berlin _ 520 _ the white cube

So, jetzt hängt er. Alle haben wir irgendeinen Motor, der uns nach vorne schauen und gehen lässt. Meine Motoren sind unter anderem natürlich meine Bildwirkereien, meine Projekte für die Zukunft. Eins davon hängt jetzt endlich wieder an der Wand, bereit sich erneut in DEN MOTOR der kommenden 5 Jahre zu verwandeln:

FREITAG. De nómadas y naufragos / FREITAG, von freiwilligen und erzwungenen Wanderungen

001

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft treffen sich im White Cube. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich und gleichzeitig wie aufgewühlt ich bin.

Vor 17 Jahren habe ich mit diesem Projekt begonnen. Viel ist inzwischen geschehen und doch fühle ich es nah und notwendig.

002

Auf gehts.

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berlin _ 519 _ the white cube

Fast geschafft. Alles findet seinen Platz, und ich bin glücklich.

Auch mit dem „cube in the cube“. Alles beweglich, alles auf Rollen. Das hab ich aus der KulturMarktHalle gelernt.

003

Bei all dem Schrauben und Sortieren hätte ich fast die „Fête de la Musique“ verschwitzt,  – und das wortwörtlich, denn leider habe ich es noch immer nicht geschafft, den Saunatouch aus dem Atelier zu bekommen- wenn da nicht die Blaskapelle an der U-Bahn gewesen wäre……

Danke all den musikliebenden Menschen die heute an so vielen Orten ihre Leidenschaft mit uns geteilt haben.

[wpvideo K5MzlaKb]

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berlin _ 517 _ textil

Auf der diesjährigen TAB war ich zwar nur als Besucherin, aber auch so gab es mehr als einen Anknüpfungspunkt:

# Ein kurzer Gruss an Ingrid Frank. Sie war voll beschäftigt mit ihren Webkursen, aber wir fanden doch Zeit, uns zu umarmen und dadurch die Freude auf den im August bevorstehenden Bildwirkereikurs in ihrer Werkstatt zu teilen.

# Ein kurzer Besuch am Stand des MEK, denn ab Ende Juni wird es eine ganz besondere Verbindung geben zwischen dem Museum und der KulturMarktHalle. Das Kletterschaf Alma, das alle großen und kleinen BesucherInnen der „100% Wolle“ – Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen im vergangenen eineinhalb Jahr lieb gewonnen haben, hat für die Zeit „danach“ eine neue Bleibe gefunden. Es kommt in die Kulturmarkthalle.

Aber davon werde ich euch noch berichten.

Alma A5

# Und ich habe die Gelegenheit genutzt, und mir noch ein zusätzliches Exemplar der letzten Ausgabe der Zeitschrift Weben + gekauft, die passend zur Tab aus der Druckerei kam und sehr zu meiner Freude auf einer Doppelseite über die Ausstellung meiner Arbeiten im Tuchmachermuseum Bramsche berichtet.

001003

Aller guten Dinge sind DREI. Und ein kurzes aber wie immer sehr angenehmes Gespräch mit Frau Wolters.

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berlin _ 516 _ textil

Decke Einweihung-página001Foto: Dagmar Rehse

Seit etwas über einem Monat habe ich zusammen mit Dagmar Rehse von „handgewebt in berlin“ an unterschiedlichen Orten im Mühlenkiez gestrickt und gehäkelt und die Menschen aus der Nachbarschaft eingeladen mitzuarbeiten an dieser bunten Picknickdecke, die nun tatsächlich fertig geworden ist.

Vorgestern Nacht haben wir das Wachstuch unter die Decke genäht, um sie etwas strapazierfähiger zu machen und das Picknickgut vor möglicher Feuchtigkeit zu schützen.

Die Arbeit ist getan. Jetzt kommt das Feiern. Und auch das wollen wir gemeinsam mit euch tun. Also gerne vorbei kommen, auch wenn ihr es nicht geschafft habt, die Nadeln mit uns tanzen zu lassen.

