Sie sollten, sie hätten,… aber sie sind nicht, und das nicht, weil die Qualität ihrer Arbeiten zu wünschen übrig ließe. Sie sind nicht sichtbar, weil sie Frauen waren, und weil die Kunstgeschichte und der Kunstbetrieb von Männern bestimmt wurde, zu der Zeit, als sie malten, fotografierten, schrieben, bildhauerten, als sie webten und gestalteten; als sie lebten und darum kämpften anerkannt zu werden als das was sie waren: Künstlerinnen.
Wir können ein Lied davon singen. Vielen von uns geht es nicht anders. Auch wenn sich einiges geändert hat, fühlen wir an allen Ecken und Enden die ungleiche Behandlung. Im Kleinen und im Großen.
Heute haben wir einmal mehr gemeinsam deutlich gemacht, dass wir nicht aufgeben, dass wir weiter dafür kämpfen, dass Frauen, die Kunst machen die gleichen Chancen erfahren, wie ihre männlichen Kollegen.
Und nicht nur das. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es viele Frauen gibt, die gar kein Interesse daran haben, an diesem Kunstbetrieb teilzunehmen, so wie er derzeit funktioniert. Sie wollen nicht in Wettbewerb treten, nicht weil sie es sich nicht zutrauen, sondern weil es nicht ihrem Wesen entspricht. Sie wollen nicht nach Leistung gemessen werden. Nicht, weil sie sich nicht in der Lage sehen, etwas zu leisten, sondern weil sie das Leistungsprinzip, so wie es derzeit auf der Kunst lastet, nicht mittragen wollen. Sie suchen nicht nach dem Großen, nach der Berühmtheit, sondern wollen im Kleinen wirken und bewirken. Sie wollen nah und direkt sein, alltäglich.
Und sie werden nicht aufhören, dafür auf die Straße zu gehen. Immer wieder. Und sie werden nicht aufhören, in ihren Ateliers, an ihren Computern, am Wohnzimmertisch, in der Garage oder wo auch immer zu malen, fotografieren, schrieben, zu bildhauern, zu weben und zu gestalteten; zu leben und darum zu kämpfen anerkannt zu werden als das was sie sind: Künstlerinnen.
Es gibt diese Momente im Leben, da denkt man, die Welt müsse stillstehen. Nicht nur für einen selbst. Sondern für jeden einzelnen von uns. Still stehen weil das Unfassbare Raum und Zeit braucht, um fassbar zu werden.
Still stehen. Und erst dann wieder beginnen sich zu drehen, wenn das Sandkorn im Getriebe der Menschlichkeit gefasst und ausgesondert wurde.
Und dann wundert man sich, dass dem nicht so ist. Dass an einem Ort Menschen auf Menschen schießen, und an anderen Orten Menschen ganz normale Dinge tun, wie sie sie jeden Tag tun. Dass Mensch das kann. So zu sein, oder so, oder ganz anders.
Und alles findet zeitgleich statt. In meinem kleinen Kosmos feiern Menschen Karneval, spielen mit ihren Kindern und treffen Freunde. Ich lese Bücher, plane meine Reisen der kommenden Wochen und webe Bilder. Und überall schwingt das Unfassbare mit.
Gestern. Generalprobe an der Neuen Nationalgalerie für die Performance am 08.03.2022.
Ein weiteres Jahr fordern wir:
Anerkennung der Leistungen von Künstlerinnen aller Jahrhunderte bis heute
Gendergerechte Gestaltung von Ankaufs- und Ausstellungstätigkeiten
Steigerung der Werkpäsenz weiblicher Autorenschaft in Schausammlungen und Ausstellungen – im zeitgenössischen Bereich 50%
Förderung von Forschungsprojekten und Publikationen zu Künstlerinnen
Etablierung und Fortschreibung einer bundesweiten Künstlerinnen-Datenbank im Ressort der Staatsministerin für Kultur und Medien
Aufarbeitung und Neuschreibung kunsthistorischer Publikationen und Lehrbücher der Vergangenheit
Einführung von deutlich mehr und gezielten Förderungen und Preisen für Künstlerinnen aller Altersstufen
Abschaffung von Altersbeschränkungen bei Ausschreibungen
Förderprogramme für Künstler*innen mit Erziehungs- und Care-Aufgaben, sowie die Entwicklung von Förderprogrammen zur gezielten Unterstützung des Wiedereinstiegs nach familienbedingter Auszeit aus aktuellem Anlass nicht-elitäre Förderungen z. B. der staatlichen Stiftung Kunstfonds, die auch die soziale und wirtschaftliche Situation insbesondere von Künstlerinnen in Augenschein nehmen.
