berlin _ 419

Manchmal werde ich gefragt, was denn aus der Idee des KUKUmobils geworden ist. Nun,  ich muss zugeben, dass es DERZEIT nicht ganz oben auf meiner „To-Do-Liste“ steht, da kommt zuerst die Suche nach einem Atelier. ABER das bedeutet natürlich nicht, dass es vergessen ist. DENN: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. UND: Weber/innen sind hartnäckiger als das schlimmste Unkraut und so leicht nicht wegzukriegen mit ihren Ideen. Klar, dass dann mein Blick immer mal wieder irgendwo kleben bleibt.

A veces me preguntan que ha sido de la idea del KUKUmobil. Bien, tengo que reconocer que ahora mismo no ocupa el primer puesto de mi „que-hacer-lista“, ahí está la busqueda de un taller. PERO eso no significa  que lo haya olvidado. PORQUE Lo que no es hoy, será mañana. Y: Los y las tejedores somos por naturaleza más persistentes que la peor de las malas hierbas y extremadamente tenaces a la hora de convertir nuestras ideas en realidad.  Dicho lo cual, a nadie le sorprenderá que, de vez en cuando, mi mirada quede „pegada“ en algún lugar, sobre algún objeto……

009Für den großen Webstuhl zu klein, aber für die Webböcke…..!!!!!

 

Veröffentlicht unter arte, Berlin, bildwirkereien, en camino, fundstücke, kukumobil, kunst, objet trouvé, objetos encontrados, projekt, proyecto, unterwegs | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

berlin _ 418 _ KMH

Am Freitag fand die erste der zwei geplanten Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung „WIEDERGEBURT“ in der KulturMarktHalle statt. Die ausstellenden KünstlerInnen waren eingeladen über ihre Arbeiten und den Bezug zum Ort, zur Zeit und zum Thema darzustellen und miteinander und dem Publikum ins Gespräch zu kommen.

 

Bedauerlicherweise war das Publikum nicht gerade zahlreich, dabei war es total gemütlich und ich habe die Gelegenheit sehr genossen, mehr über die Arbeit meines Kollegen  Anwar Al Atrash zu erfahren. Natürlich hatte ich mir seine Website schon angesehen, hatte auch mit ihm über unsere Arbeiten, unsere Herangehensweisen an das Thema gesprochen, aber immer nur auf Englisch. Da versteht man sich mal mehr, mal weniger. Aber wie das mit den Sprachen halt so ist, wenn man sie nicht so gut beherrscht, wie das bei mir mit dem Englisch und bei Anwar mit dem Deutsch der Fall ist: wenn man tiefer in ein Thema einsteigt, dann wächst manchmal die Frustration, weil man sich trotz der Bemühung des Gegenübers, dem Gedankengang zu folgen, bewusst wird, dass vieles von dem, was man eigentlich gerne mitteilen oder fragen würde, auf der Strecke bleibt.

TalkVon links nach rechts: Valentina Sartori, Kuratorin der Ausstellung, Juanjo, einer der fleißig heizenden Pelletöfen der KMH, ein Standbild des Videos mit Yael Nachshons Eröffnungskonzert und darunter Yaser bei der Durchsicht der Fragen für das Gespräch.

Deswegen war es ein absoluter Luxus, Anwar in seiner Muttersprache reden zu hören. Yaser Mohammad hat bei der Gesprächsrunde nicht nur die Moderation übernommen, sondern auch das Hin- und Herübersetzen der Fragen und Antworten. Auch wenn ich natürlich, leider, nur den deutschsprachigen Teil verstehen konnte, fand ich es spannend, beiden zuzuhören, wenn sie miteinander in ihrer Muttersprache redeten. Wie beim Film im Originalton: Mimik, Gestik und Tonlage der Stimme vervollständigen das Gesagte und machen es viel leichter nachvollziehbar und das Zuhören intensiver. Also noch einmal mein Dank an Yaser. Denn Künstlergespräche zu übersetzen ist sicherlich nicht einfach.

Interessant fand ich auch die unterschiedliche Art und Weise, wie jeder von uns mit der „Aufgabe“ umgegangen ist. In der Natur meiner Disziplin, vor allem in ihrer Langsamkeit, liegt begründet, dass es bei mir eher selten vorkommt, dass ich an solchen Ausstellungsprojekten teilnehme, bei denen ein sehr konkreter Zeitrahmen, ein Thema und ein Ort vorgegeben sind. Eine Herausforderung, die ich gerne angenommen habe,

 

Das Ergenis ist daher auch recht untypisch, wenn man meine bisherigen Arbeiten kennt. Schon allein das Material, Nylonschnur, will sagen Angelschnur, in unterschiedlichen Stärken, habe ich das erste Mal benutzt und dabei festgestellt, dass es zumindest als Webmaterial nicht gerade besonders umgänglich ist.

 

Als Entschädigung für diese gewisse Störrischkeit brachte es allerdings diese wunderbare Transparenz, die einen Zusammenhang zu dem gewählten Ort -der großflächigen Fensterfront- und den graffitierten Schriftzügen  darstellte.

010

Auch das Weben „ohne Untergrund“ ist für mich eine neue Erfahrung gewesen. Eigentlich betone ich sonst gerade immer die Gleichwertigkeit von Untergrund und Motiv bei der Bildwirkerei. Das eine kann nicht bestehen ohne das andere, entsteht  zeitnah, oft sogar gleichzeitig, und im steten Wechsel. Je nachdem, wie die Formen verlaufen, die unter rein bildhaften Aspekten das Motiv abgeben, kommt es bei der Entstehung einer Figur häufig zu einer Unterbrechung, weil der Untergrund „fehlt“ und erst gewebt werden muss, bevor die Figur „darüber wachsen“ kann. Für mich macht diese Eigenart  neben anderen Aspekten den Reiz der Bildwirkerei aus. Es hat etwas mit einer Art von Demut oder Bescheidenheit zu tun, einer Bereitschaft, sich zurückzunehmen und aufeinander einzugehen.

