berlin _ 639 _ #KMH

001#KMH_KUBUS

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berlin _ 638 _fundstücke

002So, let us fight and then make the party.

 

 

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berlin _637 _ textil

Kurs März 2020

Jemand sagte mir vor vielen Monaten: Aushalten, das braucht seine Zeit! Mehr als einmal habe ich mich an diese Worte erinnert. Zugegebenermaßen öfter, wenn ein Kurs NICHT stattfand, als wenn er es tat. Das liegt hoffentlich in der Natur des Menschen und nicht an meiner negativen Energie.

Um so mehr überrascht und freut es mich, dass ich diesmal nicht nur NICHT bis einen Tag vor Anmeldeschluss bangen muss, ob die Hürde der Mindestteilnehmerzahl überwunden wird, oder eben nicht. Sondern dass der Kurs am kommenden Wochenende tatsächlich ausgebucht ist. Wer hätte das gedacht?!

Nun jene Jemand würde sich wohl NICHT wundern. Mir eher schmunzelnd zunicken. DANKE!

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Übrigens gibt es beim folgenden Kurs noch 5 freie PLÄTZE. GERNE weitersagen!

Es gibt wenig, das mir mehr Spass macht, als anderen Menschen meine Liebe zur Bildwirkerei nahe zu bringen und der Versuch, das Feuer, das in mir brennt weiter zu geben.

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berlin _ 636 _ fundstücke

001Bahnhof Lichtenberg

 

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berlin _ 635 _ offenes atelier in der KMH

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Nicht so oft, wie ich mir wünschen würde.
Nicht so viel, wie ich mir vorgenommen habe.
ABER aussehen tut es, wie es soll.

An solchen Tagen wir gestern, an denen ich die Grätsche schaffe zwischen dem Trubel der KMH und der Ruhe am Webstuhl, bin ich FAST glücklich.

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berlin _ 634 _ fundstücke

Geometrie

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berlin _ 633

SEEBRÜCKE rief heute auf zu einem bundesweiten Aktionstag unter dem Motto:

#WirHabenPlatz

#WirHabenPlatz  Aufnahme jetzt ermöglichen!

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Worum es geht? Die Evakuierung Minderjähriger aus griechischen Lagern zu fordern. Was wir tun: Auf die Straße gehen und gemeinsam die laute Botschaft senden:

Wir wollen aufnehmen! Wir sagen, es ist Zeit für Druck auf der Straße! JETZT ist die Zeit der Zivilgesellschaft gekommen, den Widerstand des Bundesinnenministeriums zu brechen und tatsächlich endlich Menschen aus Lagern nach Deutschland zu evakuieren. Kommunen und Länder müssen zusätzliche Menschen eigenständig aufnehmen dürfen!

Gemeinsam für die Aufnahme Minderjähriger aus griechischen Lagern!

Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben, egal woher sie kommen, wo sie bleiben und wohin sie gehen wollen!

 

Es ist für mich immer wieder ermutigend mich Teil einer Gruppe von Menschen zu fühlen, die engagiert für das eintritt, was sie wichtig und richtig findet. Dafür auf die Straße geht, immer und immer wieder.

Es ist auch ermutigend für mich, zu sehen, dass bei solchen Gelegenheiten die unterschiedlichen Generationen gemeinsam gehen, friedlich, aber stetig…., immer und immer wieder für Rechte streitend, die absolut selbstverständlich sein sollten, und die trotzdem zu oft  beschnitten, gebrochen, ignoriert werden.

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Wachsam sein, immer. Das scheint unsere Aufgabe zu sein. Wachsam und bereit, wann und wo auch immer einzutreten für unsere Überzeugung, dass kein Mensch illegal ist, dass jeder Mensch ein Recht hat auf ein menschenwürdiges Leben.

Danke an alle, die Seebrücke tragen, für den langen Atem, für den Impuls den sie geben, um wichtige Themen nicht aus dem Sinn zu verlieren, nur weil wir sie  nicht direkt vor Augen haben.

 

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Hier zwei Redebeiträge vom Samstag, 8.02.2020:

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Eine lange Tafel war vor dem Bundestag aufgebaut. Die freigehaltenen Plätzen haben das Motto #WirHabenPlatz auch symbolisch dargestellt.

DANKE an alle, die SEEBRÜCKE auch  finanziell unterstützen.

SEEBRÜCKE nutzt die Spenden um sich auf politischer Ebene für sichere Fluchtwege und Sichere Häfen stark zu machen und eine gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen. Alleine in den letzten sieben Monaten habt SEEBRÜCKE mit den Spenden tausende Aktionen realisieren können und sich lauthals dafür eingesetzt, dass Migration ein Menschenrecht ist und Seenotrettung eine Pflicht.

