
Neuerrungenschaft: Vergangenes Jahr war es der Kleine Muck, dieses Jahr ist es der Krampus. Passt.

Neuerrungenschaft: Vergangenes Jahr war es der Kleine Muck, dieses Jahr ist es der Krampus. Passt.
Gefühlt ist es das unweihnachtlichste Weihnachtsfest an das ich mich erinnern kann. Gerade mal hier und da eine Kerze. Kein einziges Weihnachtsplätzchen bisher, obwohl die Zutaten alle warten.

Immerhin schaff ich es, einiges von dem abzuschließen, was noch offen geblieben war. Es war ein intensives Jahr, durchaus anstrengend und in einer Art und Weise, die ich mir nicht hätte träumen lassen, als es begann.
Heute hat mich mein Körper dazu angehalten, eine Pause einzulegen. Wie gerädert bin ich aufgewacht, als hätte ich die ganze Nacht lang Kisten geschleppt oder Karren aus dem Dreck gezogen, oder erfolglos versucht, im freien Fall Halt zu finden.
Jahresbilanz: Drei gute Ausstellungen, drei intensive Workshops, eine wunderbare Erfahrung mit der TinyWerkstatt, ein tolles Stickprojekt, das mir sehr viel Spass gemacht hat und das Engagement in der KMH, das sicherlich viel mehr Raum eingenommen hat, als geplant war.
Etwas auf der Strecke geblieben, aber durchaus begründet, ist der Berliner Teppich, den ich eben dort, in der KMH, im Offenen Atelier weben wollte. Oktober 2019 steht dort mit dunkellila gewirkt auf naturfarbenem Grund. Weiter bin ich nicht gekommen.
Das wird meine Große Herausforderung für 2020 sein. Das, und den Schwung aus Bernau zu nutzen und mein Projekt des TextilWerkstattMobils voran zu bringen!!!!!
Das sollte reichen an Vorsätzen. Jetzt ist es gesagt. Wir werden sehen, wie die Bilanz in einem Jahr ausfällt.

In den vergangenen Monaten ist sie fast mein zweites Zuhause geworden, die KMH. Viel Zeit, viel Energie und Kraft hab ich hineingegeben und es gerne getan. Zahlreichen Herausforderungen bin ich dort begegnet und habe viel daraus gelernt. Viel Zuwendung, Wärme und Rückhalt hab ich dort gefunden und bin sehr dankbar dafür.
Mit dem immer noch in mir nachklingenden Echo unseres KUKUprojekts im Herzen haben wir bereits im vergangenen Jahr in der KMH am Heiligabend zu einer langen Tafel eingeladen, an der alle willkommen waren.
Dieses Jahr hatten die Nachbarschaftsplattform nebenan.de und rbb gemeinsam eine Aktion gestartet, bei der sie genau dazu einluden: Weihnachten gemeinsam zu feiern, damit niemand an solch einem Tag einsam sein muss.
Wir haben gerne teilgenommen und es war ein schöner Abend gestern. Ganz entspannt, ganz unprätentiös, ganz schlicht, aber von Herzen.
Ein großes DANKE an meine kleine Familie, dass sie sich mit mir darauf einlässt, die heimeligen Komfortzone des eigenen Küchentischs zu verlassen und mit Unbekannten diesen Abend zu verbringen.
DANKE an alle Menschen, die sich gestern darauf eingelassen haben, ihre Komfortzone am eigenen Küchentisch zu verlassen und sich zu wagen, bei uns in der KMH und an vielen anderen Orten, die bei der Aktion mitgemacht haben, mit ihnen unbekannten Menschen den Heiligabend zu feiern.
DANKE an die KMH, dass es sie gibt und dort solche Momente möglich sind.
Immer wieder gerne!
Selten bringt Langsamkeit mich aus der Ruhe. Aber selbst ich hatte nicht gedacht, dass es so lange dauern würde, bis der Entwurf reif für den Webstuhl ist. Natürlich habe ich mir auch viele Gedanken darüber gemacht, worin der Grund meines Zögerns liegt. Ich denke, dass ich einen Teil der Antwort in den letzten Tagen gefunden habe. Darüber zu einem anderen Zeitpunkt mehr.
Morgen ist ein intensiver Arbeitstag im Atelier eingeplant. Mein Vorweihnachtsgeschenk an mich. Es ist keine einfache Geburt, und auch das hat seinen guten Grund. Es IST.



