SAGRES _ 2458 _ erkundung

SAGRES

 

(de) I did it!!!! Alle, die ihr hier schon etwas länger dabei sind, wisst, dass ich lange versucht habe, mit dem KUKUmobil nach Sagres zu kommen. Ich fand diese Vorstellung, im galicischen Finisterra begonnen zu haben und den ersten Abschnitt in Sagres nahe dem Kap von San Vicente beenden zu können, einfach so wunder_bar, dass ich lange brauchte, um diesen Traum aufzugeben und mich damit abzufinden, dass es nicht so sein wird. In den ersten Monaten des Jahres, mit all den Unwettern, die diesen Landstrich heimgesucht haben, war ich sogar froh.

Dann hab ich zufällig Pedro kennengelernt und auf der Wanderung zu den Fontes Santas habe ich ihm davon erzählt und er hat mir angeboten, einen Nachmittag, der bei ihm passt, mit mir dorthin zu fahren. Gestern war es dann soweit. Kurz nach Mittag hat er mich am KUKUmobil abgeholt.

Das Wetter war so, wie man es sich wünscht. Der Wind hat die Wärme der Sonne gemildert. Geblieben ist ein unglaubliches Blau oben und ein ebenso unglaubliches Türkis unten.

 

(es) ¡Lo conseguí!!!! Todos los que lleváis ya un tiempo por aquí siguiéndome sabéis que llevaba mucho tiempo intentando llegar a Sagres con el KUKUmobil. La idea de haber empezado en Finisterre, en Galicia, y poder terminar la primera etapa en Sagres, cerca del cabo de San Vicente, me parecía tan maravillosa que me costó mucho tiempo renunciar a ese sueño y aceptar que no iba a ser así. En los primeros meses del año, con todas las borrascas que azotaron esta zona, incluso me alegré.

Luego conocí por casualidad a Pedro y, durante la excursión a las Fontes Santas, se lo conté y él me ofreció llevarme allí una tarde que le viniera bien. Ayer llegó el momento. Poco después del mediodía me recogió en el KUKUmobil.

El tiempo no pudo ser mejor. El viento suavizaba el calor del sol. Lo que quedó fue un azul increíble arriba y un turquesa igualmente increíble abajo.

 

 

 

(de) Unser erstes Ziel: Die Festung auf der Landzunge von Sagres. Sie ist portugiesischer Kulturbesitz, in öffentlicher Hand und nur nach Entrichtung eines Eintritts begehbar. Der ist nicht unbedingt niedrig und ich kann nur hoffen, das alle portugiesischen Staatsangehörigen den nicht zahlen müssen, denn die entrichten ja schon ihre Steuern die, unter anderem, auch für den Erhalt des Kulturerbers verwendet werden solle. Anders ist es bei ausländischen Besucher:innen und dieser Ort ist, das wird einem schnell deutlich, extrem auf den Tourismus als einzige Einnahmequelle ausgerichtet. Auch wenn es kurz wehtut, denke ich dann immer, das es okay ist, dass auch ich meinen Beitrag dazu leiste. So ’ne Art Kurtaxe. Jetzt, auch wenn es schon eine Art Vorsaison ist, wahrscheinlich weil es unter der Woche war, war der Trubel übrigens nicht allzu groß und das Gelände ist sehr weitläufig.

(es) Nuestro primer destino: la fortaleza situada en el promontorio de Sagres. Es un bien cultural portugués, de titularidad pública, y solo se puede visitar previo pago de una entrada. Esa no es precisamente barata y solo puedo esperar que los ciudadanos portugueses no tengan que pagarla, ya que ellos ya pagan sus impuestos, que, entre otras cosas, deberían destinarse al mantenimiento del patrimonio cultural. La situación es diferente para los visitantes extranjeros y, como pronto queda claro, este lugar está orientado casi exclusivamente al turismo como única fuente de ingresos. Aunque me duela un poco, pienso que está bien que así yo también contribuya a ello. Una especie de tasa turística. Por cierto, aunque ya estamos en una especie de pretemporada, probablemente porque era entre semana, no había demasiado ajetreo y el recinto es muy amplio.

 

 

 

(de) Pedro hatte mir eine kleine Überraschung versprochen. Was er nicht erwartet hatte, und ich auch nicht, ist, dass es zwei werden sollten, oder vielleicht sogar drei, wenn wir „Überraschung“ etwas großzügig auslegen.