Schaut mal auch die WEB-Seite, dort findet ihr weitere Information.

Mensch Mensch Mensch e.V.
IBAN: DE07430609671167120503
BIC: GENODEM1GLS
Bankname: GLS Gemeinschaftsbank

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berlin _ 632

001002FebruarVollmond, heute in Berlin. Nach der Demo  #WirHabenPlatzAufnahme jetzt ermöglichen!, organisiert von SEEBRÜCKE-Berlin.

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berlin _ 631

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Vergangene Woche hatte ich meine erste Tiny-Bau-Erfahrung. Wir haben in der KMH unter Anleitung von Joschka, von tinycollective.org einen Kubus gebaut. Ein Raum im Raum, 3 x 3 m Grundfläche. Ich habe das Auskehr-Ritual übernommen, damit der Raum bereit ist für all das, was er leisten soll und kann: Ruhe, Schutz, Wärme, Geborgenheit, Konzentration, Beschaulichkeit zu geben…….

Ich werde euch berichten. Es war eine intensive und lehrreiche Woche und eine motivierende Erfahrung.

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berlin _ 630

https://www.facebook.com/xrberlin/videos/623973398380574/?t=19

So unglaublich ermutigend.

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berlin _ 629

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Darf ich vorstellen: Das ist ILSE. Seit einigen Monaten begegnen wir uns ab und zu. Manchmal bei Tageslicht, oft auch im Dunkeln. ILSE werde ich heute feiern, denn am 25.01.2020 beginnt nach dem Chinesischen Kalender das Jahr der Ratte.

Die Ratte ist das erste Zeichen aus dem 12 Tierkreislauf des chinesischen Tierkreises, und aus diesem Grund wird diese Zeitspanne als ein Jahr des Neubeginns und der Erneuerung betrachtet.

Der Jahresanfang, die ersten Tage im Februar, sind extrem hell und voller Motivation. Wir haben ein neues, sauberes, frisches Jahr als Geschenk erhalten, ohne Fehler und ohne Reue.

Das Jahr der Ratte wird uns kreative Energie bringen, eine Energie, die sich manifestieren kann, indem sie viele Dinge erfüllt, die Sie sich in Ihrem Leben wünschen. Sie werden die Gewissheit haben, dass alles möglich ist, dass Sie der Schöpfer Ihres eigenen Lebens sind und dass Sie die Kraft haben, zu sein, wer immer Sie sein wollen.

So steht es geschrieben. Für mich, als eingefleichte Häsin, kommt noch dazu:

Das Jahr der Ratte wird für das chinesische Sternzeichen des Hasen ein dynamisches Jahr mit vielen Veränderungen und Neuheiten, aber auch vielen Erfolgen sein.

Es ist ratsam keine langfristigen Pläne für das Jahr der Ratte zu machen, da die vielen Veränderungen Sie ohnehin vollkommen durcheinander bringen würden.

Im Jahr der Ratte erhalten Sie endlich die Möglichkeit zu zeigen, was Sie können, sodass sich die Erfahrungen und das Wissen, das Sie sich bisher angeeignet haben, auszahlen werden.

Ach ja. Na dann……..

 

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eberswalde _ 628 _ fundstücke

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eberswalde _ bahnhofstrasse
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berlin _ 627 _ offenes atelier in der kmh

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18. Januar 2020

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berlin _ 626 _ offenes atelier in der kmh

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Im Oktober 2019 hatte ich den ersten Versuch unternommen, einen Arbeitsrhythmus zu finden, der mich heile durch das kommende Jahr tragen würde.

Bei diesen ersten Versuch habe ich es nicht wirklich geschafft, habe mich zu oft und zu sehr ablenken lassen und bin abgedriftet von dem, was eigentlich all meiner Energie und Aufmerksamkeit bedarf, um entstehen zu können.

Aber gut. Ein wesentlicher Wesenszug der Weber*innen ist meines Erachtens und entgegen der weitverbreiteten Meinung nicht so sehr die Geduld, sondern die Beständigkeit oder Ausdauer.

„Unter Ausdauer versteht man die im Charakter begründete Fähigkeit eines Menschen, ein Ziel auch dann mit unverminderter Motivation zu verfolgen, wenn die Anstrengung über eine längere Zeit oder gegen Widerstände aufrechterhalten werden muss.“

In diesem Sinne:

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Während der letzten Überarbeitung des Entwurfes hatte ich mir vorgenommen, diesmal einem ganz anderen Arbeitsrhythmus zu folgen: Wo ich sonst die Farbfelder entsprechend ihres bildlichen Zusammenhangs aufeinander aufgebaut habe, soll diesmal bei dem gesamten Werk das ihm zugrunde liegende  Rautenmuster konsequent zum Tragen kommen. Das ist neu und spannend und ich muss mich selbst erst einmal daran gewöhnen. Es hat aber den Vorteil, dass die vorgegebenen diagonalen Abgrenzungen ein sehr überschaubares Arbeitsfeld festlegen, dass erst einmal unabhängig von der Umgebung gewebt werden kann. Brüche und Übergänge in Farbe und Form und selbst die Inhalte in den Rauten können so sehr spontan angelegt werden.

