berlin _ 995 _ KUKUmobil

Bautagebuch. Teil X.

Die Farbe GRÜN.

Wer draußen baut, braucht Plane. Als wir uns für den Freiluftbauplatz entschieden haben, war es klar , dass früher oder später eine Baustellenplane notwendig, vielleicht sogar unverzichtbar werden würde. Wir haben Glück gehabt. Bisher waren die drei Monate vorwiegend trocken und sonnig, nach meinem Geschmack sogar zu sonnig. Die Regentage waren willkommene Pausen vom intensiven Bauen. So lange es nur um den Anhänger ging, war der schnell abgedeckt, da galten unsere Sorgen eher dem Material, der Dämmung, dem Holz…..

Gudrun hatte in weiser Voraussicht eine riesige Plane gekauft. Groß genug, um das KUKUmobil in seinem ganzen Umfang abdecken zu können, sollte das notwendig sein. Also 10 x 7 m. Ich hatte mir keine Vorstellung davon gemacht, wie schwer und unhandlich solch eine Plane sein kann, egal wie man sie faltet. Und wir haben mehrere Techniken durchprobiert, als es noch um die Anhängerfläche ging.

Nun, jetzt sind wir im September, fast schon im Oktober, und es ist klar, dass uns die Plane ab jetzt eine treue Begleiterin sein wird.

Das erste Mal kam sie zum Einsatz nach dem Aufbau des Ständerwerks. Nach einem langen Bautag haben wir schon im Dunkeln zu viert die Plane  über die Pfosten gezottelt, wie Gudrun immer so schön sagt. Zwei an jeder Seite, zwei mit dem Besen von innen dagegenhaltend, ging es dann auch einigermaßen. Dann standen wir aber da, mit dem Ecken in der Hand und wußten nicht so recht, wohin damit. Ihr kennt das alle vom Geschenkeinpacken oder Buchschutzumschlagfalten, wenn an den Ecken einfach Papier zuviel ist, um es richtig einschlagen zu können. Was tun, wenn man nicht richtig anlegen, knicken, einschneiden oder ankleben kann und einem auf jeden Fall mindestens sechs helfende Hände fehlen?

Wir haben schon Längsfaltung und Querfaltung ausprobiert. Inzwischen achten wir darauf, dass die Wetterseite gut geschützt ist, dass die Falten der Plane so verlaufen, dass das sich dort ansammelnde Regenwasser auf alle Fälle NICHT nach innen gelangt sondern immer einen Weg nach unten findet, dass die Angriffsfläche für den Wind nicht zu groß ist. Ordentlich ist ein Adjektive, das wir hintan gestellt haben.

 

Wie der Elefant in der Schlange, erinnert ihr euch?

Da zeichnet ein sechsjähriger Junge eine Schlange, die einen Elefanten verspeist hat, fasziniert von der Tatsache, dass eine Schlange, Monate braucht, um ihre Beute zu verdauen. Doch die Erwachsenen in seinem Umfeld sahen nur einen Hut.

Um den Erwachsenen seine Zeichnung zu erklären, zeichnete er eine Röntgenansicht, die den Elefanten im Inneren der Schlange zeigte. Die Erwachsenen rieten ihm, das Zeichnen aufzugeben und sich stattdessen mit Geografie oder Mathematik zu beschäftigen. Der Junge, der als Kind noch Maler werden wollte, hörte deshalb mit sechs Jahren auf zu zeichnen.

Der Junge erkannte, dass die Erwachsenen die Dinge zu oft nur mit ihren Augen und ihrem Verstand betrachten. Denn auch wenn seine Zeichnung auf den ersten Blick wie ein Hut aussehen mag, könnten die Erwachsenen durch den Gebrauch ihrer Phantasie erkennen, dass es sich um eine Schlange handelt, die einen Elefanten in ihrem Magen hat.

Der kleine Prinz. Antoine de Saint-Exupéry

Nach dem dritten Mal macht sich auch bei uns die Übung bemerkbar. Naja, und jetzt, wo die Zwischenräume zwischen den Dachsparren schon mit Dämmstoff ausgefüllt sind und wir die Plane über eine gerade Oberfläche ziehen können, geht es auch einfacher.

Die Zurrgurte, die eigentlich dafür gedacht sind, später den Aufbau, also das Webatelier, auf dem Anhänger zu befestigen, tun jetzt schon gute Dienste.

Wenn die OSB-Platten auf dem Dach liegen, kann auch die Plane erst einmal oben liegen bleiben und es wird uns reichen, wenn wir sie wie eine Jalousie an den Seiten hochrollen, an denen wir freien Zugang brauchen.

Verde que te quiero verde.

Verde viento. Verdes ramas.
El barco sobre la mar
y el caballo en la montaña.
Con la sombra en la cintura
ella sueña en su baranda,
verde carne, pelo verde,
con ojos de fría plata.
Verde que te quiero verde.
Bajo la luna gitana,
las cosas la están mirando
y ella no puede mirarlas. (…)

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berlin _ 994 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. Teil IX.

Auf geht’s in die Höh‘

17. September 2022. Bautag 42. Endlich ist es soweit. Durchwachsenes Wetter, laut Vorhersage, mit einem trockenen Zeitfenster am Nachmittag, das so groß ist, wie meine Terrassenfaltschiebetür und daher vielleicht groß genug für unser Vorhaben.  Denn allem zum Trotz haben wir uns vorgenommen, dass es HEUTE geschehen soll: Das Ständerwerk soll stehen und zwar nicht nur im Probelauf nach Penelope-Taktik, sondern so richtig, so für immer und ewig.

Mit einem besorgt-beschwörend den Himmel beobachtenden Auge und entschlossenen Herzens haben wir das Warten auf das Zeitfenster mit den notwendigen Vorbereitungen verbracht, die letzten noch anstehenden kleinen Arbeiten vollendet, die Bauteile zusammengesucht…..

Die Bauteile für Giebel und Verstrebung.

Die vier Eckelemente der Längsseiten hatten wir im Vorfeld schon ausgerichtet und zusammengesetzt.

Dann traute sich die Sonne so langsam raus und wir hatten genug Energie gesammelt, um unser Tagewerk in Angriff zu nehmen.

Die Einzelteile hatten wir alle schon einmal einzeln eingesetzt und wußten, dass die Zapfen ziemlich gut zu ihren entsprechenden Zapflöchern passten. Nun sollte sich herausstellen, wie gut sich das Gesamtgefüge ineinander fügt. Natürlich haben wir  gehofft, dass es gut gehen würde…. Und es war toll, dass wir mit den helfenden Händen von Uli und Juanjo zählen konnten, denn bei aller Bemühung um Passgenauigkeit wußten wir, dass es wahrscheinlich darauf hinauslaufen würde, jedes Stück nicht nur einmal zu bewegen….

Erster Streich:

Tatsächlich haben wir hier und da nachbesser müssen, einen Grat wegstemmen, eine Brüstung nacharbeiten, eine Fase anbringen müssen, um das Zusammenfügen zu erleichtern.