Hauptsache ihr habt Freude an Begegnung, an Austausch und am Teilen.

decke 2Foto: Dagmar Rehse

Mir hat es Spass gemacht, die Freude daran, eine ganze Tüte mit Quadraten geschenkt zu bekommen, damit wir sie „einbauen“ in unsere Decke; das Bangen darum, ob es regenen würde oder nicht, wenn wir einen Flashmob geplant hatten; das Hoffen  darauf, den ein oder anderen zu Begeistern; das Zusammensein am Weltstricktag, die Arbeit mit Dagmar. Ich denke, das sieht man auf den Fotos, die Dagmar gemacht hat.

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berlin _ 515

Am Sonntag habe ich meine Bibliothek um zwei Stücke erweitert. Es ist lange her, dass ein Buch so viele Erinnerungen in mir ausgelöst hat:

003Das witzige dabei ist, dass ich ja nun nicht in der DDR aufgewachsen bin, mich aber doch auf jeder Seite dieser Bücher an meine Kindheit erinnert fühlte. Also entweder wurde ich ost-sozialisiert, ohne mir dessen bewußt zu sein, oder irgendetwas stimmt nicht mit dem Weizenkranz. Wie dem auch sei, mit großer Begeisterung werde ich mich diesen Sommer durch die Seiten dieser beiden Bücher kochen und backen.

 

002Herausgekommen sind sie übrigens dieses Jahr, Verlag Bild und Heimat, Berlin.

 

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berlin _ 514 _ fundstücke

001Hohenschönhausen
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berlin _ 513 _ the „no longer“ white cube

Nur wenig läßt das Herz einer Bildwirkerin freudiger hüpfen, als das Auspacken einer Wollbestellung.

001

Die weissen Tage des Ateliers sind gezählt. 🙂

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berlin _ 512 _ 16

16. Wenn Bilder mehr sagen, als Worte.

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berlin _ 511 _ fundstücke

001

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berlin _ 510 _ von A nach B

[wpvideo 2xwuN4yf]

Manches braucht halt seine Zeit. Und manche brauchen mehr davon, als andere.

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berlin _ 509 _ the white cube

001002003

Es geht voran.

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berlin _ 508 _ the white cube

Na, ich hatte doch gesagt, dass es nicht lange „nur“ weiss bleiben würde.

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Trotz Hitze, komplizierter Verkehrslage und nichtfunktionierendem Lastenaufzug haben wir es mal wieder geschafft!

Jetzt muss alles nur ordentlich verstaut werden.

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Wie lange ist es jetzt her, seitdem ich das letzte Mal bei dir saß? 3 Jahre? Noch länger?

 

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berlin _ 507 _the white cube

Meine ganz persönliche Fotostrecke zu dem Thema:

#GLÜCK, #DANKBARKEIT, #EIN LEBEN FÜR DIE KUNST DES WEBENS

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DER SCHLÜSSEL

Heute war Schlüsselübergabe. Nun habe ich das erste Mal in meinem Leben einen eigenen Raum zum Arbeiten. DANKE Berlin. DANKE Familie, dass ihr mich so lange ausgehalten habt.

[wpvideo jqZieroL]

 

130 KUBIK WEISS

Die sollen nicht lange so unberührt bleiben. Die erste Heftzwecke kommt bestimmt. Und der Webstuhl, der große, den ich noch in Spanien habe. Und ein neuer, kleiner, den ich von einer Freundin bekommen werde. Kann es kaum erwarten, den Raum mit der angespannten Ruhe und Langsamkeit zu füllen, die das Wesen der Weberei ausmacht.

