berlin _ 659 _ QuarantäneTag20

Schöne Dinge zu CORONAzeiten:
Gerade habe ich einen Blitzbesuch bekommen in der KMH-Künstlerresidenz. Lange genug, um ein paar liebe Worte zu wechseln und dankbar ein Care-Paket entgegen zu nehmen. Das macht das Herz froh und die Zeit der Zurückgezogenheit leichter.

Bellas cosas en tiempo del CORONA:
Acaba de pasar una visita fugaz por la KMH-Artist-Residence. Suficientemente larga para intercambiar unas palabras cariñosas y recibir un paquete de cuidados intensivos. Cosas que alegran el corazón y alivian el confinamiento.

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berlin _ 658

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Ganz anders als gedacht, gehofft, erwartet zieht der Frühling dieses Jahr ins Land und ausgerechnet jetzt, wo uns viel Zeit bliebe, um ihn zu genießen, sind wir im Bann eines virulenten Kerls namens CORONA.

Ich persönlich habe meine Selbstisolierung umgetauft in Künstlerresidenz und versuche durch die Arbeit an meinem Teppich das innere Gleichgewicht zu halten und mit Gelassenheit durch diese turbulente Zeit zu kommen.

Ich wünsche uns allen, dass wir gesund bleiben, dass wir die Muße nutzen, um jetzt schon zu überlegen, wie unsere Normalität nach der Pandemie aussehen könnte. Denn irgendwann wird sie vorbei sein. Und der Alltag danach wird nicht mehr so sein wie vorher. Dieser Ausnahmezustand verändert uns alle, die einen mehr, die anderen weniger, und jede und jeden auf eine andere Weise.

Aber in all dem steckt auch eine Chance zu einem Neubeginn. Und den sollten wir versuchen mitzugestalten, so gut es eben geht und jeder von uns versteht.

 

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berlin _ 657 _ textil in CORONAzeiten

Heute habe Heike und ich eine Sondersession der Textilwerkstatt abgehalten.

Nachtigall ich hör dich trapsen, oder, wie die Spanier sagen: wenn du siehst, wie deinem Nachbarn der Bart abgeschnitten wird, dann mach deinen schon mal nass.

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Auch wenn hier in Deutschland von einer Ausgangssperre nach wie vor nicht die Rede ist, läuft alles zunehmend darauf hinaus. Laut der am 23. März in Kraft getretenen Verordnung müssen sich alle Berliner „ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft“ aufhalten, um Kontakte zu beschränken und so eine Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie Arztbesuche, den Einkauf, das Gassi-Gehen mit dem Hund oder Sport und Spaziergänge an der frischen Luft. Dazu muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt sein, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im Freien sind verboten. Bei Familien darf die Gruppe größer sein.

Mit Blick auf das kommende gute Wetter und die bevorstehenden Osterferien bin ich sehr gespannt, wie die Berliner:innen sich verhalten werden. Was wohl auf uns zukommen wird, auch wenn ich dem mit sehr zwiespältigen Gefühlen gegenüberstehe, ist die Pflicht, in bestimmten Situationen das was jetzt „Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmaske“ , oder sexy BMNS, nennt, zu tragen. Beim Einkaufen, in den Öffentlichen… Bisher sind sie selten zu sehen auf den berliner Strassen, aber das kann sich ganz schnell ändern. Und es mag sein, dass es der Preis ist, um eine Ausgangssperre zu vermeiden.

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Ich geb es zu, beide, Heike und ich, haben uns nicht vorbehaltlos an die Arbeit gemacht. Aber wir wollten es trotzdem ausprobieren, das Nähen und das Tragen. Wir haben die zwei wohl gängigsten Modelle ausprobiert, die Variante mit Falttechnik und die Körbchenvariante, Überzeugt hat und keine wirklich. aber was tut man nicht alles, wenn einem dadurch die Möglichkeit bleibt, sich aus dem Haus zu begeben, wenn es wirklich sein muss.

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Mir wird es sehr schwer fallen. Zumal es wärmer werden soll. Und ehrlich gesagt finde ich das Ganze nicht besonders hygienisch. Aber gut. Vielleicht geht es wirklich einfach nur um das

#BesserAlsNix. Oder?!