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www.fairshareforwomenartists.de
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UNSERE EINLADUNG:
Am 08.03.2022 werden wir uns um 14 Uhr an der Neuen Nationalgalerie treffen, 110 Frauen, 110 Künstlerinnen.
Wir stehen stellvertretend für 110 Künstlerinnen, die wir vermissen. 110 Künstlerinnen, die ein hervorragendes Werk geschaffen haben. Ebenso hervorragend, wie ihre männlichen Zeitgenossen. 110 Künstlerinnen, deren Werk es verdient hat, dem breiten Publikum gezeigt zu werden.
110 Künstlerinnen, die allen Vorurteile und allen Ungerechtigkeiten zum Trotz ihren künstlerischen Weg gegangen sind. Schon allein darum haben sie es verdient, gesehen zu werden.
Sie, und all die unsichtbaren Frauen, die darum kämpften und kämpfen, gesehen zu werden.
Jede von uns wird an diesem 08.03.2022 stellvertretend für eine unserer Vorkämpferinnen stehen. Jede von uns hat sich einen Namen aus der Liste herausgesucht. Jede von uns kann berichten….. Sprecht uns an!
Nach der Performance geben wir gerne vor der Neuen Nationalgalerie Auskunft über diese 110 Künstlerinnen, deren Werk wir drinnen nicht finden werden.
Zum Beispiel…….
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… HELENE SCHJERFBECK
Ich habe vor vielen Jahren den Katalog ihrer Ausstellung in „The Finish National Gallery Ateneum“, 1992, in die Hände bekommen und war vollkommen von ihr begeistert. Es hat mich gefreut ihren Namen auf der Liste zu sehen, und es ist mir eine Ehre, ihre Stellvertreterin sein zu dürfen.
Ich habe aus dem Internet einige ihrer Werke zusammengesucht, damit ihr nachvollziehen könnt, warum ich so angetan bin von dem Werk dieser Frau, das mich zutiefst berührt in seiner Kraft:
1902 zieht Helene Schjerfbeck, damals 40-jährig, mit ihrer Mutter nach Hyvinkää, einen kleinen, friedlichen Industrieort – weitab von der Kunstszene samt ihren Querelen.
Adriane von Hoop schreibt dazu: „In der selbstgewählten Einsamkeit findet Schjerfbeck zu einer neuen Malweise. Schon in ihren frühen Bildern reichten sparsame Mittel und die Konzentration auf das Wesentliche aus, um atmosphärische Dichte zu erzeugen. Nun beginnt sie die Welt zu malen, wie sie sie in ihrem Innern sieht und empfindet. Dabei reduziert sie ihre aus flächigen Elementen aufgebauten Motive auf das Nötigste und erreicht so eine enorme Intensität.“
Sie selbst schreibt 1921: „Jetzt, da ich so selten die Kraft habe zu malen, habe ich mit einem Selbstporträt begonnen“, schrieb sie 1921 an einen Freund. „So habe ich immer ein Modell zur Verfügung, obwohl es ganz und gar nicht angenehm ist, sich selbst ins Auge zu blicken.“
In den rund 40 Selbstportraits zeigt sie auf eindrückliche Weise ihre eigene Verletzlichkeit und die mit dem Altern einhergehenden Veränderungen. Gleichzeitig sind sie ein hervorragendes Zeugnis ihrer künstlerischen Entwicklung.
Nun, inzwischen ist Helene Schjerfbeck keine Unbekannte mehr. 2020 entstand ein Film, der uns einen Teil ihres Lebens erzählt….. ich habe ihn selbst leider noch nicht gesehen. Wenn es sich mal ergibt, werde ich es nachholen.
Derweil bleiben mir ihre Bilder.
Based on Rakel Liehu’s 2003 novel of the same name, HELENE tells the real-life story of celebrated Finnish painter Helene Schjerfbeck and her star-crossed romance with art critic Einar Reuter, who later became her biographer. In 1915, Helene Schjerfbeck is a forgotten artist, living with her elderly mother in the Finnish countryside. Years have passed since her last exhibition, and while Helene continues painting, she has given up hope of pursing it as living. When an art dealer rediscovers Helene’s work and decides to organize a large solo exhibition, she is reinvigorated. And when she meets young amateur painter and art critic Einar Reuter, a passionate admirer of her art, he becomes Helene’s confidante and, despite their age difference, the unfulfilled love of her life. A vibrant portrait of a bold, talented and fiercely determined woman, HELENE covers a key period in Schjerfbeck’s artistic development as we see her grow more independent and a stronger artist than ever before.
