berlin _ 415

003Immer schön anzusehen, auch im Herbst.
Gesehen: KEH Gelände, Herzberger Landschaftspark

 

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berlin _ 414

001#Fundstück. Babelsberg. Weberviertel

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berlin _ 413

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#herbstlichter

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Herbstlichter

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Herbstlichter 02

herbstlichter 02

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Herbstlichter

herbstlichter

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berlin _ 409 _ KMH

Nun ist sie eröffnet, die Ausstellung „Wieder-Geburt / Rebirth“ in der KulturMarktHalle, und wartet auf euren Besuch. Bis zum 15.12 sind donnerstags, freitags und samstags von 15 – 18 Uhr die Arbeiten der sechs beteiligten KünstlerInnen zu sehen.

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Es hat Spass gemacht, die vergangene Woche dort zu verbringen und meine Arbeit zum Teil dort entstehen zu lassen, die Ruhe aufzunehmen, die die Halle auf mich ausstrahlt, dieses „so viel hab ich schon gesehen, wenn du wüßtest….“ , und die Bewegung, die in sie hinein kommt, durch die Besucher des Cafés, die fleissigen Hände, die hier und dort ausbessern, verschönern, mit neuen Öfen für Wärme sorgen, die Kinder, die Nachbarn, und natürlich die kunstschaffenden Kollegen und Kolleginnen, die ihre Arbeiten bringen.

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Wie immer gäbe es jetzt viel zu berichten von dem Eröffnungstag und den Begegnungen, die stattgefunden haben. Wie immer, fehlt es gerade jetzt an der notwendigen Zeit, um in Ruhe davon zu erzählen.

Aber doch, ganz kurz, vier Anmerkungen meinerseits: Erstens. Fühle ich mich wohl dort. Mir gefällt das Projekt ausgesprochen gut, mir gefällt der Ort, seine Lage, und ich bin gespannt darauf, wie es sich entwickeln wird. Für mich ist die Ausstellungsbeteiligung ein reines Vergnügen. Und da sind wir schon beim Zweitens: Denn ich fand es auch ungemein spannend, mit meiner textilen Kunst nicht nur dort vertreten zu sein, sondern dank der Großzügigkeit von Yael auch das Eröffnungskonzert „textil“ begleiten zu können. Drittens: Hat mich eine Besucherin auf meine Ausstellung in der VHS am Prenzlauer Berg  angesprochen, und das hat mich sehr berührt. Und Viertens hat der aufgebaute improvisierte Webrahmen so viel Raum für Begegnung geschaffen, mit jungen und älteren Menschen, von hier und von anderswo, bekannte und unbekannte, dass ich jetzt noch ganz aufgewühlt bin und eine große Lust in mir spüre, dies öfter geschehen zu lassen.

Jetzt aber erst einmal, und ohne weiter auf diese Gedanken einzugehen, eine Reihe von Momentaufnahmen vom gestrigen Abend, mit einem Dank an alle, die ihn zu dem gemacht haben, was er war.

 

 

 

 

 

 

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berlin _ 408 _ KMH

Ganz schnell und ohne zu viel verraten zu wollen, ein paar Eindrücke vom ersten Aufbautag. Ich hoffe, ihr habt euch alle den Freitagabend reserviert, um zur Vernissage der Ausstellung „wiedergeburt“ in der Kulturmarkthalle zu kommen.

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berlin _ 406 _ textil

Heute haben wir eine kleine Fotosession gemacht, im Hof hinterm Haus. Ich hoffe sehr, euch damit auf die Ausstellung neugierig machen zu können, die am kommenden Freitag, den 9.11.2018 in der KulturMarktHalle eröffnet wird:

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Hier das Ergebnis:

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Danke an alle helfenden Hände, besonders die von Gael, der vor seinem Heimflug noch schnell mitgemacht hat.

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berlin _ 405

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Es hat tatsächlich gedauert. Aber nun habe auch ich meinen ersten Mauerpark-Flohmarkt-Besuch hinter mir. Nach über einem Jahr in Berlin. Juanjo meint zwar, wir wären schon einmal dort gewesen, und ich hab es bisher zwar nicht vehement bestritten, aber doch bezweiflt, weil ich mir nicht sicher war, ob ich mich auf meine Erinnerung verlassen konnte, oder sich in der Aufeinanderfolge der Ereignisse während der ersten Berlinbesuche, als Juanjo schon hier war und dem Rest der Familie den Weg geebnet hat, und ich noch in Spanien, um die Zelte nicht einzureissen, sondern behutsam abzubauen, Bilder übereinander gelagert hatten oder verloren gegangen waren. So etwas soll ja vorkommen, bei Umzügen. Deshalb war nicht auszuschiessen, dass mir diese Erinnerungsbilder vom Mauerpark einfach abhanden gekommen waren.

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Heute bin ich ziemlich sicher, dass es wirklich das erste Mal war. Wahrscheinlich war es noch nicht mal so ’ne richtige Mauerparkstimmung. Der plötzliche Kälteeinbruch nach dem langen milden Herbst hatte viele überrascht und einige abgeschreckt. Es war lange nicht so voll, wie es in den Sommermonaten wohl zu sein pflegt. Was sich auf meine Stimmung nun wiederum sehr vorteilhaft ausgewirkt hat.

