Bautagebuch _ Vorwort

LOS GEHT’S

07.07.2022

EEEEENNNDDDDDLLLLIIIICCCCHHHHH!!!! Unser erstes Bau-Wochenende steht vor der Tür.

Und ich bin SUPER-aufgeregt. Gudrun hat eine wahnsinnsgute Planung gemacht.  Ohne sie würde das alles nicht gehen. DANKE!!!

Jedes Wochenende werden wir uns mit einem bestimmten Bauabschnitt beschäftigen. Lasst uns hoffen, dass die Lieferketten nicht reißen und das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht.

UND: Natürlich freuen wir uns über helfende Hände, auch die linken!!! All hands are welcome, even the left ones!!!!

 

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EIN VORWORT ZUM BAUTAGEBUCH

Am 08.07.2022, vor drei Wochen haben wir also mit dem Bau begonnen, mit etwas Verspätung und in kleinerer Besetzung als eigentlich geplant. Ich hatte mir fest vorgenommen, ein Tagebuch zu führen, für all jene, die neugierig sind, aber nicht vor Ort mit dabei sein können; für mich, um Momente, Gedanken, Erlebtes festzuhalten; für die Zukunft, um die Vergangenheit besser erinnern zu können.

Tja, dann kam alles etwas anders. Leben halt!! Ursprünglich war es natürlich schon so gedacht, dass ich relativ oft auf der Baustelle sein würde. Schließlich sollte mein Bezug zum KUKUmobil so eng wie möglich sein, auch auf der praktischen Ebene, und ich wollte den Prozess begleiten, so nah und intensiv es irgendwie ging. Aber ich bin mir auch meiner Grenzen bewusst, sowohl was meine Kenntnisse und Fertigkeiten im Holzbau angeht, die sich auf den Bau einiger Hängekonstruktionen für meine Bildwirkereien, einige Hochbetten und Regale aus Latten und Brettern beschränken, als auch was meine Körperkraft betrifft, die zwar ausreicht, um stundenlang am Webstuhl zu sitzen, aber nicht unbedingt, um schwere Werkzeuge zu handhaben oder Gewichte zu bewegen.  Das, was ich mit dem Wort „Selbstbau“ assoziiere, scheint mir für mich ein sehr großes Wort, von dem ich weiß, dass ich es nie werde ausfüllen können.

Ich versuche, die durch den Ausfall einer der Baufrauen entstandene Lücke so gut wie möglich zu füllen. Viel mehr als Handlangerei kann nicht dabei herauskommen. An den Maschinen, die uns zur Verfügung stehen, kann ich niemanden ersetzen. Aber ich bin jeden Tag auf der Baustelle und sofern der Bauablauf es zulässt, kommt es jetzt doch dazu, dass einiges mit der Hand getan wird, was auch mit Maschinenkraft und -präzision getan werden könnte.

 

Vor vielen Monaten hatte ich mal gesagt, ich würde mein KUKUmobil gerne mit der Japansäge bauen. Das klingt ungefähr so, wie den Rasen hinterm Haus mit der Schere schneiden. Zu meinem Geburtstag im vergangenen Jahr bekam ich dann von einem Freund eine Japansäge geschenkt. Wer hätte gedacht, dass sie so intensiv zum Einsatz kommen würde.

Ich genieße die damit einhergehende Intensität in der Auseinandersetzung mit dem Material und auch das Konzept der Ursprünglichkeit handwerklicher Holzverbindungen. Wie konsequent wir das durchhalten können, wir sich zeigen.