Monchique _ 2299 _ gedanken

Wenn die Welt verschwunden ist….

 

 

 

 

(de)

Die drei ersten Tage des neuen Jahres lang hat sich Monchique in eine dicke Nebeldecke gekuschelt. Es hat sich so angefühlt, wie wenn der Wecker klingelt und man sich noch einmal, „nur fünf Minuten“ murmelnd, umdreht, weil man so gar keine Lust auf die Welt da draußen hat.

Es war ruhig. Nichts und niemand war zu sehen, es wäre auch nicht viel zu sehen gewesen, wenn es keinen Nebel gegeben hätte. Alles war wie ausgestorben, alles war zu, selbst das Café am Platz, in dem ich sonst frühstücke. Vielleicht die einzige Unbequemlichkeit.

Denn ansonsten war es schön, so ganz auf das KUKUmobil bezogen zu sein und es lag nahe, die Gelegenheit zu nutzen, um den Blick nach Innen zu wenden und das eben abgeschlossene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen.

 

 

(es)

Durante los primeros tres días del nuevo año, Monchique se escondió en una espesa manta de niebla. Era como cuando suena el despertador y uno se da la vuelta murmurando «solo cinco minutos más», porque no apetece nada salir al mundo exterior.

Todo estaba en calma. No se veía nada ni a nadie, aunque tampoco habría habido mucho que ver si no hubiera habido niebla. Todo estaba desierto, todo cerrado, incluso la cafetería de la plaza donde suelo desayunar. Quizás eso fue el unico inconveniente.

Porque, por lo demás, era agradable estar tan centrado en el KUKUmobil y parecía lógico aprovechar la oportunidad para mirar hacia dentro y repasar el año que acababa de terminar.

 

 

(de)

Am letzten Tag des alten Jahres hatte ich vorgesorgt und mir für das erste Frühstück im neuen eine Art Krapfen gekauft, nicht zuletzt weil ich den Namen so schön fand. Auf Portugiesisch heisst dieses Gebäck „sonho“, also Traum. Schön, oder?

Und so sass ich im KUKUmobil, knabberte an meinem Traum, und dachte darüber nach, was das alte Jahr gebracht hat und vor allem was das neue alles so bringen wird…..

 

(es)

El último día del viejo año había tomado precauciones y comprado una especie de buñuelo para el primer desayuno del nuevo, no en último lugar porque me gustaba mucho su nombre. En portugués, este dulce se llama «sonho», es decir, sueño. Bonito, ¿verdad?

Y así me senté en el KUKUmobil, mordisqueando mi sueño y pensando en todo lo que el viejo año había traído y el nuevo me depararía…

 

 

(de)

Nachdem ich so kläglich damit gescheitert war, meinen letzten Vorsatz im vergangenen Jahr – nämlich den Blog auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen – umzusetzen, trau ich mich gar nicht, welche für die Zukunft zu fassen. Aber auch so wurde mir sozusagen mit jedem Bissen in meinen Traum klar, dass diese Jahr die ein oder andere wichtige Entscheidung ansteht:

# Soll ich meine Haare nach dem Winter doch wieder kurz schneiden lassen, oder sind sie lang praktischer? Ich versuch es jetzt zum zweiten Mal und sehe mich immer noch nicht wirklich mit langem Haar.

# Eigentlich muss der Anhänger, der das KUKU mobil macht, im März zum TÜV. Zwei Jahre ist er dann unterwegs gewesen. Das muss, soweit ich weiss, irgendwo in Deutschland geschehen. Nicht besonders nachhaltig, finde ich, abgesehen davon, dass es mit hohen Kosten verbunden sein wird. Also bin ich gerade auf der Suche nach Alternativlösungen. Ich hab vor Kurzem gelernt, dass es in Lissabon eine Vertretung des TÜV Rheinland gibt. Ich werde dort mal nachfragen. Andererseits ist es vielleicht eine Lösung für die Frage nach einem Rückzugsort die Reise in Abschnitten zu verstehen und jeden Abschnitt damit abzuschliessen, dass ich an diesem Wunschort den Streifen webe, der die Erfahrungen dieser Strecke einfängt, d.h. ein halbes Jahr „Reisepause“ mache.

