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BAUTAGEBUCH. Teil VI

Bodenstruktur, Ständerfachwerk…… und ich habe immer noch nicht von allem berichtet,  was uns in diesen zwei Wochen beschäftigt hat:

DAS DACH. Teil I.

KUKUmobil ohne Räder geht gar nicht. So wenig wie ohne Dach? Während die Bodenstruktur abgeschlossen wurde  und die Arbeit am Ständerfachwerk auf vollen Touren läuft, geht es einen Schritt weiter: an die Dachstruktur des KUKUmobils.

Ganz am Anfang der Planung, als es noch darum ging, der Fantasie freien Lauf zu lassen und keinen Gedanken daran zu verschwenden, was realistischerweise umsetzbar ist, sei es aus finanziellen Gründen (denn mit Geld geht nach wie vor, und im Bau sowieso, fast alles), oder aus erfahrungstechnischen, wenn man das so sagen kann, als also unsere Fantasie in die Wolken flog und sich das Wolken-KUKU-ksheim vorstellte, da gab es neben der großen Fensterfront und der zwei Fenster auf der „Rückseite“ des KUKUmobils auch noch ein Lichtband im Dach. Auf der steilen Seite. Denn dass das Dach so aussehen sollte wie auf der Zeichnung, das stand ganz schnell fest.

Als wir dann anfingen darüber nachzudenken, was wir wirklich umsetzen können, ich finanziell und Gudrun bautechnisch, da wurden die Flügel unserer Fantasie schnell gestutzt. Ein dichtes Dach ist essenziell. Ein dichtes Dach mit Fenstern, das ist eine Herausforderung, und ein Risiko. Muß das sein?

Natürlich wäre ein Blick in den Himmel schön, aber ich habe kein Bett auf einer Zwischenebene, wie das so oft in Tinyhäusern der Fall ist. Ich werde auf dem Boden, auf meiner geliebten Tatamimatte sitzen und auch auf ihr schlafen.  Ich habe hinter oder vor mir, je nachdem wie ich mich setze, eine 2 x 3 m große Fensterfront in einem 5 x 2 x 3 m großen Raum. Sollte das nicht ausreichen?

Spannend finde ich nach wie vor die Überlegung, wie das KUKUmobil in Zukunft mit Solarpaneelen ausgerüstet werden könnte, um eine nachhaltige Energie-Autarkie zu erlangen.

In den Bau gehen wir jetzt aber erst einmal mit einer geschlossenen Dachfläche, einem nicht mittig sitzenden First, und einer Struktur ohne Firstbalken.

Kathi konnte für zwei Tage dazukommen und uns unterstützen. Während ich weiterhin mit der Japansäge unterwegs war, hat Kathi sich an die Kappsäge gestellt.

Wir haben ein erstes Modell gebaut, um entscheiden zu können, welche Holzverbindung wir für sinnvoll erachten. Über Dachkonstruktionen im Tinyhausbau kann man im Internet viel nachlesen. Unterschiedliche Faktoren spielen natürlich auch dort zusammen: Zeit, Geld, Raum, Erfahrung, Können…….

Unser Ansatz: Holzverbindung. Also Überplattung und Holzdübel am First. Dann die große Frage: 3 oder 4? Und wie sollten sie angeordnet sein, um die Kräfte, die sie auffangen sollen auch wirklich aufzufangen?

Ich habe aufmerksam zugehört und fotografiert, denn dazu weiss ich viel zu wenig Fundiertes zu diesem Thema beizutragen.

Am Ende sind es DREI, so wie alle guten Dinge. Gebohrt, geleimt, gedübelt. Das hält, davon bin ich überzeugt.

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