Aber es waren tatsächlich nicht viele Nachbesserungen notwendig. Es war eben alles bis ins Detail geplant und so genau wie möglich umgesetzt worden. Und maschinelle und handgefertigte Schnitte haben ausreichend gut zusammengepasst.

Die einzelnen Seitenteile stehen an sich alleine im Schwellenbalken der Bodenstruktur, davon sind wir überzeugt, aber trotzdem setzen wir die Verstrebung auf der Giebelseite mit ein, um ein eventuelles wenn auch sehr unwahrscheinliches Kippen zu vermeiden. Macht was her, Ecke steht.

Zweiter Streich:

Ran an die zweite Ecke. Die hatten wir schon einmal eingesetzt und wußten, wo wir noch nachbessern mußten. Daher gingen die Arbeiten entsprechend schnell vonstatten.

Dann gab es Momente, da war die pure Körperkraft angesagt. Uli hat funktionelles Krafttraining am Ort absolviert, und Gudrun hat den Hammer mit Kraft und Schwung zum Einsatz gebracht, und das, was trotz Nachbesserung noch nicht zusammen kommen wollte, zusammengebracht.

Die Seitenteile am Hinterteil des KUKUmobils stehen, mit ihren Verstrebungen.

Dieses war der zweite Streich und der dritte folgt sogleich…..

Dritter Streich:

Fünfter Streich:

Jetzt, wo alle vier Eckteile stehen, geht es an die Giebelseiten. Sie stützen die Längsseiten nach Innen mit den Streben und der Riegel, der mit der Schwalbenschwanzverbindung von außen in die Eckpfosten eingesetzt wird, hält die Teile so zusammen, dass sie nicht nach außen kippen können.

Unser Tagesziel ist erreicht. Das Zeitfenster hat gerade so gepasst. Es wird kalt, feucht und dunkel. Gerade noch Zeit genug, um das KUKUmobil mit seinem neuen Raumvolumen für den kommenden Regen vorzubereiten.

Zugegebenermaßen gab es einen kurzen Moment des Zweifels, ob wir alles doch noch einmal abbauen sollen, oder ob wir das stehende Ständerwerk so weit absichern können, dass ihm der Regen nichts ausmachen kann. In dieser halben Sekunde des Zögerns war diesmal mein Drängen das Zünglein an der Waage FÜR ein Stehenlassen. Auch ich war mir nicht sicher, ob wir eine gute Lösung für den Regenschutz finden würden, aber ich war mir absolut sicher, dass ein Abbau zu diesem Zeitpunkt, nach diesem Krafteinsatz und der Freude über das Geschaffte eine so große Frustration mit sich gebracht hätte, dass es auch mir sehr schwer gefallen wäre, mich aus diesem Tal wieder herauszuarbeiten.

Letzter Streich:

Also haben wir an der höchsten Stelle des Ständerwerks einen Längsbalken angebracht, über den wir die riesige und schwere Baustellenplane mit Ach und Krach und viel Gezottel und Gezerre drüber bekommen haben. Und die letzten vereinten Kräfte reichten gerade noch, um sie so zu befestigen, dass sie die kommenden drei Tage Baupause an ihrem Platz bleiben und ihre Schutzfunktion gut erledigen würde. Gefühlt war dieser „letzte Streich“ anstrengender als all das, was wir den gesamten Tag über geschafft hatten. Aber dieses Gefühl ist sicherlich der Erschöpfung geschuldet und läßt sich aufwiegen mit der Befriedigung, die das Bewußtsein uns gibt, einen wichtigen Schritt voran gekommen zu sein.

 

 

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berlin _ 993

Von Sämännern und Sammlerinnen

Seit drei Monaten fahre ich nun fast täglich mit der Tram zur KUKUmobil-Baustelle in der Langhansstrasse, versuchte bis vor zwei Wochen einen Sitzplatz auf der Schattenseite zu erhaschen, will sagen in Fahrtrichtung links, und sehe mir mal in Gedanken versunken, mal konzentriert, die vorbeiziehende Stadtlandschaft an.

Zu dieser Landschaft gehört der Loeperplatz, der, wie ich heute bei Wikipedia noch einmal nachgelesen habe, aus dem Anger des ehemaligen Dorfes Lichtenberg entstand. Um 1890 erhielt er zunächst den Namen Wilhelmplatz nach dem deutschen Kaiser. Unter dem Bürgermeister Oskar Ziethen wurde er 1914 in Loeperplatz umbenannt, womit an die für Lichtenberg bedeutende Familie Loeper erinnert wird.

Dort steht im Schatten der ehemaligen Dorfkirche die Skulptur eines Sämannes, der wohl den ehemaligen Großbauern Julius Loeper darstellt. Diese Sandsteinplastik wurde im Zuge der Umbauarbeiten des Platzes zu einem Schmuckplatz um das Jahr 1915 aufgestellt, der Künstler ist nicht bekannt.

Soweit Wikipedia. Über drei Monate lang habe ich mich gefragt, was dieser Sämann dort wohl sät. Irgendetwas muss es doch sein. Nicht nur abstrakt, nicht nur metaphorisch…. Oder lädt dieser Ort ein, selbst zu säen…..

Heute bin ich nach drei Tagen Baupause wieder diese Strecke gefahren. Und heute habe ich sie gesehen, zu Füßen des Sämannes: es sind Herbstzeitlose.

Ich habe mir die Zeit nehmen können, bin ausgestiegen, um Fotos zu machen…… und bin dabei einer Sammlerin begegnet, die an diesem spätsommerlich-sonnigen Tag noch immer unterwegs war und für die Zukunft sorgte.

Auf der anderen Seite der Kirche, Richtung Frankfurter Allee wird das dreieckige Rasenstück von Kastanien gesäumt. Eine dieser Kastanien wurde heute zurückgeschnitten. Sie sieht krank aus. Die verbleibenden Äste sind jetzt, wo alle anderen noch ihre trockenbrau gewordenen Blätter  halten, schon kahl. Der Boden lag voller Kastanien, die durch den Schnitt vorzeitig vom Ast getrennt wurden.

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berlin _ 992 _ fundstück

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berlin _ 991

Heute ist  mein letzter „offizieller“ Sandalentag, nach meinem ureigenen Kalender. Ab jetzt hängt es vom Wetter ab.

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berlin _ 990 _ herbstspaziergang

Ein Blick in die Schatzkammer:

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berlin _ 989 _ fundstücke

orankesee _ berlin
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berlin _ 988 _ fundstücke

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berlin _ 987 _ KUKUmobil

Ich komme nicht hinterher mit dem Erzählen. Es geht mit sicherem Schritt voran auf der Baustelle, und wenn ich heim komme, dann bleibt nur noch Energie für das Allernotwendigste. Aber nächste Woche gibt es eine  mehrtägige Baupause, da verspreche ich, das BAUTAGEBUCH auf den aktuellen Stand zu bringen.

