
textil 474 _ Bramsche

Anlässlich der Ausstellung im Textilmuseum Bramsche, zu der ich euch herzlich einladen möchte, wurde im Museumsblog ein kleines Interview veröffentlicht, das ich gerne mit euch teile:
https://www.tuchmachermuseum.de/de/museum-blog/2019/03/14/8-fragen-andrea-milde
berlin _ 473
Knapp vor Toresschluß hab ich es doch noch geschafft, eine angenehm überschaubare Ausstellung in einem angenehm überschaubaren Museum zu besuchen. Eine Woche ist sie noch zu sehen. Wer kleine Formate mag, wer Kirchner mag und wer sich für die Bildwirkerei interessiert, hat einen guten Grund für einen kleinen Ausflug zum Brücke-Museum in den Südwesten Berlins……
Hier ein paar Schnappschüsse, aber wie immer ist es nur eine Gedankenstütze. Genießen kann man die Kunst nur vor Ort:






Als Weberin ist es immer eine besondere Freude, Bildwirkereien in einem Museum zu sehen. Wir wissen alle, dass das nicht jeden Tag vorkommt.








LG _ Lise Gujer ist die Weberin, die diese Teppiche nach Kirchners Entwürfen gewebt hat. Im Historischen Lexikon der Schweiz habe ich diese Kurzbiografie gefunden:
„6.12.1893 Zürich,
13.3.1967 Sertig (Gem. Davos), ref., von Zürich. Tochter des Rudolf, Fell- und Häutehändlers sowie Kantons- und Gemeinderats, und der Elise geb. Müller. Ledig. Ab 1915 wohnhaft in Clavadel (Gem. Davos). Ab 1922 erste Webarbeiten. Durch Jakob und Elsa Bosshart ergab sich der Kontakt zu Ernst Ludwig und Erna Kirchner, was G.s ganzes späteres Leben bestimmte. Erste Versuche, nach Entwürfen Kirchners verzahnte Wirkereien mit Leinenkette und farbigem Wollschuss herzustellen. Ab ca. 1924 grössere Arbeiten, die auch Kirchner befriedigten. 1940 Kauf des Hauses Gruoba im Sertig, Ausstattung mit Bildern und Möbeln von Kirchner. 1951 Wiederaufnahme der Webarbeiten. Neben Wirkereien nach Originalentwürfen Kirchners nun auch solche nach Aquarellen, Bildern und Kissen sowie Neufassungen erster Arbeiten in mehreren Exemplaren. 1999 umfassende Ausstellung im Kirchner Museum Davos.“
Wie gesagt, bis Ende März ist die Ausstellung noch zu sehen und sie ist wirklich einen Besuch wert.
berlin 472 _ rosa fundstücke
Am Jobcenter Lichtenberg
Auf dem Weg zur KulturMarktHalle
Im Mühlenkiez
Auf dem Weg zur KMH
berlin _ 471 _ spring is coming
Den Zitronenfalter, der mir heute auf dem Weg zur Atelierbesichtigung über den Weg geflattert ist, habe ich nicht erwischt, dafür aber das Rotkehlchen, das mich nach dem JobCenterbesuch mit seinem Gesang aufgemuntert hat.
schönen frühlingsanfang allerseits
470 _ KMH – Offenes Atelier
Es geht voran, langsam aber sicher. Die Kette ist auf die notwendige Breite gebracht und mehr oder weniger gleichmässig aufgerollt. Ein Luxus, mein Gastspiel in der KMH. Selten so viel Raum um uns herum gehabt, um den Webstuhl einzurichten. Das macht es um einiges leichter.








Und dann gibt es noch die helfenden Hände und Cindy. Sie hat die Fotos gemacht und wenn wir es schaffen, uns abzustimmen, dann wird es im Dezember eine wunderbare Foto- und Videodokumentation über die Entstehung des Berliner Teppich I geben. Ich freu mich!!!! Bleibt dabei!!!
469 _ KMH _ Offenes Atelier
Foto: Yaser Mohammad
468 _ KMH_Offenes Atelier
Und wieder einmal wird die Kette vom Baum gerollt. Diesmal, um sie „zu strecken“, sie soll insgesamt eine Webbreite von 180 cm bekommen, die der Höhe der fertigen Bildwirkerei entspechen wird. Also, alles runter, neu verteilen, auf gleichmäßigen Abstand bringen, und wieder aufgerollt.
Eine Frage der Geduld. Nicht gerade der aufregendste Teil der Arbeit, aber wichtig. Und ich persönlich mag diese langsame Annäherung, eine Art Einstimmen auf die kommende Selbstvergessenheit bei der Weberei. Eine kaum zu kontrollierende Vorfreude. Stundenlang könnte ich die Fäden sortieren.

