großschönau _ 1208 _ wanderung

An der Mandau entlang _ Teil II

Liegt man mitten am Flußlauf, wie das bei Großschönau und der Mandau ja der Fall ist, dann hat der Fluß, wie die Wurst, zwei „Enden“. Das eine führt, wie bereits berichtet,  ins Böhmische, das andere nach Zittau.

Also ging meine zweite Wanderung Richtung Zittau, immer an der Mandau entlang. Ein wunderbarer Weg. Da ich erst am späten Nachmittag aufbrechen kann, lag mein Ziel nicht ganz so weit entfernt:

Hainewalde. das sind ca. 6 km vom Museum in Großschönau aus. Und Hainewalde hat etwas besonderes zu bieten:

 

Wie wir aus WIKIPedia lernen können, hat der königlich-preußische Kammerherr Samuel Friedrich von Kanitz das „Neue Schloss“ zwischen 1749 und 1755  im Barockstil  in den Talhang der Mandau errichten lassen. Vom Talgrund führt eine Terrassenanlage mit fünf Absätzen zum Hauptgebäude des Schlosses. Das Hauptportal wird von toskanischen Säulen gestützt, der Schlussstein zeigt das Doppelwappen der Familien von Kanitz und von Kyaw. Zwei Seitenflügel bilden einen Vorhof zum Hauptgebäude. Auch der am Hang gelegene Schlossgarten war mit Gartenteich, Hecken, Mauern, Gärtnerei, Orangerie und mehreren Pavillons im barocken Stil gestaltet. Zum damaligen Zeitpunkt hatte das Schloss den Beinamen Sanssouci der Oberlausitz.

Geblieben ist eine große Herausforderung für den im Jahre 2000 gegründeten „Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e. V.“ . 2007 begannen dank seiner Initiative die Sanierungsarbeiten des Ostflügels. Die Zukunft wird zeigen, ob all die Bemühungen des Vereins, interessierter Menschen, verantwortlicher denkmalpfelgender Institutionen auf lokaler, regionaler und welcher Ebene auch immer zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Wiederbelebung dieses Gemäuers führen. Potential hat es.

Wie im Leben, so auch im Tod.

Selbstredend spiegelt sich die Bedeutung Derer von Kanitz und von Kyaw auch in der Begräbnisstätte wider. Bis in den Tod hinein soll deutlich sein, wer gleicher ist unter Gleichen.

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großschönau _ 1207 _ wanderung

An der Mandau entlang _ Teil I

Die Mandau meandert durch Großschönau wie einen roten Schußfaden durch die Kette. Und wie Flüsse das so tun, schert sie sich einen Teufel um Ländergrenzen. Sie entspringt in mehreren Quellen nordöstlich von Brtníky (Zeidler) in der Tschechischen Republik. Von dort fließt sie  zum östlich benachbarten Rumburk, in südöstliche Richtung weiter durch Seifhennersdorf und Varnsdorf, und dann in Richtung Osten in die Oberlausitz. In  Zittau muündet sie  in die Lausitzer Neiße.

Und wie Flüsse das auch oft so tun, bringt sie Segen und manchmal auch Fluch über das Land. Sie bewässert und bringt Antriebskraft, aber sie überschwemmt eben auch, wenn Hochwasser kommt. Auf den alten Karten, die im Museum zu sehen sind, kann man erkennen, wie schon seit der ersten Besiedlung ein Abstand zum Fluss gewahrt wurde, um ihm genug Raum zu geben, damit er sich ihn nicht nehmen muss, wenn es ihn braucht.

Ich habe auf jeden Fall beschlossen, mich auf meinen ersten Wanderungen von der Mandau leiten zu lassen. Dabei ging es zuerst „ins Böhmische“, wie man hier sagt, wenn man von der Tschechischen Republik redet, weil das viel zu lang und umständlich klingt. Genau gesagt nach Varnsdorf, dem Nachbarn auf der tschechischen Seite der heutzutage kaum noch wahrnehmbaren Grenze, denn beide Ortschaften gehen fast ineinander über. Nur wenn man auf die Infotafeln schaut, merkt man, dass sich etwas verändert hat. Denn da wo man auf deutscher Seite alles in den drei Sprachen Polnisch, Tschechisch und Deutsch findet, sind die Texte auf der tschechischen Seite nur in der Landessprache verfügbar.

Ansonsten ändert sich nicht viel. Ein buntes Durcheinander von Umgebindehäusern, älteren und neueren Wohngebäuden, Industrie und Villen. Auch diese mal saniert, oft eher nicht. Insgesamt macht es den Eindruck, als ob auf der tschechischen Seite weniger Energie zu Verfügung stünde, um auf ein einheitlicheres, gepflegtes Stadtbild hinzuarbeiten. Es wirkt eher so, als ob jedes Gebäude seinem Schicksal überlassen ist. Einige haben halt Glück, die anderen nicht.