[wpvideo GtHmNhl5]

GLÜCK hat die unterschiedlichsten Gesichter. Manchmal sieht es SO aus:

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berlin _ 506 _ offenes atelier in der KMH

001Ausschnitt aus dem Entwurf für meinen ersten Berliner Teppich

Es hat viel länger gedauert, als eigentlich vorgesehen. Seit einem Monat wollte ich schon an dem neuen Teppich sitzen. Doch dann kamen Kurse, in Bramsche und an der VHS hier in Berlin, dann kam das STICKSTOFF-Projekt, das ich mit meiner Kollegin Kati Hyyppä initiiert habe, und die Strickflashmobs um den Weltstricktag, die ich mit Dagmar Rehse von handgewebt in berlin realisiert habe, und so kam eben eins zum anderen und es blieb wenig Zeit für die eigene künstlerische Arbeit. Doch das wird sich mit dem Sommer ändern. Hoffentlich.

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berlin _ 505 _ grafittiwand an der KMH

001.JPGso was von TOLL!

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berlin _ 504 _ neue nachbarn

Just zum Tag der Nachbarschaft haben auch wir neue Nachbarinnen bekommen. Fasziniert habe ich zugeschaut. Esther hatte mir des öfteren davon berichtet, aber nie hatte ich zusehen können, wenn ein ausgeschwärmtes Bienenvolk sich irgendwo niederlässt.

[wpvideo HqKxCjDt]

Heute habe ich mit dem Stadtfarm-Imker gesprochen. Leider sind die Zukunftsaussichten für unsere geflügelten Nachbarinnen nicht rosig. Zwei, drei Tage können sie aushalten mit der Nahrung, die sie als Reiseproviant aus dem Binenstock mitgenommen haben, aber dann müssen sie einen Ort gefunden haben, an dem sie Waben bauen und Honig sammeln können. Einen Ort der Schutz bietet.

Der Ast vor unserem Fenster ist leider nicht geeignet dafür und nur sehr schwer zu erreichen. Das bedeutet wohl leider, dass der Versuch, ein neues Volk an einem neuen Ort zu gründen fehl geschlagen ist, und ein Rettungsversuch so gut wie unmöglich.

002

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berlin _ 503 _ offenes atelier in der KulturMarktHalle

Manchmal habe ich nicht nur eine tolle Fotografin, die das Geschehen festhält, sndern auch helfende Hände, die die Fäden, das Lineal oder was gerade anfällt festhalten.

Danke Carlotta, für deinen aufmerksamen Blick. Vielleicht weben wir ja bald zusammen.

001002003Fotos:  Cindy Müller

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berlin _ 502 _ offenes atelier in der kmh

Stephanie Wächter hat wunderschöne Fotos vom Webstuhl gemacht. Es wird allerhöchste Zeit, dass ich meinen Entwurf fertigstelle, um mit der Weberei beginnen zu können.

IMG_9884_kmh_weben_swIMG_9890_kmh_weben_swIMG_9900_kmh_weben_sw

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berlin _ 501 _ textil

Die Bildwirkerei-Kurse an den berliner VHSen werden  immer spannender, und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Erstens, weil ich das Gefühl habe, dass die Wahrscheinlichkeit ihres Zustandekommens mit jedem Mal zunimmt. Und da gilt mein Dank noch einmal allen Verantwortlichen an den unterschiedlichen Volkshochschulen, die dieses Angebot in das Programm aufgenommen haben. Es bringt mir mehr Ruhe und gibt mir die Möglichkeit, zumindest ein wenig planen zu können.

Natürlich bin ich auch allen Teilnehmenden dankbar, dass sie mir wochenendweise ihre Lebenszeit schenken, um mir die Gelegenheit zu geben, sie für die Bildwirkerei zu begeistern.

 

Und da bin ich schon bei einem weiteren Punkt, der die Kurse so extrem spannend macht. Denn inzwischen ist die Gruppe der Teilnehmenden so kunterbunt, dass es nicht nur für sie, sondern auch für mich jedesmal eine Herausforderung ist.

 

Als Kursleiterin macht es mich natürlich zufrieden, wenn ich sehe, dass jemand ein zweites, und vielleicht sogar ein drittes Mal zu einem Kurs kommt und schon mit eigenem Webrahmen unterwegs ist. So können auch größere Projekte in Angriff genommen werden, die den zeitlichen Rahmen der Wochenendkurse sprengen.

