Noch ein Foto, bevor er wieder zusammengerollt wird.
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Allez hop, on y va!
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Die Arbeiten am Ende einer Ausstellung abzunehmen nimmt relativ wenig Zeit in Anspruch, aber es dauert, bis die Leere, die sich nicht nur im Raum ausbreitet, sondern auch in mir selbst, wieder gefüllt ist.
Ausstellen ist für mich nie nur das Aufhängen von Teppichen gewesen. Es geht mir nicht nur darum, den Raum in seiner baulichen Beschaffenheit wahrzunehmen, die Struktur der Wände, die Lichtverhältnisse, die Stimmungen des Alltags, den er beherbergt. Ich mag es ihn zu erforschen, ihn zu erobern, mir etwas von dem zu Eigen zu machen, was in ihm schwingt.
Daher geht es zwar auch, aber nicht nur darum, den besten Platz für jedes Werk zu finden. Sondern es mit einem kleinen Energiefeld zu umgeben, bestenfalls den ganzen Raum mit dieser Energie zu füllen.

Sie soll einladen, soll bewegen, soll lenken und tragen. Nicht selten fühlt es sich so an, als ob ich den Raum imprägnieren wolle mit dieser Energie. Manchmal gelingt es, nicht immer. Das Kesselhaus war in seiner Mächtigkeit eine große Herausforderung.

Aber es hat funktioniert, glaube ich zumindest. Jetzt geht ein Teil der Arbeiten nach Bernau in die Stadtgalerie. Anderer Ort, andere Bedingungen, anderer Alltag, andere schwingungen. Selten folgte eine Ausstellungen meiner Arbeiten der nächsten so „auf dem Fuße“.
Während die Seele noch an einem Ort verweilt, eilt der Kopf schon zum nächsten. Ich hoffe, meine Ernergie reicht aus, um auch dort gute Arbeit zu leisten.

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Am Freitag auf der Demo getroffen. Seit langem aboluter Fan. So ein tolles Projekt. Schaut mal rein: bikeygees.org

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Gestern führte mich mein Weg durch den Landschaftspark Herzberge zum Museum Kesselhaus. Cindy hatte sich angeboten, meine Arbeiten in diesem doch sehr speziellen Umfeld zu fotografieren.
Nach getaner Arbeit haben wir uns Zeit genommen für einen kleinen Spaziergang über das Krakenhausgelände. Wie immer, aber natürlich ganz besonders an einem Tag wie gestern, an dem alles sich noch einmal von seiner sonnigsten Seite zeigt, bevor der Herbst Einzug hält, ist es ein verwunderliches Gefühl, zu wissen, dass um diese kleine grüne Oase, in der eine tiefe Ruhe herrscht, das Großstadtleben braust.
Auf dem Weg zum Krankenhauscafé sahen wir ein Eichhörnchen platt auf dem Bauch im Gras liegen. Alle Viere von sich gestreckt. So tiefenentspannt, dass es tot schien. Dabei lag es da und hat, wie jeder vernünftige Mensch es tun würde und sollte, wohl einfach „nur“ Sonne getankt.

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TOP
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So, bis auf Kleinigkeiten ist alles bereit für Morgen. Die Arbeiten hängen auf alle Fälle und ich freu mich auf die Nacht, die lange. Und auf euch.


12. Lange Nacht der Bilder _ Lichtenberg, Freitag 6.09.2019, von 18 Uhr – 24 Uhr.
Ihr werdet viele KünstlerInnen an vielen unterschiedlichen Orten in Lichtenberg finden.
MEINE BILDTEPICHE und MICH findet ihr im Museum Kesselhaus, Herzbergstrasse 79
Haus 29, auf dem Gelände des Königin Elisabeth Krankenhauses.
Freu mich.
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Jedes Mal aufs Neue überrascht mich die Art und Weise, wie meine Arbeiten sich einfügen in die unterschiedlichsten Umgebungen. Dabei war das Kesselhaus eine ganz besondere Herausforderung und ich komme selbst aus dem Staunen nicht heraus, wie sanft und leise die Gewerke ihren Raum finden, ohne wegzuschieben, ohne zu fordern, ohne zu drängeln. Aber voller Selbstbewusstsein in der überwältigenden Größe und Mächtigkeit der alten Kessel.



Danke auch heute für die helfenden Hände, die es möglich gemacht haben, die schwierigste der Hängungen erfolgreich zu bewältigen. 

Übermorgen werden die Sieben Marien ihren Raum finden, dann wird ausgeleuchtet und alles wird, wie immer, rechtzeitig bereit sein und auf euch warten.
Zum zwölften Mal findet am kommenden Freitag, den 6.09.2019 in Lichtenberg die Lange Nacht der Bilder statt. Von 18 – 24 Uhr werdet ihr mich im Museum Kesselhaus finden. Ich würde mich freuen, euch dort zu sehen. Auch wenn ihr meine Arbeiten schon kennt, allein der Rahmen lohnt sich.

Bis Freitag?
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Faden tifft Metall. Der Aufbau beginnt. Eine Herausforderung und eine Freude.



