berlin _ 669 _ aktives atelier in der kmh

Habt ihr gesehen, oder? Mir ist es auch erst nach ein paar Einträgen aufgefallen, dass ich aus der Gewohnheit heraus immer noch das geschrieben hatte, was es eigentlich ja sein sollte aber jetzt nicht sein darf: ein offenes Atelier.

Auch aktiv darf es ja nur sein, weil ich sozusagen meinen Hauptwohnort dorthin verlegt habe und dafür meine Besuche im eigentlichen Zuhause bei den Jungs mache.

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Aber es ist ja nun einmal aktiv, das Atelier. Aus meinem Verständnis der Systemrelevanz heraus. Aktiv, um zu zeigen, dass es Fäden gibt, die das Davor mit dem Danach verbinden werden, so unterschiedlich beides auch sein wird. Dass Kunst nicht nur eine bestimmte Art der Produktion von Momenten, Stimmungen, Gedanken und Objekten ist, sondern auch eine Lebenseinstellung, eine permanente und manchmal sogar erfolgreiche Suche nach dem In-Sich-Ruhen und Sich-vielleicht-erschüttern-lassen-aber-nicht-still-stehen-bleiben.

Ich habe in diesen Tagen viel darüber nachgedacht,  ob ich über meine Liebe zur Langsamkeit hinaus auch wirklich eine Freundin des Stillstands bin, und habe festgestellt, dass dem nicht so ist. Nicht des absoluten. Vielleicht eines äußerlichen Innehaltens in Zeiten, in denen sich innen etwas bewegt; vielleicht einer inneren Ruhe, wenn es außen gerade stürmt.

Es ist für mich eher eine Frage der Tempi, der hohen Kunst, das richtige Maß der Zeit zu finden für jeden Mensch, für jeden Moment, für jeden Ort.

Was ich gerade aber als wunderbar motivierend wahrnehme, sind die Menschen, die an der KMH vorbei kommen und einen erstaunten Blick durch das Fenster tun und die Nachbar:innen, die mir die eine oder andere kleine (kulinarische) Freude machen. Zeichen gegenseitiger Dankbarkeit. Schöne Momente in dieser seltsamen Zeit.

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berlin _ 668 _ aktives atelier in der kmh

https://www.facebook.com/1253505994/videos/pcb.10222822096561660/10222822072121049/?__cft__[0]=AZUR_OYAq2wxl54HXMY2zVw70GE3Ix_V4xHMzy8wvfktpvwH_xNca0RVJViK3zXOog0SFDzbunDSBPbXun1dr2vDcMniat2pfLTsBoMDxeG4583orCUetDSzInJVtBhn5Jo&__tn__=*bH-R

 

Auch dieses Jahr werden wir ihn feiern, den Welttag des Buches.
Auch dieses Jahr werden wir lesen.
Auch dieses Jahr, gemeinsam.

Aber vielleicht virtuell.
Aber vielleicht mit Mundschutz.
Auf alle Fälle aber mit mindestens Eineinhalbmetern.

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berlin _ 667 _ aktives atelier in der kmh

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berlin _ 666 _ aktives atelier in der kmh

Ich sitze nach wie vor in meinem „Schaukasten“, weiss schon nicht mehr, ob in der oder aus der Künstler:innenresidenz, Kunstresistenz oder -resilienz. Wichtig ist für mich, den Faden nicht abreißen zu lassen, weiter zu spinnen, Dinge wachsen zu lassen, die gerade jetzt entstehen können, aus der äußeren und inneren Ruhe und Stille heraus, aus der Beschaulichkeit.

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berlin _ 665 _ aktives atelier in der KMH

Eigentlich hatte ich es dieses Jahr nicht wirklich erwartet. Aber er war DOCH da.

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berlin _ 664 _ aktives atelier in der KMH

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So, endlich Bodenkontakt mit und in dem Berliner Teppich. Nach vier Wochen Quarantäne, will sagen intensiver Arbeit am Webstuhl. Extrem zufrieden.

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Habt ein schönes Osterwochenende.

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berlin _ 663 _ fundstücke

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berlin _ 662 – QuarantäneTag?