Überraschung I wartete auf uns direkt am Eingang und hat mehr mit meiner Erwartungshaltung zu tun, als mit dem objekt an sich. Es gibt dort eine vielgerühmte Kompassrose, ein großes Areal, von dem ich, meine Phantasie im vollen Galopp, angenommen hatte, es handele sich um eine gepflasterte Rose (angesichts der hohen Kunst des Pflasterns, der die Portugiesen ja mächtig sind) die, im besten aller fälle, sogar begehbar ist. Wa auf uns wartete war dagegen ein mit einem Grasmantel bedecktes rundes Areal, in dem die Strahlen oder Segmente eher zu ahnen als zu sehen waren.

Gelernt habe ich, dass diese Kompassrose anscheinend nie vollständig gepflastert war, dass aber schon die strahlen durch Steinreihen vom Grund hervorgehoben wurden und dass nicht ganz geklärt ist, ob es sich tatsächlich um eine Kompassrose oder um eine Sonnenuhr oder vielleicht um beides zugleich handelt. Vielelicht ist ja auch die Pflanzendecke ein guter Schutz gegen Erosion und vielleicht ist es ja angesichts des Besucheransturms während der Sommermonate auch gut, dass Hinz und Kunz dort nicht herumstolpern dürfen.

 

(es) Pedro me había prometido una pequeña sorpresa. Lo que él no esperaba, y yo tampoco, es que fueran a ser dos, o quizá incluso tres, si interpretamos el término «sorpresa» de forma un tanto generosa.

La primera sorpresa nos esperaba justo en la entrada y tiene más que ver con mis expectativas que con el objeto en sí. Allí hay una famosa rosa de los vientos, una gran superficie que, con mi imaginación a mil por hora, había supuesto que se trataba de una rosa empedrada (dado el gran arte del empedrado, en el que los portugueses son expertos) que, en el mejor de los casos, incluso se podría recorrer. Lo que nos esperaba, en cambio, era una zona circular cubierta de césped, en la que los rayos o segmentos se intuían más que se veían.

He aprendido que, al parecer, esta rosa de los vientos nunca estuvo completamente pavimentada, pero que los rayos ya se destacaban del suelo mediante hileras de piedras y que no está del todo claro si se trata realmente de una rosa de los vientos, de un reloj de sol o quizá de ambos a la vez. Quizá la cubierta vegetal sea también una buena protección contra la erosión y, dada la avalancha de visitantes durante los meses de verano, quizá sea bueno que no cualquiera pueda tropezar allí.

 

 

 

 

 

 

 

(de) Überraschung II wartete ein wenig weiter voran auf der Landzunge auf uns. Und das war die, an die Pedro gedacht hatte. Ich hatte ihm von meiner Begeisterung für die einwegigen Labyrinthe erzählt und das, was da vor uns auftauchte, auch wenn es kein Labyrinth war, kam ihm doch recht nah. Im Innern dieser sich angenehm in die Landschaft einfügenden Spirale,  die ein wenig an die Hörschnecke in unserem Ohr erinnert, vor allem im Nachgang, wenn man drin war, befindet sich ein kreisrunder Raum mit einem vergitterten Boden. Unter dem Gitter erahnt man einen tiefen Spalt, aus dem das Rauschen der Wellen zu hören ist.

(es) La sorpresa II nos esperaba un poco más adelante, en el promontorio. Y era precisamente a la que Pedro se había referido. Le había hablado de mi entusiasmo por los laberintos de un solo sentido y lo que se alzaba ante nosotros, aunque no fuera un laberinto, se le parecía bastante. En el interior de esta espiral, que se integra agradablemente en el paisaje y que recuerda un poco a la cóclea de nuestro oído, sobre todo después, cuando ya se ha estado dentro, hay una sala circular con un suelo enrejado. Bajo la rejilla se intuye una profunda hendidura, desde la que se oye el murmullo de las olas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(de) Über die Landzunge verteilt finden sich einige Gebäude und eine Vielzahl von infotafeln zur Flora und Fauna. Rundherum führt ein Weg, aber man kann auch problemlos etwas kreuz und quer strolchen, wenn man sich bestimmte Felsen oder Blumen genauer ansehen will.

(es) Distribuido por el promontorio hay varios edificios y numerosos paneles informativos sobre la flora y la fauna. Hay un sendero que lo rodea, pero también se puede pasear sin problemas por allí sin seguir un camino marcado si se quiere observar más de cerca determinadas rocas o flores.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(de) Gegen Westen schauend hat man einen Blick auf das Kap von San Vicente. Leider hatten wir nicht so viel Zeit, dass wir auch das noch ebsuchen konnten. Pedro muss früh morgens raus, hatte also schon einen sehr langen Tag hinter sich. Also haben wir uns mit dem Blick aus der Ferne begnügt.

