegs sind, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.

Vor allem diese letzte Gruppe ist es, die zu bestimmten Phänomenen im öffentlichen Raum führt:

I. Die Flasche

Nun trinkt man unterwegs und will die eine oder mehrere ausgetrunkenen Flaschen, die ja, da meist aus Glas, der Wiederverwertung zugeführt werden sollen und daher beim Kauf mit einem Pfand belegt werden, nicht unbedingt den Rest des Tages mit sich rumtragen. Also werden sie abgestellt. Im Idealfall gibt es organisch entstehende oder sogar vorgedachte Sammelpunkte.

Ansonsten stehen sie so rum in der Landschaft und es gibt Menschen, die diese Flaschen sammeln und sich mit dem Pfandgeld „über Wasser“ halten. Das führt manchmal zu Revierkonflikten unter Stammsammler:innen und am Wochenenden bei den Supermärkten die sonntags öffnen zu langen Schlangen an den Leergutautomaten.

Immerhin, die Flasche bleibt heile, die Flasche kommt in den Kreislauf zurück und die Flasche erfüllt ihren Dienst, so oder/und so.

Schlimmstenfalls geht sie aber kaputt. Und das bedeutet Scherben. Viele. Und auch die gibt es in Berlin, sehr zum Ärger der Fahrradfahrenden, von denen es auch viele gibt, in dieser Stadt. Ganz zu Schweigen von den Barfußgehenden, die nicht ganz so zahlreich sind, aber durchaus weniger selten als zum Beispiel in Madrid.

 

II. Begleitung

Nicht alle trinken Bier pur. Manchmal gibt es die Kombi aus „Kurz“ und „Lang“, also Bier und Schnaps oder Kräuterlikör. In den Kneipen nennen wir das je nach Region „Herrengedeck“. Auf der Straße wird das zu einem Sechserpack Bier im Angebot und einem Pülleken Schnaps aus dem Regal an der Supermarkt-Kasse.

Das Problem? Nun, diese Fläschchen sind nicht mit Pfand belegt, das heisst es gibt keinen finanziellen Anreiz, diese Flaschen zu sammeln, diese Flaschen sinnvoll zu entsorgen…. Der Vorteil im Nachteil: sie gehen nicht so schnell kaputt. Sie liegen halt so rum, in Wiesen, am Straßenrand, um die Bäume……

Eine von ihnen habe ich herausgegriffen, und ich mache jetzt mal Werbung: Ja, es ist die Jägermeisterflasche, denn sie hat eine so wunderbar rechteckige Form, wie ein Dominostein….. und ein so wunderbar grünes Grün…, dass ich schnell begonnen habe, sie zu sammeln. Sie sind die Steinpilze unter den Kleinflaschen, die auf der Strasse zu finden sind.

Das macht es zu einer Herausforderung, eine gewisse Menge zusammenzubringen, die ausreicht, um ein Labyrinth legen zu können, denn _ und das wollen wir hier bei all der Trinkkultur nicht aus dem Auge verlieren _  es geht um die Labyrinthe!

Aber es wird. Und manchmal bekomme ich ja auch Hilfe. Berthild hat mir ihre Sammlung überlassen, die jetzt einfliessen wird in mein Grünflaschenlabyrinth.

 

II. Die Kronkorken

Klar, fast jede Bierflasche hat einen Kronkorken und fast jeder Biertrinkende Mensch Übung darin, die Flasche zu öffnen, unabhängig davon, ob gerade ein  Flaschenöffner  zur Hand ist, oder nicht. Was anscheinend bei den meisten nicht „zur Hand“ ist, ist die Gewohnheit, den wegpoppenden Kronkorken einzufangen und in den Mülleimer zu schmeissen oder in die Hosentasche zu stecken, bis ein Mülleimer am Horizont auftaucht.

Die Unmenge an Kronkorken, die überall in dieser Stadt in unterschiedlicher Dichte und Vielfältigkeit den Boden bedecken….. von Ort zu Ort gibt es Verschiebungen in der Häufigkeit, je nach Trinkgewohnheit der dort lebenden Menschen… ist beeindruckend.

Schnell habe ich damit begonnen, diese Kronkorken zu sammeln. Das Ziel: irgendwann aus diesen Hunderten von Kronkorken ein Labyrinth zu legen. Nicht ganz Pop-Up, aber doch eine Arbeit mit vorhandenem Material…….