Ich habe aufgehört zu zählen. Habe meine Situation umbenannt, von Selbstisolierung zu Künstlerinnenresidenz, zu Kunstresisenz. Keine Ahnung, ob das erste Anzeichen mentaler Schwäche sind, oder ein Aufbäumen gegen das Gefühl der Leere um mich herum, die fast schon zur Gewohnheit geworden ist.

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Wie dem auch sei: Weil Ostern eben diesmal ganz anders ist, aber trotzdem Ostern ist, hier mein Gruß aus der KMH-Künstlerinnen-Residenz an euch alle und der Wunsch, dass wir alle diese Zeit gut überstehen, dass wir sie nutzen, dass wir lernen, dass wir nicht so schnell wieder vergessen, und dass wir unsere Konsequenzen daraus ziehen. Jede, jeder für sich.

 

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berlin _ 661

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Heute ist AUFRÄUMEN angesagt. Drei Wochen Künstlerresidenz. Das hält niemand aus, ohne nicht zwischendurch mal wieder alles durchzuorganisieren. Leere ist mir eigentlich vertraut. In der Leere zwischen den Kettfäden entstehen meine Bilder. Aber jetzt denke ich oft über diese neue Leere nach, in den Räumen, zwischen den Menschen.

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berlin _ 660 _ QuarantäneTag21

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222657307682041/

 

Esta vez en español para todas y todos que el otro día habéis dado un „me gusta“ al pequeño video sin entender ni papa, de lo que estaba contando en alemán.

Os quiero un montón. Sé que estamos todos al límite del aguante, incluso yo que estoy en una situación de lujo, que no me falta nada, que puedo hacer lo que más me llena en la vida.

Pero después de tres que ya hemos aguantado, que más dan dos más!!!! Ánimo.

Y aprovechad el tiemo y seguíd pensando cómo queréis que sea el DESPUÉS. No debemos bajar la guardia. Esta situación de excepción puede abrir puertas, pero como siempre pueden entras por ellas  las buenas y las malas intenciones.

Aquí en Alemania se está emupajndo con fuerza la idea de la Renta Básica Incondicional, se ha vuelto a presentar una petici¡on en el Bundestag que en tan solo dos días ha superado las 50.000  firmas necesarias para ser admitida y se aproxima a las 100.000.

Hay que organiyarse como sociedad civil que estoy segura que la otra, la incívica, la que prepara terrenos y saca provecho particular de estas situaciones ya lo está haciendo detras de los bastidores y a la chita callando.

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berlin _ 659 _ QuarantäneTag20

Schöne Dinge zu CORONAzeiten:
Gerade habe ich einen Blitzbesuch bekommen in der KMH-Künstlerresidenz. Lange genug, um ein paar liebe Worte zu wechseln und dankbar ein Care-Paket entgegen zu nehmen. Das macht das Herz froh und die Zeit der Zurückgezogenheit leichter.

Bellas cosas en tiempo del CORONA:
Acaba de pasar una visita fugaz por la KMH-Artist-Residence. Suficientemente larga para intercambiar unas palabras cariñosas y recibir un paquete de cuidados intensivos. Cosas que alegran el corazón y alivian el confinamiento.

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berlin _ 658

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Ganz anders als gedacht, gehofft, erwartet zieht der Frühling dieses Jahr ins Land und ausgerechnet jetzt, wo uns viel Zeit bliebe, um ihn zu genießen, sind wir im Bann eines virulenten Kerls namens CORONA.

Ich persönlich habe meine Selbstisolierung umgetauft in Künstlerresidenz und versuche durch die Arbeit an meinem Teppich das innere Gleichgewicht zu halten und mit Gelassenheit durch diese turbulente Zeit zu kommen.

Ich wünsche uns allen, dass wir gesund bleiben, dass wir die Muße nutzen, um jetzt schon zu überlegen, wie unsere Normalität nach der Pandemie aussehen könnte. Denn irgendwann wird sie vorbei sein. Und der Alltag danach wird nicht mehr so sein wie vorher. Dieser Ausnahmezustand verändert uns alle, die einen mehr, die anderen weniger, und jede und jeden auf eine andere Weise.

Aber in all dem steckt auch eine Chance zu einem Neubeginn. Und den sollten wir versuchen mitzugestalten, so gut es eben geht und jeder von uns versteht.

 

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berlin _ 657 _ textil in CORONAzeiten

Heute habe Heike und ich eine Sondersession der Textilwerkstatt abgehalten.

