Sevilla _ 2680 _ resiliencia térmica

Master in Thermal Resilience

_ Part VI

 

Grün / Verde

 

(de) Bevor ich weiterschreibe, das geht nicht gegen Sevilla, oder naja, vielleicht ein klein wenig. Aber ich denke das Problem mangelnden Stadtgrüns ist vielen Städten gemein, vor allem im Süden, wo die Hitzeperioden lang und extrem sind und immer mehr werden. Da muss ein Grünes Auge wie das meine, das aufgeht vor Freude in einem Wald voller Moos und Farn und dichtem grünen Blätterdach schon Abstriche machen. Denn es geht ja nicht nur um die Farbe, dann könnten wir ja den trockenen Rasen grün färben, wie es wohl in den USA gemacht wird, oder Kunstrasen verlegen, wie ich das hier oft gesehen habe.

Aber es geht ja um mehr, und um langfristige Veränderungen. Naja, und da denke ich schon, dass es noch gewaltig Luft nach oben gibt. Viele Flächen mögen nicht so leicht zu begrünen sein, wie Plätze unter denen sich Parkhäuser befinden, aber selbst da könnte man, so denke ich, noch viel mehr tun, als bisher getan wird.

 

 

 

 

(de) Und vor allem wäre es wünschenswert und notwendig, endlich zu begreifen, dass dort, wo es keine Lösungen unter Verwendung toter Materialien sind (wie Stein, Beton, Stahl  oder Glas), es einer dauerhaften, nachhaltigen Pflege bedarf. Das ist eigentlich klar wie Kloßbrühe. So wie es nicht damit getan ist, Kinder in die Welt zu setzen, man muss sie auch begleiten auf der Suche nach ihrem Weg und ihrem Platz in dieser Welt. Klar ist das ein Aufwand, ein Personal- und ein Zeitaufwand. Die kann und muss man gerne auch einpreisen.

Aber ansonsten macht es wenig Sinn, egal ob Stadt oder Land, Bäume zu pflanzen nur um Bäume zu pflanzen, wenn man sie zumindest zu Beginn ihrer Ansiedlung nicht betreut, so wie es wenig Sinn mach zu begrünen nur um zu begrünen oder irgendwelche Auflagen zu erfüllen oder Finanzmittel abzugreifen, und sich dann nicht mehr darum kümmert. Und wie gesagt, das gilt für mich in der Stadt ebenso wie in ländlichen Regionen, wo nach Waldbränden tausende von Setzlingen in Plastikmanschetten in Monokultur in reih und Glied gepflanzt werden, um die sich dann aber niemand kümmert, weder um die Setzlinge, noch um die Plastikmanschetten.

(es) Y, sobre todo, sería deseable y necesario comprender por fin que, allí donde no se recurre a soluciones basadas en materiales inertes (como piedra, hormigón, acero o vidrio), se requiere un mantenimiento continuo y sostenible. Es algo evidente. Al igual que no basta con traer hijos al mundo —pues también hay que acompañarlos en la búsqueda de su propio camino y su lugar en él.  Esto conlleva un esfuerzo, tanto de personal como de tiempo. Un esfuerzo que, por supuesto, puede y debe incluirse en los presupuestos correspondientes.

Por lo demás, tiene poco sentido —ya sea en la ciudad o en el campo— plantar árboles simplemente por plantarlos si no se les cuida, al menos durante la fase inicial de su arraigo; del mismo modo que carece de sentido crear zonas verdes solo por el hecho de hacerlo, o para cumplir requisitos o captar fondos, y luego desentenderse de ellas. Y, como ya he dicho, esto se aplica tanto a la ciudad como a las zonas rurales, donde, tras los incendios forestales, se plantan miles de plantones en filas perfectamente alineadas y protegidos por fundas de plástico —formando monocultivos—, pero de los que nadie se ocupa después: ni de los propios árboles ni de las fundas de plástico.

 

 

 

 

 

 

(de) Was ich schon etwas erstaunlich fand und nach wie vor erstaunlich finde, und jetzt doch mal konkret zu Sevilla, dass ich den Eindruck habe, hier wurde Zeit nicht genutzt um in der großen Frage der Klimaresilienz voran zu kommen. Klar, ich könnte denken, hier war es immer schon heiss und ein wenig heisser lässt den Braten auch nicht anbrennen, und man hat sich halt angepasst an das was ist, weil das kann man eh nicht ändern. Aber das stimmt ja so nicht, oder zumindest nur zu Teil.

Klar hat man sich angepasst, im Tagesablauf, etc. Klar gibt es in Sevilla weit mehr Klimaanlagen, als zum Beispiel in Berlin. Aber eben auch nicht überall im ausreichenden Masse (in Krankenhäusern, Ärztehäusern, Altenwohn- und Pflegeheimen, sogar Schulen und Kitas.). Klar sind die, die können, einfach weg, aber das können eben nicht alle. Und die, die bleiben müssen, denn wollen will wohl keiner, schnaufen unter der Hitze, da können sie noch so angepasst sein.

Und, es gab eine Zeit……. 1992, die Expo. Ich war  damals nicht hier, aber nach dem, was mir erzählt wurde, gab es während der Vorbereitungen zur Expo, und das liegt jetzt wirklich eine Weile zurück, schon die Sorge darum, dass die vielen Besucher:innen aus anderen Klimazonen, also Unangepasste, vielleicht Schwierigkeiten mit der Hitze in den Sommermonaten haben könnten.