# Ein ganzes Jahr bin ich jetzt in Portugal unterwegs gewesen. Wenn ich darauf zurückschaue, dann erscheint es mir wenig Zeit, in der ich viel gelernt, viel gesehen und viele Menschen kennengelernt habe; wenn ich genauer hinschaue und mich daran erinnere, wie mühsam es manchmal war, dann zieht es sich…. Trotzdem, unterm Schnitt immer noch positiv!!!!

# Am 6. Januar hätte ich eigentlich den Standort hier in Monchique verlassen müssen, und ich weiss immer noch nicht genau wie und wohin, oder wohin und wie. Die Cámara hat mir großzügigerweise die Erlaubnis gegeben, mein Gastspiel etwas zu verlängern, bis die Frage geklärt ist. Alle Energie geht nach Vila do Bispo / Sagres, dem Südwestlichsten Zipfel Portugals. Vielleicht ist es naiv, oder dickköpfig oder, keine Ahnung was, vielleicht will ich mir oder uns etwas beweisen…… Was auch immer, es würde mich so glücklich machen, diesen ersten Abschnitt der großen Reise von Nord nach Süd dort zu beenden.  Aber zugegebenermassen machen mir diese Stressmomente, diese Ohnmacht und Ungewissheit immer wieder und immer noch zu schaffen, auch wenn ich mich in Geduld und Zuversicht übe. Ich weiss auch nicht wirklich, wie ich das ändern kann…. Ich habe gelernt, dass weder Medien noch Dokumente und nette Schreiben wirklich hilfreich sind. Was wirklich funktioniert ist ein persönlicher Kontakt. Die frage bleibt also: Wie schafft es das KUKUmobil, sein Heer an Botschafter:innen oder Bürgen zu vergrößern?

 

(es)

Después de haber fracasado estrepitosamente en mi último propósito del año pasado, que era poner al día el blog, no me atrevo a hacer ningúno para el futuro. Pero, incluso así, con cada bocado que daba a mi „sonho“, me daba cuenta de que este año tenía que tomar alguna que otra decisión importante:

# ¿Debería volver a cortarme el pelo después del invierno o es más práctico llevarlo largo? Es mi segundo intento y sigo sin verme con el pelo largo.

# Hecho es que el remolque que hace móvil al KUKU tiene que pasar la ITV en marzo. Lleva dos años en circulación. Por lo que sé, tiene que hacerse en algún lugar de Alemania. No me parece muy sostenible, aparte de que supondrá un coste elevado. Así que ahora mismo estoy buscando soluciones alternativas. Hace poco me enteré de que hay una delegación de la ITV de Renania en Lisboa. Voy a preguntar allí. Por otro lado, quizá una solución al problema de encontrar un lugar de retiro sea entender el viaje por etapas y concluir cada una de ellas tejiendo en ese lugar deseado la „tira“ que recoge las experiencias de ese tramo, es decir, hacer medio año de «descanso» por lo que se refiere a viajar, para centrarme en el trabajo de tejer.

# Llevo un año viajando por Portugal. Cuando echo la vista atrás, me parece poco tiempo en el que he aprendido mucho, visto mucho y conocido a mucha gente; cuando lo miro más de cerca y recuerdo lo difícil que fue a veces, se me hace largo… Sin embargo, en general el balance ¡sigue siendo positivo!

# El 6 de enero debería haber abandonado Monchique, y todavía no sé exactamente cómo ni adónde, o adónde y cómo. La Cámara me ha concedido generosamente permiso para prolongar mi estancia hasta que se aclare la cuestión. Toda mi energía se dirige hacia Vila do Bispo / Sagres, el extremo suroeste de Portugal. Quizás sea ingenua, o terca, o no sé qué, quizás quiera demostrarme algo a mí mismo o a nosotros… Sea como sea, me haría muy feliz terminar allí esta primera etapa del gran viaje de norte a sur. Pero, hay que reconocerlo, estos momentos de estrés, esta impotencia e incertidumbre, me siguen afectando, aunque me esfuerce por ser paciente y optimista. Tampoco sé muy bien cómo puedo cambiarlo… He aprendido que ni los medios de comunicación, ni los documentos, ni los escritos amables son realmente útiles. Lo que realmente funciona es el contacto personal. Así que la pregunta sigue siendo: ¿cómo consigue el KUKUmobil ampliar su ejército de embajadores y garantes?