Nachtigall ich hör dich trapsen, oder, wie die Spanier sagen: wenn du siehst, wie deinem Nachbarn der Bart abgeschnitten wird, dann mach deinen schon mal nass.

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Auch wenn hier in Deutschland von einer Ausgangssperre nach wie vor nicht die Rede ist, läuft alles zunehmend darauf hinaus. Laut der am 23. März in Kraft getretenen Verordnung müssen sich alle Berliner „ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft“ aufhalten, um Kontakte zu beschränken und so eine Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie Arztbesuche, den Einkauf, das Gassi-Gehen mit dem Hund oder Sport und Spaziergänge an der frischen Luft. Dazu muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt sein, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im Freien sind verboten. Bei Familien darf die Gruppe größer sein.

Mit Blick auf das kommende gute Wetter und die bevorstehenden Osterferien bin ich sehr gespannt, wie die Berliner:innen sich verhalten werden. Was wohl auf uns zukommen wird, auch wenn ich dem mit sehr zwiespältigen Gefühlen gegenüberstehe, ist die Pflicht, in bestimmten Situationen das was jetzt „Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmaske“ , oder sexy BMNS, nennt, zu tragen. Beim Einkaufen, in den Öffentlichen… Bisher sind sie selten zu sehen auf den berliner Strassen, aber das kann sich ganz schnell ändern. Und es mag sein, dass es der Preis ist, um eine Ausgangssperre zu vermeiden.

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Ich geb es zu, beide, Heike und ich, haben uns nicht vorbehaltlos an die Arbeit gemacht. Aber wir wollten es trotzdem ausprobieren, das Nähen und das Tragen. Wir haben die zwei wohl gängigsten Modelle ausprobiert, die Variante mit Falttechnik und die Körbchenvariante, Überzeugt hat und keine wirklich. aber was tut man nicht alles, wenn einem dadurch die Möglichkeit bleibt, sich aus dem Haus zu begeben, wenn es wirklich sein muss.

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Mir wird es sehr schwer fallen. Zumal es wärmer werden soll. Und ehrlich gesagt finde ich das Ganze nicht besonders hygienisch. Aber gut. Vielleicht geht es wirklich einfach nur um das

#BesserAlsNix. Oder?!

 

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berlin _ 656

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Gestern, 1.April 2020, haben wir unseren 27. Hochzeitstag gefeiert. 27 Jahre gemeinsames Leben, Kämpfen für gemeinsame Ziele, Teilen gemeinsamer Freunden und Leiden, gemeinsamer Anstrengungen und Vergnügungen…. Wie das halt so ist, wenn man irgendwann die Verbindlichkeit übernimmt, gemeinsam einen Lebensweg zu gehen, von dem niemand weiß, wo er hinführen wird.

Ich habe meinen Lebensgefährten immer an meiner Seite gewußt, selbst in der Zeit, in der wir räumlich getrennt waren. Kann immer auf jemanden zählen, der bereit ist, mich so zu nehmen, wie ich bin, nämlich untrennbar von meiner Kunst. Das ist sicher nicht immer einfach, grenzt manchmal vielleicht an eine Zumutung, hat auf alle Fälle auch die ein oder andere Entbehrung  mit sich gebracht.

Das ist ein unglaubliches Geschenk, für das ich dankbar bin, dem Leben, das dafür gesorgt hat, dass sich unsere Wege vor 28 Jahren auf einer Geburtstagsfeier in Madrid gekreuzt haben, und diesem ganz besonderen Menschen, der mit Großzügigkeit, Gelassenheit und Geduld all diese Hochs und Tiefs an meiner Seite bereits 27 Jahre lang aushält.

Danke, Juanjo.

 

 

 

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berlin _ 655 _ QuarantäneTag12

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222549455705809/

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No sé cuanto tiempo hace que no hemos hablado, Carmen Comadrán y yo. Cierto, de pantalla a pantalla, pero hemos compartido las miradas, las risas, los gestos y el timbre de nuestras voces.

Y al final, va Carmen y me regala este bello canto.

Miles de gracias. Ánimo de confinamiento a confinamiento. Y que la vida nos regale pronto la oportunidad de abrazarnos.