Passt. Der Name unseres Atelierquartiers könnte gar nicht besser passen. Meine Sieben Marien sind dort gut verwahrt.
Castillo de las Marias. No pudo haber nombre mejor para el lugar que alberga mi estudio. Las Siete Marias están bien guardadas.
Nochmal mein Dank an alle, die ihr es möglich gemacht habt.
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Foto: Alena Schmick
Danke auch all jenen, die ihr mir Raum gegeben haben um mein Projekt zu erproben, und Stimme und Bilder, um es zu erklären.
„…. das erste Lebewesen, dass dir begegnet,……. “ So steht es in manchem Märchen und bedeutet mal Gutes, mal Schlechtes. Das erste Lebewesen, das mir in der Bernauer Fußgängerzone begegnete, war eine Meise. Sie saß auf einem der tiefer gelegenen Äste des Baumes gegenüber vom Tinyhouse und beäugte mich, ich weiß nicht zu sagen ob neugierig oder misstrauisch.

Und wie im Märchen habe ich beschlossen, dieses erste Lebewesen zu weben. So kommt die Meise auf den Rahmen. Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die in der Lage sind Energien zu bündeln und Impulse geben für Neues.



Und bekam auch prompt eine Rückmeldung. Schön. So konnte ich gleich weiter arbeiten.







Eine spannende Herausforderung an mich, die ich normalerweise meine Entwürfe klar strukturiere und alleine für die Umsetzung verantwortlich bin, wird es angesichts des großen Projekts sein, Freiräume offen zu halten und zu gewährleisten, dass die Menschen vor Ort sich einbringen können.
Vier Tage habe ich in der Tinywerkstatt gearbeitet, zwei Nächte dort geschlafen. Da das endgültige Format und das Aussehen des KUKUmobils noch genauer zu definieren ist, sind solche Probeläufe ein Geschenk des Lebens. Daher bin ich der KulturMarktHalle dankbar, mir das KMHCafé für dieses Experiment geliehen zu haben.

Meine erstes Nachdenken über das KUKUmobil, noch in Spanien, kreisten um einen umgebauten Bauwagen. Es schien mir leichter, auf ein bestehendes Format zurückzugreifen. Die Tinyhouse-Welle hatte mich in Spanien noch gar nicht erreicht, noch nicht mal am dicken Zeh geleckt. Das kam erst mit meiner Ankunft in Berlin, und auch da erst nach einigen Monaten, während derer ich die Straßen Berlins, noch in der alten Idee gefangen, nach Bauwagen abgesucht hatte und sogar bei einem der großen Bauwagen-Hersteller einen Kostenvoranschlag angefragt hatte (übrigens belief der sich auf ca. 18.000 Euro für einen einachsigen 5 m langen Schnellläufer mit einem großen Fenster und zusätzlicher Isolierung).
Mein erstes KUKUmobil-Modell in der Ausstellung in der Galerie BernauInzwischen weiß ich, dass ein Tinyhouse wahrscheinlich teurer sein wird, bin aber auch davon überzeugt, dass der ganze Prozess des gemeinschaftlichen Entwerfens und Bauens dem ganzen Projekt nicht nur ein passendes Gehäuse liefern wird, sondern auch eine positive kollektive Energie und ein starkes Netz an Menschen, die dieses Projekt in ihrem Herzen und ihren Gedanken mittragen.
Außerdem weckt ein Tinyhouse in seiner einzigartigen Architektur und Ästhetik eine ganz andere Neugier bei den Passant*innen und fügt sich sinnvoll ein in all die Gedanken, die wir uns über Altes und Neues, über das Bewahren und das Neudenken, über Mobilität und Stabilität, über öffentliche und private Räume mache (sollten) angesichts all der Herausforderungen und Chancen, die die Zukunft uns bringen wird.
von innen nach außen
von außen nach innenNatürlich wird eine der großen Herausforderungen bei der Formgebung des KUKUmobils darin bestehen, wie die Funktionalität (z.Bsp. Isolierung, etc.) mit meinem großen Verlangen nach Sichtbarkeit zusammengebracht und umgesetzt werden kann. Das KMHCafé ist als Kulturbühne und Café konzipiert worden und die Öffnung des Raumes stand dabei im Vordergrund. Eine wesentlich geringere Rolle, oder gar keine, spielte die Möglichkeit des permanenten Verweilens/Arbeitens oder gar Wohnens.
Rein optisch haben die Stegplatten der Längswände mit ihrer vertikalen Struktur eine große Vertrautheit bei mir ausgelöst. Wenige Materialien können, denke ich, die Wahrnehmung der Welt einer Weberin, die Monate vor den senkrecht verlaufenden Fäden der Kette verbringen kann, so gut nachvollziehbar darstellen.