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Etwas Geschiebe am Eingang, babelische Geräuschkulisse zur Begrüßung, Duft nach Asiatischem und nach Glühwein, etwas Kunsthandwerk, etwas Design, mal eher gehipstert, mal eher alternativ, etwas fürs Touristenauge und Spass am Secondhanding. Von allem war etwas dabei. Klamotten, Möbel, Antiquitäten, Selbstgedachtes und Selbstgemachtes.

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Ganz gemütlich bin ich von einem Stand zum nächsten gebummelt. Hab mir als Handwärmer meinen ersten Glühwein gegönnt und nach dem Stöbern in den ersten KrimsKramsKisten beschlossen, dem herbstlichen Grau ein buntes Blumenbouquet entgegenzusetzen.

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Am Anfang fand ich das noch ganz witzig, aber je mehr Kisten ich durchsah, um so seltsamer fühlte ich mich dabei. Meine Stimmung schlug vollends um, als ich auf den Zuckertopf mit dem Würfelzucker stiess, und auf die gehäkelten Deckchen, die irgendjemand zum Schutz zwischen die Desserttellerchen aus hauchdünnem Glas gelegt hatte, darum besorgt, dass sie nicht zerbrechen.

Und jetzt lagen sie lieblos zusammengewürfelt in zu langen Reihen aufgereihten Pappkartons, an denen fremde Menschen  auf der Suche nach einem Vintage-Schnäppchen entlangdefilierten, unter den wachsamen Augen einiger „Beobachter“, die auf erhöhtem Stühlen Posten bezogen hatten, um sicher zu stellen, dass niemand unbezahlt etwas „mitgehen“ lässt von all dem Ramsch, dem sie selbst keinen weiteren Wert beimessen ausser dem, den andere bereit sind zu entgelten.

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Plötzlich war der Zauber verflogen und in meinem Kopf begannen sich Bilder zu mischen: von mir beim Ausmisten meiner eigenen Sachen, jedesmal, wenn ich nach langen Zeiten der Abwesenheit zu meiner Mutter kam; von der Auflösung der Wohnung meiner Mutter nach ihrem Tod und der Ohnmacht weder Raum noch Zeit zu haben, um mich richtig von all den Dingen zu trennen, denen irgendwie etwas von meiner Mutter anhaftete; von den Umzügen der eigenen Familie und dem Ordnen der Habseligkeiten, an denen so viele Erinnerungen hängen…… Und dann kommt hier und da auch noch ein Gegenstand zum Vorschein, der ebensogut mir gehören könnte, und ich versuche mir die Menschen vorzustellen, die mit diesen Gegenständen verbunden waren, und die Schiksale, die dazu geführt haben, dass ich jetzt hier stehe und in ihren Habseligkeiten wühle. So wie man manchmal im Supermarkt an der Kasse steht und auf dem Band all die Dinge sieht, die die Person vor einem gekauft hat und versucht, sich vorzustellen, was es mit dieser für Aussenstehende willkürlichen Zusammenstellung von Gegenständen auf sich haben mag.

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Mit jeder Kiste werden diese Menschen mir gegenwärtiger und ich stelle mir vor, dass vielleicht auch meine Habseligkeiten irgendwann mal in solch einer Reihe von Kisten landen. Immer noch besser als in einem Müllcontainer, oder? Zumindest bekommen sie eine neue Chance und jemand anderes ein paar Euros, oder? Oder nicht?

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Tief berührt bin ich mit einem kleinen Likörglas aus rosagefärbtem Glas und drei handbemalten Ostereiern davongegangen. Seitdem werde ich all diese Gedanken nicht los und eine gewisse Wehmut macht sich in mir breit.

Ich hab mir vorgenommen, nächste Woche wieder hinzugehen. Erstens, weil ich mich mit einem Kunsthandwerker verabredet habe, der mir eine selbstgemachte Gottesanbeterin zeigen will, zweitens weil es an einem Antiquitätenstand eine wunderschöne Badepuppe aus Porzellan gab, über deren Preis durchaus noch verhandelt werden kann, und drittens um zu sehen, was passiert, wenn ich mich ein zweites Mal diesen Reihen von KrimsKramsKartons gegenüber sehe. Vielleicht, wenn man entsprechend gewappnet ist, bringt einen das alles nicht aus dem Gleichgewicht. Schliesslich ging ein Strom von Menschen an diesen Reihen von Kisten vorbei, ohne auf irgendein Art und Weise angerührt zu sein. Nur bei einer Gelegenheit erkannte ich mich mit meinen Gedanken bei jemand anderem wieder, als nämlich eine Frau zu ihrem Partner sagte: Ist schon krass, stell dir vor, du siehst so ’ne Kiste mit Kram durch und dir wird auf einmal klar, dass er von jemandem ist, den du kanntest.

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berlin _ 404 _ fundstücke

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berlin _ 403 _ textil

EINLADUNG _ INVITACION _ INVITACIÓN

Ich möchte euch gerne einladen zu der nächsten Ausstellung, an der ich mit einem kleinen, textilen Beitrag beteiligt bin:

Ausst-rebirth-flyer DEF 01Ausst-rebirth-flyer DEF 02

Seit einigen Monaten begleite ich sopradisch das Nachbarschafts- und Integrationsprojekt KMH _ KulturMarktHalle, die Wiederbelebung einer ehemaligen Supermakrthalle im Mühlenkiez, die dort, wo früher das für das Wohlbefinden des Leibes Wesentliche verkauft wurde, das geschehen lassen will, was der Seele und dem Geist guttut und die Gesellschaft zusammenhält.

