berlin _ 808 _ fundstück

Überlaß es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuch′s nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.

Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
Am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du′s überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

Theodor Fontane

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berlin _ 807 _ textil

Heute, im Atelier…..

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berlin _ 806 _ textil

Stand der Dinge:

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berlin _ 805 _ fundstück

Peter Handke

Über die Dörfer

Spiele das Spiel. Gefährde die Arbeit noch mehr. Sei nicht die Hauptperson. Such die Gegenüberstellung. Aber sei absichtslos. Vermeide die Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei weich und stark. Sei schlau, laß dich ein und verachte den Sieg.

Beobachte nicht, prüfe nicht, sondern bleib geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen. Sei erschütterbar. Zeig deine Augen, wink die anderen ins Tiefe, sorge für den Raum und betrachte einen jeden in seinem Bild. Entscheide nur begeistert. Scheitere ruhig. Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.Laß dich ablenken. Mach sozusagen Urlaub.

Überhör keinen Baum und kein Wasser. Vergiß die Angehörigen, bestärke die Unbekannten, bück dich nach Nebensachen, weich aus in die Menschenleere, pfeif auf das Schicksalsdrama, mißachte das Unglück, zerlach den Konflikt. Bewege Dich in deinen Eigenfarben; bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süß wird. Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach.

Aus : Über die Dörfer

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berlin _ 804 _ fundstück

REZEPT

Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im großen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

Mascha Kaléko

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berlin _ 803 _ fundstück

Die Löcher sind die Hauptsache…….

Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

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berlin _ 802 _ textil

Variationen zum 銀杏

Meine Wand im Atelier füllt sich langsam aber sicher. Die spielerische Leichtigkeit und eine gewisse Sorglosigkeit, die die Arbeit in solch kleinen Formaten mit sich bringt, ist ein Genuss.

Alles überschaubar, das Bild ebenso wie die Zeit.

Dahinter steckt die Idee einer Crowdfunding-Kampagne, die hoffentlich irgendwann zwischen Neujahr und Ostern 2022 mithelfen soll, den Bau des KUKUmobils und vor allem die erste Reisezeit zu unterstützen. Aber davon mehr, wenn die Zeit gekommen ist.

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berlin _ 801 _ textil

_ es geht los!!!

Gestern hatte ich einen besonders schönen 2.Advent. Zusammen mit meiner Freundin Cindy habe ich in die Zukunft gesponnen und mir überlegt, wie das Projekt des KUKUmobils, der WanderndenWebWerkstatt dokumentiert werden soll und kann.

Denn, dokumentiert soll es werden. Darin bin ich mir einig mit mir selbst.

Also haben wir geprobt und einen kleinen Schlachtplan entworfen.

Hier der erste Probe-Take, bei Christstollen und Tee:

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/590396438859510

https://www.facebook.com/andrea.milde.9/videos/590396438859510

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berlin _ 800 _ fundstück

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berlin _ 799 _ fundstückeweise

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berlin _ 798 _ fundstück

Naja, nicht wirklich, weil oben in der „Favoritenliste“ seit einigen Wochen und daher leicht auffindbar, aber immer wieder empfehlenswert als Denkanstoß für das Wochenende. Ob man die Meinung nun teilt oder nicht…..

Lanz & Precht

Dazu eine wunderbare Diskussion über Laberpodcasts aus Frauensicht, die ich mindestens ebenso spannend finde:

Der Link hier:

Wer traut sich wann, wo, wie und warum in und für die Öffentlichkeit zu reden…. Ein Thema, das mich seit Langem bewegt.

Hmmm, interessant auch, was man und frau erwartet von einem Podcast. Auch hier, unabhängig davon, ob man und frau die Meinung teilt, oder eben nicht….

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berlin _ 797 _ textil

Während im Lande die Diskussion über 2G oder 3G um sich greift und immer mehr Unfrieden in die Gesellschaft bringt, habe ich mich für 1 G entschieden.

