
Vlnr: Roland Schefferski (Künstler), Frederiek Weda (Galerieleiterin), Andrea Milde (Künstlerin).
Die Fäden einer Verwandtschaft, Galerie Benau, 2019. Foto: Alena Schmick

Vlnr: Roland Schefferski (Künstler), Frederiek Weda (Galerieleiterin), Andrea Milde (Künstlerin).
Die Fäden einer Verwandtschaft, Galerie Benau, 2019. Foto: Alena Schmick
Ein wunderbarer Oktobersonntagsnachmittag war das heute. Eine ganz besondere Erfahrung an einem ganz besonderen Ort: dem Großen und dem Kleinen Wasser-speicher Prenzlauer Berg.

Wahrscheinlich wäre mir dieses wunderbare Konzert vollkommen entgangen, WENN nicht zwei Kollegen von Juanjo an dem „Vokalprojekt“ beteiligt wären und WENN das Konzert nicht den verlockenden Titel „Ein musikalisches Labyrinth“ getragen hätte.

Vor allem der erste Teil, im Großen Wasserspeicher, war ein ganz besonderes Erlebnis. Der Ort an sich war schon eine Herausforderung. Im ersten Moment fürchtete ich fast, dass die Erfahrung des Raumes in seiner Eigenartigkeit, die in ihm herrschende Dunkelheit, die unbekannte Architektur seines Innenlebens, uns Besucher so viel Aufmerksamkeit abfordern würde, dass die Musik nicht dagegen ankäme.

Aber nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, war das Ohr ganz dabei, als der Gesang begann. Publikum und Chor befanden sich in stetiger Bewegung durch die Rundgänge, kamen aufeinander zu, begegneten sich, entfernten sich, und doch ermöglichte die Akkustik des Ortes ein Kontinuum der Klangwahrnehmung.
Ich war so eingenommen von der Inszenierung, dass ich ganz vergaß, ein Video zu machen. Das fiel mir erst beim zweiten Teil des Konzerts im Kleinen Wasserspeicher ein.
[wpvideo 7yiY2Phb]
Leider gab es wohl nur diese zwei Konzerte, gestern und heute. Aber sicherlich lohnt es sich für die Liebhaber des Chorgesangs, Das Vokalprojekt im Auge und im Ohr zu behalten.
Große Sprünge gibt es nicht bei der Weberei. Beharrlichkeit und Gewissenhaftigkeit sind angesagt. Und ein aufmerksames Auge, das auch die kleinen Fortschritte wahrnimmt. Denn auch wenn es nicht so aussieht, es tut sich etwas……

Will man als Bildwirkerin rechtzeitig in den Oktober kommen, kann man gar nicht früh genug anfangen.



Noch mal ein paar Fotos zum Aufbau der Ausstellung „Die Fäden einer Verwandtschaft“. Ein grosser Dank an dieser Stelle an alle, die mit der Stadtgalerie Bernau verbunden sind, und ganz besonders an Frederiek Weda, die seit Kurzem die Leitung der Galerie inne hat. Es hat Spass gemacht.
Frederiek Weda, Leiterin der Stadtgalerie Bernau.






Mein Dank an alle, die gekommen sind und so interessierte Fragen gestellt haben. Die Ausstellung ist noch bis zum 22.11.019 zu sehen. Öffnungszeiten sind Di-Fr von 10.18 Uhr und Samstags von 10 – 16 Uhr.
UND: Am 22.November wird es von 18-19 Uhr ein Galerie-Gespräch geben in Zusammenarbeit mit dem AWO Kreisverband Bernau e.V. – Willkommensinitiative, und im Anschluss, von 19-20 Uhr einen Rundgang, bei dem ich gerne allen Interessierten etwas mehr über die Inhalte, die Technik, den Entstehungsprozess meiner Arbeiten UND, vor allem, auch über mein Projekt der Zukunft, das KUKU-MObil, erzählen werde.





Sicher nicht geniessbar für den Mensch, aber trotzdem schön.
Zwischen Aufbau und Eröffnung gab es durchaus Zeit, einen Sprung in die Natur zu tun.






Natur. Passt immer. Nie zuviel.
Der Moment der Ruhe zwichen gut getaner Arbeit und dem Warten auf die neugierigen Besucher
Noch ein Foto, bevor er wieder zusammengerollt wird.
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Die Arbeiten am Ende einer Ausstellung abzunehmen nimmt relativ wenig Zeit in Anspruch, aber es dauert, bis die Leere, die sich nicht nur im Raum ausbreitet, sondern auch in mir selbst, wieder gefüllt ist.
Ausstellen ist für mich nie nur das Aufhängen von Teppichen gewesen. Es geht mir nicht nur darum, den Raum in seiner baulichen Beschaffenheit wahrzunehmen, die Struktur der Wände, die Lichtverhältnisse, die Stimmungen des Alltags, den er beherbergt. Ich mag es ihn zu erforschen, ihn zu erobern, mir etwas von dem zu Eigen zu machen, was in ihm schwingt.
Daher geht es zwar auch, aber nicht nur darum, den besten Platz für jedes Werk zu finden. Sondern es mit einem kleinen Energiefeld zu umgeben, bestenfalls den ganzen Raum mit dieser Energie zu füllen.