Derweil:

Heute auf dem Bau:

 

Und dann:

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berlin _ 986 _ KUKUmobil

Pause

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berlin _ 985 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. Teil VII.

In Lot und Waage.

Es gib einen kleinen Unterschied in der Verhältnismäßigkeit beim Bau eines Hauses und beim Bau eines Möbels. Dachte ich. Bei der Schublade kommt es auf den Millimeter an, damit die Schublade nicht klemmt, die Tür gut aufgeht und die Dinge im Lot stehen. Beim Fachwerk auch?

Ja und Nein. Irgendwie ist es wichtig, ein genaues theoretisches Mass zu haben, denn Formgenauigkeit bringt Passgenauigkeit, bringt Stabilität. Dieses theoretische Mass kann auch maschinell genau eingestellt werden und dementsprechend sind die Bauteile maßgenau. Wahrscheinlich erreicht man diese Maßgenauigkeit auch mit viel Übung und Sorgfalt und Zeit bei der händischen Bearbeitung.

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber ich kann nicht behaupten, dass meine gesägten Zapfen auf den Millimeter mit den handgestemmten Zapflöchern übereinstimmen. Hier und da gibt es viertel-, halbe Millimeter, die vom theoretischen Mass abweichen. Manches kann glücklicherweise mit dem zweiten Bauteil ausgleichen, Zapfen- auf tatsächliches Lochmass, Loch- auf tatsächliches Zapfenmass.

Spätestens wenn die ganze Struktur zusammengebaut werden soll,  in Lot und Waage sein soll, passen soll, NEIN, muss….. SPÄTESTENS DANN ist es wichtig, so wenig wie möglich vom diesem theoretischen Mass abgewichen zu sein. Nachbessern geht, manchmal, aber jeder Passversuch verbraucht Zeit und Kraft und Motivation.

 

1. Der Dickenhobel

Wir haben bei der Arbeit mit dem Holz für das Ständerfachwerk schon gemerkt, wie verzogen einige der Holzteile sind. Das macht präzises Arbeiten schwer, so viel Mühe man sich auch geben mag. Schieben, Drücken, Zwingen….. je höher man auf die Leiter steigt, um so schwerer wird das…..

Also scheint es wünschenswert, dieses Problem bei der Dachkonstruktion auf alle Fälle zu vermeiden. Daher hat sich Gudrun dazu entschlossen, viele der Bauteile, die jetzt noch zu verarbeiten sind, durch den Dickenhobel zu schieben.

2. In der Waage

Bevor wir mit dem Aufbau beginnen, muß auch der Anhänger nicht nur sicher gestellt werden, ohne zu kippeln, damit wir uns auf ihm bewegen können, sondern damit wir eine ausgerichtete Auflage haben um den rechten Winkel zu finden, den wir für den Aufbau der Wände brauchen.

Also kommen erst einmal Standbeine unter den Anhänger. Das geht auf der einen Längsseite noch relativ gut, vor allem wenn jemand wie Uli vor Ort ist, der mit seiner Kraft den Anhänger tatsächlich kurz ein paar Millimeter anheben kann, um den Klotz, der als Standbein dient, unter den Metallrahmen zu schieben. Das geht, mit Ulis Kraft, so lange wie es auf der anderen Seite Spielraum gibt, und sich der Anhänger dort für einen Moment in Schräglage etwas senken kann.

Wenn aber auf der einen Seite die Klötze stehen und wir uns die andere vornehmen, dann reicht auch Ulis Kraft nicht mehr. Also haben wir uns dazu entschieden, die „Anhängerkurbelstützfüße“, die wird für die Zukunft gekauft haben _ nämlich immer für dann, wenn die Last vom Anhänger gelöst werden soll, um den Anhänger hervorzuholen für seine Verwendung als Terrasse oder für seine Reise zum TÜV _  jetzt schon anzubringen. Schlangenbohrer und 30-cm-Schrauben, jetzt seit ihr gefragt.

Das sind die ersten Schrauben, die am KUKUmobil zum Einsatz kommen. Nicht, dass wir sie schähen. Es wird noch andere Stellen geben, an denen wir gerne auf sie zurückgreifen werden. Aber eben nur da, wo und dann, wenn es uns sinnvoll erscheint.

Wenn es soweit ist, steht für uns die Probe an, ob wir mit diesen vier Anhängerkurbel-stützfüßen den gesamten Aufbau heben können. So weit wie wir sind, ist es ein Leichtes gewesen, den Anhänger anzuheben und die Auflageklötze an allen vier Ecken anzubringen.

3. Die Ausrichtung

Bis hierher haben wir immer wieder überprüft, ob die Einzelbauteile passen, die Zapfen in die jeweiligen Löcher, die Ausparungen, die Überplattungen……

Jetzt geht es darum, einzelne Wandabschnitte zusammenzusetzen, auszurichten und dann als gesamtes  Element einzubauen. Das bedeutet bei den Eckelementen der Längswände: 2 Pfosten, 2 Streben, 1 Riegel. Alles im rechten Winkel. Alles im Lot, alles in der Waage.

Erst wenn der Daumen hochgeht, kommt die Fixierung. Ein Teil bleibt: Jede Strebe wird mit einer Schraube an „ihrem“ Pfosten angeschraubt. Die andere Fixierung, eine Hilfsleiste,  soll die Ausrichtung gewährleisten, bis das Wandelement fest eingebaut ist und sich im Gesamtgefüge eingepasst hat.

 

Ich bin total begeistert von dieser Holzsteckarbeit. Es hat etwas zu tiefst archaisches in seinem Aussehen und in dem Sicherheitsgefühl, das es dadurch meinem Unterbewußtsein zu vermitteln in der Lage ist.

Und da liegt es, bereit, eingebaut zu werden. Drei weitere werden wir noch zusammenbauen, die Giebelseiten, die nicht ganz so kompliziert sind, ebenfalls vorbereiten, bestenfalls auch das Dachgebälk. Und dann warten wir auf den großen Tag, den Tag nämlich, der uns einige Stunden gutes, will sagen, trockenes Wetter schenkt, um alles in Ruhe an seinem endgültigen Platz anzubringen.

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berlin _ 984 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. Teil VI

Bodenstruktur, Ständerfachwerk…… und ich habe immer noch nicht von allem berichtet,  was uns in diesen zwei Wochen beschäftigt hat:

DAS DACH. Teil I.

KUKUmobil ohne Räder geht gar nicht. So wenig wie ohne Dach? Während die Bodenstruktur abgeschlossen wurde  und die Arbeit am Ständerfachwerk auf vollen Touren läuft, geht es einen Schritt weiter: an die Dachstruktur des KUKUmobils.