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großschönau _ 1206 _ fundstücke

Großschönauer Fundstücke _ Teil I

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großschönau _ 1205 _ textil

Schauwerkstatt

Sorgsam eingefädelt zwischen Sonderausstellung im Museumsgebäude und Schauwerkstatt hat das KUKUmobil einen guten Platz im Hof des Deutschen Damast- und Frottiermuseums gefunden. Und wie an jedem neuen Standort geht es mir auch hier darum, mich als Gast in den neuen Alltag hineinzusehen, – fühlen und -zu hören.

Letzteres ist ein Leichtes, das weiss ich jetzt, nach dem ersten Aufwachen im Museumshof, denn direkt neben mir liegen die Fenster der Schauwerkstatt. Dort beginnt die Schicht morgens um acht, wenn die Mitglieder des Fördervereins die Webautomaten in Betrieb nehmen und die Welt noch in Ordnung ist.

Mit etwas Gewöhnung kann das rhythmische Anschlagen zum Klingeln des Weckers werden. Meine Kinder sind mit dem Tack-Tack, das beim Anklopfen am Handwebstuhl entsteht eingeschlafen. Tja, so ist die Welt….. Was dem einen… ist dem anderen….

 

Diese Kombination von Museum und Schauwerkstatt ist, finde ich, ein großer Luxus für die Museumsbesucher:innen. Es ist noch einmal ganz etwas anderes, wenn man aus der Museumsatmosphäre in einen Raum kommt, in dem es nach Maschinenöl riecht, in dem es manchmal eine kleine Staub- vor allem aber eine Klangwolke gibt, der man nicht entgehen kann…. und Menschen, die damit beschäftigt sind, die Webautomaten am Laufen zu halten und eine große Bereitschaft haben, alle Fragen zu beantworten, die einem so in den Kopf kommen mögen, wenn man nicht aus dieser Welt der Weberei kommt, was bei den meisten von uns der Fall ist, denn selbst für mich ist das fremdes Land. Wir haben zwar die gleichen Vorfahren, so wie Schimpanse und Orang-Utan, aber wir haben unterschiedliche Wege eingeschlagen und sind unterschiedliche Allianzen eingegangen, die einen mit der Ingenieurkunst, die anderen mit der Bildenden Kunst.

Ich liebe es, vom Geruch bis zum Krach, auch wenn er mich weckt.

 

Übrigens kommt auch hier im Gespräch mit den Weberkollegen und Kolleginnen ganz schnell die Frage auf, wie es in Zukunft weitergehen kann. Im Falle der Schauwerkstatt hier am Deutschen Damast- und Frottiermuseum sind es die Mitglieder des Fördervereins, die Leben in die „Schaubude“ bringen. Der Webmeister, der immer dann zu Rate gezogen wird, wenn alle anderen nicht mehr weiter wissen, ist schon um die neunzig. Fachkräfte, die überhaupt noch in der Lage sind, diese Maschinen zu verstehen und zu betreuen, sind immer schwieriger zu finden, und wenn man das „jung“ dazusetzt, so gut wie nicht zu haben. Daher ist es, wie gesagt, ein Luxus, wenn man, so wie hier, solch eine Gelegenheit bekommt. Und den sollte man sich nicht entgehen lassen.

 

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großschönau _ 1204 _ textil

Großschönau. Textildorf. I

Erster Tag. KUKUmobil steht, die Zurrgurte sidn gefallen, alles atmet entspannt. Auch ich entspanne mich langsam bei einem Abendspaziergang durch den Ort.

Vor einem Jahr, als ich das erste mal hier war, hatte ich kaum Zeit dazu, daher geniesse ich es sehr.

Egal welchen Weg man einschlägt, früher oder später trifft man auf eine „Station“ des Textilpfades mit der entsprechenden Erklärtafel.  Wenn man am Deutschen Damast- und Frottiermuseum anfängt, ist das unausweichlich.