 

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berlin _ 656

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Gestern, 1.April 2020, haben wir unseren 27. Hochzeitstag gefeiert. 27 Jahre gemeinsames Leben, Kämpfen für gemeinsame Ziele, Teilen gemeinsamer Freunden und Leiden, gemeinsamer Anstrengungen und Vergnügungen…. Wie das halt so ist, wenn man irgendwann die Verbindlichkeit übernimmt, gemeinsam einen Lebensweg zu gehen, von dem niemand weiß, wo er hinführen wird.

Ich habe meinen Lebensgefährten immer an meiner Seite gewußt, selbst in der Zeit, in der wir räumlich getrennt waren. Kann immer auf jemanden zählen, der bereit ist, mich so zu nehmen, wie ich bin, nämlich untrennbar von meiner Kunst. Das ist sicher nicht immer einfach, grenzt manchmal vielleicht an eine Zumutung, hat auf alle Fälle auch die ein oder andere Entbehrung  mit sich gebracht.

Das ist ein unglaubliches Geschenk, für das ich dankbar bin, dem Leben, das dafür gesorgt hat, dass sich unsere Wege vor 28 Jahren auf einer Geburtstagsfeier in Madrid gekreuzt haben, und diesem ganz besonderen Menschen, der mit Großzügigkeit, Gelassenheit und Geduld all diese Hochs und Tiefs an meiner Seite bereits 27 Jahre lang aushält.

Danke, Juanjo.

 

 

 

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berlin _ 655 _ QuarantäneTag12

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222549455705809/

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No sé cuanto tiempo hace que no hemos hablado, Carmen Comadrán y yo. Cierto, de pantalla a pantalla, pero hemos compartido las miradas, las risas, los gestos y el timbre de nuestras voces.

Y al final, va Carmen y me regala este bello canto.

Miles de gracias. Ánimo de confinamiento a confinamiento. Y que la vida nos regale pronto la oportunidad de abrazarnos.

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berlin _ 654 _ Offenes Atelier in der KMH

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berlin _ 653 _ QuarantäneTag10

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222522451110711/

Ihr Lieben, ein Gruß aus der Isolierung, die gleichzeitig eine Herausforderung und eine Chance ist.

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Auch die Sonne malt ihre Rauten auf der Kette.

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berlin _ 652 _ QuarantäneTag9

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Inmitten der Wogen…. eine große Ruhe und konzentriertes Arbeiten am Webstuhl.

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berlin _ 651 _ QuarantäneTag 8

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222501462146000/

Ich habe beschlossen, mich auf die positive Seite der derzeitigen Situation zu konzentrieren. Die negative liegt eh nicht in meiner Macht.

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Bisher vermeidet es Deutschland, die Ausgangssperre zu verhängen. Eine durchaus umstrittene Haltung, unter den Bewohnern im Land, und wahrscheinlich auch europaweit.

Ich habe in der vergangenen Woche versucht, mein eigenes Gleichgewicht zu finden. Bin von A (Zuhause) nach B (KulturMarktHalle) und wieder zurück, auf dem kürzesten Weg, ohne mich aufzuhalten, ohne mich festzuhalten. Darauf bedacht Abstand zu halten und immer mit besonderer Wachsamkeit diese zwei Fortsätze im Auge behaltend, die bis vor wenigen Tagen noch meine Hände waren und sehr unbeaufsichtigt in Aktion traten; die heute aber unter Dauerverdacht stehen nichts anderes zu tun, als Viren hier oder dort abzugreifen.

Inzwischen ist die Fahrt von A nach B nach A nicht mehr wirklich witzig und ich überlege ernsthaft, die freiwillige Quarantäne konsequent einzuhalten: zusammen mit meinem Webstuhl.

Wenn das übliche gesamtgesellschaftliche Zeitmanagement ausser Kraft tritt, dann herrschen gute Zeiten für ganz besondere Dinge. Da sollten wir ein Augenmerk drauf haben.