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berlin _ 654 _ Offenes Atelier in der KMH

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berlin _ 653 _ QuarantäneTag10

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222522451110711/

Ihr Lieben, ein Gruß aus der Isolierung, die gleichzeitig eine Herausforderung und eine Chance ist.

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Auch die Sonne malt ihre Rauten auf der Kette.

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berlin _ 652 _ QuarantäneTag9

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Inmitten der Wogen…. eine große Ruhe und konzentriertes Arbeiten am Webstuhl.

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berlin _ 651 _ QuarantäneTag 8

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222501462146000/

Ich habe beschlossen, mich auf die positive Seite der derzeitigen Situation zu konzentrieren. Die negative liegt eh nicht in meiner Macht.

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Bisher vermeidet es Deutschland, die Ausgangssperre zu verhängen. Eine durchaus umstrittene Haltung, unter den Bewohnern im Land, und wahrscheinlich auch europaweit.

Ich habe in der vergangenen Woche versucht, mein eigenes Gleichgewicht zu finden. Bin von A (Zuhause) nach B (KulturMarktHalle) und wieder zurück, auf dem kürzesten Weg, ohne mich aufzuhalten, ohne mich festzuhalten. Darauf bedacht Abstand zu halten und immer mit besonderer Wachsamkeit diese zwei Fortsätze im Auge behaltend, die bis vor wenigen Tagen noch meine Hände waren und sehr unbeaufsichtigt in Aktion traten; die heute aber unter Dauerverdacht stehen nichts anderes zu tun, als Viren hier oder dort abzugreifen.

Inzwischen ist die Fahrt von A nach B nach A nicht mehr wirklich witzig und ich überlege ernsthaft, die freiwillige Quarantäne konsequent einzuhalten: zusammen mit meinem Webstuhl.

Wenn das übliche gesamtgesellschaftliche Zeitmanagement ausser Kraft tritt, dann herrschen gute Zeiten für ganz besondere Dinge. Da sollten wir ein Augenmerk drauf haben.

Wer sich fragt, welch wunderbare Musik man hört:

https://www.youtube.com/watch?v=rB2pOGaaHAY

 

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berlin _ 650

Heute ist der Tag der Poesie. Ich lese gerne Gedichte hab es aber nie geübt, sie vorzulesen. Eine meiner allerliebsten Lyrikerinnen ist Mascha Kalekó.

Hier, zwei wunderbare Vertonungen. Geniesst sie.

Chanson von der Fremde

Die Fremde ist ein kaltes Kleid
Mit einem engen Kragen
Ich hab´s mit meinem Koffer oft
Im Leben schon getragen.
Als Einzelgänger von Natur
Wohn ich nicht gern zu Gaste
Ich hause lieber unterm Dach
Als fremd im Prunkpalaste.
Ich reise ohne Stock und Hut
Und tanze aus dem Reigen
Wenn einer eine Reise tut
Dann kann er viel verschweigen.
.
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berlin _ 649 _ QuarantäneTag7

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Was tun wir Weber*innen  in Zeiten des CoronaVirus? Wir weben, wir weben.

Aber kein Leichentuch, sondern das Leben. Bunt und dicht, und voller Zuversicht.

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berlin _ 648 _ QuarantäneTag 6

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/10222464342138023/

 

Tag 6 #DasLebenindenZeitendesCORONA. Was tut frau nicht alles um die turbulente Zeit gut und gemeinsam zu überstehen. Lasst euch nicht unterkriegen. Va por tí Lea Sánchez Milde, que de dar abrazos a distancia sabemos un montón.

🙂 Sonst habe ich es immer anders herum gemacht: Erst Blog, dann Fb. Tja, mein Speicherplatz geht zur Neige und ich werde mir ernsthaft überlegen müssen, was tun. Neuer Blog? Oder ist endlich, endlich der Moment gekommen, eine neue Website zu gestalten? Zeit gibt es ja jetzt theoretisch  ne Menge, wenn…….. wenn da nicht die Arbeit am Webstuhl wäre.

Übrigens: Henriette Bimmelbahn ist von James Krüss und die wunderbaren Bilder stammen von Lisl Stich.

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berlin _ 646 _ fundstücke

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berlin _ 645 _ QuarantäneTag5

P1460225Auch das geht während der freiwilligen Quarantäne.