Diesmal war das Verhältnis zwischen „Neulingen“ und „Verteraninnen“ recht ausgeglichen. Daher ging es auf der einen Seite darum, die Grundkonzepte zu erklären, auf der anderen Seite, das bereits erworbene Wissen und Können auszubauen und für die spezifischen Fragestellungen, die sich aus den verschiedenen Entwürfen ergeben, eine angemessene Lösung zu finden.

Es bedeutet aber auch, dass meine Aufmerksamkeit auf ganz unterschiedliche Weise gefordert wird. Und genau darin liegt der besondere Reiz

I.

 

Wenn einige Übungen zu den Grundtechniken schon erfolgt sind, bietet es sich an,  der Essenz der Bildwirkerei den größtmöglichen Raum zu geben. Und das heisst: Erst einmal muss ein Bild entworfen werden, das gewebt werden soll. Und dann geht das Augenmerk dahin, dass Bild so zu weben, wie es entworfen wurde.

 

Je nach Entwurf kommen dann ganz automatisch bestimmte Techniken zum Einsatz. Im Fall dieser nächtlichen Stadtansicht  sind es die Verbindungen der vertikal aufeinander treffenden Farbflächen, die den Großteil der Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

 

005

II.

Ein Thema ist immer wieder die Gestaltung geometrischer Formen und Muster.  Dabei ist neben der reinen Technik auch die Wirkung der unterschiedlichen Farben und Garnqualitäten interessant.

 

005

III.

Großflächige Formen erleichtern gerade am Anfang das Weben. Die Randbereiche sind dabei besonders wichtig, denn gerade da ist es nicht immer einfach, die Spannung geichmäßig zu halten ohne die Form aus dem Auge zu verlieren. Eine kleine Herausforderung, gerade bei den ersten Erfahrungen am Webrahmen, und der zur Verfügung stehenden Zeit.

 

IV.

Manchmal ergeben sich überraschende Parallelen, was Formen oder Farben angeht. Doch letzendlich ist jeder Webrahmen eine kleine Welt für sich und jede Wirkerei, die dort entsteht, ein unverwechselbares Einzelstück.

 

Hier werden Form und Farbfelder auf eine sehr attraktive Weise gestaltet. Gold und Altrosa, vom Helligkeitswert nah beieinander liegend, greifen ineinander und  bieten so die Möglichkeit, Formen aufzulösen, während das dunkle Rot klare Konturen setzt.

V.

Neben der Gestaltung unterschiedlicher Formen ist gerade das Thema der Farbverläufe interessant und die Verwendung der verschiedenen Garne in unterschiedlicher Stärke bietet die Möglichkeit, Techniken und deren Wirkung auszuprobieren.

 

VI.

Wenn am eigenen Webrahmn gearbeitet wird, bringt das automatisch den Vorteil mit sich, dass man nicht an den Zeitrahmen des Kurses gebunden ist. Hier wurde ein Webstück aus dem Märzkurs fertig gestellt und gleich die nächste Arbeit in Angriff genommen.

 

Es wir eine Weile dauern, bis sie fertig ist, denn die Kette ist relativ fein. Der Ansatz, die Pixelung der Vergrößerung im Bild auf das Gewebe zu übertragen verspricht eine interessante Wirkung. Ich bin mal gespannt, wie es aussehen wird.

 

VII.

Beim Weben kann es nie ein „Zuviel an Zeit“ geben. Zweieinhalb Tage sind da definitiv nicht „zu viel“. Eher geht es uns meist so, dass wir schnell denken, es wird kaum etwas zu schaffen sein.
Deshalb möchte ich hier etwas ausführlicher die Entstehung eines kleinen ca. 10 x 10 cm großen Teppichs zeigen, der an diesem Wochenende gewebt wurde, auch weil der Entwurf meiner Meinung nach besonders sympathisch ist.