Wer sich fragt, welch wunderbare Musik man hört:

https://www.youtube.com/watch?v=rB2pOGaaHAY

 

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Heute ist der Tag der Poesie. Ich lese gerne Gedichte hab es aber nie geübt, sie vorzulesen. Eine meiner allerliebsten Lyrikerinnen ist Mascha Kalekó.

Hier, zwei wunderbare Vertonungen. Geniesst sie.

Chanson von der Fremde

Die Fremde ist ein kaltes Kleid
Mit einem engen Kragen
Ich hab´s mit meinem Koffer oft
Im Leben schon getragen.
Als Einzelgänger von Natur
Wohn ich nicht gern zu Gaste
Ich hause lieber unterm Dach
Als fremd im Prunkpalaste.
Ich reise ohne Stock und Hut
Und tanze aus dem Reigen
Wenn einer eine Reise tut
Dann kann er viel verschweigen.
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berlin _ 649 _ QuarantäneTag7

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Was tun wir Weber*innen  in Zeiten des CoronaVirus? Wir weben, wir weben.

Aber kein Leichentuch, sondern das Leben. Bunt und dicht, und voller Zuversicht.

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berlin _ 648 _ QuarantäneTag 6

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222464342138023/

 

Tag 6 #DasLebenindenZeitendesCORONA. Was tut frau nicht alles um die turbulente Zeit gut und gemeinsam zu überstehen. Lasst euch nicht unterkriegen. Va por tí Lea Sánchez Milde, que de dar abrazos a distancia sabemos un montón.

🙂 Sonst habe ich es immer anders herum gemacht: Erst Blog, dann Fb. Tja, mein Speicherplatz geht zur Neige und ich werde mir ernsthaft überlegen müssen, was tun. Neuer Blog? Oder ist endlich, endlich der Moment gekommen, eine neue Website zu gestalten? Zeit gibt es ja jetzt theoretisch  ne Menge, wenn…….. wenn da nicht die Arbeit am Webstuhl wäre.

Übrigens: Henriette Bimmelbahn ist von James Krüss und die wunderbaren Bilder stammen von Lisl Stich.

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P1460225Auch das geht während der freiwilligen Quarantäne.

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Tag 4. Dazwischen geschoben, aus aktuellem Anlass. Inzwischen werden die Stimmen immer lauter, die eine Lösung für die finanziellen Einbußen fordern, die vielen Menschen in diesen Tagen und den kommenden Wochen, wenn nicht Monaten, aus der Corona-Krise erwachsen. Freiberufler aller Sparten, Künstler, Kleinunternehmer…. Und immer häufiger fällt in diesem Zusammenhang das „Bedingungslose Grundeinkommen“. Sollte es tatsächlich sein, dass da, wo die innere Motivation und der Wille bisher fehlte, jetzt ein virulenter Gesell namens COVID-19 den Politiker*innen gar keine andere Wahl mehr läßt?

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Hier der Link zur Petition bei Change.org

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Und hier zur Initiative #Helfen stattHamstern von  MeinGrundeinkommen

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Ihr Lieben, das Leben geht weiter, gedämpft, aber es geht. Die Berliner:innen verhalten sich sehr unterschiedlich, einige extrem verantwortungsbewußt, andere vollkommen orientierungslos, auch hier wird gehamstert, gehomeofficet, gefragt und gezweifelt. Ich denke, das liegt in der Natur des Menschen.

Die KMH hat die Türen geschlossen. Dort steht mein Webstuhl. Morgen werde ich mich auf den Weg dorthin machen, wenn das weiterhin möglich sein sollte Auch hier können die Maßnahmen jederzeit verschärft werden. Niemand weiß das so genau.

Derweil lese ich weiter. Heute noch ein wenig aus Marianna Lekys „Was man von hier aus sehen kann“, weil es wirklich ein wunderbares Buch ist.

Morgen „Verloren im Labyrinth“. Paßt auf euch auf.

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berlin _ 642 _ QuarantäneTag 2

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Tag 2. Wenn ich Musik machen könnte, dann…… Kann ich aber nicht. Deshalb lese ich. Für euch. Ein Gruß. Aus der selbstauferlegten berliner Halbquarantäne. Paßt auf euch auf. Laßt euch nicht unterkriegen. So lange ihr und eure Lieben gesund seid, was ich sehr hoffe, gibt es so vieles zu tun.