Allerdings ist mir bei diesem Experiment auch bewusst geworden, dass die Exponiertheit, die diese Konstruktion mit sich bringt, auf die Dauer eine große Herausforderung sein kann. Den Blicken preisgegeben zu sein, bis zu einem gewissen Grad ungeschützt oder doch dem ausgesetzt, was im öffentlichen Raum, mit dem sich jeder oder niemand identifizieren kann, geschieht oder geschehen kann, bedarf zumindest einer bewussten inneren Einstellung, wenn nicht sogar eines gewissen Trainings, um auch achtsam für konfliktive Situationen zu sein.

Ich habe sie genossen, die vielen Gespräche, die sich im Laufe der vier Tage ergeben haben. Und auch die kleinen Einweisungen in die Kunst der Bildwirkerei. Aber natürlich ist aus dieser Erfahrung auch die Frage danach entstanden, wie ich bei dem späteren Projekt, bei dem ja neben allem anderen AUCH ein Bildteppich entstehen soll, mit der öffentlichen, der privaten und der künstlerischen Zeit umgehen kann/soll/muss.
Foto: Alena Schmick
Viele Fragen in nur 4 Tagen. Aber wie gesagt, ich bin dankbar, dass sie in einem vertrauten, wohlgesinnten Rahmen auftauchen, der Zeit gibt zum Finden von Lösungen auf den ganz unterschiedlichen Ebenen, auf denen ihnen zu begegnen ist.
Spannend. Motivierend. Ich bleib dran. Werde euch auf dem Laufenden halten.
Bevor der Sog des Alltags mich immer weiter fortträgt von den Erlebnissen und Erfahrungen mit der Tinywerkstatt vor den Türen der Galerie in Bernau, sollen hier doch noch einige Fotos und Gedanken diese vier Tage zumindest ein Stück weit festgehalten werden und als kleiner Meilenstein auf dem Weg zum eigenen KUKUmobil ein Zeichen dafür setzen, dass sich etwas bewegt. Und dass es das möglicherweise in die richtige Richtung tut.


Ich wage es nicht zu sagen, wie weit oder wie lang der Weg sein wird. Seitdem ich Spanien verlassen habe, sind so viele Dinge ganz anders gelaufen, als ich es geplant oder mir gewünscht hatte. Manches hat sich unerwartet schnell ergeben, hat mich selbst fast überrumpelt, anderes entpuppt sich als unsäglich langwierig. Ich habe es aufgegeben, über Letzterem zu verzagen und versuche, mich über Ersteres zu freuen und flexibel genug zu sein, um die Energie dann zu nutzen, wenn sie frei ist und bereitsteht, mich zu tragen.

