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Dass dem so sein kann

Wie so oft, nein, eigentlich wie immer ist das was zu sehen ist nur die berühmte Spitze des Eisbergs, der im Meer der Mühe und Anstrengung, der Ungewissheit und Unsicherheit schwimmt und nur deshalb nicht untergeht, weil viele helfende Hände, Köpfe und Herzen mit Beharrlichkeit, mit Geduld, mit Zuversicht und Liebe dafür sorgen, dass dem so ist.

Das ist so in meiner analogen Welt, in der ich jede Bildwirkerei voller Dankbarkeit webe im Bewusstsein all dessen, was andere dazu beitragen, dass dem so sein kann.

Das ist so in meiner digitalen Welt, in der ich noch viel hilfloser unterwegs bin und viel mehr Unterstützung brauche, damit Räume wie dieser weiterhin bestehen können. Denn eigentlich wäre dieser Blog vor drei Wochen an seine Grenze gestoßen. Der nach eingekauftem Plan vorgesehene Speicherraum war nach fast zehn Jahren ausgeschöpft. Ihm über diese Hürde hinweg zu helfen, hätte ich alleine nicht geschafft.

Das ist so in meiner Vergangenheit so gewesen. Liebe und wichtige Menschen haben mich mit Rat und Tat und mit viel Geduld auf meinen nicht selten verworren anmutenden Wegen begleitet. Manchmal voller Unverständnis und Verwunderung, manchmal voller Vorbehalte, manchmal auch voller Begeisterung. Aber immer mit Liebe und Fürsorge.

Das ist so in meiner Gegenwart. Oft tauche ich unter im Atelier und versinke in meiner Arbeit am Webstuhl. Wenn ich dort bin, bin ich nicht andernorts. Wenn dann der Alltag trotzdem weitergeht und die Basisinfrastruktur trotzdem da ist, bedeutet das, dass andere sich kümmern.

Das ist so in meiner Zukunft. Wenn Ende 2022 das KUKUmobil fahrbereit in Berlin steht und die ersten Webstationen auf seine Ankunft warten, dann, weil es Menschen gibt, die dazu beitragen, dass dem so sein kann.

Das erfüllt mich mit großer Demut, Dankbarkeit und Freude.

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