Bewahrt Ruhe, in dieser turbulenten Zeit. Auch die geht vorbei.

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berlin _ 641 _ QuarantäneTag 1

Tag 1. Freiwillige Quarantäne. Es wird ernst, auch in Berlin. Alle fühlen wir uns glaube ich etwas überrumpelt und versuchen uns auszupendeln zwischen dem Gefühl kollektiver Panik um uns herum, der viele von uns eher mit Abwehr gegenüberstehen, und der gebotenen Vorsicht und kollektiver Verantwortung, die wir gerne mit tragen wollen.

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Ganz davon abgesehen, dass ich wirklich hoffe, dass die Zahl der zu beklagenden Opfer des Virus so klein wie möglich bleibt, und ich scheu mich nicht ehrlich zu sein und an die „Meinigen“ zuerst zu denken, an Familie, Freunde und Bekannte, hier in Berlin, in Deutschland, in Madrid, in Spanien……

…..abgesehen also DAVON, hat die Quarantäne eben auch positive Seiten, nämlich all das aufzuarbeiten, was seit Ewigkeiten keine Zeit und keinen  Raum findet, sich gegen die Wucht des Alltags nicht durchzusetzen vermag.

Tag 1 ist daher  diesem wunderbaren isländischen Film gewidmet. Derzeit in der Mediathek der ARD zu sehen. Leider nicht in der Originalfassung, sondern Deutsch synchronisiert. Aber immerhin. Lea hatte ihn mir schon  seit einer kleinen Ewigkeit empfohlen, wohl wissend um meine Liebe für den isländischen Film.

Heute habe ich meine eigene Quarantäne damit begonnen. Irgendwie passend. Geht es doch um Krankheiten, um Ansteckung, um Einsamkeiten und um Zusammenhalt.

Absolut empfehlenswert. Bis zum 12.04.2020 verfügbar.

 

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Eigentlich wollte ich endlich meine Blogbeitrags-To-Do-Liste abarbeiten. da hat sich vieles angesammelt, angefangen bei meiner KUBUS-Bau-Erfahrung, über den Ausstellungsbesuch in Frankfurt, den Frauenkampftag, ………

Eigentlich sollte ich auch heute gar nicht am Computer sitzen können, sondern einen Bildwirkerei-Kurs an der VHS Tempelhof-Schöneberg geben.

ABER auch hier, wie wohl inzwischen überall, beherrscht COVID 19 unseren Alltag, unser Denken und unser Tun.

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Abgesehen davon, dass ich diesen Gesell unter rein ästhetisch-forschenden Aspekten durchaus attraktiv finde, denke auch ich, dass es unser aller Verantwortung ist, seine Verbreitung so weit wie möglich zu entschleunigen.

Gerne tu also auch ich das Meinige dazu, gerne übernehme ich, wie viele Tausende von Menschen, die nicht unbedingt zu der Risikogruppe gehören, aus einem solidarischen Bewußtsein heraus meinen Teil der kollektiven Verantwortung.

Gerne würde ich aber auch darüber nachdenken, wie sich diese Einforderung der kollektiven Solidarität derzeit gestaltet, bzw. wie gleich oder ungleich sie verteilt wird.

Wenn wir dem Aufruf verantwortungsvoll nachkommen, dann heißt das für viele eine Ungewissheit hinsichtlich ihres  Verdienstes. Viele werden nur einen Teil ihres Gehalts bekommen. Für diejenigen von uns, die wir freiberuflich arbeiten, uns also nicht in einem festen vertraglichen Arbeitsverhältnis befinden, heißt das: Kein Arbeitseinsatz, kein Geld.

Ich weiss, dass in meinem Fall die VHS berlinweit sich darum bemühen werden, eine für alle tragbare Lösung zu finden. Aber das ist nur die eine Seite.