Das entspricht nicht meiner Wesensart und ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Aber es scheint gerade zu passen. Also warum es nicht akzeptieren und sehen, was daraus wird….?!


Aber letztendlich: Was ist für mich nicht gewöhnungsbedürftig an der wandernden WebWerkstatt?! Ausser dem Weben vielleicht.
Manchmal ergibt es sich, dass jemand da ist, der wirklich fotografieren kann und dann stehe sogar ich, die ich mich gerne hinter dem Fotoapparat verstecke, auch mal davor.
DANKE, Alena Schmick, für deine Zeit, deine Bereitschaft, dein aufmerksames Auge, deinen wohlwollenden Blick durch das Objektiv und dein Gespür für das Wichtige und Interessante vor Ort. Das macht es leicht sich auch VOR der Kamera wohl zu fühlen.

Foto: Alena Schmick
Erster bernauer Bildteppich
Tatsächlich habe ich es geschafft, neben allem anderen auch noch ein wenig zu weben.






Und ein kleines Geschenk habe ich bekommen, von dem jüngsten der Besucher des heutigen Tages:

Erster Tag mit dem zur KUKUmobil-Werkstatt umfunktionierten TinyCafé in der Fußgängerzone von Bernau. Markttag. Von nebenan kommen schon um acht Uhr morgens deftige Hähnchengrilldüfte, die Nachbarn vorne haben schon ihre Waren ausgelegt und die Sonne klettert gerade über den Dachfirst und scheint ins Tinyhouse.




Vorbereitungen



Erstes Wirken im Tinyhouse



Ein Schritt weiter auf dem Weg zum KUKUmobil, meiner Utopie von einer Mobilen WEBwerkstatt. Dank dem TinyCafé der Kulturmarkthalle, dem Impuls und der Energie aller, die es Wirklichkeit werden lassen, und der Bereitschaft der Galerie Bernau, sich darauf einzulassen:



Das KMH-Café in der Bernauer Fußgängerzone, vor der Galerie BernauEs sind immer zwei Gefühle, die das Ende eines Kurses begleiten: eine kleine Leere, und eine große Zufriedenheit. Leere, weil sich das in kurzer Zeit entstandene dichte energetische Geflecht zwischen Menschen, ihren Ideen und ihrem Tun fast so schnell auflöst, wie es entstanden ist. Und Zufriedenheit, weil in diesen 15 Stunden Lebenszeit in intensiver Arbeit an jedem der Webrahmen eine kleine wunderbare Bildwirkerei entstanden ist.
Inwieweit KLEIN dabei eine absolut relative Größenordnung angibt, können wohl nur diejenigen nachvollziehen, die schon einmal eine vergleichbare Erfahrung gemacht haben.
Auch diesmal möchte ich gerne einige Bilder teilen. Sie zeigen besser als meine Erklärungsversuche, wie individuell, wie spannend und wie intensiv das Wirken mit bunten Fäden sein kann.



Steffi ist jetzt das dritte Mal dabei. Sie hat ein großes Projekt angefangen und nutzt diese Kurse, um Zeit zu haben für das, wofür sie in ihrem Alltag eben DIE nicht findet.

Fr. 15.11 – So. 17.11.2019 // Kursnummer: TS290.051H
Freitag von 18:00 bis 21:00 Uhr Einführung und Vorbereitung des Webrahmens
Samstag und Sonntag jeweils von 10 – 16 Uhr Arbeit am eigenen Projekt
Ja genau, es gibt wieder einen Kurs an der VHS Tempelhof Schönefeld. Neue Gesichter, aber auch bekannte. Gute Stimmung und intensives Arbeiten. Wie ich das LIEBE!!!!! Jedes Mal aufs Neue. Immer wieder gerne.