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berlin _ 644 _ QuarantäneTag4

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Tag 4. Dazwischen geschoben, aus aktuellem Anlass. Inzwischen werden die Stimmen immer lauter, die eine Lösung für die finanziellen Einbußen fordern, die vielen Menschen in diesen Tagen und den kommenden Wochen, wenn nicht Monaten, aus der Corona-Krise erwachsen. Freiberufler aller Sparten, Künstler, Kleinunternehmer…. Und immer häufiger fällt in diesem Zusammenhang das „Bedingungslose Grundeinkommen“. Sollte es tatsächlich sein, dass da, wo die innere Motivation und der Wille bisher fehlte, jetzt ein virulenter Gesell namens COVID-19 den Politiker*innen gar keine andere Wahl mehr läßt?

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Hier der Link zur Petition bei Change.org

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Und hier zur Initiative #Helfen stattHamstern von  MeinGrundeinkommen

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Ihr Lieben, das Leben geht weiter, gedämpft, aber es geht. Die Berliner:innen verhalten sich sehr unterschiedlich, einige extrem verantwortungsbewußt, andere vollkommen orientierungslos, auch hier wird gehamstert, gehomeofficet, gefragt und gezweifelt. Ich denke, das liegt in der Natur des Menschen.

Die KMH hat die Türen geschlossen. Dort steht mein Webstuhl. Morgen werde ich mich auf den Weg dorthin machen, wenn das weiterhin möglich sein sollte Auch hier können die Maßnahmen jederzeit verschärft werden. Niemand weiß das so genau.

Derweil lese ich weiter. Heute noch ein wenig aus Marianna Lekys „Was man von hier aus sehen kann“, weil es wirklich ein wunderbares Buch ist.

Morgen „Verloren im Labyrinth“. Paßt auf euch auf.

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berlin _ 642 _ QuarantäneTag 2

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Tag 2. Wenn ich Musik machen könnte, dann…… Kann ich aber nicht. Deshalb lese ich. Für euch. Ein Gruß. Aus der selbstauferlegten berliner Halbquarantäne. Paßt auf euch auf. Laßt euch nicht unterkriegen. So lange ihr und eure Lieben gesund seid, was ich sehr hoffe, gibt es so vieles zu tun.

Bewahrt Ruhe, in dieser turbulenten Zeit. Auch die geht vorbei.

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berlin _ 641 _ QuarantäneTag 1

Tag 1. Freiwillige Quarantäne. Es wird ernst, auch in Berlin. Alle fühlen wir uns glaube ich etwas überrumpelt und versuchen uns auszupendeln zwischen dem Gefühl kollektiver Panik um uns herum, der viele von uns eher mit Abwehr gegenüberstehen, und der gebotenen Vorsicht und kollektiver Verantwortung, die wir gerne mit tragen wollen.

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Ganz davon abgesehen, dass ich wirklich hoffe, dass die Zahl der zu beklagenden Opfer des Virus so klein wie möglich bleibt, und ich scheu mich nicht ehrlich zu sein und an die „Meinigen“ zuerst zu denken, an Familie, Freunde und Bekannte, hier in Berlin, in Deutschland, in Madrid, in Spanien……

…..abgesehen also DAVON, hat die Quarantäne eben auch positive Seiten, nämlich all das aufzuarbeiten, was seit Ewigkeiten keine Zeit und keinen  Raum findet, sich gegen die Wucht des Alltags nicht durchzusetzen vermag.

Tag 1 ist daher  diesem wunderbaren isländischen Film gewidmet. Derzeit in der Mediathek der ARD zu sehen. Leider nicht in der Originalfassung, sondern Deutsch synchronisiert. Aber immerhin. Lea hatte ihn mir schon  seit einer kleinen Ewigkeit empfohlen, wohl wissend um meine Liebe für den isländischen Film.

Heute habe ich meine eigene Quarantäne damit begonnen. Irgendwie passend. Geht es doch um Krankheiten, um Ansteckung, um Einsamkeiten und um Zusammenhalt.

Absolut empfehlenswert. Bis zum 12.04.2020 verfügbar.