„Seine jahrhundertealte Textiltradition hat das Antlitz und die Wirtschaft von Großschönau geprägt. In dem idyllisch am Fuße des Zittauer Gebirges gelegenen Dorf wurde 1666 erstmalig in Deutschland Damast gewebt, ein exklusives Bildgewebe, das schnell zum weltbekannten Luxusgut werden sollte. Ebenfalls von Großschönau ausgehend verbreitete sich ab 1865 ein weiteres besonderes textiles Herstellungsverfahren in ganz Deutschland: die Frottierweberei. Bis heute sind kuschelweiche Handtücher, Waschlappen und Bademäntel aus dem Textildorf Großschönau auf dem Weg in die Welt. Dieser besonderen textilen Geschichte und Gegenwart des Ortes können die Besucher Großschönaus auf dem „Textilpfad“ buchstäblich auf die Spur kommen. Insgesamt 30 Informationsstelen laden dazu ein, wichtige mit der Textiltradition verbundene Stationen des Ortes zu entdecken. Dazu gehören neben Fabrikantenvillen, (ehemaligen) Fabriken und Weberhäusern auch die Wohnorte bzw. Wirkungsstätten berühmter Großschönauer Persönlichkeiten. In deutscher und tschechischer Sprache verfasste historische Fakten sind auf den Informationsstelen ebenso zu finden wie historische Aufnahmen oder Reproduktionen archivalischer Dokumente. Auf diese Weise wird ein Stück der lokalen Vergangenheit für die Betrachter in die Gegenwart geholt. Und auch an die jüngeren Forscher wurde gedacht: kleine Rätsel laden zum genauen Lesen der Texte ein.“ (https://www.ddfm.de/de/Textilpfad/)

Der Weg führt vorbei an ehemaligen Fabrikantenvillen, die teils saniert und weiter bewohnt bzw genutzt werden, sich teils aber auch im Dornröschenschlaf befinden und immer noch auf den Prinzen warten, der sie mit einem gut gefüllten Geldbeutel und einer guten Idee wachküsst und die Spuren der Zeit wegwischt.

Bei vielen der ehemaligen Fabrikgebäude sieht es da anders aus. Sie sind einfach von der Gebäudesubstanz her zu groß, eine Sanierung zu aufwändig. Was aus ihnen geschehen wird, das wird die Zeit zeigen. Es erinnert mich ein wenig an Aubusson, die französische Stadt, in der ich meine Ausbildung zur Bildwirkerin absolviert habe. Auch sie war über eine lange Zeit hinweg Hochburg der Weberei. Auch sie hat die Verlagerung der Textilproduktion in andere Gegenden dieses Planeten schmerzhaft zu spüren bekommen, auch dort warten zahlreiche alte Industriegebäude auf das endgültige Urteil.

Spannend ist an Großschönau aber, dass es neben den Zeugen aus der Blütezeit der Textilindustie auch die Zeugen der Zeit davor gibt.: Die Umgebindehäuser  (Link) Oft liebevoll restauriert prägen sie das Bild des Ortes und beweisen die hohe Handwerkskunst der unterschiedlichen Gewerke am Bau.

 

 

 

Und auch hier findet man die liebevoll restaurierten und bewahrten, und die, die vielleicht nicht mehr zu retten sind, weil der Verfall so weit fortgeschritten ist, dass die Kosten nicht tragbar sind, jedenfalls nicht für „Normalmensch“. Keine Ahnung, ob und welche dieser Gebäude, vielleicht auch der Ruinen, unter Denkmalschutz stehen. Ein Hingucker sind sie auf alle Fälle. Selbst wenn man ihren Namen und ihre Bedeutung nicht kennt.

 

 

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großschönau_ 1203 _ KUKUmobil

Aufbruch

Jeder Aufbruch ist etwas Besonderes. Ich hoffe, dass das auch noch so bleibt, wenn sich eine gewisse Reiseroutine eingestellt hat. Denn für mich bedeutet dieses Gefühl der Besonderheit beim Aufbruch auch, dass der Ort, den ich verlasse etwas Besonderes ist.

In diesem Fall ist der Aufbruch mir leicht gefallen. Ich weiß, dass ich bald wieder zurückkommen werde, denn für die kommende Zeit in Berlin wird es mein Standort sein und bleiben.

Aber jetzt hieß es erst einmal „Losfahren“. Ziel: Großschönau, Textildorf Großschönau. Genau gesagt der Hof des Deutschen Damast- und Frottiermuseums. (www.ddfm.de)

 

Henry hat diesmal das KUKUmobil transportiert. Es war eine schöne Reise. Zwischendurch habe ich mir immer mal wieder vorgestellt, wie es wäre, wenn es noch ein zweites Fahrzeug gäbe, von dem aus man Fotos machen könnte vom KUKUmobil, wie es durch die Landschaft zuckelt, durch Sonnenblumenfelder und Hopfenplantagen, durch kleine Dörfer, entlang an Obstbaumalleen, über kleine Brücken und durch schmale Gassen…

Mit viel Liebe und Feingefühl und aufmerksamem Blick haben wir das KUKUmobil in den Hof des Museums eingefädelt. Es hat gerade so gepasst und seinen Ort gefunden zwischen dem Zugang zu der Sonderausstellung (derzeit geht es da um Schmuck) und der Schauwerkstatt, die vom Förderverein betreut wird und den Besuchern, Groß und Klein, Gelegenheit gibt, die Webautomaten in Aktion zu bestaunen.