Aber die Überraschung III wartete genau dort auf uns. Naja, eigentlich eher ein Fundstück. Ich hatte schon einmal über eine gewisse „Übervorsicht“ aufgrund einer vorweggenommenen Gefahrenlage geschrieben, die ich hier und da wahrgenommen hatte. Orte, die nicht begangen werden kontnen weil es irgendwann einmal an ganz anderer aber ähnlicher Stelle einen Unfall gegeben hatte, Orte, die nicht genutzt werden konnten, weil eine vollkommene Absicherung nie möglich sein würde…

Aber dann gib es eben auch genau das Gegenteil, das „Betreten auf eigene Gefahr“, das ich so liebe. Dieser Moment, wo einem selbst die Verantwortung übergeben wird. Klar, man kann darüber streiten, ob das immer gut ist. Menschen, die bei Rettungsdiensten arbeiten, die an Küsten, in den Bergen oder sonst an Orten leben, an denen die Natur uns Respekt, Achtsamkeit und Erfahrung abfordert, der viele mit einem gewissen Leichtsinn begegnen und so eventuell sich und, schlimmer noch, andere, dadurch in Gefahr bringen können, können dazu einiges sagen. Wie auch immer, ich war überrascht, denn auf einmal tut sich im Geländer am Wanderweg eine Lücke auf. Nicht, weil dort ein Teil fehlt, kaputt gegangen oder gemacht wurde. Nein, da ist ein Durchgang, ein Durchgang der es jedem/jeder erlaubt, sich so weit an den Abgrund zu ebgeben, wie er oder sie es will. Und wer wollen würde, eben auch darüber hinaus.

Natürlich sind wir, wenn auch achtsam und respektvoll durch dieses Tor gegangen und haben uns an den Rand gewagt.

 

(es) Mirando hacia el oeste, se divisa el cabo de San Vicente. Por desgracia, no teníamos tiempo suficiente para visitarlo también. Pedro tiene que salir temprano por las mañanas, así que ya había tenido un día muy largo. Nos conformamos con contemplarlo desde la distancia.

Pero la sorpresa III nos esperaba precisamente allí. Bueno, en realidad fue más bien un hallazgo. Ya había escrito alguna vez sobre una cierta «precaución excesiva» debido a una situación de peligro anticipada que había percibido aquí y allá en mis exploraciones. Lugares a los que no se podía acceder porque en algún momento se había producido un accidente en un lugar completamente distinto pero de parecidas características, lugares que no se podían utilizar porque nunca sería posible garantizar una seguridad absoluta…

Pero también existe exactamente lo contrario, ese «acceso bajo tu propia responsabilidad» que tanto me gusta. Ese momento en el que la responsabilidad recae sobre uno mismo. Claro, se puede discutir si eso siempre es bueno. Las personas que trabajan en los servicios de rescate, que viven en la costa, en la montaña o en cualquier otro lugar donde la naturaleza nos exige respeto, atención y experiencia, y a las que muchos se enfrentan con cierta imprudencia, poniendo así en peligro, posiblemente, a sí mismos y, lo que es peor, a otros, pueden decir mucho al respecto. Sea como fuere, me sorprendió, porque de repente se abre un hueco en la barandilla junto a la ruta de senderismo. No porque falte una parte o se haya roto. No, es que hay un paso, un paso que permite a cualquiera acercarse al precipicio tanto como quiera. Y quien quisiera, incluso más allá.

Por supuesto, aunque con cuidado y respeto, atravesamos esa puerta y nos aventuramos hasta el borde.

 

 

 

(de) Es gibt auch ein kleines Besucherzentrum, in dem berichtet wird über die Geschichte des Ortes, die Geschichte der Seefahrt, über die Kolonien, über Sklavenmärkte…. und natürlich über die Legende des Heiligen Vincent

Vinzenz war der Legende nach Diakon des greisen Bischofs Valerius von Saragossa. Datianus, der Statthalter der Provinz Tarraconensis, ließ die beiden zur Zeit der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian verhaften. Beide wurden in Valencia gefoltert: Man warf Vinzenz nackt in einen dunklen Turm, legte ihn mit zerdehnten Gliedern und von Haken zerrissen auf einen glühenden Rost, bis er schließlich auf einem Glasscherbenlager starb. Dabei trösteten ihn angeblich Engel und machten ihm den Rost und das Marterbett zu einem zarten Blumenlager. Aus Zorn verweigerte der Statthalter die Beerdigung – er sollte von Hunden und Vögeln gefressen werden. Die Leiche, auf freiem Feld den Tieren ausgesetzt, wurde von Engeln bewacht und von zwei Raben verteidigt. Daraufhin wurde er in eine Ochsenhaut eingenäht und mit einem Mühlstein beschwert ins Meer versenkt. Die Wellen spülten ihn jedoch an Land, wo er von einer frommen Witwe gefunden und bestattet wurde.