Ganz am Anfang der Planung, als es noch darum ging, der Fantasie freien Lauf zu lassen und keinen Gedanken daran zu verschwenden, was realistischerweise umsetzbar ist, sei es aus finanziellen Gründen (denn mit Geld geht nach wie vor, und im Bau sowieso, fast alles), oder aus erfahrungstechnischen, wenn man das so sagen kann, als also unsere Fantasie in die Wolken flog und sich das Wolken-KUKU-ksheim vorstellte, da gab es neben der großen Fensterfront und der zwei Fenster auf der „Rückseite“ des KUKUmobils auch noch ein Lichtband im Dach. Auf der steilen Seite. Denn dass das Dach so aussehen sollte wie auf der Zeichnung, das stand ganz schnell fest.

Als wir dann anfingen darüber nachzudenken, was wir wirklich umsetzen können, ich finanziell und Gudrun bautechnisch, da wurden die Flügel unserer Fantasie schnell gestutzt. Ein dichtes Dach ist essenziell. Ein dichtes Dach mit Fenstern, das ist eine Herausforderung, und ein Risiko. Muß das sein?

Natürlich wäre ein Blick in den Himmel schön, aber ich habe kein Bett auf einer Zwischenebene, wie das so oft in Tinyhäusern der Fall ist. Ich werde auf dem Boden, auf meiner geliebten Tatamimatte sitzen und auch auf ihr schlafen.  Ich habe hinter oder vor mir, je nachdem wie ich mich setze, eine 2 x 3 m große Fensterfront in einem 5 x 2 x 3 m großen Raum. Sollte das nicht ausreichen?

Spannend finde ich nach wie vor die Überlegung, wie das KUKUmobil in Zukunft mit Solarpaneelen ausgerüstet werden könnte, um eine nachhaltige Energie-Autarkie zu erlangen.

In den Bau gehen wir jetzt aber erst einmal mit einer geschlossenen Dachfläche, einem nicht mittig sitzenden First, und einer Struktur ohne Firstbalken.

Kathi konnte für zwei Tage dazukommen und uns unterstützen. Während ich weiterhin mit der Japansäge unterwegs war, hat Kathi sich an die Kappsäge gestellt.

Wir haben ein erstes Modell gebaut, um entscheiden zu können, welche Holzverbindung wir für sinnvoll erachten. Über Dachkonstruktionen im Tinyhausbau kann man im Internet viel nachlesen. Unterschiedliche Faktoren spielen natürlich auch dort zusammen: Zeit, Geld, Raum, Erfahrung, Können…….

Unser Ansatz: Holzverbindung. Also Überplattung und Holzdübel am First. Dann die große Frage: 3 oder 4? Und wie sollten sie angeordnet sein, um die Kräfte, die sie auffangen sollen auch wirklich aufzufangen?

Ich habe aufmerksam zugehört und fotografiert, denn dazu weiss ich viel zu wenig Fundiertes zu diesem Thema beizutragen.

Am Ende sind es DREI, so wie alle guten Dinge. Gebohrt, geleimt, gedübelt. Das hält, davon bin ich überzeugt.

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berlin _ 983

Ich bewundere Jane Goodall seit vielen Jahren. Für ihre Arbeit, für ihr Wissen, für ihr Mitgefühl, für die Art und Weise, wie sie im Leben steht, wie sie das Leben versteht.

Mit Begeisterung habe ich diesem Gespräch zugehört (LINK). Und wenn es angesichts meiner eh schon bestehenden extrem hohen Achtung dieser Frau gegenüber noch gehen sollte, diese zu steigern, dann findet ihr einen Grund dafür ab Minute 22:42:

 

„Für mich ist das Ökosystem wie ein wunderschöner Wandteppich, und jeder faden dieses Teppichs ist eine Spezies. Und alle sind miteinander verwoben.
Wenn eine Spezies dann verschwindet, sei es eine Pflanze oder ein Tier, wird dem Teppich ein Faden gezogen.
Wenn zu viele Fäden herausgezogen werden, hängt er nur noch in Fetzen und das Ökosystem fällt in sich zusammen.“

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berlin _ 981 _ KUKUmobil

Auf den Kopf gestellt. PASST!!!

 

Die letzten Stemmarbeiten für den Aufbau des Ständerfachwerks sind im Gange. Hier und da fehlt noch ein Zapfenloch. Hier im Rähm, der auf dem Foto unten liegt, in „echt“ aber der Abschluss der Wand und die Auflage der Dachkonstruktion auf der Terrassentürseite sein wird.

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berlin _ 980 _ KUKUmobil

 

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berlin _ 979 _ KUKUmobil

Foto des Tages I

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berlin _ 978 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. Teil V

Zurück zum KUKUmobil. Neben der Bodenstruktur gibt es noch einiges mehr zu berichten, was in den vergangenen 15 Tagen passiert ist.

DAS STÄNDERFACHWERK

Natürlich haben wir weiterhin intensiv am Ständerwerk gearbeitet. Das bedeutet, dass wir uns jedes Werkteil einzeln vornehmen, es auf Länge bringen, die Enden entsprechend der geplanten Holzverbindung (Zapfen, Überblattung, was auch immer) arbeiten, Zapfenlöcher dort anbringen, wo wir sie später brauchen, ebenso die Aussparungen. Das bedeutet aber auch, dass jedes Werkstück zu einem konkreten Bauteil wird, benannt, durchnummeriert, mit festgelegter Reihenfolge und Position.

Pfosten, Streben, Riegel, Kopfbänder und Rähm. Alles muss jetzt nacheinander gefertigt werden, um dann, wenn alles bereit liegt, ausgerichtet und dann aufgebaut zu werden.

Die Pfosten

Sie bekommen oben und unten Zapfen um in den Bodenlängsbalken und den Rähm eingesetzt zu werden. Dazu die Zapfenlöcher für alle Bauteile, die mit ihnen verbunden sind. Das ist an manchen Stellen nur eine Strebe, an den meisten kommt noch ein Riegel dazu, der die Streben im rechten Winkel hält.

Die Penelope-Taktik

Zwischendurch wird auch immer mal wieder überprüft, ob Zapfen und Loch zueinanderpassen und die Pfosten gut aufstehen. Das ist unsere Penelope-Taktik. Wir bauen zusammen und wieder auseinander. Mehrmals. Mal ein oder zwei Bauteile, mal mehrere.

Das ist eine große Geduldsprobe, denn inzwischen haben wir alle eine enorme Lust, den Raum vor uns (ent)stehen zu sehen, nicht nur in unserer Vorstellung, sondern „in echt“.

Wir haben uns erst einmal um die beiden Längsseiten gekümmert, unter anderem, weil die eingebunden sein werden zwischen zwei parallel zueinander verlaufenden Balken. Bei den Pfosten an den Giebelseiten ist zusätzlich noch die Dachschräge zu berücksichtigen. Daher haben wir uns diese beiden Wandstrukturen getrennt vorgenommen.

Die Streben

Streben sind diagonal angeordnete Bauelemente. Sie sind im Fachwerk wichtig, denn sie dienen der Versteifung der Gesamtkonstruktion und leiten die  Zug- und Druckkräfte ab. Natürlich dürfen die beim KUKUmobil nicht fehlen. Druck und Zug wird es auf der Reise genug geben.