Das Thema „Wiedergeburt“, eng verbunden mit dem, was derzeitig mit diesem Ort geschieht, wird auf persönlicher Ebene von den teilnehmenden Kunstschaffenden auf sehr unterschiedliche Art und Weise beleuchtet, denn jeder macht diesen Begriff an etwas anderem fest, an eigenen Erfahrungen, Wünschen, Gedanken.

Das Leben hat es mir bisher erspart, mich mit Situationen auseinandersetzen zu müssen, in denen mein Leben ernsthaft gefährdet war. Zumindest habe ich es nie so empfunden. Daher ist meine Herangehendweise an das Thema „Wiedergeburt“ eher auf die Erfahrung fokussiert, sich an einem fremdem Ort in einer fremden Kultur in einer neu zu erlernenden Sprache das erste mal wiederzufinden. Diese Erfahrung habe ich in meinem Leben bisher zweimal erfahren: in Frankreich und in Spanien.

Zweimal gab es diesen Augenblick, in dem ich mir bewusst wurde, dass ich mich meinem Gesprächspartner gegenüber nicht nur verständlich machen, sondern darüber hinaus etwas von meinem eigentlichen ICH vermitteln konnte. Bevor es zu diesem Moment kommt, steht eine große Frustration, eine große Ohnmacht, das ein oder andere ungewollte Missverständnis und irritierendes Unverständnis, und auch eine ganz gewaltige Anstrengung. Die Wiedergeburt des ICHs in einer anderen Sprache, die es mitteilbar macht, also lebendig und wahrnehmbar für das Gegenüber macht, ist mein Thema bei dieser Ausstellung.

Daher habe ich eine kleine Auswahl an Worten herausgegriffen, die für mich in diesem Zusammenhang als Vehikel dienen, um diesen Gedanken auszudrücken:

Wurzel _ Atem _ Sprache _ Luft

Diese vier Worte treten in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf: in den fünf Sprachen, in denen wir _ als an dem Projekt beteiligte  KünstlerInnen _  unser ICH das erste Mal verbalisiert haben:  Spanisch _ Arabisch _ Italienisch _ Hebräisch _ Deutsch.

Mehr dazu in Kürze. Aber es sei jetzt schon gesagt:

Ich freu mich auf euren Besuch.

 

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berlin _ 402 _ textil

Jedesmal, wenn ein Kurs endet, kommt die gleiche Stimmung auf:

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Jetzt….

…. wo es eigentlich erst richtig anfängt, Spass zu machen,
…. weil man ein Gespür bekommt, für das richtige Material, die richtige Spannung,
…. weil man die ersten grundlegenden Techniken beherrscht
…. weil einem die ersten Ideen kommen, die man gerne umsetzen würde,
…. weil man gerade beginnt, ein Vorstellung davon zu bekommen, welche Möglichkeiten
sich einem bieten,…..

….. jetzt ist der Kurs zu Ende.

Auf der einen Seite freut mich das natürlich, bedeutet es doch, dass ich etwas von dem geschafft habe, was ich mir jedesmal vornehme: nämlich andere Menschen für die Bildwirkerei zu begeistern. Auf der anderen Seite frustriert es mich natürlich auch, dass ich keine Lösung anbieten kann, auf die Fragen, die oft von den Teilnehmenden kommen, nach einer dauerhaften Möglichkeit des Weiterlernens.

Klar ist, das es erstrebenswert wäre, über eine kontinuierlichere Infrastruktur zu verfügen, die es möglich macht, über einen längeren Zeitraum auch an größeren Stücken zu arbeiten.

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Denn selbst ein Wochenende macht deutlich: Je gröber die Kette, und je dicker die Wolle für den Schuss, um so schneller wächst der Teppich. Aber je feiner das Material für Kette und Schuss, um so präzieser die Formen, um so klarer die Komposition, um so nuancierter die Farbabstufungen, um so reicher die -mischungen, ABER um so langsamer wächst der Teppich, bzw. um so mehr Zeit benötigt man, um das gewebte Bild entstehen zu lassen.

Wie man diesen Balanceakt hinbekommen kann, Zeit, Raum und Finanzierung in einem ausgewogenen und für alle nachhaltigen Masse zusammenzubringen, weiss ich noch nicht, aber ich werde weiter nach einer Lösung suchen.

HIER aber erst einmal das Ergebnis dieses Wochenendkurses. Die Horizontal, Diagonale und Vertikale in der Weberei, mögliche Verbindungen und erste Farbabstufungen und -kompositionen standen auf dem Programm.  Dabei hat jede der Teilnehmerinnen ihre ganz eigene Art gefunden, mit den Materialien umzugehen und das auszuprobieren, was sie interessierte.

 

DENN, so kurz der Kurs auch sein mag, er ist lang genug, um die Vielfalt der Webkunst erahnen zu lassen. Selbst nach zwei Tagen Weberei gleicht kein Stück dem anderen. Auf jedem Webrahmen findet etwas ganz anderes statt.