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Gestern habe ich allerdings der Versuchung nicht widerstehen können und bin statt des nächsten Randdreiecks an einer der ersten Rauten hängen geblieben. Zu verlockend war die Reise in die eigene Vergangenheit und das Bedürfnis, neues Material auszuprobieren.

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17.Januar.2020

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kronberg (taunus) _ 625 _ fundstücke

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kronberg (taunus) _ 624 _ fundstücke

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berlin _ 623 – offenes atelier in der KMH

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berlin 622 _ offenes atelier in der kmh

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Dritte Spitze. Erinnerungsträchtig. 🙂 Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag eine Ecke zu weben, das war sportlich. Sehr. Und natürlich nicht zu schaffen. Aber immerhin. Vielleicht muss ich auch erst wieder so richtig rein kommen in den Rhythmus.

 

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berlin _ 621 _ offenes atelier in der kmh

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berlin _ 620 _ offene atelier in der kmh

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berlin _ 619 _ offenes atelier in der kmh

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Das erste Stück.

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berlin _ 618 _ fundstücke

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berlin _ 617 _ offenes atelier in der kmh

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Helfende Hände sind immer gut. Ganz besonders, wenn  es darum geht, die vielen Wollstränge in Knäule zu verwandeln.

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Das ist eben auch ein Teil der Bildwirkerei. Nicht der prickelndste, aber unentbehrlich. Naja, und das Knattern ist für mich wie Musik in den Ohren und trägt meine Vorfreude von der Marienburg in die KMH.

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Danke Rosa und Juanjo, für eure Hilfe.

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berlin _ 616 _ offenes atelier in der kmh

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ENDLICH!! Endlich ist es soweit. Viel zu lange hat es schon gedauert, hat sich alles Mögliche und einiges an Unmöglichem dazwischen gedrängt und ich habe es zugelassen. Manchmal unaufmerksam, manchmal überrumpelt, manchmal zu zuversichtlich, dass die Kräfte ausreichen würden. Oft zweifelnd, ob die Entscheidung, die ich im Frühsommer getroffen hatte wirklich die richtige war, bzw. noch immer die richtige ist.

Nicht, weil ich das Bedürfnis hätte, etwas vor zu neugierigen Augen schützen zu müssen. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall: ich zeige gerne, ich teile gerne, ich erkläre gerne und mich macht nichts glücklicher als zu spüren, dass ich jemandem meine kleine sehr eigene und vielleicht etwas verschrobene Welt der Bildweberei etwas verständlicher gemacht habe.

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Aber bisher sind alle meine Arbeiten in der Abgeschiedenheit eines Ateliers entstanden. Nicht, weil ich an einem Elfenbeinturmsyndrom leide, sondern weil die Weberei an sich ein sehr einsames Arbeiten bedeutet.

Es gab immer einem geschützten Raum. Der konnte mehr oder weniger groß sein, das war nicht das Entscheidende daran. Wichtig war, dass ich alleine für die Energie verantwortlich war, die in diesem Raum herrschte. Alles war von ihr imprägniert und die Sicherheit, die ich dadurch spürte gab mir gleichzeitig den Mut und die Kraft mich ganz alleine auf diesen Weg zu machen, und bis zum Ende durchzuhalten

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In der KMH wird es anders sein. Viele unterschiedliche Energien fliessen dort zusammen, und sie tun dies mal im Einklang, mal im Widerstreit, mal kleine Strudel bildend, mal sanft wogend. Jeden Tag wird dieses Kräftefeld anders sein und ich werde nur in einem sehr geringen Masse Einfluss darauf haben können, auch wenn ich mir genau das Gegenteil wünschen würde, nämlich dass die am Webstuhl herrschende Ruhe und Konzentration in der Halle zu spüren ist und sich positiv auswirkt.

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Das ist eine große Herausforderung und ich bin selbst sehr gespannt darauf, wie es sich anfühlen und ob es überhaupt funktionieren wird.

HEUTE habe ich nach diesem langen Geplänkel auf alle Fälle erst einmal Butter bei die Fische gemacht. Nichts ist für ewig, aber das ist erst mal für ’ne kleine Weile. Es hat sich leicht angefühlt und richtig, dass gerade dieser Entwurf sich unter solchen Bedingungen materialisiert.