Trotzdem finde ich das Ergebnis sehr ansprechend, vielleicht, weil es um Wörter geht, und natürlich, weil es zum Konzept der Arbeit meiner Ansicht nach gut passt. Denn aus meiner Erfahrung heraus hat das Thema Wiedergeburt viel mit Sprache zu tun, mit dem Augenblick, in dem man wahrnimmt, dass man eine Sprache die nicht die eigene ist so gut zu beherrschen beginnt, dass man sich selbst, sein ICH wiedererkennt, wenn man sich ihrer bedient, man sich nicht nur verständlich macht, sondern sich wirklich mitteilen kann. Das ist ein unglaublich bewegendes Gefühl, erst sehr flatterhaft, so sehr, dass man seiner eigenen Wahrnehmung nicht glauben will. Aber wenn es dann immer wieder auf die Probe gestellt wird und immer mehr Bestand hat, dann stellt sich eine unglaubliche Befriedigung ein, denn dahin zu kommen, ist mit sehr viel Anstrengung verbunden, mit vielen Augenblicken der Frustration und der Ungeduld. Und damit sind wir wieder dort agekommen, wo ich mit diesem Blogbeitrag begonnen habe.

057

Luft _ Atem _ Sprache

Das waren die drei Worte, die ich gewählt hatte, um sie in den unterschiedlichen Sprachen der ausstellenden Kollegen und Koleginnen zu weben. Wenn Luft zu Atem wird, ist dies ein Zeichen dafür, dass Leben vorhanden ist. Wir hauchen Leben ein, und aus, wir beatmen und wiederbeatmen, wir warten auf den ersten Atemzug eines Neugeborenene und fürchten den letzten eines Sterbenden. Und wenn dieser Atem dazu dient, um unsere Stimme zu tragen und unsere Gedanken und Gefühle anderen mitzuteilen, dann entsteht Sprache.

018

Ja, und dann ergab es sich, dass  ich am Freitag vor dem Künstlergespräch Zeit hatte und Fotos machen konnte. Und ganz gegen meine Gewohnheit, die mich eher zur Nüchternheit neigen läßt,  hab ich mich auf ein Spiel mit Licht und Schatten eingelassen. Vielleicht hat auch die vorweihnachtliche Stimmung dazwischen gefunkt. Irgendwie mischte sich da der Effekt Weihnachts-Lichterkette mit Disco-Atmosphäre. Auch das ein Novum.

 

Die Ausstellung läuft übrigens noch bis zum 15.12.2018. Öffnungszeiten sind donnerstags bis samstagsvon 15 – 18 Uhr. Am nächsten Samstag werde ich die Ausstellung betreuen und gerne auch Fragen bezüglich dieser oder meiner sonstigen Arbeiten beantworten.

Es gibt eine zweite Veranstaltung imRahmen dieses Ausstellungsprojektes am Freitag den 7.12.2018 um 19 Uhr. Dann wird es um das Thema „GEBURT“ gehen, um „Ein Land, das es nicht (mehr) gibt.

Ihr seid herzlich eingeladen.

052

 

Veröffentlicht unter andere autoren, arte, ausstellungen, Berlin, besondere Tage, bildwirkereien, días especiales, exposición, exposiciones, foto, fotografia, fotos, kunst, otros autores, Photographie, tapices, tapiz, tapiz narrativo | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _417 _ KMH

1dezember-página001

Veröffentlicht unter arte, ausstellungen, Berlin, besondere Tage, bildwirkereien, días especiales, exposición, exposiciones, kunst, tapices, tapiz, tapiz narrativo, teppiche, zusammenabeit | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 416

002 (copia)Die nächsten Weihnachten kommen bestimmt. Und das KUKU-mobil hoffentlih auch.
Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben. Und WeberInnen sind ein hartnäckiges Völkchen.
Veröffentlicht unter arte, Berlin | Verschlagwortet mit | Schreib einen Kommentar

berlin _ 415

003Immer schön anzusehen, auch im Herbst.
Gesehen: KEH Gelände, Herzberger Landschaftspark

 

Veröffentlicht unter andere autoren, arte, Berlin, en camino, herbst, kunst, laberintos, labyrinthe, landschaft, otoño, otros autores, paisaje, unterwegs | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 414

001#Fundstück. Babelsberg. Weberviertel

P1160009

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 413

01

#herbstlichter

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 412

Herbstlichter

herbstlichter 03

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 411

Herbstlichter 02

herbstlichter 02

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 410

Herbstlichter

herbstlichter

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 409 _ KMH

Nun ist sie eröffnet, die Ausstellung „Wieder-Geburt / Rebirth“ in der KulturMarktHalle, und wartet auf euren Besuch. Bis zum 15.12 sind donnerstags, freitags und samstags von 15 – 18 Uhr die Arbeiten der sechs beteiligten KünstlerInnen zu sehen.

Ausst-rebirth-flyer DEF 01

Es hat Spass gemacht, die vergangene Woche dort zu verbringen und meine Arbeit zum Teil dort entstehen zu lassen, die Ruhe aufzunehmen, die die Halle auf mich ausstrahlt, dieses „so viel hab ich schon gesehen, wenn du wüßtest….“ , und die Bewegung, die in sie hinein kommt, durch die Besucher des Cafés, die fleissigen Hände, die hier und dort ausbessern, verschönern, mit neuen Öfen für Wärme sorgen, die Kinder, die Nachbarn, und natürlich die kunstschaffenden Kollegen und Kolleginnen, die ihre Arbeiten bringen.