Ich bin sehr gespannt auf die Begegnungen und die Gespräche, die sich ergeben werden.

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berlin _ 1202 _ labyrinth

POP_UP

Alles was ich bisher als „Pop-Up“-Labyrinthe bezeichnet habe war ein Witz gegenüber dem, was gestern war.

Mit großer Macht ging ein Gewitter auf Weißensee und den ehemaligen Sportplatz nieder, auf dem das KUKUmobil aktuell steht. Innerhalb weniger Minuten bedeckte eine weisse Schicht von Hagelkörnern den meereslagunengrünen Boden. Und ebenso schnell war dieser weiße Mantel wieder verschwunden.

Genau dazwischen: Ein Labyrinth aus gefrorenen Murmeln die vom Himmel fielen.

 

 

Auf dem Weg der Auflösung…..

 

 

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berlin _ 1201 _ textil

STATUS QUO am Webrahmen

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berlin _ 1200 _ KUKUmobil

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berlin _ 1199 _ fundstück

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großschönau _ 1198 _ KUKUmobil on tour

KUKUmobil auf Sommertour

Nach der winterlichen Probetour mit Cottbus als Ziel steht jetzt die zweite Fahrt an. Ende Juli geht es erneut los. Diesmal macht sich das KUKUmobil auf den Weg nach Großschönau.

Dort wird es an zwei unterschiedlichen Standorten zu finden sein:  die erste Augustwoche, vom 01.08. bis zum 08.08.2023,  im Garten des Deutschen Damast- und Frottiermuseums, wo es täglich um 14:00 Uhr ein Gespräch mit den Museumsbesucher:innen geben wird.

Danach wandert das KUKUmobil weiter. Es bleibt in Großschönau, aber es tauscht den Museumsgarten gegen den Vorplatz der Oberlausitzer Webschule. Dort wird es bis zum 14.08.2023 stehen.

Am  zweiten Augustwochenende, also vom 11.08. – 13.08.2023 haben übrigens alle Interessent:innen die Chance, den Zauber der Bildwirkerei im eigenen Tun zu erkunden und zu erleben.

Ich freu mich auf diese neue Erfahrung mit dem KUKUmobil auf Reisen, an den neuen Standorten, mit den neuen Begegnungen, dem Austausch…….

 

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berlin _ 1197 _ begegnungen

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berlin _ 1196 _ labyrinth

10jähriges

10 Jahre ist es jetzt her, dass das 410-Tage-Projekt, das uns _ wie sein Name schon sagt _ 410 Tage beschäftigt hat, mit der ersten Begehung des gelegten Labyrinths sein vorläufiges Ende gefunden hat.

Seitdem begleitet mich das Knäuel und immer mal wieder findet sich ein  guter Moment und ein geeigneter Ort, um es „auszurollen“, das Labyrinth zu legen und sich am  „Faden“ entlang in die Mitte, die des Labyrinthes und im Idealfall die eigene, zu begeben.

Seitdem ich auf dem ehemaligen Sportplatz an der Neumagener Strasse, Weissensee, stehe, und jeden Tag auf ein Meer aus lagunengrünem Granulat blicke, denke ich mir: DAS ist ein wunderbarer Ort für ein Labyrinth. Und: „verde laguna“ _ lagunengrün _ war und ist eine meiner Lieblingsfarben.

 

Gestern war es soweit. Mit großer Freude habe ich mir das Knäuel geschnappt und es ausgelegt. Und mit noch größerer Freude habe ich den Moment geteilt, durch das entstandene Labyrinth zu gehen …..

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berlin _ 1195 _ labyrinth

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berlin _ 1194 _ einladung

Vor 10 Jahren endete an einem 19.07.2023 das 410-Tage-Projekt, bei dem viele Menschen über 410 Tage hinweg gemeinschaftlich an einem Faden gestrickt haben, um ein großes Labyrinth zu legen.

Ein schöner runder Jahrestag, den ich gerne mit euch feiern möchte. Die Kugel liegt schon am KUKUmobil. Am Mittwoch werde ich das Labyrinth damit auslegen.

Wer also Lust hat, dazu zu kommen, ist herzlich eingeladen.

Mehr zu dem 410-Tage-Projekt findet ihr HIER

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berlin _ 1193 _ textil

Status quo am Webrahmen:

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berlin _ 1192 _ fundstück

13

Es sind 13. Dreizehn Kirschen passen in 100 g. Dann werd ich mal so knappe 500 g kaufen.