Sie soll einladen, soll bewegen, soll lenken und tragen. Nicht selten fühlt es sich so an, als ob ich den Raum imprägnieren wolle mit dieser Energie. Manchmal gelingt es, nicht immer. Das Kesselhaus war in seiner Mächtigkeit eine große Herausforderung.

Aber es hat funktioniert, glaube ich zumindest. Jetzt geht ein Teil der Arbeiten nach Bernau in die Stadtgalerie. Anderer Ort, andere Bedingungen, anderer Alltag, andere schwingungen. Selten folgte eine Ausstellungen meiner Arbeiten der nächsten so „auf dem Fuße“.
Während die Seele noch an einem Ort verweilt, eilt der Kopf schon zum nächsten. Ich hoffe, meine Ernergie reicht aus, um auch dort gute Arbeit zu leisten.

Am Freitag auf der Demo getroffen. Seit langem aboluter Fan. So ein tolles Projekt. Schaut mal rein: bikeygees.org


Gestern führte mich mein Weg durch den Landschaftspark Herzberge zum Museum Kesselhaus. Cindy hatte sich angeboten, meine Arbeiten in diesem doch sehr speziellen Umfeld zu fotografieren.
Nach getaner Arbeit haben wir uns Zeit genommen für einen kleinen Spaziergang über das Krakenhausgelände. Wie immer, aber natürlich ganz besonders an einem Tag wie gestern, an dem alles sich noch einmal von seiner sonnigsten Seite zeigt, bevor der Herbst Einzug hält, ist es ein verwunderliches Gefühl, zu wissen, dass um diese kleine grüne Oase, in der eine tiefe Ruhe herrscht, das Großstadtleben braust.
Auf dem Weg zum Krankenhauscafé sahen wir ein Eichhörnchen platt auf dem Bauch im Gras liegen. Alle Viere von sich gestreckt. So tiefenentspannt, dass es tot schien. Dabei lag es da und hat, wie jeder vernünftige Mensch es tun würde und sollte, wohl einfach „nur“ Sonne getankt.

TOP

So, bis auf Kleinigkeiten ist alles bereit für Morgen. Die Arbeiten hängen auf alle Fälle und ich freu mich auf die Nacht, die lange. Und auf euch.


12. Lange Nacht der Bilder _ Lichtenberg, Freitag 6.09.2019, von 18 Uhr – 24 Uhr.
Ihr werdet viele KünstlerInnen an vielen unterschiedlichen Orten in Lichtenberg finden.
MEINE BILDTEPICHE und MICH findet ihr im Museum Kesselhaus, Herzbergstrasse 79
Haus 29, auf dem Gelände des Königin Elisabeth Krankenhauses.
Freu mich.

Jedes Mal aufs Neue überrascht mich die Art und Weise, wie meine Arbeiten sich einfügen in die unterschiedlichsten Umgebungen. Dabei war das Kesselhaus eine ganz besondere Herausforderung und ich komme selbst aus dem Staunen nicht heraus, wie sanft und leise die Gewerke ihren Raum finden, ohne wegzuschieben, ohne zu fordern, ohne zu drängeln. Aber voller Selbstbewusstsein in der überwältigenden Größe und Mächtigkeit der alten Kessel.



Danke auch heute für die helfenden Hände, die es möglich gemacht haben, die schwierigste der Hängungen erfolgreich zu bewältigen. 

Übermorgen werden die Sieben Marien ihren Raum finden, dann wird ausgeleuchtet und alles wird, wie immer, rechtzeitig bereit sein und auf euch warten.
Zum zwölften Mal findet am kommenden Freitag, den 6.09.2019 in Lichtenberg die Lange Nacht der Bilder statt. Von 18 – 24 Uhr werdet ihr mich im Museum Kesselhaus finden. Ich würde mich freuen, euch dort zu sehen. Auch wenn ihr meine Arbeiten schon kennt, allein der Rahmen lohnt sich.

Bis Freitag?
Faden tifft Metall. Der Aufbau beginnt. Eine Herausforderung und eine Freude.



Ihr findet mich und einige meiner Arbeiten in der Langen Nacht der Bilder von Freitag auf Samstag, von 18-24 Uhr im Museum Kesselhaus.
Würde mich freuen, euch dort zu sehen.

Ihr Lieben, es wird aus Anlass der Langen Nacht der Bilder eine kleine Pop-Up-Ausstellung einiger meiner Teppiche im Museum Kesselhaus, geben.
Ihr würde mich freuen, euch dort zu sehen.

Ausserdem werden wir, das ist meine Kollegin Kati Hyppää und ich, diese wunderbare Konstellaion nutzen und für die Folgeausstellung am gleichen Ort werben, denn am kommenden Dienstag werden wir das Ergebins unseres STICKSTOFF-Projekts vorstellen.
Zu beiden Veranstaltungen möchte ich euch herzlich einladen. Und erzählt es gerne auch weiter.
Ein Traum von einem Ort, Gespräche, die mich tief berührt haben, unbeschwertes Lachen, intensives Arbeiten, zwei Zeckenbisse, ein gutes Dutzend Mückenstiche, zwei Wunden am Fuss vom barfussdurchdenwaldlaufen, überwältigender Sternenhimmel, tiefe Stille, duftende Erde und weiches Moos, und ENDLICH, endlich wieder Nebel…… und sich vom Wasser umschmeicheln lassen. Dem Leben dankbar, und dankbar den Menschen, die mit dabei waren und es ermöglicht haben.