DIR/SCR/PROD Antti J. Jokinen; SCR Marko Leino, from the novel by Rakel Liehun; PROD Mikko Tenhunen. Finland/Estonia, 2020, color, 122 min. In Finnish with English subtitles.
In Gedanken bei all den VIELEN, die wieder einmal mehr Opfer sind des Größenwahns EINIGER WENIGER.
Musizieren für den Frieden Aufruf zur Demonstration
Der Landesmusikrat, das Präsidium des Chorverbandes Berlin sowie weitere Verbände sind bestürzt über den russischen militärischen Angriff auf die Ukraine. Wir sind davon überzeugt, dass es viele Chöre, Sängerinnen und Sänger die ihre Stimmen für den Frieden erheben werden. Vor dem Brandenburger Tor zeigen wir Solidarität mit einer politischen Demonstration.
Das letzte Stück der Meisen-Serie ist in der Mache. Klein und vielsagend. Diese ältere Frau mit geschlossenen Augen basiert auf einem Foto, das mich seit langer, langer Zeit begleitet.
Bosnien. 1994. Inmitten eines Trümmerhaufens sitzt sie erschöpft in der Warteschlange neben einem LKW mit mobilem Wassertank.
Knallpinkfarbene Lockenwickler in einem Meer aus Grau. Das verzweifelte Festhalten an einem Alltag, der einem von heute auf morgen entrissen wird.
Vor zwei Tagen habe ich mit der Weberei an diesem kleinen Stück begonnen. Da war meine Assoziation noch eine ganz andere.
Von heute auf morgen hat sich die Welt ein wenig verändert und vielen Menschen den Alltag entrissen.
1.02.2022. Jahr des Wassertigers. Neue Orte, neue Namen. Heute war ich bei einer wunderbaren Hommage an eine Frau die ich, das muss ich gestehen, bisher nicht kannte.
Zum 10. Todestag der polnischen Lyrikerin Wisława Szymborska präsentieren Celina Muza, Alix Dudel und Michaela von Pilsach (Cello) eine Hommage an die großartige Dichterin und Literaturnobelpreisträgerin (1996).
Szymborskas Gedichte gehören in Polen zur Nationalliteratur und wurden durch die Übersetzungen von Karl Dedecius auch im deutschsprachigen Raum bekannt. Alltägliche Begebenheiten betrachtet sie immer wieder aus ungewöhnlichen Perspektiven, mit leichter Hand nähert sie sich philosophischen Fragen und stellt erstaunliche Bezüge her, die das Eigene mit der Welt verbinden. Scheinbar mühelos greift sie mit zarter Ironie zutiefst menschliche Themen auf und überrascht die Leser:innen immer wieder aufs Neue.
Alix Dudel, Sängerin, Schauspielerin und Sprecherin, deutschlandweit unterwegs mit Chanson- und musikalisch-literarischen Programmen (Kaléko, Brecht, Kreisler, Kändler, Knef) in unterschiedlicher Begleitung (klassische Gitarre, Piano oder Band), will mit diesem Abend ein neues Licht auf Wisława Szymborska werfen, deren zauberhafte und zeitlose Gedichte eindeutig mehr Beachtung verdienen. www.alixdudel.de
Celina Muza, Schauspielerin und Sängerin aus Polen, dem Publikum im Schlot bestens bekannt durch ihre Projekte mit polnischen Künstler:innen, die u.a. gesungene Poesie aus Polen präsentieren, und ihre eigenen Chanson-Abende, ist unentbehrliche Stimme, Interpretin und Erzählerin, die auf authentische Art den Bezug herstellt zu polnischer Wirklichkeit. www.muza.de
Michaela von Pilsach, Cellistin und Malerin aus Hannover, wird mit Klängen und fein abgestimmten Musik-Fragmenten die Atmosphäre entstehen lassen, in der die Worte von Wisława Szymborska sich entfalten können. www.michaela-von-pilsach.de
Ein gelungener Abend. Genau richtig, um ein wenig über den Menschen zu erfahren und ein wenig über das Werk. Genug, um es mit nach hause zu nehmen und weiter zu suchen. Mehr zu hören, mehr zu lesen……..
Dabei bin ich unerwarteterweise auf einen alten Bekannten gestoßen.
Soviel zum kulturellen Nährboden. Vor vielen Jahren hatte ich eine CD von Lutz Goerner, eine Sammlung von Gedichten deutscher Lyrikerinnen. Bei einer Freundin hatte ich sie mir aufgenommen, wie man das halt so machte, damals. Abertausendmal konnte ich sie mir anhören und nicht genug davon kriegen. Fast auswendig konnte ich sie.