Die andere bestünde für mich in einer Neuformulierung des Solidarbeitrags der Gesamtgesellschaft, z. Bsp. in dem Sinne, dass:

# Wie in Spanien bereits gefordert, eine Freistellung für Freiberufler von allen Beiträgen (für Krankenkasse, Rentenversicherung, etc.) in diesem Monat des Verdienstausfalls durchgesetzt wird;

# Ein Solidaraufruf auch an all diejenigen geht, die als Immobilienbesitzer zum Beispiel auf einen Teil der Miete verzichten könnten;

# Ein Solidaraufruf an die großen Lebensmittelketten gehen könnte, deren Kundschaft in dieser Zeit über geringere Einkommen verfügen wird;

# an die Banken und Kreditinstitute gehen könnte, die sich so gerne an uns bereichern, um einen Solidaritätsfond zu gründen, der die laufenden Kredite abdeckt, deren Zahlung  für viele gerade eine große Herausforderung darstellt.

# ein Solidaritätsaufruf die Pharmaindustrie gehen könnte, die sich -wenn auch wohl eher unfreiwillig- an der Coronakrise bereichert;

# an all diejenigen gehen könnte, die sich durch unsere in dieser Zeit sicherlich steigende Nutzung digitaler Medien eventuell bereichern…

# ……..

Ich wollte nur mal laut denken.

UND: Vielleicht ist das „allergefählichste“ des CORONAVirus gesamtgesellschaftlich gesehen (und dass mich niemand falsch versteht, es liegt mir fern, die Verluste an Menschenleben die er mit sich gebracht hat und leider wohl noch mit sich bringen wird, bis wir ihn unter Kontrolle bekommen nicht banalisieren) die ungesuchte aber fast aufgezwungene Entschleunigung unseres Alltags und die damit verbundene Verfügbarkeit von Zeit, die wir dazu nutzen könnten, über wesentliche Dinge nachzudenken, für die wir sonst so oft „keinen Kopf“ haben.

Aber auch Zeit ist ein zweischneidiges Schwert und will wohl genutzt werden.

Also lasst uns diese Zeit als ein Geschenk verstehen, nicht als einen Verlust. Lasst uns kreativ, konstruktiv, liebevoll sein, lasst uns achtsam sein und helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Und lasst uns dankbar sein all denen gegenüber, die in solchen Krisenzeiten besonders gefordert werden und ihr Bestes tun, um überall dort, wo der Coronavirus derzeit die Oberhand bekommen hat, gegen ihn zu kämpfen und seiner Herr zu werden.

 

 

 

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berlin _ 639 _ #KMH

001#KMH_KUBUS

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berlin _ 638 _fundstücke

002So, let us fight and then make the party.

 

 

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berlin _637 _ textil

Kurs März 2020

Jemand sagte mir vor vielen Monaten: Aushalten, das braucht seine Zeit! Mehr als einmal habe ich mich an diese Worte erinnert. Zugegebenermaßen öfter, wenn ein Kurs NICHT stattfand, als wenn er es tat. Das liegt hoffentlich in der Natur des Menschen und nicht an meiner negativen Energie.

Um so mehr überrascht und freut es mich, dass ich diesmal nicht nur NICHT bis einen Tag vor Anmeldeschluss bangen muss, ob die Hürde der Mindestteilnehmerzahl überwunden wird, oder eben nicht. Sondern dass der Kurs am kommenden Wochenende tatsächlich ausgebucht ist. Wer hätte das gedacht?!

Nun jene Jemand würde sich wohl NICHT wundern. Mir eher schmunzelnd zunicken. DANKE!

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Übrigens gibt es beim folgenden Kurs noch 5 freie PLÄTZE. GERNE weitersagen!

Es gibt wenig, das mir mehr Spass macht, als anderen Menschen meine Liebe zur Bildwirkerei nahe zu bringen und der Versuch, das Feuer, das in mir brennt weiter zu geben.

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berlin _ 636 _ fundstücke

001Bahnhof Lichtenberg

 

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berlin _ 635 _ offenes atelier in der KMH

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Nicht so oft, wie ich mir wünschen würde.
Nicht so viel, wie ich mir vorgenommen habe.
ABER aussehen tut es, wie es soll.

An solchen Tagen wir gestern, an denen ich die Grätsche schaffe zwischen dem Trubel der KMH und der Ruhe am Webstuhl, bin ich FAST glücklich.