Fleißig haben alle Teilnehmerinnen gearbeitet und jede von ihnen einen kleinen Entwurf mitgebracht, der in den nächsten Zwei Tagen umgesetzt werden wird. Auch hier ist es immer wieder eine Überraschung zu sehen, wie unterschiedlich die Herangehensweise einer jeden von uns beim Thema Bidwirkerei ist. Und eine Herausforderung an mich, die Rahmenbedingungen richtig zu setzen, damit die kleinen Wirkereien ein Erfolg werden.
Die Entwürfe:



Die Umsetzung:





Die fleißigen Hände:




Morgen mehr.

Ich bin sehr gespannt auf die Lektüre dieses Buches. Danke, Manfred, für die Empfehlung. Passt.
Zweiter Workshop im Bauhaus-Lab in Bernau. Foto: Anne Mundo
Als Nachtrag zum Workshop von vergangener Woche und als Vorgeschmack zur Präsens des WEBmobil in Bernau hier eine kleine Auswahl von Fotos, die Anne Mundo im Bauhaus-Lab gemacht hat.


Am Montag, den 18.11.2019 stellen wir das WEBmobil direkt vor der Galerie auf. Und ab Dienstag, den 19.11, bis einschliesslich Freitag, den 22.11 werde ich dort zu finden sein.
Gerne weitersagen, gerne vorbei schauen, gerne mitweben.
WEB-WORKSHOP MIT ANDREA MILDE UND ANNE MUNDO
Mi, 6. November 16–19 Uhr

Im Atelier der GALERIE BERNAU hat Künstlerin Anne Mundo ein temporäres Bauhaus-Labor eingerichtet. Dieses nimmt die künstlerische Forschung auf und möchte mit seinen Teilnehmer*innen das historische Bauhaus neu entdecken sowie die Bedeutung des Bauhauses für die Gegenwart und Zukunft.
Das Bauhaus-Labor versteht sich als organische Experimentierstätte, die das Atelier der GALERIE BERNAU von Februar bis Dezember 2019 bespielt. Begonnen wird mit weißen Wänden, die von den Teilnehmer*innen im Prozess gestaltet werden, so wird das Bauhaus-Labor zum Ort der Präsentation.
Am Mittwoch, den 6. November, fand der zweite Workshop statt. Hier ein fotografischer Einblick in die drei Stunden konzentrierter Arbeit am Webrahmen:


Diesmal hatte ich meine Webrahmen mitgenommen. Nicht, dass man damit schneller voran kommt, aber die Arbeit in der Vertikalen kommt dem näher, was am Webstuhl geschieht, und ich denke, für die Teilnehmenden ist es so einfacher, den komplexen Prozess der Bildwirkerei nachzuvollziehen.


Es war der zweite Kurs in diesem extrem komprimierten Format, und obwohl ich mich darauf eingestellt hatte, hat mich auch diesmal die Kürze der Zeit gestresst. Gerade wenn Zeit rar wird, merke ich, wie viel ich gerne weitergeben würde, nicht nur über die Technik sondern über die Philosophie des Schaffens- und Lebensprozesses.


Zum Schnuppern hat es auf alle Fälle gereicht, und das war mein Hauptanliegen. Vom 19.-22. November werde ich mit dem Tinyhouse der KMH vor der Galerie stehen und weben. Gerne könnt ihr mich dort besuchen. Ich denke mal so zwischen 11 bis 16 Uhr ist eine gute Zeit. Aber ich werde mich hier sicherlich noch einmal dazu melden.
Hier eine kleine Kostprobe dessen, was am Mittwoch gewebt wurde:

Gerne möchte ich euch einladen zu einem Ausflug nach Bernau:
WEB-WORKSHOP MIT ANDREA MILDE UND ANNE MUNDO
Sa, 19. Oktober 11–13 Uhr · Mi, 6. November 17–19 Uhr
Im Atelier der GALERIE BERNAU hat Künstlerin Anne Mundo ein temporäres Bauhaus-Labor eingerichtet. Dieses nimmt die künstlerische Forschung auf und möchte mit seinen Teilnehmer*innen das historische Bauhaus neu entdecken sowie die Bedeutung des Bauhauses für die Gegenwart und Zukunft.
Das Bauhaus-Labor versteht sich als organische Experimentierstätte, die das Atelier der GALERIE BERNAU von Februar bis Dezember 2019 bespielt. Begonnen wird mit weißen Wänden, die von den Teilnehmer*innen im Prozess gestaltet werden, so wird das Bauhaus-Labor zum Ort der Präsentation.
Am Samstag, den 19. Oktober, fand der erste Workshop statt. Hier ein fotografischer Einblick in die drei Stunden konzentrierter Arbeit am Webrahmen:

Es war eine sportliche Herausforderung, in drei Stunden einzutauchen in die Welt der Bildwirkerei und aufzutauchen mit einem fertigen Stück gewebter Phantasie. Aber es hat funktioniert. Klein aber fein sind sie geworden, die Webarbeiten der Teilnehmerinnen. Danke für eure Neugier und eure Zeit, eure Freude und Konzentration.

Ein ganz besonderer Dank an Anne Mundo, dafür, dass sie mich eingeladen hat in das Bauhaus-Labor, das unter ihrer Leitung über das ganze Jahr hinweg die dem Bauhaus zugrunde liegenden Ideen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet hat.
Am Mittwoch, den 6.11.2019 findet von 16-19 Uhr statt. Es ist kostenlos, aber aufgrund der begrenzten Raum- und Rahmenkapazitäten wird um Anmeldung gebeten.
FRAUEN AM BAUHAUS – MUSTER, TAPETE, TEXTILIEN
Web-Workshop
mit Künstlerinnen Andrea Milde und Anne Mundo
Mittwoch, 6. November, 16 – 19 Uhr
im Bauhaus-Labor der Galerie Bernau
Anmeldung: galerie@best-bernau.de

Gestern, Samstag 26.10.2019, fand in Berlin und in einer Reihe von Städten weltweit (Amsterdam (Niederlande) / New York City (USA) / San Francisco (USA) / Chicago (USA)
Salt Lake City (USA) / Toronto (Kanada) / Tamale (Ghana) / Kisumu (Kenia) / Honolulu (Hawaii) / Seoul (Südkorea), u.a.) der ‚BasicIncomeMarch statt.
Aufgerufen hatte dazu in Berlin Stefan Perlbach. Unterstützt wurde er bei der Organisation von vielen Streiter*innen für das BGE, u.a.:
Initiative Grundeinkommen Berlin @InitiativeGrundeinkommenBerlin,
Bündnis Grundeinkommen @buendnis.grundeinkommen
Cafe Grundeinkommen – Berlin’s Basic Income Cafe @CafeGrundeinkommen
Ich konnte leider nicht beim ganzen Marsch mit dabei sein, weil ein anderer Termin anstand, der mir mindestens ebenso wichtig war. Aber ich hatte doch Zeit genug, um mich wenigstens am Anfang, am Alex ein Weilchen dazu zu gesellen, bekannte Gesichter zu suchen, den einen und die andere zu umarmen und einige Fotos einzufangen.
Hier die kleine Auswahl. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die sich mit unerschütterlicher Überzeugung und grenzenloser Energie für solch ein Thema einsetzen und etwas traurig, vielleicht sogar enttäuscht, weil ich eigentlich denke, dass es angesichts der aktuellen Lage vieler Menschen wesentlich mehr sein müssten, die sich für das Bedingungslose Grundeinkommen engagieren. Gerade auch weil in Berlin im Zuge des „Solidarischen Grundeinkommens-Projektes“ doch inzwischen viel darüber debattiert wird.
Vielleicht schaffen wir es ja irgendwann einmal uns alle zusammen zu tun und die Straßen zu füllen. Die, die wir dort waren, werden eifrig weiter versuchen, das Thema immer und immer wieder ins Gespräch zu bringen, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, im Jobcenter, in den Gemeinschaften in denen wir uns engagieren.
Stefan Perlbach
Frigga Wendt