 

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Eigentlich wollte ich endlich meine Blogbeitrags-To-Do-Liste abarbeiten. da hat sich vieles angesammelt, angefangen bei meiner KUBUS-Bau-Erfahrung, über den Ausstellungsbesuch in Frankfurt, den Frauenkampftag, ………

Eigentlich sollte ich auch heute gar nicht am Computer sitzen können, sondern einen Bildwirkerei-Kurs an der VHS Tempelhof-Schöneberg geben.

ABER auch hier, wie wohl inzwischen überall, beherrscht COVID 19 unseren Alltag, unser Denken und unser Tun.

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Abgesehen davon, dass ich diesen Gesell unter rein ästhetisch-forschenden Aspekten durchaus attraktiv finde, denke auch ich, dass es unser aller Verantwortung ist, seine Verbreitung so weit wie möglich zu entschleunigen.

Gerne tu also auch ich das Meinige dazu, gerne übernehme ich, wie viele Tausende von Menschen, die nicht unbedingt zu der Risikogruppe gehören, aus einem solidarischen Bewußtsein heraus meinen Teil der kollektiven Verantwortung.

Gerne würde ich aber auch darüber nachdenken, wie sich diese Einforderung der kollektiven Solidarität derzeit gestaltet, bzw. wie gleich oder ungleich sie verteilt wird.

Wenn wir dem Aufruf verantwortungsvoll nachkommen, dann heißt das für viele eine Ungewissheit hinsichtlich ihres  Verdienstes. Viele werden nur einen Teil ihres Gehalts bekommen. Für diejenigen von uns, die wir freiberuflich arbeiten, uns also nicht in einem festen vertraglichen Arbeitsverhältnis befinden, heißt das: Kein Arbeitseinsatz, kein Geld.

Ich weiss, dass in meinem Fall die VHS berlinweit sich darum bemühen werden, eine für alle tragbare Lösung zu finden. Aber das ist nur die eine Seite.

Die andere bestünde für mich in einer Neuformulierung des Solidarbeitrags der Gesamtgesellschaft, z. Bsp. in dem Sinne, dass:

# Wie in Spanien bereits gefordert, eine Freistellung für Freiberufler von allen Beiträgen (für Krankenkasse, Rentenversicherung, etc.) in diesem Monat des Verdienstausfalls durchgesetzt wird;

# Ein Solidaraufruf auch an all diejenigen geht, die als Immobilienbesitzer zum Beispiel auf einen Teil der Miete verzichten könnten;

# Ein Solidaraufruf an die großen Lebensmittelketten gehen könnte, deren Kundschaft in dieser Zeit über geringere Einkommen verfügen wird;

# an die Banken und Kreditinstitute gehen könnte, die sich so gerne an uns bereichern, um einen Solidaritätsfond zu gründen, der die laufenden Kredite abdeckt, deren Zahlung  für viele gerade eine große Herausforderung darstellt.

# ein Solidaritätsaufruf die Pharmaindustrie gehen könnte, die sich -wenn auch wohl eher unfreiwillig- an der Coronakrise bereichert;

# an all diejenigen gehen könnte, die sich durch unsere in dieser Zeit sicherlich steigende Nutzung digitaler Medien eventuell bereichern…

# ……..

Ich wollte nur mal laut denken.

UND: Vielleicht ist das „allergefählichste“ des CORONAVirus gesamtgesellschaftlich gesehen (und dass mich niemand falsch versteht, es liegt mir fern, die Verluste an Menschenleben die er mit sich gebracht hat und leider wohl noch mit sich bringen wird, bis wir ihn unter Kontrolle bekommen nicht banalisieren) die ungesuchte aber fast aufgezwungene Entschleunigung unseres Alltags und die damit verbundene Verfügbarkeit von Zeit, die wir dazu nutzen könnten, über wesentliche Dinge nachzudenken, für die wir sonst so oft „keinen Kopf“ haben.

Aber auch Zeit ist ein zweischneidiges Schwert und will wohl genutzt werden.

Also lasst uns diese Zeit als ein Geschenk verstehen, nicht als einen Verlust. Lasst uns kreativ, konstruktiv, liebevoll sein, lasst uns achtsam sein und helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Und lasst uns dankbar sein all denen gegenüber, die in solchen Krisenzeiten besonders gefordert werden und ihr Bestes tun, um überall dort, wo der Coronavirus derzeit die Oberhand bekommen hat, gegen ihn zu kämpfen und seiner Herr zu werden.

 

 

 

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