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berlin _ 796 _ fundstücke

Zeitgleich mit dem Beginn des letzten Monats des Jahres habe auch ich meine Weihnachtsvorbereitungen begonnen, indem ich einem meiner kleinen Laster gefrönt habe:

Seit Jahren sammel ich Weihnachtsbaumschmuck. Das beruht auf einer Begebenheit in der Familie, die weit in der Vergangenheit liegt.

Jedes Jahr füllt sich unser ungewöhnlicher Weihnachtsbaum (auch der hat eine Familiengeschichte) ein klein wenig mehr.

Dabei ist das Weihnachtsfest an sich _ vor allem wie es heutzutage oft gelebt wird _ gar nicht mal bedeutsam für mich.

Aber das Ende des Jahreszyklus bewusst zu begehen, inne zu halten, sich zu besinnen was war, was ist und was werden soll, wenn es draußen kalt ist und die Tage kurz, wenn also alles uns von Natur aus dazu einlädt Schutz zu suchen und uns zurückzuziehen von dem emsigen Treiben…..

…. das mag ich.

Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man’s versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
„Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht.“

(Erich Kästner)

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berlin _ 795 _ textil

G wie Gingko

G wie Gedicht

G wie Goethe

alle anderen Gs können mir gestohlen bleiben.

Gingko Biloba

Dieses Baums Blatt, der, von Osten,
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie‘s den Wissenden erbaut.

Ist es Ein lebendig Wesen?
Das sich in sich selbst getrennt;
Sind es Zwei? Die sich erlesen,
Daß man sie als Eines kennt.

Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst Du nicht an meinen Liedern,
Daß ich Eins und doppelt bin?

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welt _ 794 _ schwarze kunst

Seit Lea mir von Jan und Crispin erzählt hat, und vom Zauber der Schwarzen Kunst, dem sie in deren kleinen und feinen Druckerei Barbarian Press erlag, hat der Handsatz und die Kunst des Buchdrucks auch ein Teil meines Herzens erobert.

Nicht umsonst gibt es unzählige Verbindungen zwischen Text und Textil, nicht umsonst gibt es in unserer Sprache ebenso viele Anlehnungen an Konzepte und Bilder der Textilen Welt. Von der Fadenscheinigkeit bis zum Leitfaden wimmelt es davon.

Das akribische Zusammenfügen einzelner Lettern, Wort für Wort, Zeile für Zeile, Absatz für Absatz, das alles spiegelverkehrt…. das klingt mir so vertraut, als wenn vom Wirken die Rede wäre: Faden um Faden, Zeile um Zeile, Feld um Feld, und auch das alles spiegelverkehrt, oder doch auf den Kopf gestellt oder um 90 Grad gedreht……

Und so kommt es, dass immer, wenn ich sie entdecke….. SIE, denn es gibt sie noch… hier und da….. SIE, die sie wie eh und je mit großer Sorgfalt einen Lettern nach dem anderen in den Rahmen setzen und sich mit Liebe darum kümmern, dass die Schwarze Kunst lebendig bleibt…. immer wenn ich SIE entdecke, wird mir warm ums Herz und ich fühle ich verbunden. Verbunden mit allen die wir verstreut über diesen Planeten und allem Zeitgeist zum Trotz die Flamme unserer Leidenschaft nähren und versuchen, anderen weiterzugeben.

So hat mich diesen Sommer bei einem Blitzbesuch in Regensburg das Schicksal zum Blinkfüer geführt. Dort habe ich Susanne Kauth kennengelernt und durfte einen Blick in ihre Werkstatt tun. Und sofort war sie wieder da, diese Vertrautheit.

Warum ich das alles schreibe? Nun, vor zwei Wochen habe ich einen Bekannten im Berliner Komponistenviertel besucht, in unmittelbarer Nähe des Jüdischen Friedhofs. Da es das erste Mal war, hat er mir seine Wohnung gezeigt und bei einem Blick durch das Fenster auf den Seitenflügel sah ich mit Überraschung, dass dort eine Werkstatt untergebracht ist.

Ja. Genau. Eine kleine und feine Druckerei. Das Reich von Martin Z. Schröder, seines Zeichens Schweizerdegen. Lea kommt über den Jahreswechsel nach Berlin, wenn uns die vermaledeite Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht. Ein Besuch ist schon angesagt. Wer nicht das Glück hat in Berlin zu wohnen, findet hier mehr über die Druckerey.

Fäden der Vertrautheit, die die Welt umspannen. Der Geist aus einer anderen Zeit, der uns gefangen hält in seinem Zauber.

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welt _ 793 _ fundstücke

Zur Einstimmung auf mein Wanderprojekt habe ich vergangene Woche einfach mal gegoogelt: Sprichwörter _ Zitate _Reisen.

Spannend, was da alles so auftaucht aus dem endlosen digitalen Kosmos.

150 Zitate gefunden, 3 Frauen, sonst alles Männer. Hmmm…..

Meine kleine Vorauswahl, bisher ohne klaren Favoriten:

Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht. Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt.
Laotse

Umwege erweitern die Ortskenntnis.
Kurt Tucholsky

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.
Konfuzius

Reisen macht einen bescheiden. Man erkennt, welch kleinen Platz man in der Welt besetzt.
Gustave Flaubert

Nimm nur Erinnerungen mit, hinterlasse nichts außer Fußspuren.
Chief Seattle

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und daß man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen läßt.
Adolph Freiherr von Knigge

Nicht alle, welche wandern, sind verloren.
JRR Tolkien

Abenteuer sind erstrebenswert.
Aristoteles

Dann habe ich nach Frauen auf der Walz gesucht Es gibt sie. Natürlich auch, so denke ich mir, weil es immer noch eine Nachricht wert ist, wenn Frau in einer Männerdomäne unterwegs ist.

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welt _ 792 _ labyrinth

Der letzte TATORT beginnt und endet mit einem Labyrinth. Ob man sonst etwas mit dieser besonderen Ausgabe anfangen kann, das muss jeder selbst entscheiden.

Ich liebe Murot und ich liebe das Prinzip Hoffnung, bin daher vollkommen voreingenommen……

Noch in der Mediathek zu sehen

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berlin _ 791 _ textil

Vergangenes Wochenende hat der letzte VHS-Kurs Bildwirkerei 2021 stattgefunden. Mit einem Blick zurück, einmal mehr allen ein großes DANKE für die Offenheit und das Interesse für diese besondere Welt der „Fadenmalerei“.

In der Vorstellungsrunde zu Beginn eines jeden Wochenendes versuche ich herauszufinden, welche Motivation die Teilnehmenden mitbringen, natürlich auch welche Erfahrung und welche Erwartungen.

Das hilft mir unter anderem dabei so gut wie möglich abzuwägen, wie jeder Mensch mit der großen Herausforderung umgeht, die Erwartungen an einen Zweitagekurs in Bildwirkerei in das richtige Maß und die schaffbare Komplexität zu bringen. Denn nach oben sind da keine Grenzen gesetzt.

Meist gelingt es mir, manchmal nicht. Glücklicherweise findet sich auch in solchen Fällen eine Lösung. Und die Doppelkurs-Struktur nimmt da einigen Druck raus, was ich als große Erleichterung erfahre.

Jetzt aber zurück zum letzten Kurs, denn inzwischen ist ja ausreichend deutlich geworden, wie abwechslungsreich die Ergebnisse sind, die in diesen intensiven zwei Tagen erreicht werden:

01

Ein „Übertrag“ aus dem vorhergehenden Kurs. Sive hat ihre Komposition fertiggestellt und danach eine neue Arbeit begonnen.