 

 

Wie immer haben wir ihn gemeinsam besprochen, um einerseits die Techniken zu definieren und andererseits, um mögliche Grenzen aufzuzeigen. In diesem Fall habe ich empfohlen, die Insektenbeine nicht einzuweben, sondern auf das fertige Stück zu sticken. Gerade für einen ersten Teppich schien es mir zu komplex, bzw. zu zeitaufwändig.

 

Auch ohne die Beine waren die Konturen schon kompliziert genug. Aber es hat sich gelohnt.

 

 

 

001

Ein zweieinhalbtägiger Ausflug in eine Welt, in der Zeit noch mit einem anderen Maßstab gemessen wird, dann werde die Tische und Stühle wieder an ihre alte Stelle gerückt, die Garne in die Kiste sortiert und alles wieder ins Auto geladen. Bis der nächste Kurs beginnt.

002.JPG

In der VHS Tempelhof Schöneberg stehen die Termine schon fest:

Vom 1. – 3. November, und vom 15. – 17. November, mit der Möglichkeit, von einem Wochenende zum nächsten den Webrahmen mit nach Hause zu nehmen und somit etwas mehr Zeit zur Verfügung zu haben, um den Teppich stressfrei fertig zu weben.

Gerne vormerken, anmelden, mitmachen und weitersagen.

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berlin _ 500

Am 1. Juli 2015 habe ich das erste Mal in meinem Blog über Ulrike Guérot geschrieben (hier nachzulesen). Damals hatte ich ihren Vortrag über die Republik Europa gehört und war vollkommen begeistert. Seitdem folge ich ihr so gut es geht, höre mir ihre Vorträge an, wenn sie im Internet zu finden sind, lese ihre Artikel und ihre Bücher, wenn ich sie in die Hände bekomme.

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Vergangene Woche hatte ich nun Gelegenheit, sie live zu erleben.  In einer Kooperation des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) mit dem Steidl-Verlag fand die Präsentation des neuesten Buches von Ulrike Guérot statt: Wie hältst du’s mit Europa?  Für mich zu einer ungewöhnlichen Stunde.  Aber was tut man nicht alles, wenn das Herz dafür brennt.

Freitag, 17. Mai 2019, 8:00–9:00 Uhr (morgens)
Deutschland und die EU in Zeiten von Populismus und Renationalisierung
Buchvorstellung mit Podiumsgespräch bei Kaffee und Frühstück
Ronald Grätz, Ulrike Guérot, Alexander Graf Lambsdorff
Moderation: Nora Müller, Bereichsleiterin Internationale Politik der Körber-Stiftung
Restaurant „Die Eins“, Wilhelmstraße 67A / Reichstagufer, Berlin

005

Nicht nur die Stunde war zumidest für mich ungewöhnlich, auch der Rahmen und das Publikum.  Das hat es zu einer Interessanten Erfahrung gemacht.

Zuletzt habe ich von Ulrike Guérot gelesen: „Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2016. ISBN 978-3-8012-0479-2. Davon war ich sehr angetan……. als überzeugte Europäerin, als  überzeugte Republikanerin und als jemand der aus der geographisch-europäischen Mitte kommend die eigene Familie in der geographisch-europäischen Peripherie gegründet hat, als jemand, der aus eigener Erfahrung sowohl europäische Großstädte als auch das Leben in ländlichen Regionen erlebt hat……

Auf diese neue Buch bin ich sehr gespannt. Werde euch davon berichten.

006

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berlin _ 499

Schon krass und durchaus nicht ohne, wie gewohnt: Die Partei

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berlin _ 498

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textil _ 497 _ Bramsche

002Bramscher Wappenblume am Maibaum

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berlin _ 496

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textil _ 495 _ Tuchmachermuseum Bramsche

tulpe gelb-rot

Es freut mich, wenn die Teilnehmerinnen meiner Kurse so zufrieden mit ihrer Arbeit sind, dass sie mir ein Foto von dem fertigen Wirkereien schicken. Hier eine wunderbar geflammte Tulpe aus Bramsche. Auch an einem kurzen Wochenende kann man viel schaffen. Danke Sabine!!!!

