Sevilla _ 2679 _ resiliencia térmica

Master in Thermal Resilience _ Part V

 

Arbolado urbano / Stadtbäume

 

(de) Es ist sicher kein einfacher Job, Stadtbaum zu sein, das kann ich euch sagen. In der Jobbeschreibung steht als mitzubringende Kernkompetenzen Schattenspender und CO2-Binder. Was nicht immer klar ist, sind die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsumfeld. Gerade zu Beginn des Arbeitslebens ist eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen nicht immer sichergestellt, und wenn man mal eine Weile dabei ist, dann kommen zu den gesuchten Kompetenzen schnell Funktionsansprüche hinzu, so etwas wie Aschenbecher, Mülleimer und Klo für Vierbeiner (im besten Fall), die eigentlich nicht vorgesehen sind, ganz zu Schweigen davon, dass ein Hineinwachsen in die Aufgaben des Jobs zwar erwartet, aber nicht immer gefördert, manchmal sogar durch einschneidende Maßnahmen boykottiert  wird.

(es) No es tarea fácil ser un árbol urbano, creedme lo que os digo. En la descripción del puesto, las competencias clave requeridas son proporcionar sombra y captar CO2. Lo que no siempre está claro son las condiciones y el entorno de trabajo. Especialmente al inicio de la vida laboral, no siempre está garantizado un suministro suficiente de agua y nutrientes; y, una vez que llevas un tiempo en el puesto, a las competencias iniciales se suman rápidamente exigencias funcionales —como servir de cenicero, papelera o retrete para animales de cuatro patas (en el mejor de los casos)— que en realidad no estaban previstas, por no mencionar que no siempre se fomenta la adaptación progresiva a las responsabilidades del trabajo, que por otro lado se da por sentada, es más, os puedo hablar de casos donde se boicotearon compañer@s mediante medidas cortantes.

 

 

 

 

 

 

(de) Wenn du dir dann, der Verzweiflung nah, selbst nimmst, was du brauchst, um deinen Job gut zu machen, wird das oft als unverschämte Forderung verstanden und nur sehr, sehr selten, wird konstruktiv darauf reagiert. Meist bleibt es bei einem „sich irgendwie durchwurzeln“, mit dem man versucht zurecht zu kommen, mit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen, sowie mit den Erwartungen im Job.

(es) Si, al borde de la desesperación,  decides tomar por tu cuenta lo que necesitas para desempeñar bien tu trabajo, a menudo se percibe como un atrevimiento descarado y muy, muy rara vez se recibe una respuesta constructiva. Por lo general, la situación se reduce a tratar de salir del paso como buenamente se puede, lidiando tanto con las necesidades de uno mismo como con los requerimientos en el trabajo.

 

 

 

 

 

 

 

(de) Wenn man sich dann die Kolleg:innen anschaut, die schon Jahre dabei sind, die es geschafft haben, oder die Glück hatten eine Einsatzstelle zugewiesen zu bekommen, die nicht ganz so schlimm ist, da kommt einem schon die Frage, ob es früher vielleicht besser war?! Ob entweder die Wertschätzung größer oder wenigstens die Arbeitsbedingungen weniger schwer waren.

(es) Al observar a los compañeros que llevan años en esto, a los que han logrado salir adelante o a los que tuvieron la suerte de que les asignaran un puesto no tan malo, surge la pregunta: ¿quizás antes las cosas eran mejores? ¿Acaso el reconocimiento era mayor o, al menos, las condiciones laborales no eran tan duras?

 

 

 

 

(de) Wenn ich mir die Belegschaft so anschaue, dann haben auch viele der älteren Kolleg:innen mit der jetzigen Situation zu kämpfen. Manche können den Stress noch gut handeln und schaffen es, sich über das Jahr hinweg ausreichend zu erholen. Aber immer öfter kommt es zum „Burn-out“. Da geht dann nichts mehr. Und das krasseste ist, dass man sich nicht sicher sein kann, ob es ratsam ist, seine Beschwerden öffentlich zu machen, weil das nicht immer bedeutet, dass die Maßnahmen, die dann ergriffen werden, dazu beitragen, dass unser Überleben gewährleistet wird.

Ich hab schon erlebt, dass Kolleg:innen einfach verschwunden sind und niemand mir sagen konnte, wo sie abgeblieben sind. Man munkelte schlimmes….. und es kommt dann auch kein Ersatz, was heißt, das für uns verbliebene das Arbeitspensum steigt.

Wir haben hat keine Gewerkschaft und nur selten jemanden, der uns zuhört und unsere Stimme dort vertritt, wo die Entscheidungen getroffen werden und wir nicht sein können. Wir können ja noch nicht einmal streiken, denn das wäre kollektiver Selbstmord.

(es) Si observo a la plantilla, veo que much@s de l@s compañer@s de mayor edad también están lidiando con la situación actual. Algun@s logran gestionar bien el estrés y consiguen recuperarse lo suficiente a lo largo del año. Sin embargo, cada vez son más frecuentes los casos de agotamiento extremo (*burnout*), situaciones en las que ya no se puede más. Y lo más grave es que uno no puede estar seguro de si conviene hacer públicos sus problemas, ya que eso no siempre garantiza que las medidas que se adopten contribuyan a asegurar nuestra supervivencia.

He vivido situaciones en las que compañer@s han desaparecido sin más y nadie sabía decirme qué había sido de ell@s. Se rumoreaban cosas terribles… y, además, no llega ningún sustituto, lo que significa que la carga de trabajo aumenta para los que nos quedamos.

No tenemos sindicato y rara vez hay alguien que nos escuche y represente nuestra voz allí donde se toman las decisiones y donde nosotros no podemos estar. Ni siquiera podemos ir a la huelga, pues eso sería un suicidio colectivo.

 

 

 

 

 

(de) Dabei habe ich es flüstern hören, dass es Bereiche auf diesem Arbeitsmarkt gibt, wo wir besser aufgestellt sind. Da gibt es Ombutsmänner und -frauen, die für uns sprechen, auch gibt es da und dort Solidaritätskundgebungen, es gibt Unterstützung bei den jungen Kollegen, damit sie sich besser einarbeiten können, auch bei den gesundheitlich angeschlagenen Kolleg:innen, damit sie wieder zu Kräften kommen. Aber ganz allgemein gesprochen fehlt es einfach an allen Ecken und Kanten an Hilfe, an Wertschätzung, an Anerkennung. Ich meine, wir tun ja gerne unseren Job, der ja zugleich unser Lebensinhalt ist. Wir können ja nicht anders. Aber man muss uns auch machen lassen. Finde ich.

(es) He oído decir que existen sectores en este mercado laboral donde nuestra situación es mejor. Allí hay defensores y defensoras que hablan por nosotros; también surgen aquí y allá muestras de solidaridad y existe apoyo para que l@s compañer@s más jóvenes se adapten mejor al trabajo, así como para que aquell@s con problemas de salud puedan recuperar sus fuerzas. Pero, en términos generales, falta ayuda, aprecio y reconocimiento por todas partes. Al fin y al cabo, nos gusta nuestro trabajo, que es también el eje de nuestra vida; no podemos evitarlo. Pero también es necesario que se nos deje hacerlo. Eso es lo que pienso.

 

 

(de) Nur mal so für mich: Das Phänomen des „Summer Branch Drop“ war mir neu, zumindest hatte ich bisher keinen Namen dafür. Dieses Phänomen macht wohl auch unsere Wälder in Mitteleuropa für den Menschen immer unsicherer. Hier in sevilla hat man im Stadtpark einzelne Bereiche gesperrt, aber zweimal bin ich Zeugin geworden, wie auf der Strasse ein großer Art runterjrachte.

Vor Kurzem hab ich mit einem Gärtner gesprochen, der mir erklärt hat, dass dieser Astabwurf eine ganz natürliche Schutzreaktion der Bäume ist und immer schon war: Wenn das Wasser knapp wird, dann wirft man das ab, was eh schon alt oder krank ist, um den Rest zu schützen. Je größer die Wasserknappheit, um so umfassender der Schutzmechanismus, um zu retten, was noch zu retten ist. Spooky ist halt, dass es für das ungeübte Auge kaum zu erkennen ist, d.h. der Baum ist grün, und der Ast der runterknallt ist augenscheinlich „normal“. Es ist nicht irgendein offensichtlich abgestorbenes Totholz, dass nicht rechtzeitig herausgeholt wurde. Und das Folgeproblem ist halt gerade in der Stadt, dass dann oft aus Sicherheitsgründen oder aus „Versicherungsgründen“ zu drastischen Massnahmen gegriffen wird.

Mag sein, dass ich leicht Reden hab, weil mein Auto, oder mein KUKUmobil bisher noch nicht von einem Ast dämoliert wurde, und auch ich solch einen spontanen Astabbruch bisher aus sicherer Entfernung beobachtet habe. Und vielleicht muss dann jeder für sich klären, wie groß sein oder ihr Sicherheitsbedürfnis und die Bereitschaft ist, mögliches Geschehen eigenverantwortlich zu übernehmen. Absolute Sicherheit gibt es nicht, aber natürlich müssen wir uns darum kümmern, dass die schäden so klein wie möglich gehalten werden. Das ist kein leichtes Unterfangen, und obendrein extrem situatiosabhängig. Eine große Herausforderung, für die Waldwirtschaft, die Pflege von historischen Gärten und Parks und altem Baumbestand, und die Planung zukünftiger Stadtbegrünungen.

 

(es) A título personal: el fenómeno del «Summer Branch Drop» (caída de ramas en verano) era nuevo para mí; o, al menos, no conocía el término. Al parecer, este fenómeno también está haciendo que nuestros bosques de Europa Central resulten cada vez más „peligrosos“ para las personas. Aquí en Sevilla han acordonado ciertas zonas del parque urbano de María Luisa, pero en dos ocasiones he sido testigo de cómo una rama grande se desplomaba sobre la calle.