Noch dazu an einem so wunderbaren Ort. Ab April nicht vergessen ab und zu in der KulturMarktHalle vorbei zu schauen und zur Augenzeugin, bzw. zum Augenzeugen zu werden. Die Entstehung einer Bildwirkerei sieht man schliesslich nicht alle Tage. 🙂
berlin _ 465 _ Tiny
Mit etwas Verspätung: Vergangenen Sonntag war ich am Mirbachplatz.

Der Besuch stand schon lange an, denn Pia Grüter, die ich kurz nach meiner Ankunft in Berlin am Bauhausarchiv kennen gelernt hatte, steht mit ihrem Tinyhouse, dem Mobile AIR – the tiny house Artist In Residence schon seit längerem dort, wir hatten uns schon des öfteren verabredet und immer wieder kam etwas dazwischen. ABER: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und so habe ich die Gelegenheit genutzt und bin der Einladung zum Stammfeuer gefolgt:
Und habe mir das Projekt angesehen, das dort bis Oktober dieses Jahres realisiert wird:


Wenn euch das Thema „Tinyhouses“ interessiert, ihr Fragen habt, gucken oder helfen, oder einfach nette Leute kennenlernen wollt, die euch gerne von ihren Wohn- und Lebensprojekten erzählen und ihre Erfahrungen mit euch teilen, dann schaut dort mal vorbei. Es gibt auch eine Fb-Seite, für diejenigen, die dort unterwegs sind.
Ich habe selbst bei meinem kurzen Besuch schon viel gelernt, z.Bsp über Fassadengestaltung mit Paletten.ROhholz und die Vorteile der Schwedenfarbe.
Oder über zusammenklappbare Tinyhäuser:
Also, wie gesagt, wer Interesse hat, findet hier immer jemanden, der gerne erzählt und Möglichkeiten die Tinyhausideen tatkräftig zu unterstützen.

textil _ 464
Gestern habe ich einen kleinen Schatz aus meiner Kiezbuchhandlung abgeholt. Bin so glücklich. Es ist absolut spannend und höchst empfehlenswert. Und solch ein wunderbarer Titel: Man darf auch weben, was man nicht sieht. Ohne hier eine Polemik über Sprachgebräuche vom Zaun brechen zu wollen, würde ich heute einfach mal schreiben: Frau darf auch weben, was man nich sieht.
Danke, Dagmar, für den Tipp, denn ich kannte Ingrid Wiener bisher nicht.



textil _ 463 – bramsche
Auch wenn es noch etwas „hin“ ist, möchte ich euch alle schon mal wissen lassen, dass die Eröffnung meiner nächsten Ausstellung im Tuchmachermuseum Bramsche am 5.04. 2019 stattfindet. Ihr seid natürlich herzlich eingeladen, auch wenn es für viele von euch ein Stück Weg bis dorthin ist.

berlin _ 462 _ KMH
Einige Tage ist es schon her, dass mein Webstuhl erneut ein Gastspiel begonnen hat. Diesmal wird es ein längeres werden. So hoffe ich jedenfalls. Damit beginnt auch ein neues Kapitel für mich hier in Berlin, das jetzt schon verspricht, extrem spannend zu werden.

Das erste offene Atelier in der KulturMarktHalle wird textiler Natur sein. Das macht mich ganz besonders glücklich.
Ab April werde ich endlich wieder eine großformatige Arbeit in Angriff nehmen können. Dort, wo bisher der Webstuhl stand, befindet sich jetzt mein Zeichenbrett. Morgen startet die Entwurfsarbeit.

Zeitgleich werde ich in den nächsten Tagen den Webstuhl einrichten. Saer und Hans haben für ihn einen fahrbaren Untersatz gebaut. Da die Halle vielen sehr unterschiedlichen Aktivitäten Raum bieten soll, kann der Webstuhl nicht einen bestimmten Bereich dauerhaft in Beschlag nehmen. Manchmal muß er sich sogar „unsichtbar“ machen. Auch dafür hat sich schon eine Nische gefunden. Als wenn es gar nicht anders hätte sein können.