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textil _ 494 _ Tuchmachermuseum Bramsche

Ein Kurs steht an. Wie immer lade ich das Auto voll mit den gleichen Garnen, mit den gleichen zu einfachen Webrahmen umfunktionierten  Tischböcken, mit der gleichen Auswahl interessanter Bibliografie, mit dem gleichen Werkzeug. Und doch weiss ich schon beim Beladen, dass es wieder eine ganz neue Erfahrung werden wird.

 

Denn der Ort ist ein anderer, und die Menschen, die teilnehmen werden andere sein. Und letztendlich sind sie es, die jeden Kurs zu einer einzigartigen Erfahrung werden lassen.

Diesmal ging es nach Bramsche, in das dortige Tuchmachermuseum, wo noch bis zum 12.05.2019 eine Auswahl meiner Arbeiten zu sehen war. Und es gab auch ein klares Thema: wir wollten kleinformatige Blumenteppiche weben, bei gutem Wetter, sogar direkt in der Natur. Das war leider nicht möglich. Nach den schönen Ostertage ist es doch noch einmal empfindlich kalt geworden, und so haben wir es uns unter dem Dach des Museums gemütlich gemacht.

Bei den Wochenendkursen dient der Freitag dazu, uns gegenseitig vorzustellen, den Ablauf des Kurses zu besprechen, eine kurze Einführung in die Technik, das Werkzeug und das Material zu geben und die Kette und Webkante vorzubereiten.

 

Wie immer finde ich eigentlich die zweieinhalb Tage etwas zu kurz und wünschte mir einen Tag mehr oder, wieso nicht, eine ganze Woche. Was ich aber nach wie vor gut finde, ist dieser Freitags-Prolog, diese kompakten drei Stunden am ersten Tag, die genau dazu dienen, die Stimmung des Raumes und der Gruppe zu erfassen und die Spannung in der Kette zu binden.

Diesmal sind wir sofort hineingesprungen in die aufregende Welt der Bildwirkerei, ohne vorherige Übungen. Von Freitag auf Samstag sollte jede Teilnehmerin sich ein Blumenmotiv aussuchen. Voraussetzung: es sollte ihr so gut gefallen, dass sie bereit sein würde, zwei Tage ihres Lebens damit zu verbringen, dieses Bild zwischen den Kettfäden entstehen zu lassen.

 

Ich war sehr gespannt auf die Entwürfe und begeistert von der Verschiedenartigkeit der Vorschläge, die die Teilnehmerinnen am Samstag mitbrachten. Da ich eine Größe von 10 x 10 cm vorgegeben hatte, konnten wir bei jeder Zeichnung besprechen, welche Webrichtung sinnvoller sein würde, und warum; welches Material und welche Farbmischungen interessant sein könnten, und wo eventuell schwierigere Passagen zu erwarten sein würden, die also auch etwas mehr Geduld und Zeit erfordern würden.

Und dann ging es los. Natürlich waren wir uns alle bewußt, dass zwei Tage nicht viel Zeit sind und dass es sein könnte, dass die Blume nicht zu schaffen ist. Es sollte nur ein „Schnuppern“ sein. So weit wie wir eben kommen!!!!

 

Anfangs gibt es immer viele Fragen und Zweifel und es scheint nur langsam, viel zu langsam voran zu gehen. Dann wird die Konzentration immer spürbarer und die Stille immer größer. So groß, dass das restilche Personal des Museums irgendwann nachschauen kam, ob alles in Ordnung ist.

Und natürlich wurden die Hände immer fleissiger.

 

Wenn man dann sieht, wie schön das aussieht, was da auf der Kette wächst, dann gibt es kein Halten mehr. Dann packt der Ehrgeiz zu und dann setzt man alles daran, dieses kleine Stück selbstgemachter Blütenpracht fertig zu bekommen.