 

 

(de)

# Mit dem Ende des ersten Abschnitts fällt die Ausrede weg, noch unterwegs zu sein und deshalb nicht am großen Webstuhl arbeiten zu können, weil ja noch was kommt auf der Strecke und man nicht weiß, was……; und die Zeit nicht reicht für das Erkunden, und das Lernen, und das Begegnen und die klienen Arbeiten und die große……  Aber der Ruf an den Webstuhl wird immer unüberhörbar.

# Inzwischen sind über 120 kleine Fragmente entstanden. Ich liebe diese Arbeit an den kleinen Stücken. Wer hätte das gedacht. Es gibt auch einige wunderbare Kompositionen, die nicht in 12 x 12 passen, die ich gerne weben würde. Vielleicht in 40 x 40, um nicht noch ein neues Format einzuführen. Und das alles, um mich von der großen Arbeit abzulenken? Ja, vielleicht, ein wenig schon. Ich hab Respekt vor der Herausforderung und etwas Furcht vor der Erwartungshaltung, meiner eigenen zuallererst. Gefühlt habe ich noch kein klares Bild davon, wie diese große Tapisserie denn  nun aussehen soll. Und ich frag mich, ob es hilfreich wäre, mich irgendwo „zu verkriechen“, also irgendwo einen Standort zu finden, an dem ich eine lange Weile stehen und arbeiten kann, ohne das etwas Neues zur Ablenkung wird…..

# Immer wieder habe ich mir in den nun fast zwei Jahren gefragt, was ich an dem Projekt oder meiner Kommunikation ändern sollte oder könnte, nicht um an den Punkt zu kommen, an dem ich mehr und mehr Menschen erreiche, sondern an den, wo die Suche nach dem nächsten Standort nicht so mühsam vonstatten geht, das KUKUmobil vielleicht sogar eingeladen wird. Bisher war es nur in Viana do Alentejo der Fall. Ansonsten ist es nach wie vor, trotz Fernsehbeiträgen und Interviews, eher so, dass ich gefühlt unendlich viele Mails schreibe und eine große Stille zurückkommt. Länger im Voraus planen? In längeren Reiseabschnitten denken? Kürzere Standzeiten? Hmmm….

 

(es)

# Con el final de la primera etapa, ya no hay excusa para decir que aún estoy de viaje y que por eso no puedo trabajar en el gran telar, porque aún hay cosas por hacer en el camino y no sé qué…; y no hay tiempo suficiente para explorar, aprender, conocer gente, hacer pequeños trabajos y el gran… Pero la llamada del telar es cada vez más inconfundible.

# Mientras tanto, han surgido más de 120 pequeños fragmentos. Me encanta trabajar en estas pequeñas piezas. Quién lo hubiera pensado. También hay algunas composiciones maravillosas que no caben en 12 x 12 y que me gustaría tejer. Quizás en 40 x 40, para no introducir un nuevo formato. ¿Y todo esto para distraerme del gran trabajo? Sí, quizás, un poco. Respeto el reto y temo un poco las expectativas, sobre todo las mías propias. Siento que aún no tengo una idea clara de cómo debería ser este gran tapiz. Y me pregunto si sería útil «esconderme» en algún lugar, es decir, encontrar un sitio donde pueda quedarme un buen rato trabajando sin que nada nuevo me distraiga…

# Una y otra vez, durante estos casi dos años, me he preguntado qué debería o podría cambiar en el proyecto o en mi comunicación. No para llegar a más y más gente, pero sí  para llegar a un punto en el que la búsqueda de la próxima ubicación no sea tan laboriosa, e incluso se invite al KUKUmobil. Hasta ahora, solo ha sido el caso en Viana do Alentejo. Por lo demás, a pesar de los reportajes televisivos y las entrevistas, sigo escribiendo un sinfín de correos electrónicos y recibiendo un gran silencio como respuesta. ¿Planificar con más antelación? ¿Pensar en tramos de viaje más largos? ¿Estancias más cortas? Hmmm…

 

(de)

So, die Sonne ist wieder da, und mit ihr die Welt. Lass sehen, was dieses Jahr bringt. Es scheint turbulent zu werden, aber lasst uns den Fokus auf die positiven Dinge richten.

(es)

Bueno, el sol ha vuelto, y con él, el mundo. Veamos qué nos depara este año. Parece que va a ser turbulento, pero centrémonos en las cosas positivas.

 

 

 

 

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