Dabei ist alles spannend, alles interessant, und jedes kleine Werk, das dank diese hingebungsvollen und hochkonzentrierten Abeit entsteht, ist ein kleiner Schatz. Und jede Abnahme vom Webrahmen ist ein kleines Fest.

Ich freu mich schon sehr auf den nächsten Kurs, der ist übrigens auch in Tempelhof Schönefeld, und schon nächsten Monat, vom 23.-25.11.2018

Mehr Info dazu findet ihr hier: VHS Tempelhof-Schöneberg Information zu den Kursen

 

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berlin _ 401 _ textil

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Zwischenbilanz. Heute war der erste der zwei langen Tage des Bildwebereikurses. Viel haben wir gesprochen, über Materialien, über horizontale und vertikale Farbwechsel, über Diagonale und über Farbverläufe.  Und einiges davon haben wir ausprobieren können.

Wie immer finde ich es spannend zu sehen, wie ausgehend von der Webkante, die noch auf allen Webrahmen gleich aussieht, jeder von ihnen schon nach kurzer Zeit ein ganz eigenes „Gesicht“ bekommt.

Und auch diesmal begeistert mich die Konzentration, die in unserer improvisierten Werktatt herrscht. Sechs Stunden sind für einen Weber, eine Weberin, eine kurze Zeit, aber wenn man das erste Mal vor dem Webrahmen sitzt, macht sich das intensive Arbeiten schon bemerkbar. Daher bin ich den acht Telnehmerinnen sehr dankbar für die Ernsthaftigkeit, mit der sie mir zuhören und dann bereit sind, ihren eigenen Gedanken zu folgen und jede für sich die Fäden in die Hand zu nehmen und ein eigenes Musterstück herzustellen.

Morgen mehr.

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berlin _ 400 _ textil

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berlin _ 399 _ textil

So, bitte noch einmal mithelfen: Der nächste Kurs an der VHS Tempelhof Schöneberg am kommenden Wochenende FINDET STATT, wenn auch die Zahl der Teilnehmenden nur knapp über der Hürde liegt.

Tempelhof 3

ABER der nächste kommt bestimmt. Insgesamt sind 4 Wochenendkurse im Programm, die im Prinzip aufeinander aufbauen, aber auch unabhängig voneinander besucht werden können.

ALSO, damit auch der nächste Kurs stattfinden kann, bitte noch mal LESEN,  TEILEN, WEITERSAGEN……… oder ANMELDEN!!!!

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berlin _ 398

Noch einmal so richtig aus dem Vollen schöpfen. Das war am Sonntag angesagt.

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Eigentlich viel zu warm. Eigentlich viel zu trocken. Aber so wunderbar hebstlich bunt.

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# BritzerGarten

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berlin _ 397

Ein wahrhaft buntes Wochenend war es.
Und sonnig war es, und gemütlich. Ja, gemütlich.
Und vor allem VOLL war es.
VOLL VIELer Menschen, die für eine offene
und unteilbare Gesellschaft auf die Strasse gegangen sind.

Wir haben den Anfang der Demo gesehen, aber nienicht das Ende, trotzdem wir ab und zu an einem Schattenplätzchen angehalten haben, um einen Teil der Demo vorbeiziehen zu lassen. Es war eine unüberschaubare Menge an Menschen.

Es stimmt, es herrschte eine Art Sonntagsspaziergangsstimmung. Einge hat das gestört, es wäre zu bunt, zu offen, zu diffus gewesen, zu wenig kämpferisch, zu wenig fordernd für die einen, oder zu vieles Verschiedenes für die andern.

Ich fand gerade das besonders gut. Es war eine Wohlfühldemo. Das find ich nicht schlimm. Im Gegenteil, so sollte es bleiben. Niemand versäumt es deswegen, sich der Ernsthaftigkeit der Lage bewusst zu sein. Aber das eine schliesst das andere nicht aus.

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DANKE, Berlin. Danke an alle, die ihr die Strassen geflutet habt.

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berlin _ 396

Es ist nicht mein erstes beriner Labyrinth, aber es stimmt schon, es ist schon eine Weile her, dass ich hier darüber berichtet habe.

No es mi primer laberinto univiario berlines, pero sí es cierto, que hace mucho que no lo menciono.

So oft erzähle ich in meinen Kursen davon, wie eng die Weberei mit dem Leben verbunden ist. Daher sollte es niemanden verwundern, wenn ich mein eigenes Leben wie das Weben eines Bildteppichs empfinde: immer mal wieder verweilen Pinnen mit wunderbaren Farbmischungen und kostbaren Garnen an spannenden Stellen in Ruhestellung und warten geduldig darauf, dass das gesamte Umfeld weit genug gewachsen ist, um die Arbeit an dieser bestimmten Stelle fortzusetzen, den Faden erneut in die Hand zu nehmen…… den des KUKUmobils….. den meines seit vielen Jahren begonnenen und noch nicht vollendeten Migrations-Teppichs…….

…… und den des Labyrinths.