 

Für mich als Kursleiterin ist daher der zweite Tag immer schwierig. Natürlich spüren wir alles das Zeitlimit wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen schweben, nur darauf wartend, zuschlagen zu können und durch den Hieb der Zeit die Kette VOR Fertigstellung des Teppichs durchzuschneiden. Genau dann wünsch ich mir diesen „einen Tag mehr“. Wahrscheinlich würde dann genau das gleiche passieren. Selbst wenn man eine Woche zur Verfügung hätte, würde man sich möglicherweise diesen „einen Tag mehr“ wünschen. Auch wenn er nur zum Feiern des Vollbrachten diente.

Vielleicht liegt auch gerade das mit in der Natur der Wirkerei, dass man sich immer diesen „einen Tag mehr“ wünscht.

 

Diesmal konnte ich eine Lösung anbieten: Da ich in der kommenden Woche wieder nach Bramsche reisen musste, um die Ausstellung abzubauen, konnte ich den Teilnehmerinnen vorschlagen, die Rahmen mit heim zu nehmen und im Laufe der Woche den Teppich fertig zu weben. Allerdings unter der Bedingung, mir ein Foto des fertigen Teppichs zu schicken.

Zwei Stücke sind aber abgeschlosen worden, und die kann ich jetzt schon einmal zeigen:

 

 

 

Ich finde, da können zwei Wirkerinnen sehr stolz sein auf das, was sie da geschaffen haben in zwei Tagen intensiver Arbeit.

Ich jedenfalls bin stolz auf sie und auf den Rest der Gruppe. Es war ein angenehmes Beisammensein, ein ernsthaftes und anspruchsvolles Arbeiten, ein Wagnis auf neuem Gebiet.

Es hat mir großen Spaß gemacht, und ich hab mich wie immer glücklich geschätzt, die Möglichkeit bekommen zu haben, anderen Menschen etwas von der Begeisterung für die Bildwirkerei weitergeben zu können. Oder es zumindest zu versuchen.

 

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berlin _ 493

wikiGiebelwandgemälde „Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978“ von Manuel García Moia am Monimbóplatz im Berliner Ortsteil Rummelsburg. Foto aus Wikipedia-Beitrag entnommen

Kurz nachdem wir im Dezember 2017 von Kreuzberg nach Lichtenberg gezogen waren, entdeckte ich dieses Wandgemälde. Frau Eifler, von der VHS hatte mich darauf aufmerksam gemacht. Ich hab es schon in einem sehr beschädigten Zustand vorgefunden und die Infotafel berichtete über die Bemühungen der Bürgerinitiative um ine Restaurierung des Wandgemäldes.

Ich freue mich sehr, dass es jetzt restauriert werden kann. Und noch mehr freut es mich, dass es eine Grundschule gibt, die diesem Umstand Bedeutung beimisst und den Prozess begleitet.

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Wikipedia erklärt uns dazu:

Moia, Nationalpreisträger für naive Kunst Nicaraguas, schuf in Berlin am Haus Skandinavische Straße 26 nahe der Lichtenberger Brücke das 255 Quadratmeter große Giebelwand-Gemälde mit dem Titel Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978, unter Mitwirkung von Martin Hoffmann und Trakia Wendisch. Am 27. August 1985 erfolgte die feierliche Übergabe an den Stadtbezirk Lichtenberg. Die Darstellung enthält viele kleine Geschichten über das tägliche Leben und den Kampf der unterdrückten Bevölkerung.

Entstanden war das Gemälde im Auftrag der DDR-Regierung, die die Befreiungsbewegung des nicaraguanischen Volkes in den 1970er Jahren stark unterstützte. Anlass für das Sujet war eine spontane Volkserhebung im Februar 1978 in der Stadt Masaya, die von der Somoza-Nationalgarde blutig niedergeschlagen wurde, 343 Indios büßten das mit ihrem Leben. Monimbó entwickelte sich zum nationalen Fanal des Freiheitswillens. Manuel García Moia, selbst aus Monimbó stammend, verarbeitete dieses mörderische Bürgerkriegstrauma in seinem Antikriegswandbild Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978.