Ausst-rebirth-flyer DEF 02

Wie immer gäbe es jetzt viel zu berichten von dem Eröffnungstag und den Begegnungen, die stattgefunden haben. Wie immer, fehlt es gerade jetzt an der notwendigen Zeit, um in Ruhe davon zu erzählen.

Aber doch, ganz kurz, vier Anmerkungen meinerseits: Erstens. Fühle ich mich wohl dort. Mir gefällt das Projekt ausgesprochen gut, mir gefällt der Ort, seine Lage, und ich bin gespannt darauf, wie es sich entwickeln wird. Für mich ist die Ausstellungsbeteiligung ein reines Vergnügen. Und da sind wir schon beim Zweitens: Denn ich fand es auch ungemein spannend, mit meiner textilen Kunst nicht nur dort vertreten zu sein, sondern dank der Großzügigkeit von Yael auch das Eröffnungskonzert „textil“ begleiten zu können. Drittens: Hat mich eine Besucherin auf meine Ausstellung in der VHS am Prenzlauer Berg  angesprochen, und das hat mich sehr berührt. Und Viertens hat der aufgebaute improvisierte Webrahmen so viel Raum für Begegnung geschaffen, mit jungen und älteren Menschen, von hier und von anderswo, bekannte und unbekannte, dass ich jetzt noch ganz aufgewühlt bin und eine große Lust in mir spüre, dies öfter geschehen zu lassen.

Jetzt aber erst einmal, und ohne weiter auf diese Gedanken einzugehen, eine Reihe von Momentaufnahmen vom gestrigen Abend, mit einem Dank an alle, die ihn zu dem gemacht haben, was er war.

 

 

 

 

 

 

025

Veröffentlicht unter andere autoren, arte, ausstellungen, Berlin, besondere Tage, bildwirkereien, colaboracion, días especiales, en camino, exposición, exposiciones, kunst, tapices, tapiz, tapiz narrativo, unterwegs | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 408 _ KMH

Ganz schnell und ohne zu viel verraten zu wollen, ein paar Eindrücke vom ersten Aufbautag. Ich hoffe, ihr habt euch alle den Freitagabend reserviert, um zur Vernissage der Ausstellung „wiedergeburt“ in der Kulturmarkthalle zu kommen.

001

Veröffentlicht unter arte, ausstellungen, Berlin, bildwirkereien, colaboracion, exposición, exposiciones, graffiti, kunst, palabras, sprache, tapices, tapiz, tapiz narrativo, teppiche, wörter, zusammenabeit | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 407

01

Veröffentlicht unter balconia, Balkonien, Berlin, fauna, foto, fotografia, fotos, herbst, otoño, pájaros, Photographie, vögel | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 406 _ textil

Heute haben wir eine kleine Fotosession gemacht, im Hof hinterm Haus. Ich hoffe sehr, euch damit auf die Ausstellung neugierig machen zu können, die am kommenden Freitag, den 9.11.2018 in der KulturMarktHalle eröffnet wird:

Ausst-rebirth-flyer DEF 01

Hier das Ergebnis:

02030708091014

Danke an alle helfenden Hände, besonders die von Gael, der vor seinem Heimflug noch schnell mitgemacht hat.

Veröffentlicht unter arte, ausstellungen, Berlin, besondere Tage, bildwirkereien, días especiales, en camino, exposición, exposiciones, palabras, tapices, tapiz, teppiche, wörter | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 405

024

Es hat tatsächlich gedauert. Aber nun habe auch ich meinen ersten Mauerpark-Flohmarkt-Besuch hinter mir. Nach über einem Jahr in Berlin. Juanjo meint zwar, wir wären schon einmal dort gewesen, und ich hab es bisher zwar nicht vehement bestritten, aber doch bezweiflt, weil ich mir nicht sicher war, ob ich mich auf meine Erinnerung verlassen konnte, oder sich in der Aufeinanderfolge der Ereignisse während der ersten Berlinbesuche, als Juanjo schon hier war und dem Rest der Familie den Weg geebnet hat, und ich noch in Spanien, um die Zelte nicht einzureissen, sondern behutsam abzubauen, Bilder übereinander gelagert hatten oder verloren gegangen waren. So etwas soll ja vorkommen, bei Umzügen. Deshalb war nicht auszuschiessen, dass mir diese Erinnerungsbilder vom Mauerpark einfach abhanden gekommen waren.

015

Heute bin ich ziemlich sicher, dass es wirklich das erste Mal war. Wahrscheinlich war es noch nicht mal so ’ne richtige Mauerparkstimmung. Der plötzliche Kälteeinbruch nach dem langen milden Herbst hatte viele überrascht und einige abgeschreckt. Es war lange nicht so voll, wie es in den Sommermonaten wohl zu sein pflegt. Was sich auf meine Stimmung nun wiederum sehr vorteilhaft ausgewirkt hat.

014.JPG

Etwas Geschiebe am Eingang, babelische Geräuschkulisse zur Begrüßung, Duft nach Asiatischem und nach Glühwein, etwas Kunsthandwerk, etwas Design, mal eher gehipstert, mal eher alternativ, etwas fürs Touristenauge und Spass am Secondhanding. Von allem war etwas dabei. Klamotten, Möbel, Antiquitäten, Selbstgedachtes und Selbstgemachtes.

016

Ganz gemütlich bin ich von einem Stand zum nächsten gebummelt. Hab mir als Handwärmer meinen ersten Glühwein gegönnt und nach dem Stöbern in den ersten KrimsKramsKisten beschlossen, dem herbstlichen Grau ein buntes Blumenbouquet entgegenzusetzen.

004

Am Anfang fand ich das noch ganz witzig, aber je mehr Kisten ich durchsah, um so seltsamer fühlte ich mich dabei. Meine Stimmung schlug vollends um, als ich auf den Zuckertopf mit dem Würfelzucker stiess, und auf die gehäkelten Deckchen, die irgendjemand zum Schutz zwischen die Desserttellerchen aus hauchdünnem Glas gelegt hatte, darum besorgt, dass sie nicht zerbrechen.

Und jetzt lagen sie lieblos zusammengewürfelt in zu langen Reihen aufgereihten Pappkartons, an denen fremde Menschen  auf der Suche nach einem Vintage-Schnäppchen entlangdefilierten, unter den wachsamen Augen einiger „Beobachter“, die auf erhöhtem Stühlen Posten bezogen hatten, um sicher zu stellen, dass niemand unbezahlt etwas „mitgehen“ lässt von all dem Ramsch, dem sie selbst keinen weiteren Wert beimessen ausser dem, den andere bereit sind zu entgelten.

006

009

Plötzlich war der Zauber verflogen und in meinem Kopf begannen sich Bilder zu mischen: von mir beim Ausmisten meiner eigenen Sachen, jedesmal, wenn ich nach langen Zeiten der Abwesenheit zu meiner Mutter kam; von der Auflösung der Wohnung meiner Mutter nach ihrem Tod und der Ohnmacht weder Raum noch Zeit zu haben, um mich richtig von all den Dingen zu trennen, denen irgendwie etwas von meiner Mutter anhaftete; von den Umzügen der eigenen Familie und dem Ordnen der Habseligkeiten, an denen so viele Erinnerungen hängen…… Und dann kommt hier und da auch noch ein Gegenstand zum Vorschein, der ebensogut mir gehören könnte, und ich versuche mir die Menschen vorzustellen, die mit diesen Gegenständen verbunden waren, und die Schiksale, die dazu geführt haben, dass ich jetzt hier stehe und in ihren Habseligkeiten wühle. So wie man manchmal im Supermarkt an der Kasse steht und auf dem Band all die Dinge sieht, die die Person vor einem gekauft hat und versucht, sich vorzustellen, was es mit dieser für Aussenstehende willkürlichen Zusammenstellung von Gegenständen auf sich haben mag.

018019

Mit jeder Kiste werden diese Menschen mir gegenwärtiger und ich stelle mir vor, dass vielleicht auch meine Habseligkeiten irgendwann mal in solch einer Reihe von Kisten landen. Immer noch besser als in einem Müllcontainer, oder? Zumindest bekommen sie eine neue Chance und jemand anderes ein paar Euros, oder? Oder nicht?

021022023

Tief berührt bin ich mit einem kleinen Likörglas aus rosagefärbtem Glas und drei handbemalten Ostereiern davongegangen. Seitdem werde ich all diese Gedanken nicht los und eine gewisse Wehmut macht sich in mir breit.

Ich hab mir vorgenommen, nächste Woche wieder hinzugehen. Erstens, weil ich mich mit einem Kunsthandwerker verabredet habe, der mir eine selbstgemachte Gottesanbeterin zeigen will, zweitens weil es an einem Antiquitätenstand eine wunderschöne Badepuppe aus Porzellan gab, über deren Preis durchaus noch verhandelt werden kann, und drittens um zu sehen, was passiert, wenn ich mich ein zweites Mal diesen Reihen von KrimsKramsKartons gegenüber sehe. Vielleicht, wenn man entsprechend gewappnet ist, bringt einen das alles nicht aus dem Gleichgewicht. Schliesslich ging ein Strom von Menschen an diesen Reihen von Kisten vorbei, ohne auf irgendein Art und Weise angerührt zu sein. Nur bei einer Gelegenheit erkannte ich mich mit meinen Gedanken bei jemand anderem wieder, als nämlich eine Frau zu ihrem Partner sagte: Ist schon krass, stell dir vor, du siehst so ’ne Kiste mit Kram durch und dir wird auf einmal klar, dass er von jemandem ist, den du kanntest.

017

 

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 404 _ fundstücke

001

Veröffentlicht unter arte, en camino, fundstücke, kunst, objet trouvé, objetos encontrados, unterwegs | Schreib einen Kommentar

berlin _ 403 _ textil

EINLADUNG _ INVITACION _ INVITACIÓN

Ich möchte euch gerne einladen zu der nächsten Ausstellung, an der ich mit einem kleinen, textilen Beitrag beteiligt bin:

Ausst-rebirth-flyer DEF 01Ausst-rebirth-flyer DEF 02

Seit einigen Monaten begleite ich sopradisch das Nachbarschafts- und Integrationsprojekt KMH _ KulturMarktHalle, die Wiederbelebung einer ehemaligen Supermakrthalle im Mühlenkiez, die dort, wo früher das für das Wohlbefinden des Leibes Wesentliche verkauft wurde, das geschehen lassen will, was der Seele und dem Geist guttut und die Gesellschaft zusammenhält.

Das Thema „Wiedergeburt“, eng verbunden mit dem, was derzeitig mit diesem Ort geschieht, wird auf persönlicher Ebene von den teilnehmenden Kunstschaffenden auf sehr unterschiedliche Art und Weise beleuchtet, denn jeder macht diesen Begriff an etwas anderem fest, an eigenen Erfahrungen, Wünschen, Gedanken.