(es) Algo que me resultó sorprendente —y que me lo sigue pareciendo—, y entrando ya en el caso concreto de Sevilla, es la impresión de que aquí no se ha aprovechado el tiempo para avanzar en la gran cuestión de la resiliencia climática. Claro, uno podría pensar que aquí siempre ha hecho calor —que un poco más de calor no cambia gran cosa— y que, total,  la gente se ha adaptado a las circunstancias porque, al fin y al cabo, es algo que no se puede cambiar. Pero eso no es así, o al menos no del todo.

Está claro que la gente se ha adaptado, en cuanto a los horarios y la rutina diaria. Y es evidente que en Sevilla hay muchos más sistemas de aire acondicionado que en Berlín. Pero, aun así, no los hay en cantidad suficiente en todas partes (hospitales, centros de salud, residencias de ancianos e incluso escuelas y guarderías). Por supuesto, quienes pueden hacerlo se marchan, pero no todo el mundo puede. Y aquellos que tienen que quedarse —pues seguramente nadie quiera hacerlo voluntariamente— sufren los estragos del calor, por muy adaptados que estén.

Y hubo una época… 1992, la Expo. Yo no estaba aquí entonces, pero, por lo que me contaron, durante los preparativos de la Expo —y de eso hace ya bastante tiempo— ya existía la preocupación de que los numerosos visitantes procedentes de otras zonas climáticas (es decir, personas no aclimatadas) pudieran tener dificultades con el calor de los meses de verano.

 

 

(de) Ich hab ein wenig gestöbert und einige Videos gefunden. Unten ein Beispiel. Was ich aber vor allem gefunden habe sind die Überreste und in meinem Kopf wuchs die große Frage: Warum hat man da nicht weitergemacht? Und warum wurde das alles nach der Expo abgebaut und nicht ausgebaut? Wo doch eins der erklärten Ziele der Expo war, Sevilla für den internationalen Tourismus interessant(er) zu machen. Will sagen, wenn man es schon nicht für die lokale Bevölkerung tun wollen würde, dann wenigstens für all diejenigen nicht hitzeangepassten Individuen, die hier einen mehr oder weniger langen Urlaub verbringen würden. Also wäre es doch spannend gewesen, den Impuls der Expo aufzugreifen und aus nationaler Ebene, vielleicht sogar auf EU-Ebene weiter daran zu arbeiten, wie man die Folgen der Erderwärmung für die Bewohner von Städten wie Sevilla erträglicher machen kann. Gefühlt geblieben sind nur die Wasserzerstäubersysteme der Restaurants.

(es) He estado investigando un poco y he encontrado algunos vídeos; más abajo incluyo un ejemplo. Sin embargo, lo que sobre todo he hallado son los vestigios, y en mi mente surgió una gran pregunta: ¿por qué no se continuó investigando e innovando en esta dirección? ¿Y por qué se desmanteló todo tras la Expo en lugar de ampliarlo? Al fin y al cabo, uno de los objetivos declarados de la Expo era hacer que Sevilla resultara atractiva —o más atractiva— para el turismo internacional. Es decir, si no se quería hacer por la población local, al menos podría haberse hecho por todas aquellas personas no aclimatadas al calor que pasarían aquí unas vacaciones más o menos largas. Por eso, hubiera sido interesante retomar el impulso de la Expo y seguir trabajando —a escala nacional o incluso europea— en cómo hacer más llevaderas las consecuencias del calentamiento global para los habitantes de ciudades como Sevilla. La sensación es que lo único que ha perdurado son los sistemas de nebulización de agua de los restaurantes.

 

 

 

 

 

(de) Die metallenen Strukturen stehen noch an vielen Stellen verstreut über das Gelände, auf dem die Expo stattfand. Keine Ahnung, worauf sie warten. Die Bewässerungssysteme sind verschwunden. Ich nehme mal an, es waren Gummischläuche, die eh nur eine begrenzte Lebenszeit haben. Und die großen Schalen sind leer. In manchen scheinen es sich Gräser in den Regenmonaten gemütlich zu machen. Aber das war es auch schon.

Ich hab mal nachgefragt unter den Sevillaner:innen, die ich hier kennengelernt habe. Anscheinend wurde viel darüber diskutiert, was mit all den Gebäuden und den Grünanlagen geschehen sollte, die extra für die Expo gebaut worden waren. Aber es gab anscheinend keinen Druck hinsichtlich einer weiteren Nutzung der Begrünungssysteme, der Expo-Pergolas, wie sie genannt wurden. Ich finde ja, dass es eine gute Idee gewesen wäre, sie weiterhin zu nutzen, mehr noch, mehr von ihnen auch in der Altstadt aufzustellen, an Bushaltestellen, auf Plätzen, vielleicht sogar auf den Brücken….. Heute wären wir dankbar dafür.

 

(es) Las estructuras metálicas siguen dispersas por diversos puntos del recinto donde se celebró la Expo. Ni idea de qué están esperando. Los sistemas de riego han desaparecido; supongo que eran mangueras de goma, que de todos modos tienen una vida útil limitada. Y ahí quedan las grandes cubetas vacias. En algunas, parece que la hierba se acomoda durante los meses de lluvia. Pero eso es todo.

He preguntado a los sevillanos y sevillanas que he conocido aquí. Por lo visto, hubo mucho debate sobre qué hacer con todos los edificios que se habían construido expresamente para la Expo. Sin embargo, parece que no hubo presión alguna para seguir aprovechando los sistemas de ajardinamiento —las llamadas «pérgolas de la Expo»—. En mi opinión, habría sido una buena idea seguir utilizándolas; es más, habría estado bien instalar más de ellas en el casco histórico: en paradas de autobús, en plazas o tal vez incluso en los puentes… Hoy lo agradeceríamos.

 

 

 

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