Infosäule mit Darstellung der ersten Erneuerung und einer Liste der Sponsoren

Im Lauf von mehr als 15 Jahren befand sich das Wandgemälde aufgrund der Witterungseinflüssen und der Sonneneinstrahlung in einem schlechten Erhaltungszustand. Nach der Wende gelangte das Haus an einen Privateigentümer, der die Sanierung der Wohnungen und der Fassade plante, das Gemälde wäre unter einer Dämmschicht verschwunden. Eine eigens gegründete Berliner Bürgerinitiative erreichte, dass dieses außergewöhnliche Kunstwerk durch eine Kopie, die mehr als 100.000 Euro gekostet hatte, auf der Dämmwand wieder entstand. Entscheidend dazu beigetragen hatten die Maler Gerd Wulff (Berlin-Kreuzberg) und Max Michael Holst (Hamburg) sowie zahlreiche Sponsoren. Die Zustimmung des Künstlers lag vor, der sogar noch symbolisch mitwirkte. Am 30. September 2005 war die Antikriegsdarstellung in neuer Farbenpracht am gleichen Ort wieder für jedermann sichtbar.

Verschiedene Gründe führten dazu, dass das Replikat nach nur kurzer Zeit, ab 2011, stückweise abbröckelte. Aus Sicherheitsgründen musste es 2013 vollständig abgenommen werden, die Bezirksverwaltung ließ die Giebelfläche nun weiß übermalen. Die Bürgerinitiative Erhalt des Nicaragua-Giebel-Wandgemäldes begann nun noch einmal um eine Wiederherstellung zu kämpfen. Die Zustimmung verschiedener Berliner Einrichtungen (Senat, Bezirksamt, Denkmalschutzbehörde) liegt inzwischen vor, nur der benötigte Mindestbetrag von rund 105.000 Euro wurde noch nicht erreicht (Stand Mai 2017).

Der kleine begrünte Platz vor dem Wandgiebel und der Lichtenberger Brücke erhielt auf Beschluss des Bezirksamts Lichtenberg am 13. Juni 2006, dem 70. Geburtstag von Moia, den Namen Monimbóplatz. Hier hat dann die Bürgerinitiative eine vierseitige Infosäule aufstellen lassen, die über den Werdegang und die (erste) Rettung des Gemäldes sowie über den Maler informiert.

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„Tal como dije, pinto todas las experiencias de mi vida. Monimbó, el barrio indígena de Masaya, es mi casa. Allí, la Guardia Nacional de Somoza sofocó violentamente una sublevación. Quiero mostrar la muerte y la resistencia, pero también la belleza de la naturaleza y de la cultura antigua. Pinto los recipientes metálicos para el agua y los instrumentos tradicionales como la marimba, una especie de flauta, una rueda sobre la que se extiende el lino, niños, flores, animales. Los habitantes del lugar defendiéndose con implementos de labranza y que llevan máscaras indígenas. El mural no pretende afligir. Quien lo contemple tendría que sentir también algo de la posible belleza de la vida pacífica por la que luchamos.“

(Manuel García Moia, 1985)

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Ich kann mich den Stimmen der Kinder nur anschliessen: Viel Erfolg bei der Restaurierung des Nicaragua-Wandbildes. Wir warten gespannt darauf es in seiner ursprünglichen Kraft wieder sehen zu können. Und ein großer Dank an alle, die jahrelang darum gekämpft haben, dass diese Restaurierung möglich geworden ist.

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berlin _ 492 _ fundstücke

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Zur Erinnerung.

https://www.arte.tv/de/videos/086583-000-A/was-steckt-hinter-der-bewegung-der-gelbwesten/

https://www.arte.tv/de/videos/RC-017186/frankreich-die-rebellion-der-gelbwesten/

 

https://www.youtube.com/watch?v=4IMaw3wcVpU

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berlin _ 491 _ fundstücke

003

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berlin _ 490 _spring

001Farbliche Positionierung _ posicionamiento cromático

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