Die Riegel

Riegel sind waagerechte Bauelemente zur Unterteilung der Fache; entweder in kurzen Stücken zwischen die Ständer gezapft (Riegelkette), oft auch als langer Riegel über die Ständer geblattet.Wir werden beides haben. An den Eckfachen auf den Längsseiten wird ein jeweils einen Riegel geben, der die beiden sich überkreuzenden Streben hält. An den Giebelseiten halten sie jeweils eine Strebe, an der Längsseite mit Fenstern wird es Kopfriegel geben und einen langen horizontalen Riegel. Spannend ist es, sich genau die Reihenfolge zu überlegen, in der die Bauteile zusammengebaut werden sollten, je nach Funktion, die sie im Gesamtgefüge übernehmen, und dementsprechend die Verbindungen, die sinnvoll sind.

Juanjo hatte schon begonnen mit der Arbeit an den ersten Kopfriegel. Inzwischen sind die vier für die Eckfache fertig.

Das ist wichtig, weil auch hier immer mal wieder die Penelope-Taktik zum Tragen kommt, und wir uns absichern wollen, dass wir nicht auf dem „Holzweg“ sind, dass alles passt, vielleicht nicht immer genau auf den Millimeter, aber doch „so ungefähr ziemlich genau“. 😉 Vor allem aber wollen wir die Elemente passend machen, Zapflöcher dort anpassen, Zapfen dort nacharbeiten, wo es notwendig ist.

Der ersten Versuch verlief recht zufriedenstellend. Jetzt müssen die Teile rechtwinklig ausgerichtet und mit Schrauben und/oder Holznägeln verbunden werden.

Aber davon,  wie wir die provisorischen Standbeine unter den Anhänger bekommen haben, um ihn waagerecht auszurichten, und was an Dachkonstruktion schon getan wurde, erzähl ich euch im nächsten Beitrag.

 

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berlin _ 967 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH. Teil IV

Neben – Schauplätze

Alle Augen sind natürlich auf das KUKUmobil ausgerichtet. Vollkommen verständlich, denn schließlich geht es ja darum. Aber es gibt auch kleinere und größere Nebenschauplätze, an denen sich interessante Dinge tun:

1.

Jetzt, wo der Boden des Ateliers fertig  und damit unsere Arbeitshöhe gut 12 cm angestiegen ist, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir eine Baustellentreppe brauchen. Wenn alle Teile des Ständerwerks fertig sind, werden wir es zusammenfügen und spätestens dann wird es ein häufiges Rauf und Runter geben, und nicht mit leeren Händen.

Uli hat sich bereit erklärt, das Bauprojekt „Baustellentreppe“ zu übernehmen.

 

Zwischennutzung.

Ich habe in den letzten Tagen eine gute erste Verwendung für die Treppe gefunden, wenn auch nicht ganz üblich und vor allem nicht geplant. Aber es hätte nicht besser passen können, selbst wenn es geplant gewesen wäre:

Die Zapfen an den Pfostenenden vorzubereiten heißt 8 Schnitte zu tun, jeweils 4 quer und 4 längs zur Faser. Inzwischen krieg ich das schon ziemlich genau und gerade hin. Wir freunden uns immer mehr an, meine Japansäge und ich.

2.

Autumn ist comming

3.

Ein neues Projekt entsteht auf Christines Webrahmen. Das macht mich besonders froh,  vielleicht hat der Funke gezündet. Jedenfalls wird es eine feucht-fröhliche Bildwirkerei geben, mit Kugelfisch und Storchenbein. UND 20 x 20 cm groß. Da passt schon was rein.

Sobald die Wände stehen, werde ich meinen Webstuhl aus dem Atelier holen und aufbauen. Das wird ein großartiger Moment!!!!

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berlin _ 966 _ KUKUmobil

BAUTAGEBUCH _ Teil III

Regentage sind Ruhetage, sind …..

Tage für Begegnung, für Austausch…..

sind Tage zum Sortieren, zum Erzählen…..

……sind ideale Tage für das Bautagebuch. Mit dem steten Blick aus dem Augenwinkel auf die Wetter-App haben wir versucht, alles bereit zu machen für die „Regenpause“. Mit Ach und Krach haben wir es geschafft. Die Plane lag rechtzeitig.

Die Arbeit der letzten Tage liegt gut verwahrt unter ihr und unter Dach und Fach in der Werkstatt. Und auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, schon gar nicht mit Plane, sind wir in den vergangenen zwei Wochen gut voran gekommen.

37 Bautage liegen jetzt hinter uns, 15 Tage mehr, seit dem letzten Eintrag. Und in diesen zwei Wochen hat sich eine Menge getan:

 

Der „Boden_Boden“

Es mag wie ein „déjà-vu“ anmuten, wenn ich wieder von Dämmmaterial und Bodenplatten berichte. Tatsächlich ist es aber so, dass ein Großteil der Arbeit während dieser zwei Wochen in die Fertigstellung des KUKUmobil-Bodens ging, d.h. des EIGENTLICHEN Bodens meines mobilen Ateliers.

Die Querbalken waren schon bearbeitet, aber am Rahmen mußten wir noch die Zapflöcher für die Pfosten und Streben des Ständerwerks anbringen, an einem der Längsbalken dort Material herausnehmen, wo die  Schwelle für die 3 m lange Schiebefalttür sein soll, die überraschenderweise drei Wochen vor dem vereinbarten Termin vom Hersteller geliefert wurde, dann alle Balken zusammenfügen, die Bodenplatten einsetzen und darauf hoffen, das alles passt, das Dämmmaterial vorbereiten, einlegen und alles dicht abkleben.

Die Bodenfläche ist durch die Balkenstruktur in 16 Felder unterteilt. In jedes Feld wird in die eingefräste Nut an den Balkenunterseiten eine Siebdruckplatte eingelegt. Die schneiden wir übrigens NICHT mit der Japansäge. Das sind die Momente der Dankbarkeit, die Maschinen der Gemeinschaftswerkstatt benutzen zu können und jemanden wie Gudrun zur Seite zu haben, die diese Maschinen auch bedienen kann. Ich stehe eher in sicherer Entfernung und reiche an oder nehme ab. Da ist mir meine Maschinenphobie im Weg.
Seitdem wir das Balkenmaterial bearbeiten, stoplern wir über DIE FASE!!! Fasen werden an Bauteilen häufig zur Entfernung von Graten, der Verringerung der Verletzungs- und Beschädigungsgefahr beim Transport und der Vereinfachung der weiteren Montage angebracht.  Also eigentlich sinnvoll, ABER bei der Übertragung von Maßen ist es total nervig, weil eben gerade die rechtwinklige Kante fehlt, die man bräuchte, um eine Linie rundum um einen Balken laufen zu lassen. Selbst wenn man den Knick in der Optik nicht schon mitbringt, dann kann der sich schnell einschleichen, wenn man dieses Stück, das weggefast wurde, wieder hindenken muss.
Aber Fasen sind auch an Bauteilen nützlich, in die ein zweites Bauteil eingeführt werden muss. oder die in ein zweites Bauteil eingeführt werden sollen. Die Fase dient dabei als Einführhilfe. Klar, das wir unsere eigenen Fasen anbringen, nämlich da, wo sie für uns nützlich sind, zum Beispiel an den Siebdruckbodenplatten, die ja in die Nut der Balkenstruktur eingeführt werden sollen und passen müssen. 🙂  Ein Hoch, also, auf die selbstbestimmte Fasung.