Ab April, bis voraussichtlich Ende des Jahres werde ich also weben, mal im Café, mal in der Halle. Auf jeden Fall immer offen für Besuche. Und auf jeden Fall mit einem Fest zur Abnahme der fertigen Arbeit. Gerne immer mal wieder vorbei kommen und nachsehen, wie der Stand der Dinge ist.
Vor zwei Tagen habe ich Frau Jeschke kennen gelernt. Sie hatte mich im Internet ausfindig gemacht und war neugierig geworden. Ihr verdanke ich nicht nur ein sehr herzliches Gespräch, sondern auch das folgende Foto, das sozusagen den Anfang der Dokumentation dieses Experiments darstellt. Wie immer werde ich euch auch diesmal auf dem Laufenden halten.

berlin _ 461 _ spring is coming IV

berlin _ 460 _ fundstücke
Bis auf das GRAU. Bald wird es viele von ihnen nicht mehr geben.
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Nicht immer muss es der Sprung eines Tigers sein.
Aber der nächste Frühling kommt bestimmt.
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Leider. Einmal mehr war es ein rechtsabbiegender Lkw.
Mahnwache für getötete Radfahrerin
Donnerstag, 21.2., 17:30 Uhr
Karl-Marx-Allee/Otto-Braun-Straße (direkt am Alex)
„Am 20.2.2019 kam es in Mitte zu einem tödlichen Unfall zwischen einer Fahrradfahrerin und einem Lkw-Fahrer, der nach rechts abbog. Der ADFC Berlin hielt am 21.2. gemeinsam mit Changing Cities eine Mahnwache an der Unfallstelle ab und stellte ein weißes Geisterrad auf. Unter dem Motto Vision Zero wird nicht nur mehr Rücksicht und Vorsicht von allen Verkehrsteilnehmenden gefordert. Der ADFC verlangt auch, dass die politisch Verantwortlichen mehr für den Schutz von Radfahrer:innen und Fußgänger:innen tun!
Die 37-jährige Frau ist die erste getötete Radfahrerin in diesem jahr. Unfälle mit rechts abbiegenden Lkw gibt es immer wieder, im Schnitt wird jeder dritte tödliche Radunfall von einem Lkw verursacht. Politik muss handeln!“
HIER noch einmal die Forderungen zur Vermeidung solcher Unfälle.
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Fotokopierladenüberraschungsbegegnungen
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Eswerden wohl weinger, aber sie werden nicht ganz verschwinden. Ich liebe sie, die Litfaßsäulen.

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Mein erstes Mal. Gestern. Im Willy Brant Haus. Erinnerung an ein anderes erstes Mal: das Frauenwahlrecht. Immer wenn ich auf der Zeitleiste der Menschheit einen Blick in die Vergangenheit tu, wird mit schwindelig bei dem Gedanken, wie lange bestimmte Menschengruppen anderen Menschengruppen die Gleichstellung verwehrt haben und wie viel Energie, Tränen und oft auch Blut es gekostet hat, einen Schritt in die Richtung hin zu einer Gesellschaft zu tun, in der Gleichstellung aller Menschen eine Selbstverständlichkeit ist. Jede Gleichstellung, egal ob zwischen Mann und Frau, alt und jung, von hier oder von dort….. Noch schwindeliger wird mir allerdings beim Blick um mich herum, wenn ich sehe, wohin die Reise im schlimmsten Falle gehen könnte, und wohin ich nicht gehen möchte…..
Anlass für meinen Besuch war die Eröffnung der Ausstellung : STIMMEN!
100 Jahre Frauenwahlrecht. Künstlerinnen des Frauenmuseums Berlin melden sich zu Wort.

Gestern war es zu voll, um in die ausgestellten Werke in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Ist ja auch Teil der Aufgaben einer Eröffnung. Und es wird nicht mein einziger Besuch dort gewesen sein. Aber ich habe doch einen kleinen Stapel Postkarten mit heim genommen, die im Rahmen einer partizipativen Aktion alle Besucher einladen ihre Gedanken, Wünsche und Forderungen aufzuschreiben. Drei davon sind meine klaren Lieblinge:
Sie werden sicherlich im Briefkasten landen, unter anderem mit einer Forderung, die ich als Frau, als Lebensgefährtin, als Mutter und als Künstlerin nicht oft genug stellen kann, weil ich davon überzeugt bin, dass es eins der vielen Werkzeuge sein kann, das uns hilft, auf dem Weg zur Gleichstellung ein Stück voran zu kommen:
Das BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN.
Übrigens: die Ausstellung läuft bis zum 24. März, Öffnungszeiten: Di-So 12-18 Uhr. Und wie es solche Orte manchmal so an sich haben: Eitritt ist frei, aber Ausweis nicht vergessen.
berlin _ 453 _ spring is coming III
Stadtpark Lichtenberg
berlin _ 452 _ spring is coming II