[wpvideo Z4hBxseT]

Tantas veces comento en mis cursos la estrecha relación entre la vida y el tejer. Por ello no creo que a nadie le sorprenda que para mi, la vida es como tejer un tapiz: a menudo se queda una canilla con una magnífica mezcla de color y un precioso hilo colgando en un lugar excitante, esperando pacientemente hasta que se ha construido todo el entorno, para ser retomada con el mismo énfasis como en el momento de su abandono….. pues eso es lo que de vez en cuando me pasa, que los hilos se quedan colgando en espera….. como el del KUKUmobil, como los de mi proyecto textil inacabado, …….

….como el del laberinto.

También les digo siempre a mis alumnas y alumnos, que para que una tejedora cote un hilo, tiene que estar muy, pero que muy segura que ya no le necesita. Gestionar los muchos hilos, canillas, posibilidades en reposo, sin agobiarse en exceso es parte del arte de tejer. Ahora, aunque se tienen en mente todos, la concentración de ojos y manos siempre se centra en unos cuantos.

016Einen schönen Herbst wünsche ich uns allen. Feliz otoño, happy autumn.
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berlin _ 395 – fundstücke

001002003

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berlin _ 394

LICHTEN…

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berlin _ 393

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berlin _ 392 _ textil

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800 Nägel stecken schon an ihrem Platz. Morgen kommen die andern 1000 dran. Dann ist alles vorbereitet für den Webkurs. Seid ihr ganz sicher, dass ihr nicht mitmachen wollt? Dass ihr es allen euren Bekannten weitergesagt habt?

800 puntas ya están colocadas. Mañana tocan los 1000 restantes. Y con eso ya queda todo preparado para el viernes que viene. ¿Seguro que no queréis apuntaros? ¿Y lo habéis dicho a todas vuestras amigas, a todos los conocidos habidos y por haber?

 

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4 days madrid _ IX

(de) Es gab diesmal keine Zeit und wenig Ruhe für Museumsbesuche. ABER zum Botanischen Garten hab ich es geschafft, und nicht nur, um diesem heissgeliebten Fleckchen Erde Ehre zu erweisen, wie ich es immer gerne tu, wenn sich ein Zeitfenster öffnet, sondern um eine Ausstellung zu besuchen, auf die ich sehr neugierig war und die mich, das nehme ich gerne vorweg, absolut begeistert hat:

(es) Esta vez había poco espacio y calma para visitas de museos. PERO conseguí acercarme al Botánico, ese hermoso cacho de tierra que siempre que voy me llena de alegría y amor por ese incansable motor vital que es la naturaleza.  Y la visita tenía un doble motivo, aparte de buscar el reencuentro con el jardín había una exposición que despertó mi curiosidad y que, lo adelanto con gusto, me ENCANTÓ:

 

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Klein, aber fein. Eine Zusammenarbeit von Mutter und Sohn. Wunderbar, zärtlich, spielerisch, einfühlsam, machtvoll, gekonnt. Malerei und Stickerei. Spontaneität und Beständigkeit….. So vieles könnte ich dazu sagen. Aber ich denke, das Beste ist, euch einfach die Fotos zu zeigen, die ich gemacht habe……

Pequeño, pero fino, se dice en mi idioma. Una colaboración entre hijo y madre. Maravilloso, tierno, juguetón, sensible, poderoso, acertado. Pintura (acuarela) y bordado. Espontaneidad y constancia…… Tanto podría decirse. Pero creo que resulta más fácil mostraros las fotos que tomé….

I.

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II.

Como ya he dicho, no es una exposición grande, por lo que al número de piezas se refiere. No recuerdo la cantidad exacta, pero no serán mucho más de 10 paños los que se pueden ver en el Pabellón Villanueva del Botánico, precioso lugar, por cierto, para una exposición como esta, con su luminosidad y su ambiente intimista, lejos del ajetreo de las demás salas de exposiciones, como si la vegetación hiciera de muralla de protección, proporcionando esta sensación de recogimiento.

Wie bereits gesagt, ist es keine grosse Ausstellung, wenn man dafür die Zahl der ausgestellten Werke zum Mass nimmt. Genau kann ich mich nicht erinnern, aber es waren sicherlich nicht mehr als 10 Arbeiten, die im Pavillón Villanueva des Botanischen Gratens zu sehen sind. Übrigens ein wundebarer Ort, lichtdurchflutet und gleichzeitig beschaulich, so als ob die ihn umgebende Vegetation einen Schutzschirm gegen die Hektik der Großstadt darstellen und den Besucher gleichermassen in eine andere, komtemplativere Welt einhüllen würde.

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III.

(es) Miquel Barceló (Felanitx, 1957) dibuja sobre telas de lino y algodón de uso doméstico. Posteriormente, su madre Francisca Artigues (Felanitx, 1926) interpreta estas „manchas de color“, puntada a puntada,  y descubre así estas figuras que pueblan las singulares obras de la familia Barceló.

Los bordados emergen sobre el lino, marcados por puntadas de ganchillo (punt mallorquí) y expresan con temática submarina y selvática el imaginario personal de su creador. Barceló es un gran explorador, al que le gusta observar el fondo del mar, recorrer desiertos en África y caminar por el Himalaya. Después, en su taller, transforma estas experiencias vividas en sus oníricos dibujos. Dentro de su obra podemos ver influencias de música, poesía, mitología y de su forma tan particular de observar y concebir el mundo. (Fuente)

(de) Miquel Barceló (Felanitx, 1957) malt auf großen Leinen- oder Baumwollstoffen, die ursprünglich für den Haushalt bestimmt waren (Tischdecken, Bettüberwürfe, Gardinen, etc.). Danach überarbeitet seine Mutter Francisca Artigues (Felanitx, 1926) diese „Farbflecken“ und bringt mit feinem Kettstich Tieren und Pflanzen ans Licht, die sich in ihnen verbergen. So entsteht dieses einzigartige Werk der Familie Barceló.