Die 3m-Faltschiebetür, die für mich neben dem Webstuhl das Herzstück des KUKUmobils darstellt _  öffnet sie doch die Welt dem Atelier, das Atelier der Welt, gewährt dem Publikum Zugang zu meiner Arbeit, und ermöglicht mir, die Impulse meiner Mitmenschen aufzunehmen und einzuweben _ sitzt auf einem der Längsbalken des Bodenrahmens. Um die geplante Gesamthöhe beizubehalten und die Schwelle der Tür bündig mit dem Innenboden zu bekommen, verringern wir an dieser Stelle die Höhe des Balkens. Unser Weg dorthin: sägen, sägen, sägen, klopfen, schleifen…..
Einige Zapfenlöcher werden noch angebracht. Diesmal mit Bohrer-Unterstützung, dann ist der Weg des Stemmens nicht so lang. Je härter das Holz, um so willkommener ist diese Abkürzung. Ich habe inzwischen gelernt, dass das Stemmeisen nicht einfach wegläuft und ich es daher nicht verkrampft festhalten, sondern nur präzise positionieren muss  und schaffe es inzwischen, eine relativ saubere Brüstung zu stemmen und das Mass gut einzuhalten, merke aber auch mit jedem neuen Tag, der auf den vorherigen folgt, dass meine Arme an ihre Belastungsgrenze kommen.
Geplant war, dass die Platten mit etwas Luft („etwas“ ist in Gudruns Planung max. 2mm) in den Felder sitzen und somit auch einfach eingelegt werden können. Schon auf dem Weg dorthin wurde uns klar, dass dem nicht unbedingt so sein wird. Einige der vom Hersteller gelieferten Hölzer waren extrem verzogen, einige hatten ungleiches Mass und meine Säge- und Stemmkunst hat ihre Grenzen in der Präzision. Alles Faktoren, die beim Zusammenbau eine Rolle spielen würden, dessen waren wir und bewußt.

 

ÜBRIGENS habe ich gelernt, dass es Momente geben kann, wo es ohne Kraft, Zwinge und Holzhammermethode NICHT geht. Bzw. wo man sich entscheiden muss zwischen „passt, wackelt und hat Luft“, oder „sitzt bombenfest“. Wir versuchen, angesichts all dessen, was dem KUKUmobil bevorsteht, auf zweiteres hinzuarbeiten.

 

Manchmal schaffen wir es sogar. 😉 Parallelen stimmen. Diagonale stimmt. Alles im Maß und bald auch im Lot.

Nach dem Zusammenbau der Bodenbalkenstruktur, und immer noch beim Abschnitt „Bodenbau“ bleibend, geht es im nächsten Schritt darum, die 16 Bodenfächer  mit Dämmmaterial zu befüllen und alles abzudichten.

 

Uli hat sich bereit erklärt, uns dabei zu helfen, und da er glücklicherweise nicht die Maschinenphobie seiner Mutter geerbt hat und Gudrun geduldig genug ist, um ihn einzuweisen in die Handhabung der notwendigen Maschinen, ist ihm die Spanisch-Schinken-Schnitttechnik erspart geblieben, die wir noch vor ein paar Wochen für die Unterbodendämmung angewandt haben. Auch, weil wir gemerkt haben, dass die erforderliche Präzision nicht so einfach zu erreichen ist. Sie ist aber wichtig, denn das Material ist nicht flexibel, kann also nicht einfach mal in irgendwelche Maße gedrückt, gequetscht oder gefriemelt werden,  und die Bodenplatten sollen natürlich gut aufliegen.

 

Uli schneidet die Dämmstoffplatten zuerst auf Maß. Wir haben versucht, es uns so leicht wie möglich zu machen und einige Fächer so anzulegen, dass sie das Hersteller-Maß der Platten aufnehmen und wir uns hier und da einen Schnitt sparen können. Da die Platten aber auch auf den Balken aufliegen, müssen sie rundherum eine Falz haben.

Gudrun hat ein wachsames Auge. Immer. Nicht nur in Sachen Maßhalten, auch in Sachen Sicherheit. Das macht mich sehr entspannt, so sehr, dass ich mich auf das Fotografieren konzentrieren kann.

 

Es gab nur eine Schreckmillisekunde, als ich Uli sah, wie er die Dämmstoffplatte festhielt, bis mir bewußt wurde, dass der Schnitt ja nicht durch die gesamte Platte geht, sondern nur durch den unteren Teil.

Letzter Schritt nach dem Schneiden ist das „Anprobieren“. Es passt, und es passt nicht nur so gut, dass es wackelt und Luft hat, sondern das es bombenfest sitzt. UND, wir haben zwei Pakete Material eingespart, weil wir vier der 16  Felder unter der Verwendung von Reststücken in  Tetris-Technik zusammengepuzzelt haben.
Und für die kleinen Ritzen, durch die eventuell doch noch ein Hauch kommen könnte, bzw, sich Feuchtigkeit in die Bodenstruktur schummeln könnte, wo wir sie auf keinen Fall haben wollen, kommt noch einmal Aluband zum Einsatz.

Jetzt ist diese Arbeit getan und wir sehen, dass alles so geworden ist, wie wir es uns vorgestellt haben. Ein tolles Gefühl. DANKE, allen helfenden Händen. 😉

 

 

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Fünf gute Gründe

 

1. Nachholbedarf

Es gibt Tage, die sind einfach ganz besonders. Manche, weil der Kalender es sagt und sie sich ins Leben drängeln; manche, weil das Leben es sagt und sie es in den Kalender schaffen. Wir hatten gestern auf der Baustelle einen, der definitiv in die zweite Kategorie passt.

Angefangen hat alles damit, dass ich den ersten Zwetschgenkuchen dieser Saison mit HEFEteig gebacken habe. Pflaumen gehörten schon immer zu meinem Lieblingsobst, vor allem in Form von Mus. In Spanien habe ich die bisher besten Pfirsiche und Feigen meines Lebens probiert, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass ich die Zwetschgenkuchen vermisste, so, wie ich jetzt die Pfirsiche und Feigen vermisse.

 

2. Der Stolz einer Faltschiebetürbesitzerin

Dann kam ein Anruf von Gudrun, die wiederum einen Anruf von Hersteller der Faltschiebetür bekommen hatte, die wir für irgendwann im September erwarteten, mit der Neuigkeit, dass sie auf dem Weg nach Berlin ist. Große Überraschung, große Aufregung bei mir und große Freude, in dieser Reihenfolge. Tatsächlich kam Wolfgang dann auch am Nachmittag mit dem Paket. Ab jetzt bin ich also stolze Faltschiebetürbesitzerin.