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berlin _ 1191 _ fundstücke

Kult dem Rost

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berlin _ 1190 – EINLADUNG

SAVE the DATE

Ihr Lieben, bevor ihr euch jetzt in alle Winde zerstreut, den Sommer geniesst, die Hitze sucht oder in den Schatten flüchtet, das kühlende Bad von der Hängematte oder dem Liegestuhl aus im Auge habt, den Garten hegt und pflegt und über die Trockenheit hinweghelft, das Buch lest, das sich verschämt über die letzten Monate in ein Staubmäntelchen gehüllt hat, die Strick- oder Stickarbeit rausholt, den Schreib- oder Zeichenblock, naja, eben all das, wofür in der Geschäftigkeit des Alltags weder die Zeit noch die Muße vorhanden ist…. bevor ihr also in den URLAUB entrückt und es euch gut gehen lasst, möchte ich euch diese ANKÜNDIGUNG mit auf den Weg geben, in der Hoffnung, dass das Letzte auch das Erste ist, das ihr seht, wenn ihr wiederkommt.

 

Es geht los, es wird ernst, und schön, und fröhlich, und aufregend und auch ein klein wenig melancholisch….

Ich hab ein wenig hin uns her überlegt, wie genau es denn losgehen soll… und mir wurde schnell klar, dass ich Lust habe, diesen Moment mit euch zu teilen, so, wie ich es mit der Abnahme meiner Teppiche gerne tu.

Der Startschuss der Reise ist nicht ohne die räumliche Trennung zu denken, die unweigerlich entstehen wird, sobald ich Berlin verlasse. Ein klein wenig Traurigkeit, ein kleiner Schmerz ist dabei. Genau so viel, dass es mich fühlen läßt, dass in meiner Zeit in Berlin Dinge geschehen sind und ich Menschen begegnet bin, die mir wichtig sind. Das ist gut so.

Aber wir wissen, dass wir die Fäden selbst in der Hand halten und wir wissen, dass und wie wir uns darum kümmern werden, dass sie nicht reissen, sondern dass sie _ ganz im Gegenteil _ ein immer dichteres und solideres Netz bilden werden. Auch das ist gut so.

Ausserdem weiss ich, dass so viele von euch mich und dieses Projekt mit guter Energie genährt haben und dass dieser Aufbruch nicht nur meiner ist, sondern dass es auch ein  klein wenig euer Aufbruch ist, weil es schön ist, mitzuerleben, wenn Träume Wirklichkeit werden.

Naja, und natürlich brauche ich euch weiterhin, im Austausch, mit eurer Energie, aber jetzt, wo es ernst wird, auch mit eurer Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit, mit konkreten Vorschlägen, vielleicht einer Idee für mögliche Standorte oder einem Kontakt für den Transport und ganz profan, ganz prosaisch, für die Finanzierung.

Um all dem Raum zu geben, und um dem Dilemma zu entgehen, dass _ egal welchen Tag man wählt _  es immer jemanden geben wird, der genau an diesem Tag nicht kann, habe ich ein kleines Programm zusammengestellt, dass sich über sechs Tage erstreckt, in der Hoffnung, dass für jede und jeden von euch der richtige Tag und das richtige Format dabei ist.

 

 

I. _ Der AUFBRUCH

Es ist an der Zeit. Seit über einem halben Jahr ist das KUKUmobil fertig. Ich habe mich eingewöhnt, der Webstuhl auch. Wir kommen ganz gut miteinander aus, auf solch einem kleinen Raum. Ich bin unglaublich ordentlich geworden.

Zwei Probereisen, eine nach Cottbus im Winter, eine noch bevorstehende nach Großschönau, im Sommer, haben mir die Gelegenheit gegeben, das Verzurren zu üben, den Transport zu organisieren, das Lampenfieber zu „verwalten“, mich in unterschiedliche orographische und soziale Kontexte einzufügen…

Es gibt noch viel Luft nach oben, was meine Lernkurve betrifft. Aber es wird. Es macht Spaß, ja, es macht mich sogar glücklich.

Wenn ich an die große Reise denke, erfüllt mich Aufregung, auch ein wenig Sorge, ob ich es schaffen werde, das Organisatorische und das Künstlerische in einem ausgewogenen Masse unter einen Hut zu bringen. Aber das werden wir alle erst erfahren, wenn die Reise beginnt. Also macht es wenig Sinn, darüber zu sinnieren.

Das tolle, frische LOGO für das Projekt stammt übrigens von „la nevera gráfica“. Dahinter steckt meine Freundin Patricia. Ich liebe ihre Arbeiten und es macht mich glücklich, dass sie mich auf diese Art und Weise begleiten wird.

 

II. _ Das Konzert

Holger ist einer von vielen Menschen, die ich während meiner Zeit in der KMH kennen und schätzen gelernt habe. Er macht Musik, und das Leben hat uns schon zweimal Gelegenheit gegeben, etwas gemeinsam zu machen: eine musikalische Lesung und er hat die Abnahme meines Teppichs nach zwei Jahren Arbeit musikalisch begleitet.