Jedes Jahr aufs Neue berührt mich diese Mischung aus Zartheit und Wagemut. Wie sehr habe ich sie all die Jahre in Spanien vermisst.
2010, schon auf dem Land, mit kleinem Garten, habe ich versucht, ein Schneeglöckchen und Krokuss-Labyrinth anzulegen. Aber Boden und Klima waren diesem Vorhaben nicht wohl gesonnen und haben mich mit meiner Sehnsucht allein gelassen.
berlin _ 451 _ spring is coming I
[wpvideo TmuCC6SQ]
450_textil
Es ist ein Blick in den Frühling, und scheint noch weit weg, aber wir wissen ja, wie die Zeit vergeht, und da eine verbindliche Anmeldung erforderlich ist, und eine Mindestteilnehmer*innenzahl erfüllt werden muss, um den Kurs stattfinden zu lassen, fang ich schon mal mit meiner kleinen Webekampagne an.
Gerne lesen, anmelden, weiterempfehlen!!!

Von der Akelei bis zum Zauberglöckchen – Blumen waren als Färberpflanzen und symbolische Bedeutungsträger ein wichtiges Thema in der Bildweberei. Auf den Spuren dieser Tradition wollen wir uns durch die Blumenpracht im Frühling inspirieren und die Idee des Tausendblumenteppichs wieder aufleben lassen. Auf mobilen Webrahmen werden wir kleine Bildteppiche weben – wenn das Wetter es erlaubt, auch draußen auf der Wiese. Der Workshop mit der Bildweberin Andrea Milde ist sowohl für AnfängerInnen als auch für TeilnehmerInnen mit Vorkenntnissen geeignet.
Verbindl. Anmeldung bis zum 18.04.2019:
Tel. 0 54 61/94 51-0 oder E-Mail: info@tuchmachermuseum.de
berlin _ 449 _ kmh

Irgendwie sind wir im Museum Kesselhaus im Dezember vergangenen Jahres auf den Geschmack gekommen, mein Webstuhl und ich, und haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt, als sie sich uns bot. Es gibt ein neues Gastspiel für uns beide, diesmal etwas länger, und mit einem großformatigen Projekt. In der Kulturmarkthalle.
Nuestra estancia en el Museum Kesselhaus en diciembre del año pasado nos ha abierto el apetito, a mi telar y a mi. Y no hemos podido resistir a la invitación de la Kulturmarkthalle de establecernos ahí. Esta vez para una temporada completa, calculo que hasta final del año. Y con el proyecto del primer tapiz berlines basado en un boceto mio.

Jetzt werden wir noch einen kleine Plattform bauen, damit man den Webstuhl nach Bedarf von hier nch dort schieben kann, je nachdem, was sonst noch in der Halle geschieht. Mit den helfenden Händen und dem Know-How von Hans und Saer ist das ein Klacks. Wenn’s soweit ist, sag ich euch Bescheid, denn so wie ich das sehe, ist es ein guter Anlass für ein Gläschen Sekt.
Ahora queda construir una plataforma para poder mover el telar fácilmente de un lugar a otro, en función de lo que pasa en la sala y de los espacios que se necesitan. Pero para eso tengo las manos amigas y el saber hacer de Hans y Saer, así que eso no debe ser un problema. Os mantendré al corriente. Y, o puede ser de otra manera, aprovecharemos esta ocasión que nos brinda la vida, la fortuna, la KMH y su gente, para celebrarlo con una copita de cava.

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Einsteinpark _ Nähe KMH _ Mühlenkiez _ Pankow _ Berlin.
Wir schauen uns um nach interessanten Orten für die Vortreffen zum WWKIP-Day an der Kulturmarkthalle. Tja, Formeln und Stricken, das passt doch, wie die Faust aufs Auge.
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Derzeit ein Thema in Berlin: die Litfaßsäulen.











Gesehen: U-Bahnhof Lichtenberg.