Neben den Anregungen, die Barceló auf seinen vielen Reisen durch die Wüsten Afrikas, und die Bergwelt des Himalaya gesammelt hat, sind es vor allem marine Motive, die diese imaginäre Welt bewohnen. Wen wundert es, wenn man bedenkt, dass beide, Miguel und seine Mutter Francisca auf Mallorca geboren wurden und aufgewachsen sind. Das Meer war und ist ihr Alltag und Quelle für Nahrung und Inspiration, für Leib und Seele, für Leben und Kunst.

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IV.

Francisca Artigues nace en Felanitx en el año 1926. Se casa en el año 1955 con Miquel Barceló Gelabert. Durante su juventud pinta al óleo, y tras su matrimonio trabaja la acuarela con paisajes de ribera y vuelve al óleo para investigar la pintura abstracta. Abandona la pintura cuando Miquel empieza a mostrar dotes artísticas. Durante su juventud borda como hacen la mayoría de jóvenes de la época, pero empieza a bordar más seriamente en 2009 por petición de Miquel. En 2014 expone por primera vez sus bordados en Sankt Gallen, Suiza, con motivo de la exposición Vivarium. Francisca sigue bordando a día de hoy. (Fuente)

Francisca Artigues kommt 1926 in Felanitx (Mallorca) zur Welt. 1955 heiratet sie Miquel Barceló Gelabert. In ihrer Jugend malt sie in Öl, nach ihrer Hochzeit widmet sie sich der Aquarell-Landschaftsmalerei, und später der abstrakten Malerei. Wie die meisten Frauen ihrer Generation stickte sie in ihren jungen Jahren, um Heimtextilien zu verzieren.  Seit 2009 gewinnt die Stickerei, vor allem auf Drängen ihres Sohnes, zunehmend an Bedeutung und an Ernsthaftigkeit. 2014 zeigt sie ihre Arbeiten das erste Mal dem breiten Publikum, und zwar in Santk Gallen, Schweiz, anläßlich der Ausstellung VIVARIUM.

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V.

(es) La exposición recibe su título de uno de los bordados, Vivarium, una pieza de 444 x 244 cm que llevó más de 2 años de trabajo no sólo por el gran tamaño del mismo sino por la gran cantidad de seres que alberga. Si bien la mayoría de las piezas que se exponen tienen funciones en el hogar, en el caso de Vivarium se planteó desde sus orígenes como un tapiz para ser colgado en la pared. Barceló comenzó el tapiz a partir de manchas verdes y azules de las que van saliendo seres que se ligan unos con otros, hasta crear un bordado de gran densidad. Como explica el propio Barceló: „Vivarium es como un contenedor de cosas vivas. Dragones, nenúfares y extraterrestres, incluso objetos, una cosa en crecimiento constante“.

Con el tiempo, el trabajo continuó extendiéndose, y los manteles comenzaron a poblarse de criaturas de la tierra. Entre flores, arbustos y palmeras aparecieron reptiles arcaicos, insectos, pájaros, murciélagos, monos, ciervos caballos y elefantes. Y también anzuelos, flechas, hachas y cuchillos; herramientas primitivas al servicio del hombre en su afán permanente por dominar la naturaleza. (Fuente)

(de) Die Ausstellung verdankt ihren Titel einem der ausgestellten Werke, einer großformatigen Stickerei (444 x 244 m), deren Herstellung mehr als 2 Jahre in Anspruch nahm, nicht nur wegen der Größe des Stoffes, sondern auch wegen der Anzahl der Wesen, die dort abgebildet sind. Anders als bei den anderen Stücken war Vivarium von Anfang an als Wandgehänge konzipiert. Auf dem großen Tuch legte Barceló blaue und grünen Farbflecken an, aus denen sich Wesen herausbildeten, die sich miteinander verbanden bis ein dichtes Figurengeflecht  entstand. Barcló sagt dazu: Vivarium ist wie ein Behälter lebender Dinge. Drachen, Seerosen und Außerirdische, selbst Objekte, etwas, das sich in stetem Wachsen befindet“.

Mit der Zeit weitete sich die arbeti imer mehr aus, und zu den Wasserbewohnern gesellten sich auch Erdbewohne. Neben Blumen, Sträuchern und Palmen sehen wir Fledermäuse, Insekten, Vögel, Affen, Hirsche, Pferde und Elefanten. Selbst Pfeile sehen wir, Äxte und Messer; primitive Werkzeuge im Dienste des Menschen in seinem Bestreben, die Natur zu beherrschen.