Alle guten Dinge sind DREI. Denk ich mir. Ich habe ihm vorgeschlagen, etwas für die Abschiedsparty zu kreieren. Ich bin glücklich, dass er JA gesagt hat.

 

III. _ Die Ausstellung

Ja, es wird eine letzte kleine Ausstellung geben, ein Rückblick auf meine künstlerische Tätigkeit in diesen 6 Jahren, die vergangen sind, seit das Leben mich nach Berlin gebracht hat. Dazu gehören großformatige und kleine Arbeiten, allein gearbeitet, oder mit anderen zusammen…. Was ihnen allen gemein ist: FÄDEN!

 

 

IV. _ Der Kurs

Einige von euch haben mich in den letzten Wochen immer mal wieder gefragt, ob ich während meiner Zeit in Berlin noch einen Kurs gebe. Jetzt kann ich euch die Antwort geben: JA.

An dem langen Wochenende mit dem der Oktober beginnt, wird es noch einen Bildwirkereikurs geben, wenn sich ausreichend Teilnehmer:innen finden.

Also überlegt euch, ob das DIE Gelegenheit für euch ist, einzutauchen in die spannende Welt der Bildwirkerei, ob ihr noch einmal mit mir zusammen auf Erkundung gehen wollt, oder ob ihr jemanden kennt, der sich dafür interessieren könnte.

 

 

IV. _ Das Labyrinth

Labyrinthe begleiten mich seit über 20 Jahren. Ich begehe sie, ich baue sie, ich geniesse sie und lese über sie, wann immer sich mir die Gelegenheit bietet. Nachvollziehbar, dass das Labyrinth mit dabei ist, zumal es auf dem Gelände des KEH_ Königin Elisabeth Krankenhaus _ in Herzberge seit 2026 ein permanentes Labyrinth gibt.

 

Also, Leute, sucht euch den Tag oder die Tage aus, die für euch passen. Hauptsache wir sehe uns!!!

Bringt Lust und Leichtigkeit mit _ und etwas Kleingeld. Erzählt es auch gerne weiter. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, also könnt ihr gerne Freund- und Bekanntschaften mitbringen…..

Ich freu mich auf euch.

Und jetzt ab, in den Sommer…….

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berlin _ 1189 _ textil

Neustes Stück auf dem Rahmen:

Die Meise unterm Pony….gewebt aus echtem Ponyhaar.

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berlin _ 1188 _ fundstücke

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berlin _ 1187 _ KUKUmobil

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berlin _ 1186 _ fundstück

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berlin _ 1185 _ natur

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berlin _ 1184 _ #free assange

#Free Assange

Am 3. Juli hat Julian Assange Geburtstag. Seinen 52sten. Die letzten 11 Geburtstage hat er in Gefangenschaft verbracht, 5 in Einzelhaft. Einmal mehr ist er also gezwungen im Gefängnis zu feiern, sofern man dort überhaupt Lust hat auf Feiern. Einmal mehr sind wir draußen dazu angehalten, diesen Tag zum Anlass zu nehmen, um seine sofortige Freilassung zu fordern.

Die Gruppe derer, die Monat um Monat, so wie an anderen Orten auf der Welt, hier am Berliner Brandenburger Tor mit der Mahnwache genau dafür einstehen, hat ein Jahr mehr eine Geburtstagsfeier organisiert, mit der sie auf die große Ungerechtigkeit hinweisen, die diesem Menschen widerfährt.

Es war mir wichtig, dabei zu sein. Allerdings muss ich gestehen, dass es kurze Momente gab, bei denen mich ein leichtes Unwohlsein beschlichen hat. Ich habe generell keine Berührungsängste. Ich denke es ist wichtig den Dialog zu suchen, zuzuhören, zu versuchen, das Gegenüber zu verstehen und selbst wenn das nicht gelingt, zu akzeptieren, dass dem so ist, ohne die Freiheit des Andersdenkenden kleiner machen zu wollen, als es die eigene Freiheit ist.

Das Unwohlsein hat sich immer dann eingestellt, wenn direkt oder indirekt vorausgesetzt wurde, dass wir Anwesenden nicht nur in Fragen der Meinungs- und Pressefreiheit und konkret im Fall Assange einer Meinung sind, sondern der Sack aufgemacht wurde und Corona und Ukraine und Impfpflicht und Pazifismus heraussprangen und kreuz und quer durcheinanderhüpften.

Ich muss dazusagen, dass ich seit der ganzen Querdenkerdebatte, die mich enorm ärgert, weil ich mich beraubt fühle um das Querdenkertum als Alternative zum gleichgebürsteten „Mainstreamdenken“, wenn ich richtig überlege, an keiner Demo teilgenommen habe, die eins dieser Themenfelder berührt, und es daher das erste mal war, dass ich mich in dieser Situation sah und dieses Gemeinschaftsgefühl oder WIR nicht richtig in mir wach werden wollte.