Vinzenz’ Gebeine wurden 1160 von Valencia nach Lissabon übertragen. Eine Armreliquie befindet sich in der Kathedrale von Valencia. Der Gedenktag gilt als die Mitte des Winters.

Er ist der Schutzpatron von Portugal. Darüber hinaus gilt er unter anderem als Patron der Holzfäller, Seeleute, Dachdecker und Töpfer, des Federviehs und der Kaffeehäuser, außerdem als Beistand bei Körperschwäche und als Helfer zur Wiedererlangung gestohlener Sachen.

 

(es) También hay un pequeño centro de visitantes donde se explica la historia del lugar, la historia de la navegación, de las colonias, de los mercados de esclavos… y, por supuesto, de la leyenda de San Vicente.

Según la leyenda, Vicente era diácono del anciano obispo Valerio de Zaragoza. Datiano, gobernador de la provincia de Tarraconensis, mandó arrestar a ambos durante la persecución de los cristianos bajo el emperador Diocleciano. Ambos fueron torturados en Valencia: arrojaron a Vicente desnudo a una torre oscura, lo colocaron con los miembros desgarrados y desgarrados por ganchos sobre una parrilla al rojo vivo, hasta que finalmente murió sobre un lecho de cristales rotos. Según se dice, los ángeles lo consolaron y convirtieron la parrilla y el lecho de tortura en un suave lecho de flores. Enfurecido, el gobernador le negó el entierro: debía ser devorado por perros y aves. El cadáver, abandonado en campo abierto a merced de los animales, fue custodiado por ángeles y defendido por dos cuervos. A continuación, fue cosido dentro de una piel de buey y hundido en el mar con una piedra de molino como lastre. Sin embargo, las olas lo llevaron a la orilla, donde fue encontrado y enterrado por una piadosa viuda.

Los restos de Vicente fueron trasladados de Valencia a Lisboa en 1160. Una reliquia de su brazo se encuentra en la catedral de Valencia. Su festividad se celebra a mediados del invierno.

Es el patrón de Portugal. Además, es considerado, entre otros, patrón de los leñadores, marineros, techadores y alfareros, de las aves de corral y de las cafeterías, así como intercesor en casos de debilidad física y ayudante para recuperar objetos robados.

 

 

 

 

(de) Von Sagres hab ich nicht viel gesehen, wir haben dort nur schnell einen Kaffee getrunken. Aber es sscheint so, als ob es keinen alten Stadtkern gibt, sondern der Ort eher aus einer losen Ansammlung von Gebäuden besteht, die aktuell, wie gesagt, vorwiegend vom Tourismus leben. Im Sommer ist hier bestimmt viel los. Und mit etwas mehr Zeit kann man dort viel wandern, denk ich. Immer mit Hut und Sonnencreme, denn Schatten ist Mangelware.

Wir haben uns nach der kleinen Pause auf den Weg zurück in die Berge gemacht…… Es war ein schöner Nachmittag. Ich hab den Ausflug sehr genossen. Dank Pedro konnte ich mir den Wunsch erfüllen, meinen Fuß auf diesen Zipfel in Südwestportugal zu setzen. Jetzt kann es wirklich weitergehen…..

 

(es) No vi mucho de Sagres, solo tomamos un café rápido allí. Pero parece que no hay un casco antiguo, sino que el lugar consiste más bien en un conjunto disperso de edificios que, como ya he dicho, viven actualmente sobre todo del turismo. En verano seguro que hay mucho movimiento por aquí. Y con un poco más de tiempo, creo que se pueden hacer muchas rutas de senderismo. Siempre con gorra y crema solar, porque la sombra escasea.

Tras el breve descanso, emprendimos el camino de vuelta a las montañas… Fue una tarde preciosa. Disfruté mucho de la excursión. Gracias a Pedro pude cumplir mi deseo de poner un pie en este rincón del suroeste de Portugal. Ahora sí  puede seguir el viaje……

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter architektur, arquitectura, arquitectura popular, fauna, flora, landschaft, paisaje, traditionelle Bauten abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert