berlin _ 328 _ textil

(de) Aller guten Dinge sind DREI. Sagt man nicht so? Drei Anläufe hat es gebraucht, mit der uneingeschränkten Unterstützung von Frau Eifler, der Verantwortlichen für das Programm des Kulturbereichs an der VHS Pankow, aber jetzt hat alles gepasst:

(es) A la tercera va la vencida. Así se dice. Tres intentos, con el apoyo absoluto de la responsable de programación del departamento cultural de la Universidad Popular Pankow, pero al final ha podido ser:

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(es)

# una semana por delante _ tiempo suficiente, aunque de tiempo un tejedor nunca puede tener de más
# un aula luminoso a nuestra exclusiva disposición _ que te salude el trabajo empezado cada mañana al entrar en el aula, porque no tienes que recoger cada tarde los trastos es  un lujo absoluto
# cuatro participantes _  Antje, Isabelle, Lucie y Stefanie, con ganas de dejarse cautivar por la magia del arte de tejer.

(de)

# eine Woche vor uns _ genug Zeit,  wenn auch eine Weberin nie über zu viel Zeit klagen wird
# eine heller Raum allein für uns _ dass dich die begonnene Arbeit morgens beim Eintreten begrüßt, weil du am Ende jeden Tages nicht alles zusammenräumen mußt, ist ein absoluter Luxus
# vier Teilnehmerinnen _ Antje, Isabelle, Lucie und Stefanie, bereit, sich von der Kunst des Webens „bestricken“ zu lassen.

(de)

Wie immer, entsteht ganz schnell an jedem Webrahmen eine Geschichte für sich, auch wenn die Übungen für alle gleich sind. Das fängt schon bei der Auswahl der Farben an, und wird bei der kleinen eigenen Komposition immer deutlicher. Aber natürlich kommen auch an jedem Webrahmen im Zuge der Arbeit andere Aspekte zur Sprache. Das bereichert die Vermittlung ungemein, denn selbst wenn man am Besten durch direktes Ausprobieren und gezielte Erklärungen lernt, so ergeben sich an jedem Webrahmen andere Fragestellungen, und im Austausch der Erfahrungen steigt der  Lerneffekt.

(es)

Como siempre, no tarda mucho tiempo, y en cada marco se despliega una narración propia, aunque los ejercicios propuestos sean los mismos para todos. La diferencia ya empieza con la selección de los colores, y se manifiesta más aún en la composición particular. En la medida en la que avanza el curso,  se abordan aspectos distintos en cada telar, en función del trabajo que se está realizando en él.  Un hecho que me parece sumamente enriquecedor para el grupo. Aunque se aprende mejor con lo que uno mismo experimenta y se nos explica explícitamente, no dejamos de participar en lo que ocurre en los telares de las compañeras y lo propio y lo ajeno se suma en el efecto de aprendizaje.

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Antje

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Antje brachte Erfahrung mit aus der Weberei am Flachwebstuhl. Daher hatten wir mehr als eine Gelegenheit, uns darüber auszutauschen, was die Weberei und die Wirkerei verbindet und unterscheidet.

Sie hat in ihrer eigenen Komposition eine kleine Abendlandschaft gewebt, und da sie als erste ihre Wirkerei vom Rahmen genommen hat, haben wir mit ihr die kleine „Abnahme-Feier“ auch das erste Mal zelebrieren können.

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Isabelle

Isabelle hat sich schon mit der Farbwahl für die erste Übung der „Hachures“ auf den Weg in die spannende Welt der Farbmischungen gemacht. Das Türkis und das Orange mischen sich vibrierend zu einer neuen Farbe. Und so entstand im Laufe des Kurses eine kleine Farbtafel mit wunderbaren Abstufungen zwischen leuchtendgelb und türkis.

Auch ihre kleine Komposition stellt eine Landschaft dar. Ein in sommerliches Licht getauchtes Tal mit sanft ansteigenden Hügeln. Schöne Farbabstufungen und fröhliche Kontraste geben der Landschaft Tiefe.

 

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Lucie

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Lucie hat nach den ersten Hachures-Übungen zweier vom Helligkeitsgrad her sehr nah gelegenen Farbtöne auch eine reiche Farbpalette angelegt, die unterschiedlichste Rot-, Orange- und Currytöne mit einem dunklen Kontrast aus Braun und Blau kombiniert.

Bei ihrer eigenen Komposition war sie ganz besonders mutig: Sie hat sich an den Kreis gewagt, stets eine große Herausforderung für WeberInnen. Angesichts der schmalen Webbreite und der relativ dicken Kette, die eine grobe stufenförmige Steigung bedingen, ist ihre Komposition wunderschön geworden. Sie hat den Webrahmen mitgenommen und ich hoffe, sie schickt mir ein Foto, wenn die Wirkerei fertig ist.

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Stefanie

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Stefanie hat ganz pragmatisch die ersten Übungen mit einem dicken kontrastreichen Baumwollgarn angelegt, so dass man auch später noch gut nchvollziehen kann, worum es bei jedem Webabschnitt geht. Eine kleine Landschaft bildet den Abschluss des ersten gewirkten Streifens.

Da sie durch die dicke Wolle schnell an Höhe gewonnen hatte, hat auch sie eine zweite Kette für ihre klene Komposition aufgezogen. Sie hat sich eine Malerei als Inspiration ausgesucht und ein sehr schönes textiles Extrakt angelegt.

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Stefanie verdanke ich ein schönes Foto aus der Sicht einer Teilnehmerin:

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Noch einmal vielen Dank an Antje, Isabelle, Lucie und Stefanie, für ihr Interesse, ihre Konzentration und ihre Geduld mit mir, mit sich sebst und mit den Fäden. Und danke auch, dass ich die Fotos benutzen darf. Ebenso bedanke ich mich bei Frau Eifler dafür, dass dieser Kurs stattfinden konnte. Und, danke an das Wetter, das ausgerechnet in dieser Woche genau so war, wir wir es brauchten.

UND falls jetzt jemand neugierig geworden ist und sich selbst auch mal vor einen Webrahmen setzen möchte:

An der KVHS Barnim (Bernau bei Berlin) und der VHS Tempelhof Schöneberg werden im Herbst Wochenendkurse stattfinden. Gerne nachsehen, anmelden, mitmachen…… oder….. weitersagen.

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