Quer zu denken ist manchmal mühsam, manchmal erfrischend, manchmal schmerzhaft, aber wichtig. Und diesen Begriff so negativ besetzt zu sehen macht mich ärgerlich, jedes mal aufs neue. Da ist es dann nicht hilfreich, wenn man an einer Kundgebung teilnimmt und diese Übergriffigkeit spürt.

Trotz allem, mein Unwohlsein mal außer Acht gelassen, das angesichts der Schwere der Sache nun nicht wirklich relevant ist, hier einige der Redebeiträge.

Denn der Fall Julian Assange ist ein Skandal. Und als solcher sollte er uns so lange aufregen, richtig aufregen, so, dass wir nicht müde werden, bis es frei ist.

 

Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen:

 

Andrej Hunko, Mitglied des Deutschen Bundestags (Fraktion DIE LINKE) und der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.

 

Ulrike Guerot, Politikwissenschaftlerin und Publizistin.

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berlin _ 1183 _ Fundstück

Se las acabará llevando el viento……

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berlin _ 1181 _ KUKUmobil

Angekommen

Wie angespannt ich gestern war habe ich erst heute beim Aufwachen gemerkt. Der ganze Körper hat mir wehgetan, als ob eine Gewaltanstrengung hinter mir liegen würde.

Dabei gab es keinen Grund, schließlich hat Kay den Transport übernommen, und Kay kenn ich und ich weiß, dass er weiß, was er macht. Ganz so, als wenn er es jeden Tag machen würde. Naja, nicht ganz, aber fast stimmt das ja auch, oft genug ist er schon mit einem Tinyhaus von hier nach da gefahren. Darunter das ein oder andere selbstgebaute!

Ich sollte also lernen loszulassen. Denn es kann nicht sein, dass ich bei jedem Umzug in solch ein Stadium der Anspannung komme, noch dazu, wenn man bedenkt, dass es ja beim Trampen so ist, dass man die Menschen nicht immer kennt, die bereit sind, einen mitzunehmen.

Aber gut, ich hoffe, dass sich auch da, so wie beim Ver- und Entzurren, mit der Zeit eine Routine einstellt. Nichts gegen das Kribbeln im Magen. Das ist gut, ein wenig wie Lampenfieber. Ich finde, es ist ein Zeichen, dass einem die Dinge ernst und wichtig sind und dass man einen gesunden Respekt vor den Unvorhersehbarkeiten des Lebens hat.

 

 

 

Jedenfalls ist die Reise getan und der Ort, der das KUKUmobil für fünf Monate beherbergt hat, ist wieder leer. Er hat mir besondere Begegnungen mit besonderen Menschen gebracht, bereichernde Gespräche und Gedanken. Ich werde sie aufbewahren.

Und DANKE Kay!!!! für die Bereitschaft, doch relativ spontan einzuspringen und das KUKUmobil an diesen neuen Ort zu bringen, auf den ich mich sehr freue, weil er so ganz anders ist, als alle, an denen das KUKUmobil bisher stand. Davon werde ich in den kommenden Tagen berichten.

 

 

Jetzt geht es erst einmal darum, wieder Bodenhaftung zu bekommen. Das ist hier besonders einfach: auf diesem türkis_grünen Granulatboden des ehemaligen Sportplatzes läuft es sich super gut barfuß.

Das KUKUmobil steht nach Nordost und wirft auch wenn die Tage wieder heißer werden, einen kleinen Schatten, in dem man gut sitzen und plaudern kann.

Das JA!Space-Team, Handan, Valentina und Desislava haben mich mit Freude, Wohlwollen und Großzügigkeit aufgenommen in ihrer Nachbarschaft. Es ist alles im Fluß.

Und im KUKUmobil ist alles sortiert und startbereit. Es kann also weitergehen.

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berlin _ 1180 _ KUKUmobil

UMZUG

52°33’30.8″N 13°28’16.8″E

Am Sonntag begibt sich das KUKUmobil wieder auf Wanderschaft. Es bleibt zwar noch ein wenig in Berlin, so ungefähr bis Mitte Juli oder bis ich jemanden gefunden habe, der es nach Großschönau bringt,  aber es tauscht die beschauliche Ruhe und Zurückgezogenheit hinter dem Museum Kesselhaus, auf dem KEH-Gelände in Herzberge gegen die beschauliche Geselligkeit in Nachbarschaft des Ja!Space. DAS wurde am 21. Oktober 2022 an seinem ersten Einsatzort, auf dem ehemalige Sportplatz in der Neumagener Straße in Weißensee, eröffnet.

