usedom _ 953 _ ostseebad

HITZEFREI

Gut, Herrinnen zu sein, über unser Leben und unsere Arbeit!! Dazu gehört auch, wenn das Wetter es so will – und das wollte es definitiv so an jenem Donnerstag – uns gegenseitig hitzefrei geben zu können.

Dass der Faden sich dann weiterspinnt und uns zu einem Spontanausflug nach Usedom führt, obwohl eigentlich nur ein kleiner morgendlicher Abstecher nach Wandlitz geplant war, das liegt wohl daran, dass Gudrun, für die die Ostsee seit sie denken kann ihre zweite Badewanne ist, es nicht länger aushalten konnte mit jemandem zu bauen, der noch nie in der Ostsee gebadet hat und diesen Missstand so schnell als möglich beseitigen wollte; und dass ich mich gerne hab „entführen“ lassen.

 

Fotos: Gudrun Mattke

Also ging es einfach immer geradeaus, ab nach Usedom, Insel. Vorbei an der Polderlandschaft im Peenetal, die wir auf der Hin- und auf der Rückfahrt bestaunt haben. Auf der Hinfahrt voller Überraschung vom Auto aus, auf der Rückfahrt mit 15 sorgfältig um Hosensaum und Sandalenriemchen platzierten Mückenstichen.

Usedom _ Insel _  hat mich bezaubert. Wahrscheinlich hatte ich mit Ostsee eine platte norddeutsche Landschaft verbunden, was ich an sich nicht negativ finde, eher angenehm unaufgeregt. Mich dann in einer hügeligen, waldigen Umgebung wiederzufinden, an einem Strand mit feinem, hellem Sand, einem ruhigen Meer und beschilften Uferstreifen, die eher nach „See“ als nach „Meer“ aussehen, hat mich überrascht.

Foto: Gudrun Mattke

 

Ich denke mal, dass in diesem Sommer, mit der großen Hitze und dem 9 Euro Ticket, der Strand noch voller ist, als gewöhnlich. Und gerade an dem Abschnitt, an dem wir waren, also an den drei Hauptbadeorten, hat sich gefühlt die halbe Welt getummelt.

Trotz des Andrangs  gab es noch ein freies Plätzchen für uns, unser Bad im Meer UND ein kleines Strandlabyrinth, ohne das diese erste Begegnung mit der Ostsee unmöglich bleiben konnte.

Fotos: Gudrun Mattke

Zum Abschluss des Tages sind wir noch etwas über die Insel gefahren und haben einen kleinen Ort gesucht, an dem wir den letzten Rest Proviant verspeisen konnten. Den wieder nach Berlin zu chauffieren wäre schierer Wahnsinn gewesen, dachten wir. Gedacht, getan.

Fotos: Gudrun Mattke

Übrigens, falls ihr euch wundert, dass es jetzt immer mal wieder das ein oder andere Foto gibt, auf dem ich zu sehen bin, dann liegt es daran, dass Gudrun mit ihrem Handy ebenso schnell zur Hand ist, wie ich mit meiner Kamera. Eigentlich ist es meinem Wesen ja nicht so eigen, VOR der Kamera zu stehen, und es ist für mich durchaus gewöhnungsbedürftig, aber ich muss gestehen, dass es ab und an schön ist, ein Foto von sich selbst zu haben. 😉

Es war ein wunderbarer Tag. DANKE, liebe Gudrun.

Im Nachgang habe ich übrigens den Unterschied gelernt zwischen Ostsee-Strandkörben und Nordsee-Strandkörben. 🙂

Wikipedia dixit: „Unterschieden wird vor allem zwischen einer Ostseeform mit abgerundeten, geschwungenen Seitenteilen und einer gebogenen Haube und einer Nordseeform mit geraden Seiten und kantig wirkendem Oberteil. In der Regel handelt es sich bei beiden Bauweisen um Halblieger, die bis zu einem Winkel von 55 Grad nach hinten verstellt werden können. Nordseekörbe gibt es manchmal auch als Liegermodelle, die sich bis zu 90 Grad absenken lassen. Eine Weiterentwicklung ist der Syltkorb, dessen Haube man über einen mechanisch aufwändigen Federzug stufenlos bewegen kann. Da der Ostseekorb als klassische Form gilt und gefälliger wirkt, ist er weiter verbreitet, doch findet man an den Stränden von Nord- und Ostsee jeweils beide Formen. Seltener und teilweise mit Kultstatus bedacht sind Strandkörbe in der Bauweise der DDR-Produktion. Sie sind nicht geflochten, vielmehr bestehen ihre Hauben aus gebogenen Phenolharzplatten und ihre Seitenteile aus ebenen Spanplatten, was ihnen in einem Wortspiel die Bezeichnung Typ Platte einbrachte. Von diesen gelten die durch die PGH Bau in Rehna hergestellten Rehnaer, die vollständig zerlegbar sind, als besonders ausgeklügelt. Aufgrund ihrer Herkunft findet man sie vor allem an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns.“

Jetzt, wo ich das weiss, werde ich mit ganz anderen Augen auf diese Möbel in der Landschaft schauen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Strandkorb)

 

Dieser Beitrag wurde unter en camino, landschaft, paisaje, unterwegs abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.