Das Leben hat es mir bisher erspart, mich mit Situationen auseinandersetzen zu müssen, in denen mein Leben ernsthaft gefährdet war. Zumindest habe ich es nie so empfunden. Daher ist meine Herangehendweise an das Thema „Wiedergeburt“ eher auf die Erfahrung fokussiert, sich an einem fremdem Ort in einer fremden Kultur in einer neu zu erlernenden Sprache das erste mal wiederzufinden. Diese Erfahrung habe ich in meinem Leben bisher zweimal erfahren: in Frankreich und in Spanien.

Zweimal gab es diesen Augenblick, in dem ich mir bewusst wurde, dass ich mich meinem Gesprächspartner gegenüber nicht nur verständlich machen, sondern darüber hinaus etwas von meinem eigentlichen ICH vermitteln konnte. Bevor es zu diesem Moment kommt, steht eine große Frustration, eine große Ohnmacht, das ein oder andere ungewollte Missverständnis und irritierendes Unverständnis, und auch eine ganz gewaltige Anstrengung. Die Wiedergeburt des ICHs in einer anderen Sprache, die es mitteilbar macht, also lebendig und wahrnehmbar für das Gegenüber macht, ist mein Thema bei dieser Ausstellung.

Daher habe ich eine kleine Auswahl an Worten herausgegriffen, die für mich in diesem Zusammenhang als Vehikel dienen, um diesen Gedanken auszudrücken:

Wurzel _ Atem _ Sprache _ Luft

Diese vier Worte treten in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf: in den fünf Sprachen, in denen wir _ als an dem Projekt beteiligte  KünstlerInnen _  unser ICH das erste Mal verbalisiert haben:  Spanisch _ Arabisch _ Italienisch _ Hebräisch _ Deutsch.

Mehr dazu in Kürze. Aber es sei jetzt schon gesagt:

Ich freu mich auf euren Besuch.

 

Veröffentlicht unter andere autoren, arte, ausstellungen, Berlin, besondere Tage, bildwirkereien, colaboracion, días especiales, en camino, exposición, exposiciones, internacional, international, kunst, palabras, unterwegs, wörter | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 402 _ textil

Jedesmal, wenn ein Kurs endet, kommt die gleiche Stimmung auf:

08

Jetzt….

…. wo es eigentlich erst richtig anfängt, Spass zu machen,
…. weil man ein Gespür bekommt, für das richtige Material, die richtige Spannung,
…. weil man die ersten grundlegenden Techniken beherrscht
…. weil einem die ersten Ideen kommen, die man gerne umsetzen würde,
…. weil man gerade beginnt, ein Vorstellung davon zu bekommen, welche Möglichkeiten
sich einem bieten,…..

….. jetzt ist der Kurs zu Ende.

Auf der einen Seite freut mich das natürlich, bedeutet es doch, dass ich etwas von dem geschafft habe, was ich mir jedesmal vornehme: nämlich andere Menschen für die Bildwirkerei zu begeistern. Auf der anderen Seite frustriert es mich natürlich auch, dass ich keine Lösung anbieten kann, auf die Fragen, die oft von den Teilnehmenden kommen, nach einer dauerhaften Möglichkeit des Weiterlernens.

Klar ist, das es erstrebenswert wäre, über eine kontinuierlichere Infrastruktur zu verfügen, die es möglich macht, über einen längeren Zeitraum auch an größeren Stücken zu arbeiten.

04

Denn selbst ein Wochenende macht deutlich: Je gröber die Kette, und je dicker die Wolle für den Schuss, um so schneller wächst der Teppich. Aber je feiner das Material für Kette und Schuss, um so präzieser die Formen, um so klarer die Komposition, um so nuancierter die Farbabstufungen, um so reicher die -mischungen, ABER um so langsamer wächst der Teppich, bzw. um so mehr Zeit benötigt man, um das gewebte Bild entstehen zu lassen.

Wie man diesen Balanceakt hinbekommen kann, Zeit, Raum und Finanzierung in einem ausgewogenen und für alle nachhaltigen Masse zusammenzubringen, weiss ich noch nicht, aber ich werde weiter nach einer Lösung suchen.

HIER aber erst einmal das Ergebnis dieses Wochenendkurses. Die Horizontal, Diagonale und Vertikale in der Weberei, mögliche Verbindungen und erste Farbabstufungen und -kompositionen standen auf dem Programm.  Dabei hat jede der Teilnehmerinnen ihre ganz eigene Art gefunden, mit den Materialien umzugehen und das auszuprobieren, was sie interessierte.

 

DENN, so kurz der Kurs auch sein mag, er ist lang genug, um die Vielfalt der Webkunst erahnen zu lassen. Selbst nach zwei Tagen Weberei gleicht kein Stück dem anderen. Auf jedem Webrahmen findet etwas ganz anderes statt.

Dabei ist alles spannend, alles interessant, und jedes kleine Werk, das dank diese hingebungsvollen und hochkonzentrierten Abeit entsteht, ist ein kleiner Schatz. Und jede Abnahme vom Webrahmen ist ein kleines Fest.

Ich freu mich schon sehr auf den nächsten Kurs, der ist übrigens auch in Tempelhof Schönefeld, und schon nächsten Monat, vom 23.-25.11.2018

Mehr Info dazu findet ihr hier: VHS Tempelhof-Schöneberg Information zu den Kursen

 

Veröffentlicht unter arte, Berlin, bildwirkereien, cursos, kunst, taller, tapices, tapiz, tapiz narrativo, teppiche | Schreib einen Kommentar

berlin _ 401 _ textil

002

Zwischenbilanz. Heute war der erste der zwei langen Tage des Bildwebereikurses. Viel haben wir gesprochen, über Materialien, über horizontale und vertikale Farbwechsel, über Diagonale und über Farbverläufe.  Und einiges davon haben wir ausprobieren können.