Das Ja!Space als Einsatzort für die Mobile Stadtteilarbeit, bietet Zugang zu verschiedensten Informationen aus dem Kiez, Unterstützung in herausfordernden Lebenslagen, Empowerment, Kultur, Sport und jeder Menge Begegnung.

Das Tiny House auf Rädern wurde in Den Haag in den Niederlanden maßgeschneidert angefertigt. Beim Bau wurden Wert darauf gelegt, möglichst viele recycelte Materialien zu verwenden, um die Ressourcen zu schonen. Regenwasser kann direkt vor Ort aufbereitet werden und es gibt ein Kompost-WC, das ganz ohne die Verwendung von Wasser funktioniert.

Mit einer Größe von 4,8×2,3 Metern und einer Höhe von 3,5 Metern kann es sich perfekt an verschiedenen Standorten in die Nachbarschaft einpassen. Eine kleine Terrasse macht es noch einladender.

Unter der Woche ist hier Raum für verschiedene Sprechstunden des Teams der „Mobilen Stadtteilarbeit“ und seinen Kooperationspartner:innen. Für Jugendliche wird ein spezielles Beratungsangebot geschaffen. Es wird Zeiten für Co-Working geben, für Yogastunden, Qi Gong und Meditation…. Am Wochenende ist der Ort dann offen für weitere Nutzungen durch Initiativen aus dem Kiez.

Ich freu mich und bin sehr gespannt auf diese neue Konstellation und die Energie, die sich an diesem besonderen Ort bereits ausgebreitet hat.

Ihr wisst, wie sehr ich solche Orte liebe, die Zeugnis davon ablegen, wie wandelbar das Leben ist, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Dieser ehemalige Sportplatz lag lange verlassen da. Niemand hat sich um ihn gekümmert, und so hat die Natur damit begonnen, sich langsam den Raum zurückzuholen. Jetzt meldet MENSCH sich wieder zu Worte, tut es verhalten, vielleicht ein wenig nachdenklich und abwägend, was denn hineinpasst in eine Zwischennutzung, was es bedeutet, wenn man sich Räume und Orte leiht, für eine Weile die Verantwortung übernimmt, und sie dann wieder zurückgibt in den großen Pool der Möglichkeiten, für andere und anderes.

So wie ich solche Orte liebe, liebe ich das Konzept der Zwischennutzung, es hat für mich etwas Geschmeidiges, Fließendes, Weiches. Es ist ein Spiel mit der Ungewissheit, ist deshalb aber nicht weniger ernst, nicht weniger verbindlich.

Im Idealfall ist es auch das, was die Energie an solchen Orten auszeichnet: sie ist leicht und lieblich und kann zugleich mächtig sein in ihrer Wirkungskraft.

Und ich werde neue Menschen kennenlernen und begegne anderen, die mir lieb geworden sind. Und ja, ihr merkt es schon, es wird ein neues GRÜN in meinem Alltag geben. 🙂

Morgen werde ich also wieder einmal alles verstauen und verzurren, was so „rumzustehen kommt“ im KUKUmobil, werde Abschied nehmen von den Bäumen und dem Getier, das mich in den letzten Monaten in guter Nachbarschaft begleitet hat und aufgeregt auf das Auto warten, denn immer noch ist jeder Umzug eine Aufregung wert.

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berlin _ 1179 _ textil

Die Wanderer zwischen den Welten

Bei den Serien, die ich gerade arbeite, gibt es einige Stücke, die sich nicht nur zu einer 9er-Gruppe zugehörig fühlen, sondern gerne wandern, sich mal hier, mal dort einfügen und immer wieder andere Gedankenwelten entstehen lassen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die letzte kleine Bildwirkerei, die während meiner Zeit auf dem Gelände des KEH entstanden ist:

 

FARBEN

Oft, aber nicht immer und nicht unbedingt  ist es das Bildmotiv, das eine Serie entstehen lässt. Auch das Material, die Technik oder, wie hier, die Farben (Gold und Türkis) können das verbindende Element sein. Manchmal ist die Affinität ganz offensichtlich, manchmal braucht sie vielleicht ein zweites oder sogar ein drittes Hinschauen. So wie manchen Menschen die Verwandtschaft ja auch mal mehr, mal weniger deutlich „ins Gesicht geschrieben“ steht.

 

GESICHTER

können auf sehr unterschiedliche Art und Weise dargestellt werden, auch auf 12 x 12 cm.

 

SPRICHWÖRTER

die Nadel im Heuhaufen

Schweigen ist Gold

Stroh zu Gold

 

Linien

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berlin _ 1178 _ textil

EUROPA

Die Europa-Serie ist fertig. Fast zufällig ist sie entstanden, erst als Restkettenverwertung angedacht, dann sich spielerisch weiter entfaltend…..

 

I.

 

II.

 

III.

 

IV.

 

V.

 

VI.

 

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