Wer sich weiter informieren möchte, findet im Internet eine Menge Info zum Thema.
Ich möchte hier nur auf zwei Dinge aufmerksam machen:
Auf die Expedition Grundeinkommen. Ihr Plan: Im Oktober wurde mit einer Petition auf change.org gestartet, die knapp 20.000 Menschen mitgezeichnet haben. In den kommenden Monaten werden in mehreren Bundesländern mit euch zusammen Volksabstimmungen starten.
Als erstes Land haben wir uns Schleswig-Holstein ausgesucht – das Bundesland mit der größten Zustimmungsrate für das bedingungslose Grundeinkommen.
In allen Ländern, in denen sich genügend Menschen dafür aussprechen, wird dann ab 2022 das Grundeinkommen auf staatlicher Ebene umfangreich getestet!
Dort gerne mitmachen.
Und in der KMH (KulturMarktHalle) trifft sich seit kurzem einmal monatlich eine kleine Runde von BGE-Streitern, um sich über das Thema auszutauschen. Einige waren bei der Demo am Samstag dabei. Ich würde mich riesig freuen, wenn wir wachsen würden an Herzen, die für das gleiche Thema schlagen, an Köpfen, die wir Wege ersinnen, den Gedanken des BGE weiter zu tragen, an Händen die Kraft und Energie mitbringen, um aktiv zu werden. Unser nächstes Treffen findet am 18.11. ab 19 Uhr statt.


Vor einger Zeit schon war ich im Legislativen Theater Berlin, im Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.
Ich stell mit jetzt mal vor, wie jemand die Stirn in Falten legt und sich fragt: Was ist denn ein Legislatives Theater. Dann kann ich nämlich gleich den ersten Videoabschnitt hochladen. Denn besser als die Macher werd ich es kaum erklären können:
[wpvideo SUFJgOhh]
Der Titel war: „Der Grund. Die Solidarität. Das Einkommen.“
Derzeit ein aktuelles Thema in Berlin, denn seit 1. Juli gibt es hier den Modellversuch „solidarisches Grundeinkommen“.
[wpvideo Uv63NsQV]
Für nicht wenige von uns, denen die Bedingungslosigkeit ein wesentlicher Teil am Gedanken des Grundeinkommens ist, weckt dieses Vorhaben sehr gemischte Gefühle. Ist es ein Schritt auf dem Weg zum BGE? Ist es nur ein politisches Kalkül im Zeichen der aktuellen Diskussion?
Am 30. September waren zwei Gäste geladen: Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Linkspartei, und Ülker Radziwill, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Abgeordnetenhaus Berlin.
Von beiden habe ich kleine Statements mitgebracht:
Frau Radziwill
[wpvideo lHsJsXPy]
[wpvideo 9Aat81X3]
Frau Kipping:
[wpvideo kzB8CEcj]
[wpvideo ycMXfPph]
Damit ihr seht, wie aktuell und wir kontrovers auch das Thema derzeit zumindest in Berlin ist, hier der Link zum Antrag der SPD Lichtenberg für ein Bedingungsloses Grundeinkommen.
Die Kreisvorsitzende der SPD Lichtenberg, Birgit Monteiro, dazu: „Eine Gesellschaft im Umbruch erfordert neues Denken! Die Idee eines echten Grundeinkommens birgt viele Potentiale und gehört in die Mitte der politischen Diskussion. Und sie wirft viele Fragen auf, die wir beantworten wollen. Berlin eignet sich in seiner Vielfalt, Vitalität und Offenheit für Innovationen und Visionäres hervorragend für ein solches Modellprojekt. Wir wollen damit im Querschnitt herausfinden, wie ein Grundeinkommen wirkt – wofür die Teilnehmenden das zusätzliche Geld verwenden, welchen Einfluss es tatsächlich auf ihre Lebensverhältnisse, ihre Gesundheit und die Teilhabe am öffentlichen Leben hat.“
Das nächste Treffen unserer BGE-Runde in der KMH findet am Montag, den 18.11 statt.
Ich freu mich auf euch.