Wie immer finde ich es spannend zu sehen, wie ausgehend von der Webkante, die noch auf allen Webrahmen gleich aussieht, jeder von ihnen schon nach kurzer Zeit ein ganz eigenes „Gesicht“ bekommt.

Und auch diesmal begeistert mich die Konzentration, die in unserer improvisierten Werktatt herrscht. Sechs Stunden sind für einen Weber, eine Weberin, eine kurze Zeit, aber wenn man das erste Mal vor dem Webrahmen sitzt, macht sich das intensive Arbeiten schon bemerkbar. Daher bin ich den acht Telnehmerinnen sehr dankbar für die Ernsthaftigkeit, mit der sie mir zuhören und dann bereit sind, ihren eigenen Gedanken zu folgen und jede für sich die Fäden in die Hand zu nehmen und ein eigenes Musterstück herzustellen.

Morgen mehr.

017

 

 

Veröffentlicht unter arte, Berlin, bildwirkereien, cursos, en camino, enseñanza, kunst, kurse, tapices, tapiz, tapiz narrativo, teppiche | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 400 _ textil

Oktober 2018-página001

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 399 _ textil

So, bitte noch einmal mithelfen: Der nächste Kurs an der VHS Tempelhof Schöneberg am kommenden Wochenende FINDET STATT, wenn auch die Zahl der Teilnehmenden nur knapp über der Hürde liegt.

Tempelhof 3

ABER der nächste kommt bestimmt. Insgesamt sind 4 Wochenendkurse im Programm, die im Prinzip aufeinander aufbauen, aber auch unabhängig voneinander besucht werden können.

ALSO, damit auch der nächste Kurs stattfinden kann, bitte noch mal LESEN,  TEILEN, WEITERSAGEN……… oder ANMELDEN!!!!

Veröffentlicht unter arte, Berlin, bildwirkereien, cursos, kunst, kurse, tapices, tapiz, tapiz narrativo, teppiche | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 398

Noch einmal so richtig aus dem Vollen schöpfen. Das war am Sonntag angesagt.

008012007

Eigentlich viel zu warm. Eigentlich viel zu trocken. Aber so wunderbar hebstlich bunt.

014015010005001

# BritzerGarten

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar

berlin _ 397

Ein wahrhaft buntes Wochenend war es.
Und sonnig war es, und gemütlich. Ja, gemütlich.
Und vor allem VOLL war es.
VOLL VIELer Menschen, die für eine offene
und unteilbare Gesellschaft auf die Strasse gegangen sind.

Wir haben den Anfang der Demo gesehen, aber nienicht das Ende, trotzdem wir ab und zu an einem Schattenplätzchen angehalten haben, um einen Teil der Demo vorbeiziehen zu lassen. Es war eine unüberschaubare Menge an Menschen.

Es stimmt, es herrschte eine Art Sonntagsspaziergangsstimmung. Einge hat das gestört, es wäre zu bunt, zu offen, zu diffus gewesen, zu wenig kämpferisch, zu wenig fordernd für die einen, oder zu vieles Verschiedenes für die andern.

Ich fand gerade das besonders gut. Es war eine Wohlfühldemo. Das find ich nicht schlimm. Im Gegenteil, so sollte es bleiben. Niemand versäumt es deswegen, sich der Ernsthaftigkeit der Lage bewusst zu sein. Aber das eine schliesst das andere nicht aus.

015

DANKE, Berlin. Danke an alle, die ihr die Strassen geflutet habt.

Veröffentlicht unter Berlin, besondere Tage | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

berlin _ 396

Es ist nicht mein erstes beriner Labyrinth, aber es stimmt schon, es ist schon eine Weile her, dass ich hier darüber berichtet habe.

No es mi primer laberinto univiario berlines, pero sí es cierto, que hace mucho que no lo menciono.

So oft erzähle ich in meinen Kursen davon, wie eng die Weberei mit dem Leben verbunden ist. Daher sollte es niemanden verwundern, wenn ich mein eigenes Leben wie das Weben eines Bildteppichs empfinde: immer mal wieder verweilen Pinnen mit wunderbaren Farbmischungen und kostbaren Garnen an spannenden Stellen in Ruhestellung und warten geduldig darauf, dass das gesamte Umfeld weit genug gewachsen ist, um die Arbeit an dieser bestimmten Stelle fortzusetzen, den Faden erneut in die Hand zu nehmen…… den des KUKUmobils….. den meines seit vielen Jahren begonnenen und noch nicht vollendeten Migrations-Teppichs…….

…… und den des Labyrinths.

[wpvideo Z4hBxseT]

Tantas veces comento en mis cursos la estrecha relación entre la vida y el tejer. Por ello no creo que a nadie le sorprenda que para mi, la vida es como tejer un tapiz: a menudo se queda una canilla con una magnífica mezcla de color y un precioso hilo colgando en un lugar excitante, esperando pacientemente hasta que se ha construido todo el entorno, para ser retomada con el mismo énfasis como en el momento de su abandono….. pues eso es lo que de vez en cuando me pasa, que los hilos se quedan colgando en espera….. como el del KUKUmobil, como los de mi proyecto textil inacabado, …….

….como el del laberinto.

También les digo siempre a mis alumnas y alumnos, que para que una tejedora cote un hilo, tiene que estar muy, pero que muy segura que ya no le necesita. Gestionar los muchos hilos, canillas, posibilidades en reposo, sin agobiarse en exceso es parte del arte de tejer. Ahora, aunque se tienen en mente todos, la concentración de ojos y manos siempre se centra en unos cuantos.