So kommt eins zum anderen und die Dinge fügen sich wieder zusammen. In einem schicksalshaft anmutenden Zusammenspiel von Ereignissen. Zwanzig Jahre später.
Zwischen „Fundstück“ und „textil“, „Blog“ oder „Projektseite“ könnte ich mich jetzt nicht auf die Schnelle für den richtigen Zusatz und Ort entscheiden. Manchmal sind die Dinge eben verwoben ineinander.
Gerade sitze ich an einem (mit)teilbaren Konzept zum KUKUmobil, da fällt mir dieses wunderbare Video in die Hände, das es_zwar auf Englisch_ schafft, dieser großen Welt der Bildwirkerei in 5 Minuten Erzählung gerecht zu werden.
Wer schon etwas länger dabei ist, weiss, dass diese Erinnerung in regelmäßigen Abständen immer wieder auftaucht.
Ich finde diesen Moment nach wie vor bewegend, für mich eine Referenz in Sachen Integrität, Mut und Kraft.
Die Zeit hat auch hier gezeigt, wer auf der Seite der Wahrheit gestanden und gestritten hat. Und Zeit heilt, so sagt man, alle Wunden. Aber die Narben auf der Seele, die bleiben.
Darüber zu streichen, um nicht zu vergessen, welche Kämpfe sie verschuldet haben, ist wichtig.
Daher hier einmal mehr und aus gegebenem Anlass, ein Streichen über die Narbe, die die Zeit uns hinterlassen hat, um nicht zu vergessen, welche Kämpfe wichtig sind.
mmm
Was neu dazukommt ist diese Aufnahme aus dem Jahr 2010. Ich habe sie heute zufällig gefunden. Also eigentlich ein „Foundling“. Geniesst es.
mmm
Und was ich nicht wußte, ist, dass Kris Kristofferson dieses Lied 2009 geschrieben hatte:
mm
Sister Sinead
I’m singing this song for my sister Sinead Concerning the god awful mess that she made When she told them her truth just as hard as she could Her message profoundly was misunderstood
There’s humans entrusted with guarding our gold And humans in charge of the saving of souls And humans responded all over the world Condemning that bald headed brave little girl
And maybe she’s crazy and maybe she ain’t But so was Picasso and so were the saints And she’s never been partial to shackles or chains She’s too old for breaking and too young to tame
It’s askin? for trouble to stick out your neck In terms of a target a big silhouette But some candles flicker and some candles fade And some burn as true as my sister Sinead
And maybe she’s crazy and maybe she ain’t But so was Picasso and so were the saints And she’s never been partial to shackles or chains She’s too old for breaking and too young to tame
Writer(s): kris kristofferson Lyrics powered by www.musixmatch.com
Nicht nur die Frage nach der meines Erachtens fragwürdigen Unterscheidung zwischen Kunst _ Kunsthandwerk _ Handwerk (da bin ich beim Bauhausmanifest und bei Joseph Beuys zugleich) treibt mich um, auch die in meinem Fall und in meiner Disziplin eng damit verbundene Geschlechterfrage in der Kunst ist mir ein Anliegen.
Kunst wird von MENSCH gemacht. Da sollte es meiner Meinung nach theoretisch erst einmal zweitrangig sein, welcher Geschlechteridentität sich dieser Mensch zugehörig fühlt. Über das Werk setze ich mich als Betrachterin mit diesem schöpferischen Geist in seiner Gesamtheit auseinander, nicht nur mit einer Facette.
Aber es ist nun einmal Realität, dass wir weit davon entfernt sind, dass eine Gleichberechtigung entsteht, im Ausüben, im Lernen, im Lehren und im Erfahren. Künstlerinnen sind immer noch viel zu selten vertreten in Museen, die Neue Nationalgalerie, an der die Aktion stattfinden wird, ist leider keine Ausnahme. Und das liegt sicherlich nicht daran, dass Frauen keine Kunst gemacht haben und machen.
Daher hier schon einmal eine Einladung für den 8.März 2022, falls ihr da nicht an anderer Stelle laut und deutlich eintretet für die Rechte der Frauen in dieser Welt:
Zweite Serie in Arbeit. Die Meise. Begonnen hat sie während der Ausstellung in Bernau, 2019. Damals habe ich eine Woche lang im geliehenen KMH-Mobil in der Bernauer Einkaufszone vor der Stadtgalerie gesessen und eine Blaumeise gewebt.
