Andalucía _ 2499 _ El Rocío

El Rocío _ Epilog

 

 

(es) Por supuesto, no a todo el mundo le gusta el Rocío. La mayoría lo acepta con paciencia, pero hay quienes están claramente molestos, y no solo por los cortes de tráfico y los problemas que estos provocan. Y luego están las voces críticas, que miran más allá de la fachada y muestran la otra cara del Rocío. He encontrado algo de información al respecto en la página de «Huelva Secreta», en parte por casualidad o gracias al algoritmo, porque estaba buscando cifras. Así que, aquí va, para mencionar también la otra cara:

(de) Natürlich finden nicht alle hier den Rocío gut. Die meisten nehmen es geduldig hin, einige sind offensichtlich genervt, und das nicht nur von den Strassensperrungen und den dadurch entstehenden Verkehrsproblemen.  Und dann gibt es die kritischen Stimmen, die hinter die Fassade schauen und die andere Seite des Rocío aufzeigen. Ich habe dazu auf der Seite von „Huelva Secreta“ einige Infos gefunden, eigentlich zufällig, oder besser gesagt dank des Algorithmus, weil ich auf der Suche nach Zahlen war. Um also auch die andere Seite zu erwähnen:

 

 

Jedes Jahr nehmen über 25.000 Pferde und über 450 Ochsen an der Wallfahrt teil. 2022 starben 6. 2023 waren es 8, 2024 und 2025 jeweils 9. Die Junta de Andalucía (Regierung Andalusiens) erkennt offiziell an, dass zwischen 2007 und 2016 164 Pferde ums Leben gekommen sind. Das macht über 200 Tiere in zwei Jahrzehnten.

 

 

Auf dem Rückweg der Bruderschaften gibt es allerdings keine Kontrolle,. Die offiziellen Zahlen zu verstorbenen oder zurückgelassenen Tieren werden nicht aktualisiert. Nur auf dem Hinweg findet eine Zählung statt. Niemand weiss daher mit Sicherheit, wieviele Tiere tatsächlich sterben oder von ihren Besitzern zurückgelassen werden.

 

 

2025 wurden im Dorf Rocío und auf dem Weg insgesamt 1.055 Tonnen Müll eingesammelt. Davon 277 Tonnen allein in den 24 Stunden des wichtigsten Tages der Wallfahrt. Das heißt, dass an diesem Tag doppelt soviel Müll anfällt, wie in der gesamten Stadt Huelva. Und das an einem Ort, der nicht über die entsprechende Infrastruktur verfügt.

 

 

Die Wasserversorgung des Dorfes El Rocío, ausgelegt für eine Einwohnerschaft von 2000 Menschen, muss mit der gleichen Infrastruktur den Bedarf von bis zu 600.000 Personen abdecken. Dabei entstehen 49 Millionen Liter Abwasser, die nicht in Echtzeit von den vorhandenen Klärvorrichtungen behandelt werden können. Sie werden gespeichert und nach der Wallfahrt stufenweise geklärt. Das geklärte Abwasser wird in den Arroyo Caño Marín geleitet, der wiederum direkt in Doñana mündet.

 

 

Jedes Jahr durchqueren über 50.000 Personen, 5.000 Zugfahrzeuge und weitere 7.000 Tiergespanne den Nationalpark Doñana. Und dass mitten in der Aufzuchtzeit mehrere geschützter Tierarten. Nie wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, die eigentlich eine gesetzliche Auflage ist. 2020 wurde die Auswirkung des Rocío auf Doñana von der IUCN (International Union for Conservation of Nature / Internationale Union zur Bewahrung der Natur) als „hoch“ eingestuft.

 

 

Doñana ist weltweit der erste unter Naturschutz stehende Raum, der von der „Grünen Liste“ der IUNC gestrichen wurde. Von 77 Gebieten in 60 Ländern hat keines diese Auszeichnung verloren. Doñana war das erste. Der offizielle Grund: schlechte Verwaltung, Verlust der Biodiversität und intensive Wasserentnahme für intensive Landwirtschaft.

 

 

(de) Ihr seht, es gibt durchaus sehr, sehr kritische Stimmen. Ob zutrifft, was sie behaupten, hab ich nicht überprüft. Die Quellen sind angegeben, aber ich hab mir, ehrlich gesagt, nicht die Zeit genommen, das alles nachzuprüfen. Wenn ich die Beiträge der Pilger:innen in den Social Media sehe, dann kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass es eine massive Belastung ist, sowohl für die Ortschaft als auch für die Natur.

Was die Tiere betrifft, kann ich nur sagen, dass ich nach dem, was ich gesehen habe, eher zu der Überzeugung gekommen bin, dass die Tiere gut behandelt werden und dass sie auch im guten Zustand zurückgekommen sind. Aber ich habe natürlich nur einen kleinen Teil gesehen. Und Ausnahmen gibt es immer und überall.

Ob das alles noch zeitgemäß ist, oder wie wichtig und richtig der Erhalt auch dieser Tradition ist, was alles verloren gehen würde und was wir dafür schützen, erhalten oder gewinnen würden, das ist, finde ich, keine einfache Fragestellung, die sicherlich nicht in drei Sätzen zu beantworten ist.

 

(es) Como veis, hay voces muy, muy críticas. No he comprobado si lo que afirman es cierto. Se citan las fuentes, pero, sinceramente, no me he tomado el tiempo de verificarlo todo. Sin embargo, cuando veo las publicaciones de los peregrinos en las redes sociales, me puedo imaginar perfectamente que carga enorme supone, tanto para el pueblo como para la naturaleza.

En cuanto a los animales, solo puedo decir que, por lo que he podido ver,  se les trata bien y de que han regresado en buen estado. Pero, claro, solo he visto una pequeña parte. Y siempre hay excepciones, en todas partes.

Si todo esto ha quedado anacrónico, o cuán importante y acertado es mantener también esta tradición, qué se perdería y qué protegeríamos, conservaríamos o ganaríamos a cambio, es, en mi opinión, una cuestión compleja que seguramente no se puede responder en tres frases.

 

 

 

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