Die sieht ganz anders aus, und auch das ist ein wunderbares Erlebnis: zu sehen, wie diese einfache Grundtechnik der Leinwandbindung mit der ein oder anderen Ergänzung ein Weg ist, um solch unterschiedliche bildhafte Ansätze zu materialisieren.

Hier entsteht gerade eine irische Strandlandschaft. Sive hat versprochen, ein Foto zu schicken, wenn sie fertig ist. Ich bin sehr gespannt. Der Beginn ist vielversprechend.

02

Ein mutiger erster Teppich, nicht nur mit Kreis, sondern mit Überschneidung. Der Kreis ist immer eine große Herausforderung, noch dazu, wenn es der erste Teppich ist, wenn das Arbeitsfeld klein und die Kette relativ grob ist.

Aber auch das geht. Mit Geduld und Konzentration.

03

Kein Kreis, aber fast. Ein gutes Beispiel für eine notwendige Anpassung vom Entwurf zur Webvorlage. Die Vorlage war für das vorhandene Arbeitsfeld und die zum Einsatz kommende Kette zu kleinteilig, also haben wir die Webvorlage entsprechend vereinfacht.

04

Eine entspannende Komposition, die nicht einmal unbedingt eines Entwurfs bedarf, wenn man ein gutes Gefühl für Farben hat und den Überblick über die Ausgewogenheit der Gesamtkomposition behält.

Ganz spannend ist hier übrigens, zu sehen, was passiert, wenn man den Teppich aus dem Rahmen nimmt und ihn um 90 Grad dreht. Manchmal ist das ja schon angelegt in der Bildhaftigkeit und läßt keine Wahl zu. Manchmal, wie hier, stellt sich heraus, dass die optische Wirkung ganz anders ist….

05

Im Entstehen….

06

Noch einmal in eigener Sache: Der nächste Kurs an der VHS ist für 2022 schon im Programm, diesmal wieder am Barbarossaplatz.

Danke noch einmal an Sive, Steffi, Rita, Anne-Marie, Urzsula und Meike für das wunderbare Wochenende, und allen anderen, die bei den Kursen 2021 dabei waren, sich interessiert haben, die Einträge gelesen und vielleicht sogar mit dem Gedanken gespielt haben, es selbst mal auszuprobieren.

Habt ein geruhsames, besinnliches, frohgemutes Jahresende und bleibt gesund.

Wir werden sehen, was 2022 auf die Kette bringt…..

Ich werde über den Jahreswechsel hinweg an einer kleinen Gigko-Teppich-Serie arbeiten. Das hat viel mit meiner derzeitigen Situation zu tun.

Die Klarheit wird, wie so oft, beim Weben kommen.

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berlin _ 790 _ fundstück

Schön, oder?

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berlin _ 789 _ fundstück

Rummelsburger Bucht _ Berlin. Kaum wiederzuerkennen.

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berlin _ 788 _ fundstück

Jetzt grätsche ich ein klein wenig in die Domäne von Juanjo, der sich seit Längerem schon auf die Suche nach etwas Spanischem in Berlin begeben hat. Aber ich konnte nicht widerstehen. Es passt gerade so gut in mein Leben.

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berlin _ 787 _ fundstück

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berlin _ 786 _ fundstück

Kein OKAPI, das stimmt. Aber auch schön.

Ich habe für mich das OKAPI übrigens als Maskottchen auserkoren. Ich finde, diese Puzzeltier kann sehr gut stehen für meine Art, das Leben zu verstehen und meins zu leben.

Viele Teilchen, die an anderes erinnern, haben sich im Laufe der Zeit zu etwas Eigenem verbunden. Friedlich, unscheinbar im Kontext, sanft. Ich mag das.

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berlin _ 785 _ fundstück

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berlin _ 784 _ fundstück

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berlin _ 783 _ fundstück

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berlin _ 782 _ fundstück

Ohne den Schatten zu kennen, hat Licht keine Bedeutung.