3. Level 5

Damit aber nicht genug. Ich bin gestern in meiner Japansägekunstfertigkeit ein Level weiter gekommen. Gefühlt wie von Level 4 auf Level 5 von……… 50? Keine Ahnung. Jedenfalls bin ich höchst zufrieden mit dem Ergebnis. Die erste Strebe des Ständerwerks hat ihre Schrägschnitte und Zargen bekommen.

4. „Letzte Ölung“

Ganz wie nebenbei hat der Anhänger seine „letzte Ölung“ bekommen, gerade rechtzeitig vor den Regentagen. Also ist dieser Arbeitsschritt, der uns geraume Zeit beschäftigt hat, endgültig abgeschlossen.

 

5. Ein Zeichen setzen

Und zum Abschluss des Tages hat Christine ihre kleine Bildwirkerei beendet, die sie in einem meiner Sommerkurse begonnen und danach bei ihren Besuchen auf der Baustelle weitergewebt hatte.

Wie gesagt: Fünf gute Gründe ….. zum Feiern.

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Vorgestern fragte mich eine Freundin spaßeshalber, wie das denn aussieht, wenn frau sich freut wie eine Schneekönigin. Nun, das ist ganz unterschiedlich und kommt auf die Tagesform und natürlich den Anlass an. Unter anderem kann es folgende Gestalt annehmen, wenn _zugegebenermassen mit Anfängerglück_ der Pfoten gleich beim ersten Mal perfekt in das eben fertig gestemmte Zapfloch passt:

Foto: Gudrun Mattke
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BAUSTELLENINTERMEZZO

Wichtige Momente auf der Baustelle: Erklären, erklären, erklären, und…… fegen, fegen, fegen.

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Foto: Gudrun Mattke
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REGEN _ LAND _  SCHAFT

 

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DAS BAUTAGEBUCH _ II

August 2022

21 Bautage liegen jetzt hinter uns. Das sind zusammengenommen drei Wochen. Mir kommt es wie eine kleine Ewigkeit vor. Nicht, weil es mir langweilig wird oder zu viel, eher weil sich inzwischen eine gewisse Routine etabliert hat:

Mit den Menschen, die jetzt Teil meines Alltags sind; mit dem Hof, unserem Bauplatz, und seinen Besonderheiten. Und das nicht nur zu den gewohnten Arbeitszeiten, denn Arbeit und Leben, oder Arbeit und Freizeit voneinander zu trennen, hat nie meinem Wesen entsprochen. Daher ist der Bauplatz eben auch nicht nur ein Bauplatz…..

 

 

Fäden in anderen Händen

Manchmal, während ich säge oder stemme oder schleife, gibt es jemanden, der am Webrahmen sitzt und mich meine textile Welt nicht vergessen lässt. Dann stecke ich die rauen und staubigen Hände in die Hosentasche, um nicht  in Versuchung zu geraten, und hab ein Auge auf das, was sich zwischen den Fäden gerade tut.

 

Der Himmel über Berlin

Manchmal sitzen wir auch nur da, genießen den Blick auf das kleine Stück Himmel, das – eingerahmt von den Dächern der flachen Gewerbehallen – zu sehen ist:  baden uns in der Energie, die sich im geschäftigen und konzentrierten Tun rundherum im Hof angesammelt hat, warten darauf, dass die Schatten lang genug werden,  um in ihrem Schutz mit der Arbeit zu beginnen, oder lassen den Tag ausklingen, zählen Fledermäuse, Mücḱenstiche und Sternschnuppen…..

Fotos: Gudrun Mattke

 

Leib und Seele

Manchmal, wenn ich darüber nachdenke, ziemlich oft sogar …. genau genommen fast immer, wenn ein intensiver Arbeitstag ansteht, und das ist nicht selten der Fall ….. gibt es kleine Momente, in denen wir uns darum kümmern, dass Leib und Seele weiterhin gut zusammenhalten:

DAS EIGENTLICHE

Soweit die „Paraphernalien“. Denn EIGENTLICH geht es hier ja ums BAUEN, ich wollte all das nur mal erwähnt haben, nicht, dass der Eindruck entsteht, wir würden es uns neben all der Arbeit nicht gut gehen lassen.

Was ist also geschehen, in diesen 10 Augusttagen, die seit dem ersten Bautagebucheintrag verstrichen sind? Ich fang mal bei mir an: Vieles von dem, was Gudrun mir erklärt, zum Beispiel wenn es um Maschinen geht, werde ich mir nicht merken können. Aber es ist hilfreich, Dinge kontextualisieren zu können und nachzuvollziehen, warum etwas so und nicht anders getan werden müsste oder sollte oder wird.

Mein Verstand und meine Muskulatur machen sich langsam vertraut mit den fremden Werkzeugen und den ungewohnten Bewegungsabläufen. Ich lerne, dem Material „zuzuhören“, zu verstehen, was es will, um zu wissen, was ich tun muss, um möglichst MIT ihm zu arbeiten und nicht GEGEN seinen Willen; und wenn doch, zu verstehen, wie ich es „überzeugen“ kann, um meinem Wunsch zu folgen.

Ich lerne, wie wichtig gute Kommunikation ist, nicht nur mit dem Material, auch untereinander. Zu wissen, wie man Maße richtig nimmt und sie so anzeichnet, dass man sich bei komplizierten Arbeiten nicht selbst verliert zwischen dem „was bleibt“ und dem „was weg kommt“; ob man auf der Linie sägt und wenn nicht, auf welcher Seite…..

Gut, wenn es dann immer noch mal eine „Qualitätsabnahme“ von der Bauleitung gibt, unter anderem, weil damit eventuelle Ungenauigkeiten, wenn sie sich trotz aller Bemühung doch ergeben haben, in die weitere Planung mit aufgenommen und kompensiert werden können.

Besonders  beeindruckend ist es für mich, zu erleben, wie viele Arbeitsgänge getan werden müsse, um ein Stück Material in ein Bauelement zu verwandeln; nicht nur bei uns und dem KUKUmobil, auch ganz allgemein in der Werkstatt, denn auch da bekomme ich mit der Zeit eine genauere Vorstellung davon, was es bedeutet, ein maßgeschneidertes Möbel zu bauen.

Es überrascht mich, dass es mich so sehr überrascht, denn letztendlich ist es genau das, was ich all denen immer erkläre, die bei mir etwas von der Bildwirkerei lernen wollen, d.h. letztendlich geht es um die Essenz eines jeden Handwerks, unabhängig vom Material, mit dem man je nach Gewerk zu tun hat: es geht um Sorgfalt in der Planung, in der Ausführung jedes einzelnen Schrittes, auch der „unsichtbaren“, die im fertigen Teil zwar nicht mehr wahrnehmbar sind, außer für das geübte Auge, die aber unentbehrlich sind für die Gesamtwirkung des Produkts am Ende des Arbeitsprozesses.

