ELLAS…..
(de) Ich geniesse hier in Umbrete / Sevilla das große Privileg, dass ich mir den Zugang zu bestimmten Communities und ihren Tätigkeiten nicht erarbeiten muss, sondern jemanden habe, der mich bei der Hand nimmt und Bekannten- und Freundeskreise mit mir teilt. Pepa und Isa sind Schwestern und ihrerseits die Cousinen meines Mannes. Zwar hatten wir bisher nie intensiven Kontakt, sie in Sevilla, wir in Madrid und dann in Berlin, aber jetzt hat es sich ergeben, dass immer mal wieder jemand eine Reise tut, so wie ich jetzt, und auf die Unterstützung derer zählen kann, die am Zielort der Reise leben.
Isa und Pepa sind beide bereits im Ruhestand. Ich habe gelernt, dass es gleichbedeutend ist mit jemandem, der einen so vollen Kalender hat, dass kaum Zeit für Freizeit ist. Unter anderem sind beide im feministischen, republikanischen Kosmos Andalusiens unterwegs und ich begleite sie gerne, um so viel wie möglich zu lernen.
(es) Aquí en Umbrete / Sevilla disfruto del gran privilegio de no tener que ganarme el acceso a determinadas comunidades y sus actividades, sino de contar con alguien que me lleva de la mano y comparte conmigo sus círculos de conocidos y amigos. Pepa e Isa son hermanas y, a su vez, primas de mi marido. Aunque hasta ahora nunca habíamos tenido un contacto muy estrecho —ellas en Sevilla, nosotros en Madrid y luego en Berlín—, ahora ha resultado que de vez en cuando alguien hace un viaje, como yo ahora, y puede contar con el apoyo de quienes viven en el destino del mismo.
Isa y Pepa ya están jubiladas. He aprendido que eso equivale a tener una agenda tan apretada que apenas queda tiempo para el ocio. Entre otras cosas, ambas se mueven en el ámbito feminista y republicano de Andalucía y a mí me encanta acompañarlas para aprender todo lo posible.
(de) So kam es, dass ich Pepa zu einer Filmvorführung mit anschliessendem Gespräch mit den Hauptdarstellerinnen begleitet habe, die die „Asociación cultural feminista de Tomares“ organisiert hatte. Tomares ist ein Ort in der Nähe von Sevilla, und de Film, den wir uns anschauen wollten trägt den Titel: ELLAS en la ciudad, (SIE in der Stadt), in dem Frauen aus einem der am Stadtrand gelegenen Viertel von Sevilla berichten, wie es war, als sie in den achtziger Jahren nach Sevilla kamen, was sie erkämpft haben, was immer noch fehlt….
(es) Así fue como acompañé a Pepa a una proyección de una película seguida de un coloquio con las protagonistas, organizada por la «Asociación Cultural Feminista de Tomares». Tomares es una pequeña ciudad cerca de Sevilla, y la película que íbamos a ver se titula: ELLAS en la ciudad, en la que mujeres de uno de los barrios periféricos de Sevilla cuentan cómo fue cuando llegaron a Sevilla en los años ochenta, qué han conseguido o mejor dicho conquistado, y qué es lo que aún falta…
(de) Während ich den Film sah, der mir übrigens sehr, sehr gut gefallen hat, habe ich an einen anderen denken müssen, den ich vergangenes Jahr bei einer Stippvisite in Madrid auf Anregung von Lea gesehen habe. Auch wenn der Ansatz ein anderer war, fand ich war die Sensibilität eine sehr ähnliche und vor allem das Bestreben darum, mit dem Blick zurück etwas für die Zukunft zu lernen.
Daher hat es mich gefreut, zu sehen, dass es im vergangenen Januar ein Gespräch zwischen Juan Cavestany und Reyes Gallegos gab. Gerne wäre ich dabei gewesen. Was aber noch kommt, das ist Anfang November das 23. Filmfestival Sevilla. Wer den Film also noch nicht gesehen hat, dem kann ich ihn nur sehr ans Herz legen.
(es) Mientras veía la película, que por cierto me gustó muchísimo, no pude evitar pensar en otra que vi el año pasado durante una breve visita a Madrid, por sugerencia de Lea. Aunque el enfoque era diferente, me pareció que la sensibilidad era muy similar y, sobre todo, el afán por aprender algo para el futuro mirando hacia atrás.
Por eso me alegró ver que el pasado mes de enero hubo una charla entre Juan Cavestany y Reyes Gallegos. Me hubiera encantado estar allí. Pero lo que se avecina es el 23.º Festival de Cine de Sevilla, a principios de noviembre. Así que, a quien aún no haya visto la película, no puedo más que recomendársela encarecidamente.
(de) Reyes Gallegos, Doktorin der Architektur und Forscherin im Bereich nachhaltiger Stadtplanung mit geschlechtsspezifischem Ansatz, fand in ihrem Fotoprojekt #ellasenlaciudad den Ausgangspunkt für diesen aufschlussreichen Dokumentarfilm, der sich auf fünf Frauen konzentriert, die in Vororten von Sevilla leben. Anhand von Momentaufnahmen aus dem Alltag von Juana, Victoria, Natividad, Toñi und María Dolores wird gezeigt, wie die Gestaltung des städtischen Raums ihre
Bedürfnisse und die Realität der Stadtviertel außer Acht gelassen hat, in denen sie sich
abmühen und für das Gemeinwohl kämpfen. In diesem Film ist es das Handeln, das
politische Reflexion hervorruft und nicht umgekehrt, wobei jede soziale Errungenschaft, die sie aus reinem Eigeninitiative heraus erreichen, festgehalten wird. Eine kritische und
klare Chronik des Nachbarschaftskampfes am Rande der Stadt, aus der wir
schließen könnten, dass das Herz einer Stadt nicht immer im Zentrum liegt.