Vielleicht schon bald, zum Aufbruch des KUKUmobils, wenn es darum geht, zurückzublicken auf das, was denn in diesem Halben Dutzend Jahren hier in Berlin meine Aufmerksamkeit gefesselt hat.

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berlin _ 1172 _ textil

3 x 3

Die EUROPA-Serie ist fast fertig. Das ist das vorletzte Stück. Aus gegebenen Anlass mit Neon-Orange.

 

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berlin _ 1171 _ KUKUmobil

Alles hat seine Zeit und findet seinen Weg.

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berlin _ 1170 _ fundstück

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berlin _ 1169 _ textil

FREILUFTWEBEN am KUKUMOBIL

Wenn man den Bock zum …… Webrahmen macht,
und die Gärtnerin zur Fotografin……

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berlin _ 1168 _ textil

3 x 3

Die „EUROPA“-Serie ist auf gutem Weg zur Vollendung

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berlin _ 1167 _ fundstück

BEIGE

Vor vielen Jahren, als ich in meiner damaligen Wahlheimat in Nordspanien Teil der Jury des jährlich stattfindenden Kurzfilmfestivals war, begegnete mir ein Kurzfilm, der mich so begeistert hat, dass ich ihn in die Auswahl mit reingenommen habe.

Sein Titel: Beige. Worum es geht? Schaut selbst:

DER LINK zum FILM

Ich muss dazu sagen, dass es gut sein kann, dass meine Tochter und ich damals die einzigen im Publikum waren, die Spass an diesem Film hatten _ das ging uns mit „Goodby Lenin“ übrigens ähnlich, da waren wir im  Madrider Kino die einzigen, die an bestimmten Stellen gelacht, an anderen geweint haben.

Wie auch immer, ich fand und finde den Film witzig. Ich habe ihn vergangene Woche im virtuellen Kosmos gesucht, weil mich meine Reise nach Ludwigslust an ihn erinnert hat.

Fakt ist, der Film ist noch aktuell, im Sinne von zutreffend. Vielleicht nicht mehr in dieser Wucht wie in der Generation meiner Eltern, auf die er sich bezieht. Aber mit zunehmendem Alter, d.h. mit der Verschiebung meiner Perspektive _ denn inzwischen stehe ich auf der Schwelle zum BEIGE _ schaue ich mir dieses Phänomen auch anders an.

Ihr kennt das ja: selektive Wahrnehmung. Als ich das erste Mal schwanger war, hatte ich das Gefühl, die Madrider Straßen waren voller schwangerer Frauen und Kinderwagen.  Jetzt schau ich auf die Rollatormodelle.

Naja, und dann beobachte ich auch mich. Meine neuen Sandalen sind……

Muss ich mir Sorgen machen, oder ist es der Lauf der Dinge und der Zeiten? Denn eigentlich finde ich die Idee des „Sich langsam auflösen“ sehr verlockend. Ich merke jetzt schon, wie ich mich auf den Weg mache, nicht nur mit dem KUKUmobil, sondern auch sonst. Neues anzuschaffen kostet mich immer mehr Überwindung, Bestehende „aufzubrauchen“ ist immer mehr angesagt. Und wenn dann dadurch eine Leere entsteht, ist das mit einem Gefühl der Erleichterung verbunden, denn das Bedürfnis nach Ent-Lastung, nach Leichtigkeit nimmt zu. Und Gandalf hatte auch erst einen grauen Umhang und dann einen weißen, d.h. auch er wurde mit zunehmender Weisheit zur Lichtgestalt.

Also, so lange ich meine Sandalen noch mit meinen farbenfrohen Huipils kombiniere, liegt noch ein Stück Weg vor mir. Ich bin gespannt…….

 

 

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berlin _ 1166 _ labyrinth

Casual Labyrinth im Monat Juni

Während die Linden sich bereit machen für ihre Blüte, häufen sich die Akazienblütenblätter am Gehsteinrand und überall dort, wo der Wind sie hinweht. Auf meinem täglichen  Weg zum KUKUmobil bilden sie an manchen Stellen einen richtigen Teppich.

Da kann man eigentlich nicht widerstehen:

Und was ich so liebe, bei solchen Labyrinthen, ist der Tag danach:

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