Hace poco hablé con un jardinero que me explicó que esta caída de ramas es una reacción de defensa totalmente natural de los árboles, y que siempre ha sido así: cuando el agua escasea, el árbol se desprende de lo que ya está viejo o enfermo para proteger el resto. Cuanto mayor es la escasez de agua, más amplio es el mecanismo de protección para salvar lo que aún se puede salvar. Lo inquietante es que, para el ojo inexperto, esto apenas se percibe: el árbol se ve verde y la rama que se desploma parece, a simple vista, „normal“. No se trata de madera muerta y seca que no se retiró a tiempo. Y el problema derivado, sobre todo en la ciudad, es que a menudo se recurre a medidas drásticas por motivos de seguridad o por cuestiones relacionadas con los seguros.

Ya sé, es fácil hablar así, cuando tu coche —o el «KUKUmobil»— aún no ha sufrido daños por la caída de una rama, y ​​hasta ahora solo has presenciado este tipo de desprendimientos espontáneos desde una distancia segura. Quizás cada persona deba determinar cuál es su necesidad de seguridad y hasta qué punto está dispuesta a asumir, bajo su propia responsabilidad, las posibles consecuencias de estos sucesos. No existe la seguridad absoluta, pero, naturalmente, debemos procurar minimizar los daños en la medida de lo posible. No es una tarea sencilla y, además, depende enormemente de las circunstancias. Representa un gran desafío para la gestión forestal, para el mantenimiento de jardines históricos, parques y arbolado antiguo, así como para la planificación de las zonas verdes urbanas del futuro.

 

 

 

(de) Das Gute ist, dass diese Themen, Stadtgrün oder die Vereinbarkeit von Natur und Stadt, immer mehr Beachtung finden und dass auch immer mehr darüber nachgedacht wird, was sein sollte und wie das alles funktionieren könnte. In vielen Städten wird zunehmend entsiegelt und begrünt, und es gibt Baumpatenschaften und Grüne Nachbarschaftspatrouillen, die die städtischen Organismen unterstützen. Und ich denek, diese geteilte Verantwortung und Pflege ist eine gute Sache.

Vielleicht sogar eine gute Aufgabe für freiwillige oder verpflichtende Soziale Jahre, die sowohl junge Menschen zu Beginn als auch ältere Menschen am Ende ihres Arbeitslebens übernehmen könnten (nur soviel zu der Debatte über die Einführung des Wehrdienstes oder die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die gerade in Deutschland geführt wird).

(es) Lo bueno es que estos temas —como las zonas verdes urbanas o la compatibilidad entre naturaleza y ciudad — están cobrando cada vez más relevancia, y que se reflexiona mucho sobre cómo deberían ser las cosas y cómo podría funcionar. En muchas ciudades se está procediendo a la despavimentación (Paris es un ejemplo de ello), a la renaturalización del suelo urbano  y la creación de espacios verdes; asimismo, existen iniciativas como el apadrinamiento de árboles y las patrullas vecinales ecológicas que apoyan a los organismos urbanos. Creo que esta responsabilidad y cuidado compartidos son algo positivo.

Quizás sea incluso una buena tarea para programas de voluntariado o de servicio social obligatorio, que podrían asumir tanto los jóvenes al inicio de su vida laboral como las personas mayores al final de la misma (y baste esto como comentario sobre el debate que se está librando actualmente en Alemania acerca de la reintroducción del servicio militar o la prolongación de la vida laboral).

 

 

 

(de) Es wird dazu geforscht, welche Baumarten am resilientesten sind, um sinnvoll in die Zukunft zu planen, denn bei Stadtbegrünung muss man mindestens in Dreissigjahresintervallen denken. Es gibt Ideen wie: ein Baum für jede Bushaltestelle, ein Baum für jeden Zebrastreifen, es gibt Experimente mit „mobiler“ Stadtbegrünung, großen Pflanzkübeln, die dort eingesetzt werden können, wo sie je anch Jahreszeit am sinnvollsten sind (obwohl ich nicht sicher bin, dass das eine „artgerechte“ Nutzung ist) oder wo ein Einsetzen im Boden nicht möglich ist (über Tiefgaragen oder bei Dachbegrünung). Sehr spannendes und sehr wichtiges Thema. Wie heisst es doch so schön: es gibt viel zu tun, packen wir’s an!

 

(es) Se está investigando qué especies arbóreas son las más resilientes para planificar el futuro con criterio, ya que la vegetación urbana requiere pensar en horizontes temporales de al menos treinta años. Existen iniciativas como plantar un árbol en cada parada de autobús o junto a cada paso de peatones, así como experimentos con vegetación urbana «móvil» —grandes macetones que pueden reubicarse según la estación (aunque no estoy seguro de que sea un trato «adecuado» para las plantas)— o que se utilizan donde no es posible plantar directamente en el suelo (por ejemplo, sobre aparcamientos subterráneos o en cubiertas vegetales). Es un tema interesante y necesario. Como suele decirse: hay mucho trabajo por hacer, ¡así que manos a la obra!

 

 

 

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