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unterwegs _ 781 _ Oberlausitz IV _ textil

So, nach all den Erzählungen über die Geschichte und die Zukunft textiler Techniken und Künste in und um Großschönau herum….. kommen wir zu dem Wochenende, das mich hierher gebracht hat.

Inzwischen ist es schon ein erprobtes Paket:

Freitag 18 – 21 Uhr: Beginn, kurze Vorstellungsrunde, Einführung in die Geschichte und Philosophie der Bildwirkerei, Einführung in die Technik (kleine Materialkunde, kleine Werkzeugkunde, Vorbereitung des Webrahmens, Aufbringen der Kette.

Samstag 10 – 16 Uhr: Besprechung der Webvorlagen, Festlegung des Materials, der Faben, etc.Auswahl zwischen den Techniken: Geometrische Formen, Gewebte Verbindungen, Farbverläufe….Betreuung individuell an jeder Webstation, allgemeine Erklärungen zur Technik, Tipps und Tricks, Geschichte und neue Ansätze der textilen Kunst in der großen Runde.

Sonntag 10 – 16 Uhr: Fortsetzung der Webarbeit, Abschluss und Abnahme des Webstücks. Betreuung individuell an jeder Webstation, allgemeine Erklärungen zur Technik, Tipps und Tricks, Geschichte und neue Ansätze der textilen Kunst in der großen Runde. Fertigstellung und Abnahme der Arbeiten.

Das Besondere diesmal: Wir teilen einen wunderbaren Raum voller Graffitis an der Wand und voller Webstühle mit einer zweiten Gruppe von WeberInnen. Die werden entspannt 2 Meter schaffen, einen weichen, kuscheligen Schal. wir werden froh sein, wenn unser 10 x 10 cm Bild fertig wird. Spannend, beides in dieser räumlichen Nähe zu erleben.

Hier noch einmal ein Blick über die Schulter. Ihr kennt das ja: an jedem Webrahmen eine wunderbare Welt für sich…..

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Es war eine schöne Erfahrung, die ich gerne wiederholen würde. Und ich hoffe sehr, wie immer, wenn ich mit all meiner Leidenschaft durch die Gegen reise, dass die Menschen, denen ich begegnet bin, denen ich versucht habe, den Weg in diese besondere Welt der Bildwirkerei zu ebnen, die Zeit genossen haben.

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unterwegs _ 780 _ Oberlausitz III

Einer der Orte, an dem der Textillehrfahrt vorbeiführt, DER ORT für mich bei diesem ersten Besuch ist die alte Webschule von Großschönau.

Ehemals Ausbildungsstätte für die WeberInnen in der Textilindustrie steht dieser Gebäudekomplex am Stadtrand seit einigen Jahren leer. Auch das kommt mir bekannt vor. „Viel Potential“, bekam man lakonisch in Spanien zu Antwort, wenn man den Eigentümer einer Immobilien fragte, die aufgrund ihrer Struktur, Geschichte oder Lage das Interesse geweckt hatte. Und je nachdem wo man unterwegs war, gab es davon einige, die mit ihrem Potential das eigene herausforderten um eine gemeinsame Zukunft zu denken.

„Viel Potential“, absolut. Aber auch eine enorme Herausforderung für Gemeinden mit einem Haushalt, der ungefähr so überschaubar ist, wie ihre Einwohnerschaft, zumindest kann ich mir das vorstellen. Und allein mit der Sanierung eines solchen Gebäudes ist es nicht getan. Es muss belebt werden, es sollte nachhaltig sein, es sollte Menschen Raum geben und Möglichkeiten: zu gestalten, zu erleben, zu vermitteln.

Dann gibt es Orte wie Großschönau, die haben Glück. Dort laufen zur richtigen Zeit wichtige Fäden zusammen: es gibt ein Gebäude und eine Idee; es gibt engagierte Menschen, die an ein Projekt glauben und es voranbringen wollen; es gibt offene Ohren bei Politik und Gemeinde, und bei den Menschen, zu deren Lebenserfahrung und Alltag diese Immobilie gehört.