Genau damit sind auch wir weiterhin beschäftigt: mit dem Anhänger und mit der Vorbereitung der Balken für die Bodenstruktur und für das Ständerwerk der KUKUmobil-Wände.

 

DER ANHÄNGER

Ersteres liegt vor allem in Gudruns Händen, denn da kommen Fräser, Schleifer, Schraubzwingen und Silikonkleber zum Einsatz. All das immer ab 17 Uhr, denn der Anhänger, das ist ein Fakt, der steht in der prallen Sonne und heizt sich so auf, dass ich den Verdacht habe, wir könnten Spiegeleier auf ihm zubereiten.

Die Original-Bodenplatte des Anhängers, die im Metallrahmen lag, wurde durch die Unterboden-Dämmung angehoben. Um die Kältebrücke zu unterbrechen haben wir auch den Metallrahmen des Anhängers mit Dämmmaterial abdeckt und einen entsprechenden Streifen aus Siebdruckplattenmaterial angesetzt. Insgesamt haben wir dadurch eine vollkommen gedämmte Auflagefläche für den Aufbau von 2,20 m Breite geschaffen. Bei gutem Wetter und langer Standzeit kann der Anhänger hervorgeholt und als Terrasse genutzt werden. Die Außenkante der Bodenplatte wird abgerundet.
Gudrun fräst die Ansatznaht zwischen der Original-Bodenpatte und dem Ansatzstreifen ein, um die Silikonnaht besser aufzutragen. Die gesamte Konstruktion soll so dicht sein, dass weder  Spritzwasser von unten noch Regenwasser von oben eindringen kann. Überstehendes Silikon haben wir abgeschliffen. Die gesamte Fläche wird zum Abschluß gebeizt und geölt.
Als zusätzliche  Anti-Rutsch-Sicherung haben wir uns entschieden, an den Längsseiten der Plattform, dort, wo die Douglasfichtenbalken der Bodenkonstruktion aufliegen, Gummistreifen anzubringen. Sie liegen eingelassen in einer eingefrästen Vertiefung.
Vor dem Beizen und Ölen wird noch einmal genau geprüft, ob an irgendeiner Stelle mit Silikon nachgearbeitet werden muss. Silikon mag es nicht, wenn es zu heiß ist. Das macht mir dieses ansonsten eher unangenehme Material fast sympathisch. Da kann es manchmal auch etwas später werden.
Gut, dass Handys auch als Taschenlampe benutzt werden können, und noch besser, dass sowohl die Ausdauer als auch das Verständnis aller Beteiligten groß genug sind.
Jetzt fehlt nur noch das Beizen der Bodenplatte _ in Wotan-Türkisblau _ und das Einölen. Fast hätten wir es geschafft, dann kam der Regen und es konnte nicht sein.
Wenn das Wetter mitspielt, dann wird es am Sonntag dazu kommen und DANN ist die Arbeit am Anhänger tatsächlich abgeschlossen. Das schreit förmlich danach gefeiert zu werden!!!!

DIE BODENSTRUKTUR

Zeitgleich zu der Arbeit am Anhänger haben wir die Balken für die Bodenstruktur vorbereitet. Insgesamt besteht sie aus einem Rahmen aus Douglasfichte, zwei Querbalken aus dem gleichen Material, sowie 5 weiteren Quer- und einem mittig eingeplanten Längsbaken aus Fichte.

Hier war und bin ich am werkeln, mit Japansäge und Stemmeisen. Ab und an kommt Gudrun dazu, um bestimmte Arbeitsschritte zu übernehmen, die Erfahrung oder den Einsatz einer Maschine erfordern:

1. Unten ist da, wo die Nut ist.
Die Balkenstruktur trägt als erste Schicht Bodenplatten aus Siebdruck. Dazu hat Gudrun an den Balkenunterseiten eine Nut eingefräst, in die die Platten eingelassen werden, wenn wir die einzelnen Teile zusammensetzen, die natürlich GENAU passen werden, weil wir so gründlich gearbeitet haben. 🙂

2. Passt!
Alle Balken haben wir an den vorgesehenen Stellen mit Aussparungen versehen, bzw. an den Enden die entsprechenden Zapfen gesägt, um sie so zusammenzusetzen, dass sie sicher und solide sitzen und alle Kräfte aushalten, die auf sie einwirken werden. Zwischendurch haben wir immer mal wieder die Probe aufs Exempel gemacht und uns jedesmal gefreut, wie die Schneeköniginnen, wenn es gepasst hat, OHNE Wackeln und OHNE Luft.

 

3. Mattkesche Verbindung
Besondere Gedanken hat Gudrun sich über die Eckverbindungen der Rahmenstruktur gemacht. Sie wollte vermeiden, dass an den Ecken Hirnholz steht, weil gerade dort Feuchtigkeit gut eindringen könnte, was wir ja auf alle Fälle vermeiden wollen. Also ein Gehrungsschnitt? Aber dann schaffen wir es nicht wirklich, die Balken in einer so gut sitzenden Holzverbindung zusammenzubringen, wie es bei einer Überblattung der Fall wäre. ALSO: Halbe-Halbe.

Es gibt dafür tatsächlich einen Namen: Verdecktes Eckblatt. Ich habe mal im Internet gesucht. HIER gibt es sage und schreibe über 34 Holzverbindungen, und da sind die japanischen wahrscheinlich gar nicht mit dabei. Ich finde trotzdem, Mattkesche Verbindung klingt gut.

HELFENDE HÄNDE

Tja, und wenn wir sicher sind, dass alles zusammenpasst, dann nehmen wir es wieder auseinander und schleifen jeden Balken ab, um ihn dann mit Leinöl zu behandeln. Erst dann ist er bereit, seinen Platz im Gesamtgefüge einzunehmen. Da sind helfende Hände besonders willkommen:

DAS STÄNDERWERK

Als nächster Bauabschnitt steht neben der Fertigstellung des Bodens das Ständerwerk an. Da wartet noch die ein oder andere Stemmarbeit auf uns. Aber davon werde ich im nächsten Beitrag berichten.

Ich weiss, wir alle dursten mit, mit den Bäumen, den Gräsern, den Flüssen und Seen; die schon so lang andauernde Hitze hat längst ihren Reiz verloren, selbst für die eingefleischten Sonnenanbeter:innen. Alle warten wir auf Kühle und auf Regen.

„Nunca llueve a gusto de todos“, wie man im Spanischen so schön sagt. Auch wenn damit eher gemeint ist, dass man es selten allen recht machen kann, hat es in unserem Baukontext eine wortwörtliche Bedeutung.

JA zum Regen, aber bitte nachts und wenn doch tagsüber, dann eher mittwochs und donnerstags. 🙂

 

 

 

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Foto der Tages II

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Foto des Tages I

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