016Einen schönen Herbst wünsche ich uns allen. Feliz otoño, happy autumn.
Veröffentlicht unter arte, Berlin, en camino, flora, fundstücke, herbst, laberintos, labyrinthe, objet trouvé, objetos encontrados, otoño, unterwegs | Schreib einen Kommentar

berlin _ 395 – fundstücke

001002003

Veröffentlicht unter arte, Berlin, en camino, flora, fundstücke, herbst, objet trouvé, objetos encontrados, otoño | Schreib einen Kommentar

berlin _ 394

LICHTEN…

005

Veröffentlicht unter andere autoren, arte, Berlin, besondere Tage, días especiales, en camino, graffiti, kunst, otros autores, unterwegs | Schreib einen Kommentar

berlin _ 393

004

Veröffentlicht unter andere autoren, arte, Berlin, días especiales, en camino, graffiti, kunst, otros autores, unterwegs | Schreib einen Kommentar

berlin _ 392 _ textil

001

800 Nägel stecken schon an ihrem Platz. Morgen kommen die andern 1000 dran. Dann ist alles vorbereitet für den Webkurs. Seid ihr ganz sicher, dass ihr nicht mitmachen wollt? Dass ihr es allen euren Bekannten weitergesagt habt?

800 puntas ya están colocadas. Mañana tocan los 1000 restantes. Y con eso ya queda todo preparado para el viernes que viene. ¿Seguro que no queréis apuntaros? ¿Y lo habéis dicho a todas vuestras amigas, a todos los conocidos habidos y por haber?

 

Veröffentlicht unter arte, cursos, kurse | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

4 days madrid _ IX

(de) Es gab diesmal keine Zeit und wenig Ruhe für Museumsbesuche. ABER zum Botanischen Garten hab ich es geschafft, und nicht nur, um diesem heissgeliebten Fleckchen Erde Ehre zu erweisen, wie ich es immer gerne tu, wenn sich ein Zeitfenster öffnet, sondern um eine Ausstellung zu besuchen, auf die ich sehr neugierig war und die mich, das nehme ich gerne vorweg, absolut begeistert hat:

(es) Esta vez había poco espacio y calma para visitas de museos. PERO conseguí acercarme al Botánico, ese hermoso cacho de tierra que siempre que voy me llena de alegría y amor por ese incansable motor vital que es la naturaleza.  Y la visita tenía un doble motivo, aparte de buscar el reencuentro con el jardín había una exposición que despertó mi curiosidad y que, lo adelanto con gusto, me ENCANTÓ:

 

003

Klein, aber fein. Eine Zusammenarbeit von Mutter und Sohn. Wunderbar, zärtlich, spielerisch, einfühlsam, machtvoll, gekonnt. Malerei und Stickerei. Spontaneität und Beständigkeit….. So vieles könnte ich dazu sagen. Aber ich denke, das Beste ist, euch einfach die Fotos zu zeigen, die ich gemacht habe……

Pequeño, pero fino, se dice en mi idioma. Una colaboración entre hijo y madre. Maravilloso, tierno, juguetón, sensible, poderoso, acertado. Pintura (acuarela) y bordado. Espontaneidad y constancia…… Tanto podría decirse. Pero creo que resulta más fácil mostraros las fotos que tomé….

I.

030

 

II.

Como ya he dicho, no es una exposición grande, por lo que al número de piezas se refiere. No recuerdo la cantidad exacta, pero no serán mucho más de 10 paños los que se pueden ver en el Pabellón Villanueva del Botánico, precioso lugar, por cierto, para una exposición como esta, con su luminosidad y su ambiente intimista, lejos del ajetreo de las demás salas de exposiciones, como si la vegetación hiciera de muralla de protección, proporcionando esta sensación de recogimiento.

Wie bereits gesagt, ist es keine grosse Ausstellung, wenn man dafür die Zahl der ausgestellten Werke zum Mass nimmt. Genau kann ich mich nicht erinnern, aber es waren sicherlich nicht mehr als 10 Arbeiten, die im Pavillón Villanueva des Botanischen Gratens zu sehen sind. Übrigens ein wundebarer Ort, lichtdurchflutet und gleichzeitig beschaulich, so als ob die ihn umgebende Vegetation einen Schutzschirm gegen die Hektik der Großstadt darstellen und den Besucher gleichermassen in eine andere, komtemplativere Welt einhüllen würde.

029027

III.

(es) Miquel Barceló (Felanitx, 1957) dibuja sobre telas de lino y algodón de uso doméstico. Posteriormente, su madre Francisca Artigues (Felanitx, 1926) interpreta estas „manchas de color“, puntada a puntada,  y descubre así estas figuras que pueblan las singulares obras de la familia Barceló.

Los bordados emergen sobre el lino, marcados por puntadas de ganchillo (punt mallorquí) y expresan con temática submarina y selvática el imaginario personal de su creador. Barceló es un gran explorador, al que le gusta observar el fondo del mar, recorrer desiertos en África y caminar por el Himalaya. Después, en su taller, transforma estas experiencias vividas en sus oníricos dibujos. Dentro de su obra podemos ver influencias de música, poesía, mitología y de su forma tan particular de observar y concebir el mundo. (Fuente)

(de) Miquel Barceló (Felanitx, 1957) malt auf großen Leinen- oder Baumwollstoffen, die ursprünglich für den Haushalt bestimmt waren (Tischdecken, Bettüberwürfe, Gardinen, etc.). Danach überarbeitet seine Mutter Francisca Artigues (Felanitx, 1926) diese „Farbflecken“ und bringt mit feinem Kettstich Tieren und Pflanzen ans Licht, die sich in ihnen verbergen. So entsteht dieses einzigartige Werk der Familie Barceló.

