Erfahrungsgemäß wird die Arbeit an den Webrahmen nach dem zweiten Tag immer intensiver. Langsam entstehen die unterschiedlichen Bilder und alle wollen wir sehen, was am Ende dabei heraus kommt.
Erfahrungsgemäß ist auch der letzte Tag immer der angespannteste. Im Raum steht die Frage, ob man es schafft, den Entwurf fertig zu weben, oder nicht.

Auch da, wie sollte es anders sein, besteht die Kunst darin das Gleichgewicht zu finden. Stetiges Arbeiten ohne Eile, Gespannt-Sein ohne angespannt zu sein…..
Schön war es, die Freude mit den Teilnehmerinnen zu teilen, wenn die Webstücke vom Rahmen genommen werden können, und das erste Mal in den eigenen Händen liegen.
Und jedesmal ist es erstaunlich, zu sehen, wie unterschiedlich das Ergebnis ausfällt. Lasst mich kurz zeigen, was Andrea, Clara, Noara, Eeva, Valerie, Olga und Carola in diesen fünf Tagen gearbeitet haben:
Andrea
Clara
Clara hat den Webrahmen ausgeliehen. Sie hat sich noch einiges vorgenommen für die nächsten Tage. Sie musste mir versprechen, ein Foto von dem fertigen Webstück zu schicken. Ich bin gespannt.
Noara
Eeva
Valerie

Olga

Olga hat sich an den KREIS gewagt. Immer eine große Herausforderung ……
Carola
Carola kam erst am Sonntag und hatte daher weniger Zeit. Trotzdem, oder gerade deswegen, hat sie beherzt eine kleine Bildkomposition in Angriff genommen und für die Bildwirkerei dazu die entsprechende Farbkarte in das Webstück integriert. Auch sie hat, wie Clara, den Webrahmen mitgenommen. Auch sie musste mir versprechen, ein Foto der fertigen Papaya zu schicken.
Die Sommerschule geht diese Woche zu Ende. Aber das Projekt geht weiter. Wer daran interessiert ist, der möge auf der Homeage von savvy contemporary nachsehen.
Mir bleibt nur einmal mehr Dagmar zu danken, für ihr Vertrauen und die Benutzung ihrer Werkstatt, und den Teilnehmerinnen, für die konzentrierte Arbeit und die angenehme Atmosphäre.
Ich hab bei dem andauernden Springen vom Deutsch zum Spanisch zum Englisch und wieder zurück hin und wieder das Gefühl gehabt, dass sich meine Zunge verknotet. Aber ich hoffe trotzdem, etwas von meiner Begeisterung für die Kunst Bilder zu weben weitergegeben zu haben.
Spinning Triangles:
Anstoss zu einer Schule für Gestaltung.
berlin
Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums fordert SAVVY Contemporary mit dem Projekt SPINNING TRIANGLES die inhärenten, neokolonialen Machtstrukturen in Gestaltungspraxis, -theorie und -lehre heraus.
Es nimmt den Gründungsmoment des Bauhauses vor 100 Jahren auf, um sich ihrer Realität als Schule zu stellen, und diesen Moment zu verdrehen und umzuformen.
Eröffnungsparty 20.07.2019 19:00
Schule 22.07.–18.08.2019 für angemeldete Teilnehmer*innen
Öffentliches PROGRAMM siehe unten
Ausstellung 15.08.–18.08.2019 14:00–19:00
Abschluss 18.08.2019 17:00–00:00

































Es gibt Tage, da ist es die Sonne, die die erste Linie auf der Kette malt.






Valerie zeigt ihren Kolleginnen die Art der Verbindung zweier benachbarter Farbflächen, die sie ausprobiert hat.








Nach der höchst intensiven, etwas chaotischen, und wenig entpannten Sommerpause geht es wieder los, oder weiter……
that’s life

Meine Ateliertür. Erste Kommunikationsversuche mit meinen KollegInnen.
nicht alle kommen ans Ziel

























Diese kleine Auswahl an Teppichen und Ausschnitten gibt einen Einblick in die Besonderheit dieser Arbeiten.




Geöffnet ist die Ausstellung übrigens von Donnerstag bis Samstag von 14 – 18 Uhr.







Dinge gibt es, von denen hätte man nie gedacht, dass sie zur „Tradition“ werden könnten.
jetzt fehlt nur noch die Zeit und Ruhe…….
Grün
Dagmar und Perta beim Auszug der Decke aus der #KMH zum Picknickplatz
Dagmar und Pertra beim ersten Ausbreiten unserer Decke


Dazu kommt, sozusagen als zweiter Faden, dass mir in meiner jetzigen Situation sehr viel daran liegt, etwas gemeinsam zu tun mit Kolleginnen und Kollegen, die sich wohlfühlen mit eher kleinen, eher stillen, vielleicht sogar auf den ersten Blick ein wenig unscheinbar wirkenden Projekten, die konzipiert sind, um mit Mitmenschen ins Gespräch zu kommen, um Orte zu erfahren, um Momente der Ruhe und Konzentration zu schaffen, die Ohren, Herz und Seele ein wenig öffnen.
Foto: Ulises Sánchez Milde








Das KMH-Logo, gestrickt, für unsere Decke















To be continued.







Foto: Dagmar Rehse
Foto: Dagmar Rehse
Das witzige dabei ist, dass ich ja nun nicht in der DDR aufgewachsen bin, mich aber doch auf jeder Seite dieser Bücher an meine Kindheit erinnert fühlte. Also entweder wurde ich ost-sozialisiert, ohne mir dessen bewußt zu sein, oder irgendetwas stimmt nicht mit dem Weizenkranz. Wie dem auch sei, mit großer Begeisterung werde ich mich diesen Sommer durch die Seiten dieser beiden Bücher kochen und backen.
Herausgekommen sind sie übrigens dieses Jahr, Verlag Bild und Heimat, Berlin.
Hohenschönhausen