Ah, fast vergessen: und es gibt Finanzierungsmöglichkeiten. Und so kommt es, dass in der ehemaligen Webschule von Großschönau bald wieder Leben sein wird. Wäre die Corona-Pandemie nicht gewesen, die alle Pläne allerorts über den Haufen geworfen hat, dann wäre das Projekt schon einen Schritt weiter.

Aber selbst so fügt sich alles recht vielversprechend. Geld zieht Geld an, auch hier. Das Eis zu brechen, ist immer am schwierigsten. Hat man das erst einmal geschafft, geht alles andere zwar nicht von selbst, aber doch wesentliche einfacher.

Zu dem Preisgeld aus dem Wettbewerb kommen jetzt weitere Gelder, die helfen werden, dass dieses Projekt Wirklichkeit wird. Ich bin sehr gespannt und wünsche es den GroßschönauerInnen.

Ich werde mich freuen, die Webschule auf meiner Reise zu besuchen. Eine Webstation in Großschönau. Das passt.

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unterwegs _ 779 _ Oberlausitz II

Textildorf. Textilhandwerk. Textilkunst. Darum bin ich hier, in der Peripherie, die ich so sehr liebe, in einer kleinen großen Stadt. Klein an Umfang, groß an Vergangenheit, wenn man an den Fäden zieht.

Großschönau kann davon berichten, wie sich der Sektor der Textilindustrie verändert hat, wie die Wende, aber auch die Entwicklung des Marktes gerade solche Regionen wie diese, die mit der Textilproduktion eng verwoben waren, mitgenommen hat.

Auch da klingt bei mir einiges an. Auch Wuppertal hat eine kleine Textilgeschichte und kennt den Überlebenskampf. Mein erster eigener Unterschlupf außerhalb der elterlichen Wohnung, etwas anderes kann man nicht dazu sagen, war eine leerstehende Bandweberei, mit großen Fenstern, hoher Decke und Spulen mit Goldgarn auf dem Dachboden.

Da wo Wuppertal das Bandwebermuseum hat und Bramsche das Tuchmachermuseum, hat Großschönau das Deutsche Damast- und Frottiermuseum.

Ein wahrer Schatz ist hinter diesen Türen verborgen. Faszinierende Hand-Webstühle mit einer Komplexität, die einem das Staunen ins Gesicht bringt. Selbst wenn man wenig weiss über dieses Handwerk, sind alleine die Objekte als solche von einer überzeugenden Ästhetik.

Schwärmt da gerade das Weberinnenherz? Mag sein. Und auch hier: Alle wissen wir, und sollten beim Bestaunen der Zeugnisse aus der Vergangenheit nicht vergessen, wie damals die Bedingungen waren (und je nachdem an welchem Ort auf diesem Globus man sich befindet, immer noch sind) unter denen die Menschen in der Textilproduktion gearbeitet haben.

Alle Info findet ihr auf der Website des Museums, daher unterlasse ich es hier jetzt ausführlicher darüber zu berichten. Ein Besuch vor Ort ist eh immer das Beste, und in der Weberei kennen sich viele wesentlich besser aus, als ich als Bildwirkerin.

Aber hier ein kleiner Blick hinter die Tür, denn das habe ich gerade noch geschafft am zweiten Tag, dank Steffi, die die Sonderöffnungszeit für uns netterweise möglich gemacht und uns durch die Räume geführt hat:

Die Handwebstühle:

Die Industriewebstühle

DER DAMAST

Soweit die Geschichte. Dazu kommt noch ein Textillehrpfad, der BesucherInnen durch das ganze Dorf führt und an Orten, die es noch gibt, und anderen, die schon längst verschwunden sind, die Vergangenheit bewahrt und die Grundlage bildet für eine mögliche Zukunft.

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