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Also werde ich erst einmal alle Zweifel beiseite schieben und hoffen, dass die Welt, das Schiksal und das neue Jahr mir wohlwollend begegnen und mir die Arbeit gut von der Hand geht.

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Wie schon bei meinem letzten Werk werde ich den Entstehungsprozess festhalten und hier ab und zu einiges dazu erzählen. Aber natürlich seid ihr auch herzlich eingeladen in der KulturMarktHalle vorbei zu schauen. Ich würde mich freuen.

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DANKE, Rosa, für die Begleitung. Fast alle Stufen des Entstehungsprozesses haben wir in den letzten Jahren miteinander geteilt, nur die fehlte noch. Und DANKE auch für die Fotos.

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berlin _ 615 _ fundstücke

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Passt. Lese gerade auf Empfehlung einer Freundin und mit einem gewissen Wiedervereinigungsjubiläumskater „Als wir unsterblich waren“ von Charlotte Roth.

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berlin _ 614 _ fundstücke

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Gefunden: an einer Litfaßsäule in Lichtenberg

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berlin _ 613

Die Dritte im Bunde

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Erst heute ist mir aufgefallen, dass sich eine dritte Avocadopflanze dazu entschlossen hat, mit einem Dreispitz ins neue Jahr zu gehen. Witzig! Das erinnert mich an vergangene Zeiten in Frauen-WGs, wenn wir nach einiger Zeit des Zusammenlebens feststellten, dass wir  alle unsere Tage zur gleichen Zeit bekamen. Auch eine Art von Verbundenheit mit der und durch die Natur. Gibt es bei Männern eigentlich etwas vergleichbares?

 

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berlin _ 612 _ textil

So langsam findet alles zusammen.

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berlin _ 611

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Irgendwann, vor so vielen  Jahren, dass die Finger meiner beiden Hände nicht reichen, um sie zu zählen, hab ich das erste Mal drei Zahnstocher in einen großen Kern gepiekst, das ganze Konstrukt sachte auf den Rand eines mit Wasser gefüllten Glases gelegt und dann wochenlang darauf gewartet, dass etwas passierte. Meistens geschah nichts und nach einiger Zeit landete die gammelige Kugel im Müll, manchmal wuchs ein Wurmfortsatz, selten kam ein Blatt dazu. Über vier kam ich so gut wie nie hinaus.

Irgendwann, vor so vielen Jahren, dass die Finger vierer Hände gerade so eben reichen würden, um sie zu zählen, kam aus einem dieser Kerne eine kleine Pflanze und aus der kleinen Pflanze wurde mit viel Liebe eine große; so groß, dass wir bei unserem Umzug aus Madrid in den Norden Angst hatten, sie würde die Reise nicht überstehen. Mit viel Überwindung trafen wir die Entscheidung, sie in Madrid zurückzulassen.

Wenig später starb sie. Die eigene Verantwortung nicht eingestehen wollend, habe ich immer die Person dafür verantwortlich gemacht, in deren Obhut sie starb.

Seitdem habe ich viele Zahnstocher umfunktioniert zu Trägerkonstruktionen dicker brauner Kugeln, die von ihnen in angemessenem Abstand über dem Wasserspiegel gehalten wurden. Habe unzählige Stunden zugeschaut, wie sich der erste Spalt, die erste Wurzel und schließlich das erste Blatt den Weg ans Licht bahnte. Habe jedem Zögling gut zugeredet, wenn mal die Sonne ein paar Tage fehlte, immer größere Töpfe mit Erde gefüllt und mich an jedem neuen Blatt erfreut.

Dabei habe ich mir immer gewünscht, dass einmal aus einem dieser hochgeschossenen blattbesetzten Stängel etwas wird, das erahnen läßt, dass sein eigentliches Wesen baumartiger Natur ist. Nie habe ich es übers Herz gebracht, die Spitze zu kappen, immer fand ich die drei neuen Blätter die gerade wuchsen, so wunderbar grün, so unendlich zart und viel zu vielversprechend, als dass ich hätte zuschneiden können. Allein die Vorstellung tat mir weh.

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Und dann, vor so vielen Tagen, dass die Finger einer Hand ausreichen, sie zu zählen, wurde mein Wunsch Wirklichkeit. Gleich zwei meiner Avocadobäumchen haben sich abgestimmt und zur gleichen Zeit ihre Spitze in mehrere Triebe geteilt. Ganz ohne mein Zutun.

Bin sehr gespannt und werde aufmerksam beobachten, wie es weitergeht.

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berlin _ 610 _ fundstücke

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Du warst anstrengend. Aber ich mag dich trotzdem.

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