Ihr findet mich und einige meiner Arbeiten in der Langen Nacht der Bilder von Freitag auf Samstag, von 18-24 Uhr im Museum Kesselhaus.
Würde mich freuen, euch dort zu sehen.
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EINLADUNG

Ihr Lieben, es wird aus Anlass der Langen Nacht der Bilder eine kleine Pop-Up-Ausstellung einiger meiner Teppiche im Museum Kesselhaus, geben.
Ihr würde mich freuen, euch dort zu sehen.

Ausserdem werden wir, das ist meine Kollegin Kati Hyppää und ich, diese wunderbare Konstellaion nutzen und für die Folgeausstellung am gleichen Ort werben, denn am kommenden Dienstag werden wir das Ergebins unseres STICKSTOFF-Projekts vorstellen.
Zu beiden Veranstaltungen möchte ich euch herzlich einladen. Und erzählt es gerne auch weiter.
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Ein Traum von einem Ort, Gespräche, die mich tief berührt haben, unbeschwertes Lachen, intensives Arbeiten, zwei Zeckenbisse, ein gutes Dutzend Mückenstiche, zwei Wunden am Fuss vom barfussdurchdenwaldlaufen, überwältigender Sternenhimmel, tiefe Stille, duftende Erde und weiches Moos, und ENDLICH, endlich wieder Nebel…… und sich vom Wasser umschmeicheln lassen. Dem Leben dankbar, und dankbar den Menschen, die mit dabei waren und es ermöglicht haben.
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S-Bahn-Station Landsberger Allee
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Immer wieder schön, der Britzer Garten. Auch zum Sticken.

Sträflich vernachlässigt habe ich hier im Blog dieses wunderbae Projekt, das mich seit einigen Monaten mit Kati Hyyppä lichtenberger Orte besuchen lässt um dort zu sticken. STICKSTOFF ist sein Name und am kommenden 12.09.2019 wird die Ausstellung stattfinden. Spätestens dann erzähle ich euch mehr dazu.


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Eine Woche ohne Internet. Eine Woche zwischen Hügeln voller Trauben, Häusern voller Balken und Regalen voller Fäden. Eine Woche voller herzhaftem Lachen und konzentrierter Arbeit. Eine Woche voller Vertrautheit und Verbundenheit.
Es gibt viel zu erzählen über diese Woche, die hinter mir liegt, und die meine Seele immer noch nicht frei gegeben hat.
Zum vorsichtigen Herantasten, einige Schnappschüsse aus der Umgebung:








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gesehen: U-Bahnstation Samariterstrasse. Deutsche Ordnung.
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Erfahrungsgemäß wird die Arbeit an den Webrahmen nach dem zweiten Tag immer intensiver. Langsam entstehen die unterschiedlichen Bilder und alle wollen wir sehen, was am Ende dabei heraus kommt.
Erfahrungsgemäß ist auch der letzte Tag immer der angespannteste. Im Raum steht die Frage, ob man es schafft, den Entwurf fertig zu weben, oder nicht.

Auch da, wie sollte es anders sein, besteht die Kunst darin das Gleichgewicht zu finden. Stetiges Arbeiten ohne Eile, Gespannt-Sein ohne angespannt zu sein…..
Schön war es, die Freude mit den Teilnehmerinnen zu teilen, wenn die Webstücke vom Rahmen genommen werden können, und das erste Mal in den eigenen Händen liegen.
Und jedesmal ist es erstaunlich, zu sehen, wie unterschiedlich das Ergebnis ausfällt. Lasst mich kurz zeigen, was Andrea, Clara, Noara, Eeva, Valerie, Olga und Carola in diesen fünf Tagen gearbeitet haben:
Andrea
Clara
Clara hat den Webrahmen ausgeliehen. Sie hat sich noch einiges vorgenommen für die nächsten Tage. Sie musste mir versprechen, ein Foto von dem fertigen Webstück zu schicken. Ich bin gespannt.
Noara
Eeva
Valerie