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Stundenlang hätte ich mir diese übervolle Bilderwelt anschauen können. Ganz besonders spannend fand ich all die Stellen, an denen der Dialog zwischen Mutter und Sohn, zwischen Pinsel und Nadel, besonders deutlich wurde. Zwei schöpferische Geister im Gespräch, oft den gleichen Gedanken nachgehend, und aus den gleichen Quellen trinkend, aber ab und zu auch getrennten Wegen folgend, denn da gibt es Farbflecken, die in die Stickerei nicht aufgenommen werden, oder welche, aus denen ganz andere Figuren entstehen, als der Farbfleck vermuten lassen würde. Genau dadurch entsteht die Spannung und Faszination, die auch auf das Publikum übergreift und es einbindet in dieses Gespräch, das den Raum erfüllt, wo immer diese Arbeit auch hängen mag.

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Wer also vor dem 2. Januar 2019 nach Madrid kommt, sollte sich etwas Zeit nehmen und diese Ausstellung besuchen. Es lohnt sich. Absolut.

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(de) Manchmal traue ich meiner Erinnerung nicht mehr. Eigentlich kommt es sogar immer häufiger vor, dass ich mir unsicher bin. Irgendwie scheint die Speicherkapazität an ihre Grenzen zu kommen. Bilder überlagern und vermischen sich, neue entstehen. Gesehen-Geglaubtes, Fast-Vergessenes und Wiedererkanntes purzeln munter durcheinander und lassen diese Ungewissheit entstehen, die mir nicht ganz unsympathisch, aber doch ein wenig irritierend ist.

(es) Hay veces, que no me fío de mis recuerdos. Para decir la verdad, ocurre cada vez más a menudo que me producen inseguridad. De alguna manera parece que la capacidad de almacenamiento está llegando a su límite. Imágenes se sobreponen, se confunden, nuevas emergen. Lo „Creí-haberlo-visto“, lo „casi-olvidado“ y lo „reconocido“ se disponen en un caos delante de mi jo interior como las piezas de un puzzle o las cartas de un memory (juego de parejas)  recién mezcladas. Y ahí aparece la incertidumbre que aunque no me disgusta del todo, sí reconozco que  consigue irritarme un poco.

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(de) Bei meiner Wanderung die Gran Via entlang sah ich dieses wunderbare Figuren-ensemble, das sich, von der Sonne angestrahlt, vor dem knallblauen Spätsommerhimmel abhob und eigentlich kaum zu übersehen war, SOFERN man hin und wieder mal nach oben schaute, was auf der Gran Vía leider nur Wenige zu tun pflegen, denn Schaufenster, Verkehr und Handys nehmen zu viel von der Aufmerksamkeit in Anspruch, die wir für unsere Umgebung aufbringen.

Zuerst war ich mir nicht sicher, dann aber wuchs die Überzeugung in mir, dass mir diese wunderbare Diana mit dem Pulk von Jagdhunden bestimmt aufgefallen wäre, wenn sie „schon immer“ da oben gestanden hätte. Ehrlich, so etwas hätte mir doch unmöglich entgehen können, oder? Und schon war sie da, die Ungewissheit. Ich habe meine madrider Freunde gefragt, aber bei niemandem hatte sie besondere Aufmerksamkeit erregt. Konnte es also doch sein, dass es sie wirklich schon seit Jahrzehnten  gab und ich sie einfach nie gesehen hatte?

(es) Paseando por la Gran Vía me encontré con este maravilloso conjunto de figuras, que se alzó ante un cielo increíblemente azúl, perfilado por los rayos del sol otoñal. La verdad es que era difícil NO velo, siempre y cuando uno levanta la vista hacia arriba y no se deja atrapar por los escaparates, el tráfico y el mundo virtual.

En un primer momento me entraron dudas, pero rápidamente creció la convicción dentro de mí que hubiera visto a esta Diana si hubiera estado ahí en „mis años madrileños“. Vamos, que algo así no se me hubiera escapado ¿o sí? Y ahí estaba, la inseguridad. Pregunté a mis amigos madrileños, pero a nadie le llamó especialmente la atención. La tenían integrada en su imaginario urbano. ¿Podía ser posible que llevara ahí decenas de años y solo yo sin verla?

 

(de) Mir liess die Ungewissheit keine Ruh und als ich wieder vor dem Computer sass, hab ich doch tatsächlich eingegeben: Diana, Gan Via, und……. bin fündig geworden.

In einem Artikel von „El País“ vom 19. Oktober 2017 wird von der Skulptur berichtet, und sie ist tatsächlich neu, zumindest für jemaden wie mich, der schon lange nicht mehr die Gran Via rauf oder runter gewandert ist. Wir hatten also alle irgendwie recht, meine Bekannten, die sich an ihren Anblick inzwischen schon gewöhnt haben mögen, und ich, für die sie eine Neuigkeit darstellte.

Übrigens ist sie das auch in anderm Sinn. Denn es ist die erste von einer Frau entworfene Skulptur. Natividad Sánchez Fernández (Jaén, 1960), ist die Künstlerin, und der mexikanische Investor Jorge Díaz Estrada der Auftraggeber. Sein neues Projekt, die Nummer 31 der Gran Vía, ein 1925 von dem Architekten José Miguel de la Quadra Salcedo erbautes Gebäude, beherbergt nun nicht nur dieses wunderbare  Ensemble aus einer von  tollenden Hunden umsprungenen Jägerin, sondern ein Hotel der Kette Hyatt, das dieses Jahr eröffnet wurde. Möge es geniessen wer auch immer es sich leisten kann, ich begnüge mich mit einem Blick  nach oben und werde versuchen, die neuentdeckte Künstlerin nicht wieder aus den Augen zu verlieren.