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berlin _ 634 _ fundstücke

Geometrie

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SEEBRÜCKE rief heute auf zu einem bundesweiten Aktionstag unter dem Motto:

#WirHabenPlatz

#WirHabenPlatz  Aufnahme jetzt ermöglichen!

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Worum es geht? Die Evakuierung Minderjähriger aus griechischen Lagern zu fordern. Was wir tun: Auf die Straße gehen und gemeinsam die laute Botschaft senden:

Wir wollen aufnehmen! Wir sagen, es ist Zeit für Druck auf der Straße! JETZT ist die Zeit der Zivilgesellschaft gekommen, den Widerstand des Bundesinnenministeriums zu brechen und tatsächlich endlich Menschen aus Lagern nach Deutschland zu evakuieren. Kommunen und Länder müssen zusätzliche Menschen eigenständig aufnehmen dürfen!

Gemeinsam für die Aufnahme Minderjähriger aus griechischen Lagern!

Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben, egal woher sie kommen, wo sie bleiben und wohin sie gehen wollen!

 

Es ist für mich immer wieder ermutigend mich Teil einer Gruppe von Menschen zu fühlen, die engagiert für das eintritt, was sie wichtig und richtig findet. Dafür auf die Straße geht, immer und immer wieder.

Es ist auch ermutigend für mich, zu sehen, dass bei solchen Gelegenheiten die unterschiedlichen Generationen gemeinsam gehen, friedlich, aber stetig…., immer und immer wieder für Rechte streitend, die absolut selbstverständlich sein sollten, und die trotzdem zu oft  beschnitten, gebrochen, ignoriert werden.

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Wachsam sein, immer. Das scheint unsere Aufgabe zu sein. Wachsam und bereit, wann und wo auch immer einzutreten für unsere Überzeugung, dass kein Mensch illegal ist, dass jeder Mensch ein Recht hat auf ein menschenwürdiges Leben.

Danke an alle, die Seebrücke tragen, für den langen Atem, für den Impuls den sie geben, um wichtige Themen nicht aus dem Sinn zu verlieren, nur weil wir sie  nicht direkt vor Augen haben.

 

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Hier zwei Redebeiträge vom Samstag, 8.02.2020:

[wpvideo 0ikEZuxS]

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Eine lange Tafel war vor dem Bundestag aufgebaut. Die freigehaltenen Plätzen haben das Motto #WirHabenPlatz auch symbolisch dargestellt.

DANKE an alle, die SEEBRÜCKE auch  finanziell unterstützen.

SEEBRÜCKE nutzt die Spenden um sich auf politischer Ebene für sichere Fluchtwege und Sichere Häfen stark zu machen und eine gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen. Alleine in den letzten sieben Monaten habt SEEBRÜCKE mit den Spenden tausende Aktionen realisieren können und sich lauthals dafür eingesetzt, dass Migration ein Menschenrecht ist und Seenotrettung eine Pflicht.

Schaut mal auch die WEB-Seite, dort findet ihr weitere Information.

Mensch Mensch Mensch e.V.
IBAN: DE07430609671167120503
BIC: GENODEM1GLS
Bankname: GLS Gemeinschaftsbank

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001002FebruarVollmond, heute in Berlin. Nach der Demo  #WirHabenPlatzAufnahme jetzt ermöglichen!, organisiert von SEEBRÜCKE-Berlin.

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Vergangene Woche hatte ich meine erste Tiny-Bau-Erfahrung. Wir haben in der KMH unter Anleitung von Joschka, von tinycollective.org einen Kubus gebaut. Ein Raum im Raum, 3 x 3 m Grundfläche. Ich habe das Auskehr-Ritual übernommen, damit der Raum bereit ist für all das, was er leisten soll und kann: Ruhe, Schutz, Wärme, Geborgenheit, Konzentration, Beschaulichkeit zu geben…….

Ich werde euch berichten. Es war eine intensive und lehrreiche Woche und eine motivierende Erfahrung.

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berlin _ 630

https://www.facebook.com/xrberlin/videos/623973398380574/?t=19

So unglaublich ermutigend.

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