Neben den Anregungen, die Barceló auf seinen vielen Reisen durch die Wüsten Afrikas, und die Bergwelt des Himalaya gesammelt hat, sind es vor allem marine Motive, die diese imaginäre Welt bewohnen. Wen wundert es, wenn man bedenkt, dass beide, Miguel und seine Mutter Francisca auf Mallorca geboren wurden und aufgewachsen sind. Das Meer war und ist ihr Alltag und Quelle für Nahrung und Inspiration, für Leib und Seele, für Leben und Kunst.

022

 

IV.

Francisca Artigues nace en Felanitx en el año 1926. Se casa en el año 1955 con Miquel Barceló Gelabert. Durante su juventud pinta al óleo, y tras su matrimonio trabaja la acuarela con paisajes de ribera y vuelve al óleo para investigar la pintura abstracta. Abandona la pintura cuando Miquel empieza a mostrar dotes artísticas. Durante su juventud borda como hacen la mayoría de jóvenes de la época, pero empieza a bordar más seriamente en 2009 por petición de Miquel. En 2014 expone por primera vez sus bordados en Sankt Gallen, Suiza, con motivo de la exposición Vivarium. Francisca sigue bordando a día de hoy. (Fuente)

Francisca Artigues kommt 1926 in Felanitx (Mallorca) zur Welt. 1955 heiratet sie Miquel Barceló Gelabert. In ihrer Jugend malt sie in Öl, nach ihrer Hochzeit widmet sie sich der Aquarell-Landschaftsmalerei, und später der abstrakten Malerei. Wie die meisten Frauen ihrer Generation stickte sie in ihren jungen Jahren, um Heimtextilien zu verzieren.  Seit 2009 gewinnt die Stickerei, vor allem auf Drängen ihres Sohnes, zunehmend an Bedeutung und an Ernsthaftigkeit. 2014 zeigt sie ihre Arbeiten das erste Mal dem breiten Publikum, und zwar in Santk Gallen, Schweiz, anläßlich der Ausstellung VIVARIUM.

020021

028

V.

(es) La exposición recibe su título de uno de los bordados, Vivarium, una pieza de 444 x 244 cm que llevó más de 2 años de trabajo no sólo por el gran tamaño del mismo sino por la gran cantidad de seres que alberga. Si bien la mayoría de las piezas que se exponen tienen funciones en el hogar, en el caso de Vivarium se planteó desde sus orígenes como un tapiz para ser colgado en la pared. Barceló comenzó el tapiz a partir de manchas verdes y azules de las que van saliendo seres que se ligan unos con otros, hasta crear un bordado de gran densidad. Como explica el propio Barceló: „Vivarium es como un contenedor de cosas vivas. Dragones, nenúfares y extraterrestres, incluso objetos, una cosa en crecimiento constante“.

Con el tiempo, el trabajo continuó extendiéndose, y los manteles comenzaron a poblarse de criaturas de la tierra. Entre flores, arbustos y palmeras aparecieron reptiles arcaicos, insectos, pájaros, murciélagos, monos, ciervos caballos y elefantes. Y también anzuelos, flechas, hachas y cuchillos; herramientas primitivas al servicio del hombre en su afán permanente por dominar la naturaleza. (Fuente)

(de) Die Ausstellung verdankt ihren Titel einem der ausgestellten Werke, einer großformatigen Stickerei (444 x 244 m), deren Herstellung mehr als 2 Jahre in Anspruch nahm, nicht nur wegen der Größe des Stoffes, sondern auch wegen der Anzahl der Wesen, die dort abgebildet sind. Anders als bei den anderen Stücken war Vivarium von Anfang an als Wandgehänge konzipiert. Auf dem großen Tuch legte Barceló blaue und grünen Farbflecken an, aus denen sich Wesen herausbildeten, die sich miteinander verbanden bis ein dichtes Figurengeflecht  entstand. Barcló sagt dazu: Vivarium ist wie ein Behälter lebender Dinge. Drachen, Seerosen und Außerirdische, selbst Objekte, etwas, das sich in stetem Wachsen befindet“.

Mit der Zeit weitete sich die arbeti imer mehr aus, und zu den Wasserbewohnern gesellten sich auch Erdbewohne. Neben Blumen, Sträuchern und Palmen sehen wir Fledermäuse, Insekten, Vögel, Affen, Hirsche, Pferde und Elefanten. Selbst Pfeile sehen wir, Äxte und Messer; primitive Werkzeuge im Dienste des Menschen in seinem Bestreben, die Natur zu beherrschen.

005

 

Stundenlang hätte ich mir diese übervolle Bilderwelt anschauen können. Ganz besonders spannend fand ich all die Stellen, an denen der Dialog zwischen Mutter und Sohn, zwischen Pinsel und Nadel, besonders deutlich wurde. Zwei schöpferische Geister im Gespräch, oft den gleichen Gedanken nachgehend, und aus den gleichen Quellen trinkend, aber ab und zu auch getrennten Wegen folgend, denn da gibt es Farbflecken, die in die Stickerei nicht aufgenommen werden, oder welche, aus denen ganz andere Figuren entstehen, als der Farbfleck vermuten lassen würde. Genau dadurch entsteht die Spannung und Faszination, die auch auf das Publikum übergreift und es einbindet in dieses Gespräch, das den Raum erfüllt, wo immer diese Arbeit auch hängen mag.

009x

Wer also vor dem 2. Januar 2019 nach Madrid kommt, sollte sich etwas Zeit nehmen und diese Ausstellung besuchen. Es lohnt sich. Absolut.

004

 

Veröffentlicht unter andere autoren, arte, ausstellungen, besondere Tage, días especiales, en camino, enlace, exposición, exposiciones, fauna, flora, kunst, link, otros autores, unterwegs | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

4 days madrid _ VIII

030

Veröffentlicht unter arte | Schreib einen Kommentar