(es) Al final quería saberlo y busqué en Internet: Diana, Gran Vía……. y encontré la respuesta en un artículo de El País del 19 de octubre de 2017. Os dejo aquí el enlace, para que lo podáis leer, si es que os interesa. Resulta que los dos teníamos razón: para mí era nueva, mis amigos ya la habían integrado en su imaginario cotidiano.

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(de) Hier noch ein Link zum Blog der Kunstschule La Palma,  mit weiteren Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven

(es) Aquí el enlace al blog de la escuela de arte de La Palma, con más fotos, detalladas y tomadas desde distintas perspectivas.

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4 days madrid _ VI

Ich weiss nicht, ob es euch auch so geht, wenn ihr andere Städte besucht, aber mich hat es nicht überrascht, dass mein Blick auf Madrid diesmal durch eine berliner Brille leicht getönt war. Nicht, dass ich beide Städte im Vergleich gegeneinander ausspielen würde. Das macht keinen Sinn, denn jede von ihnen steht für mich für einen Teil eines Lebens, für Erfahrungen, Menschen, Gefühle.

Aber ich bin mir nicht sicher, ob das Thema Fahrrad so viel Aufmerksamkeit bei mir geweckt, und meine Wahrnehmung derart auf bestimmte Dinge gelenkt hätte, wenn ich mich nicht derzeit zu den vielen Tausenden berliner FahradnutzerInnen zählen würde.

015Auch wenn ich es mir nach wie vor nicht zutrauen würde, in Madrid mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, find ich es faszinierend, wie viel sich in dieser Stadt verändert, damit sie irgendeinmal so werden kann, dass selbst ich mich sehen, wie ich gemütlich durch ihre Strassen radel.

011In den nächsten Monaten wird der Durchgangsverkehr in einen weiten Bogen um die Altstadt gelenkt. Das ist sicherlich ein heisses Eisen für die Lokalpolitik. Denn es wird nicht nur Zustimmung geben, unter den Bewohnern, den Inhabern von Ladenlokalen, Restaurants und dergleichen. Die nächsten Wahlen stehen im kommenden Frühling bevor. Auch wenn ich die Geschehnisse in Madrid nicht mehr mit so viel Interesse verfolge, seit ich in Berlin lebe, bin ich doch mit ihr verbunden, sei es auch nur weil es die Stadt ist, in der meine Kinder zur Welt gekommen sind. Und das meine ich nicht nur, hinsichtlich dessen, was auf ihrem Geburtsschein oder in ihrem Pass steht, sondern mich daran erinnernd, wo ich während der Schwangerschaft Erleichterung vor der Hitze gesucht und manchmal sogar gefunden habe; wo wir langgelaufen sind, auf dem Weg zum Krankenhaus, als die Wehen einsetzten; wo ich stille Eckchen zum gemütlichen Stillen fand und wir mit Freunden die ersten Kindergeburtstage gefeiert haben.

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Würden wir heute noch dort leben, dann wäre der voll im Renaturalisierungsprozess befindliche Flusslauf des Manzanares sicherlich einer der Orte, an dem wir hin und wieder unsere Picknickutensilien ausbreiten würden, um den Enten beim Schnattern zuzuhören, uns von den Moskitos stechen zu lassen und den Blick zu geniessen, der sich von hier aus auf einen Teil der Stadt bietet.

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Zu meiner Zeit war der Manzanares ein aufgestauert Kanal mit mehr oder weniger hohem Wasserspiegel, aber auf alle fälle ohne jedes Anzeichen von Vegetation. Auch hier streiten sich die gemüter. Die Anwohner klagen über die Mückenplage , die Kanufreunde über den Verlust der Übungssterecke. Ich finde, Madrid, das eh mit Grünflächen nicht übermässig bestückt ist, sollte froh sein, diesen Grünstreifen wiederzugewinnen, mit all seinen tierischen und pflanzlichen Bewohnern. Und ganz nebenbei ist dort eine lange Promenade zum Flanieren und Radfahren entstanden, die zumindest an dem Wochenende als ich dort war, extrem gut besucht war. Zumindest die Besitzer der Terrassencafés, denk ich mal, werden sich mit Kritik zurückhalten.

004005Blick auf Madrid
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4 days madrid _ V

Mit Ampelstatements kennen die BerlinerInnen sich natürlich aus. Wer hat nicht ein T-Shirt, einen Briefbeschwerer oder eine Ausstechform mit dem berühmt gewordenen Ampelmännchen-MIT-HUT. Aber auch in Madrid werden die Amplen zu mehr als nur zur Lenkung des Verkehrsflusses genutzt. Egal ob offiziell oder inoffiziell. Auf einer Ampel ruhen eben viele Augen, da geht kein Weg dran vorbei.

De „semaforo-statements“ saben los berlineses mucho. Quien no cuenta una camiseta, un imán, un pisapapeles o un molde con la forma del hombrecito CON sombrero entre sus enseres? Pero también en Madrid, los semáforos se han convertido, desde hace algún tiempo, en más que un simple elemento urbano de regulación del tráfico. No importa si de manera oficial o no. Se mire como se mire, a cualquier semáforo lo miran a lo largo del día miles de ojos.

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4 days madrid _ IV

025022023

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