Olga

Olga hat sich an den KREIS gewagt. Immer eine große Herausforderung ……
Carola
Carola kam erst am Sonntag und hatte daher weniger Zeit. Trotzdem, oder gerade deswegen, hat sie beherzt eine kleine Bildkomposition in Angriff genommen und für die Bildwirkerei dazu die entsprechende Farbkarte in das Webstück integriert. Auch sie hat, wie Clara, den Webrahmen mitgenommen. Auch sie musste mir versprechen, ein Foto der fertigen Papaya zu schicken.
Die Sommerschule geht diese Woche zu Ende. Aber das Projekt geht weiter. Wer daran interessiert ist, der möge auf der Homeage von savvy contemporary nachsehen.
Mir bleibt nur einmal mehr Dagmar zu danken, für ihr Vertrauen und die Benutzung ihrer Werkstatt, und den Teilnehmerinnen, für die konzentrierte Arbeit und die angenehme Atmosphäre.
Ich hab bei dem andauernden Springen vom Deutsch zum Spanisch zum Englisch und wieder zurück hin und wieder das Gefühl gehabt, dass sich meine Zunge verknotet. Aber ich hoffe trotzdem, etwas von meiner Begeisterung für die Kunst Bilder zu weben weitergegeben zu haben.
Spinning Triangles:
Anstoss zu einer Schule für Gestaltung.
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Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums fordert SAVVY Contemporary mit dem Projekt SPINNING TRIANGLES die inhärenten, neokolonialen Machtstrukturen in Gestaltungspraxis, -theorie und -lehre heraus.
Es nimmt den Gründungsmoment des Bauhauses vor 100 Jahren auf, um sich ihrer Realität als Schule zu stellen, und diesen Moment zu verdrehen und umzuformen.
Eröffnungsparty 20.07.2019 19:00
Schule 22.07.–18.08.2019 für angemeldete Teilnehmer*innen
Öffentliches PROGRAMM siehe unten
Ausstellung 15.08.–18.08.2019 14:00–19:00
Abschluss 18.08.2019 17:00–00:00
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Es gibt Tage, da ist es die Sonne, die die erste Linie auf der Kette malt.
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Intensive Tage mit den Teilnehmerinnen der Sommerschule „SPINNING TRIANGLES“ von savvy contemporary in der Werkstatt von Dagmar Rehse.
Wie immer, gute Stimmung, konzentriertes Arbeiten und Neugier, zu sehen, was an den Webrahmen entsteht. Für mich ist es nichts neues, und doch immer wieder überraschend, wenn der erste Schritt getan ist und die Persönlichkeit einer jeden Wirkerin, eines jeden Wirkers sich auf der Kette abzubilden beginnt.
Valerie zeigt ihren Kolleginnen die Art der Verbindung zweier benachbarter Farbflächen, die sie ausprobiert hat.
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Textile „ménage à trois“
Spannend wird es für mich in den nächste Tagen. Vom 8.08 bis zum 12.08 werde ich die Gelegenheit haben, an einem interessanten Projekt teilzunehmen. Zu verdanken habe ich es Dagmar Rehse, von „handgewebt in berlin“ und der Tatsache, dass sich in ihrem Kalender zwei berufliche Verpflichtungen überschneiden und sie eine davon vertrauensvoll in meine Hände weitergegeben hat:

Spinning triangles:
Anstoss Zu einer
Schule für Gestaltung
SPINNING TRIANGLES nimmt das 100-jährige Jubiläum der Bauhausgründung zum Anlass, die inhärenten neokolonialen Machtstrukturen in Gestaltungspraxis, -theorie und -lehre herauszufordern und ihnen entgegenzuwirken, indem das Bauhaus nicht nur als Lösung, sondern auch als Problem erkannt wird.
Das Bauhaus war vorerst eine Schule für Gestaltung. Sie wollte neue Gestalter*innen, Macher*innen und Denker*innen bilden, die sich den Herausforderungen ihres „Jetzt“ stellen. SPINNING TRIANGLES nimmt diesen Gründungsmoment bewusst auf – aber nicht um ihn zu wiederholen, sondern um ihn zu verdrehen: dabei soll eine Schule für Gestaltung entstehen, die das Zeug hat, die Herausforderungen ihrer Zeit anzugehen und genau deswegen vielleicht zur „Un-Schule“ wird. Sie entwickelt sich nicht ausschließlich im geopolitischen Westen, sondern durch die akzelerierte Drehung zwischen eng miteinander verwobenen Orten: Dessau, Kinshasa, Berlin und Hongkong. Sie wirbelt die ihnen zugeschriebenen Rollen – Ideenzentrum, Rohstofflieferant, Produktionsweltmeister – durcheinander.
Mehr auf der Seite von SAVVY-contemporary.com, dem zweiten Partner der ménage.
Dagmar webt vor allem wunderschöne Stoffe auf impossanten Flachwebstühlen. Meine Welt dreht sich um den Hochwebstuhl oder, ersatzweise, um den Webrahmen.
Beides verwandt, aber doch differenziert genug, um das eine nicht mit dem anderen zu verwechseln. Da Dagmar mir für diese Zeit ihre Werkstatt zur Verfügung stellt, bzw. ich sie dort vertrete, werden die TeilnehmerInnen die Qual der Wahl oder die Möglichkeit haben, sich in Beidem auszuprobieren: der Gestaltung von Stoffen und der Gestaltung von gewebten Bildern.
Ich bin gespannt. Bericht folgt.

In den letzten zwei Tagen habe ich einen kleinen Musterteppich gewebt, der so ziemlich alles enthält, was einem gerade am Anfang Schwierigkeiten bereiten kann, bzw. geübt werden will:
Muster, Wiederholungen und Farbverläufe, Farbwechsel in der Horizontalen und der Vertikalen, Zusammenhalt des Gewebes, Schlitzbildug und Verbindungen, Kurven und Diagonalen, Konturen in der Horizontalen und in der Vertikalen…….
Für einen Wochenkurs ein dichtes Programm, und für jeden etwas dabei.

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Nach der höchst intensiven, etwas chaotischen, und wenig entpannten Sommerpause geht es wieder los, oder weiter……
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Two apples a day keep the doctor away…..

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….auf ein neues.



erinnert ihr euch?

Lichtenberg

































































that’s life