Sie war das erste lebende Wesen gewesen, dem ich am ersten Tag in Bernau nach dem Aufwachen im KMH-Mobil begegnet war. Wie im Märchen.
Als ich gerade auf Bauchhöhe war, und die ersten Fäden gelb auftauchten, erkannte sie ein junger Besucher und zeichnete eine eigene Meise für mich. Ich versprach ihm, seine Zeichnung nachzuweben. Ach, wie sehr ich es liebe, Kinderzeichnungen zu weben!!!!
Und ich durfte den Teppich und die Zeichnung behalten. Jetzt wird diese damalige Dreierserie Teil der Teppich-Crowd sein, die das KUKUmobil-Projekt und die Europareise mitfinanzieren soll.
Hätte man mir vor drei Jahren gesagt, dass mal die Zeit kommen wird, in der meine Kurse an der VHS schon Monate im Voraus ausgebucht sind, ich hätte es wahrscheinlich nicht geglaubt. Danke allen, die das getan haben.
Denn tatsächlich ist es so. Wenn also jemand von euch Interesse hat, dann gibt es vier Möglichkeiten:
Achtsam sein, denn es gibt noch einen Sommerkurs an der VHS Tempelhof Schöneberg. Auch diesmal ist es wieder ein Doppel-Wochenendkurs. Teil I _ 15.07 – 17.07.2022 // Teil II _ 05.08 – 07.08.2022. Und dann schnell einschreiben.
Den Nachrichten im Blog folgen. Vielleicht gibt es noch einen Herbstkurs.
Der Route des KUKUmobils folgen und die Gelegenheit nutzen, wenn es in der Nähe ist. Dort werden immer auch Schnupperkurse angeboten.
Mir schreiben, man weiss ja nie. puentetomapeople@gmail.com
Hinter jedem Abschied steht ein Warten. Wenn dein Schritt verhallt ist, sehn ich mich. Wenn Du kommst, ist jeder Tag ein Garten.
– Aber wenn du fort bist, lieb ich dich…
Manchmal seh‘ ich auf zu Sternmillionen. Ob das Glück stets hinter Wolken liegt? Ach, ich möchte in den Nächten wohnen, wo kein ‚morgen‘ um die Ecke biegt. Kommst du, sehn‘ ich mich nach tausend Dingen, wächst der Abgrund zwischen dir und mir, Spür‘ ich altes Fernweh in mir klingen.
– Aber wenn du fort bist, gilt es dir.
Unser Schicksal lauert hinter Bergen. Schönes Jenseits, das wir nicht verstehn. Unsre Großen gleichen noch den Zwergen, Und nichts bleibt uns als emporzusehn.
Gibt es Träume, die noch nicht zerrissen, Gibt’s ein Glück, das hielt, was es versprach? Ach, wir Dummen werden’s niemals wissen. Und die Klugen forschen nicht danach…
Dichtung von Mascha Kaléko Rezitation: Dota Kehr – Konstantin Wecker
Anmerkung: So starb ich tausendmal. Doch da du kamst, Mocht ich das Glück, dir nah zu sein, nicht stören. Wie aber solltest du mein Schweigen hören, Da du doch nicht einmal mein Wort vernahmst (Mascha Kaléko)
Aufräumen, sortieren, verwahren….. Typische Dinge für den Jahreswechsel. Auch hier. Nach fast 2000 Posts und fast 10 Jahren Blogaktivität ist die Speicherkapazität ausgereizt. Da heisst es entweder UMZIEHEN oder AUFRÄUMEN. Ich habe mich für letzteres entschieden, ein UMZUG würde mich derzeit vollkommen überfordern.
Also bin ich hier im Blog ganz nach unten gescrollt, in die Tiefen der Vergangenheit, da wo eigentlich keiner mehr hinabtaucht, wo das ein oder andere Tiefseeungeheuer lauern mag, das man besser schlafen lässt.
Dabei erfasst:
5 Jahre Berlin
1 Wohnungswechsel, das ist relativ wenig für berliner Verhältnisse. Glück gehabt. 2 Jahre Künstlerresidenz KMH und 2 Jahre Arbeit am Webstuhl. Intensiv. 3 Jahre Atelierraum und KMH-Engagement. Das eine bleibt, das andere geht. 4 Ausstellungen und viele Gespräche, Begegnungen, Erfahrungen. 5 Orte an denen ich meine Leidenschaft für die Bildwirkerei weitergeben durfte.
5 Jahre Berlin werden es sein. Es ist an der Zeit.